Graphic Novels
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Monatsarchiv für Januar 2008

“Nouvelle noire: Tardis Das Geheimnis des W√ľrgers”

Mittwoch, den 30. Januar 2008

Das Geheimnis des W√ľrgersMit einem Stranglers-Zitat leitet Tobias Pr√ľwer seine Rezension des Bestsellers “Das Geheimnis des W√ľrgers”von Jacques Tardi im “Leipzig-Almanach” ein.

Neben weiteren Krimis, die in Zusammenarbeit mit L√©o Malet, Jean-Patrick Manchette oder Daniel Pennac entstanden, geh√∂rt Jacques Tardis Adaption des Kriminalromans von Pierre Siniac zu den erfolgreichsten Titeln im Programm der Z√ľricher Edition Moderne.

Nouvelle noire: Tardis Das Geheimnis des W√ľrgers

When you’re walking on the streets at night
You turn around and die of fright
What’s that in the shadows?
The Stranglers: In the Shadows

Paris im Februar 1959. Klirrende K√§lte h√§lt die Stadt im Griff, eine neblige Ursuppe durchwabert die Metropole. Ins Freie geht nur, wer muss. Und dann streikt auch noch die Polizei. Keine Zeugen, keine Bullen: Idealwetter f√ľr den Vollzug m√∂rderischer Pl√§ne oder gar f√ľr das perfekte Verbrechen. mehr

“Kopfkino” im Kunsthaus Dresden

Mittwoch, den 30. Januar 2008

Anna SommerUnter dem Titel “Kopfkino” findet vom 2. Februar bis zum 20. April eine gro√üe Comicausstellung im Kunsthaus Dresden statt. Neben internationalen K√ľnstlern wie David B., Gipi, Dominique Goblet, Rutu Modan, Marjane Satrapi oder Anna Sommer, von der die obenstehende Illustration stammt, werden auch einige “Orang”-Zeichner beteiligt sein, so etwa Arne Bellstorf, Sascha Hommer, Line Hoven, Moki und Amanda V√§h√§m√§ki.

KopfkinoIm Rahmen der von Susanne Weiß in Zusammenarbeit mit Kathrin Krahl, Marlene Laube und Stafeta kuratierten Ausstellung werden diverse Podiumsveranstaltungen und Workshops angeboten. Der Katalog zur Ausstellung erscheint beim Berliner Verbrecher Verlag.

Folgende Veranstaltungen stehen f√ľr das erste Februarwochenende auf dem Programm:

Freitag, 1.2. 2008, 19 Uhr
ER√ĖFFNUNG
Begr√ľ√üung von Susanne Wei√ü, Interimsleiterin Kunsthaus Dresden, anschlie√üend Party mit DJ The Haina (Hamburg).

Samstag, 2.2. 2008 18 Uhr
FOKUS HAMBURG
Jan-Frederik Bandel im Gespräch mit Arne Bellstorf, Sascha Hommer, Line Hoven und Claire Lenkova.

Hamburg besitzt eine der lebhaftesten Comicszenen, die sich rund um die dortige Hochschule f√ľr Angewandte Wissenschaften (HAW) gebildet hat. Dort unterrichten prominente Comick√ľnstlerInnen wie Anke Feuchtenberger, Stefano Ricci und Martin tom Dieck. Wie schon einmal in den Neunzigerjahren ist Hamburg mit den beiden vielbeachteten Anthologien “Spring” und “Orang”, zahlreichen Ausstellungen, einem eigenen Comicfestival und einer wissenschaftlichen Arbeitsstelle f√ľr Comicforschung ein Zentrum der Comickultur.

Kunsthaus Dresden, Rähnitzgasse 8, D-01097 Dresden
Tel. (0351) 804 14 56, Fax (0351) 804 15 82
www.kunsthausdresden.de

Dupuy-Berberian for President

Dienstag, den 29. Januar 2008

Dupuy-Berberian for PresidentHier ein sehr sch√∂nes Foto von Dupuy-Berberian und Jos√© Mu√Īoz bei der Bekanntgabe des Grand Prix 2008 auf dem Balkon des Rathauses von Angoul√™me.

