Graphic Novels
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News

„Drawn Together“ – Ausstellung in Basel

Mittwoch, den 29. Juni 2016

Ab dem 2. Juli zeigt das Cartoonmuseum Basel die Ausstellung „Drawn Together“ mit Arbeiten von Aline Kominsky-Crumb und ihrem Mann Robert Crumb.

Aline Kominsky-Crumb und Robert Crumb sind ein ungleiches Paar – im Leben und in der Kunst. Die Pionierin des autobiografischen Comics und der gefeierte Undergroundzeichner und Schöpfer von Charakteren wie Fritz the Cat und Mr. Natural bringen diese Spannung in wahnwitzigen, gemeinsam gezeichneten Geschichten zu Papier. Mit unbĂ€ndiger Lust am Zeigen und ohne Tabus werden das eigene Leben und vor allem der Wechsel der beiden Zeichner von den Vereinigten Staaten nach Frankreich zu einem urkomischen Drama, in dem die einschneidenden gesellschaftlichen UmwĂ€lzungen der 1970er-Jahre, die Unterschiede von Mann und Frau sowie ein paar handfeste Neurosen die Hauptrollen spielen. Zum ersten Mal steht die Kooperation dieser beiden impulsgebenden KĂŒnstlerpersönlichkeiten im Zentrum einer umfassenden Ausstellung von Originalzeichnungen.

Zur Eröffnung am 1. Juli werden nicht nur die KĂŒnstler vor Ort sein, Terry Zwigoff, Regisseur des „Crumb“-Dokumentarfilms, wird ebenfalls zu Gast sein und mit Museumsleiterin und Kuratorin Anette Gehrig in die Ausstellung einfĂŒhren. Musik kommt von Notty’s Jug Serenaders aus Konstanz.

Die Ausstellung wird bis zum 13. November zu sehen sein.

Cartoonmuseum Basel, St. Alban–Vorstadt 28, CH– 4052 Basel
Tel. +41 (0)61 226 33 60
E-Mail: info@cartoonmuseum.ch, cartoonmuseum.ch

„Das ist doch keine Kunst“ – Ausstellung in Troisdorf

Montag, den 27. Juni 2016

Noch bis zum 28. August zeigt das Bilderbuchmuseum der Stadt Troisdorf, die Burg Wissem, die Ausstellung „Das ist doch keine Kunst“ mit Arbeiten von Joscha Sauer, Ralph Ruthe und Flix („Don Quijote“, nach Cervantes, Carlsen)

„Drei der profiliertesten deutschen Comic- und Cartoonzeichner sind nach ihrem ersten großen Auftritt in der Ludwiggalerie Schloss Oberhausen zu Gast in der Burg Wissem Troisdorf. Ralph Ruthe, Joscha Sauer und Flix (Felix Görmann) bestimmen seit Jahren maßgeblich die Szene des deutschen Comics und Cartoons und zeigen mit ihren Arbeiten deutlich die ÜbergĂ€nge und Grenzen des Mediums auf. Ralph Ruthe ist besonders fĂŒr seine tĂ€glichen Katastrophen, die den Protagonisten in »Shit happens« geschehen, bekannt. Bei Joscha Sauer finden neben den selbstmörderischen Lemmingen die Yetis oder der in der Wand wohnende Herr Riebmann ebenso durchgehend Beachtung wie der Tod und sein Pudel, FĂ€kalini, Ninjas, Außerirdische oder die Wissenschaftler Wilson und Pickett. WĂ€hrend Ruthe und Sauer den Cartoon, also das Einzelbild, bevorzugen, zeichnet Flix umfangreiche und manchmal an literarische Vorlagen angelehnte Comics. So werden hier Faust oder Don Quijote höchst originell neu erzĂ€hlt. Ist dies aber Kunst? Schauen Sie doch selbst.“

Burg Wissem, Bilderbuchmuseum der Stadt Troisdorf, Burgallee 1, D–53840 Troisdorf
troisdorf.de

Neu bei correct!v

Freitag, den 24. Juni 2016

DER BEEINFLUSSUNGSAPPARAT„Der Beeinflussungsapparat – Wie Massenmedien funktionieren, wie sie unsere Gesellschaft manipulieren und wie wir dazu beitragen“ von Brooke Gladstone & Josh Neufeld

In ihrem Comic-Manifest gehen die New Yorker Autorin Brooke Gladstone und Zeichner Josh Neufeld der Frage nach, was Zeitungen, Fernsehen, Radio ausmacht und wie das Internet alles durchrĂŒttelt. Dabei liefern sie ĂŒberraschende Einsichten in die Gesellschaft und finden dabei ErklĂ€rungen, wie Menschen auf so Verschwörungstheorien wie etwa die angebliche „LĂŒgenpresse“ kommen.

