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Monatsarchiv für März 2008

“Pauls Ferienjob” – Leseprobe online

Montag, den 31. März 2008

paul_cover_med.jpgZur im Mai bei Edition 52 erscheinenden Graphic Novel “Pauls Ferienjob” des Franko-Kanadiers Michel Rabagliati ist nun eine Leseprobe vorhanden. Neun Seiten des Buches lassen sich hier als PDF-Datei herunterladen.

Montreal in den später 1970ern: Nachdem Paul die Schule vorzeitig verlassen hat, verbringt er, pleite wie er ist, zwangsläufig den Sommer bei seinen Eltern. Als ein Freund ihm anbietet, als Begleiter in ein Feriencamp mitzukommen, willigt er ein und betreut einige Wochen lang unterprivilegierte Kinder. Nach anfänglichen Schwierigkeiten, beginnt er zunehmend die Zeit mit den Kindern und anderen Begleitern und vor allem Begleiterinnen zu genießen.

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“Pauls Ferienjob” erzählt eine Geschichte vom Erwachsenwerden, von Freiheit und Verantwortung. Lustig und ergreifend zugleich erzählt der kanadische Autor Michel Rabagliati eine Geschichte, die so oder ähnlich jeder von uns schon selber erlebt hat.

Pauls Ferienjob, ISBN 978-3-935229-58-6, 156 Seiten, s/w, broschiert, 17 Euro, erscheint im Mai bei Edition 52

“Fokus Berlin” im Kunsthaus Dresden

Samstag, den 29. März 2008

KopfkinoNoch bis zum 20. April 2008 findet die Ausstellung “Kopfkino” zum Thema Comic im Kunsthaus Dresden statt. Am 18. und 19. April gibt es anlässlich des “Fokus Berlin” verschiedene Veranstaltungen von Comiczeichnerinnen und –zeichnern aus der Hauptstadt. Dirk Schwieger präsentiert eine multimediale Comic-Lesung zu seinem Buch “Moresukine – Wöchentlich aus Tokyo”, Ulrich Scheel (“Die sechs SchĂĽsse von Philadelphia”, erscheint in KĂĽrze beim avant-verlag) leitet einen Zeichenworkshop, Peter “Auge” Lorenz hält einen Vortrag zum Thema “Comic-KĂĽnstlerInnen und -Kollektive in der DDR und Nachwendezeit” und Ulli Lust und Kai Pfeiffer referieren zu “Electrocomics.com: Digitale Bildschriften”.

Kunsthaus Dresden, Rähnitzgasse 8, D-01097 Dresden
Tel. (0351) 804 14 56, Fax (0351) 804 15 82
www.kunsthausdresden.de

“Kleiner Ausritt in die Gefilde des Western-Comics”

Samstag, den 29. März 2008

Der Schweizer Journalist Hans Keller hat “Gus” von Christophe Blain zum Anlass genommen, fĂĽr die März-Ausgabe von “The Title – Das kulturelle Ăśberformat” auf 13 Seiten (inklusive vieler Leseproben) eine regelrechte Abhandlung ĂĽber moderne Western-Comics zu schreiben:

Gus
Kleiner Ausritt in die Gefilde des Western-Comics

Der 1970 geborene französische Comicschöpfer Christophe Blain gehört zu den hochkreativen Exponenten seiner Generation. Neben Werken wie der Serie «Isaak der Pirat» reanimiert Blain seit 2007 mit «GUS» auf höchst amüsante und parodistische Art und Weise den Western-Comic.

Der Western ist ein merkwürdiges Genre. Obsolet und, was die realen Vorlagen anbelangt, heute eigentlich inexistent, versuchen trotzdem immer wieder Kulturschaffende unterschiedlicher Couleur die Gattung zu reanimieren. Cowboys gibt es natürlich nach wie vor, sowohl in den USA als auch in Lateinamerika, die Viehherden in den weiten Ebenen müssen aber nicht mehr mit dem locker sitzenden Colt gegen Delinquenten verteidigt werden. Western-Filme schildern denn heute in den USA auch vorwiegend «innere» Dramen, wie sie Filmregisseur Ang Lee exemplarisch in «Brokeback Mountain» vorführt, wo es um eine homosexuelle Beziehung zwischen Cowboys geht. Regisseur John Schlesinger hatte in «Midnight Cowboy» bereits 1969 die Thematik ironisiert, indem er Jon Voight als naiven Joe Buck aus Texas im Revolverhelden-Outfit versuchen lässt, die (Damen-)Welt New Yorks zu erobern. mehr