Charles Berb√©rian hat sich √ľbrigens zum neuen Jahr entschlossen, erstmals in seinem Leben, aber daf√ľr t√§glich einen Schlips zu tragen (sein guter Vorsatz f√ľr 2008). Der Aufwand hat sich gelohnt!

Foto geklaut von Peggy Burns, die es wiederum von Heidi MacDonalds “The Beat” geklaut hat.

“Das Ungeheuer in der Familie”

Dienstag, den 29. Januar 2008

davidb_heilige1.jpg davidb_ulg.jpgAm 24. Januar ist in der S√ľddeutschen Zeitung eine √§u√üerst lesenswerte Rezension von Christoph Haas √ľber “Die heilige Krankheit” von David B. erschienen:

Das Ungeheuer in der Familie

Was ist Epilepsie? Immer noch besitzt diese Krankheit etwas R√§tselhaftes, Verst√∂rendes. Dass sie mit Wahnsinn nichts zu tun hat, wissen inzwischen auch die meisten Laien. Ihre genauen neurologischen Ursachen aber hat die Medizin noch nicht ergr√ľnden k√∂nnen. H√∂her als man gemeinhin denkt, ist auf jeden Fall die Zahl der Betroffenen: Allein in Deutschland d√ľrften es, wie man im Nachwort dieses Albums erf√§hrt, rund 500 000 sein. mehr

35. Festival International de la Bande Dessinée Angoulême

Dienstag, den 29. Januar 2008

Angouleme 2008In der “NZZ” vom 29. Januar ist unter dem Titel “Allgemeine Sch√∂nwetterlage” ein informativer Bericht von Christian Gasser √ľber das wichtigste europ√§ische Comicfestival zu finden.

Auch wir haben an diesem unverzichtbaren Branchentreffen teilgenommen und zahlreiche Gespr√§che gef√ľhrt, Lizenzgesch√§fte gemacht und neue Projekte angeschoben. In Angoul√™me wird immer wieder ganz deutlich, dass Comics in Frankreich ein absolut unumstrittener Bestandteil des kulturellen Lebens sind, ebenso wie ein m√§chtiger Wirtschaftsfaktor. Das Comicfestival in Angoul√™me genie√üt in Frankreich eine √§hnliche Aufmerksamkeit, wie sie hierzulande der Frankfurter Buchmesse zuteil wird.

Martin tom Dieck-Ausstellung in Kiel

Montag, den 28. Januar 2008

Der unschuldige PassagierIn der Galerie Schramm & Sponholz in Kiel findet vom 30. Januar bis 8. Februar eine Ausstellung zu Martin tom Diecks Buch “Der unschuldige Passagier” statt. Das 1994 entstandene Buch brachte Martin tom Dieck zwar im selben Jahr den Max und Moritz-Preis des Internationalen Comic-Salons Erlangen ein, wurde aber lediglich in einer Auflage von 650 St√ľck publiziert. Erst im Jahr 2007 erschien eine Neuauflage in bibliophiler Ausstattung ‚Äď der Erstauflage nachempfunden ‚Äď bei Reprodukt.

Martin tom DieckDie Er√∂ffnung wird am Mittwoch, den 30. Januar ab 18 Uhr gefeiert, es spricht Dr. Ole Frahm. Zur Ausstellung erscheint eine limitierte Vorzugsausgabe von “Der unschuldige Passagier” mit einem exklusiv gestalteten Siebdruck des K√ľnstlers.

Martin tom Dieck gilt als einer der wichtigsten deutschen Comick√ľnstler. Vor allem seine Arbeiten mit Autor Jens Balzer, “Salut, Deleuze!” und der Folgeband “Die neuen Abenteuer des unglaublichen Orpheus” (beide bei Arrache Coeur erschienen), brachten ihm internationale Anerkennung ein.

Martin tom Dieck lebt und arbeitet als Texter und Zeichner von Bildergeschichten f√ľr deutsche und franz√∂sische Medien in der Hafenstadt Hamburg.