In einem Nachwort geht David Schraven auf Besonderheiten in der deutschen Medienlandschaft ein.

Der Beeinflussungsapparat, ISBN 978-3981740004, 224 Seiten, zweifarbig, Hardcover, 20 Euro, bereits erschienen

Neu bei Schreiber & Leser

Donnerstag, den 23. Juni 2016

„Trouble is my business – 4. Der coolste Job“ von Natsuo Sekikawa & Jiro Taniguchi

Ein Privatdetektiv, der sein Wohnbüro im Hinterzimmer einer Zahnarztpraxis hat, darf keine BerührungsĂ€ngste haben. Nicht mit Yakuzas, die ihm ihre Goldenen Lebensregeln predigen, nicht mit Cops, die wegen finanzieller Überschuldung durchdrehen, nicht mit weinerlichen Krimi-Autoren, denen der Hund weggelaufen ist
 Und genau deshalb kann Jotaro Fukamachi von seinem lausigen Job nicht lassen.

Trouble is my business – 4. Der coolste Job, ISBN 978-3-943808-98-8, 240 Seiten schwarzweiß, Softcover, 16,95 Euro, erscheint im August

Gustav-Heinemann-Friedenspreis fĂŒr „Der Traum von Olympia“

Mittwoch, den 22. Juni 2016

Wie von der Landeszentrale fĂŒr politische Bildung im Ministerium fĂŒr Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport Nordrhein-Westfalen mitgeteilt wird, erhĂ€lt der Berliner Comiczeichner Reinhard Kleist den diesjĂ€hrigen Gustav-Heinemann-Friedenspreis fĂŒr Kinder- und JugendbĂŒcher fĂŒr seine Graphic Novel „Der Traum von Olympia“ (Carlsen). Nachdem der Band bereits mit dem Luchs des Jahres 2015 sowie dem Katholischen Kinder- und Jugendbuchpreis 2016 bedacht wurde, folgt hiermit die bereits dritte renommierte Auszeichnung.

Zur Jury gehörten in diesem Jahr: Gabriele Schink (Regionaldirektorin NRW des Börsenvereins des deutschen Buchhandels), Kristina Dunker (Autorin), Katja Eder (Germanistin und Theater- und Filmwissenschaftlerin, Freie Redakteurin beim Ernst Klett Schulbuchverlag und Organisatorin fĂŒr Literatur- und Kulturprojekte), Prof. Dr. Christof Hartmann (Professor am Institut fĂŒr Politikwissenschaften mit dem Schwerpunkt „Internationale Politik und Entwicklungspolitik”, UniversitĂ€t Duisburg-Essen), Dr. Andre Kagelmann (Literaturwissenschaftler, Akademischer Rat am Institut fĂŒr deutsche Sprache und Literatur II der UniversitĂ€t zu Köln), Marie-Louise Lichtenberg (Lehrerin fĂŒr die Sekundarstufe I, Ausbildungskoordinatorin fĂŒr LehramtsanwĂ€rter, Leiterin des schuleigenen Leseclubs „Do it-read a book!“) und Birgit Weidt (Journalistin, freie Mitarbeiterin fĂŒr das Kinder-BĂŒchermagazin “quergelesen” vom rrb; freiberufliche Redakteuin fĂŒr „Psychologie Heute“, „Brigitte“ und „Emotion“, Mitarbeit „Neue ZĂŒrcher Zeitung“).

Die Preisverleihung findet durch Nordrhein-Westfalens Ministerin fĂŒr Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport Christina Kampmann findet am 19. September im Deutschen Sport & Olympia Museum in Köln statt. Der Preis ist mit 7.500 Euro dotiert.

