Graphic Novels
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News

Kindercomic-Lesung in Berlin

Freitag, den 17. November 2017

Am morgigen Samstag liest Matthias Wieland in Berlin aus verschiedenen Kinderbuch-Titeln von Reprodukt, darunter „Ariol“ von Emmanuel Guibert & Marc Boutavant , „Kiste“ von Patrick Wirbeleit & Uwe Heidschötter sowie Tove Jansons „Mumins“. Das mit Musikeinlagen bereicherte Programm beginnt um 15 Uhr bei Modern Graphics in der Kastanienallee, der Eintritt ist frei.

Modern Graphics | Reprodukt, Kastanienallee 79, D-10435 Berlin
www.modern-graphics.de, facebook

Auszeichnung fĂŒr „Der Riss“

Donnerstag, den 16. November 2017

Bei den von Paris Photo und der Aperture Foundation vergebenen PhotoBook Awards wurde „Der Riss“ von Carlos Spottorno & Guillermo Abril (avant-verlag) mit einer Besonderen ErwĂ€hnung der Jury bedacht. Jurymitglied Nathalie Herschdorfer schreibt ĂŒber den Fotoreportage-Comic: “Very seductive in its draw on nostalgia and forms of popular culture, it’s a very interesting strategy to bring out attention anew to a topic that we see every day in the news.”

Verlagstext: FĂŒr das spanische Magazin El PaĂ­s Semanal machen sich der Fotograf Carlos Spottorno und der Journalist Guillermo Abril auf den Weg an die Außengrenzen der EU: von Melilla, der spanischen Enklave in Marokko, schwer bewacht und durch einen schier unĂŒberwindbaren Zaun geschĂŒtzt bis in den Norden Finnlands und die WĂ€lder Weißrusslands, wo NATO-Truppen fĂŒr einen Grenzkonflikt mit Russland trainieren. Die Autoren merken schnell, dass die europĂ€ische Grenze sehr viel komplexer ist, als dass man sie an einem einzigen Ort vollstĂ€ndig begreifen könnte. Sie treffen FlĂŒchtende, Grenzsoldaten und Kommunalpolitiker, und halten ihre Erlebnisse in Wort und Bild fest. Ein einmaliges Dokument der Herausforderungen, welche tagtĂ€glich an den Grenzen der EU auftreten.

Anton Kannemeyer – Ausstellung in Wien

Mittwoch, den 15. November 2017

Die Wiener Galerie Ernst Hilger zeigt ab Samstag, dem 18. November eine Ausstellung mit Arbeiten von Anton Kannemeyer. Arbeiten des SĂŒdafrikaners erschienen unter anderem in der Zusammenstellung „Papa in Afrika“ (avant-verlag)

„Seine Comics und Illustrationen prĂ€sentiert der sĂŒdafrikanische KĂŒnstler Anton Kannemeyer unter anderem im Stil der Tim und Struppi-Reihe. Dabei versetzt er die rassistischen Darstellungen aus Tim im Kongo in das heutige SĂŒdafrika und thematisiert die schwierigen VerhĂ€ltnisse in dem Post-Apartheids-Staat. In drastischen, teils provozierenden Szenen spielt er auf intelligente Weise mit weißen Vorurteilen gegen Schwarze im Allgemeinen und gegen schwarze MĂ€nner im Besonderen.am Samstag, den 18. November 2017, 12-16 Uhr laden wir Sie herzlich ein.“

Zur Ausstellungseröffnung am kommenden Samstag von 12 bis 16 Uhr wird der KĂŒnstler anwesend sein. Anschließend wird die Ausstellung, zu der ein begleitender Katalog erscheint, bis zum 23. Dezember zu sehen sein.

Galerie Ernst Hilger, Dorotheergasse 5, A–1010 Wien
www.hilger.at

„Der Riss“ – Buchvorstellung in Hamburg

Mittwoch, den 8. November 2017

Am Samstag, dem 11. November stellen Autor Guillermo Abril und Fotograf Carlos Spottorno in der Fabrique in Hamburg ihr Buch „Der Riss“ (avant-verlag) vor.