Schramm & Sponholz Galerie f√ľr Kunst am Buch, Feldstr. 88, D-24105 Kiel
Tel. (0431) 895 08 54
√Ėffnungszeiten: Mo-Fr 15-18 Uhr oder nach telefonischer Vereinbarung

“Buchreport” √ľber Graphic Novels

Montag, den 28. Januar 2008

Daniel Lenz schreibt im aktuellen “Buchreport” von Februar 2008 einen mehrseitigen Artikel √ľber die Entwicklung von Comics, Manga und Graphic Novels im Buchhandel. Zur Verdeutlichung seiner Thesen nutzt er unter anderem Zitate aus Interviews mit Ralf Keiser und Kai-Steffen Schwarz (beide Carlsen Comics), Steffen Volkmer (Panini Comics), Dirk Rehm (Reprodukt) und Joachim Kaps (Tokyopop).

Buchreport Februar 2008

“Die Handschrift zur Sprechblase”

Montag, den 28. Januar 2008

Dirk Schneider hat f√ľr DeutschlandRadio ein Interview mit Dirk Rehm gef√ľhrt, das am 24. Januar um 10.50 Uhr bei “Radiofeuilleton: Profil” gesendet wurde.

Dirk RehmDie Handschrift zur Sprechblase

Dirk Rehm arbeitet als Comicverleger und Letterer

Auch wenn es der Computer heutzutage erleichtert, einen Comic mit Schrift zu versehen – das sogenannte Lettering ist durchaus eine eigene Kunstform. Dirk Rehm ist einer der wenigen, die diese Kunst sogar noch per Handschrift beherrschen. Und mit seiner spitzen Nase, der Hornbrille und dem Dreitagebart macht er sich selbst als Comicfigur gut.

Berlin Sch√∂neberg: Der gro√üe, ebenerdige Raum liegt in einem Hinterhof. Trotz der hohen Decken und der gro√üen Fenster wirkt es eng. An den W√§nden Regale, voll mit Comics. √úberall auf dem Boden stapeln sich die Hefte und B√ľcher: der Reprodukt-Comicverlag.

Wer hier der Chef ist, wird dem Besucher nicht gleich klar: Dirk Rehm sitzt zwischen zwei Mitarbeitern an einem kleinen Schreibtisch in der Ecke. Der Platz im B√ľro ist allerdings in letzter Zeit auch etwas knapp geworden:

“Es war noch nicht immer so voll hier. Aber es ist nat√ľrlich schon voller geworden, dadurch dass wir mehr B√ľcher gemacht haben in den letzten Jahren. Aber das ist hier ein selbstverwaltetes Haus – also ein in den 80er Jahren besetztes Haus – gewesen. Und ich habe hier in den 90er Jahren gewohnt, und bin hier insofern dem Hausprojekt verbunden.” mehr

Die Sendung wird von DRadio auch als mp3-Datei zum Download angeboten.

Foto Dirk Rehm ¬© Thilo R√ľckeis

Zeichner-Galerie online

Montag, den 28. Januar 2008

zeichner-autobio-300.jpgUnter dem Titel “Ego Strips” kann man sich ein Bild davon machen, wie √§hnlich (oder eben nicht) Comiczeichner ihrem gezeichneten Alter Ego sehen. Wir sind entz√ľckt!

Zeitz√ľnder, das Jugendmagazin von Zeit online stellt hier viele der wichtigsten Zeichnerinnen und Zeichner von autobiografischen Comics vor. Neben der aufschlussreichen Gegen√ľberstellung von Foto und Selbstportr√§t gibt es kurze aussagekr√§ftige Informationen √ľber Person und Arbeit der Autoren.

Unter anderem werden vorgestellt: Line Hoven, Nicolas Mahler, Mawil, Marjane Satrapi und Lewis Trondheim.

Fotos © Greg Martin; Alison Bechdel / Kiepenheuer & Witsch; Benjamin / Xiao Pan; Flix / Carlsen Verlag, Hamburg; Line Hoven / Reprodukt, Montage: Zuender.

Grand Prix Angoul√™me 2008 f√ľr Dupuy-Berberian

Sonntag, den 27. Januar 2008

Dupuy-BerberianDas Duo Dupuy-Berberian wurde am 27. Januar 2008 mit dem Großen Preis der Stadt Angoulême geehrt und damit werden dem Festival de la Bande Dessinée Angoulême im kommenden Jahr gleich zwei Präsidenten vorstehen. Charles Berbérian und Philippe Dupuy gehören zweifellos zu den profiliertesten französischen Zeichnern und können mit regelmäßigen Veröffentlichungen in den USA, Italien, Spanien und auch Deutschland auf ein großes internationales Renommée verweisen.

