Graphic Novels
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Allgemein

Deutsch-französische Übersetzerwerkstatt in Stuttgart

Freitag, den 3. Juli 2015

Noch bis zum 20. Juli können professionell arbeitende ÜbersetzerInnen von Comics und Graphic Novels, die aus dem Deutschen ins Französische oder aus dem Französischen ins Deutsche ĂŒbersetzen bei der Übersetzerwerkstatt “Passeurs D’Histoires” anmelden, die vom 22. bis 27. November in Stuttgart stattfinden wird.

Das mehrtĂ€gige Weiterbildungsseminar unter Leitung des erfahrenen Übersetzers Dr. Eckart Sackmann bietet bis zu zehn ÜbersetzerInnen von Comics und Graphic Novels die Möglichkeit an, gemeinsam an konkreten Texten zu arbeiten und sich mit den spezifischen Übersetzungsfragen dieses Genres auseinanderzusetzen. Die TeilnehmerInnen treffen Experten aus der Buchbranche – wie Autoren, Comic-Zeichner oder Verleger –, lernen Fördermöglichkeiten kennen und tauschen sich ĂŒber berufspolitische Fragen aus. Die Übersetzer werden in ausgewĂ€hlten Schulen zu Gast sein und dort mit den SchĂŒlern ĂŒber ihre Arbeit sprechen.

Unterkunft, Reise- und Übernachtungen werden von den Veranstaltern, dem Institut français Stuttgart mit UnterstĂŒtzung der DVA-Stiftung, ĂŒbernommen. Weitere Informationene unter anderem die Ausschreibung und das Bewerbungsformular können hier eingesehen werden.

4. Afkat-Förderpreis

Donnerstag, den 2. Juli 2015

Zum inzwischen vierten Mal wurde der “AFKAT – Der Hamburger Graphic-Novel-Förderpreis” ausgeschrieben. Bis zum 11. Oktober können Interessierte ihre Arbeiten einreichen. Wie auch in den letzten Jahren winkt der bzw. dem GewinnerIn die Übernahme sĂ€mtlicher Produktionskosten sowie das Erscheinen des Titels im mairisch verlag. Bereits im November wird der oder die PreistrĂ€gerIn bekannt geben, der mit der Afkat-UnterstĂŒtzung entstandene Band soll auf der Buchmesse Leipzig im MĂ€rz 2016 der Öffentlichkeit vorgestellt werden. Thematisch gibt es keinen Rahmen. Zu den Teilnahmebedingungen gelangt man hier.

In den vergangenen Jahren gewannen “Flash Preußen” von Tilo Richter & Jan Kottisch, “Vergiss nicht, das Salz auszuwaschen” von Sohyun Jung sowie “Die Wurzeln der Lena Siebert” von Raphaela Buder.

Neu bei Luftschacht

Mittwoch, den 1. Juli 2015

“Away from there” von Christian Frieß

This is where I was. – mit diesem Satz setzt Christian Frieß’ grafische Ich-ErzĂ€hlung ein, die uns in knappen SĂ€tzen und minimalistischen Zeichnungen zu den Grundfragen menschlicher Existenz und letztlich zu uns selbst zurĂŒckfĂŒhren will; zu der Frage nach dem In-die-Welt-Geworfen-sein, nach existenzieller Einsamkeit und Verfremdung und einer dennoch immer schon vorhandenen Verbundenheit mit dem Dasein (und uns selbst). Frieß bedient sich auf seiner poetischen Sinnsuche scheinbar einfacher, archaisch wirkender Bilder und der vermutlich universellsten modernen Sprache, dem Englischen, und lĂ€sst damit dem Leser einen möglichst weiten und offenen Raum.

Findet die Geschichte eine Antwort? Oder hat sie sogar ein Happy End? Schwer zu sagen. Es ist jedenfalls eines voller Melancholie.