FĂŒr das spanische Magazin El PaĂ­s Semanal machen sich Carlos Spottorno und Abril auf den Weg an die Außengrenzen der EU: von Melilla, der spanischen Enklave in Marokko, schwer bewacht und durch einen schier unĂŒberwindbaren Zaun geschĂŒtzt bis in den Norden Finnlands und die WĂ€lder Weißrusslands, wo NATO-Truppen fĂŒr einen Grenzkonflikt mit Russland trainieren. Die Autoren merken schnell, dass die europĂ€ische Grenze sehr viel komplexer ist, als dass man sie an einem einzigen Ort vollstĂ€ndig begreifen könnte. Sie treffen FlĂŒchtende, Grenzsoldaten und Kommunalpolitiker, und halten ihre Erlebnisse in Wort und Bild fest. Ein einmaliges Dokument der Herausforderungen, welche tagtĂ€glich an den Grenzen der EU auftreten.

Die Moderation ĂŒbernimmt Christa Pfafferott, der Eintritt ist frei. Die Veranstalter freuen sich jedoch ĂŒber eine kleine Spende fĂŒr die Fahrtkosten der Autoren.

Seminarraum in der Fabrik, GĂ€ngeviertel (Valentinskamp 34 A, Zugang ĂŒber Speckstraße), D–20355 Hamburg
abrique.das-gaengeviertel.info

Berliner Comicmesse

Montag, den 6. November 2017

Am Sonntag, dem 19. November 2017, findet wieder die Berliner Comicmesse statt.

Hier  treffen sich Fans, Verlage und Zeichner der grafischen Literatur. Neben dem breiten Angebot an alten und neuen Comics stellen Verlage ihr Programm mit aktuellen Veröffentlichungen vor, darunter Reprodukt und salleck publications. Fans treffen auf der halbjĂ€hrlichen Besuchermesse etablierte Zeichner und Grafiker, die mit VortrĂ€gen und Diskussionen in die Welt der Comics einfĂŒhren.

Die Comicmesse öffnet von 10 bis 16.00 Uhr ihre TĂŒren.

Ellington Hotel, NĂŒrnbergestr.55, D–10789 Berlin
www.comic-börse-berlin.de

„Fliegenpapier“ – Comic-Konzert in Kassel

Freitag, den 3. November 2017

AnlĂ€sslich des Abschlusses der Nachlass­ver­zeichnung von Hans Hillmann, Teilnehmer der documenta 3, veran­staltet das documenta archiv am Sonntag, dem 5. November 2017 um 17 Uhr ein Comic-​Konzert, mit dem Berliner yam yabasha ensemble.

Vertont wird die Graphic Novel „Fliegen­papier“ von Hans Hillmann (avant-verlag), die der KĂŒnstler – in Anlehnung an den gleich­na­migen Krimi von Dashiell Hammett (1894-​1961) – zwischen 1975 und 1982 in großfor­ma­tigen Aquarellen schuf. Das wegwei­sende Werk nahm die Entwicklung der Graphic Novel – ein Begriff, der erst spĂ€ter geprĂ€gt wurde – vorweg. Die Handlung beginnt mit der Suche nach einer Tochter aus gutem Hause, die sich mit Gangstern einge­lassen hat, und entwi­ckelt sich schnell zu einem Mordfall.

In der VorfĂŒhrung verschmelzen drei Ebenen zu einem außer­ge­wöhn­lichen Erlebnis: die proji­zierten Bilder aus der Graphic Novel, der vorge­tragene Text und die Vertonung der Geschichte fĂŒgen sich zu einem neuen Ganzen.

Inspi­riert von der zeitlichen Situierung der Handlung baut der Komponist Itay Dvori in seine Jazz-​Komposition zu Hillmanns Werk Stilele­mente mit starker Referenz zur Musik-​Ästhetik der 1920/30er Jahre in Nordamerika ein, lĂ€sst aber dabei viel Raum fĂŒr Impro­vi­sation.