Monsieur Jean 6Dupuy-Berberian sind zweifellos das au√üergew√∂hnlichste Tandem der franz√∂sischen Comiclandschaft, denn die beiden Pariser arbeiten auf nahezu symbiotische Art und Weise zusammen: Vom Schreiben √ľber das Zeichnen bis hin zum Lettering erstellt das Duo alle Arbeitsschritte gemeinsam, ohne dass man stilistische Br√ľche erkennen k√∂nnte. Mit Monsieur Jean, dem nonchalanten Schriftsteller, haben Philippe Dupuy und Charles Berb√©rian eine Lebensgeschichte voller feiner Nuancen erschaffen, die das wahre Leben nicht besser h√§tte schreiben k√∂nnen.

Das neueste Werk von Dupuy-Berberian, “Un peu avant la fortune” (Dupuis), nach einem Szenario von Jean-Claude Denis, wird im Herbst 2008 bei Reprodukt erscheinen.

La ou vont nos peresAls “Bestes Album” wurde auf dem Festival in Angoul√™me der bislang auch in Frankreich kaum bekannte Titel “La ou vont nos p√©res” (Dargaud) des australischen Zeichners Shaun Tan pr√§miert, ein metaphorischer Beitrag zum Thema Immigration, der sich durch eine besonders charmante und eigenwillige Bildsprache auszeichnet.

Daneben wurden f√ľnf weitere Titel aus der f√ľnfzig Alben umfassenden “Selection Officielle” besonders hervorgehoben: “Exit Wounds” von Rutu Modan, “Ma maman est en Am√©rique, elle a rencontr√© Buffalo Bill” von Emile Bravo, “La marie en plastique” von Pascal Rabat√© und David Prudhomme”, “RG” von Frederik Peeters sowie “Trois Ombres” von Cyril Pedrosa.

Die komplette Liste der Gewinner findet sich auf der Website des Festivals.

Foto Dupuy-Berberian © JF Alvarez / FIBD

“Pj√∂ngjang” von Guy Delisle

Sonntag, den 27. Januar 2008

9783938511312.jpgMarkus K√∂bnik hat “Pj√∂ngjang” von Guy Delisle am 25. Januar 2008 f√ľr BR Z√ľndfunk besprochen:

Pjöngjang

Der kanadische Comiczeichner Guy Delisle hat in Pjöngjang den ganz normalen Wahnsinn der nordkoreanischen Diktatur erlebt. Herausgekommen ist ein Comictagebuch vom anderen Ende der Welt.

Nordkorea ist einer der geheimnisvollsten Staaten der Welt. Abseits der Diskussionen, inwiefern der sozialistische Staat und dessen Diktator Kim Jong-Il √ľber Atomwaffen verf√ľgt, ist recht wenig bekannt √ľber das Land, in dem rund ein Viertel der Bev√∂lkerung auf internationale Essenslieferungen der UN angewiesen ist. Dass der “Vater der Nation” √ľber allem steht, wurde Guy Delisle schon kurz nach der Ankunft klar. mehr

Reprodukt-Vorschau Fr√ľhjahr 2008

Dienstag, den 22. Januar 2008

Reprodukt-Vorschau Fr√ľhjahr 2008Die aktuelle Vorschau f√ľr das Programm von Reprodukt im Fr√ľhjahr 2008 ist im Druck und wird Anfang Februar ausgeliefert. Neben der hier bereits vorgestellten Graphic Novel “Drei Schatten” von Cyril Pedrosa erscheint mit “Das Getriebe” ein neues Album von Christophe Blain (“Isaak der Pirat”).

Fortsetzungen von “Donjon” und “Monsieur Jean” runden das neue Programm ab und werden erg√§nzt durch neue Titel von Manu Larcenet und Nicolas Mahler. Mit “Fuck” macht Reprodukt eine lange vergriffene Graphic Novel des Kanadiers Chester Brown wieder erh√§ltlich und mit “Mein Junge” von Olivier Schrauwen wird ein international vielbeachtetes Album eines jungen belgischen Zeichners endlich in deutscher Sprache vorgelegt.