„Art Spiegelmans Maus-Comic“ – Vortrag in MĂŒnchen

Dienstag, den 21. Juni 2016

Unter dem Titel „Der Holocaust in der Bildenden Kunst: Art Spiegelmans Maus-Comic“ hĂ€lt FAZ-Feuilletonist Andreas Platthaus am heutigen Dienstag, dem 21. Juni einen Vortrag in der Bayerischen Akademie der schönen KĂŒnste in MĂŒnchen.

„Die Geschichte von Maus verĂ€nderte ĂŒber Nacht die Geschichte des Comic Strips – aus Kult wurde Kunst. Berichtet wird die authentische Lebensgeschichte des polnischen Juden Wladek Spiegelman. In Queens, New York, schildert er seinem Sohn die Stationen seines Lebens: Polen und Auschwitz, Stockholm und New York. Er erzĂ€hlt von der Rettung und vom Fluch des Überlebens. Art Spiegelman hat diese Geschichte aufgezeichnet, indem er das Unaussprechliche Tieren in den Mund legt: Die Juden sind MĂ€use, die Deutschen Katzen.“

Beginn ist um 19 Uhr, Die BegrĂŒĂŸung spricht Winfried Nerdinger.

Bayerische Akademie der Schönen KĂŒnste, Max-Joseph-Platz 3, D–80539 MĂŒnchen
badsk.de

Graphic Novels in den Medien – 20. Juni 2016

Montag, den 20. Juni 2016

 

„Katze hasst Welt“ – Besprechung des ekz.bibliothekservice

Freitag, den 17. Juni 2016

Im Besprechungsdienst fĂŒr öffentliche Bibliotheken des ekz.bibliotheksservice wurden „Katze hasst Welt” von Kathrin Klingner (Mami Verlag) vorgestellt:

„Seit Ende 2015 veröffentlicht Reprodukt die Comics des MamiVerlags (bisher hier nicht besprochen). Er wurde 2007 von Anke Feuchtenberger und Stefano Ricci gegründet, um Comic- und Animationsprojekte von Studenten und jungen Zeichnern zu veröffentlichen. K. Klingner (1. Comic Veröffentlichung) zeichnet eine von anthropomorphen Tieren, Fantasiewesen und Menschen bevölkerte Welt. Die Figuren sind daher gewöhnungsbedürftig, teils eher angedeutet, Panels und Bildgestaltung sind abwechslungsreich und gut gelungen. Gut eingefangen ist die AtmosphĂ€re der Studentenpartys und die Arbeitswelt des Kiezes; ein Blick in eine Welt, die sonst nur Eingeweihten zugĂ€nglich und verstĂ€ndlich ist. Katze treibt durch ihr Leben, durch eine gescheiterte Beziehung, die Arbeit im CafĂ© auf St. Pauli, die Kunsthochschule. Die Episoden sind locker verbunden, der zeitliche Ablauf ungewiss. WĂ€hrend über und um sie geredet wird, bleibt Katze meist stumm, ihre erahnte Haltung ist einsam, misanthropisch und losgelöst von ihrer Umwelt, Teil einer orientierungslosen Generation. Für Bibliotheken mit Schwerpunkt auf junge deutsche Comics.“
Katja Ganzenmüller

35 Jahre Edition Moderne

Donnerstag, den 16. Juni 2016

AnlĂ€sslich des 35. VerlagsjubilĂ€ums gratuliert MitgrĂŒnder Wolfgang Bortlik der ZĂŒrcher Edition Moderne,

