Graphic Novels
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Monatsarchiv für Mai 2008

“Drei Schatten” von Cyril Pedrosa

Mittwoch, den 28. Mai 2008

Drei Schatten, Seite 7Joachim und seine Eltern leben glücklich und zurückgezogen inmitten von Hügeln und Wäldern. Als die Schatten auftauchen, ist nichts mehr wie zuvor. Sie wirken bedrohlich, doch sich ihnen zu nähern, ist unmöglich. Joachims Eltern stehen vor der schwersten Entscheidung ihres Lebens: Sollen sie versuchen zu fliehen oder sich dem Schicksal ergeben?

Drei SchattenCyril Pedrosa, geboren 1972, hat sich bereits in frĂĽher Jugend fĂĽr “Asterix” und “Micky Maus” begeistert und mit sechs Jahren entschieden, Comic-Zeichner zu werden. Als Animationszeichner fĂĽr Disney hat er an “Der Glöckner von Notre Dame” und “Herkules” mitgearbeitet und in Zusammenarbeit mit dem Szenaristen David Chauvel mehrere Bände der Serie “Ring Circus” (Salleck Publications) gezeichnet. “Drei Schatten” ist die bislang dichteste und gleichermaĂźen persönlichste Arbeit von Cyril Pedrosa. Zu Recht wurde dieser Comic auf dem Comicfestival AngoulĂŞme 2008 als “Bestes Album” ausgezeichnet.

“Drei Schatten” wurde erstmalig auf dem 13. Internationalen Comic-Salon in Erlangen vorgestellt. Mit “Mein Junge” von Olivier Schrauwen, “Die RĂĽckkehr aufs Land” 1 von Jean-Yves Ferri und Manu Larcenet, “Kub” von ATAK und “Donjon 2 – Der König der Krieger” von Joann Sfar und Lewis Trondheim sind im Mai 2008 insgesamt fĂĽnf neue Titel von Reprodukt im Handel erhältlich.

ICOM Independent Preis fĂĽr Line Hoven

Mittwoch, den 28. Mai 2008

Liebe schaut wegAm 22. Mai wurde auf dem 13. Internationalen Comic-Salon Erlangen der ICOM-Preis bereits zum fünfzehnten Mal verliehen. Der ICOM Independent-Comic-Preis wird jeweils für den Zeitraum des zurückliegenden Kalenderjahres verliehen. Auf der Website des ICOM kann man alles über die aktuellen Preisträger des Jahres 2008 erfahren.

Mit dem ICOM Independent-Preis fĂĽr den “Besten Comic” wurde “Liebe schaut weg” von Line Hoven ausgezeichnet. Nach Beiträgen in Magazinen wie “Orang” und “Strapazin” ist “Liebe schaut weg” die erste Buchveröffentlichung von Line Hoven, die als Diplomarbeit an der Hochschule fĂĽr angewandte Wissenschaften in Hamburg entstand.

Didi & Stulle 7Der “Sonderpreis der Jury fĂĽr eine bemerkenswerte Comicpublikation” ging dieses Jahr an Fil fĂĽr “Didi & Stulle” 1–7.

Weitere Auszeichnungen gingen an “Sperrbezirk” von Tobi Dahmen (Schwarzer Turm), “Daniel & Oleg” von Olli Ferreira und RenĂ© Roggmann (Zwerchfell Verlag), “The Secrets of Coney Island” von Reinhard Kleist (Edition 52) sowie an Burkhard Ihme, der fĂĽr seine Arbeit als Vorstand des ICOM mit dem “Sonderpreis der Jury fĂĽr eine besondere Leistung” geehrt wurde.

Wir gratulieren allen Preisträgern!

Comic-Salon Erlangen 2008 – Berichterstattung

Dienstag, den 27. Mai 2008

Max und Moritz-Preis MedailleAm vergangenen Sonntag ist der 13. Internationale Comic-Salon in Erlangen zuende gegangen. Bereits am Freitag war im Erlanger Markgrafentheater der Max & Moritz-Preis vergeben worden, die renommierteste Comic-Auszeichnung in Deutschland. Mit “Cash – I see a darkness” von Reinhard Kleist als bestem deutschen Comic, “Warum ich Pater Pierre getötet habe” von Olivier Ka & Alfred fĂĽr das beste Szenario, “Vertraute Fremde” von Jiro Taniguchi als bester Manga (alle Carlsen) und “Die heilige Krankheit – Geister” von David B. (Edition Moderne) als bester internationaler Comic wurden gleich vier Graphic Novels direkt ausgezeichnet.

