Graphic Novels
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Monatsarchiv für November 2010

Graphic-Novel-Faltflyer in fĂĽnfter Auflage

Dienstag, den 30. November 2010

In KĂĽrze wird die neueste Auflage des beliebten “Was sind Graphic Novels?”-Faltflyers verfĂĽgbar sein. Nachdem allein 2010 zwei Mal nachgedruckt werden musste, wird damit die inzwischen fĂĽnfte Auflage ausgeliefert. Auch diesmal werden 27 Titel verschiedener Verlage vorgestellt und ein breiter Ăśberblick ĂĽber aktuelle Veröffentlichungen gegeben.

Beteiligt sind die Verlage Atrium, avant-verlag, Carlsen, Edition Moderne, Panini, Reprodukt und Schreiber & Leser.

Das Cover des Flyers ist auch in diesem Fall von Sascha Hommer (“Vier Augen”, Reprodukt). Der dreiseitige Comic im Innenteil stammt, wie schon bei den vorherigen Auflagen, von der Schweizerin Kati Rickenbach (“Filmriss”, Edition Moderne).

Buchhändlerinnen und Buchhändler werden die fünfte Auflage von “Was sind Graphic Novels?” ab nächster Woche in 25er-Einheiten gratis über die Auslieferungen LKG, MSW Medien Service Wuppertal und Peter Poluda Medienvertrieb beziehen können. Interessierte Leserinnen und Leser fragen danach einfach beim Händler ihres Vertrauens.

Wer sich den Faltflyer bereits jetzt ansehen möchte, kann sich hier ein PDF davon herunterladen (1,8 MB).

“Der Comic ist erwachsen geworden” – “aspekte”-Beitrag online

Montag, den 29. November 2010

Den Fernsehbeitrag ĂĽber Graphic Novels, den am vergangenen Freitag die Kultursendung “aspekte” ausstrahlte, lässt sich nun auch online ansehen. Entweder in der ZDF Mediathek oder hier (siehe oben).

Graphic-Novel-Aktion bei LĂĽders Buchhandlung, Hamburg

Freitag, den 26. November 2010

Ab sofort startet bei Lüders Buchhandlung & Antiquariat eine Graphic-Novel-Aktion mit knapp 45 Titeln von avant-verlag, Carlsen, Edition Moderne und Reprodukt. Die kleine unabhängige Buchhandlung wird seit 1956 als Familienunternehmen geführt und besticht durch ein ausgewähltes Sortiment, liebevolle Präsentation und eine gemütliche Atmosphäre. Laufen wird die Aktion bis in den Januar.

Buchhandlungen, die auch Interesse an einer solchen Graphic-Novel-Aktion haben, können sich bei Sebastian Oehler über Einzelheiten informieren.

LĂĽders Buchhandlung & Antiquariat, HeuĂźweg 33, D-20255 Hamburg
Tel.(040) 40 57 27 Fax (040) 490 53 29
info@buchhandlunglueders.de, www.buchhandlunglueders.de
Ă–ffnungszeiten: Mo-Fr 9-20 Uhr, Sa 9-18 Uhr

“Asterios Polyp” von David Mazzuchelli

Freitag, den 26. November 2010

Im Katalog der im FrĂĽhjahr 2011 erscheinenden Novitäten kĂĽndigt der Eichborn Verlag eine neue Graphic Novel an. Auf den in diesen Tagen erscheinenden Titel “Wilson” von Daniel Clowes folgt im August nächsten Jahres “Asterios Polyp” von David Mazzuchelli.

Asterios Polyp könnte ein glücklicher Mann sein. Er ist ein hoch angesehener Architekt, er unterrichtet an einer ehrwürdigen Universität, und er heiratet die Liebe seines Lebens. Doch Asterios ist auch ein Versager: Keiner seiner ehrgeizigen Entwürfe wurde je gebaut, sie existieren nur auf dem Papier, sein Hochmut macht ihn zu einem einsamen Menschen, seine warmherzige Frau Hana verlässt ihn. Als an seinem 50. Geburtstag seine New Yorker Wohnung in Flammen aufgeht, steht er vor den Trümmern seiner Existenz. Benommen verlässt er die Stadt und heuert irgendwo in einer Kleinstadt als Automechaniker an. Die Menschen dort hätte er früher nur verachtet, jetzt ist er einer von ihnen und sucht, überwältigt von seinen Erinnerungen, nach Erlösung. Und einer zweiten Chance – vielleicht.

Nachdem David Mazzuchelli sich zunächst vor allem in Zusammenarbeit mit Frank Miller einen Namen als Zeichner von Superheldencomics gemacht hat, Kurzgeschichten veröffentlichte (“Discovering America”, Arrache Coeur, vergriffen) und zusammen mit Paul Karasik “Paul Austers Stadt aus Glas” (Reprodukt) in Comicform umgesetzt hat, ist “Asterios Polyp” nun seine erste eigenständige Graphic Novel. “Asterios Polyp” wurde in den USA vielfach ausgezeichnet, unter anderem mit drei Harvey Awards, drei Eisner Awards und dem LA Times Book Prize.