Weitere Comicfestivals in Europa

Donnerstag, den 27. März 2008

Neben den bekannten Buchmessen in Leipzig und Frankfurt und dem Comic-Salon in Erlangen gibt es für Comic-interessierte LeserInnen über das Jahr verteilt eine ganze Reihe weiterer interessanter Festivals in ganz Europa, die zu einem Besuch einladen. Dort geht es weniger um den Handel mit Gebrauchtware als viel mehr um eine angemessene Würdigung der Erzähl- und Zeichenkunst der jeweiligen AutorInnen durch Ausstellungen, Symposien, Vorträgen, Signierstunden und weitere Aktionen. Einige der besonders empfehlenswerten sollen an dieser Stelle kurz genannt werden und einen knappen Eindruck der vielfältigen und lebendigen Welt der Comics und Graphic Novels vermitteln.

matt_comicon.jpgWie an dieser Stelle bereits vorgestellt, gehört das im April stattfindende Fumetto in Luzern sicher zu den ambitioniertesten und schönsten Comicfestivals. Parallel zum Fumetto findet in diesem Jahr der SalĂłn Internacional del CĂłmic Ficomic in Barcelona statt. Highlights diesmal: Eine Ausstellung von Originalen aus “BardĂ­n der Superrealist” des katalanischen Autoren Max. Gäste sind unter anderem Charles Berberian (“Monsieur Jean”, Reprodukt), Frederik Peeters (“Blaue Pillen”, Reprodukt) oder Melinda Gebbie (“Lost Girls”, in Vorbereitung bei Cross Cult). Beim Salone Internazionale del Fumetto Comicon in Napoli, der vom 24. bis 27. April stattfinden wird, ist in diesem Jahr vor allem Preisträger Lorenzo Mattotti (siehe Illustration, “Spartaco”, Edition 52) als “L´immagine ufficiale” hervorzuheben.

Eine Woche nach dem Comic-Salon Erlangen wird am 31. Mai und am 1. Juni in Kopenhagen zum Komiks.dk Copenhagen International Comics Festival geladen. Als Teil des abwechslungsreichen Programms mit Ausstellungen, Verlagsständen, FilmvorfĂĽhrungen, Diskussionen und vielem mehr sind unter anderem David B. (“Die heilige Krankheit”, Edition Moderne) und Comic-Theoretiker und Herausgeber Thierry Groensteen (Editions de l´an 2) als Gäste angekĂĽndigt.

Bereits am folgenden Wochenende vom 7. bis zum 8. Juni kann man seine Reise zu den Stripdagen im niederländischen Haarlem fortsetzen – ein weiteres Festival, das fĂĽr seine angenehme Mischung aus entspannter Atmosphäre und hochkarätigen Gästen bekannt ist. Zu letzteren gehören diesmal neben Altmeistern wie Ever Meulen und Joost Swarte auch junge Talente wie der Finne Tommi Mustuuri, dessen erstes deutsches Buch im Herbst bei Reprodukt erscheint, und Dominique Goblet, die im Januar auf dem Comic-Festival in AngoulĂŞme ausgezeichnet wurde.

Am 13. und 14. September kann es dann weitergehen beim Comicfestival in Helsinki Helsingin Sarjakuvafestivaalit. Einer der Gäste in diesem Jahr wird Martin tom Dieck sein, dessen Buch “Der unschuldige Passagier” (Reprodukt) dort in finnischer Sprache erstveröffentlicht wird. Noch unbestätigt fĂĽr dieses Jahr ist das ebenfalls fĂĽr September geplante, noch sehr junge, aber ambitionierte Boomfest in St. Petersburg. Auch diese beiden Festivals zeichneten sich in der Vergangenheit durch ein internationales Programm, ein interessiertes Publikum und nicht zuletzt die sehr herzlichen Gastgeberinnen und Gastgeber aus.

Auch in Polen genieĂźen Comics steigende Beliebtheit. Davon kann man sich zum Beispiel auf dem Comicfestival in Lodz (5.-7. Oktober) ĂĽberzeugen. Als Gäste angekĂĽndigt sind fĂĽr dieses Jahr Moebius und Mawil (“Action Sorgenkind”, Reprodukt).