Als beste deutschsprachige Comic-KĂĽnstlerin wurde Anke Feuchtenberger gekĂĽrt. Hier die komplette Liste:

Bester Comic-Strip
Nicolas Mahler: “Flaschko – Der Mann in der Heizdecke”

Bester deutschsprachiger Comic-KĂĽnstler
Anke Feuchtenberger: aktuell “Die Hure H wirft den Handschuh” (Reprodukt)

Bester deutschsprachiger Comic
Reinhard Kleist: “Cash – I see a darkness” (Carlsen Comics)

Bester internationaler Comic
David B.: “Die heilige Krankheit – Geister” (Edition Moderne)

Bester Manga
Jiro Taniguchi: “Vertraute Fremde” (Carlsen Comics)

Bester Comic fĂĽr Kinder
Isabel Kreitz: “Der 35. Mai” (Cecilie Dressler Verlag)

Bester Szenarist
Olivier Ka: “Warum ich Pater Pierre getötet habe” (Carlsen Comics)

Sonderpreis fĂĽr eine studentische Comic-Publikation
“PlusPlusComics”

Spezialpreis der Jury
Hansrudi Wäscher und Hannes Hegen in Würdigung ihrer Pionerleistung für den deutschen Comic in West und Ost

Sonderpreis fĂĽr das Lebenswerk
Alan Moore: aktuell “Lost Girls” (Cross Cult)

Ăśber die Auszeichnungen und den Comic-Salon allgemein wird vielerorts berichtet. Hier eine Auswahl von Artikeln:

Jan-Frederik Bandel in der “FAZ”.

Christoph Haas in der “SĂĽddeutschen Zeitung” (mit Bildergalerie).

Stefan Pannor auf “Spiegel Online”.

Bernd Noack auf der Seite von Deutschlandradio.

“We can still be friends” – Ab sofort erhältlich

Montag, den 26. Mai 2008

we can still be friends coverAb sofort ist Mawils erster autobiografischer Band “Wir können ja Freunde bleiben” als “We can still be friends” in Englischer Sprache erhältlich. Herausgegeben wird das Buch – wie bereits berichtet – von der VerlagsneugrĂĽndung Blank Slate Books, hinter der die GrĂĽnder des Comic- und Merchandisehändlers Forbidden Planet International, Kenny Penman und Jim Hamilton.

Auf dem firmeneigenen Blog erläutern beide Herausgeber sowie Übersetzerin Isobel Rips, warum sie sich gerade für Mawil entschieden haben und outen sich als Fans von Flix (Carlsen Comics), Sascha Hommer und Anke Feuchtenberger (beide Reprodukt).

We can still be friends,  ISBN 978-1906653-01-9, 64 Seiten, SC, s/w, 7,99 GBP

“Lost Girls” in der Presse

Dienstag, den 20. Mai 2008

lost girls cover kleinDie Springer-Presse berichtet ĂĽber die pornografische Graphic Novel von Alan Moore und Melinda Gebbie. In der heutigen Ausgabe der “Welt” interviewt Thomas Lindemann den Autoren.

“Alan Moores kunstvoller Umgang mit Porno

Der Brite Alan Moore hat mit “From Hell”, “Watchmen” oder “V wie Vendetta” wegweisende Comics fĂĽr Erwachsene geschrieben. Hollywood verfilmte seine Werke, doch der zurĂĽckgezogene Autor hasst die Industrie. Gemeinsam mit seiner Frau hat er 17 Jahre lang an einem kunstvollen Erotik-Comic gearbeitet, der jetzt erscheint. Moore erhält beim Comic-Salon in Erlangen in dieser Woche den “Max und Moritz”, den wichtigsten deutschen Comicpreis.

WELT ONLINE: Sie haben seit Anfang der Achtzigerjahre ein paar der wichtigsten Comics geschrieben und waren nun einige Jahre untergetaucht. Warum kommen Sie jetzt mit einem Comic-Porno wieder?

Alan Moore: Porno ist ĂĽberall, er durchsickert die moderne Welt. Aber was man da sieht, ist tief deprimierend fĂĽr jeden, der auch nur die geringste Sensibilität hat. Die Rolle der Frau im Porno ist ein Witz. In einer besseren Welt könnte Porno ein wertvolles kĂĽnstlerisches Genre sein. Das war unsere Idee. Weil es keine klugen, sensiblen Pornos gibt, mussten wir selbst einen machen.” mehr

Auf bild.de berichtet flapsig und faktenschwach Meike Meyruhn:

Alice im Sexland

Als „Lost Girls“ vor zwei Jahren in Amerika erschien, hatte Alan Moore (54, „A Small Killing“, „From Hell“) mit einem Eintrag auf dem Index gerechnet – und vorgesorgt: Er bezeichnete seinen Comic als Pornografie. Die Kritiker indes lobten: „Nein, das ist Kunst!“ Am 26. Mai erscheint Moores Meisterwerk bei uns in Deutschland.