Away from there, ISBN 978-3-902844-86-6, ca. 80 Seiten, FreirĂŒckenbroschur, EUR (D) 16,40, EUR (A) 16,90, erscheint im August bei Luftschacht

Graphic Novels in den Medien – 29. Juni 2015

Montag, den 29. Juni 2015

 

“Ghetto Brother”: Lesung und Live-Painting in Berlin

Freitag, den 26. Juni 2015

Am Samstag, dem 4. Juli stellen Julian Voloj und Claudia Ahlering ihr Buch “Ghetto Brother – Eine Geschichte aus der Bronx” (avant-verlag) im Rahmen der Veranstaltungsreihe “Words in the Garden” im JĂŒdischen Museum in Berlin vor.

Anfang der 70er Jahre ist das Leben in der Bronx geprĂ€gt von Gewalt, Drogen und KriminalitĂ€t. Um zu überleben, schließen sich viele junge Bewohner in Gangs zusammen. Die Graphic-Novel »Ghetto Brother« erzĂ€hlt die wahre Geschichte von Benjamin Melendez, der 1971 als Gangmitglied ein vielbeachtetes Friedensabkommen zwischen den New Yorker Gangs initiierte. Statt durch Bandenkriege machte die Bronx nun durch Musik, DJs und die Graffiti-Szene von sich reden. In dieser Aufbruchsstimmung begab sich Benjamin Melendez auf eine andere Reise: der Suche nach seinen puertorikanisch-jüdischen Wurzeln.

Ab 18 Uhr wird Autor Voloj von der Entstehung des Bandes und der Zusammenarbeit mit Benjamin Melendez erzÀhlen sowie aus dem Buch lesen, wÀhrend Claudia Ahlering dazu live zeichnet. Begleitet wird die Aktion von DJ Marc Hype, der zeitgenössische Musik auflegen wird. Der Eintritt ist frei.

Jüdisches Museum Berlin, Lindenstraße 9 – 14, D–10969 Berlin
www.jmberlin.de

Erich Fried Tage 2015 in Wien

Freitag, den 26. Juni 2015

Vom 6. bis 11. Oktober finden im Literaturhaus Wien die Erich Fried Tage 2015 statt. Bei dem internationalen Literaturfestival steht die literarische Reportage im Mittelpunkt, Titel in diesem Jahr ist “Facts and Fiction”.

Die Reportageliteratur blickt – angefangen vom griechischen Historiker Herodot und seinen Berichten ĂŒber die Völker der antiken Welt bis hin zu den Reiseschilderungen von Mark Twain, den stilprĂ€genden Reportagen von Egon Erwin Kisch, Joseph Roth und Ryszard KapuƛciƄski im vergangenen Jahrhundert – auf eine bedeutende Tradition zurĂŒck. In den USA wurde das Genre vor dem Hintergrund zweier Weltkriege als New Journalism neu definiert, Truman Capote, Hunter S. Thompson und Tom Wolfe gelten als deren wichtigste Vertreter.
Kriegerische Auseinandersetzungen, globale FlĂŒchtlingsbewegungen, politische Verfolgung und staatliche Überwachung, Naturkatastrophen und Epidemien haben dem Genre in den letzten Jahren Brisanz verliehen.

Zu den Erich Fried Tagen sind auch einige Comic-AutorInnen eingeladen: Paula Bulling (“Im Land der FrĂŒhaufsteher”, avant-verlag) sowie Caterina Sansone & Alessandro Tota (“Palatschinken”, Reprodukt). Der genaue Zeitpunkt ihrer Veranstaltungen wird noch bekannt gegeben.

Literaturhaus Wien, Seidengasse 13, A-1070 Wien
E-Mail: info@literaturhaus.at, literaturhaus.at

“Sex, Drugs und Depression”

Donnerstag, den 25. Juni 2015

Moritz Piehler stellt auf spiegel.de Simon Hanselmann und seine BĂŒcher “Hexe Total” und “Hexe Total 2″ (beide avant-verlag) vor. In “Sex, Drugs und Depression” schreibt Piehler: “Was Hanselmann mit seinen Geschichten betreibt, ist eine paradoxe Form der Selbstausbeutung – oder eine wirksame Kunsttherapie.”