Asterios Polyp, ISBN 978-3-8218-6130-2, 344 Seiten, farbig, Hardcover, 29,95 EUR, erscheint im August 2011 bei Eichborn

“Der Máximo LĂ­der als Comicfigur”

Freitag, den 26. November 2010

In der heutigen Ausgabe der “SĂĽddeutschen Zeitung” wirft Thomas von Steinaecker einen kritischen Blick auf Reinhard Kleists Graphic Novel “Castro”, in der er die “anrĂĽhrende und differenzierte Darstellung” vermisst, die der Autor in seinem Reisetagebuch “Havanna” (beide erschienen bei Carlsen) von Kuba zu vermitteln vermochte. Nachzulesen ist die Kritik auch online auf “jetzt.de”.

“Der Máximo LĂ­der als Comicfigur”

Nach seinem Erfolg seiner Johnny-Cash-Biografie, hat sich der deutsche Comiczeichner Reinhard Kleist nun Fidel Castro vorgenommen.

Es ist eine Szene, wie sie kein Hollywoodregisseur effektvoller inszenieren könnte. Gerade ist eine spektakulär-größenwahnsinnige Terroraktion des 27-jährigen Fidel Castro kläglich gescheitert. Zusammen mit knapp 100 Gleichgesinnten wollte er eine Kaserne stĂĽrmen, um in ganz Kuba das Signal fĂĽr den Aufstand gegen den verhassten Diktator Batista zu geben. Jetzt, am 16.Oktober 1953, steht Castro, der studierte Anwalt, vor Gericht. Doch obwohl ihm die Todesstrafe droht, gibt er sich alles andere als verzagt. Stattdessen hält er eine glĂĽhende Rede, die mit den berĂĽhmten Worten endet: ‘Verurteilt mich, es macht nichts. Die Geschichte wird mich freisprechen.’ mehr

“Der Comic ist erwachsen geworden” – Graphic Novels bei “aspekte”

Donnerstag, den 25. November 2010

Im Rahmen der morgigen Ausgabe des ZDF-Kulturmagazins “aspekte” wird sich der Autor Philipp Rimmele mit dem Thema Graphic Novel in Deutschland beschäftigen. In seinem Filmbeitrag kommen u.a. Isabel Kreitz (“Haarmann”) und Reinhard Kleist (“Castro”, beide erschienen bei Carlsen) zu Wort. Die Sendung beginnt wie ĂĽblich um 23:00 Uhr.

Auf der “aspekte”-Homepage findet sich bereits heute ein Textbeitrag zum Thema, in den auch ein längeres Video-Interview mit Reinhard Kleist eingebettet ist.

“Der Comic ist erwachsen geworden – Der neue Trend zur Graphic Novel”

Die Zeiten, in denen man sich nur hinter vorgehaltener Hand dazu bekennen durfte, als Erwachsener vom Comic-Fieber infiziert zu sein, scheinen vorbei. Noch vor gar nicht langer Zeit galten Comics in bildungsbĂĽrgerlichen Kreisen als KrebsgeschwĂĽr des Kulturbetriebs, als bunte Massenware fĂĽr Kinder und geistig Minderbemittelte.

Der Berliner Zeichner Reinhard Kleist (“Castro”, “Cash”), selbst einer der fĂĽhrenden Autoren der Deutschen Comic-Szene, erinnert sich noch gut: “FrĂĽher war es so: Hast du Comics gesucht, ging man halt in dunkle Comicläden.” mehr


Moebius – Doku-DVD erschienen, Bericht auf arte, Ausstellung in Paris

Donnerstag, den 25. November 2010

In der Pariser Fondation Cartier ist noch bis zum 13. März 2011 die Ausstellung “Moebius Trans Forme” zu sehen, die erste groĂźe Ausstellung des KĂĽnstlers in der Französischen Hauptstadt. In Ergänzung zur umfangreichen Schau fertigt Moebius fĂĽr einen begleitenden Blog täglich eine neue Comic-Seite an.

Der inzwischen seit 50 Jahren aktive Moebius alias Jean Giraud ist fĂĽr seine abwechslungsreichen Comics bekannt, hierzulande erhältlich sind unter anderem seine Fantasy-Improvisation “Arzach” (Cross Cult), sowie die Westernreihe “Blueberry” (Ehapa).

Eine Dokumentation ĂĽber Werk und Leben des Franzosen ist soeben bei Salzgeber Medien erschienen: “Moebius Redux” von Regisseur Hasko Baumann. Hier kommen auch eine Reihe von Weggefährten und Bewunderern zu Wort, darunter Alejandro Jodorowsky, HR Giger, Enki Bilal, Stan Lee, Dan O’Bannon, Philippe Druillet, Jim Lee oder Mike Mignola. Die Musik zum Film stammt von Karl Bartos (Kraftwerk). Auf einer Bonus-DVD gibt es erweiterte Szenen sowie Zeichnungen und Animationen zu sehen.

Einen Einblick in die Biografie des KĂĽnstlers und seine Herangehensweisen ans Comicmachen gibt ein Fernsehbeitrag, der kĂĽrzlich auf arte zu sehen war (siehe unten). Ein weiterer Beitrag, der sich hier ansehen lässt, stellt “Moebius Transe Forme” in den Mittelpunkt.