Die Genesis der Edition Moderne

Vor 35 Jahren wurde der Verlag Edition Moderne von David Basler, Richard Bhend, JĂŒrg Bodenmann und Wolfgang Bortlik gegrĂŒndet. Drei der damals noch recht jungen Herren waren Profis aus dem Buchhandel, einer ein begeisterter Comic-Liebhaber (Sie dĂŒrfen raten, wer!). Eine VerlagsgrĂŒndung ist ein ernsthafter Vorgang. Es geht nicht nur um Begeisterung, sondern auch um Geld, Inhalte, die Gunst des Publikums, lauter komplizierte Sachen halt.
Drei der angehenden Verleger begaben sich nach Berlin, um die Distribution des noch zu grĂŒndenden Verlags in Deutschland festzumachen. Damals existierte die DDR noch und die Reise und auch der Aufenthalt in Berlin waren sehr aufregend. In den frĂŒhen Achtzigerjahren herrschte Aufbruchsstimmung, warum zur Hölle soll also ein toller neuer Verlag im deutschsprachigen Raum nicht Erfolg haben, auch wenn die Comics immer noch grösstenteils als Schund und IdiotenlektĂŒre gelten?!
Die tapferen Verleger kamen unbeschadet wieder zurĂŒck in die Schweiz und gaben einen Haufen Geld aus, um ihrem kostspieligen Hobby zu frönen.
Neben dem literarischen Programm erschien schliesslich 1982 der erste Comic: „Zig Zag Zoug“ von den beiden Genfer Zeichnern GĂ©rald Poussin und Aloys. Bald folgten BĂŒcher von Joost Swarte, Kamagurka, Chantal Montellier, Willem, Munoz/Sampayo, Didier ComĂšs und Jacques Tardi. Eine durchaus beeindruckende Ahnengalerie!
Die Verleger reisten mit ihrem Sortiment an die Frankfurter Buchmesse und verwendeten dort viel Zeit darauf, ihr Auto strategisch gĂŒnstig zu parkieren. Denn am Messemontag, den es damals noch gab, mussten die BĂŒcher blitzartig verpackt und wieder ĂŒber die Grenze gebracht werden.
In der Schweiz fand damals ein scheues AufblĂŒhen der inlĂ€ndischen Comic-Szene durch die Zusammenarbeit mit Strapazin statt, und schliesslich publizierten auch diverse Presseerzeugnisse regelmĂ€ssig Comics, zumeist Funnies: „S’KnĂŒslis“ etwa, dann ab 1997 „ZĂŒrich by Mike“ vom unvergleichlichen Mike Van Audenhove, und spĂ€ter die absurden Werke von Nicolas Mahler oder Katz & Goldt.
Die Edition Moderne, lĂ€ngst ausschliesslich ein Comic-Verlag, schrieb endlich mal schwarze Zahlen! Schweizer Comic-KĂŒnstlerInnen wie Thomas Ott und Anna Sommer und eidgenössische Inhalte wie die Geschichte des Banditen Bernhard Matter wurden mit Erfolg publiziert. SelbstverstĂ€ndlich gab es auch Flops oder zu grosse Auflagen. Von Schundheftli hörte man aber fast keinen mehr reden, ja, der Comic wird allmĂ€hlich gar zum nationalen Kulturgut und ab und zu offiziell gefördert.
Als die Bildergeschichte mit dem Begriff „Graphic Novel“ sozusagen geadelt wurde, war das ein gelungener Steilpass fĂŒr das Programm der Edition Moderne, mit Marjane Satrapi, Joe Sacco und dem unverwĂŒstlichen Jacques Tardi.
Ein schon fast transzendental in sich ruhender Verleger und seine Mitarbeiter und Freunde Joe Zimmermann und Christoph Schuler – es ist fast zu schön, um wahr zu sein. Lang lebe die Edition Moderne, ad multos annos!
Wolfgang Bortlik

“Q-R-T”: BildKlangLesung mit Ferdinand Lutz und Dominik MĂŒller bei Walthers Buchladen, Berlin

Mittwoch, den 15. Juni 2016

QRT_Cover.inddAm kommenden Freitag, dem 17. Juni um 17.30 Uhr gibt es eine BildKlangLesung in Walthers Buchladen. Ferdinand Lutz und Dominik MĂŒller erwecken die Charaktere aus dem Kindercomic “Q-R-T – Der neue Nachbar” zum Leben – mit GerĂ€uschen und verrĂŒckten Stimmen, mit Musik und sogar mit kleinen Animationen.

Anschließend zeigt Ferdinand Lutz, wie er “Q-R-T” zeichnet, und Dominik MĂŒller, wie er die GerĂ€usche macht.  Ein extragalaktischer Spaß fĂŒr Klein und Groß – und umgekehrt! Empfohlen fĂŒr Kinder ab 6 bis 99!

