Ausgezeichnet werden Paolo Dall’Oglio, italienischer Jesuit, der im Norden von Damas in Syrien eine religiöse Kommune gegründet hat, Sari Nusseibeh, palästinensicher Akademiker und aktueller Rektor der Universität Al-Quds in Jerusalem, Abdullahi Ahmed An-Na’im, Rechtsprofessor an der Universität Emory in Atlanta USA, der zwischen 1993 und 1995 Generaldirektor der afrikanischen Sektion für Menschenrechte war und die in Frankreich lebende, aus dem Iran stammende Comicautorin Marjane Satrapi.
Marjane Satrapi ist vor allem wegen ihrer zweiteiligen Autobiographie “Persepolis” (Edition Moderne) bekannt, die im deutschsprachigen Raum bisher über 93.000 mal verkauft wurde und auch als Verfilmung unter ihrer Regie in die Kinos kam.
Vom 14. bis zum 26. November findet das diesjährige “Comica”, Londons internationales Comic-Festival, organisiert von Paul Gravett, im Institute of Contemporary Arts statt. Ein vielversprechend buntes Programm erstreckt sich von einer Ausstellung zu “Incredibly Strange Comics” über ein Gespräch mit Melinda Gebbie und Alan Moore zu “Lost Girls” bis zu einem Vortrag von Art Spiegelman, dessen “Breakdowns” seit ein paar Wochen in deutscher Sprache erhältlich ist. Aber auch Manga und Anime kommen nicht zu kurz, gezeigt werden unter anderem zwei Filme von “Naruto”.
Neu in diesem Jahr unter dem Titel “Comiket at the ICA” ist die Teilnahme von London Underground Comics, einer losen Gruppe von Zeichnern, die ihre selbstveröffentlichten Comics bislang vor allem in Camden Market verkauft haben. Zu diesem Anlass haben einige der Zeichnerinnen und Zeichner einen YouTube-Clip gedreht und ins Netz gestellt, zu dem Paul Gravett nicht nur die Einführung gesprochen hat…
Institute of Contemporary Arts, The Mall, London SW1Y 5AH, United Kingdom ICA, Comica
Für die “Frankfurter Allgemeine Zeitung” vom 30. Oktober hat Andreas Platthaus einen Bericht über einen Auftritt von Robert Crumb (“Fritz the Cat”) in Dortmund verfasst.
“Manche sehen in seinen Comics nur Kunst”
Am Abend ist der Saal im Dortmunder Museum am Ostwall überfüllt. An die hundertfünfzig Gäste drängeln sich hinein, und schon müssen Tische herbeigetragen werden, auf denen die hinteren Reihen Platz nehmen sollen. Es reicht trotzdem nicht. Dabei hat es keine Reklame für diese Veranstaltung gegeben, nur einen winzigen Hinweis im Halbjahresprogramm des Museums: „Robert Crumb spricht über seine Kunst der Comics“. Der Vortragende hatte sich ausbedungen, dass man nicht für ihn trommelt, denn er hasst große Öffentlichkeit. mehr
Vermehrt erscheinen Graphic Novels, die sich nicht primär an ein erwachsenes Lesepublikum richten. Neben Jugendbüchern wie “Die Welle” (Morton Rhue und Stefanie Kampmann, Ravensburger) und “Insekt” (Sascha Hommer, Reprodukt) haben einige Verlage nun auch Comic-Bücher im Programm, die sich hauptsächlich an Kinder richten. Wie auch “Robo und Hund” (Sarah Varon, Ravensburger) kommt das demnächst im Kinderbuchverlag Wolff erscheinende “Krieg der Knöpfe” komplett ohne Worte aus.
Der zweite Teil der auf drei Bände angelegten Serie “Berlin”, die Fortsetzung der Geschichte um die junge Studentin Marthe Müller und den Journalisten Kurt Severing im Berlin der Weimarer Republik, wurde vom Carlsen Verlag bereits auf der Frankfurter Buchmesse in Anwesenheit des amerikanischen Zeichners Jason Lutes vorgestellt.
