Graphic Novels
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Monatsarchiv für März 2009

“Der Kampf der Tiger”

Montag, den 30. März 2009

cover rampokan celebesAuf der Online-Seite des Berliner “Tagesspiegels” bespricht Thomas Greven Peter van Dongens “Rampokan”-Zweiteiler (avant-verlag).

Der Kampf der Tiger

Der jetzt abgeschlossene Zweiteiler “Rampokan” ist ein so spannendes wie aktuelles LehrstĂĽck ĂĽber die bis heute andauernden Verwerfungen der Kolonialzeit.

Die indonesische Legende von Rampokan, auf die sich der Niederländer Peter van Dongen in seinem durch den vorliegenden Band abgeschlossenen Zweiteiler bezieht, sagt Unglück voraus, wenn im ritualisierten gemeinsamen Kampf des Dorfes gegen freigelassene Tiger auch nur einer von diesen entkommt. In den Wirren nach Ende des Zweiten Weltkriegs übernehmen die zurückkehrenden niederländischen „Tiger“ die Macht von den besiegten Japanern. mehr

Scott McCloud ĂĽber Comics

Montag, den 30. März 2009

Scott McCloud, Autor populärer Referenzwerke ĂĽber Comics (zuletzt “Comics machen”, Carlsen), ist auch fĂĽr seine unterhaltsamen Vorträge bekannt. Eine EinfĂĽhrung in Comics und wie sie funktionieren, kann man sich (leider nur in englischer Sprache) online ansehen. Diese kurzweilige Multimedia-Vorlesung stammt zwar bereits aus dem Jahr 2005, hat aber noch nichts an Aktualität eingebĂĽĂźt.

Das Video kann auch hier heruntergeladen werden (Zip-Archiv, 57 MB)

“dĂ©rive” 35 mit Comic-Schwerpunkt

Samstag, den 28. März 2009

derive35_cover_3001.jpgDie 35ste Ausgabe des österreichischen Magazin “dĂ©rive – Zeitschrift fĂĽr Stadtforschung” befasst sich in einer Vielzahl von Artikeln mit dem Thema Stadt und Comic.

Im Zentrum der dérive-Schwerpunktausgabe steht das Verhältnis von Stadt und Comic, das nicht zuletzt durch die Vielzahl filmischer Comic-Adaptionen in den letzten Jahren einen regelrechten Aufschwung erfahren hat. Oft war von Sin City zu lesen, von Gotham oder Metropolis; aktuelle Verfilmungen wie The Spirit oder Watchmen werden ihren Teil zur Fortführung dieses Trends beitragen. Die Verbindung dieser beiden sequentiell erzählenden Medien, die sowohl in ihrer historischen Entwicklung wie auch in ihren thematischen Ausrichtungen eine unleugbare Nähe zum Stadt-Raum aufweisen, ist dabei ebenso zu bedenken wie die zahlreichen positiven Herausforderungen der sich ergebenden, nicht minder zahlreichen intermedialen Bezüge. Das (neue) Interesse für diese Arbeiten und die ihnen zugrundeliegenden Comics und graphic novels, die spätestens mit dem Jahr 1986 eine wahre Zäsur in der Produktion und Rezeption der „bunten Bilder“ einläuteten, führt dabei aber auch immer wieder zurück zu den Fragen erzählerischer wie auch formaler Umsetzungsstrategien räumlicher Dimensionen zurück. Schon die Anfänge der Comics, die als eigenständiges und auch eigengesetzliches Medium eine enge Verwandtschaft zum Film aufweisen, sind an der Auseinandersetzung mit dem urbanen Raum interessiert; die Palette reicht hier von den erträumten Wunderwelten Little Nemos bis zu den sich ständig wandelnden, geradezu verflüssigten Hintergründen in Krazy Kat. Die fruchtbare Historie dieser nicht immer unproblematischen Wechselbeziehung kann und soll dabei durchaus als erzählerische Erfolgsgeschichte gedacht werden, die bis in unsere Tage – und gewiss auch darüber hinaus – andauert: Der städtische Raum wird im Verlauf seiner comic history zur Konstante der so genannten Neunten Kunst, er wird zum Austragungsort unterschiedlichster Konflikte, zum umfehdeten Raum unterschiedlichster Diskurse.