“Die mit den schlecht gezeichneten Comics”

Donnerstag, den 25. November 2010

In der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift “Literaturen” porträtiert Jens Balzer, Redakteur bei der “Berliner Zeitung”, den Berliner Comicverlag Reprodukt. In einem ausfĂĽhrlichen Artikel geht er auf die Verlagsgeschichte und auf jĂĽngste Entwicklungen ein. Dabei kommen natĂĽrlich auch Graphic Novels zur Sprache.

Der Titel “Die mit den schlecht gezeichneten Comics” nimmt ironisch Bezug auf ein weit verbreitetes Missverständnis: ein guter Comic kann durch besonders naturalistische oder aufwändig gestaltete Zeichnungen ĂĽberzeugen, aber die wahre Qualität zeigt sich im Einklang von Wort und Bild. Nicht umsonst gelten Charles Schulz’ “Peanuts” oder George Herimans “Krazy Kat” als Meilensteine der Comics.

Hier kann man schon einen Blick in das Inhaltsverzeichnis von “Literaturen” 6/10 werfen.

“Comic!-Jahrbuch 2011″

Donnerstag, den 25. November 2010

Mit dem “Comic!-Jahrbuch 2011″ erscheint die inzwischen elfte Ausgabe der Jahresschrift des ICOM (Interessenverband Comic), in dem sich eine Reihe von Beiträgen unterschiedlichen Aspekten des Comicmarktes widmen und einzelne Titel und KĂĽnstlerinnen und KĂĽnstler besonders vorgestellt werden.

Graphic Novels bilden auch in diesem Jahr einen Schwerpunkt. So gibt es unter anderem Interviews mit Ulli Lust (“Heute ist der letzte Tag vom Rest deines Lebens”), Simon Schwartz (“drĂĽben!”, beide avant-verlag) und Katharina Greve (“Ein Mann geht an die Decke”, die biblyothek).

Das “Comic!-Jahrbuch 2011″ erscheint in diesen Tagen, herausgegeben wird der Band vom Vorsitzenden des ICOM, Burkhard Ihme. Hier kann man bereits einen Blick ins Inhaltsverzeichnis werfen.

Comic!-Jahrbuch 2011, ISBN 978-3-888349-41-6, 248 Seiten, Softcover, 15,25 EUR, erscheint im Verlag Buch Musik & Film.

“Stadt | Land | Buch” – BĂĽcherfest 2010 in der VolksbĂĽhne, Berlin

Mittwoch, den 24. November 2010

Die erste “Stadt | Land | Buch” findet – organisiert vom Börsenverein des Deutschen Buchandels – in der letzten Novemberwoche in Berlin statt. Viele Lesungen und weitere Veranstaltungen rund um das Thema Buch sind fĂĽr diesen Zeitraum in der Hauptstadt angekĂĽndigt.

Am 27. und 28. November präsentiert der Landesverband Berlin-Brandenburg in der VolksbĂĽhne am Rosa-Luxemburg-Platz das Berliner BĂĽcherfest, bei dem Reprodukt mit einem Stand im Parkettfoyer zugegen sein wird. Im Roten und GrĂĽnen Salon der VolksbĂĽhne finden Autorenlesungen statt. Lesungen fĂĽr Kinder wird es im GroĂźen Saal geben – dort findet ab 20 Uhr auch ein Vortrag von Peter Wawerzinek statt. Im Anschluss gibt es ein Konzert von Stereo Total.

Berliner BĂĽcherfest, VolksbĂĽhne am Rosa-Luxemburg-Platz, LinienstraĂźe 227, D-10178 Berlin
www.berlinerbuchhandel.de, www.boersenverein.de
Ă–ffnungszeiten: Sa 14-20 Uhr, So 11-17.30 Uhr

Nordkoreas Militär

Mittwoch, den 24. November 2010

Bevor Guy Delisle in Birma weilte – und dort in unmittelbarer Nähe zur inzwischen aus dem Hausarrest entlassenen Oppsitionspolitikerin und Friedensnobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi wohnte – verbrachte er eine Weile in Nordkorea. Seine im Buch “Pjöngjang” gesammelten Beobachtungen, unter anderem zum Militär, gewinnen in diesen Tagen auch wieder Aktualität.

Aus gegebenem Anlass findet sich auf dem Verlagsblog von Reprodukt ein Auzug aus dem Buch.

“Eine abgrĂĽndig leise Ironie schiebt sich unter die geordneten Bilder und lässt den atmosphärisch toten Raum, in dem sich der Autor bewegt, fĂĽr den Leser sinnlich erfahrbar werden.” – Gottfried Knapp, SĂĽddeutsche Zeitung

“Waltz with Bashir” bei arte

Mittwoch, den 24. November 2010

Am gestrigen Dienstag Abend sendete der deutsch-französische Kultursender arte den dokumentarischen Zeichentrickfilm “Waltz with Bashir” von Regisseur Ari Folman. Der Film lässt sich noch eine Woche in der Mediathek des Senders ansehen.

