Graphic Novels
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Monatsarchiv für Oktober 2008

EhrendoktorwĂŒrde fĂŒr Marjane Satrapi

Freitag, den 31. Oktober 2008

foto marjane satrapiIn einem symbolischen Akt verleihen die beiden UniversitĂ€ten der Stadt Louvain/Leuven die EhrendoktorwĂŒrde an vier Personen des öffentlichen Lebens, die sich in besonderer Weise um die VerstĂ€ndigung zwischen den Kulturen und multikulturelle Vielfalt verdient gemacht haben. Im nicht nur sprachlich, sondern auch kulturell gespaltenen flandrischen Teil Belgiens ist es ein besonderer Akt der AnnĂ€herung zwischen der französischsprachigen UCL (l’UniversitĂ© Catholique de Louvai) und der niederlĂ€ndischsprachigen K.U. Leuven (Katholieke Universiteit Leuven), wenn am 2. Februar 2009 die Preise vergeben werden.

Ausgezeichnet werden Paolo Dall’Oglio, italienischer Jesuit, der im Norden von Damas in Syrien eine religiöse Kommune gegrĂŒndet hat, Sari Nusseibeh, palĂ€stinensicher Akademiker und aktueller Rektor der UniversitĂ€t Al-Quds in Jerusalem, Abdullahi Ahmed An-Na’im, Rechtsprofessor an der UniversitĂ€t Emory in Atlanta USA, der zwischen 1993 und 1995 Generaldirektor der afrikanischen Sektion fĂŒr Menschenrechte war und die in Frankreich lebende, aus dem Iran stammende Comicautorin Marjane Satrapi.

Marjane Satrapi ist vor allem wegen ihrer zweiteiligen Autobiographie “Persepolis” (Edition Moderne) bekannt, die im deutschsprachigen Raum bisher ĂŒber 93.000 mal verkauft wurde und auch als Verfilmung unter ihrer Regie in die Kinos kam.

Quelle: www.actuabd.com

London’s International Comics Festival at the ICA

Donnerstag, den 30. Oktober 2008

Vom 14. bis zum 26. November findet das diesjĂ€hrige “Comica”, Londons internationales Comic-Festival, organisiert von Paul Gravett, im Institute of Contemporary Arts statt. Ein vielversprechend buntes Programm erstreckt sich von einer Ausstellung zu “Incredibly Strange Comics” ĂŒber ein GesprĂ€ch mit Melinda Gebbie und Alan Moore zu “Lost Girls” bis zu einem Vortrag von Art Spiegelman, dessen “Breakdowns” seit ein paar Wochen in deutscher Sprache erhĂ€ltlich ist. Aber auch Manga und Anime kommen nicht zu kurz, gezeigt werden unter anderem zwei Filme von “Naruto”.

Paul Gravett

Neu in diesem Jahr unter dem Titel “Comiket at the ICA” ist die Teilnahme von London Underground Comics, einer losen Gruppe von Zeichnern, die ihre selbstveröffentlichten Comics bislang vor allem in Camden Market verkauft haben. Zu diesem Anlass haben einige der Zeichnerinnen und Zeichner einen YouTube-Clip gedreht und ins Netz gestellt, zu dem Paul Gravett nicht nur die EinfĂŒhrung gesprochen hat…

Comiket

Institute of Contemporary Arts, The Mall, London SW1Y 5AH, United Kingdom
ICA, Comica

“Manche sehen in seinen Comics nur Kunst”

Donnerstag, den 30. Oktober 2008

Robert CrumbFĂŒr die “Frankfurter Allgemeine Zeitung” vom 30. Oktober hat Andreas Platthaus einen Bericht ĂŒber einen Auftritt von Robert Crumb (“Fritz the Cat”) in Dortmund verfasst.