Die Vorschau kann als PDF-Datei (2,8 MB) heruntergeladen werden: Vorschau Fr√ľhjahr 2008

“Che” und “Martin Luther King” – Neue Graphic Novels bei Carlsen

Dienstag, den 22. Januar 2008

Mit “Che” und “Martin Luther King” erscheinen im Fr√ľhjahr 2008 gleich zwei Graphic Novels zu wichtigen Personen der Zeitgeschichte im Hamburger Carlsen Verlag.

Che“Che” von Autor H√©ctor Oesterheld und Zeichner Alberto Breccia ist eine Graphic Novel √ľber das Leben und Wirken des so legend√§ren wie umstrittenen Revolution√§rs Ernesto Che Guevara. Carlsen legt das Buch rechtzeitig zum 14. Juni 2008 vor, an dem die Ikone der kubanischen Revolution 80 Jahre alt geworden w√§re.

1968 als unmittelbare Reaktion auf die Ermordung des Argentiniers Che entstanden, wurde die Comic-Biografie seiner Landsleute Alberto Breccia und H√©ctor Oesterheld schnell zum Bestseller in S√ľdamerika. Lange Jahre war “Che” gar nicht oder nur in obskuren Ausgaben greifbar – jetzt macht Carlsen den Band erstmals auf Deutsch zug√§nglich.

Che, ISBN 978-3-551-77654-9, 96 Seiten, schwarzweiß, Hardcover, 29,5 x 23 cm, 16,90 EUR

king.jpgAm 4. April 1968 fiel Martin Luther King einem Attentat zum Opfer. Zum 40. Jahrestag dieses Mordes, der die Welt ersch√ľtterte, ver√∂ffentlicht Carlsen eine umfangreiche Biografie des gro√üen B√ľrgerrechtlers. Autor und Zeichner Ho Che Anderson pr√§sentiert nicht nur die Lichtgestalt Martin Luther King, sondern zeigt auch den Menschen hinter dem Mythos. Auf 248 Seiten entsteht so ein umfassendes Bild von Kings Leben und Wirken.

Ho Che Anderson, 1969 in London geboren, zog im Alter von f√ľnf Jahren mit seiner Familie nach Kanada. Er ist einer der prominentesten schwarzen Comiczeichner Nordamerikas. Neben “Martin Luther King” wurde er durch seine Comics “I want to be your Dog”, “Wise Son” und “Scream Queen” bekannt, die bei dem in Seattle ans√§ssigen Independent-Verlag Fantagraphics Books erschienen sind. Anderson lebt und arbeitet heute in Toronto.

Martin Luther King, ISBN 978-3-551-77961-8, 248 Seiten, schwarzweiß und farbig, Hardcover, 24 x 17 cm, 29,90 EUR

“Bekenntnisse in Blasen und Bildern”

Dienstag, den 22. Januar 2008

Unter dieser √úberschrift ver√∂ffentlichte die “NZZ am Sonntag” am 19. Januar einen gr√∂√üeren Bericht √ľber Graphic Novels. Regula Freuler stellt im Besonderen Alison Bechdels “Fun Home” und Olivier Kas “Warum ich Pater Pierre get√∂tet habe” als Beispiele f√ľr die Vielzahl aktueller autobiografischer Comicver√∂ffentlichungen vor.

nzzas_bekenntnisse.jpg

“Fun Home” von Alison Bechdel bei “Titel, Thesen, Temperamente”

Sonntag, den 20. Januar 2008

Alison Bechdel“Titel, Thesen, Temperamente” stellt in der Sendung vom 20. Januar um 23.15 Uhr “Fun Home”, die autobiographische Graphic Novel von Alison Bechdel (Kiepenheuer & Witsch) in der √úbersetzung von Sabine K√ľchler und Denis Scheck vor.

F√ľr die erste Graphic Novel, die dieser Tage bei Kiepenheuer & Witsch erscheint, haben Michael Hau, Christian Maiwald, Dirk Rehm und Minou Zaribaf in Gemeinschaftsarbeit das Lettering und die Bildbearbeitung √ľbernommen.