BegrĂŒĂŸung: Dr. Birgit Jooss, Eintritt: EUR 12,– (erm. EUR 9,–)

Gloria-​Kino, Friedrich-​Ebert Straße 3, D-34117 Kassel
Vorverkauf/Reservierungen: Gloria-​Kino, 0561-​7667950, www.filmladen.de und documenta archiv, 0561-​70727-3100

„Lorenzo Mattotti. Imago“ – Ausstellung in Basel

Donnerstag, den 2. November 2017

Unter dem Titel „Lorenzo Mattotti. Imago“ widmet das Cartoonmuseum dem italienischen Comicautor eine umfangreiche Retrospektive, die nach der Vernissage am Freitag, dem 11. November,  am Samstag, dem 11. November eröffnet.

Bereits Ende der 1970er-Jahre, als GrĂŒnder des Kollektivs Valvoline, vertritt Mattotti ein weit gefasstes VerstĂ€ndnis von Kunst, Architektur, Film und Design. Nach mehrheitlich schwarzweissen AnfĂ€ngen findet er zu den dynamischen, farbstarken, expressiv aufgeladenen Bildern in fast wortlosen Comics, die ihn berĂŒhmt gemacht haben. Sein 1985 veröffentlichter sinnlicher Comicroman «Feuer» mit surrealistischen, traumtĂ€nzerischen Inhalten in ungewohnt kreidiger Technik ist ein Meilenstein der Comicgeschichte. Mattotti kehrt aber immer wieder zurĂŒck zur Zeichnung, 1991 erscheint der in fragiler LinienfĂŒhrung gehaltene Comicroman «L’Homme Ă  la fenĂȘtre». Er illustriert Klassiker wie: «HĂ€nsel und Gretel» und wird 2003 fĂŒr seine Version von «Dr. Jekyll and Mr. Hyde» mit dem Eisner Award ausgezeichnet. Kooperationen mit Musikern wie Lou Reed oder Filmern wie Wong Kar-Wai und Steven Soderbergh sind typisch fĂŒr diesen GrenzgĂ€nger, dessen Zeichnungen auch in grossen Zeitungen und Magazinen wie «The New Yorker», «Le Monde» und «SĂŒddeutsche Zeitung» zu finden sind.
Die Ausstellung im Cartoonmuseum Basel ist die erste Retrospektive Lorenzo Mattottis in der Schweiz. Sie entsteht in enger Zusammenarbeit mit dem KĂŒnstler und prĂ€sentiert alle wichtigen Stationen seines breiten Schaffens – von den AnfĂ€ngen in den 1980er-Jahren bis heute. Im Christoph Merian Verlag erscheint eine begleitende Publikation zur «Ligne fragile».

Zur Ausstellung erscheint ein 120-Seitiger Bildband, der sich dem zeichnerischen Schaffen Mattottis widmet, mit Texten von Kuratorin Anette Gehrig und Christian Gasser.

„Lorenzo Mattotti –Ligne Fragile“ von Anette Gehrig (Hg.)

Erste deutschsprachige Publikation zu den feinen Zeichnungen im Stil der Ligne fragile mit vielen bisher unveröffentlichten Zeichnungen.
Lorenzo Mattotti, mit seinen intensiven, mit Kreide und Farbstift gemalten Comicalben weltbekannt geworden, arbeitet seit ĂŒber 40 Jahren an einer Serie von skizzenhaften, freien Tuschezeichnungen – der «Ligne fragile». Das vorliegende Buch versammelt einen Querschnitt durch das wohl persönlichste Werk des Italieners und erscheint im Rahmen der Ausstellung «Lorenzo Mattotti. Imago» im Cartoonmuseum Basel.