Dieser Tage kommt nun das Buch in den Handel und anläßlich der lang erwarteten Veröffentlichung findet von Mittwoch, den 5. November bis zum Sonntag, den 21. Dezember eine Ausstellung zu “Berlin – Bleierne Stadt” in der Moritzbastei Leipzig statt.
Zur Eröffnung der Ausstellung wird der Journalist Stefan Pannor am 5. November um 20.30 Uhr einen Vortrag halten.
Das Programm für das diesjährige Comicfestival Äpfel, Nüsse, Fink und Star in Hamburg steht fest. Auf der aktualisierten Website präsentieren die Organisatoren Haina, Sascha Hommer und Grafiker Arne Bellstorf Ausstellungen, Messe und Rahmenprogramm des Festivals, das am Donnerstag, den 11. Dezember mit einer Rattelschneck-Ausstellung in der Galerie Linda eröffnet wird.
Weitere Ausstellungen geben Einblick in die “Pop Pop Erlebniswelt” von Haina, die deutsch-schweizerische Anthologie “plusplus”, die auf dem Comic-Salon Erlangen ausgezeichnet wurde und das Werk von Olivier Schrauwen (“Mein Junge”). Der von Anke Feuchtenberger und Stefano Ricci ins Leben gerufene Mami Verlag präsentiert mit Birgit Weye, Gosia Machon und Julia Gordon drei Hamburger Zeichnerinnen im Markthof, junge Künstler aus Tokyo stellen im Druck Dealer aus und schließlich präsentiert Moki neue Arbeiten unter dem Titel “Mume” im Heliumcowboy Artspace.
Am Samstag, den 13. Dezember tritt Fil mit seiner neuen Show “Der feuchte Gebieter kehrt zurück” im Festivalzentrum Kulturhaus 73 auf. Dort findet am Samstag und Sonntag auch wie aus den vergangenen zwei Jahren bekannt, die Verlagsmesse statt, an der unter anderem avant verlag, Carlsen Comics, Edition Moderne, Edition 52, Reprodukt, Salleck Publications und viele andere Verlage teilnehmen.
Bei der Aufbau Verlagsgruppe ist der neue Krimi der Bestseller-Autorin Fred Vargas “Das Zeichen des Widders” erschienen. Auch wenn der Verlag den Begriff “Comic” sorgfältig vermeidet, und stattdessen auf dem Einband formuliert “Mit Zeichnungen von Baudoin”, bezeichnet Kathrin Fischer in ihrer Rezension auf hr-online das Buch als Graphic Novel und meint: “Der neueste Roman der französischen Krimiautorin Fred Vargas ist ein Comicroman mit Sogwirkung: Kraftvoll, zart, dunkel…” mehr
Jason Lutes’ Besuch in Berlin ist für Lars von Törne Anlass für einen Artikel über “Berlin – Bleierne Stadt”, erschienen im “Tagesspiegel” vom 24. Oktober.
“So schöne Köpfe zeichnet keiner mehr”
Sein Epos “Berlin” feiert das Milljöh: mit US-Comiczeichner Jason Lutes im Heinrich-Zille-Museum. Der Amerikaner arbeitet an einem auf 600 Seiten angelegtem Gesellschaftspanorama der Weimarer Republik.
“Schauen Sie sich diese Nase an! Diesen Hinterkopf! Und erst der Hals!” Jason Lutes zieht mit dem Finger die Linien auf dem Papier nach, das an der Museumswand hängt. “Wow, großartig, so exakt gelingen mir Kopfformen nicht.”
Der Carlsen Verlag hat Jason Lutes anlässlich der Veröffentlichung von “Berlin – Bleierne Stadt” auf die Frankfurter Buchmesse und zu einer Signierstunde nach Berlin eingeladen. Am Rande seines Auftritts in Deutschland hat Jason Lutes diverse Interviews gegeben. Ein sehr informatives Gespräch hat Brigitte Preissler für “Die Welt” geführt, wo es am 24. Oktober veröffentlicht wurde. Wer mehr über den Hintergrund der Arbeit an “Berlin” erfahren möchte, kann sich auf dem Blog von Jason Lutes informieren.