Die Vielzahl der über das ganze Jahre verteilten Festivals in Frankreich lässt sich nur schwer fassen. Ein Besuch auf der Website www.opalebd.com hilft einen Überblick zu gewinnen und listet Festivals nach Ort und Datum auf. Eine Auflistung weiterer interessanter Festivals in Europa und darüber hinaus findet man im Comicforum.

Fumetto-Programm online

Mittwoch, den 26. März 2008

fumetto2008_logo.jpgDas Internationale Comix-Festival Fumetto in Luzern wirft seine Schatten voraus. Dieser Tage wurde die komplett neu gestaltete Festival-Homepage in Betrieb genommen und auch die Programme sind verschickt worden. Über neun Festivaltage, vom 12. bis 20. April verteilt, erwarten die Besucher die gewohnt hochklassige Mischung aus Ausstellungen, Vorträgen, Künstlergesprächen. Filmvorführungen, Signierstunden und vielem mehr.

Zu den Highlights gehören diesmal die Ausstellungen mit Werken von Christophe Blain (“Isaak der Pirat”, Reprodukt), Tom Gauld, Ruppert & Mulot (in Vorbereitung bei Edition Moderne), Igort (“5 ist die perfekte Zahl”, avant-verlag) und Ben Katchor.

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Zusätzlich zu den zwanzig zentralen Ausstellungen zeigen noch dutzende weiterer KĂĽnstlerInnen in Satelliten- und Schaufensterausstellungen ihre zum Teil exklusiv entstandenen Werke, wobei sich auch hier bekannte Namen finden, zum Beispiel Kati Rickenbach (“Filmriss”, Edition Moderne), Leo Leowald (“Raues Sitten”, Reprodukt), diceindustries (“Rimini-Redux”, Reprodukt) oder Nicolas Robel. Ăśber viele Orte in der malerischen Stadt am Vierwaldstätter See verteilt, lädt das Festival auch in diesem Jahr wieder zu einem abwechslungsreichen und breiten Programm ein.

Fumetto, Postfach 5163, CH-6000 Luzern 5
Tel. (0041) 41 412 1122, Fax (0041) 41412 1123
email: comix@fumetto.ch, www.fumetto.ch

“Die Temperaturen der Farbe Grau”

Mittwoch, den 26. März 2008

9783938511312.jpgIn der heutigen Ausgabe der “SĂĽddeutschen Zeitung” schreibt Gottfried Knapp ĂĽber Guy Delisles “Pjöngjang”:

Die Temperaturen der Farbe Grau

Eigentlich hat der Comic-Zeichner Guy Delisle, als er zum Arbeiten in die nordkoreanische Hauptstadt Pjöngjang reiste, die ästhetischen Monotonien, die in einer sozialistischen Diktatur den Alltag prägen, von einer früheren Reise her bestens gekannt. Über die Wochen, die er in der tristen chinesischen Grenzstadt Shenzhen in einem Trickfilmstudio als Kontrolleur hatte verbringen müssen, hat er einen wunderbar anschaulich erzählendes Comic-Erinnerungsbuch geschrieben und gezeichnet: „Shenzhen”.
Dennoch scheint das, was er danach in Pjöngjang erlebt hat, wie eine absurd fremdartige Welt auf ihn gewirkt zu haben. Mit den Maßstäben des kommunistisch gleichgeschalteten, aber chaotisch brodelnden China war das total durchreglementierte Nordkorea jedenfalls nicht mehr zu fassen. In Pjöngjang regiert die Leere, das blanke Nichts in allen Räumen vom öffentlichen Stadtraum bis in die privaten Minibars der Hotelzimmer. Diese Leere rauscht über verlassene Aufmarschplätze hinweg, prallt unvermittelt gegen monströse Gigantendenkmäler oder absurd klobig in den Himmel ragende Hochhausgebilde und schlägt sich am Ende sogar in dem Zeichenstil nieder, mit dem Delisle in seinem Comic „Pjöngjang” dieser Formenwelt zuleibe rückt. mehr

Comic-Salon Erlangen 2008 – Update

Montag, den 24. März 2008

Comic-Salon Erlangen 2008Das Programm des Comic-Salon Erlangen, der dieses Jahr vom 22. bis zum 25. Mai stattfinden wird, nimmt immer schärfere Konturen an. Auf der Website des Festivals wird unter News stetig über Ausstellungen und weitere geplante Veranstaltungen informiert.