Lorenzo Mattotti – Ligne Fragile, ISBN 978-3-85616-846-9, 120 Seiten, schwarzweiß, Klappenbroschur, SFr.29,– , EUR 29,–, erscheint im November

Cartoonmuseum Basel, St. Alban–Vorstadt 28, CH–4052 Basel
Tel. +41 (0)61 226 33 60, Fax +41 (0)61 226 33 61
info@cartoonmuseum.ch, www.cartoonmuseum.ch
Öffnungszeiten: Di–Sa 14–17 Uhr, So 10–17 Uhr

Neu bei Schwarzer Turm

Mittwoch, den 1. November 2017

„Sterben ist echt das Letzte“ von Eva MĂŒller

Bei den Großeltern von Eva MĂŒller gab es die sogenannte gute Stube. Der SchlĂŒssel fĂŒr die Stube lag auf der Kommode unter Opas bestem Hut (der so selten benutzt wurde wie die Stube selbst). Ihre Mutter erzĂ€hlte, dass frĂŒher die Leichen von verstorbenen Familienmitgliedern dort aufgebahrt wurden. Als Kind stibitze sie den SchlĂŒssel von der Kommode, schlich sich in die Stube, setzte sich dort auf das Leichensofa und wartete. Sie hatte Angst. Dem Tod ist sie aber nie begegnet.

Acht sehr persönliche Geschichten hat die Autorin zusammengestellt in denen sich auch ihre eigenen TodesĂ€ngste spiegeln: Eine alte Frau stirbt einsam. Bruder und Schwester sehen sich nach langer Zeit auf der Beerdigung des Vaters wieder. Eine Punkerin stellt fest, dass sie nicht unsterblich ist…

Sterben ist echt das Letzte, ISBN 978-3934167865, 160 Seiten, Klappenbroschur, EUR (D) 16,–, erschienen bei Schwarzer Turm

Comicfestival Hamburg 2017

Donnerstag, den 27. Juli 2017

Zum inzwischen elften Mal lÀdt das Comicfestival Hamburg zu einem mehrtÀgigen, abwechslungsreichen Programm in die Hansestadt, in diesem Jahr vom 5. bis zum 8. Oktober.

Zu den GĂ€sten zĂ€hlen nationale und internationale GrĂ¶ĂŸen wie Anke Feuchtenberger und Jillian Tamaki. Mit zahlreichen Ausstellungen und Lesungen sowie einem umfangreichen Kindercomicprogramm sowie der obligatorischen Verlagsmesse macht das Festival auf neue und etablierte KĂŒnstlerInnen und aktuelles Geschehen im Comicbereich aufmerksam.

In der Gruppenausstellung 7/7/8 werden aktuelle Arbeiten von Paula Bulling, Marijpol, Nacha Vollenweider, Bachwald, Kathrin Klingner und Alice Socal prĂ€sentiert, eine Ausstellung widmet sich dem französischen Verlag Éditions PolystyrĂšne, die Pop-up-Bibliothek „The Gutter meets Zine Collection“ zeigt eine Auswahl internationaler Zines und in weiteren Satellitenausstellungen werden weitere Comics und ihre AutorInnen vorgestellt.

Neben Feuchtenberger und Tamaki wird die französische Edition Polystyrene vor Ort sein, darĂŒber hinaus wurden als GĂ€ste bereits Anke Kuhl, Ferdinand Lutz, die Dresdner Gruppe Reading Panels, Sandra BrandstĂ€tter, Kim Schmidt, Sascha Wüstefeld, Max Fiedler sowie, wie immer, die HAW Hamburg bekannt gegeben.

Das Kindercomicprogramm wird im Altonaer Museum stattfinden, in der Festivalzeitung wird kurz vor dem Festival das komplette Programm aufgelistet.

Comicfestival Hamburg, Kölibri, Hein‒Köllisch‒Platz 12, D–20359 Hamburg
comicfestivalhamburg.de

Altonaer Museum, Museumstraße 23, D–22765 Hamburg
www.altonaermuseum.de

Neu bei Suhrkamp

Mittwoch, den 26. Juli 2017

„Auf der Suche nach der verlorenen Zeit“ von Nicolas Mahler (nach Marcel Proust)

Marcel Prousts „Recherche“ ist der bedeutendste französische, wenn nicht der bedeutendste Roman ĂŒberhaupt – ein Werk, dessen LektĂŒre lebensverĂ€ndernd sein kann. Nicolas Mahlers Comic ist keine NacherzĂ€hlung, keine Kurzversion von Prousts monumentalem ƒuvre, sondern eine ĂŒberraschend komische BilderzĂ€hlung, respektlos und zugleich doch voll und ganz durchzogen vom Proust’schen Geist.