Das gezeichnete Ich
“Fun Home” – Alison Bechdels virtuoses Meisterwerk der autobiografischen Comic-Kunst

Sendeanstalt und Sendedatum: WDR, Sonntag, 20. Januar 2008

Buchtipp

Zwar gibt es sie schon seit den 1970er Jahren – damals brachte Justin Green die Geschichte von “Binky Brown” heraus –, doch erst in j√ľngster Zeit haben autobiografische Comics in der Welt der Sprechblasenbilder an Popularit√§t gewonnen. Ganz wesentlich dazu beigetragen hat die Iranerin Marjana Satrapi mit ihrem inzwischen auch verfilmten Megahit “Persepolis”.

Literarischer √úberraschungserfolg

In den USA landete Alison Bechdel 2006 einen √§hnlichen Coup mit ihrem virtuosen Meisterwerk “Fun Home”. Ihr Comic war der √úberraschungserfolg des Jahres und stand auf zahlreichen Bestsellerlisten. Das “Time Magazine” k√ľrte die gezeichnete Autobiografie, die unter anderem mit dem Eisner-Award ausgezeichnet wurde, noch vor den Romanen von Richard Ford und Cormac McCarthy zum besten literarischen Buch. mehr

Foto Alison Bechdel © Greg Martin

Alison Bechdel dreht den Spieß um

Samstag, den 19. Januar 2008

Am Sonntag, dem 20. Januar, wird im Kulturmagazin “Titel, Thesen, Temperamente” die “Fun Home”-Autorin Alison Bechdel vorgestellt. Anla√ü ist die Ver√∂ffentlichung der deutschsprachigen Ausgabe ihres Buches, das dieser Tage bei Kiepenheuer & Witsch erscheint. Die Sendung beginnt um 23.15 Uhr.

Die Dreharbeiten hat Alison Bechdel selbst mit ihrer Kamera festgehalten und nun das unterhaltsame Video im Internet ver√∂ffentlicht. Hier ihre Betrachtungen der “German Invasion”:

“Vier Augen” – Neue Graphic Novel von Sascha Hommer

Freitag, den 18. Januar 2008

Vier_Augen“Ich muss wieder ich selbst werden.” Wie aber geht das, wenn man nicht wei√ü, wer man eigentlich ist?

Eine Kleinstadt im Schwarzwald, Ende der 90er Jahre. Sascha steht kurz vor dem Abitur, meint, in Yasmina die gro√üe Liebe gefunden zu haben ‚Äď alles scheint m√∂glich. Doch langsam verwandelt sich die Gegenwart, die von hoffnungsfrohen Zukunftspl√§nen bestimmt ist, in einen Albtraum: Seine Freunde, mit denen er regelm√§√üig Marihuana raucht, nehmen immer h√§rtere Drogen, die anf√§nglich entspannenden Trips werden nach und nach zu Horrorerlebnissen, und Yasmina erweist sich als magers√ľchtig‚Ķ

Autor und Zeichner Sascha Hommer stiess bei der Arbeit am Storyboard auf unvorhergesehene Probleme: “Urspr√ľnglich dachte ich, dass es sehr einfach sei, autobiografisch zu erz√§hlen. Schliesslich sind Geschichte und Charaktere ja schon vorhanden, und man muss eigentlich nur ein bisschen Ordnung herstellen, um eine stringente Erz√§hlung zu erm√∂glichen. Je tiefer ich allerdings in das Material einstieg, umso komplexer wurde die Angelegenheit. Meine Erinnerung schien mir bald nicht mehr verl√§sslich, eher mythologisch, unwahr. Ich brauche wohl noch eine ganze Weile, bis ich mit dem Ergebnis meiner Arbeit zufrieden sein kann.”

Vier_Augen_02Eine verl√§ssliche Terminplanung f√ľr “Vier Augen” wird zus√§tzlich durch den Umstand erschwert, dass Sascha Hommer gemeinsam mit Jan‚ÄďFrederik Bandel seit Herbst 2007 an dem t√§glichen Strip “Im Museum” f√ľr die “Frankfurter Rundschau” arbeitet. “Vier Augen” soll nun voraussichtlich im November 2008 erscheinen.