“Manche sehen in seinen Comics nur Kunst”

Am Abend ist der Saal im Dortmunder Museum am Ostwall ĂŒberfĂŒllt. An die hundertfĂŒnfzig GĂ€ste drĂ€ngeln sich hinein, und schon mĂŒssen Tische herbeigetragen werden, auf denen die hinteren Reihen Platz nehmen sollen. Es reicht trotzdem nicht. Dabei hat es keine Reklame fĂŒr diese Veranstaltung gegeben, nur einen winzigen Hinweis im Halbjahresprogramm des Museums: „Robert Crumb spricht ĂŒber seine Kunst der Comics“. Der Vortragende hatte sich ausbedungen, dass man nicht fĂŒr ihn trommelt, denn er hasst große Öffentlichkeit. mehr

Foto © FAZ

“Der Krieg der Knöpfe” als Comicadaption

Donnerstag, den 30. Oktober 2008

Krieg Knöpfe CoverVermehrt erscheinen Graphic Novels, die sich nicht primĂ€r an ein erwachsenes Lesepublikum richten. Neben JugendbĂŒchern wie “Die Welle” (Morton Rhue und Stefanie Kampmann, Ravensburger) und “Insekt” (Sascha Hommer, Reprodukt) haben einige Verlage nun auch Comic-BĂŒcher im Programm, die sich hauptsĂ€chlich an Kinder richten. Wie auch “Robo und Hund” (Sarah Varon, Ravensburger) kommt das demnĂ€chst im Kinderbuchverlag Wolff erscheinende “Krieg der Knöpfe” komplett ohne Worte aus.

Krieg der Knöpfe 1

Der Kinderbuchklassiker von Louis Pergaud erschien bereits 1912 in Frankreich und ist vor allem durch die 1962 entstandene Verfilmung bekannt. Nun haben sich die französischen Comic-KĂŒnstler Mathieu Gabella und ValĂ©rie Vernay an eine Umsetzung in Comic-Form gewagt, bei der sie die spannenden Abenteuer in dynamische Bilder umsetzen. Das Buch erscheint am 15. November.

Krieg der Knöpfe 2

Der Krieg der Knöpfe, ISBN 978-3-938766-22-4, 36  Seiten, farbig, Hardcover, 12,90 EUR, erscheint im Kinderbuchverlag Wolff

Coverabbildung © Editions Petit à Petit
Weitere Bilder © Kinderbuchverlag Wolff

Ausstellung “Berlin – Bleierne Stadt” in der Moritzbastei, Leipzig

Mittwoch, den 29. Oktober 2008

BerlinDer zweite Teil der auf drei BĂ€nde angelegten Serie “Berlin”, die Fortsetzung der Geschichte um die junge Studentin Marthe MĂŒller und den Journalisten Kurt Severing im Berlin der Weimarer Republik, wurde vom Carlsen Verlag bereits auf der Frankfurter Buchmesse in Anwesenheit des amerikanischen Zeichners Jason Lutes vorgestellt.

Dieser Tage kommt nun das Buch in den Handel und anlĂ€ĂŸlich der lang erwarteten Veröffentlichung findet von Mittwoch, den 5. November bis zum Sonntag, den 21. Dezember eine Ausstellung zu “Berlin – Bleierne Stadt” in der Moritzbastei Leipzig statt.

Zur Eröffnung der Ausstellung wird der Journalist Stefan Pannor am 5. November um 20.30 Uhr einen Vortrag halten.

Moritzbastei , UniversitĂ€tsstraße 9, D-04109 Leipzig
Tel. (0341) 70 25 90, Fax (0341) 70 25 95 9
www.moritzbastei.de

Hamburger Comicfestival 2008

Dienstag, den 28. Oktober 2008

Comicfestival HamburgDas Programm fĂŒr das diesjĂ€hrige Comicfestival Äpfel, NĂŒsse, Fink und Star in Hamburg steht fest. Auf der aktualisierten Website prĂ€sentieren die Organisatoren Haina, Sascha Hommer und Grafiker Arne Bellstorf Ausstellungen, Messe und Rahmenprogramm des Festivals, das am Donnerstag, den 11. Dezember mit einer Rattelschneck-Ausstellung in der Galerie Linda eröffnet wird.