Es ist eine anspruchsvolle, erotische Graphic-Novelle, die die Sex-Abenteuer von drei der bekanntesten weiblichen Figuren beschreibt. Es ist eine Reise zu Alice im Sexland.

Alice im Sexland? Ja, richtig gelesen. Alan Moore hat die Geschichte vom neugierigen, blonden Mädchen mit den blauen Kulleraugen, das durch Spiegel gehen kann und sich ins Wunderland wagt, weiter gesponnen…” mehr

Beide Artikel mit Bildergalerien.

Carlsen Winterprogramm 2008/2009

Dienstag, den 20. Mai 2008

Hector UmbraBei Carlsen Comics sind fĂĽr das Winterprogramm 2008/2009 zwei neue Graphic Novels angekĂĽndigt.

Der MĂĽnchner Comiczeichner Uli Oesterle hat “Hector Umbra” zum AbschluĂź gebracht und Carlsen präsentiert nun im März 2009 die ursprĂĽnglich auf drei Alben angelegte Serie als Komplettausgabe mit einem Umfang von mehr als zweihundert Seiten. Das erste Album von “Hector Umbra” war ursprĂĽnglich bei der Wuppertaler Edition 52 erschienen und ist 2004 von der Jury des ICOM als “Bester Independent Comic” ausgezeichnet worden.

Auf 208 Seiten erzählt Uli Oesterle sein großes Epos über Freundschaft, Liebe und Wahnsinn. Hector Umbra trifft während seiner Odyssee durch die dunklen Seiten Münchens jede Menge skurrile Gestalten und deckt im Münchner Untergrund schließlich eine finstere Verschwörung auf.

The 3 paradoxesPaul Hornschemeier hat bereits mit seiner ersten Veröffentlichung bei Carlsen Comics, “Komm zurĂĽck, Mutter” viel Beachtung erfahren. Andreas Platthaus bezeichnete das Buch in der “Frankfurter Allgemeine Zeitung” als “alles umstĂĽrzend, was wir vom graphischen Erzählen wissen”.

Im Januar 2009 wird nun bei Carlsen mit “Die drei Paradoxe” ein zweiter Titel von Paul Hornschemeier veröffentlicht. In seiner neuen Graphic Novel beschreibt der in Chicago lebende Zeichner, wie wir mit Erinnerungen umgehen und wie diese unser Selbstbild beeinflussen.

Vom “New York Magazine” wurde die amerikanische Originalveröffentlichung von “Die drei Paradoxe” in die Liste der “Besten Comics des Jahres 2007″ aufgenommen.

Signiertermine am Stand vom avant-verlag in Erlangen

Montag, den 19. Mai 2008

Comic-Salon Erlangen 2008Zum Comic-Salon Erlangen wird es auch dieses Jahre einige Neuerscheinungen im avant-verlag geben. Neben der Neuauflage von “Professor Bell” 1 sind das “Die sechs SchĂĽsse von Philadelphia” von Ulrich Scheel, “Fashionvictims, Trendverächter” von Ulli Lust und “Rampokan – Java” von Peter van Dongen (der zweite und abschlieĂźende Teil dieses Comic-Romans erscheint im Herbst diesen Jahres).

Der avant-verlag freut sich, auch dieses Jahr wieder einige namhafte Comicautoren während des Comic-Salons in Erlangen am Stand 65 zu Signierterminen präsentieren zu können:

Donnerstag, 21.05.08

12 Uhr: Ulrich Scheel
17 Uhr: Lars Fiske & Steffen Kverneland (“Olaf G.”)

Freitag, 22.05.08

11 Uhr: Ulrich Scheel
12 Uhr: Ulli Lust
13 Uhr: Lars Fiske & Steffen Kverneland
16 Uhr: Peter van Dongen

Samstag, 23.05.08

11 Uhr: Kai Pfeiffer (“Plaque”, “Flitter”)
12 Uhr: Ulli Lust
14 Uhr: Lars Fiske & Steffen Kverneland
16 Uhr: Peter van Dongen

Sonntag, 24.05.08

12 Uhr: Peter van Dongen
14 Uhr: Ulrich Scheel
15 Uhr: Ulli Lust

“Fashionvictims, Trendverächter” – Leseprobe online

Montag, den 19. Mai 2008

Fashionvictims Cover Ulli LustBevor 2009 Ulli Lusts autobiografische Graphic Novel “Heute ist der letzte Tag vom Rest Deines Lebens” veröffentlicht wird, erscheint mit “Fashionvictims, Trendverächter” im avant-verlag bereits eine Zusammenstellung kĂĽrzerer Arbeiten der in Berlin lebenden Ă–sterreicherin.