Es geht auch ohne Hakenkreuze
Jason Lutes setzt sein Lebenswerk fort: Der jüngste Comic des amerikanischen Zeichners spielt wieder im Berlin der Weimarer Republik
Jason Lutes, 1967 in New Jersey geboren, arbeitet seit 1996 an einer auf 24 Kapitel angelegten Comic-Trilogie über die untergehende Weimarer Republik. Der erste Band “Berlin – Steinerne Stadt” erschien 2003 bei Carlsen; der zweite kommt am 31. Oktober heraus (“Berlin – Bleierne Stadt”). Das Werk ist noch nicht vollendet, soll aber voraussichtlich 2012 abgeschlossen sein.
Die Welt: Herr Lutes, Ihr Comic “Berlin” handelt von der Zeit der Weimarer Republik, also auch vom Aufstieg der NSDAP. Warum zeigen Sie keine Hakenkreuze?
Jason Lutes: Dieses Symbol ist heute sehr mächtig. Die meisten Leute denken nicht mehr darüber nach, was es bedeutet, oder was die Nazis getan haben – weil sie es schon ganz genau zu wissen glauben. In den Zwanzigerjahren war es das Symbol einer politischen Partei, und der negative Beigeschmack, den es für viele Menschen damals besaß, war noch nicht annähernd so stark wie heute. Ich wollte erreichen, dass die Leser meine Geschichte möglichst ohne ihre heutigen Assoziationen lesen. Viele schwören trotzdem, dass Hakenkreuze drin sind. Das beweist nur, wie stark das Symbol ist. mehr
Martin Gerner rezensiert für “Das Parlament”, das Onlinemagazin auf der Homepage des Bundestages, den dokumentarischen Comic “Der Fotograf”, von dem bisher zwei Bände bei der Edition Moderne erschienen sind:
Ein Foto-Comic erzählt über die Arbeit von »Ärzte ohne Grenzen« während der sowjetischen Besatzung
Karikaturisten aus dem Westen sind zögerlich geworden, wenn es um islamische Länder geht. TV-Kabarettisten üben gar eine Art Selbstzensur in Sachen Humor, überall lauern Fettnäpfe. Und jetzt soll ausgerechnet ein Comic den Lesern Afghanistan näherbringen? “Der Fotograf” enthält allerdings keinerlei provokative Zeichenstriche, sondern ist um Nüchternheit und Erinnerung bemüht. mehr
Am vergangenen Samstag wurde auf der Frankfurter Buchmesse wie in jedem Jahr der nach einer Figur von Bernd Pfarr benannte Comicpreis “Sondermann” vergeben. In einer Onlineabstimmung auf den Seiten der “Frankfurter Rundschau”, von “Spiegel Online”, des Comicforums und der Frankfurter Buchmesse wurden Leser aufgerufen, in fünf Kategorien jeweils ihren Favoriten zu wählen.
Zwischen Klassiker (“Prinz Eisenherz” von Hal Foster, Bocola), Cartoon (“Shit Happens! – Liebe” von Ralph Ruthe, Carlsen Comics) und Manga (“One Piece” 44 von Eiichiro Oda, Carlsen Manga) findet sich unter den Preisträgern mit Isabel Kreitz´ Spionagegeschichte “Die Sache mit Sorge” auch eine Graphic Novel, die in der Kategorie “Beste nationale Eigenpublikation” gewinnen konnte. Nachdem sie im Mai auf dem Comic-Salon in Erlangen für ihre Comic-Umsetzung von Erich Kästners “Der 35. Mai” bereits mit dem “Max und Moritz-Preis” für den besten Comic für Kinder ausgezeichnet worden war, hat Isabel Kreitz damit in 2008 eine weitere Auszeichnung erhalten.
Wie bereits hier vorab berichtet wurde Barbara Yelin mit dem Jurypreis als beste Newcomerin geehrt. Derzeit arbeitet Barbara Yelin nach zwei Büchern, die bislang nur in französischer Sprache erschienen sind, an einer Graphic Novel über Gesche Gottfried, eine Bremer Serienmörderin aus dem frühen Neunzehnten Jahrhundert. Das Buch wird im Herbst 2009 bei Reprodukt erscheinen.