ACHTUNG: Walthers Buchladen bittet um Anmeldung – entweder persönlich im Laden, telefonisch oder per Mail!

Walthers Buchladen, Bismarckstraße 71, D-12157 Berlin-Steglitz
Tel. (030) 855 94 72
email: service@walthers-buchladen.de, www.walthers-buchladen.de

„Madgermanes“ – Lesung in Freiburg

Dienstag, den 14. Juni 2016

Am morgigen Mittwoch, dem 15. Juni, stellt Birgit Weyhe ihr Buch „Madgermanes“ (avant-verlag) in Freiburg vor. Mit der Autorin spricht Ludmilla Bartscht.

„Von 1979 bis 1991 waren um die 20.000 Vertragsarbeiter aus Mosambik in der DDR beschĂ€ftigt.  Ihr auf vier Jahre befristeter Aufenthalt sollte dazu dienen, ihnen eine Ausbildung zu ermöglichen und Berufserfahrung zu sammeln, um nach ihrer Rückkehr zum Aufbau eines unabhĂ€ngigen sozialistischen Mosambiks beizutragen. Die RealitĂ€t sah anders aus. Die „Madgermanes“, wie sie in Mosambik genannt werden, eine Wortschöpfung aus „VerrĂŒckte Deutsche“ und „Made in Germany“, kehrten in ein vom BĂŒrgerkrieg völlig zerstörtes Land zurück. FĂŒr ihre Berufsausbildung gab es keine Verwendung, und der von der Regierung treuhĂ€nderisch einbehaltene Lohn wurde nie ausgezahlt 
“

Die Veranstaltung findet im Rahmen der Reihe „Migrant, Mutant, Elefant“ statt. Beginn ist um 20 Uhr.
Alter Wiehrebahnhof, Urachstr. 40, D–79102 Freiburg

„1916 | 2016 – Der Grabenkrieg im Comic“ – Ausstellung in Schwarzenbach a.d.Saale

Montag, den 13. Juni 2016

Noch bis zum 28. August zeigt das Erika-Fuchs-Haus – Museum fĂŒr Comic und Sprachkunst in Schwarzenbach a.d. Saale die Ausstellung  „1916 | 2016 – Der Grabenkrieg im Comic“.

2016 jĂ€hren sich die furchtbaren Schlachten von Verdun und an der Somme zum hundertsten Mal. Anhand so unterschiedlicher Werke wie Joe Saccos „Die Schlacht an der Somme“ (Edition Moderne), Peter Eickmeyers „Im Westen nichts Neues“ (Splitter), Mounier/Cothias/Ordas „Ambulanz 13“ (comicplus) sowie verschiedenen Werken von Tardi soll die Ausstellung die Vielschichtigkeit zeigen, die das Medium Comic zur Darstellung historischer Ereignisse bietet. Gleichzeitig dient die Ausstellung dem Gedenken an die furchtbaren Schlachten des ersten Weltkriegs und richtet sich damit auch an die Bildungseinrichtungen der Region. Das Museum greift daher grĂ¶ĂŸtenteils auf Reproduktionen zurĂŒck.

Rahmenprogramm:

Mittwoch, 15. Juni, 19:30 Uhr, Museum Bayerisches Vogtland: „Comics ĂŒber den Grabenkrieg“, Vortrag von Alexandra Hentschel (Erika-Fuchs-Haus). Museumsleiterin Alexandra Hentschel erlĂ€utert die HintergrĂŒnde der Dauerausstellung und fĂŒhrt in die ausgestellten Comics ein.
Mittwoch, 22. Juni, 18 Uhr, Erika-Fuchs-Haus: „Wenn der Krieg zum Alltag wird – Darstellungen des Grabenkriegs im Comic“, Vortrag von Rolf Lohse (UniversitĂ€t Bonn). Der Krieg ist ein Thema, das KĂŒnstler aller Medien immer wieder in den Bann geschlagen hat. Die entfesselte Gewalt wird als BewĂ€hrungsprobe fĂŒr Heldenfiguren oder als Bedrohung des Einzelnen dargestellt. Fast schon affirmative Gewaltdarstellungen stehen einfĂŒhlsam gestalteten Erlebnisberichten gegenĂŒber. Rolf Lohse, Literaturwissenschaftler an der UniversitĂ€t Bonn, stellt bedeutende Darstellungen des Ersten Weltkriegs im Comic vor und fragt nach den besonderen Möglichkeiten, die der Comic fĂŒr dieses Thema bietet.