»Es gib acht Millionen Geschichten in der Nackten Stadt. Dies war eine von ihnen.« So endet der Film noir »The Naked City«. Ulli Lust hat einige Momente der dreieinhalb Millionen Geschichten in Berlin belauscht und zeichnend notiert. Von der Szene zur Shopping Mall, zwischen Ost und West, über Prenzlauer Babyboom und Seniorentreff bis zum Waschpulver im Varieté.

Fashionvictims Ulli Lust BeispielDies sind die Protokolle ihrer breitgefächerten Bespitzelungsaktion: Comicreportagen und -essays, Bildkolumnen, Minireportagen-Strips, zuvor veröffentlicht in diversen Zeitschriften, Magazinen und Anthologien, und zum ersten mal hier gesammelt.

Die Österreicherin, zunächst als Kinderbuchillustratorin tätig, lebt seit Mitte der 90er Jahre in Berlin und zeichnet mittlerweile vorrangig Comics für erwachsene Leser. Neben der erotischen Serie »springpoem«, die auf einem prähistorischen Frühlingsritual basiert, gilt ihr Hauptinteresse der Comicreportage und dokumentarischen Comics. Daneben betreibt Ulli Lust den Webcomic-Verlag electrocomics.com, der internationale Autorencomics publiziert.

Eine Leseprobe von “Fashionvictims, Trendverächter” kann hier als PDF angesehen werden.

Fashionvictims, Trendverächter, ISBN 978-3-939080-32-9, 128 Seiten, Hardcover, schwarzweiß, teilweise vierfarbig, 17,95 Euro, avant-verlag

“Die sechs SchĂĽsse von Philadelphia” – Leseprobe online

Montag, den 19. Mai 2008

illu_85_m.jpgPünktlich zum Comic-Salon Erlangen erscheint die erste Graphic Novel des Berliner Zeichners Ulrich Scheel im avant-verlag. Die Handlung spielt in einem verschlafenen DDR-Nest (Philadelphia in Brandenburg) und erzählt die Geschichte der orstansässigen Dorfclique.

Ihr sommerliches Ferienleben nimmt unerwartete Wendungen, als sie zufällig einen Weltkriegsrevolver entdecken. Die Waffe nimmt sofort einen zentralen Platz im Leben der Jugendlichen ein und bestimmt deren Zeit des Heranwachsens und der sexuellen Neugier – bis sie letztlich zu dem Zweck eingesetzt wird, fĂĽr den sie ursprĂĽnglich geschaffen wurde…

auszug_philadelphia.jpg

Ulrich Scheel wurde 1976 in Berlin geboren. Nach einem Studium als Kommunikationsdesigner an der KHB Hochschule fĂĽr Gestaltung Berlin-WeiĂźensee arbeitet er heute als freiberuflicher Illustrator. “Die sechs SchĂĽsse von Philadelphia” ist seine bislang umfangreichste Comicarbeit.

Eine Leseprobe des beachtlichen Debuts kann als PDF hier heruntergeladen werden.

Die sechs SchĂĽsse von Philadelphia, ISBN 978-3-939080-31-2, Softcover, 240 Seiten, Duotone (mit brauner Zweitfarbe), 19,95 EUR, avant-verlag

Graphic Novels im Magazin von Litrix

Samstag, den 17. Mai 2008

Logo Litrix
Ein Artikel zu dem Thema “Graphic Novels fĂĽr Einsteiger”, geschrieben von Sebastian Oehler, findet sich auf der Webseite von Litrix, einer Vermittlungsagentur fĂĽr deutsche Literatur, initiiert vom Goethe Institut und der Kulturstiftung des Bundes.

Olivier Schrauwen in “Mome” 12

Samstag, den 17. Mai 2008

Mome 12Olivier Schrauwen, dessen beachtenswertes DebĂĽt “Mein Junge” in den nächsten Tagen bei Reprodukt erscheint, wird in der kommenden Ausgabe 12 der amerikanischen Anthologie “Mome” nicht nur das Cover gestalten, sondern auch eine dreizehnseitige Geschichte beisteuern.