Weitere Ausstellungen geben Einblick in die “Pop Pop Erlebniswelt” von Haina, die deutsch-schweizerische Anthologie “plusplus”, die auf dem Comic-Salon Erlangen ausgezeichnet wurde und das Werk von Olivier Schrauwen (“Mein Junge”). Der von Anke Feuchtenberger und Stefano Ricci ins Leben gerufene Mami Verlag prĂ€sentiert mit Birgit Weye, Gosia Machon und Julia Gordon drei Hamburger Zeichnerinnen im Markthof, junge KĂŒnstler aus Tokyo stellen im Druck Dealer aus und schließlich prĂ€sentiert Moki neue Arbeiten unter dem Titel “Mume” im Heliumcowboy Artspace.

Am Samstag, den 13. Dezember tritt Fil mit seiner neuen Show “Der feuchte Gebieter kehrt zurĂŒck” im Festivalzentrum Kulturhaus 73 auf. Dort findet am Samstag und Sonntag auch wie aus den vergangenen zwei Jahren bekannt, die Verlagsmesse statt, an der unter anderem avant verlag, Carlsen Comics, Edition Moderne, Edition 52, Reprodukt, Salleck Publications und viele andere Verlage teilnehmen.

Kulturhaus 73, Schulterblatt 73, D-20357 Hamburg
email: comicfestival@kikipost.com, www.comicfestival.kikipost.com

Fred Vargas: “Das Zeichen des Widders”

Dienstag, den 28. Oktober 2008

widder.jpgBei der Aufbau Verlagsgruppe ist der neue Krimi der Bestseller-Autorin Fred Vargas “Das Zeichen des Widders” erschienen. Auch wenn der Verlag den Begriff “Comic” sorgfĂ€ltig vermeidet, und stattdessen auf dem Einband formuliert “Mit Zeichnungen von Baudoin”, bezeichnet Kathrin Fischer in ihrer Rezension auf hr-online das Buch als Graphic Novel und meint: “Der neueste Roman der französischen Krimiautorin Fred Vargas ist ein Comicroman mit Sogwirkung: Kraftvoll, zart, dunkel…” mehr

“So schöne Köpfe zeichnet keiner mehr”

Freitag, den 24. Oktober 2008

9783551766762.jpgJason Lutes’ Besuch in Berlin ist fĂŒr Lars von Törne Anlass fĂŒr einen Artikel ĂŒber “Berlin – Bleierne Stadt”, erschienen im “Tagesspiegel” vom 24. Oktober.

“So schöne Köpfe zeichnet keiner mehr”

Sein Epos “Berlin” feiert das Milljöh: mit US-Comiczeichner Jason Lutes im Heinrich-Zille-Museum. Der Amerikaner arbeitet an einem auf 600 Seiten angelegtem Gesellschaftspanorama der Weimarer Republik.

“Schauen Sie sich diese Nase an! Diesen Hinterkopf! Und erst der Hals!” Jason Lutes zieht mit dem Finger die Linien auf dem Papier nach, das an der Museumswand hĂ€ngt. “Wow, großartig, so exakt gelingen mir Kopfformen nicht.”

Lutes – Stoppelbart, Brille, brauner Haarschopf – steht im Heinrich-Zille-Museum im Nikolaiviertel und fixiert die Zeichnungen hinter den Glasrahmen. “Fantastisch, wie er menschliche Beziehungen in wenigen Strichen festgehalten hat.” So wie Zille vor hundert Jahren durch Berliner Straßen und Destillen zog, um mit dem Bleistift Material fĂŒr seine prallen Bilderwelten zu sammeln, so zieht auch Lutes manchmal durch die CafĂ©s seiner Heimatstadt Seattle im Nordwesten der USA. Menschen an Tischen sind eine anatomische und kĂŒnstlerische Herausforderung, sagt Lutes und zeigt auf Skizzen, in denen Zille MĂ€nner an Biertischen festgehalten hat. mehr

“Es geht auch ohne Hakenkreuze”

Freitag, den 24. Oktober 2008

9783551766762.jpgDer Carlsen Verlag hat Jason Lutes anlĂ€sslich der Veröffentlichung von “Berlin – Bleierne Stadt” auf die Frankfurter Buchmesse und zu einer Signierstunde nach Berlin eingeladen. Am Rande seines Auftritts in Deutschland hat Jason Lutes diverse Interviews gegeben. Ein sehr informatives GesprĂ€ch hat Brigitte Preissler fĂŒr “Die Welt” gefĂŒhrt, wo es am 24. Oktober veröffentlicht wurde. Wer mehr ĂŒber den Hintergrund der Arbeit an “Berlin” erfahren möchte, kann sich auf dem Blog von Jason Lutes informieren.