Mittwoch, 13. Juli, 18 Uhr, Erika-Fuchs-Haus: „Verdun und die Folgen“, Vortrag von Claus SchĂ€fer (UniversitĂ€t Erlangen). Die Schlacht von Verdun steht in der französischen Erinnerungskultur symbolisch fĂŒr die Schrecken des Ersten Weltkriegs, der in Frankreich schlicht „Der große Krieg“ genannt wird. Im deutschen Bewusstsein wird die Erinnerung an den Ersten Weltkrieg dagegen vom Zweiten Weltkrieg ĂŒberlagert. Der Historiker Claus SchĂ€fer geht in seinem Vortrag auf den Krieg und dessen unterschiedliche Nachwirkungen ein.

Donnerstag, 28. Juli, 18 Uhr, Erika-Fuchs-Haus: „Spenden fĂŒr den Krieg: das Hofer Nagelbild“, Vortrag von Hans Seidel (NordoberfrĂ€nkischer Verein fĂŒr Natur-, Geschichts- und Landeskunde e. V.). 2016 restaurierte das Museum Bayerisches Vogtland das Hofer Nagelbild. Nagelbilder waren wĂ€hrend des Ersten Weltkriegs beliebte Instrumente, um den Patriotismus der Bevölkerung anzufachen, die Kriegsbegeisterung aufrecht zu erhalten und zugleich Spenden fĂŒr die Opfer des Krieges zu sammeln. Hans Seidel, Hofer GĂ€stefĂŒhrer vom NordoberfrĂ€nkischer Verein fĂŒr Natur-, Geschichts- und Landeskunde e. V. erlĂ€utert kenntnisreich die Besonderheiten des Hofer Nagelbildes.

Erika-Fuchs-Haus – Museum fĂŒr Comic und Sprachkunst, Bahnhofstraße 12, D–95126 Schwarzenbach a. d. Saale
www.erika-fuchs.de

„Cinerama“ – Besprechung des ekz.bibliothekservice

Freitag, den 10. Juni 2016

9783956400605Im Besprechungsdienst fĂŒr öffentliche Bibliotheken des ekz.bibliotheksservice wurden „Cinerama” von Charles Berberian (Reprodukt) vorgestellt:

„Nachdem der mit der Serie „Monsieur Jean“ (zuletzt „Vom Wahren des Gleichgewichts“) bekannt gewordene Charles Berberian seinen ganz eigenen Blick auf die Musikwelt der letzten Jahrzehnte geworfen hat („Jukebox“, ID-G 14/12), wendet er sich nun den „besten schlechtesten Filmen“ zu. Er beschrĂ€nkt sich dabei auf die Filme seiner Kindheit und Jugend. Über die stark biografisch geprĂ€gte Auswahl lĂ€sst sich trefflich streiten, einige „Perlen“ der Filmhistorie sind aber schon dabei. Unter den schlechtesten Filmen finden sich u.a. ein türkischer Star-Wars-Verschnitt, die Filme des arabischen Superstars Faris el Atrache und “Frankensteins Tochter”. Die einzelnen Filme werden nur kurz angerissen und durch kurze biografische Einschübe miteinander verbunden. Die Zeichnungen variieren je nach Film im Stil, der Farbgebung und im Aufbau der Seiten. Einzusetzen wie die oben genannte Graphic Novel „Jukebox“. (2-3)“
Jürgen Maiworm

„Venustransit“ und „SĂŒĂŸe Zitronen“ – Lesungen in Berlin

Donnerstag, den 9. Juni 2016

Im Rahmen des Festivals der unabhĂ€ngigen Buchhandlungen LiteratTour in Berlin-Neukölln findet am morgigen Freitag eine Doppellesung samt anschließenden GesprĂ€chen in der Buchhandung Die gute Seite statt:

19.30 – 20.15 Uhr: Autor Hamed Eshrat und Inhaberin Friederike Hartwig lesen aus „Venustransit“ (avant-verlag).
21.00 – 21.45 Uhr: Aus „SĂŒĂŸe Zitronen“ (jaja-Verlag) lesen Autorin Burcu TĂŒrker & jaja-Verlegerin Annette Köhn.