Graphic Novels in der “New York Times”

Samstag, den 17. Mai 2008

New York TimesWer des Englischen mächtig ist, findet auf der Website der “New York Times” regelmäßig exklusive Graphic Novels im PDF-Format von KĂĽnstlern wie Daniel Clowes (“Mister Wonderful”), Seth (“George Sprott”) oder Jason (“Low Moon”), die zum kostenlosen Download angeboten werden.

Bekannt wurde Daniel Clowes vor allem durch “Ghost World”, das 2001 von Terry Zwigoff erfolgreich mit Scarlett Johansson verfilmt wurde. Die Werke von Daniel Clowes erscheinen in Deutschland bei Reprodukt. Seth wurde in den USA vor allem durch seine Graphic Novel “It´s a wonderful life if you don´t weaken” (deutsch “Eigentlich ist das Leben schön” bei Edition 52) bekannt. Einige Werke von Jason erscheinen im Verlag Schwarzer Turm.

Signiertermine am Stand von Reprodukt in Erlangen

Donnerstag, den 15. Mai 2008

Comic-Salon Erlangen 2008Über vier Tage, vom 22. bis zum 25. Mai wird Erlangen, wie alle zwei Jahre wieder, das Comiczentrum Deutschlands sein. Die Besucher erwartet ein interessantes, umfangreiches und kurzweiliges Programm aus Messe, Ausstellungen, Vorträgen, Podiumsdiskussionen und vielem mehr.

FĂĽnf Neuheiten sollen bei Reprodukt rechtzeitig zum Comic-Salon erscheinen: “Drei Schatten” von Cyril Pedrosa, “Mein Junge” von Olivier Schrauwen, “Die RĂĽckkehr aufs Land” 1 von Manu Larcenet, “Kub” von ATAK sowie “Donjon 2 – Der König der Krieger” von Joann Sfar & Lewis Trondheim.

Folgende Signiertermine finden voraussichtlich am Stand von Reprodukt statt:

Donnerstag, 22. Mai:

13 Uhr: Andreas Michalke
14 Uhr: Olivier Schrauwen | Mawil
15 Uhr: Anke Feuchtenberger | Max
16 Uhr: Line Hoven | Arne Bellstorf
17 Uhr: Kati Rickenbach | Martina Lenzin

Freitag, 23. Mai:

11 Uhr: Olivier Schrauwen
12 Uhr: Max | Arne Bellstorf
13 Uhr: Andreas Michalke | Line Hoven
14 Uhr: Nicolas Mahler | Leo Leowald
15 Uhr: ATAK | Fil
16 Uhr: Anke Feuchtenberger | Guy Delisle
17 Uhr: Dirk Schwieger | Mawil

Samstag, 24. Mai:

11 Uhr: Olivier Schrauwen | Arne Bellstorf | Line Hoven
12 Uhr: Nicolas Mahler | Anke Feuchtenberger
13 Uhr: Andreas Michalke
14 Uhr: ATAK | Sascha Hommer
15 Uhr: Dirk Schwieger | Guy Delisle
16 Uhr: Guy Delisle | Line Hoven
17 Uhr: Martin tom Dieck | Mawil
18 Uhr: Fil | Leo Leowald

Sonntag, 25. Mai:

11 Uhr: Leo Leowald | Mawil
12 Uhr: Line Hoven | Guy Delisle
13 Uhr: Arne Bellstorf | Guy Delisle
14 Uhr: Kati Rickenbach | Verena Braun | Martina Lenzin
15 Uhr: Fil
16 Uhr: Andreas Michalke

Reprodukt-Vorschau Herbst 2008

Donnerstag, den 15. Mai 2008

Herbstvorschau ReproduktDie aktuelle Vorschau fĂĽr das Programm von Reprodukt im Herbst 2008 ist bereits in der Aulieferung und wird auch auf dem Comic-Salon in Erlangen ausliegen.

Neben neuen Graphic Novels von Guy Delisle und Nicolas de CrĂ©cy erscheint ein neues Album von Fils “Didi & Stulle” und – wie gewohnt – einige neue Titel in der “Donjon”-Reihe von Joann Sfar und Lewis Trondheim. Manu Larcenet hat “Der alltägliche Kampf” in Frankreich bereits im April mit dem vierten Band zum AbschluĂź gebracht, der bei Reprodukt im November vorgelegt wird. SchlieĂźlich bilden Tove Janssons sympathische “Mumins” einen weiteren Höhepunkt des Programms, der auch hierzulande sicher viele Freunde der gleichnamigen Puppen- und Zeichentrickfilme das Herz höher schlagen lassen wird.