Es geht auch ohne Hakenkreuze

Jason Lutes setzt sein Lebenswerk fort: Der jĂŒngste Comic des amerikanischen Zeichners spielt wieder im Berlin der Weimarer Republik

Jason Lutes, 1967 in New Jersey geboren, arbeitet seit 1996 an einer auf 24 Kapitel angelegten Comic-Trilogie ĂŒber die untergehende Weimarer Republik. Der erste Band “Berlin – Steinerne Stadt” erschien 2003 bei Carlsen; der zweite kommt am 31. Oktober heraus (“Berlin – Bleierne Stadt”). Das Werk ist noch nicht vollendet, soll aber voraussichtlich 2012 abgeschlossen sein.

Die Welt: Herr Lutes, Ihr Comic “Berlin” handelt von der Zeit der Weimarer Republik, also auch vom Aufstieg der NSDAP. Warum zeigen Sie keine Hakenkreuze?

Jason Lutes: Dieses Symbol ist heute sehr mĂ€chtig. Die meisten Leute denken nicht mehr darĂŒber nach, was es bedeutet, oder was die Nazis getan haben – weil sie es schon ganz genau zu wissen glauben. In den Zwanzigerjahren war es das Symbol einer politischen Partei, und der negative Beigeschmack, den es fĂŒr viele Menschen damals besaß, war noch nicht annĂ€hernd so stark wie heute. Ich wollte erreichen, dass die Leser meine Geschichte möglichst ohne ihre heutigen Assoziationen lesen. Viele schwören trotzdem, dass Hakenkreuze drin sind. Das beweist nur, wie stark das Symbol ist. mehr

Kriegstagebuch

Freitag, den 24. Oktober 2008

Der Fotograf 1Martin Gerner rezensiert fĂŒr “Das Parlament”, das Onlinemagazin auf der Homepage des Bundestages, den dokumentarischen Comic “Der Fotograf”, von dem bisher zwei BĂ€nde bei der Edition Moderne erschienen sind:

Ein Foto-Comic erzĂ€hlt ĂŒber die Arbeit von Ȁrzte ohne Grenzen« wĂ€hrend der sowjetischen Besatzung

Karikaturisten aus dem Westen sind zögerlich geworden, wenn es um islamische LĂ€nder geht. TV-Kabarettisten ĂŒben gar eine Art Selbstzensur in Sachen Humor, ĂŒberall lauern FettnĂ€pfe. Und jetzt soll ausgerechnet ein Comic den Lesern Afghanistan nĂ€herbringen? “Der Fotograf” enthĂ€lt allerdings keinerlei provokative Zeichenstriche, sondern ist um NĂŒchternheit und Erinnerung bemĂŒht. mehr

“Die Sache mit Sorge” auf der Frankfurter Buchmesse mit Sondermann ausgezeichnet

Mittwoch, den 22. Oktober 2008

sondermann_figur.jpg

Cover Sache mit SorgeAm vergangenen Samstag wurde auf der Frankfurter Buchmesse wie in jedem Jahr der nach einer Figur von Bernd Pfarr benannte Comicpreis “Sondermann” vergeben. In einer Onlineabstimmung auf den Seiten der “Frankfurter Rundschau”, von “Spiegel Online”, des Comicforums und der Frankfurter Buchmesse wurden Leser aufgerufen, in fĂŒnf Kategorien jeweils ihren Favoriten zu wĂ€hlen.