In einer Kneipe diskutiert der israelische Regisseur Ari Folman nachts mit einem Freund über dessen regelmäßig wiederkehrenden Alptraum, in dem er von einer 26-köpfigen Meute zähnefletschender Hunde gehetzt wird. Dieselbe Anzahl Hunde hatte der Freund während des Libanon-Einsatzes töten müssen.

Am nächsten Tag tauchen bei Ari Folman erstmals eigene Erinnerungen an jene Zeit auf, darunter immer wieder ein Bild, das ihn als jungen Soldaten zusammen mit zwei Kameraden beim Baden in einer Beiruter Bucht zeigt. Plötzlich spürt er den unbändigen Drang, das reale Geschehen zu rekonstruieren, und beschließt, einige seiner ehemaligen Kriegskameraden aufzusuchen und zu befragen. Dabei werden verdrängte Erinnerungen Schicht um Schicht freigelegt.

Auf dem Film basiert auch die gleichnamige, bei Atrium erschienene Graphic Novel von Ari Folman & David Polonsky.

Holy.Shit.Shopping in Köln

Dienstag, den 23. November 2010

Zum inzwischen sechsten Mal findet dieses Jahr findet die Weihnachts-Shopping-Lounge Holy.Shit.Shopping statt, die an den Adventswochenenden Station in vier Städten machen wird. Los geht es an diesem Wochenende in Köln, darauf folgen dann Hamburg, Berlin und Stuttgart.

Rund 110 handverlesene junge Designer, Kreative, Künstler und auch einige Verlage präsentieren auf rund 2000 qm eine bunte Mischung an Mode-, Schmuck- und Produktdesign, Kunst, Fotografie, Grafik, Comics und Literatur in besonderer Architektur. Zu musikalischer Begleitung wechselnder DJs und mit einem Drink in der Hand lässt es sich besinnlich durch die Hallen schlendern.

In Köln lädt Reprodukt am Stand zum Schmökern ein und präsentiert Neuheiten und eine große Auswahl aus dem umfangreichen Verlagsprogramm.

Holy.Shit.Shopping Köln, Jack in the box e.V, Vogelsanger Straße 231, D-50825 Köln
email: hello@team-de-luxe.de, www.holyshitshopping.de, facebook
Ă–ffnungszeiten: Sa 12-22 Uhr, So 12-20 Uhr

“Wir können ja Freunde bleiben” – 4. Auflage in Vorbereitung

Montag, den 22. November 2010

Im nächsten Jahr wird der Berliner Verlag Reprodukt sein 20-jähriges Jubiläum begehen und dies unter anderem mit einer Reihe besonderer Buchveröffentlichungen feiern. Als erstes Bonbon wird nun auf dem Verlagsblog die Veröffentlichung der vierten Auflage von Mawils “Wir können ja Freunde bleiben” angekĂĽndigt, das aus gegebenem Anlass ein neues Cover spendiert bekommt. Der Band wird Anfang 2011 in den Handel kommen.

Mit “Wir können ja Freunde bleiben” erschien das erste Album des jungen Berliner Zeichners bei Reprodukt. Ob es nun Begegnungen mit dem anderen Geschlecht oder das Leben in der Plattenbausiedlung sind – Mawil versteht es wie kaum ein anderer deutscher Zeichner, die Leser mit seinen dynamischen, schwarzweiĂźen Zeichnungen in den Bann zu ziehen und sie ein StĂĽck seiner Welt miterleben zu lassen.

” Mawil setzt das ewige Scheitern seiner Hauptfigur in ein dermaĂźen komisches Licht, dass man darin nicht nur Trost findet, sondern zumindest fĂĽr ein paar Momente nie wieder einer von diesen langweiligen Gewinnern sein möchte.” – Die Welt

“Mit flottem Strich gezeichnet und selbstironisch geschrieben, ist Mawil ein unterhaltsames Dokument jener unerfĂĽllten SehnsĂĽchte gelungen, die wohl jeder Heranwachsende mal erlebt hat.” – Der Tagesspiegel

“Statt egozentrischer Nabelschau ein komischer und zugleich zutiefst melancholischer Seelenstriptease.” – Spiegel Online

“Der Woody Allen der hiesigen Comicszene.” – Blitz, Leipzig

Das Cover kennen russische, polnische oder englische Leserinnen und Leser vielleicht schon von den in ihrem Land erschienenen Ausgaben des Bandes, wo sie zuerst Verwendung fanden.

Wir können ja Freunde bleiben (4. Auflage), ISBN 978-3-938511-16-9, 64 Seiten, schwarzweiss, Softcover, 10 EUR, erscheint im Januar bei Reprodukt

“Andere BĂĽcher braucht das Land” – BĂĽcher.Bilder.Bazar 2010, Literaturhaus MĂĽnchen

Sonntag, den 21. November 2010

Im Rahmen der Veranstaltungsreihe “Andere BĂĽcher braucht das Land” des Literaturhauses MĂĽnchen werden am 27. und 28. November zum vierten Mal dreiĂźig unabhängige Verlage aus Deutschland, Ă–sterreich und der Schweiz vorgestellt, die ein besonderes Programm und kunstvolle BĂĽcher im Gepäck haben. Auch der Berliner Comicverlag Reprodukt wird beim diesjährigen Markt der unabhängigen Verlage mit einem Stand zugegen sein. Podiumsdiskussionen, Workshops und Signierstunden begleiten den Markt.