Die Ausgabe wurde von Thomas Ballhausen, Günter Krenn und Ines Wagner redaktionell betreut und kann auf der dazugehörigen Website für 5,50 EUR bestellt werden.

“Ex oriente pix”

Freitag, den 27. März 2009

LiteraturenIn der April-Ausgabe der Zeitschrift “Literaturen” findet sich ein ausfĂĽhrlicher Artikel von Jens Balzer zum Thema “Westliche Doku-Comics berichten aus dem unbekannten Osten”.

Vorgestellt werden neben “Pjöngjang” und “Shenzhen” von Guy Delisle auch der in Vorbereitung befindliche Band “Aufzeichnungen aus Birma” (alle Reprodukt) sowie die Comics von Joe Sacco (“Palästina”, Zweitausendeins), “Persepolis” von Marjane Satrapi (Edition Moderne) und “Der Fotograf” von Didier LefĂ©vre, Emmanuel Guibert und FrĂ©dĂ©ric Lemercier (ebenfalls Edition Moderne).

Literaturen 4/09

Leider ist der Artikel mit dem Titel “Ex oriente pix” online nicht abzurufen, sondern nur in der Printausgabe erhältlich.

Literaturen – Ausgabe 04/2009, Friedrich Berlin Verlagsgesellschaft mbH, Knesebeckstr. 59 – 61, D-10719 Berlin

Blutch in der Schweizer Presse

Freitag, den 27. März 2009

blutch angoulemeBemerkenswerterweise am selben Tag berichten heute die beiden größten Tageszeitungen der Schweiz ĂĽber die Neuerscheinungen des französischen Autors Blutch (“Blotch – der König von Paris” im avant-verlag und “Der kleine Christian” bei Reprodukt) und dessen Gastaufenthalt beim Comicfestival Fumetto.

FĂĽr die “NZZ” schreibt Christian Gasser:

Die gewöhnlichen Geschichten des Lebens

Der Comic-Autor Blutch kommt als Artist in Residence ans Luzerner Comix-Festival Fumetto

Im Januar erhielt Blutch den Grossen Preis der Stadt Angoulême. Ausserhalb Frankreichs hingegen ist der Comic-Zeichner wenig bekannt. Vielleicht ändert sich das nun: Dieser Tage erscheinen seine witzigsten Bücher, «Der kleine Christian» und «Blotch», auf Deutsch. Überdies ist er Artist in Residence am Luzerner Comix-Festival Fumetto 2009.

Er stecke in einer unkomfortablen Situation, sagt Blutch: «In der Comic-Welt bin ich kein junger Marquis mehr, aber auch noch kein alter Baron.» Er sitzt auf einem Sofa, in sich zusammengesunken. «Ehrlich gesagt», fährt er nach einer Pause fort, «ich weiss nie, ob meine Geschichten interessant sind oder nicht. Ich bezweifle es. Deshalb mache ich immer noch ein nächstes Buch, um das vorherige zu korrigieren.»  mehr

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Im “Tagesanzeiger” berichtet Alexandra Kedves:

Comics als Grundnahrungsmittel fĂĽr die Fantasie

Blutch ist einer der ganz Grossen des französischen Autoren-Comics – und einer der ganz Scheuen im Medienzirkus. Jetzt kommt er zum Fumetto-Festival nach Luzern.

Im kleinen Christian steckt ein grosser Kerl: ein Held mit Hut, Revolver und Hengst. Zu dumm, dass Maman dafür einfach blind ist. Sie schickt John Wayne ins Bett, wenn der Western im Fernsehen läuft, und Tintin in die Schule, wenn der Wüstenwind weht; sie zwingt Lucky Luke zum Aufessen, wenns Spinat gibt, und, am allerschlimmsten, sie konfisziert die Comic-Hefte, in denen edle, wilde Kämpfer edle, wilde Dinge tun. Aber so leicht lässt sich der Stoff, aus dem Bubenträume sind, nicht liquidieren: Der kleine Christian und seine Freunde haben die Familie, die Schule – und ausserdem ein Paralleluniversum ganz für sich allein. mehr