So wird diese „Suche nach der verlorenen Zeit“ zu einem verdichteten Bilderstrom quer durch Raum und Zeit, zu einem brillant verschachtelten Spiegelkabinett der Proust’schen Motive und Wahrnehmungen.

Auf der Suche nach der verlorenen Zeit, ISBN 978-3-518-46808-1, 176 Seiten, farbig, Klappenbroschur, EUR (D) 18,95, erscheint im September

Graphic Novel Day beim ilb 2017

Dienstag, den 25. Juli 2017

Wie bereits angekĂŒndigt, wird es auch in diesem Jahr als Teil des internationalen literaturfestivals berlin ilb wieder einen Graphic Novel Day geben.

Am 10. September 2017 wird wieder ein mehrteiliger Veranstaltungsmarathon stattfinden. Ab 10 Uhr wird Tagesspiegel-Redakteur Lars von Törne auf der SeitenbĂŒhne des Hauses der Berliner Festspiele im stĂŒndlichen Wechsel Autorinnen und Autoren aus dem In- und Ausland zu ihrer Arbeit und ihren aktuellen Titeln befragen. Hier der Ablauf:

10:00 Uhr: Ulli Lust: „Wie ich versuchte, ein guter Mensch zu sein“
11:00 Uhr: „Alphabet des Ankommens“: Ahmed Mohammed Omer & Burcu TĂŒrker
12:00 Uhr:  Javier de Isusi: „Ich habe Wale gesehen“
13:00 Uhr: Weltsprache Manga: Berliac & Inga Steinmetz
14:00 Uhr: Amruta Patil: „Blood and Flowers“
15:15 Uhr: Romain Renard: „Les Chroniques de Melvile“
16:30 Uhr: Nicolas Mahler: „Auf der Suche nach der verlorenen Zeit“

Bereits einige Tage vor dem eigentlichen Graphic Novel Day stellt Reinhard Kleist sein neues Buch „Nick Cave – Mercy on me“ (Carlsen) vor. Am Donnerstag, dem 7. September wird dazu ebenfalls ins Haus der Berliner Festspiele geladen. Alle weiteren Infos zur Abendveranstaltung finden sich hier.

Der Ticketverkauf hat begonnen, Karten können u.a. online bestellt werden.

„Struwwelpeter recoiffĂ©â€œ – Ausstellung in Frankfurt

Montag, den 24. Juli 2017

Logo_recoiffé-300x300Das Heinrich-Hoffmann- & Struwwelpeter-Museum in Frankfurt a.M. zeigt vom 29. September 2017 bis zum 25. Februar 2018 die Ausstellung “Struwwelpeter recoiffĂ©e”.

AnlĂ€sslich des Gastland-Auftritts Frankreichs bei der Buchmesse in diesem Jahr, haben zwölf renommierte französische Illustratoren den klassischen Geschichten einen frischen Look verpasst. So werden hier Struwwelpeter-Interpretationen u.a. von Marc Boutavant („Ariol”, Reprodukt) und Blexbolex („Ein MĂ€rchen“, Jacoby & Stuart) gezeigt sowie Zeichnungen vieler weiterer französischsprachiger Zeichnerinnen und Zeichner zu sehen sein.

Vernissage: Donnerstag, 28. September 2017 | 19 Uhr
Ausstellung: Freitag, 29. September 2017 bis Sonntag, 25. Februar 2018

Heinrich-Hoffmann- & Struwwelpeter-Museum, Schubertstr. 20, D-60325 Frankfurt am Main
www.struwwelpeter-museum.de