Unter anderem steht bereits fest, dass es zu “Pomme d’Amour – Sieben Geschichten ĂĽber die Liebe” ein Ausstellungsprojekt mit den sieben Comiczeichnerinnen Paz Boira, Ulli Lust, Verena Braun, Elodie Durand, Claire Lenkova, Laureline Michon und Barbara Yelin geben wird, die sieben Liebesgeschichten in sieben verschiedenen Phasen und Lebensaltern erzählen, von der Kindheit bis ins hohe Alter. Von Ho Che Andersons gerade bei Carlsen Comics erschienener Graphic Novel “Martin Luther King” wird es genauso Originale zu sehen geben wie aus Reinhard Kleists“Cash”-Biografie oder aus dem Gesamtwerk von Hendrik Dorgathen, dessen umfangreiche Werkschau mit dem Titel “Slow” rechtzeitig zum Comic-Salon bei der ZĂĽrcher Edition Moderne erscheinen soll.

Die RĂĽckkehr aufs LandAuĂźerdem gibt es drei Mal “Nouvelle Bandes DessinĂ©es”: Sowohl Christophe Blain als auch Guy Delisle und Manu Larcenet sind nach Erlangen eingeladen, um Zeichnungen aus ihrem Schaffen zu zeigen, das neben “Donjon – Morgengrauen” und “Donjon Parade” mit “Der alltägliche Kampf”, “Isaak der Pirat”, “Gus”, “Das Getriebe”, “Louis fährt Ski” oder “Pjöngjang” und “Shenzhen” ein breites Spektrum an Themen und Motiven umfasst.

“Orang” 7 – Releaseparty in der Galerie Linda, Hamburg

Sonntag, den 23. März 2008

Orang 7Im April zieht die “Orang”-Ausstellung von Leipzig weiter nach Hamburg. Die Galerie Linda präsentiert die Ausstellung “Das Ende der Welt” mit Originalen aus der neuesten, siebten Ausgabe des Hamburger Comicmagazins “Orang”. Zum Thema “Das Ende der Welt” haben sich Zeichner und Zeichnerinnen aus Deutschland, der Schweiz, Italien, Finnland und China zusammengefunden, um Geschichten von bedrohten und jenseitigen Welten zu erzählen.

In der Galerie Linda werden ab Freitag, den 4. April ab 20 Uhr kommentierte Originalseiten der Anthologie zu sehen sein.

Galerie Linda, Hein-Hoyer-Str. 13, D-20359 Hamburg
www.chezlinda.de

Comix 101 – Art Spiegelman im Gespräch im Hebbel am Ufer, Berlin

Freitag, den 21. März 2008

In the Shadow of No TowersNeben dem Termin im Hamburger Altonaer Theater wird Art Spiegelman am Montag, den 14. April um 19.30 Uhr auch zu einem Gespräch im Berliner Theater Hebbel am Ufer erwartet. FĂĽr die Moderation zeichnen Anjana Shrivastava (“Welt Online”) und Claus Christian Malzahn (“Spiegel Online”) verantwortlich.

Aus der AnkĂĽndigung: “Art Spiegelman kommt nach Berlin, um ĂĽber Cartoons und Politik zu räsonnieren und das Recht auf das satirische Beleidigen zu propagieren. Nicht erst heute lebt der satirische Zeichner gefährlich, sondern ĂĽberall und zu jeder Zeit: Honore Daumier wurde wegen seiner satirischen Werke in Paris eingekerkert; und der Zeichner George Grosz musste 1932 Berlin verlassen. Der Pulitzerpreisträger Art Spiegelman fand keinen amerikanischen Mainstream-Verlag fĂĽr „In the Shadow of No Towers,” seine New York-EindrĂĽcke nach dem 11. September. Die Bundeszentrale fĂĽr politischen Bildung initiiert die Diskussionsreihe „Continental Drift” mit Amerikanern, die ĂĽber ihre Visionen von BĂĽrgerrechten reden — von der Meinungsfreiheit bis hin zum Recht auf Waffenbesitz.”