Verlagstext: Megg ist eine depressive, drogenabhĂ€ngige Hexe. Ihre schwarze Katze heißt Mogg und dann gibt es da noch ihren Freund Eule, eine anthropomorphe, Ă€h, Eule. Die drei hĂ€ngen öfter mit Werwolf Jones ab. Was auf den ersten Blick als episodische Sitcom daherkommt, entpuppt sich bei genauerem Hinsehen als ausgefeilte Charakterstudie der Vorstadtlangeweile, die es mit Werken von Todd Solondz, Matt Groening oder Flaubert aufnehmen könnte.

“Graphic Novel. Ein WerkstattgesprĂ€ch”

Donnerstag, den 25. Juni 2015

In der Veranstaltungsreihe “Jitter’s Wunderblock” des Magazins fĂŒr “Kunst und visuelle Kultur” Jitter sind am Samstag, dem 4. Juli, David von Bassewitz (“Vasmers Bruder”, Text: Peer Meter, Carlsen) und Ute Heimbold (“Der Schimmelreiter”, nach Theodor Storm, Edition Eichthal) zu Gast.

Die Graphic Novel boomt. Der Markt und die Akzeptanz der seitenstarken grafischen Romane wĂ€chst bestĂ€ndig (wenn auch mit verschwindend kleinen Auflagen im Vergleich z.B. zur frankobelgischen Comicszene oder gar zu “Manga-Japan”). Welche Optionen bietet dieser Markt fĂŒr Zeichner und Autoren? Welche Faktoren, Konventionen oder sogar EinschrĂ€nkungen bestimmen den Entstehungsprozess, die Produktion und Publikation einer Graphic Novel?

Mit den AutorInnen sprechen Dieter JĂŒdt und Falk Nordmann, der Eintritt betrĂ€gt EUR 3,–, Beginn ist um 20 Uhr.

Galerie erstererster, Papelallee 69, D–10437 Berlin
www.erstererster.de

Comic-Wochenende mit Elke R. Steiner in Berlin

Mittwoch, den 24. Juni 2015

Elke R. Steiner (“Die anderen Mendelssohns: Karl Mendelssohn Bartholdy”, Reprodukt) leitet im Juli einen Comic-Workshop an der Volkshochschule Steglitz-Zehlendorf in Berlin. “Witwe Bolte 2015: ein Comic-Wochenende” findet am 25. und 26. Juli statt und richtet sich an AnfĂ€ngerinnen und AnfĂ€nger.

Wir erinnern mit diesem Sommer-Workshop an die beliebte und bekannte “Max und Moritz”-Geschichte von Wilhelm Busch, die vor 150 Jahren erschien und orientieren uns an deren Zeichnungen: Nach einigen zeichnerischen VorĂŒbungen wenden wir uns einzelnen Figuren aus den sieben Streichen von “Max und Moritz” zu und versetzen sie in das heutige Berlin. Ißt Witwe Bolte immer noch Sauerkraut? Wird Schneider Böck ein Opfer der Gentrifizierung? Wir setzen uns mit den 150 Jahre alten Bildgeschichten auseinander und ahmen zunĂ€chst ausgewĂ€hlte Bilder zu Übungszwecken nach. Dann passen wir sie der heutigen Zeit an, interpretieren und zeichnen einzelne Sequenzen neu.

Anmeldungen sind ab sofort möglich, die Teilnahme kostet EUR 61,10 (erm. EUR 35,50).

VHS Berlin Steglitz-Zehlendorf, Onkel-Tom-Str. 14, D-14169 Berlin
www.vhsit.berlin.de

“Redrawing Stories from the Past” – Vortrag in Chemnitz, etc.