Neu bei Jacoby & Stuart

Freitag, den 21. Juli 2017

„Big Data: Im Schatten der Angst“ von Michael Keller & Josh Neufeld

Am Supermarkt geben wir der Kassiererin beim Bezahlen ein KĂ€rtchen, auf dessen Chip unsere Treuepunkte vermerkt sind, und durch den die Supermarktkette unser Einkaufsverhalten kennenlernt. Autoversicherungen gehen dazu ĂŒber, mit Chips im Auto das Fahrverhalten ihrer Kunden zu ĂŒberprĂŒfen, und Krankenversicherungen nehmen gern unsere Fitnessdaten in Empfang. DafĂŒr gibt es Rabatte auf den Einkauf und auf die Versicherungspolicen. Und Firmen tauschen ihre Daten aus. Wer wenig fĂŒr seine Gesundheit tut und schlecht Auto fĂ€hrt, ist wahrscheinlich auch kein besonders sicherer Kreditnehmer, so heißt es. Wer seine Daten nicht herausrĂŒckt, zahlt also mehr als die anderen und gerĂ€t bald in Verdacht, etwas zu verbergen zu haben. Die Datensammelei der großen Internetfirmen beginnt die Gesellschaft zu verĂ€ndern. Wer keine Daten preisgibt, lebt teurer und isoliert sich sozial. Wissenschaftler beschĂ€ftigen sich mit diesen gesellschaftlichen VerĂ€nderungen, und die Autoren dieses Comics haben sie interviewt und ihre Erkenntnisse im Selbstversuch getestet. Ergebnis: Es ist fast unmöglich, Big Data zu entkommen.

Big Data: Im Schatten der Angst, ISBN 978-3-946593-50-8, 64 Seiten, farbig, Hardcover, EUR (D) 15,–, erscheint im August bei Jacoby & Stuart

„Ligne claire, Pointen frischer“

Donnerstag, den 20. Juli 2017

Auf Spiegel Online stellt Timur Vermes „Grönland Vertigo“ von HervĂ© Tanquerelle (avant-verlag) vor. Wie Vermes in „Ligne claire, Pointen frischer“ schreibt, ist die Hommage an HergĂ©s „Tim und Struppi“-Comics „besser als das Original“.

Verlagstext: Als Georges BenoĂźt-Jean, ein Comiczeichner in einer Schaffenskrise, die Einladung erhĂ€lt an einer Expedition in den Nordosten Grönlands teilzunehmen erhofft er sich neue Inspiration für ein kommendes Buch. Er sagt spontan zu. An Bord des Segelschiffs Aurora trifft er sein Idol, den norwegischen Schriftsteller JĂžrn Freuchen, der Georges unter seine Obhut nimmt. Aber Freuchen hat ganz eigene Interessen, die er wĂ€hrend er Reise verfolgt 


Hauptsponsor der Expedition ist der finnische Maler, Bildhauer und Performance-Künstler Ville Hakkola, ein verschrobener Perfektionist, dessen riesige Installation auf einem Gletscher den Höhepunkt der Reise darstellen soll. Doch Hakkolas zunehmende Angst vor Sabotage wird für die Mitreisenden immer mehr zur Zerreißprobe. Grönland Vertigo ist eine wunderschön gezeichnete (und an den zeitlosen Stil HergĂ©s angelehnte) Reise in den hohen Norden. Eine Reise in welcher der Autor die Erlebnisse seiner eigenen Expedition nach Grönland mit viel Witz und Leichtigkeit verarbeitet.

Kanton ZĂŒrich vergibt Werkbeitrag an Andreas Gnehm

Mittwoch, den 19. Juli 2017

Einmal im Jahr vergibt der Kanton ZĂŒrich Werk- und AnerkennungsbeitrĂ€ge im Bereich Literatur. FĂŒr die Arbeit an seinem neuen Comic wird der ZĂŒrcher Autor Matthias Gnehm (u.a. „Der Maler der ewigen Portraitgalerie“, Edition Moderne) in diesem Rahmen mit SFr. 24.000 unterstĂŒtzt.

Mit der diesjĂ€hrigen Vergabe der Werk- und AnerkennungsbeitrĂ€ge fördert der Kanton ZĂŒrich das gesamte Spektrum literarischen Schaffens: von der Graphic Novel ĂŒber klassische Belletristik bis hin zum Kinderbuch. Erstmals war es dieses Jahr möglich, ein Gesuch fĂŒr einen Werkbeitrag an ein Übersetzungsprojekt von literarischen Werken zu stellen. Möglich macht dies die Zusammenarbeit mit Übersetzungsexpertinnen und Übersetzungsexperten der jeweiligen Sprache.