In diesem Jahr ist “Andere BĂĽcher braucht das Land” erstmals offizieller Bestandteil des “Literaturfests MĂĽnchen”, das vom 17. November bis zum 5. Dezember 2010 vom Freistaat Bayern, der Landeshauptstadt MĂĽnchen, dem Börsenverein des Deutschen Buchhandels/Landesverband Bayern und der Stiftung Literaturhaus veranstaltet wird.

Die begleitende Ausstellung zeigt ausgewählte Comicseiten, die seit 2005 in der deutschen Ausgabe von “Le Monde diplomatique” – der internationalen Monatszeitung fĂĽr Politik, Wirtschaft und Kultur – abgedruckt wurden.

Karoline Bofinger, Herausgeberin des Sammelbandes “Le Monde diplomatique – In 50 Comics um die Welt” (Reprodukt) und verantwortlich fĂĽr die Comicseite von ”Le Monde diplomatique”, hat ĂĽber die Jahre die Besten der internationalen Comicschaffenden gewinnen können, jeweils die letzte Seite zu gestalten. Entstanden sind fĂĽnfzig Comics, die einen unberechenbar frechen, oft absurden und manchmal melancholischen Blick auf Politik, Alltag und Kultur werfen (mehr Informationen unter www.monde-diplomatique.de). Der Ausstellungsteil findet mit freundlicher UnterstĂĽtzung durch Armin Abmeier, Helmut Kronthaler und Gerhard Schlegel (Laska Comix) statt.

Eine Auswahl der Comicseiten wird im Foyer des Literaturhauses ausgestellt, einige Seiten sowie Plakate und Siebdrucke von ATAK, Volker Pfüller, Henning Wagenbreth und Münchner Illustratoren und Comiczeichnern werden zum Verkauf angeboten. Comic Company, die Fachbuchhandlung für Comics und graphische Literatur, präsentiert fachkundig ausgewählte Comics und Graphic Novels.

Am Sonntag, dem 28. November um 13 Uhr diskutieren Karoline Bofinger, Franz Gerg und Daniel WĂĽllner ĂĽber Comics in Zeitungen und Magazinen: “Nur bunte Bilder in der BleiwĂĽste?”.

Stiftung Buch-, Medien- und Literaturhaus MĂĽnchen, Salvatorplatz 1, D-80333 MĂĽnchen
www.literaturhaus-muenchen.de
Ă–ffnungszeiten: Sa 11-19 Uhr, So 11-18 Uhr, III. Obergeschoss

Fünf Fragen: Lisa Schöttler | Universität Münster

Samstag, den 20. November 2010

Ein Indikator für die stetig wachsende Anerkennung von Comics ist das wissenschaftliche Interesse, das der Kunstform entgegengebracht wird. Nicht nur im praktischen, sondern auch im theoretischen Unterricht wird sich an Hochschulen dem Thema genähert. Dazu gibt es Fachsymposien, Konferenzen sowie immer mehr Sekundärliteratur und Abschlussarbeiten in den verschiedensten Studiengängen.

Die in MĂĽnster lebende Lisa Schöttler arbeitet derzeit an einer Arbeit zum Thema Comic, mit der sie den Masterstudiengang Komparatistik/Kulturpoetik an der Westfälischen Wilhelms-Universität MĂĽnster abschliessen wird. Zuvor hatte sie den Bachelorstudiengang Kulturwissenschaften an der Uni Paderborn erfolgreich beendet, im FrĂĽhjahr 2010 absolvierte sie ein Praktikum bei Reprodukt in Berlin. Zu ihrer Abschlussarbeit haben wir ihr unsere “FĂĽnf Fragen” gestellt.

Komparatistik und Kulturpoetik wird nicht jedem etwas sagen. Können Sie die Fächer bitte kurz erläutern?

Als Komparatistik versteht man auch die Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft. Es geht vor allem um die Relationen zwischen internationalen und transkulturellen Literaturbeziehungen. Fremdsprachige Texte gehören somit ebenso zum Inhalt wie interdisziplinäre und -mediale Herangehensweisen. Ich habe jedoch in meinem Studium den Schwerpunkt Kulturpoetik gewählt. Die Kulturpoetik geht von einem weit gefassten “Text”-Begriff aus. Nicht nur der Text an sich steht im Fokus des Interesses, sondern auch seine Strukturen und Repräsentationsformen. Jede Kultur verfĂĽgt quasi ĂĽber eine eigene Poetik, die konstruiert ist und sich in einem beständigen Wandel befindet. Es offenbaren sich Energien und Phänomene, die es zu fassen versuchen gilt. Gerade bei Gegenwartsphänomenen kann es zu spannenden Auseinandersetzungen kommen.