Zwei Titel von Blutch sofort erhältlich

Mittwoch, den 25. März 2009

Passend zum Comic-Festival Fumetto in Luzern, das Ende dieser Woche beginnt, sind zwei Titel von Blutch, Stargast des Festivals, erhältlich. Wie bereits an dieser Stelle berichtet, legen die Berliner Verlage Reprodukt und avant-verlag mit “Der kleine Christian” respektive “Blotch – Der König von Paris” zwei Titel vor, die in seiner Heimat maĂźgeblich zur Bekanntheit des Franzosen beigetragen haben. Widmet er sich in “Der kleine Christian” in autobiografischen Episoden mit humorvoll-warmen Blick der eigenen Kindheit und Jugend, geht es bei letzterem Band um eine fiktive, satirisch aufgeladene KĂĽnstlerbiografie im Frankreich der 20er-Jahre.

Drei Seiten aus dem Innenteil von “Blotch – Der König von Paris” können als PDF angesehen werden (1,1 MB). Von “Der kleine Christian” lassen sich zehn Seiten als PDF-Leseprobe herunterladen (4 MB).

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Am Samstag, dem 4. April, wird es anlässlich der Doppelveröffentlichung beim Fumetto ein Künstlergespräch mit anschliessender Buchvernissage  geben und im Laufe des gesamten Festivals wird Blutch für Signierstunden im Festivalzentrum Kornschütte zur Verfügung stehen und in seinem Domizil vor Ort, dem Schweizerhof, täglich neue Comics zeichnen.

Blotch – Der König von Paris,ISBN 978-3-3939080-34-3, 104 Seiten, schwarzweiß, Softcover, 17,95 EUR

Der kleine Christian, ISBN 978-3-941099-15-9, 120 Seiten, schwarzweiĂź & farbig, 24,5 x 16,5 cm, Klappenbroschur, 18 EUR

“Auf der Suche nach Peter Pan”

Mittwoch, den 25. März 2009

peterpan_dummycover.jpgMit Coseys “Auf der Suche nach Peter Pan” ist ab sofort eine neue Graphic Novel bei Cross Cult erhältlich.

Die Walliser Alpen, kurz vor 1930. Unter dem Vorwand an seinem neuen Roman zu arbeiten, zieht sich der englische Schriftsteller mit serbischen Wurzeln Melvin Woodsworth in die menschenlichte, verschneite Wildnis des Schweizer Gebirges zurĂĽck. Die Suche nach Inspiration wird fĂĽr den jungen Autor zu einer Begegnung mit seiner Vergangenheit.

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1950 geboren, hat sich Cosey, mit bürgerlichen Namen Bernard Cosandey, mit seinen kraftvoll erzählten, autobiografisch angehauchten Comic-Roman als einer der wichtigsten Schweizer Comickünstler etabliert. „Auf der Suche nach Peter Pan“ wurde mit dem Max-und-Moritz-Preis für die beste deutschsprachige Publikation 1988 prämiert und gilt als Coseys reifste und kunstvollste Arbeit. Cross Cult präsentiert eine aufwendig aufbereitete und neu übersetzte Ausgabe des lange vergriffenen Comicklassikers.

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Die Neuausgabe enthält ein exklusiv für diese Edition entstandenes Interview mit Cosey sowie ein Essay über das Oeuvre und Wirkungsgeschichte des berühmten Schweizer Comickünstlers.

Eine Leseprobe lässt sich hier als PDF herunterladen (2 MB).

Auf der Suche nach Peter Pan, ISBN 978-3-941248-33-5, Hardcover, farbig, 160 Seiten, 26 EUR, erschienen bei Cross Cult

Ein Abend mit Reprodukt

Mittwoch, den 25. März 2009

jdm_logo.jpgUnter dem Titel “Graphic Novel –ein neues Medium erobert den Buchhandel” waren Sebastian Oehler und Mawil zu Gast beim Joseph-DuMont-Berufskolleg in Köln, um angehenden BuchhändlerInnen Comics, Graphic Novels und Reprodukt näher zu bringen. Susanne Gehlen berichtet ĂĽber den Abend im Blauen Salon auf der Website des Joseph-DuMont-Berufskollegs:

Graphic Novel – ein neues Medium erobert den Buchhandel

In den Buchhandlungen weiĂź man oft nicht genau, was man damit machen soll: Stellt man sie neben die herkömmlichen Comics? Aber der Asterix-Fan sucht nicht unbedingt einen Reisebericht ĂĽber Pjöngjang (Guy Delisle, Pjöngjang, Reprodukt Verlag, 18 €). Ordnet man sie als “graphische Romane” in das Belletristik-Alphabet ein? Der klassische Literat wird mindestens irritiert sein. mehr

“Asiatische Abenteuer: Peter van Dongens Ligne-claire-Spektakel ‘Rampokan’”

Dienstag, den 24. März 2009

cover rampokan celebesAuf seinem “FAZ”-Blog feiert Andreas Platthaus Peter van Dongens “Rampokan” (avant-verlag):

Asiatische Abenteuer: Peter van Dongens Ligne-claire-Spektakel “Rampokan”

Das Comic-Festival von AngoulĂŞme präsentierte in diesem Jahr eine Sonderschau zum flämischen Comic. Nicht vertreten war Peter van Dongen. Denn man setzte bei der Auswahl auf Eigenständigkeit und formale Avanciertheit. Damit jedoch verpasste man es, einem der beeindruckendsten graphischen Erzähler der Niederlande ein Forum zu verschaffen – wobei man sagen muĂź, daĂź sein Hauptwerk, der zweibändige Comic „Rampokan”, in Frankreich schon Jahre vor der jetzt erfolgten deutschen Erstveröffentlichung ĂĽbersetzt worden ist. mehr

“Hector Umbra” – Luxusedition bei Edition 52 und erste Berichterstattung

Montag, den 23. März 2009

hector_cover_edition52_2bfeb09-1.jpgPĂĽnktlich zur Leipziger Buchmesse erschien Uli Oesterles “Hector Umbra” bei Carlsen Comics. Wie auch schon bei Reinhard Kleists “Cash” wird es von dem Buch in der Edition 52 eine limitierte Sonderedition geben. In diesem Fall wird das Buch mit einem neuen Cover versehen und um ein Beiheft ergänzt, dass die Entstehung von “Hetor Umbra” beleuchtet. Zusätzlich wird ein exklusiver, nummerierter und signierter Druck beigelegt. Die auf 111 Exemplare limitierte Sonderedition wird im November erscheinen und lässt sich direkt ĂĽber den Verlag beziehen.

Die “SĂĽddeutsche Zeitung” verweist mit einer Bildergalerie auf das Erscheinen der Graphic Novel:

Halbautomatischer Wahnsinn

“Hector Umbra” ist ein Loblied auf die Freundschaft und ein groĂź angelegter Comic ĂĽber Liebe, Wahnsinn und Tod. Das neue Werk von Uli Oesterle begleitet den Comic-Helden Hector durch seine Abenteuer. Doch die Geschichte hat noch einen weiteren Helden – die Stadt MĂĽnchen.

Hector, der Protagonist, kämpft sich, auf der Suche nach seinem Freund Osaka, durch unheimliche Begebenheiten und den Münchner Untergrund, bis im großen Finale schließlich die Frauenkirche in Schutt und Asche gelegt wird. mehr

Comicworkshop mit Mawil und Yassine in Leipzig

Freitag, den 20. März 2009

Mawil WorkshopVom 1. bis zum 11. Juli findet im Rahmen der Sommerakademie Leipzig wieder ein deutsch-französischer Comicworkshop statt. Der Berliner Zeichner Mawil und sein Pariser Kollege Yassine (“Monsieur Strip”) dozieren ĂĽber die Illustrations- und Comicszene Deutschlands und Frankreichs.

Mit den Kursteilnehmern sollen in der Auseinandersetzung mit dem Medium Kurzgeschichten entstehen, die am Ende in gebundener Form in einer Werkschau mit weiteren Arbeitsproben ausgestellt werden. Wer also Lust auf zehn Tage Comiczeichnen in Leipzig-Plagwitz hat, sollte sich diesen Termin freihalten. Weiterführende Informationen gibt es unter diesem Link. Anmeldeschluss ist, wenn der Kurs voll ist – noch sind einige wenige Plätze frei!