Zwischen Klassiker (“Prinz Eisenherz” von Hal Foster, Bocola), Cartoon (“Shit Happens! – Liebe” von Ralph Ruthe, Carlsen Comics) und Manga (“One Piece” 44 von Eiichiro Oda, Carlsen Manga) findet sich unter den PreistrĂ€gern mit Isabel KreitzÂŽ Spionagegeschichte “Die Sache mit Sorge” auch eine Graphic Novel, die in der Kategorie “Beste nationale Eigenpublikation” gewinnen konnte. Nachdem sie im Mai auf dem Comic-Salon in Erlangen fĂŒr ihre Comic-Umsetzung von Erich KĂ€stners “Der 35. Mai” bereits mit dem “Max und Moritz-Preis” fĂŒr den besten Comic fĂŒr Kinder ausgezeichnet worden war, hat Isabel Kreitz damit in 2008 eine weitere Auszeichnung erhalten.

preistrÀger sondermann 2008

Wie bereits hier vorab berichtet wurde Barbara Yelin mit dem Jurypreis als beste Newcomerin geehrt. Derzeit arbeitet Barbara Yelin nach zwei BĂŒchern, die bislang nur in französischer Sprache erschienen sind, an einer Graphic Novel ĂŒber Gesche Gottfried, eine Bremer Serienmörderin aus dem frĂŒhen Neunzehnten Jahrhundert. Das Buch wird im Herbst 2009 bei Reprodukt erscheinen.

Über die Preisverleihung und ihre GewinnerInnen berichten unter anderem “Spiegel Online”, der Hessische Rundfunk, das “Börsenblatt” und, im Rahmen der ausfĂŒhrlichen Messeberichterstattung, die Splashpages.

Bild Sondermann © FR
Bild PreistrÀger © Splashpages

“Wir wurden wegen ObszönitĂ€t angeklagt”

Dienstag, den 21. Oktober 2008

Der Berliner Comiczeichner Andreas Michalke (“Bigbeatland”) war mit der Wochenzeitung “Jungle World” auf Exkursion auf Mallorca und hat bei dieser Gelegenheit den Kollegen Francesc Capdevila alias Max (“Der lange Traum des Herrn T.”, “BardĂ­n der Superrealist”) zum GesprĂ€ch gebeten. Das kurzweilige Ergebnis ist in der aktuellen Ausgabe Nr. 42 der “Jungle World” erschienen.

Max

“Wir wurden wegen ObszönitĂ€t angeklagt”

Francesc Capdevila, den man nur unter seinem KĂŒnstlernamen Max kennt, ist einer der bekanntesten Comic-KĂŒnstler Spaniens. 1956 in Barcelona geboren, lebt er seit 24 Jahren auf Mallorca. In den frĂŒhen Siebzigern begann er wĂ€hrend der Franco-Diktatur als UndergroundkĂŒnstler, heute ist er als Illustrator tĂ€tig und international bekannt. Max war Hippie, dann Punk, heute trĂ€gt er wieder Pferdeschwanz und einen aus ufernden Backenbart. Er bringt jede Menge Zeit fĂŒr ein GesprĂ€ch mit und zeichnet uns noch schnell eine echte Max-Illustration. SpĂ€ter schauen noch seine Tochter und seine Ehefrau vorbei. mehr

Paul Gravett on German comics

Dienstag, den 21. Oktober 2008

Eine Woche, bevor die Frankfurter Buchmesse ihre Tore öffnete, hat der englische Journalist und Kritiker Paul Gravett auf seiner Website einen ausfĂŒhrlichen Artikel ĂŒber den Comic-Salon Erlangen veröffentlicht. Die RĂŒckschau auf die Veranstaltung im Juni beinhaltet eine Übersicht des deutschen Comics von Wilhelm Busch bis heute, die kĂŒrzer und prĂ€ziser nicht hĂ€tte ausfallen können. Wahrscheinlich ist es gerade die Distanz des Blicks auf die deutsche Comic-Szene, die hilft, diesen zu schĂ€rfen – erfreulich wie positiv das Ergebnis ausfĂ€llt!

GERMAN COMICS: THE ERLANGEN COMIC SALON

Next week sees the Frankfurt Buchmesse or Bookfair open its doors in Germany, the largest of its kind in the world for the trade but also open over the last weekend to the public. Over the past few years, Frankfurt has spotlighted graphic novels and comics prominently, reflecting their growing importance in the market, and invites major international creators and authorities for a programme of talks and signings. They also focus on comics from a different guest country, this year being Turkey.