Dienstag, den 23. Juni 2015

In einer Pressemitteilung berichtet das Projekt “Redrawing Stories from the Past”, in dem sich KĂŒnstlerinnen und KĂŒnstler mit unterschiedlichen Narrativen des Nationalsozialismus in Ost und West auseinandersetzen, den aktuellen Stand der Dinge und kĂŒndigt u.a. einen Vortrag Ende des Monats in Chemnitz an.

‱ Vortrag des Comic-Theoretiker Ole Frahm am 29. Juni 2015 um 19 Uhr im AJZ Chemnitz über “Antisemitische Karikaturen im Comic. Reproduktion und Reflexion”
‱ Anschließend: Zweiter fünftĂ€giger Workshop mit 5 KünstlerInnen aus Serbien, Lettland, Polen und Deutschland unter der Leitung von Ole Frahm und Sascha Hommer
‱ Bereits im Juni: Chemnitzer Jugendliche recherchieren in der GedenkstĂ€tte der ehemaligen Heil- und Pflegeanstalt Pirna-Sonnenstein
‱ Publikation und Graphic Novel Ausstellung in der Galerie im Saalbau am 6. November und Anfang 2016 im AJZ Chemnitz

Inzwischen gibt es einen Projektblog, auf dem sich auch ein Bericht des ersten Workshops in Pancevo nachlesen lÀsst.

Unter der Leitung von Sascha Hommer (“Vier Augen”, Reprodukt) und Ole Frahm (“Die Sprache des Comics”, Philo Fine Arts) nehmen folgenden KĂŒnstler und KĂŒnstlerinnen am Projekt teil: Paula Bulling (“Im Land der FrĂŒhaufsteher”, avant-verlag), Max Baitinger (“Heimdall”, Rotopolpress), Vuk Palibrk (Serbien), MārtiƆơ Zutis (Lettland) und Zosia DzierĆŒawska (Polen). “Redrawing Stories from the Past” findet unter dem Dach von MitOst e.V. statt, einem internationalen Verein, der den Austausch und die Kooperation zwischen Kulturschaffenden in Europa fördert und zivilgesellschaftliche Akteure und zivilgesellschaftliches Engagement stĂ€rkt.

AJZ Chemnitz, Chemnitztalstr. 54, D–09114 Chemnitz
www.ajz-chemnitz.de

Spring #12 – Ausstellung in Hamburg

Montag, den 22. Juni 2015

Passend zum Erscheinen der neuen Ausgabe zeigt die Hamburger Galerie Feinkunst KrĂŒger ab dem 4. Juli eine Ausstellung zur neuen Ausgabe der Anthologie “Spring”, deren zwölfte Nummer BeitrĂ€ge zum Thema “PrivĂ©e” beinhaltet.

Das Leben ist auf zwei Kartons verteilt: Auf dem einen steht “öffentlich”, auf dem anderen “privat”. WĂ€hrend der öffentliche Karton zuweilen ein bisschen wie ein Grabbeltisch im Kaufhaus wirkt – jeder kann darin herumwĂŒhlen, wie er will -, steht in dieser zwölften Spring-Ausgabe vor allem der private Karton im Mittelpunkt: Jene Seite von uns, die wir nur mit ausgewĂ€hlten Menschen teilen und die voller Geheimnisse steckt. Auf welchen der beiden Kartons wir wie viel verteilen, steht uns natĂŒrlich frei. Aber ist die Summe von öffentlichem und privatem Karton nun bei jedem Menschen gleich? Haben also alle Leben das gleiche Volumen? Oder gibt es kleinere und grĂ¶ĂŸere Leben?

Die Vernissage findet am Samstag, dem 4. Juli um 20 Uhr statt, im Anschluss wird die Ausstellung bis zum 25. Juli zu sehen sein.

“Spring 12: PrivĂ©e” ist die erste Ausgabe der Anthologie, die im mairisch Verlag erscheint.