Sommerakademie Leipzig, Rödelstr. 13, D-04229 Leipzig
Tel. (0341) 420 65 43
email: info@leipzig-sommerakademie.de, www.leipzig-sommerakademie.de

“Strapazin” 94 erschienen

Mittwoch, den 18. März 2009

strapazin_94_cover.jpgAusnahmsweise ohne thematischen Schwerpunkt ist die neue Ausgabe des deutsch-schweizerischen Comicmagazins “Strapazin” erschienen. Normalerweise widmet sich jede Ausgabe einem bestimmten Thema (z.B. Kindheit, Comics aus Hamburg, Independent-Manga etc.), diesmal werden vier inhaltlich nicht in Verbindung stehende Comicgeschichten präsentiert, die fĂĽr Graphic Novel-LeserInnen interessant sein dĂĽrften.

Mit “Sie haben das Auto gefunden” bildet eine 32-seitige Geschichte des italieners Gipi (“5 Songs”, avant-verlag) das HerzstĂĽck der Ausgabe. Zusätzlich ist mit “Auf dem Baum” eine Sequenz aus Jiro Taniguchis “Der spazierende Mann” (Carlsen Comics) enthalten. Einen unterhaltsamen Einblick in das Wesen der Comics, Zeichenstile und Techniken liefert Matt Maddens “10 StilĂĽbungen”, in denen er eine kurze Geschichte auf zehn verschiedene Arten erzählt (das hier abgebildete Cover zeigt die Jack Kirby-Appropriation). Garniert wird das Heft mit Interviews der drei genannten Autoren, einer Geschichte des weitgehend vergessenen US-Underground-KĂĽnstlers Rory Hayes, Kolumnen und Reviews und den wie immer äuĂźerst schmucken Anzeigen im quadratischen Format.

Das Heft ist fĂĽr 6 EUR / 10 SFr im Comic- und Bahnhofsbuchandel sowie ĂĽber die Website von “Strapazin” erhältlich.

“Such dir was aus, aber beeil dich!” von Nadia Budde

Mittwoch, den 18. März 2009

Such dir was aus, aber beeil dich!Es begann mit einer Kurzgeschichte fĂĽrs “Strapazin”

FĂĽr die sehr empfehlenswerte “Strapazin”-Ausgabe 87 zum Thema Kinderbuch und Comic, die im Juni 2007 erschienen ist, wurde die Berliner Kinderbuchautorin und -illustratorin Nadia Budde um einen Beitrag gebeten. Die Arbeit an einer Geschichte ĂĽber Kindheitserinnerungen hat sie zu einem ganzen Buch mit dem Titel “Such dir was aus, aber beeil dich! Kindsein in zehn Kapiteln” motiviert, das nun bei Fischer Verlage erschienen ist.

Karierte Schürzen und Eierlikör, Kartoffeln, Fliegen und Tapetenmuster, Langeweile und Abenteuer: Die Zeit dehnt sich, die Sommer sind endlos, die Welt der Erwachsenen ist sonderbar und undurchschaubar. Dass man je so wird wie sie, ist ganz undenkbar. Woran man sich erinnert, wenn man an seine Kindheit zurückdenkt, ist Glückssache. Oft sind es Details, an die sich Erinnerungen knüpfen, und aus kleinsten Details setzt sich in der Rückschau eine ganze Welt zusammen.

Nadia Budde, preisgekrönte Autorin und Illustratorin, blickt zurück mit der ihr ganz eigenen Mischung aus Witz und Genauigkeit. »Such dir was aus, aber beeil dich!« steht irgendwo zwischen Comic und Graphic Novel. Ungewöhnlich, wild und gewagt entsteht so ein ganz besonderes Panorama einer Kindheit, in der sich alle wiederfinden werden, die selbst einmal Kind gewesen sind.

Nadia BuddeNadia Budde wurde 1967 in Berlin geboren. Bevor sie an der Kunsthochschule Berlin-Weissensee und am Royal College of Art in London Grafik studierte, war sie Gebrauchswerberin. Bekannt wurde Nadia Budde vor allem durch ihre KinderbĂĽcher “Eins zwei drei Tier”, das mit dem Deutschen Jugendliteraturpreis 2000 ausgezeichnet wurde oder “Trauriger Tiger toastet Tomaten”, die, wie viele andere Arbeiten von ihr, mit groĂźem Erfolg beim rĂĽhrigen Peter Hammer Verlag erschienen sind. FĂĽr ihre KinderbĂĽcher ist sie unter anderem mit dem Oldenburger Kinder- und Jugendbuchpreis, dem Troisdorfer Bilderbuchpreis, dem Schnabelsteherpreis und dem LUCHS ausgezeichnet worden.