Orang 7

Aside from Frankfurt, the biggest and best festival in Germany devoted specifically to comics takes place every two years in Erlangen. I had the chance to visit the festival for the first time in May and here’s my report with some of my photos too. mehr

“Graphic Novels auf der Buchmesse”

Dienstag, den 21. Oktober 2008

berlin_2.jpgDie Multimedia-Seite der “Frankfurter Allgemeinen Zeitung”, “FAZ.net”, berichtet in einem Videobeitrag von Graphic Novels auf der Buchmesse.

Neben einer allgemeinen Vorstellung des Begriffs “Graphic Novel” kommen Jason Lutes (“Berlin”, Carlsen Comics) und Sascha Hommer (“Insekt”, Reprodukt) zu Wort, die ĂŒber ihre BĂŒcher und die VorzĂŒge von Graphic Novels im Besonderen erzĂ€hlen. Der Film kann hier angesehen werden.

“Wer hat Angst vor Micky Maus?”

Dienstag, den 21. Oktober 2008

bigimage.jpgFĂŒr die Kulturseite zoomer.de berichtet Peer Göbel von der Frankfurter Buchmesse. Ein Thema des Reports sind Graphic Novels und dabei kommen unter anderem Sondermann-PreistrĂ€gerin Barbara Yelin und Mawil zu Wort.

Wer hat Angst vor Micky Maus?

Comics haben in Deutschland ein Imageproblem: Sie gelten als KinderbĂŒcher. Doch nun geistert ein neues Zauberwort durch die Verlagswelt. Der Begriff “Graphic Novel”, also grafischer Roman, soll verdeutlichen, dass gezeichnete BĂŒcher durchaus Anspruch haben können – was Comic-Fans schon lange wussten.

Marjane Satrapi, Autorin von “Persepolis”, geriet fast in Rage – mit einem LĂ€cheln. “Ich mache Comics!”, rief sie bei einem Vortrag in Berlin. In dem Begriff Graphic Novel sehe sie keinen Gewinn, der sei nur dafĂŒr da, damit Leute sich nicht mehr schĂ€men mĂŒssten, wenn sie Comics im Regal stehen haben. Und das ist tatsĂ€chlich immer noch das Problem von Comics, besonders in Deutschland: Sie behandeln wie Literatur und Film ein nahezu endloses Themenfeld und sind in so verschiedenen Stilen gezeichnet, dass sie kaum noch zum selben Medium gehören – aber die Öffentlichkeit denkt bei dem Wort Comics immer noch an Micky Maus. mehr

“Die Deutschen sind so besessen wie ich”

Montag, den 20. Oktober 2008

BreakdownsZum Erscheinen von “Breakdowns – PortrĂ€t des KĂŒnstlers als junger %@∂★!” hat Klaus BrinkbĂ€umer mit dem New Yorker Zeichner Art Spiegelman ein Interview gefĂŒhrt, das in der aktuellen Ausgabe von “Der Spiegel” abgedruckt wird. Die EinfĂŒhrung in des GesprĂ€ch wurde auf “Spiegel Online” veröffentlicht.

“Die Deutschen sind so besessen wie ich”

Seine Eltern waren im KZ, sein Bruder wurde ermordet – trotzdem hat sich Art Spiegelman einen grandiosen Humor bewahrt. Der weltberĂŒhmte Comic-Zeichner empfing den SPIEGEL in New York – und verriet, warum er so gern mit Deutschen redet. New York – Jeden Mittag, sagt Art Spiegelman, gehe er nach unten auf die Greene Street, um sich etwas zu essen zu kaufen, er gehe dann meistens in jenen Laden, in den er am Vortag auch schon gegangen sei, doch heute sei dieser Laden ein italienisches SchuhgeschĂ€ft. “Dann kaufe ich eben Schuhe, und dann esse ich Schuhe”, sagt Spiegelman. mehr