Kulturpoetik angemessen zu definieren fällt mir recht schwer, und bevor ich mich um Kopf und Kragen rede, verweise ich lieber auf die Vorstellungsseite des Studiengangs im Internet.

Welchen Stellenwert nehmen nun Comics bzw. Graphic Novels darin ein?

NatĂĽrlich stehen Literatur und literaturwissenschaftliche Herangehensweisen verstärkt im Fokus, doch andere Medien können ganz umkompliziert mit eingebunden werden. Neben Computerspiel-Szenarien und Pop-Musik können daher auch immer wieder Comics in den Seminarinhalten auftauchen, bzw. es ist einem freigestellt, Fragestellungen zu diesen Themen zu erarbeiten. Leider konnte ich während meiner Studienzeit nur ein Seminar besuchen, welches sich konsequent mit Comics beschäftigte – der Seminartitel lautete “Comics und Literatur”. FĂĽr mich hatte dieses Seminar einen bedeutenden Stellenwert, da hier meine Leidenschaft fĂĽr die grafische Literatur neu entfacht wurde. Nach Möglichkeit habe ich in anderen Seminaren immer wieder versucht, Auseinandersetzungen mit Comics und/oder Animationsfilmen in Essays oder Hausarbeiten einzubauen. Und letztendlich habe ich Comics und Graphic Novels zum Thema meiner abschlieĂźenden Masterarbeit gewählt.

Soweit ich richtig informiert bin, findet aber auch dieses Wintersemester erneut ein Seminar zum Comic statt, das sich mit der transmedialen Erzählweise, also den medienspezifischen und gattungseigenen Narrationsmöglichkeiten, der grafischen Literatur befasst.

Worum geht es genau in Ihrer Masterarbeit, was ist Ihr Ansatz?

Als Thema meiner Masterarbeit habe ich mir als Untersuchungsgegenstand Autobiografien und Archivierung im Gegenwartscomic ausgewählt. Ich versuche also größtenteils mit den Comicpublikationen nach 2000 zu arbeiten und setze den Fokus auf autobiografisch gefärbte, deutschsprachige Comics und Graphic Novels. In einem ersten Schritt versuche ich die Entwicklung, Problematik und Faszination des Comics als Medium fĂĽr autobiografische Erzählungen zu beleuchten. Neben der Hinwendung zu Comic-Traditionen wird deutlich, dass gerade im Bezug auf reale Gegebenheiten, Gegenstände etc. der Comic als ein kulturelles Archiv dienen kann. Fremdmaterial, mit dem der Autor das GefĂĽhl der Authentizität untermauert oder simuliert, wird so in den Comic eingeschleust und archiviert. Auf diese Möglichkeit verweist schon Dr. Bernd Dolle-Weinkauff, dessen These ich näher beleuchte und fortfĂĽhre. Wie Dolle-Weinkauff ziehe ich die AusfĂĽhrungen meines Dozenten Moritz BaĂźler heran, der in seinem Buch “Der deutsche Pop-Roman. Die neuen Archivisten” (C.H. Beck) in der deutschen Pop-Literatur der 1990er ebendiese These des kulturellen Archivierens entwickelt. Da sich Untersuchungen zum Comic hervorragend mit Texten zum Pop, bzw. zur Pop-Literatur verknĂĽpfen lassen, versuche ich mit zwei weiteren Theorietexten zur Pop-Literatur zu verdeutlichen. Diese schlieĂźen den Kreis der Fragestellung bezĂĽglich der Vorstellungen und Ausgestaltungen von Lebensgeschichten und schlieĂźen auch die Frage nach der Darstellbarkeit von Gegenwart, bzw. die Erzeugung von Gegenwart und Unmittelbarkeit mit ein.

Können sie schon etwas von ihren Ergebnissen verraten?

Leider kann ich mit keinen neuen Entdeckungen oder bahnbrechenden Thesen aufwarten – das wäre im Sinne und Rahmen einer Masterarbeit gar nicht möglich.

Was ich einfach während der Recherche und des Schreibens bemerkt habe und faszinierend finde, ist die enge Verknüpfung von Musik, Literatur, Pop und Comic, die spätestens seit den 1960ern immer wieder kreativ und innovativ verschmilzt. Neben den Comic-Avantgardisten in den 1990ern wird dies auch in der jungen Comic-Generation deutlich. Letztere arbeiten aber verstärkt mit eher klaren Linien, oder besser gesagt, klaren Geschichten und Erzählungen. Dies kann die Rezeption des Lesers erleichtern und macht vielleicht auch einen Teilerfolg der heutigen Comics aus.

Ferner ließe sich sagen, dass gerade die Gegenüberstellung von Comic, Autobiografie und archivierendem Pop-Roman höchst interessant ist. Alle Erscheinungsformen arbeiten auf ihre Weise mit der Wiedererkennung und Sinnstiftung durch den Leser; wenn nun alles in einem Comic zusammenfällt, erhöhen sich womöglich die kreativen Möglichkeiten, bzw. wird die Lektüre erleichtert. Aufgrund der Rahmenbedingungen lasse ich diesen Satz jedoch als These stehen und würde ihn nicht ohne weitere Nachforschungen und Überlegungen beantworten.