Such dir was aus, aber beeil dich!, ISBN 978-3-596-85321-2, 192 Seiten, Leinen im Schuber, Fischer Schatzinsel

Neuerscheinung in der Edition Moderne: “Der Fotograf 3 – Allein nach Pakistan”

Mittwoch, den 18. März 2009

guibert3_ug.jpgAb sofort lieferbar ist der abschliessende Band der Trilogie “Der Fotograf” von Didier LefĂ©vre, Emmanuel Guibert und FrĂ©dĂ©ric Lemercier.

Im finalen Band entscheidet sich Didier Lefèvre nach drei beschwerlichen Monaten mit der Equipe von “Ă„rzte ohne Grenzen” im Herzen Afghanistans, alleine nach Pakistan zurĂĽckzukehren, entgegen dem Rat der Expeditionsleiterin Juliette Fournot. Die RĂĽckreise, froh und beschwingt in den ersten Tagen, mutiert nach und nach zu einem veritablen Leidensweg. Dass Didier Lefèvre unversehrt Peshawar erreicht, verdankt er nur einigen glĂĽcklichen Begegnungen und seiner Beharrlichkeit.  Wie schon die beiden vorherigen Bände verblĂĽfft “Der Fotograf – Allein nach Pakistan” durch seine stimmige Verbindung von fotografisch dokumentierten und gezeichneten Bildsequenzen.

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Einige Seiten kann man sich hier als PDF-Leseprobe herunterladen (1,2MB).

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FĂĽr jedes verkaufte Buch geht 1 Euro bzw. sFr. 2.- an Ă„rzte ohne Grenzen!

Der Fotograf 3  – Allein nach Pakistan, ISBN 978-3-03731-034-2, 104 Seiten, farbig, Hardcover 23 x 30 cm,  28 EUR / sFr. 45.-, erschienen in der Edition Moderne

Comicfestival Fumetto in Luzern 2009

Dienstag, den 17. März 2009

Fumetto 2009Das Comicfestival Fumetto Luzern 2009 rückt näher, wie jedes Jahr findet es im Frühling statt, diesmal vom 28. März bis zum 5. April. Geboten werden Ausstellungen von nationalen und internationalen Küstlern wie Blutch, Amanda Vähämäki, Uli Oesterle, Nicolas Mahler oder David Shrigley. Genauere Informationen zum Programm finden sich auf der Website des Festivals: www.fumetto.ch

Blutch

Rechtzeitig zum Festival wird nach “Donjon Monster 7 – Der Sohn der Drachenfrau” mit “Der kleine Christian” ein weiteres Buch von Blutch bei Reprodukt erscheinen – auch “Blotch – Der König von Paris” vom Berliner avant-verlag ist angekĂĽndigt und wird schon in wenigen Tagen ausgeliefert. In einer gemeinsamen Präsentation in Anwesenheit von Blutch werden die drei BĂĽcher auf dem Fumetto vorgestellt.

Die Buchvernissage schließt an das Künstlergespräch mit Blutch an, das am Samstag, dem 4. April um 15 Uhr im Picasso-Museum stattfinden wird.

Fumetto, Rössligasse 12, CH-6004 Luzern, Schweiz
Tel. (0041) 41 412 1122, Fax (0041) 41 412 1123
email: comix@fumetto.ch, www.fumetto.ch

Picasso-Museum – Am-Rhyn-Haus, Furrengasse 21, CH-6004 Luzern, Schweiz

“Höllenfeuer der Moderne”

Dienstag, den 17. März 2009

From Hell CoverGeorg SeeĂźlen bespricht in der heutigen Ausgabe der “Tageszeitung” Alan Moores und Eddie Campbells “From Hell” (Cross Cult) und schreibt nebenbei noch Lesenswertes zum Thema Graphic Novel allgemein:

Höllenfeuer der Moderne

Als Jack the Ripper sein Unwesen trieb: Zur Neuausgabe der Grafic Novel “From Hell” von Alan Moore und Eddie Campbell. Ein Meisterwerk drastischer und vieldeutiger Blood Poetry.