Vier Augen, ISBN 978-3-938511-59-6, 128 Seiten, schwarzweiß, 23 x 16 cm, Klappenbroschur, 13 EUR, erscheint im Mai 2008 bei Reprodukt

Lizenzausgaben von “Der unschuldige Passagier” und “Acht, Neun, Zehn”

Donnerstag, den 17. Januar 2008

In den nächsten Monaten werden wieder zwei Titel aus dem Reprodukt-Programm im Ausland erscheinen.

cover_unsch_pass_kl.jpgDer Verlag Ladida Books, bei dem mit “Pragnienie” (“Desire”, Top Shelf) bereits ein Band von Nicolas Mahler erschienen ist, wird im Mai Martin tom Diecks “Der unschuldige Passagier” in Polen auf den Markt bringen. Dar√ľber hinaus wird “Der unschuldige Passagier” im Herbst in Finnland bei Daada Books erscheinen.

Neben einem Buch der Newcomerin Amanda V√§h√§m√§ki ist bei Daada Books auch Anke Feuchtenbergers und Katrin de Vries¬ī “Die Hure H zieht ihre Bahnen” in finnischer Sprache ver√∂ffentlicht worden.

cover_8910_kl.jpgNachdem Arne Bellstorfs “Acht, Neun, Zehn” bereits in Frankreich, Italien und S√ľdkorea erschienen ist, wird der Band in K√ľrze auch in Polen bei Kultura Gniewu verlegt werden. Damit ist “Acht, Neun, Zehn” nach Mawils “Die Band” und Sascha Hommers “Insekt” der dritte Reprodukt-Titel, den Kultura Gniewu in polnischer Sprache ver√∂ffentlicht.

Das Fr√ľhjahr bringt neue Graphic Novels bei Edition Moderne

Dienstag, den 15. Januar 2008

Bei der Edition Moderne erscheinen im Fr√ľhjahrsprogramm viel versprechende neue Titel.
Im März:

Fotograf“Der Fotograf I – In den Bergen Afghanistans” von Emmanuel Guibert, Didier Lef√®vre & Fr√©d√©ric Lemercier

Ende Juli 1986 begleitet Didier Lef√®vre als Fotograf ein Team der Organisation √Ąrzte ohne Grenzen nach Afghanistan, mitten im Krieg zwischen der Sowjetunion und den Mudschaheddin. Diese Arbeit erz√§hlt von den Bem√ľhungen einer Gruppe engagierter Menschen, die wieder aufzubauen versucht, was andere zerst√∂rt haben.

Mit “Der Fotograf” gelang dem belgischen Verlag Dupuis ein internationaler √úberraschungserfolg. Weltweit wurden an die 200.000 Exemplare in acht Sprachen verkauft.

Le photographe“Der Fotograf” erscheint in der Edition Moderne in drei B√§nden: Band 2: “√Ąrzte ohne Grenzen” (Herbst 2008), Band 3: “Allein nach Pakistan” (Fr√ľhjahr 2009).

Die Autoren: Emmanuel Guibert, *1964 in Paris, Comic-Autor. Gehört in Frankreich zu den Stars der Branche.
Didier Lef√®vre, *1957 in Paris, ‚Ć2007, Fotoreporter. Bekannt wurde er mit Arbeiten √ľber L√§nder wie Sri Lanka, Malawi, Kambodscha oder Kosovo.
Frédéric Lemercier, *1962 in Rouen, hat dieses außergewöhnliche Album gestaltet, das Fotos von Didier Lefèvre mit Zeichnungen von Emmanuel Guibert vereint.