Die gute Seite, Richardplatz 16, D–12055 Berlin
facebook.com/events/293101461030562/

Neu im Ergon Verlag

Mittwoch, den 8. Juni 2016

„Es ist ja auch eine Methode, alles zur Karikatur zu machen. – Nicolas Mahlers Literatur-Comics Alte Meister und Alice in Sussex nach Thomas Bernhard und H. C. Artmann“ von Robin M. Aust

„Die Übersetzer entstellen die Originale / Das Übersetzte kommt immer nur als Verunstaltung auf den Markt“ (Thomas Bernhard, Der Weltverbesserer, S. 28).

Dieses vernichtende Urteil ĂŒber Übersetzungen literarischer Texte legt Thomas Bernhard seinem titelgebenden Weltverbesserer in den Mund. Doch auch medienĂŒbergreifende Adaptionen können als Übersetzung von einem Medium in das andere betrachtet werden – und auch sie können verunstalten.
Diesen Ausspruch ignorierend, erschienen mit “Alte Meister” und “Alice in Sussex” nach Thomas Bernhard und H. C. Artmann transmediale Übersetzungen literarischer Texte ins Comic-Format, gezeichnet vom Wiener Nicolas Mahler. In dieser Untersuchung werden sowohl die zentralen Motive und Elemente der PrĂ€texte nĂ€her betrachtet, wie auch deren spezifische Inszenierung und Transformation ins Medium Comic und die dahinterstehende Poetologie Nicolas Mahlers, dessen monotoner und den Comic ĂŒber seine minimalsten Bestandteile hinweg reduzierenden Bildsprache die repetetive Prosa Thomas Bernhards und Artmanns referentialistische Satz- und IntertextualitĂ€tskonstrukte gegenĂŒberstehen – und die dabei trotz aller Unterschiede in konzeptueller NĂ€he zueinander stehen.

Es ist ja auch eine Methode, alles zur Karikatur zu machen, ISBN 978-3-95650-155-5, ca. 160 Seiten, Hardcover, 28 Euro, erschienen im Ergon Verlag

„Röhner“ – Ausstellung in Kassel

Dienstag, den 7. Juni 2016

Die Ladengalerie Rotopol zeigt ab heute Bilder aus Max Baitingers aktuellem Band „Röhner“ (Rotopolpress).

P. fĂŒhrt ein Eremitenleben in zweckmĂ€ĂŸiger Symbiose mit seiner geschĂ€ftigen Nachbarin. Von der Zubereitung des Kaffees bis zur Pflege der Zimmerpflanzen lĂ€uft alles im Takt. Mit dem ĂŒberraschenden Eintreffen Röhners – einer alten Bekanntschaft – Ă€ndert sich dieser Rhythmus. WĂ€hrend Röhner zur psychotischen Zumutung wird, spielt P. im Geiste verschiedene Szenarien durch, wie er den ungeliebten Gast loswerden könnte.
Erst als Röhner beginnt, eine innige Beziehung zur Nachbarin aufzubauen, befreit sich P. aus seinen Gedankenschleifen und ergreift Maßnahmen.

Die Ausstellung wird bis zum 31. August zu sehen sein, der Eintritt ist frei.

Rotopol, Friedrich-Ebert-Str. 95, D–34119 Kassel

Thomas von Steinaecker & Barbara Yelin in Frankfurt

Dienstag, den 7. Juni 2016
Am heutigen Dienstag stellen Thomas von Steinaecker und Barbara Yelin („Irmina“, Reprodukt) ihren in Kooperation entstandenen Comic „Der Sommer ihres Lebens“ in der StadtbĂŒcherei Frankfurt vor.