Jason Lutes in Berlin

Mittwoch, den 8. Oktober 2008

berlin_2.jpgIm Zuge der Veröffentlichung des zweiten Bandes seiner auf drei BĂŒcher angelegten Reihe “Berlin” kommt Jason Lutes (“Herbstfall”, Reprodukt) im Oktober nach Deutschland. Im Anschluss an die Frankfurter Buchmesse ist der amerikanische Zeichner am 21. Oktober zu Gast im Kulturkaufhaus Dussmann in Berlin und spricht mit Denis Scheck (Deutschlandfunk) ĂŒber sein neues Buch “Berlin – Bleierne Stadt”. Das fĂŒr die Öffentlichkeit frei zugĂ€ngliche Interview findet am Dienstag, den 21. Oktober ab 18 Uhr statt.

Detailliert und historisch fundiert erzĂ€hlt Jason Lutes von den Ereignissen am Vorabend des Dritten Reiches. Die KĂ€mpfe zwischen Kommunisten und Nationalsozialisten werden heftiger, und die Stadt gleicht einem Pulverfass. Das Nachtleben Berlins bietet viele Möglichkeiten, die bittere RealitĂ€t wenigstens zeitweise zu vergessen. Die amerikanische Jazzband Cocoa Kids wird fĂŒr eine Weile einer der hellsten Sterne an Berlins Nachthimmel, doch die farbigen Musiker haben keinen leichten Stand…

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Auf der Website des Carlsen Verlags kann man eine zehnseitige Leseprobe (1,2 MB) aus “Berlin – Bleierne Stadt” herunterladen.

Dussmann – das Kulturkaufhaus, Friedrichstraße 90, D-10117 Berlin

Neue Graphic Novel von Alex Robinson bei Edition 52

Mittwoch, den 8. Oktober 2008

Cover Robinson Too Cool To Be Forgotten Top ShelfNeben der Essex-County-Trilogie wurde nun fĂŒr das FrĂŒhjahr 2009 eine weitere Graphic Novel bei der Edition 52 angekĂŒndigt. Mit “Ausgetrickst” war 2007 bereits eine erste, preisgekrönte Graphic Novel Alex Robinsons im Wuppertaler Verlag erschienen. Nun folgt mit “Too Cool to be Forgotten” ein weiterer Band, der in den USA, dem Land der Erstveröffentlichung, bereits begeistert besprochen wurde.

Andy Wicks, zweifacher Familienvater, hat schon alles versucht, um mit dem Rauchen aufzuhören. Kalter Entzug, Nikotinpflaster und -kaugummis haben allesamt bei dem Mittvierziger ihre Wirkung verfehlt, so dass er es nun mit Hypnose versucht. Als er daraus erwacht, findet er sich im Jahr 1985 als schlacksiger, unsicherer Teenager wieder, der noch zur High School geht. Wird er frĂŒhere Fehler wiederholen oder wurde ihm die Chance gegeben, sein Leben zum Besseren zu verĂ€ndern? Eines ist sicher: Dieses Mal wird er das MĂ€dchen aus der Mathematik-Klasse um ein Date bitten.

“Mit diesem Buch zementiert Alex Robinson seinen Ruf als meisterhafter Cartoonist.” – PublisherÂŽs Weekly

Too Cool To Be Forgotten, ISBN 978-3-935229-67-8, Softcover, Klappenbroschur, schwarzweiß, 12 EUR, erscheint im FrĂŒhjahr 2009 bei Edition 52

Cover © Alex Robinson / Top Shelf Comics

“Geister” von Thomas von Steinaecker

Mittwoch, den 8. Oktober 2008

cover geisterDer in MĂŒnchen lebende Autor Thomas von Steinaecker, bekannt durch sein Debut “Wallander beginnt zu fliegen”, das 2007 fĂŒr den Deutschen Buchpreis nominiert wurde, hat einen neuen Roman veröffentlicht. In der Frankfurter Verlagsanstalt ist nun “Geister” erschienen, das nicht nur aus literarischen Bestandteilen besteht, sondern auch ĂŒber mit der Handlung verwobene Comicpassagen, die von der Berliner Comiczeichnerin Daniela Kohl umgesetzt wurden.