Die Vorschau kann fĂĽr Händler ab sofort ĂĽber sämtliche Auslieferungen von Reprodukt bezogen werden. AuĂźerdem gibt es, erhältlich ebenfalls ĂĽber die Auslieferungen, ein neues Plakat zum Erscheinen von “Die RĂĽckkehr aufs Land” mit Hinweis auf die bei Reprodukt veröffentlichten Comics von Manu Larcenet (Motiv siehe unten).

Die neue Herbstvorschau kann als PDF-Datei (2,6 MB) heruntergeladen werden: Vorschau Herbst 2008

Poster Manu Larcenet

“Jeder gute Agent ist ein verwöhnter Lebemann”

Mittwoch, den 14. Mai 2008

Die Sache mit SorgeIn der heutigen Ausgabe der “SĂĽddeutschen Zeitung” bespricht Thomas von Steinaecker “Die Sache mit Sorge” (Carlsen) von Isabel Kreitz:

“Er ist maĂźgeblich dafĂĽr verantwortlich, dass Hitler den Krieg verlor: Richard Sorge. Halbrusse, Sohn aus gutbĂĽrgerlichem Hause, Jugend im wilhelminischen Deutschland, Freiwilliger im Ersten Weltkrieg. Nach einer schweren Verletzung, die ihm das Eiserne Kreuz einträgt, denkt Sorge um. Er wird zum ĂĽberzeugten Kommunisten, arbeitet unter anderem am Institut fĂĽr Sozialforschung in Frankfurt, daneben diverse Affären und Schlägereien. Während eines Aufenthalts in Moskau wird er vom sowjetischen Geheimdienst angeworben, in Shanghai baut er sich als Journalist fĂĽr deutsche Zeitungen ein Netzwerk aus hochkarätigen Informanten auf, das ihm bei seiner folgenden Mission gute Dienste erweist: Ab 1934 lebt er in der kleinen deutschen Kolonie in Tokio, tritt pro forma der NSDAP bei und wird enger Vertrauter des Botschafters Eugen Ott.
Im Jahr 1941 schlieĂźlich Sorges Triumph: Zwar klingt seine brisante Nachricht von Hitlers „Unternehmen Barbarossa” fĂĽr Moskau noch derart unglaubwĂĽrdig, dass sie dort ignoriert wird; der Hinweis jedoch kurz danach, Japan habe nicht vor, in Deutschlands Russlandfeldzug einzugreifen, entscheidet den Krieg zugunsten der Alliierten, denn Stalin verlegt unverzĂĽglich die meisten seiner Truppen in den Westen. Einen Monat später wird der Spion mit dem Decknamen „Ramsay” zusammen mit seinen Informanten enttarnt. Angebote Japans, ihn an die Sowjetunion auszuliefern, schlägt diese aus. Am Jahrestag der russischen Revolution, 1944, wird Richard Sorge in Tokio hingerichtet. Ironie des Schicksals: Erst in den 1960ern erklärt ihn die Sowjetunion zum Nationalhelden, in der DDR werden zahlreiche Schulen und StraĂźen nach ihm benannt.” mehr

“The King” und “Pauls Ferienjob” – Neue Graphic Novels lieferbar

Donnerstag, den 8. Mai 2008

Passend zum Comic-Salon in Erlangen, der in rund zehn Tagen beginnt, sind nun zwei neue Graphic Novels in der Edition 52 lieferbar:

paul_cover_med.jpg“Pauls Ferienjob” von Michel Rabagliati

Montréal in den später 70ern: Nachdem Paul die Schule vorzeitig verlassen hat, verbringt er, pleite wie er ist, zwangsläufig den Sommer bei seinen Eltern. Als ein Freund ihm anbietet, als Begleiter in ein Feriencamp mitzukommen, willigt er ein und betreut einige Wochen lang unterprivilegierte Kinder. Nach anfänglichen Schwierigkeiten beginnt er die Zeit mit den Kindern und anderen Begleitern und vor allem Begleiterinnen zunehmend zu genießen.

“Pauls Ferienjob” erzählt eine Geschichte vom Erwachsenwerden, von Freiheit und Verantwortung. Lustig und ergreifend zugleich erzählt der kanadische Autor Michel Rabagliati eine Geschichte, die so oder ähnlich jeder von uns schon selber erlebt hat.