Feinkunst KrĂŒger, Kohlhöfen 8, D-20355 Hamburg
www.feinkunst-krueger.de

“Mutterinstinkte”

Freitag, den 19. Juni 2015

In der letzten Ausgabe des SZ-Magazin begleiteten Kurzcomics von Barbara Yelin den Artikel “Mutterinstinkte” von Till Krause. Darin geht Krause der Geschichte hinter dem angeblichen Kopf hinter des Darknet-Markplatz Silkroad, Ross Ulbricht nach, der kĂŒrzlich in den USA zu lebenslanger Haft verurteilt wurde. Dessen Mutter Lyn Ulbricht wurde in Folge der Anschuldigungen an ihren Sohn selbst zur Internet-Expertin. Der ganze Artikel lĂ€sst sich nun auch online lesen.

“Die Hoodies” – Lesung in Berlin

Donnerstag, den 18. Juni 2015

Am Freitag, dem 3. Juli werden in Walthers Buchladen in Berlin LaĂ«titia Graffart und Autorin PoinT aus “Die Hoodies” (Parallelallee) lesen.

In einem kleinen brandenburgischen Dorf tauchen ein paar fremde Jugendliche auf. Erst sind es nur wenige, aber dann werden es immer mehr. Keiner weiß, woher sie kommen und was sie wollen. Einzig auffĂ€llig sind ihre Kapuzen, weshalb die Kinder im Dorf sie auch die HOODIES nennen. Mittlerweile sind es beĂ€ngstigend viele geworden. Selbst auf den HĂ€usern und Stromleitungen haben sie Platz genommen … Doch aus welchem Grund?

Die Veranstaltung beginnt um 19:30 Uhr,  der Eintritt ist frei.

Walthers Buchladen, Bismarckstraße 71, D–12157 Berlin
walthers-buchladen.de

“Fun Home” gewinnt fĂŒnf Tony Awards

Mittwoch, den 17. Juni 2015

Das auf Alison Bechdels autobiografischem Band “Fun Home” basierende Musical gleichen Namens ist bei den Tony Awards in gleich fĂŒnf Kategorien ausgezeichnet worden. Nachdem die Adaption zunĂ€chst Off-Broadway gezeigt wurde, startete sie erst kĂŒrzlich auf dem Broadway selbst. Eine Reihe positiver Kritiken bereitete bereits darauf vor, dass die Chancen der BĂŒhnenversion von Lisa Krohn (Text) und Jeanine Tesori (Musik) in der Regie von Sam Gold gute Aussichten auf Auszeichnungen haben wĂŒrde. Nachdem die Produktion in zwölf Kategorien nominiert war, erhielt sie nun folgende Preise:

‱ “Best Musical”
‱ “Best Performance by a Leading Actor in a Musical” (Michael Cerveris)
‱ “Best Book of a Musical” (Lisa Krohn)
‱ “Best Original Score (Music and/or Lyrics) Written for the Theatre” (Jeanine Tesori, Music & Lisa Kron, Lyrics)
‱ “Best Direction of a Musical” (Sam Gold)

Über die Verleihung schreibt ausfĂŒhrlich Kevin Clarke auf m-maenner.de, unter anderem auf tagesspiegel.de findet sich die dpa-Meldung zum Thema. “Fun Home” ist derzeit als Hardcover bei Kiepenheuer & Witsch sowie als Taschenbuch bei Carlsen erhĂ€ltlich. AuffĂŒhrungen des Musicals in Deutschland sind bislang nicht geplant.

Unten zu sehen: Ein Ausschnitt aus dem US-Fernsehmagazin “The View”, in dem u.a. ein Song aus dem Musical zum Besten gegeben wird.

Reinhard Kleist in Köln und Göttingen

Dienstag, den 16. Juni 2015

Am Dienstag, dem 23. Juni, ist Reinhard Kleist im Literaturhaus Köln zu Gast. Tags darauf wird er im literarischen Zentrum Göttingen erwartet.