Francesc Capdevila, den man nur unter seinem Künstlernamen Max kennt, ist einer der bekanntesten Comic-Künstler Spaniens. 1956 in Barcelona geboren, lebt er seit 24 Jahren auf Mallorca. In den frühen Siebzigern begann er während der Franco-Diktatur als Undergroundkünstler, heute ist er als Illustrator tätig und international bekannt. Max war Hippie, dann Punk, heute trägt er wieder Pferdeschwanz und einen aus ufernden Backenbart. Er bringt jede Menge Zeit für ein Gespräch mit und zeichnet uns noch schnell eine echte Max-Illustration. Später schauen noch seine Tochter und seine Ehefrau vorbei. mehr
Eine Woche, bevor die Frankfurter Buchmesse ihre Tore öffnete, hat der englische Journalist und Kritiker Paul Gravett auf seiner Website einen ausführlichen Artikel über den Comic-Salon Erlangen veröffentlicht. Die Rückschau auf die Veranstaltung im Juni beinhaltet eine Übersicht des deutschen Comics von Wilhelm Busch bis heute, die kürzer und präziser nicht hätte ausfallen können. Wahrscheinlich ist es gerade die Distanz des Blicks auf die deutsche Comic-Szene, die hilft, diesen zu schärfen – erfreulich wie positiv das Ergebnis ausfällt!
GERMAN COMICS: THE ERLANGEN COMIC SALON
Next week sees the Frankfurt Buchmesse or Bookfair open its doors in Germany, the largest of its kind in the world for the trade but also open over the last weekend to the public. Over the past few years, Frankfurt has spotlighted graphic novels and comics prominently, reflecting their growing importance in the market, and invites major international creators and authorities for a programme of talks and signings. They also focus on comics from a different guest country, this year being Turkey.
Aside from Frankfurt, the biggest and best festival in Germany devoted specifically to comics takes place every two years in Erlangen. I had the chance to visit the festival for the first time in May and here’s my report with some of my photos too. mehr
Die Multimedia-Seite der “Frankfurter Allgemeinen Zeitung”, “FAZ.net”, berichtet in einem Videobeitrag von Graphic Novels auf der Buchmesse.
Neben einer allgemeinen Vorstellung des Begriffs “Graphic Novel” kommen Jason Lutes (“Berlin”, Carlsen Comics) und Sascha Hommer (“Insekt”, Reprodukt) zu Wort, die über ihre Bücher und die Vorzüge von Graphic Novels im Besonderen erzählen. Der Film kann hier angesehen werden.
Für die Kulturseite zoomer.de berichtet Peer Göbel von der Frankfurter Buchmesse. Ein Thema des Reports sind Graphic Novels und dabei kommen unter anderem Sondermann-Preisträgerin Barbara Yelin und Mawil zu Wort.
Wer hat Angst vor Micky Maus?
Comics haben in Deutschland ein Imageproblem: Sie gelten als Kinderbücher. Doch nun geistert ein neues Zauberwort durch die Verlagswelt. Der Begriff “Graphic Novel”, also grafischer Roman, soll verdeutlichen, dass gezeichnete Bücher durchaus Anspruch haben können – was Comic-Fans schon lange wussten.
Marjane Satrapi, Autorin von “Persepolis”, geriet fast in Rage – mit einem Lächeln. “Ich mache Comics!”, rief sie bei einem Vortrag in Berlin. In dem Begriff Graphic Novel sehe sie keinen Gewinn, der sei nur dafür da, damit Leute sich nicht mehr schämen müssten, wenn sie Comics im Regal stehen haben. Und das ist tatsächlich immer noch das Problem von Comics, besonders in Deutschland: Sie behandeln wie Literatur und Film ein nahezu endloses Themenfeld und sind in so verschiedenen Stilen gezeichnet, dass sie kaum noch zum selben Medium gehören – aber die Öffentlichkeit denkt bei dem Wort Comics immer noch an Micky Maus. mehr
Zum Erscheinen von “Breakdowns – Porträt des Künstlers als junger %@∂★!” hat Klaus Brinkbäumer mit dem New Yorker Zeichner Art Spiegelman ein Interview geführt, das in der aktuellen Ausgabe von “Der Spiegel” abgedruckt wird. Die Einführung in des Gespräch wurde auf “Spiegel Online” veröffentlicht.