„Die Zusammenarbeit zwischen zwei KĂŒnstlern ist bei Graphic Novels weiter verbreitet als sonst in der Literatur. Wie aber funktioniert die Koautorenschaft? Seit Herbst 2015 veröffentlichen die Zeichnerin Barbara Yelin, eine der wichtigsten Protagonistinnen der aufstrebenden deutschen Comicszene, und der Comicexperte Thomas von Steinaecker „Der Sommer ihres Lebens“ als Fortsetzungsgeschichte im Internet. 2017 wird die Graphic Novel bei Reprodukt als Buch erscheinen. Neben einer Lesung werden die beiden KĂŒnstler ĂŒber ihren Arbeitsprozess erzĂ€hlen – und ihn zeigen.“

Die Moderation ĂŒbernimmt Jakob Hoffmann, der Eintritt betrĂ€gt 8 Euro (erm. 6 Euro). Beginn ist um 19.30 Uhr.

StadtbĂŒcherei Frankfurt, Hasengasse 4, D–60311 Frankfurt am Main


„Fahrradmod“ – Ausstellung in Wesel

Montag, den 6. Juni 2016

Ab Samstag, dem 18. Juni zeigt die Galerie im Centrum in Wesel eine Ausstellung zu Tobi Dahmens „Fahrradmod“ (Carlsen).

Mods, Skinheads, Scooterboys – die britische Subkultur erreicht auch die Kleinstadt Wesel, in der Tobi aufwĂ€chst. Er wird Mod, ĂŒbernimmt deren modischen Style, hört Ska-Musik und sucht nach Anerkennung. Die Bewegung wird ihn nicht mehr loslassen, doch die ÜbergĂ€nge zu anderen Subkulturen sind fließend – und gefĂ€hrlich.

Die Vernissage findet am 18. Juni 2016 um 18.00 Uhr statt, im Anschluss wird zum Sixties-Allnighter im Baby Doll am Kornmarkt eingeladen. Die Ausstellung wird bis Sonntag, dem 21. August zu sehen sein.

Galerie im Centrum, Ritterstr. 12-14,  D–46483 Wesel
www.wesel.de

Neu bei Knaus

Freitag, den 3. Juni 2016

„Studierst du noch oder lebst du schon?“ von Tiphaine Riviùre

Jeanne Dargan wurde gerade als Doktorandin akzeptiert. ZunÀchst enthusiastisch, dann stoisch, spÀter verzweifelt taumelt sie zwischen ihrem charismatischen, aber wenig hilfreichen Doktorvater, der tiefenentspannten InstitutssekretÀrin und diversen Jobs hin und her. Die Monate vergehen, und weder ihr Freund noch ihre Familie verstehen, warum diese verdammte Abschlussarbeit einfach nicht fertig wird. Noch schlimmer, permanent ist Jeanne mit der Frage konfrontiert: Und was macht man dann damit?

Studierst du noch oder lebst du schon?, ISBN 978-3-8135-0740-9, 180 Seiten, Klappenbroschur, 19,99 Euro, erscheint im Oktober bei Knaus

Neu bei Hinstorff

Donnerstag, den 2. Juni 2016

„Auf Kaperfahrt mit Klaus Störtebeker“ von Till Lenecke

Der Schiffsjunge Jakob wird von Piraten um Klaus Störtebeker in der Ostsee gekidnappt und in den folgenden Jahren – gegen seinen Willen – selbst zum SeerĂ€uber, spĂ€ter Steuermann.

Es entwickelt sich eine vertrauensvolle Beziehung zum PiratenkapitĂ€n, die durch die sie umgebende rohe Gewalt und IlloyalitĂ€t regelmĂ€ĂŸig auf die Probe gestellt wird. Mangels Alternativen bleibt Jakob an Bord und wird Zeuge und TĂ€ter zugleich. Als einziger Überlebender muss er spĂ€ter die Legenden um den »Piratenfürsten« spinnen. Till Leneckes kraftvoller, aber auch detailverliebter Zeichenstil unterscheidet »Auf Kaperfahrt mit Klaus Störtebeker« von anderen Comics.

Auf Kaperfahrt mit Klaus Störtebeker, ISBN 978-3-356-02040-3, 112 Seiten, schwarzweiß, Klappenbroschur, 14,99 Euro, erscheint im Oktober