Dass Reinhard Kleist in der Lage ist, schwierigste historische Themen in einer Graphic Novel umzusetzen, hat er mit “Der Boxer” bewiesen. Sein aktuelles Werk “Der Traum von Olympia” (beide Carlsen) ist eine Biografie und zugleich hochpolitisch: Die Sprinterin Samia Yusuf Omar vertrat Somalia bei den Olympischen Spielen 2008 in Peking. Sie wurde jedoch von islamischen Extremisten bedroht, die ablehnen, dass Frauen Sport treiben. In der Hoffnung, an der Olympiade in London teilnehmen zu können, versuchte sie die Flucht nach Europa. Bei der Überfahrt ertrank Samia Yusuf Omar 2012 im Alter von 21 Jahren vor der KĂŒste Maltas. Reinhard Kleist gibt an diesem Abend Einblicke in seine preisgekrönte Arbeit als Comic- Zeichner. Aber es liegt ihm auch daran, mit dieser ungewöhnlichen Geschichte auf die FlĂŒchtlingsproblematik aufmerksam zu machen und auf die persönlichen Schicksale, die sich oft hinter kurzen Nachrichten verbergen.

Dienstag, 23. Juni 2015 | 19 Uhr
Literaturhaus Köln
, Großer Griechenmarkt 39, D-50676 Köln
www.junges-literaturhaus.de

Eintritt: EUR 7,– (erm. EUR 5,–, Mitglieder EUR 3,–)

Mittwoch, 24. Juni 2015 | 19 Uhr
Literarisches Zentrum Göttingen e.V.
, DĂŒstere Str. 20, D-37073 Göttingen
www.literarisches-zentrum-goettingen.de
Eintritt: EUR 9,– (erm. EUR 5,–)

Foto Reinhard Kleist © Carlsen Verlag

“Der Schimmelreiter” – Lesung in Hamburg

Montag, den 15. Juni 2015

Am 2. Juli stellt Jens Natter seine Adaption von Theodor Storms “Der Schimmelreiter” (Boyens) in der BĂŒcherhalle EimsbĂŒttel in Hamburg vor. Begleitet von Bildprojektionen und Live-Gitarre wird Natter aus dem Band lesen. Beginn ist um 19.30 Uhr.

Dieses Buch ermöglicht einen ganz neuen Zugang zu Theodor Storms Novelle „Der Schimmelreiter“. Der Stoff um den Aufstieg und das Scheitern des nordfriesischen Deichgrafen Hauke Haien, der bei einer Sturmflut an der NordseekĂŒste sein Leben hergibt, weil sein ehrgeiziges Deichprojekt gescheitert ist, wird hier in Comicform als Graphic Novel prĂ€sentiert.

Die handkolorierte Interpretation der Novelle ist als ErgĂ€nzung der literarischen Vorlage zu verstehen. Der Zeichner Jens Natter verwendet fast ausschließlich Originalzitate aus Storms „Schimmelreiter“ und behĂ€lt den chronologischen Ablauf bei. Seine bildliche Darstellung der damaligen Begebenheiten, insbesondere der Kleidung, HĂ€user und Landschaften, versetzt die Betrachter direkt in das Nordfriesland des 18. und frĂŒhen 19. Jahrhunderts sowie in die innere Dramatik des zerrissenen Menschen.

BĂŒcherhalle EimsbĂŒttel, Doormannsweg 12 (Hamburg-Haus), D–20259 Hamburg
www.buecherhallen.de/eimsbuettel

Graphic Novels in den Medien – 15. Mai 2015

Freitag, den 12. Juni 2015

Christoph-Martin-Wieland-Übersetzerpreis 2015 an Uli Pröfrock

Donnerstag, den 11. Juni 2015

Der Christoph-Martin-Wieland-Übersetzerpreis geht an Uli Pröfrock fĂŒr seine Übertragung von Lanzacs und Christoph Blains “Quai D’Orsay – Hinter den Kulissen der Macht” (Reprodukt). Mit dem Preis werden alle zwei Jahre Übersetzungen wechselnder Literaturgattungen ausgezeichnet, er ist mit 12.000 Euro dotiert.