Hebbel am Ufer 1, StresemannstraĂźe 29, D-10963 Berlin (Friedrichshain-Kreuzberg)
Kartentelefon (030) 259004 0
www.hebbel-am-ufer.de

Reprodukt bei “Kopfkino”, Dresden

Donnerstag, den 20. März 2008

KopfkinoIm Rahmen der von Susanne WeiĂź in Zusammenarbeit mit Kathrin Krahl, Marlene Laube und Stafeta kuratierten Ausstellung “Kopfkino” im Kunsthaus Dresden stellt Dirk Rehm am Donnerstag, den 27. März um 19 Uhr den Verlag Reprodukt vor.

Das Verlagsprogramm on Reprodukt umfasst namhafte amerikanische und französische Autoren wie Daniel Clowes, Adrian Tomine oder Lewis Trondheim ebenso wie junge deutsche Zeichner, die – oftmals direkt von der Kunsthochschule kommend –, ihre ersten Veröffentlichungen bei Reprodukt vorlegen. Zielsetzung des Verlags ist mit sowohl thematisch als auch grafisch spannenden Publikationen ein möglichst breites Lesepublikum davon zu ĂĽberzeugen, dass Comics nicht nur fĂĽr Kinder und Jugendliche interessant sein können.

Kunsthaus Dresden, Rähnitzgasse 8, D-01097 Dresden
Tel. (0351) 804 14 56, Fax (0351) 804 15 82
www.kunsthausdresden.de

“Medizin fĂĽr die Mudschaheddin”

Donnerstag, den 20. März 2008

fotograf_cover.jpgBrigitte Preissler rezensiert “Der Fotograf” in der Sonderbeilage der “Berliner Zeitung” zur Leipziger Buchmesse vom 13. März 2008.

“Medizin fĂĽr die Mudschaheddin”

“Der Fotograf”: eine packende Comic-Reportage aus dem Afghanistan der 80er-Jahre

“Ahmadjan”, also “Der liebe Ahmad” – so wird der Fotograf Didier Lefèvre auf Persisch genannt, und mit seinem weichen Gesicht und dem jungenhaft-spärlichen Bartwuchs wirkt der schmale Franzose nicht unbedingt wie einer, den man ohne seine Mama zu FuĂź fĂĽnfzehn Bergpässe von mehr als 5000 Metern Höhe ĂĽberqueren lassen möchte. “Ich bin 29 Jahre alt und fit, ich habe schon etliche Wanderungen in meinem Leben mitgemacht, ich bin nicht zimperlich und kann einiges aushalten.,” meint indes der liebe Ahmad. Deshalb lässt er sich 1986, als in Afghanistan Krieg herrscht zwischen sowjetischen Invasionstruppen und widerständigen Mudschaheddin, von der Hilfsorganisation “Ă„rzte ohne Grenzen” mit einer Reportage beauftragen: Als Fotograf soll er eine Expedition begleiten, die vom pakistanischen Chitral aus die nord-afghanische Region Badakhshan ansteuert, wo ein Kriegslazarett errichtet werden soll. Zugleich werden von dieser Karawane Waffen nach Afghanistan geliefert – die mitreisende Hilfsorganisation nimmt dies in Kauf, weil so ein verlässlicher Geleitschutz garantiert ist. mehr

Art Spiegelman im Gespräch mit Michael Naumann im Altonaer Theater, Hamburg

Mittwoch, den 19. März 2008

MausAm Donnerstag, den 17. April ist Art Spiegelman im Gespräch mit Irene Dische zu Gast im Altonaer Theater. Die Moderation der Veranstaltung, die um 20 Uhr auf der Großen Bühne des Altonaer Theaters in Hamburg stattfindet, übernimmmt Michael Naumann. Weitere Informationen gibt es auf der Website des Altonaer Theaters: www.altonaer-theater.de

Aus der AnkĂĽndigung: “Art Spiegelmans Vater floh vor den Nationalsozialisten, aus Polen in die USA, Irene Disches GroĂźeltern emigrierten aus Deutschland dorthin. Beide haben ihre Familiengeschichten auf einzigartige Weise erzählt. Spiegelmans Buch “Maus — Geschichte eines Ăśberlebenden” war der erste Comic, der den renommierten Pulitzerpreis gewann. Disches Familienroman “GroĂźmama packt aus” schäumt ĂĽber vor Geschichten, Anekdoten, Kuriositäten — ein Text, in dem “Lachen und Blutlachen nebeneinanderliegen” (Michael Naumann). Ein Abend ĂĽber das Leben und wie man davon erzählt.”