“Die Deutschen sind so besessen wie ich”
Seine Eltern waren im KZ, sein Bruder wurde ermordet – trotzdem hat sich Art Spiegelman einen grandiosen Humor bewahrt. Der weltberühmte Comic-Zeichner empfing den SPIEGEL in New York – und verriet, warum er so gern mit Deutschen redet. New York – Jeden Mittag, sagt Art Spiegelman, gehe er nach unten auf die Greene Street, um sich etwas zu essen zu kaufen, er gehe dann meistens in jenen Laden, in den er am Vortag auch schon gegangen sei, doch heute sei dieser Laden ein italienisches Schuhgeschäft. “Dann kaufe ich eben Schuhe, und dann esse ich Schuhe”, sagt Spiegelman. mehr
Im Zuge der Veröffentlichung des zweiten Bandes seiner auf drei Bücher angelegten Reihe “Berlin” kommt Jason Lutes (“Herbstfall”, Reprodukt) im Oktober nach Deutschland. Im Anschluss an die Frankfurter Buchmesse ist der amerikanische Zeichner am 21. Oktober zu Gast im Kulturkaufhaus Dussmann in Berlin und spricht mit Denis Scheck (Deutschlandfunk) über sein neues Buch “Berlin – Bleierne Stadt”. Das für die Öffentlichkeit frei zugängliche Interview findet am Dienstag, den 21. Oktober ab 18 Uhr statt.
Detailliert und historisch fundiert erzählt Jason Lutes von den Ereignissen am Vorabend des Dritten Reiches. Die Kämpfe zwischen Kommunisten und Nationalsozialisten werden heftiger, und die Stadt gleicht einem Pulverfass. Das Nachtleben Berlins bietet viele Möglichkeiten, die bittere Realität wenigstens zeitweise zu vergessen. Die amerikanische Jazzband Cocoa Kids wird für eine Weile einer der hellsten Sterne an Berlins Nachthimmel, doch die farbigen Musiker haben keinen leichten Stand…
Auf der Website des Carlsen Verlags kann man eine zehnseitige Leseprobe (1,2 MB) aus “Berlin – Bleierne Stadt” herunterladen.
Dussmann – das Kulturkaufhaus, Friedrichstraße 90, D-10117 Berlin
Neben der Essex-County-Trilogie wurde nun für das Frühjahr 2009 eine weitere Graphic Novel bei der Edition 52 angekündigt. Mit “Ausgetrickst” war 2007 bereits eine erste, preisgekrönte Graphic Novel Alex Robinsons im Wuppertaler Verlag erschienen. Nun folgt mit “Too Cool to be Forgotten” ein weiterer Band, der in den USA, dem Land der Erstveröffentlichung, bereits begeistert besprochen wurde.
Andy Wicks, zweifacher Familienvater, hat schon alles versucht, um mit dem Rauchen aufzuhören. Kalter Entzug, Nikotinpflaster und -kaugummis haben allesamt bei dem Mittvierziger ihre Wirkung verfehlt, so dass er es nun mit Hypnose versucht. Als er daraus erwacht, findet er sich im Jahr 1985 als schlacksiger, unsicherer Teenager wieder, der noch zur High School geht. Wird er frühere Fehler wiederholen oder wurde ihm die Chance gegeben, sein Leben zum Besseren zu verändern? Eines ist sicher: Dieses Mal wird er das Mädchen aus der Mathematik-Klasse um ein Date bitten.