In der JurybegrĂŒndung heisst es:
“Ulrich Pröfrock zieht bei seiner Übersetzung alle sprachlichen Register, um die abrupten Wechsel zwischen offiziellem Diplomatenjargon und inoffizieller Phrasendrescherei, zwischen politischem Diskurs, kultureller Prahlerei und alltĂ€glichem Kleinklein aus der französischsprachigen Vorlage ins Deutsche zu ĂŒbertragen. FĂŒr die Charakterisierung der Figuren hat er jeweils eine angemessene Sprache gefunden, um deren persönliche Entwicklung und situative Verortung lebendig werden zu lassen. Seine Übertragung lĂ€sst uns nicht nur, wie im Titel angekĂŒndigt, hinter die Kulissen der Macht schauen, sie entlarvt den manipulativen Einsatz der Sprache im Tauziehen der MĂ€chtigen, ohne dabei den federleichten und lebendigen Grundton des Originals zu verlieren”, begrĂŒndete Dr. Nathalie MĂ€lzer, Übersetzerin und TrĂ€gerin der Heyne-Juniorprofessur fĂŒr Transmediale Übersetzung an der UniversitĂ€t Hildesheim, die Entscheidung der fĂŒnfköpfigen Jury. Den besonderen Herausforderungen bei der Übersetzung von Comics und graphischer Literatur, wie der Wahrung der Text-Bild-Beziehungen und der IntertextualitĂ€ten, wird Pröfrock in hervorragender Weise gerecht.

Neben dem Hauptpreis fĂŒr Pröfrock werden noch fĂŒnf weitere ÜbersetzerInnen lobend erwĂ€hnt:
‱ Heinrich Anders und Tina Hohl fĂŒr “Jimmy Corrigan – Der klĂŒgste Junge der Welt” von Chris Ware (Reprodukt)
‱ Jan Dinter fĂŒr “Don Quixote” von Rob Davis (Egmont Graphic Novel)
‱ Dirk Schwieger und Daniela Seel fĂŒr “Bohnenwelt” von Larry Marder (Ventil)
‱ Johanna Wais fĂŒr “Meine Tassen im Schrank. Depressionen, Michelangelo & Ich” (Egmont Graphic Novel)
‱ Yvonne Gerstheimer fĂŒr “Billy Bat” von Naoki Urazawa & Takashi Nagasaki (Carlsen)

Ausgeschrieben wird der Christoph-Martin-Wieland-Übersetzerpreis vom Freundeskreis zur Förderung literarischer und wissenschaftlicher Übersetzungen e.V. und finanziert vom Ministerium fĂŒr Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-WĂŒrttem­berg. Die Preisverleihung findet am 2. Oktober 2015 im Museum Biberach statt.

Neu im Verlag Peter Lang

Mittwoch, den 10. Juni 2015

Graphisches ErzĂ€hlen von Adoleszenz – Deutschsprachige Autorencomics nach 2000″ von Felix Giesa

Die vorliegende Studie befasst sich mit den sogenannten Adoleszenzcomics, eine in der deutschsprachigen Comiclandschaft neuartige Gattung. Seit Beginn des neuen Jahrtausends entwirft eine Generation junger deutschsprachiger ZeichnerInnen innovative Bild-Text-Narrative. Fast alle diese Arbeiten befassen sich mit dem Thema Adoleszenz und zeichnen sich durch avancierte visuelle ErzĂ€hlstrukturen aus. Der Autor untersucht erstmals die historische Entwicklung des graphischen ErzĂ€hlens von Adoleszenz. In grundlegenden Einzelanalysen unterzieht er außerdem bedeutende Vertreter dieser neuen Gattung einem close-reading. DafĂŒr entwirft er ein bildnarratologisches Instrumentarium, mit welchem die erzĂ€hlerischen Eigenheiten beschrieben und analysiert werden.