Altonaer Theater, MuseumstraĂźe 17, D-22765 Hamburg
Kartentelefon (040) 399 05 870, Fax-Reservierung (040) 391 09 985
Tageskasse Mo-Sa 10-18 Uhr
www.altonaer-theater.de

“Pomme d´amour – 7 Geschichten ĂĽber die Liebe”

Mittwoch, den 19. März 2008

pda_cover_260.jpgEine weitere interessante Neuveröffentlichung ist fĂĽr den Comic-Salon Erlangen im Mai 2008 geplant: Im Leipziger Verlag Die Biblyothek erscheint mit “Pomme d´amour – 7 Geschichten ĂĽber die Liebe” eine Anthologie mit internationaler Beteiligung. Aus Frankreich, Deutschland, Spanien und Ă–sterreich stammen die sieben Comic-Autorinnen, die in ihren Geschichten ĂĽber verschiedene Altersstufen hinweg ĂĽber die wichtigste Sache der Welt schreiben.

Beteiligt sind Barbara Yelin (“Le Retard”, Editions de L´An 2), Ulli Lust (“Heute ist der letzte Tag vom Rest Deines Lebens”, in Vorbereitung beim avant-verlag), claire lenkova (“Alle meine Freunde”, Kunstmann), Verena Braun (“Orang” 7, Reprodukt), Laureline Michon, Paz BoĂŻra und Élodie Durand.

Zum Erscheinen des Bandes im Mai wird es auf dem Comic-Salon Erlangen eine Ausstellung der Originale zu den Geschichten und weiterer Arbeiten der Künstlerinnen geben. Zur gleichen Zeit wird der Band in einer französischen Ausgabe bei Editions Delcourt erscheinen.

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“Pomme d´amour – 7 Geschichten ĂĽber die Liebe”, ISBN 978-398104807-0, 160 Seiten, vierfarbig, Hardcover mit Schutzumschlag, 19,95 EUR, erscheint im Juni bei Die Biblyothek

“5 Songs” ist nominiert fĂĽr den Deutschen Jugendliteraturpreis

Montag, den 17. März 2008

5songs.jpeg 540 Titel wurden eingereicht, 30 BĂĽcher haben es geschafft: Die Nominierungen fĂĽr den Deutschen Jugendliteraturpreis 2008 stehen fest. Die Preisvergabe findet im Oktober auf der Frankfurter Buchmesse statt.

 (…)

Vom Bilderbuch zum Comic

Jedes Jahr nominiert die Kritikerjury des Arbeitskreises fĂĽr Jugendliteratur (MĂĽnchen) sechs Titel in den Kategorien Bilder-, Kinder-, Jugend- und Sachbuch nominiert. Eine Jugendjury wählt weitere sechs BĂĽcher aus. Viele BilderbĂĽcher sprengten wegen ihrer experimentierfreudigen, kĂĽnstlerischen Illustrationen mittlerweile die Altersbeschränkungen, sagte Roeder. Hier seien auch so genannte Graphic Novels auf dem Vormarsch, etwa der Titel “5 Songs” des italienischen Zeichners und Autors Gipi auch ĂĽber eine Jugendrock-Band. Manga und Comic seien als Formensprache im Kinder- und Jugendbuch nicht mehr wegzudenken, fĂĽgte Roeder hinzu. mehr

 (Quelle: hr-online)

“Leipziger Allerlei” – Comic-Rundgang auf der Leipziger Buchmesse

Sonntag, den 16. März 2008

Markus Köbnik war fĂĽr das “Bavarian Open Radio” auf der Leipziger Buchmesse und hat am 14. März ĂĽber Manga- und Cosplay-Aktionen im Comiczentrum und die deutsche Independent-Szene berichtet.

Liebe schaut weg

Leipziger Allerlei

Im Comiczentrum der Leipziger Buchmesse toben die bonbonbunten Charaktere aus “Sailormoon” ĂĽber die groĂźe Leinwand. Dementsprechend hoch ist die Quote rosa-perĂĽckter Teenager-Mädels mit aufgeklebten Wolfsohren und japanisch anmutenden Outfits. Sie betreiben”Cosplay”, kopieren also ihre Vorbilder aus den japanischen Comics, die hier massenhaft rumliegen.