Arbeiten weitere Kommilitoninnen und Kommilitonen an Arbeiten in dieser Richtung und gibt es einen Austausch untereinander?

Die Kommilitonen meines Jahr- und Studiengangs (wird sind eine kleine Truppe) haben ihre Abschlussarbeiten zu anderen Themen verfasst. Hingegen kann ich auf einen guten Freund verweisen, der seine Masterarbeit den Comic-Strips Rodolphe Töpffers gewidmet hat. Außerdem habe ich in diesem Jahr während einer Tagung der Gesellschaft für Comicforschung (ComFor) und weiteren Tagungen immer mehr Studenten kennengelernt, die ihre Abschlussarbeiten dem Comic widmen. Dabei kommen die unterschiedlichsten Herangehensweisen und Untersuchungsaspekte zutage, das finde ich sehr spannend.

Austausch untereinander ist also schon vorhanden, allerdings fehlt womöglich bisher eine geeignete Plattform. Leider besitzt ja nicht jede Universität Arbeits- und Forschungsstellen zur grafischen Literatur, wie es beispielsweise in Hamburg der Fall ist. Vom subjektiven Empfinden her würde ich aber schon sagen, dass sich Comic-spezifische Inhalte immer häufiger in Seminaren wiederfinden lassen. Ich würde mich freuen, wenn dies ein anhaltender oder sogar wachsender Trend ist.

Die Bildausschnitte stammen vom AnkĂĽndigungsposter der Jahrestagung der Gesellschaft fĂĽr Comicforschung. Das Plakat wurde von Sascha Hommer gestaltet.

Ulli Lust signiert in Paris

Freitag, den 19. November 2010

Passend zur Aufnahme ihrer autobiografischen Graphic Novel “Heute ist der letzte Tag vom Rest deines Lebens” (avant-verlag) – die mittlerweile bereits in der dritten Auflage vorliegt – in die “SĂ©lection Officielle” des Comicfestivals in AngoulĂŞme, wird Ulli Lust in der nächsten Woche in Paris zu einer Reihe von Signierstunden erwartet.

An drei Terminen wird sie die jĂĽngst erschienene französische Ausgabe des Buches, das unter dem Titel “Trop n’est pas assez” bei Editions çà et lĂ  erschienen ist, signieren:

Mittwoch, 24. Oktober, 18:30 Uhr
L’Arbre Ă  Lettres RĂ©publique, boulevard du Temple 33/35, F-75003 Paris
Tel. +33 (0)1 48 04 76 52
www.arbrealettres.com

Donnerstag, 25. Oktober, 18:30 Uhr
Le Monte en l’Air, rue de MĂ©nilmontant 71, F-75020 Paris
Tel. +33  (0)1 40 33 04 54
lemontenlair.free.fr

Freitag, 26. Oktober, 18 Uhr
Super HĂ©ros, rue Saint Martin 175, F-75003 Paris
Tel. +33 (0)1-42-74-34-74
www.librairie-superheros.com

“SĂ©lection Officielle” – AngoulĂŞme 2011

Donnerstag, den 18. November 2010

Ende Januar 2011 findet das 38. Internationale Comicfestival in AngoulĂŞme statt, das wichtigste und größte Comicfestival Europas, auf dem – wie in jedem Jahr – die wichtigsten europäischen Comicpreise verliehen werden. Die ausgezeichneten Titel werden aus einer 50 Titel umfassenden Longlist ausgewählt, die am gestrigen Abend veröffentlicht wurde. Diese “SĂ©lection Officielle” ist seitens der Festivaljury sowohl als Vorauswahl fĂĽr die Preise als auch als Auflistung empfehlenswerter Titel des vergangenen Jahres gedacht. Und auch in diesem Jahr machen Graphic Novels neben den klassischen Albenformaten einen GroĂźteil der gelisteten Titel aus.

Besondere freut natĂĽrlich die Nominierung von Ulli Lusts “Heute ist der letzte Tag vom Rest deines Lebens” (avant-verlag), dessen französische Ăśbersetzung als “Trop n’est pas assez” (Editions çà et lĂ ) in der Liste gefĂĽhrt wird. Nach Ulli Oesterles “Hector Umbra” und Jens Harders “Alpha” (beide Carlsen) im vergangenen Jahr ist dies eine weitere Anerkennung deutschsprachiger Comics auch in Frankreich.

Unter den darĂĽber hinaus ausgewählten Titeln befindet sich eine ganze Reihe von Comics, die bereits in Deutschland veröffentlicht sind oder in naher Zukunft erscheinen werden. Von den Titeln der “SĂ©lection Officielle” sind bereits erhältlich: Brecht Evens’ “Am falschen Ort” (Reprodukt), Apostolos Doxiadis’ und Christos H. Papadimitrious’ “Logicomix” (Atrium), Osamu Tezukas und Naoki Urasawas “Pluto” (Carlsen), Robert Kirkmans “The Walking Dead” (Cross Cult) und Ed Brubakers und Sean Phillips’ “Incognito” (Panini). Die ebenfalls aufgefĂĽhrte Graphic Novel “Wilson” von Daniel Clowes erscheint in zwei Wochen bei Eichborn.