Am Strand bei Bournemouth im Jahr 1923 unterhalten sich zwei alte Männer. Einer war Polizist, der andere ein “Hellseher”. Kennengelernt haben sie sich damals, als ein Serienmörder in Whitechappel Prostituierte tötete und offensichtlich mit ärztlichem Handwerkszeug und Geschick ausweidete. “Jack the Ripper” nannte man den Whitechappel-Mörder; so hieĂź es in Bekennerbriefen, die die Polizei narrten, die aber kaum von dem Täter selbst stammten. Jack the Ripper beflĂĽgelte die Fantasie merkwĂĽrdiger Menschen in einer merkwĂĽrdigen Zeit: die 80er-Jahre des 19. Jahrhunderts, der brutale Vormarsch des Neuen, von Industrialisierung und Wissenschaft, Klassenkampf und brutaler Zähigkeit des Alten, des Empire, des englischen Königshauses und des Aberglaubens. Eine Welt, die durch den Fortschritt noch finsterer wurde. In den Köpfen und in den StraĂźen. Das Herz der Finsternis liegt in Afrika. Oder in den Slums von London. mehr

“Ein neues Land” von Shaun Tan nominiert fĂĽr den Deutschen Jugendliteraturpreis

Dienstag, den 17. März 2009

Ein neues LandNachdem im vergangenen Jahr mit Gipis “5 Songs” (avant-verlag) bereits ein Comic unter den Nominierungen fĂĽr den Deutschen Jugendliteraturpreis zu finden war, legt man dieses Jahr nach. “Ein neues Land” von Shaun Tan, eine Graphic Novel, die ohne Worte auskommt und im Hamburger Carlsen Verlag erschienen ist, wurde als einer von sechs Titeln in der Kategorie “Bilderbuch” nominiert. Ebenfalls in die engere Wahl gekommen ist ein weiteres Bilderbuch des australischen Zeichners: “Geschichten aus der Vorstadt des Universums” (Carlsen Verlag)

LeuteImmer mehr Comiczeichner finden den Weg in die Liste der Nominierungen, wenn auch zumeist mit ihren Arbeiten im Kinder- oder Bilderbuch: Ein weiterer, nicht ganz unbekannter Name ist der in Berlin lebende KĂĽnstler Blexbolex, dessen “Leute” (Jacoby & Stuart) gleichfalls als bestes Bilderbuch vorgeschlagen wurde.

Die Nominierungen wurden auf der Leipziger Buchmesse vorgestellt, und die Entscheidungen der Jury werden am Freitag, dem 16. Oktober 2009 um 17.30 Uhr auf der Frankfurter Buchmesse von Bundesministerin Ursula von der Leyen, der Stifterin des Preises, bekannt gegeben.

Arbeitskreis fĂĽr Jugendliteratur e.V., Metzstr. 14 c, D-81667 MĂĽnchen
Tel. (089) 45 80 80-6, Fax (089) 45 80 80-88
www.jugendliteratur.org

Sonderband Text+Kritik

Montag, den 16. März 2009

Text+Kritik: Sonderband Comics, Mangas, Graphic NovelsIm Mai soll er nun endlich erscheinen, der von Andreas C. Knigge herausgegebene Sonderband der Reihe “Text+Kritik” mit dem Schwerpunkt auf Comics, Manga und Graphic Novels, auf den wir an anderer Stelle bereits hingewiesen hatten.