Graphisches ErzÀhlen von Adoleszenz, ISBN 978-3-631-66454-4, 405 Seiten, teilw. farbig, Hardcover, EUR (D) 74,95, erschienen bei Peter Lang

Preisverleihungen in MĂŒnchen

Dienstag, den 9. Juni 2015

Auf dem Comicfestival MĂŒnchen wurden am vergangenen Wochenende wieder eine Reihe von Preisen verliehen. Wie in jedem Jahr vergab so der ICOM die Independent-Comicpreise. Teil der Preisverleihung am Freitag war auch die Vergabe des “Lebensfenster-Preis fĂŒr graphisches Blogen”. Am Samstag folgte dann “Peng! – Der MĂŒnchner Comicpreis”, die offiziellen Auszeichnungen des Comicfestivals MĂŒnchen. Hier alle ausgezeichneten Kreative und Titel im Überblick:

Preis fĂŒr das Lebenswerk
Tom Bunk

Preis fĂŒr besondere Leistungen fĂŒr die MĂŒnchner Comickultur
Eckardt Schott / Salleck Publications

Bester deutschsprachiger Comic
“Irmina” von Barbara Yelin (Reprodukt)

Bester europÀischer Comic
“Der schielende Hund” von Étienne Davodeau (Egmont)

Bester Nordamerikanischer Comic
“Hier” von Richard McGuire (Dumont)

Beste Comic-Berichterstattung
Der Tagesspiegel

Beste Comic-SekundÀrliteratur
“75 Jahre Marvel: Von den AnfĂ€ngen bis ins 3. Jahrtausend” von Roy Thomas (Taschen)

Beste Neuveröffentlichung eines Klassikers
“Fliegenpapier” von Hans Hillmann (avant-verlag)

Beste Comicverfilmung
Guardians of the Galaxy

Bester Online-Comic
“Beetlebum” von Johannes Kretzschmar

Bester asiatischer Manga
“Der Gourmet” von Jiro Taniguchi (Carlsen)

Bester deutschsprachiger Manga
“78 Tage auf der Straße des Hasses” von David FĂŒleki (Tokyopop)

ICOM INDEPENDENT PREISE 2015

Bester Independent Comic
“Als ich mal auf hoher See verschollen war” von Maximilian Hillerzeder (Edition Kwimbi)

Bester Kurzcomic
“Insel Karkinos” von Tim Gaedke (Selbstverlag)

Herausragendes Szenario
“The Right Here Right Now Thing” von Paulina Stulin (Jaja Verlag)

Herausragendes Artwork
“Die kleine blaue Melancholie” von Yi “Yinfinity” Luo (Selbstverlag)

Sonderpreis der Jury fĂŒr eine bemerkenswerte Comicpublikation
“Ach so ist das?!” von Martina Schradi (Zwerchfell Verlag)

Sonderpreis der Jury fĂŒr eine besondere Leistung oder Publikation
Comic Solidarity (Eva Junker, Lukas Wilde, Sebastian Kempke)

Lobende ErwÀhnungen
“Mister Origami” von Bastian Baier & Robert MĂŒhlich (Zwerchfell Verlag)
“Mondo 2″ von Tim Gaedke (Hg., Selbstverlag)
“Oh 3″ von Christoph Mathieu, Asia Wiegand, Caro Ring & Lew Bridcoe (Zwerchfell Verlag)
“Penner” von Christopher Burgholz (Jaja Verlag)

Die Laudationes zu allen Kategorien finden sich auf der Website des ICOM.

LEBENSFENSTER-PREIS FÜR GRAPHISCHES BLOGEN

“Hiller Killer” von Maximilian Hillerzeder

Die Laudatio des Kurt Schalker-Kommittees findet sich hier.