Pauls Ferienjob, ISBN 978-3-935229-58-6, 156 Seiten, s/w, broschiert, 17 Euro, Edition 52

king_cvr.jpg“The King” von Rich Koslowski

Ein mysteriöser Elvis-Imitator, der sein Gesicht stets unter einem goldenen Helm verbirgt, reiĂźt mit seinen verblĂĽffend authentischen BĂĽhnenauftritten sein Publikum allabendlich zu BegeisterungsstĂĽrmen hin. Er umgibt sich mit einer seltsamen Entourage aus mehr oder weniger zwielichtigen Personen, die ihn – genau wie seine wachsende Fangemeinde – als messiasähnliche Figur verehren. Der erfolglose Reporter Paul Erfurt heftet sich an die Fersen des “King”, in der Hoffnung, dessen wahre Identität herauszufinden. In mehreren Interviews versucht er, sein Geheimnis zu lĂĽften, doch der “King” weicht den Fragen des Reporters geschickt aus. Auch die Recherchen des mit Erfurt befreundeten Privatdetektivs Dave fĂĽhren vorerst zu keinem Ergebnis.

Eine wunderbare Geschichte des IGNATZ-Preisträgers Rich Koslowski, nicht nur für wahre Elvis-Fans.

ISBN 978-3-935229-59-3, 226 Seiten, zweifarbig, broschiert, 17 Euro, Edition 52

“Moresukine” erscheint im Juli in den USA

Dienstag, den 6. Mai 2008

moresukine nbm coverNach Mawils “Wir können ja Freunde bleiben” erscheint in KĂĽrze mit Dirk Schwiegers “Moresukine” gleich ein zweiter Band aus dem Reprodukt-Programm auf Englisch. Der amerikanische Verlag NBM Publishing, der unter anderem bereits BĂĽcher von Manu Larcenet, Christophe Blain, Lewis Trondheim und Jens Harder herausgebracht hat, plant eine Veröffentlichung von Dirk Schwiegers autobiographischen Reiseaufzeichnungen im August.

Ein Jahr lang befand sich der deutsche Comiczeichner Dirk Schwieger in Tokyo und startete dort im Januar 2006 sein interaktives Comic-Blog “Moresukine”. Per Internet machte er ein Angebot, das schnell auf reges Interesse stieĂź und sein Blog zu einem Geheimtipp rund um die Welt machte: Er lieĂź sich von seinen Lesern Aufgaben stellen, die ihn zur Auseinandersetzung mit seiner neuen Wahlheimat nötigten, und versprach seine Erfahrungen in der jeweils kommenden Woche als Comic zu veröffentlichen. Leser aus aller Welt schickten Dirk Schwieger auf Missionen durch die Gastronomie Tokyos, lieĂźen sich von ihm Aspekte japanischer Mentalität, Kultur und Religion erläutern oder jagten ihn durch das berĂĽchtigte Nachtleben der japanischen Hauptstadt. Auf diese Weise entstanden 24 tagebuchartige Episoden, in denen auf unterhaltsame Weise eine fremde Kultur vorgestellt wird.

Weitere Informationen und Probeseiten der US-Ausgabe können hier eingesehen werden.

“Sex – wie im Märchen”

Dienstag, den 6. Mai 2008

lost girls cover kleinHeute bespricht Jörg Böckem auf Spiegel Online ausfĂĽhrlich Alan Moores und Melinda Gebbies “Lost Girls” (Cross Cult):

Dame mit Unterleib

Nicht ins Wunderland, sondern ins Sexland wird Alice von Alan Moore geschickt. Nun darf sein Comic-Porno auf Deutsch erscheinen.

Sigmund Freud hat Schuld. Ohne den BegrĂĽnder der Psychoanalyse hätte es “Lost Girls” wohl nie gegeben. Und es wäre nicht zum Ă„uĂźersten gekommen – zu Inzest und Sodomie, zu drogenbefeuerten Orgien und Ausschweifungen zwischen Männern und Frauen. Auch Egon Schiele, Oscar Wilde und Igor Strawinski haben ihre Spuren hinterlassen; Lewis Carroll, James Matthew Barrie und Lyman Frank Baum sowieso. Auch wenn sie davon nie etwas erfahren haben.