FrĂĽher waren es vor allem Jungs, die zu Comics gegriffen haben. Die Mangas haben die Gleichberechtigung bei den Bildgeschichten wieder hergestellt. FĂĽr die weibliche Leserschaft ist das Comicmagazin “Daisuki” ein monatliches Muss. Von AuĂźen knalliger als die Bravo, bringt es im Inneren in Schwarz-WeiĂź die neuesten Storys aus Japan sowie Geschichten von deutschen Zeichnern. Und die kommen an. Zumindest bei weiblichen Teenagern.

Neben dem Manga-Mainstream gibt es aber auch jede Menge Independent-Comics auf der Leipziger Buchmesse. Diese findet man jedoch nicht im Comiczentrum in der Halle 2, sondern bei den jungen Verlagen in der Belletristik-Halle. Was auch viel besser passt. Denn die Coming-of-Age-Geschichten und ernsten, realitätsnahen Graphic Novels passen hier inhaltlich viel besser rein. PĂĽnktlich zur Buchmesse erscheint beim Berliner Comic-Verlag Reprodukt die siebte Ausgabe des “Orang” – einer jungen Comic-Anthologie aus Hamburg, die sich Heft fĂĽr Heft einem neuen Schwerpunkt widmet. mehr

“Gegen den Strich”

Samstag, den 15. März 2008

ReproduktFrank Schäfer hat fĂĽr “ZEIT online” ĂĽber den aktuellen Stand der Dinge beim Berliner Verlag Reprodukt geschrieben.

Gegen den Strich

Ein Porträt des Berliner Verlags Reprodukt

Zugegeben, verglichen mit Belgien, Frankreich und den USA ist Deutschland noch Entwicklungsland. Aber dass es mittlerweile so etwas wie eine Szene gibt – in erster Linie um die Kunsthochschulen in Berlin und Hamburg, die das Fach Bildgeschichte auf dem Lehrplan haben – und dass die sogar langsam zu brummen beginnt, dafĂĽr haben nicht die Verlage Carlsen und Ehapa gesorgt, sondern unabhängige wie Edition 52 und der Berliner Verlag Reprodukt. „In den vergangenen Jahren ist sehr viel nachgewachsen“, sagt Reprodukt-Verleger Dirk Rehm zufrieden. „Die jĂĽngeren Autoren, mittlerweile auch schon Anfang, Mitte 30, mĂĽssen sich grafisch nicht mehr so viel beweisen – das haben andere schon gemacht: Anke Feuchtenberger, Atak, Christian Huth – und konzentrieren sich stärker auf das Erzählerische.“

Die Liste der Comics, mit denen Rehm, seit ein paar Jahren unterstützt von Christian Maiwald, den heimischen Markt qualitativ aufwertet, ist lang: Sascha Hommer publiziert bei Reprodukt, der mit seiner großartigen Manga-Adaption Insekt begeisterte; Arne Bellstorf, dessen ehrliches, feinsinniges Pubertätsprotokoll acht, neun, zehn 2006 zu Recht mit dem ICOM Independent Preis gekürt wurde; der Berliner Bestseller-Punk Fil und dessen Ateliergenosse Mawil. Mittlerweile wird deren Arbeit von den Feuilletons gewürdigt. „Seit etwa drei Jahren werden besonders unsere deutschen Autoren sehr wohlwollend wahrgenommen und besprochen“, sagt Rehm. mehr

Reinhard Kleist – Unser Mann in Havanna

Mittwoch, den 12. März 2008

HavannaAuf der Recherche fĂĽr ein neues Buchprojekt hat es Reinhard Kleist (“Cash – I see a darkness”, Carlsen) nach Havanna verschlagen. Neben “Cash” hat Reinhard Kleist auch bei Edition 52 und Reprodukt oder Jochen Enterprises diverse Comics veröffentlicht, “Scherbenmund”, “Amerika” oder “Fucked” sind nur drei Beispiele fĂĽr viele veröffentlichte Titel.