Zur Medienmitteilung des Kantons ZĂŒrich geht es hier.

„Atomic Blonde“ – Weitere Comicverfilmung startet im August

Dienstag, den 18. Juli 2017

Eine weitere Verfilmung eines Comicbuchs starte in KĂŒrze in den deutschen Kinos: Der Actionthriller „Atomic Blonde“ mit Charlize Theron in der Hauptrolle basiert auf dem Buch „The Coldest City“ von Anthony Johnson & Sam Hart. WĂ€hrend der Film am 24. August offzielle Premiere feiert, liegt die bei Cross Cult erschienene Comicvorlage seit dieser Woche in den Buch- und Comichandlungen:

November 1989. Der Mauerfall steht kurz bevor, doch der Westen befindet sich noch immer im Kalten Krieg mit dem Osten. Lorraine Broughton, eine hochrangige Agentin des MI6, wird nach Berlin geschickt, um den Mord an einem Undercover-Agenten zu untersuchen. Dieser war im Besitz einer streng geheimen Liste, die die Namen aller britischen, in Berlin stationierten Agenten enthÀlt. Um ihr Ziel zu erreichen, muss sie sich widerwillig mit US-Agent und Frauenhasser David Perceval zusammentun, denn die Zukunft aller Geheimdienste des Westens steht auf dem Spiel.

Über die Weltpremiere am gestrigen Mittwoch in Berlin berichtet unter anderem die Berliner Morgenpost. Hier ein Trailer zum Film:

The Coldest City, ISBN 978-3-95981-433-1, 192 Seiten, schwarzweiß, Hardcover, EUR (D) 25,–, erschienen bei Cross Cult

“The Artist” im Museum Gunzenhauser in Chemnitz

Montag, den 17. Juli 2017

Von Samstag, dem 29. Juli bis Sonntag, den 8. Oktober lĂ€uft im Museum Gunzenhauser in Chemnitz die Ausstellung “The Artist” mit Arbeiten aus Anna Haifischs gleichnamigen ComicbĂ€nden (“The Artist” und “The Artist: Der Schnabelprinz”, Reprodukt). Gezeigt werden Tuschezeichnungen, Plakate und die Schlangenbilder des Artists. An der Venissage am Freitag, den 28. Juli liest Anna Haifisch live aus “The Artist”.

Vernissage: Freitag, 28. Juli | ab 19 Uhr
Ausstellung: 29. Juli – 8. Oktober

Kunstsammlungen Chemnitz MUSEUM GUNZENHAUSER, Falkeplatz, D-09112 Chemnitz
www.kunstsammlungen-chemnitz.de
Eintritt: 7 EUR, ermĂ€ĂŸigt: 4,5 EUR
Öffnungszeiten: Di-So 11–18 Uhr

„die neunte“ – Comic-Newsletter

Freitag, den 23. Juni 2017

Mit „die neunte“ gibt es nun auch einen regelmĂ€ĂŸigen Newsletter mit aktuellen Informationen aus der Welt der Comics. Herausgegeben wird die wöchentliche Zusammenstellung von Martin Jurgeit, dem ehemaligen Herausgeber der Fachzeitschrift Comixene. Neben aktuellen Meldungen, Schwerpunktthemen, einer TerminĂŒbersicht und einem Überblick ĂŒber aktuelle ErwĂ€hnungen Comics aller Art in den Medien, werden hier auch auf Webcomics und Online-Veröffentlichungen von Print-Comics, beispielsweise aus Zeitungen und Magazinen, verwiesen.

Interessant sind zudem die Verkaufscharts, unterteilt in Comic, Manga und Cartoons, darĂŒber hinaus gibt es Verkaufscharts aus den USA, Frankreich und Japan. Bei den Comics in Deutschland, Österreich und der Schweiz liegen derzeit zwei Graphic Novels auf den ersten PlĂ€tzen: „Der Ursprung der Welt“ von Liv Strömquist (avant) liegt von „Der nasse Fisch“ von Arne Jysch (nach Volker Kutscher, Carlsen).