Weitere Titel der Auswahl sind hierzulande bereits in Vorbereitung, aber noch ohne konkrete Erscheinungstermine: “5.000 Kilometer pro Sekunde” von Manuele Fior (avant-verlag), “Gaza” von Joe Sacco, “Coney Island Baby” von Nine Antico (beide Edition Moderne), “Asterios Polyp” von David Mazzucchelli (Eichborn), sowie “X’ed out” von Charles Burns, “Pour l’empire” von Bastien Vives & Merwan Chabane, “Der Mann, der seinen Bart wachsen liess” von Olivier Schrauwen und “Markttag” von James Sturm (alle Reprodukt).

Graphic Novels auf der BuchWIEN 10

Donnerstag, den 18. November 2010

Wie schon in den letzten zwei Jahren wird es auch 2010 einen Stand mit Graphic Novels auf der BuchWIEN geben, die in diesem Jahr vom 15. bis zum 21. November stattfinden wird. Die Berliner Verlage Reprodukt und avant-verlag sowie die Zürcher Edition Moderne werden ihre Neuheiten und Klassiker aus der Backlist gemeinsam präsentieren.

Der Graphic-Novels-Stand wird Teil des Gemeinschaftsstands der Independent-Verlage sein und von Sebastian Oehler von Reprodukt und Sebastian Broskwa von der österreichischen Auslieferung Pictopia betreut werden.

Als Gäste werden in diesem Jahr die Zeichner und Zeichnerinnen Arne Bellstorf (“Baby’s in Black – The Story of Astrid Kirchher & Stuart Sutcliffe”), Line Hoven (“Liebe schaut weg”) und Barbara Yelin (“Gift”, zusammen mit Peer Meter, alle Reprodukt) erwartet, die gemeinsam einen Abend im phil bestreiten und dort ĂĽber ihre BĂĽcher sprechen werden. In einem Workshop auf der BuchWIEN erklärt Arne Bellstorf “Wie ein Comic entsteht“.

Abseits des Graphic-Novel-Standes bei den Independent Verlagen ist auch eine eigene Comic-Lounge auf der BuchWIEN geplant, bei der sich vor allem die heimische Szene dem Messepublikum präsentieren wird.

Workshop mit Arne Bellstorf: “Wie ein Comic entsteht” auf der Messe Wien, Seminarraum 1+2, Donnerstag, 18. November 2010, 11.30 bis 13 Uhr

“Lebenslinien – Biopic im Comic” mit Arne Bellstorf, Line Hoven und Barbara Yelin. KĂĽnstlergespräche moderiert von Karin Krichmayr (“Der Standard”), Signierstunde und Party mit DJ Urbs und Tag Tool im phil, Freitag, 19. November 2010, 20 Uhr

Am Samstag, dem 20. November werden Arne Bellstorf, Line Hoven und Barbara Yelin ihre BĂĽcher in der BILDERBOXvienna signieren. Beginn der Signierstunde ist 16 Uhr.

BILDERBOXvienna, Kirchengasse 40/1, A-1070 Wien
Tel. +43 1 2931686
www.facebook.com/Bilderbox
Ă–ffnungszeiten: Mo-Fr 11-19.30 Uhr, Sa 12-18.30 Uhr

phil, GumpendorferstraĂźe 10-12, A-1060 Wien
Tel. +43 (0)1 581 04 89
email: info@phil.info, www.phil.info
Eintritt 3 EUR, frei fĂĽr BuchWIEN BesucherInnen

Messe Wien, TrabrennstraĂźe, A-1021 Wien
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“Glutauge”

Mittwoch, den 17. November 2010

Am 10. November stellte Christoph Haas in der “SĂĽddeutschen Zeitung” “Die Reise mit Bill” von Matthias Schultheiss (Splitter) vor. Die Besprechung lässt sich nun auf der Produktseite von buecher.de nachlesen.

Glutauge

Matthias Schultheiss’ „Reise mit Bill“ wirkt aus der Zeit gefallen – aufregend gezeichnet ist sein Comeback aber doch

Er war ein Star. Wenn in den achtziger Jahren deutsche Leser von einer Comic- Szene träumten, die so lebhaft sein sollte wie etwa in Frankreich, dann war immer von ihm die Rede, von Matthias Schultheiss. Der Hamburger Künstler war seiner spärlichen heimischen Konkurrenz weit voraus. Mit Serien wie „Die Wahrheit über Shelby“ und „Die Haie von Lagos“ bewies er, dass er nicht nur lebhaft- dramatische Bilder aufs Papier bannen, sondern auch spannende Abenteuerstories für Erwachsene erzählen konnte. Mit seiner drastischen Darstellung von Sex und Gewalt machte er sich allerdings nicht nur Freunde; künstlerische Freiheit wurde im Comic damals noch unter dem Aspekt des Jugendschutzes betrachtet. Und so fulminant diese Karriere begonnen hatte, so plötzlich brach sie ab. Nach Versuchen, in den USA und Japan Fuß zu fassen, gab Schultheiss das Zeichnen auf und verdingte sich beim Fernsehen. mehr