Reinhard KleistFĂĽr sechs bis acht Wochen will der Berliner Zeichner ab Anfang März in der kubanischen Hauptstadt bleiben, um die Stimmung vor Ort auf seinem Zeichenblock festzuhalten. Während des Aufenthalts will er auf Kulturschaffende, gesellschaftlich und politische Engagierte oder einfache Frauen und Männer von der StraĂźe treffen. DarĂĽber hinaus wird er auf den Spuren der kubanischen Revolution das Land bereisen. Die Schicksale und Geschichten, die ihm auf Kuba begegnen, wird Kleist in spontanen Zeichnungen, kurzen Texten und Comic-Episoden umsetzen. So soll ein Reisejournal in Bildern entstehen (“Havanna – Eine kubanische Reise”, wird im November 2008 bei Carlsen erscheinen).

“Live” ist die Reise von Reinhard Kleist auf einem Blog aus Havanna zu verfolgen, der als Unterseite auf der Carlsen-Website eingerichtet wurde. Hier lässt Reinhard Kleist Leserinnen und Leser in Wort und Bild an seinen EindrĂĽcken teilhaben: www.carlsen.de/blog/reinhard-kleist

Interview mit Mark Siegel, First Second bei ICv2

Mittwoch, den 12. März 2008

First Second“ICv2 – The #1 Source for Pop Culture Business!” hat ein Interview mit Mark Siegel, der treibenden Kraft hinter dem amerikanischen Verlag First Second (ein Ableger der Verlagsgruppe Holtzbrinck, und somit gewissermaĂźen ein deutschstämmiger Comicverlag auf dem amerikanischen Markt) online gestellt.

Mark Siegel spricht in dem kurzen, aber lesenswerten zweiteiligen Interview über das vergangene Jahr und Pläne für 2008.

Unter anderem werden im laufenden Jahr bei First Second einige französischsprachige Titel wie “Three Shadows” von Cyril Pedrosa, “Burbon Island 1730″ von Lewis Trondheim oder “Gus” von Christophe Blain vorgelegt, die in deutscher Sprache bei Reprodukt erscheinen beziehungsweise erschienen sind. Desweiteren gibt Mark Siegel interessante Einblicke in Eigenpublikationen wie “Robot Dreams” von Sarah Varon oder “Laika” von Nick Abazdis.

“Die Sache mit Sorge” – Neues Video von Johannes Kratzert auf youtube.com

Dienstag, den 11. März 2008

Johannes Kratzert, der bereits zu “Mendelssohns”, dem ersten Kapitel von Line Hovens “Liebe schaut weg” eine Video-Umsetzung geschaffen hat, legt nun ein animiertes Video zu “Die Sache mit Sorge”, dem umfangreichen neuen Comic von Isabel Kreitz vor, der dieser Tage im Hamburger Carlsen Verlag erschienen ist.

Während der Leipziger Buchmesse präsentiert der Carlsen Verlag FrĂĽhjahrsneuerscheinungen sowie einen Ăśberblick der Programmbereiche Comics, Cartoon und Manga in Halle 2, D 501. Auch Isabel Kreitz wird in Leipzig ihre neue Graphic Novel “Die Sache mit Sorge” vorstellen und zu Signierstunden anwesend sein.

Reprodukt bei “Die Party der Jungen Verlage”, Leipzig

Dienstag, den 11. März 2008

Nicht nur auf dem Messegelände der Leipziger Buchmesse gibt es jedes Jahr Aktionen, sondern auch abends werden Lesungen und Partys veranstaltet. Neben der Ausstellung zu “Orang” 7, die parallel zur Buchmesse im Tschau TschĂĽssi in der WindmĂĽhlenstraĂźe 29 zu sehen ist, nimmt Reprodukt auch erstmalig als einer der Veranstalter an der “Party der Jungen Verlage” teil.

Das Fest findet am Freitag, den 14. März ab 22 Uhr im Felsenkeller statt. Karten gibt es an der Abendkasse. Veranstalter sind Connewitzer Verlagsbuchhandlung, GlĂĽck und Schiller, Lilienfeld Verlag, Luftschacht Verlag, mairisch Verlag, Mitteldeutscher Verlag, Poetenladen, blumenbar Verlag, Reprodukt, Salis Verlag AG, Ventil Verlag, Verlag Voland & Quist, Verbrecher Verlag, Junge Magazine, ClaraPark, Krautgarden – Festival fĂĽr junge deutsche & amerikanische Literatur, kookbooks und Plöttner Verlag Leipzig.

Felsenkeller, Karl-Heine-Str. 32, D-04229 Leipzig