Der aktuelle Newsletter lÀsst sich online komplett hier ansehen.

Auszeichnungen fĂŒr Comic-AutorInnen

Donnerstag, den 22. Juni 2017

Zum ersten Mal ist ein Schweizer Grand Prix Design an einen Comiczeichner gegangen. Ausgezeichnet wurde damit der in ZĂŒrich lebende Thomas Ott, der fĂŒr seine in Schabkarton-Technik erstellten BĂŒcher (erschienen bei der Edition Moderne) bekannt ist. In der JurybegrĂŒndung heisst es:
Mit dem Schweizer Grand Prix Design 2017 wĂŒrdigt die Eidgenossenschaft Thomas Otts einzigartige Rolle in der Schweizer Comic- und Illustrationsszene wie auch seine unverwechselbare internationale Ausstrahlung.
Die Auszeichnung des Bundesamtes fĂŒr Kultur ist mit je 40.000 Franken dotiert.

Das Amt fĂŒr Kultur des Kantons Bern und die kantonale deutschsprachige Literaturkommission haben Literaturpreise fĂŒr herausragende Arbeiten vergeben. Ein mit 3.000 Franken dotierter Prix Trouvaille ging dabei an das Autorenteam Benedikt Eppenberger, Gregor Gilg und Barbara Schrag fĂŒr ihren Band „Golem im Emmental“ (Edition Moderne). In der BegrĂŒndung heisst es:
„Die holzschnittartigen Figuren passen hervorragend zur lakonischen Sprache. KĂ€lter als der Schnee, durch den die Helden stapfen, ist bloss noch das Gruseln, das den Lesenden den RĂŒcken runterlĂ€uft.“

Foto Thomas Ott © BAK / Gina Folly

„Spring 14 – yo future“

Mittwoch, den 21. Juni 2017

In KĂŒrze erscheint mit „Spring – yo future“ die vierzehnte Ausgabe der Comic-Anthologie. Auch die neue Ausgabe wird vom mairisch verlag in die LĂ€den gebracht. BeitrĂ€ge stammen von Almuth Ertl, Carolin Löbbert, Cynthia Kittler, Edith Carron, Eva Revolver,  Gabriela Jolowicz, Johanna Benz,Katia Fouquet, Laura Edelbacher, marialuisa, Marijpol, moki, Paula Partzsch, Romy BlĂŒmel, Stephanie Wunderlich und Tiziana Jill Beck.

Man muss sich die Zukunft ausmalen, damit sie auch so werden kann, wie man sie sich vorstellt.  Und man muss sich auch das allerschlimmste Szenario vorstellen können, damit man es verhindern kann. Die aktuelle Weltlage ist also Thema der neuen Ausgabe des Illustrationsmagazins SPRING. In einer Zeit, in der Kriege und Verfolgung zunehmen, Umweltprobleme immer grĂ¶ĂŸer werden und der Populismus sich neuen Raum erobert, ist es nicht immer ganz einfach, Stellung zu beziehen und vor allem auch kreative Antworten zu geben.

Und so beschĂ€ftigen sich die Zeichnerinnen ganz persönlich mit dieser Situation: Sie berichten von ihrem GefĂŒhl, in der Konsumgesellschaft gefangen zu sein, fragen sich, welchen Einfluss auf die Umwelt sie haben und ob man ĂŒberhaupt etwas tun kann, obwohl man sich machtlos fĂŒhlt. Oder hilft es vielleicht schon, bewusster einkaufen zu gehen und sich anders zu ernĂ€hren?

Auch in diesem Jahr wird die Veröffentlichung des Bandes mit einer Ausstellung begangen. Von Freitag, dem 30. Juni bis Mittwoch, dem 5. Juli sind Arbeiten aus „Spring #14“ bei Gudberg Nerger in Hamburg zu sehen. Die Vernissage beginnt am Freitag um 19 Uhr.

GUDBERG NERGER GmbH, Poolstrasse 8, D-20355 Hamburg
www.gudbergnerger.com
Öffnungszeiten: Mo-Do von 10 – 18 Uhr, Samstag 12 – 18 Uhr