“Der Fotograf I – In den Bergen Afghanistans”, ISBN 978-3-03731-026-7, 80 Seiten, farbig, Hardcover, 23 x 30 cm, 24 EUR

Zwei weitere spannende Comics, auf die wir uns freuen, erscheinen zum Fumetto Comixfestival im April:

Selbstexperiment“Das Selbstexperiment” von Matthias Gnehm

“Das Selbstexperiment” spielt in Z√ľrich und handelt vom Schicksal des jungen Wissenschaftlers Frank Karrer, der auf der Suche nach einem Wirkstoff gegen Eifersucht unverhofft die Antwort auf die wissenschaftliche Grundfrage schlechthin findet: Wie funktioniert das menschliche Bewusstsein? “Das Selbstexperiment” erscheint in Zusammenarbeit mit dem Collegium Helveticum und wird von Ausstellungen am Fumetto in Luzern und in der Semper-Sternwarte in Z√ľrich begleitet.

Matthias Gnehm, Jahrgang 1970, lebt und arbeitet in Z√ľrich.

Das Selbstexperiment, ISBN 978-3-03731-028-1, 336 Seiten, schwarzweiss, Hardcover mit Schutzumschlag, 16,8 x 23,5 cm, 25 EUR

Number“The Number 73304-23-4153-6-96-8″ von Thomas Ott

Zahlen steuern das Leben der Protagonisten in der ersten Geschichte in Albuml√§nge von Thomas Ott. Der Zettel mit der Nummer 73304-23-4153-6-96-8 bringt dem Henker, der nach der Hinrichtung die Todeszelle aufr√§umt, zuerst Gl√ľck. Er wird reich, verliebt sich in eine sch√∂ne Frau, dann aber beginnt der Abstieg…

Thomas Ott, Jahrgang 1966, lebt in Z√ľrich und arbeitet als freier Illustrator.

The Number 73304-23-4153-6-96-8, ISBN 978-3-03731-025-0, 144 Seiten, schwarzweiss, Halbleinenband, 16,8 x 23,5 cm, 19,80 EUR

“Drei Schatten” – Neue Graphic Novel von Cyril Pedrosa im Mai bei Reprodukt

Montag, den 14. Januar 2008

Drei SchattenLise und Louis f√ľhren mit ihrem Sohn Joachim ein einfaches aber gl√ľckliches Leben an einem abgeschiedenen Ort inmitten von H√ľgeln und W√§ldern. Als Joachim eines Abends nicht einschlafen kann, entdeckt er in der Ferne drei Schatten, die das Haus beobachten. Diese Schatten entpuppen sich als drei geheimnisvolle Reiter, die dem Haus schon bald bedrohlich nahe kommen. Louis versucht die mysteri√∂sen Schatten zu vertreiben, doch sie scheinen sich in Luft aufzul√∂sen, sobald er sich ihnen n√§hert. Allm√§hlich wird den Eltern klar, dass die Reiter gekommen sind, um ihren Sohn zu holen. Schweren Herzens f√§llt der Vater den Entschluss, sich mit ihm auf die Flucht zu begeben – aber kann man seinem Schicksal entfliehen?

Sowohl “Trois Ombres” von Cyril Pedrosa als auch “Chroniques Birmanes” von Guy Delisle (erscheint im Herbst 2008 bei Reprodukt) wurden in Frankreich f√ľr den “Prix des Libraires de Bande Dessin√©e” nominiert. Der Preis wird im Mai 2008 verliehen ‚Äď auf der Website von Canal BD sind alle nominierten Kandidaten aufgelistet.

Trois_Ombres_Seite_5Cyril Pedrosa, geboren 1972, hat sich bereits in fr√ľher Jugend f√ľr “Asterix” und “Micky Maus” begeistert und entschieden Comiczeichner zu werden. Als Animationszeichner f√ľr Disney hat er an “Der Gl√∂ckner von Notre Dame” und “Herkules” mitgearbeitet und in Zusammenarbeit mit dem Szenaristen David Chauvel mehrere B√§nde der Abenteuerserie “Ring Circus” (Salleck Publications) gezeichnet. “Drei Schatten” ist die bislang dichteste und gleicherma√üen pers√∂nlichste Arbeit von Cyril Pedrosa. Zurecht ist dieser Comic auf dem Comicfestival Angoul√™me 2008 f√ľr die Auszeichnung als “Bestes Album” nominiert.

Drei Schatten, ISBN 978-3-938511-95-4, 272 Seiten, schwarzweiß, 23 x 16,5 cm, Klappenbroschur, 20 EUR, erscheint im Juni 2008 bei Reprodukt