Wahrscheinlich wäre Carroll sehr verstört gewesen, in welches Wunderland der britische Comic-Autor Alan Moore seine Alice schickt: Anfang des 20. Jahrhunderts, der Erste Weltkrieg wirft schon bedrohliche Schatten voraus, treffen drei scheinbar sehr unterschiedliche Frauen in einem Hotel in den österreichischen Bergen zusammen. Alice, weltläufig und im fortgeschrittenen Alter, stammt aus der britischen Oberschicht und macht aus ihren lesbischen Neigungen keinen Hehl. Wendy ist mit ihrem Ehemann angereist, sie ist jĂĽnger, aber auch gehemmt und unsicher. Dorothy, die JĂĽngste, ist ein ungeschliffener Wildfang, aufgewachsen auf einer Farm in der amerikanischen Provinz. Die drei Frauen spĂĽren trotz aller Unterschiede eine Art Verwandtschaft und kommen sich näher, in so ziemlich jeder Hinsicht. Sie erzählen sich ihre Lebensgeschichten, besonders ihre sexuellen Erfahrungen, und nutzen die expliziten Berichte wiederum als Aphrodisiakum fĂĽr ihre Sexspiele, in die auch die Hotelbelegschaft und andere Gäste miteinbezogen werden. Orgiastische Tage, eine Art letztes Aufbäumen der Lust und des Lebens, bevor Soldaten in das Hotel einfallen.” mehr

“Graphic Novel – Between the punk and the curator”

Sonntag, den 4. Mai 2008

Paul GravettFelix Giesa schreibt auf www.satt.org ĂĽber verschiedene Blickwinkel auf den Begriif “Graphic Novel” und zitiert dafĂĽr unter anderem Definitionen von Paul Gravett, Charles Hatfield und Douglas Wolk.

Graphic Novel – Between the punk and the curator

„Graphic Novel“ ist so etwas wie der neue Lieblingsbegriff der Comicverlage, wenn es darum geht, vermeintlich anspruchsvolle Comics für zumeist erwachsene Leser zu kategorisieren und anzupreisen. Carlsen Comics hat vor einiger Zeit unter diesem Begriff eine eigenständige Reihe zu etablieren begonnen und derzeit ist eine kleine Broschüre des Verlags im Handel, die unter ebendieser Bezeichnung „Ausgezeichnete Geschichten“ ankündigt. Hier werden in einer willkürlich anmutenden Art und Weise Titel wie Will Eisners „Ein Vertrag mit Gott“ und Katins „Allein unter allen“ ebenso als „Graphic Novel“ bezeichnet wie Osamu Tezukas „Adolf“ oder Jiro Taniguchis Vertraute Fremde. Wesentlich reflektierter geht da das unlängst von den vier Verlagen Avant, Edition 52, Edition Moderne und Reprodukt gemeinsam erstellte Infoportal Graphic Novels ans Werk. In akribischer Kleinarbeit werden alle Artikel und Berichte rund um die „Graphic Novel“ gesammelt, aufgelistet und verlinkt. Für den Suchenden in Sachen Comic erweist sich „graphic-novel.info“ somit auch als grandiose Metaseite. mehr

Comics auf Arte

Sonntag, den 4. Mai 2008

Der Deutsch-Französische Kulturkanal Arte widmet sich regelmäßig dem Geschehen in der deutschen Comicszene. Zuletzt berichtete dort das Magazin “Metropolis” ĂĽber “Junge Zeichnerinnen in Berlin und die Musiksendung “Tracks” ĂĽber die Ausstellung “Comics made in Germany”, die noch bis zum 24. Mai in Frankfurt gezeigt wird.

cover wanderer im eis

cover blueBereits im FrĂĽhjahr 2005 stellte die sechsteilige Dokumentationsreihe “Comix” verschiedene Comic-Autoren und ihr Schaffen vor, darunter Art Spiegelman (“Maus”, S. Fischer Verlage), Joann Sfar (“Die Katze das Rabbiners”, avant-verlag) und Chris Ware (“Jimmy Corrigan”). Der Beitrag ĂĽber japanische ComickĂĽnstler – Mangaka – lässt sich komplett online ansehen. Dort wird ein erhellender Einblick in die vielfältige japanische Comicszene geliefert und anhand der drei vorgestellten KĂĽnstlerInnen Usamaru Furuya (“Der Selbstmordclub”) , Kiriko Nananan (“Blue”) und dem gerade mit dem Preis fĂĽr den (“Comic des Jahres”) ausgezeichneten Jiro Taniguchi (“Gipfel der Götter”, alle bei Shodoku) gezeigt, dass auch japanische Comics anspruchsvolle Geschichten erzählen und als Graphic Novels bezeichnet werden können.

Link: sevenload.com