Comics wurden lange pauschal als »triviale Unterhaltung« abgetan, gewürdigt wurde bestenfalls ihre Zeichenkunst. Doch mit dem Genre der »graphic novels« gewinnt seit einigen Jahren eine neue Gattung zunehmend an Bedeutung, die das Interesse der Literaturwissenschaft verdient. »Comic-Romane« wie etwa Art Spiegelmans »Maus« führen eindrucksvoll vor, dass der Comic jenseits von Abenteuer und Klamauk selbst Themen wie den Holocaust zu transzendieren vermag und sich dabei einer äußerst originären grafischen Textur bedient. Der Sonderband widmet sich erstmals umfassend der Frage, wie der Comic mit Bildern erzählt, und spürt dabei in Porträts u. a. von Will Eisner, Hugo Pratt, Pierre Christin und Jacques Tardi der Ontogenese dieser Erzählkunst nach, deren Anfänge zurückreichen bis zu Wilhelm Busch. Mitarbeiter des Bandes sind Paul Derouet, Jonas Engelmann, Dietmar Frenz, Christian Gasser, Anna Gentz, Dietrich Grünewald, Urs Hangartner, Herbert Heinzelmann, Andreas C. Knigge, Wolfram Knorr, Jens R. Nielsen, Andreas Platthaus, Klaus Schikowski und Jannis Manolis Violakis.

Text+Kritik – Zeitschrift für Literatur: Sonderband Comics, Mangas, Graphic Novels, ISBN 978-3-88377-995-9, ca. 250 Seiten, zahlreiche s/w-Abbildungen, ca 28 EUR, erscheint im Mai 2009

“Familiengeschichte mit BrĂĽchen”

Montag, den 16. März 2009

Liebe schaut wegKatja Schmitz-Dräger bespricht am 12. März 2009 auf www.tagesspiegel.de “Liebe schaut weg” von der Hamburger Zeichnerin Line Hoven. Anfang Januar ist “Liebe schaut weg” in zweiter Auflage bei Reprodukt erschienen.

Familiengeschichte mit BrĂĽchen

Wenn „Evil Germans“ auf “diese Amerikaner” treffen: Line Hovens „Liebe schaut weg“ erzählt von den Schwierigkeiten einer transatlantischen Annäherung.

Seit Anfang des Jahres ist Line Hovens Langcomic-DebĂĽt „Liebe schaut weg“ wieder erhältlich. Die aufwändig aus Schabkarton gekratzte Familiengeschichte war im Herbst 2007 erstmals bei Reprodukt erschienen und hatte einige Beachtung gefunden – die Auszeichnung mit dem ICOM Independent Comic Preis 2008 als “Bester Independent Comic” und die Nominierung fĂĽr den Max-und-Moritz-Preis, dazu eine recht breite Rezeption in der Presse und beim Publikum: Nicht selbstverständlich fĂĽr einen Alternative-Comic-Erstling. mehr

“Hector Umbra” von Uli Oesterle

Mittwoch, den 11. März 2009

Hector UmbraMehrere Jahre war er in Arbeit und hat währenddessen den Verlag gewechselt: “Hector Umbra” von Uli Oesterle erscheint nun zur Leipziger Buchmesse. UrsprĂĽnglich auf eine Erscheinungsweise von drei Alben angelegt, von denen das erste 2003 als bei der Wuppertaler Edition 52 erschienen ist (Band 2 und 3 wurden nicht als Album veröffentlicht), ist das komplette Werk nun unter redaktioneller Betreuung von Michael Groenewald im Hamburger Carlsen Verlag vorgelegt worden.

Anlässlich der Veröffentlichung der lang erwarteten Graphic Novel gibt es nun auf der Website von Carlsen ein Special zum Buch. Im Special enthalten sind ein Video, das von Johannes Kratzert gestaltet wurde, ein Interview mit Autor Uli Oesterle, das der Kölner Journalist Klaus Schikowski geführt hat, ein Werkstattbericht sowie eine zehnseitige Leseprobe.

HECTOR UMBRA ist ein Loblied auf die Freundschaft und ein groß angelegter Comic über Liebe, Wahnsinn und Tod. Die düsteren, zuweilen obskuren Szenen, die reale Münchner Lokalitäten einschließen, die stilsichere starke Farbgebung und eine faszinierende Morbidität machen das nun endlich komplett vorliegende Werk zu einer grafisch und erzähltechnisch ganz besonderen Produktion.

Mehr Informationen zu Uli Oesterle finden sich auf seiner Website und der Seite der MĂĽnchner Ateliergemeinschaft “Die Artillerie”.

Hector Umbra, ISBN 978-3-551-74868-3, 216 Seiten, Hardcover, farbig, 17 x 24 cm, 24,90 EUR