Die sechsjĂ€hrige Ulrike ist eines Tages nicht mehr von der Schule zurĂŒckgekehrt und seitdem spurlos verschwunden. FĂŒr JĂŒrgen, der seine große Schwester nie kennen gelernt hat, wird sie zum blinden Fleck in seiner Biografie. Doch nicht nur Ulrike, auch die Menschen in dem Wellness-Center, in dem er als Physiotherapeut arbeitet, haben fĂŒr JĂŒrgen etwas Gespenstisches. Da begegnet er eines Tages der Comic-Zeichnerin Cordula. In ihrem Comic-Strip Ute greift sie Ulrikes Schicksal auf und erweckt die Verschwundene wieder zum Leben. Von da an lĂ€sst sich JĂŒrgen mehr und mehr auf die geheimnisvolle Cordula ein und taucht ab in die bunten Fantasiereiche ihres Comics, die ihn vom Chiemsee bis ins indische Auroville fĂŒhren. Nichts scheint in ihnen unmöglich.

Nach dem “fulminanten DebĂŒt” der wohl wichtigsten Neuentdeckung des Literaturjahres 2007 legt der Aspekte-PreistrĂ€ger und fĂŒr die Shortlist des Deutschen Buchpreises nominierte Thomas von Steinaecker mit Geister seinen zweiten Roman vor: Eine eindringliche Geschichte ĂŒber die Gegenwart, in der fiktive Parallelwelten spannender scheinen als der Alltag. Ein Roman, der neue Wege geht und sich immer wieder in eine Graphic Novel verwandelt.

Geister, ISBN 978-3-627-00150-6, 224 Seiten, 19,80 EUR, erschienen bei fva

Cover © Frankfurter Verlagsanstalt

Reprodukt auf der Frankfurter Buchmesse 2008

Samstag, den 4. Oktober 2008

BabyÂŽs in black – The story of Astrid Kirchherr & Stuart SutcliffeVom 15. bis zum 19. Oktober wird Reprodukt wieder auf der Frankfurter Buchmesse vertreten sein, um dort die aktuellen Neuerscheinungen “Insel Bourbon 1730″ von Appollo & Lewis Trondheim, “Im Museum” von Jan-Frederik Bandel & Sascha Hommer, “Die wundersamen Abenteuer von Vincent van Gogh” von Manu Larcenet und “Der Wirbel” von Marc-Antoine Mathieu vorzustellen. Am Gemeinschaftstand von Reprodukt und Avant-Verlag in der Halle 3.0 H815 werden wieder eine Reihe von Zeichnerinnen und Zeichnern zu Gast sein und an den Tischen im Comic-Zentrum signieren.

Neben diversen Signierterminen von Jan-Frederik Bandel & Sascha Hommer und Lewis Trondheim – im Anschluß an seine Signiertour – im Comc-Zentrum in der Halle 3.0, findet am Samstag, den 18. Oktober ab 15 Uhr am Stand der “Frankfurter Rundschau” ein PodiumsgesprĂ€ch mit Jan-Frederik Bandel & Sascha Hommer statt (Moderation: Christian SchlĂŒter). Auch Leo Leowald ist auf Einladung der Caricatura vor Ort und signiert am Freitag, den 17. Oktober um 13 Uhr im Comic-Zentrum.

Am Samstag, den 18. Oktober richtet die “Frankfurter Rundschau” in Zusammenarbeit mit Reprodukt und weiteren Comicverlagen im Club U60311 eine Party aus. Zur Buchmesse gibt es am Stand von Reprodukt außerdem einen neuen Graphic-Novel-Katalog, einen Flyer, in dem die neue “Mumins”-Gesamtausgabe vorgestellt wird, sowie eine Postkarte mit dem Covermotiv von Arne Bellstorfs “BabyÂŽs in black – The Story of Astrid Kirchherr & Stuart Sutcliffe”.

Frankfurter Buchmesse, Barbara Roelle, MesseManagement
Tel. (069) 21 02 147, Fax (069) 21 02 227/-277
email: comics@book-fair.com, www.buchmesse.de