“Mit diesem Buch zementiert Alex Robinson seinen Ruf als meisterhafter Cartoonist.” – Publisher´s Weekly
Too Cool To Be Forgotten, ISBN 978-3-935229-67-8, Softcover, Klappenbroschur, schwarzweiß, 12 EUR, erscheint im Frühjahr 2009 bei Edition 52
Der in München lebende Autor Thomas von Steinaecker, bekannt durch sein Debut “Wallander beginnt zu fliegen”, das 2007 für den Deutschen Buchpreis nominiert wurde, hat einen neuen Roman veröffentlicht. In der Frankfurter Verlagsanstalt ist nun “Geister” erschienen, das nicht nur aus literarischen Bestandteilen besteht, sondern auch über mit der Handlung verwobene Comicpassagen, die von der Berliner Comiczeichnerin Daniela Kohl umgesetzt wurden.
Die sechsjährige Ulrike ist eines Tages nicht mehr von der Schule zurückgekehrt und seitdem spurlos verschwunden. Für Jürgen, der seine große Schwester nie kennen gelernt hat, wird sie zum blinden Fleck in seiner Biografie. Doch nicht nur Ulrike, auch die Menschen in dem Wellness-Center, in dem er als Physiotherapeut arbeitet, haben für Jürgen etwas Gespenstisches. Da begegnet er eines Tages der Comic-Zeichnerin Cordula. In ihrem Comic-Strip Ute greift sie Ulrikes Schicksal auf und erweckt die Verschwundene wieder zum Leben. Von da an lässt sich Jürgen mehr und mehr auf die geheimnisvolle Cordula ein und taucht ab in die bunten Fantasiereiche ihres Comics, die ihn vom Chiemsee bis ins indische Auroville führen. Nichts scheint in ihnen unmöglich.
Nach dem “fulminanten Debüt” der wohl wichtigsten Neuentdeckung des Literaturjahres 2007 legt der Aspekte-Preisträger und für die Shortlist des Deutschen Buchpreises nominierte Thomas von Steinaecker mit Geister seinen zweiten Roman vor: Eine eindringliche Geschichte über die Gegenwart, in der fiktive Parallelwelten spannender scheinen als der Alltag. Ein Roman, der neue Wege geht und sich immer wieder in eine Graphic Novel verwandelt.
Geister, ISBN 978-3-627-00150-6, 224 Seiten, 19,80 EUR, erschienen bei fva
Vom 15. bis zum 19. Oktober wird Reprodukt wieder auf der Frankfurter Buchmesse vertreten sein, um dort die aktuellen Neuerscheinungen “Insel Bourbon 1730″ von Appollo & Lewis Trondheim, “Im Museum” von Jan-Frederik Bandel & Sascha Hommer, “Die wundersamen Abenteuer von Vincent van Gogh” von Manu Larcenet und “Der Wirbel” von Marc-Antoine Mathieu vorzustellen. Am Gemeinschaftstand von Reprodukt und Avant-Verlag in der Halle 3.0 H815 werden wieder eine Reihe von Zeichnerinnen und Zeichnern zu Gast sein und an den Tischen im Comic-Zentrum signieren.
Neben diversen Signierterminen von Jan-Frederik Bandel & Sascha Hommer und Lewis Trondheim – im Anschluß an seine Signiertour – im Comc-Zentrum in der Halle 3.0, findet am Samstag, den 18. Oktober ab 15 Uhr am Stand der “Frankfurter Rundschau” ein Podiumsgespräch mit Jan-Frederik Bandel & Sascha Hommer statt (Moderation: Christian Schlüter). Auch Leo Leowald ist auf Einladung der Caricatura vor Ort und signiert am Freitag, den 17. Oktober um 13 Uhr im Comic-Zentrum.
Am Samstag, den 18. Oktober richtet die “Frankfurter Rundschau” in Zusammenarbeit mit Reprodukt und weiteren Comicverlagen im Club U60311 eine Party aus. Zur Buchmesse gibt es am Stand von Reprodukt außerdem einen neuen Graphic-Novel-Katalog, einen Flyer, in dem die neue “Mumins”-Gesamtausgabe vorgestellt wird, sowie eine Postkarte mit dem Covermotiv von Arne Bellstorfs “Baby´s in black – The Story of Astrid Kirchherr & Stuart Sutcliffe”.