Graphic Novels
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Monatsarchiv für Januar 2011

“Ich will nicht mehr cool sein”

Montag, den 31. Januar 2011

Bereits im Vorfeld zum an sie verliehenen Preis in AngoulĂȘme wurde Ulli Lust (“Heute ist der letzte Tag vom Rest deines Lebens”, avant-verlag) von “Welt Kompakt”-Redakteur Michael Bee besucht, der die Zeichnerin und weitere in Berlin lebende Comicschaffende vorstellt.

“Ich will nicht mehr cool sein”

Ulli Lust zeichnet Romane – Berlin ist eine Hochburg der “Graphic Novel” / Die Produktion dauert lang, oft sogar mehrere Jahre

Gerade kommt sie aus Paris und hat sich einen Kritikerpreis abgeholt. Jetzt sitzt sie in ihrer Wohnung in Prenzlauer Berg, in ihrem kleinen Wohnatelier an der Lychener Straße, und hat nur wenig Zeit. Gleich muss sie zur Kunsthochschule Weißensee, wo sie ZeichenschĂŒlern den richtigen Strich beibringt. Ulli Lust ist derzeit eine gefragte Frau: Im Moment arbeitet sie an ihrem nĂ€chsten Großprojekt, einer Comicadaption des dĂŒsteren NS-Romans “Flughunde” von Marcel Beyer, die sie fĂŒr den Suhrkamp Verlag anfertigt. mehr

“Die Bilderbuch-Blase platzt”

Montag, den 31. Januar 2011

Begleitend zum “38. Festival International de la Bande DessinĂ©e AngoulĂȘme 2011″ am vergangenen Wochenende erschien in der “Welt” ein Branchenreport von Gesche WĂŒpper zum französischen Comicmarkt. Dort leidet die Branche unter einer anhaltenden Titelflut.

Die Bilderbuch-Blase platzt

Französische Comic-Branche leidet unter Überproduktion – VerkĂ€ufe rĂŒcklĂ€ufig / Mit einem Anteil von zwölf Prozent am gesamten Buchmarkt, sind Comics in Frankreich genau so bedeutend wie TaschenbĂŒcher

Reisende auf dem Pariser Bahnhof Gare Montparnasse rieben sich verwundert die Augen. Denn neben den Gleisen standen Lucky Luke, Garfield und Barbar höchstpersönlich. Die Comic-Helden warteten auf die Abfahrt eines Sonderzuges in Richtung AngoulĂȘme. In der sĂŒdwestfranzösischen Stadt trifft sich noch bis Sonntag die internationale Comic-Szene auf ihrem alljĂ€hrlichen Festival. Eigentlich hĂ€tte die Branche allen Grund zur Freude. Immerhin erhielt sie in Frankreich bereits höchste kulturelle Weihen. mehr

Preise auf Comicfestival AngoulĂȘme vergeben

Sonntag, den 30. Januar 2011

Am spĂ€ten Sonntagnachmittag wurden im französischen AngoulĂȘme mit den “PalmarĂšs officiel d’AngoulĂȘme 2011″ die Preise des grĂ¶ĂŸten europĂ€ischen Comicfestivals vergeben.

Auch diesmal ging ein Preis an einen Comic, der ursprĂŒnglich in Deutschland veröffentlicht wurde: Ulli Lusts “Heute ist der letzte Tag vom Rest deines Lebens” (avant-verlag) respektive “Trop n’est pas assez” (Editions Çà et lĂ ) wurde mit dem “Prix RĂ©vĂ©lation” ausgezeichnet.

Eine Reihe weiterer prĂ€mierter Titel sind in Deutschland bereits erschienen oder angekĂŒndigt: Mit Manuele Fiors “5000 Kilometer in der Sekunde” ging mit dem “Prix du meilleur Album 2011″ sogar die grĂ¶ĂŸte Festivalauszeichnung ebenfalls an einen Band des avant-verlags, der hierzulande im Mai erscheinen wird.

Ebenfalls angekĂŒndigt ist “Asterios Polyp” von David Mazzuchelli (Eichborn, erscheint im August), der mit dem Spezialpreis der Jury ausgezeichnet wurde. Noch ohne Termin ist Joe Saccos “Gaza 1952″, der den “Prix regards sur le Monde” erhielt und von der Edition Moderne publiziert werden wird.

Bereits erschienen ist Brecht Evens’Am falschen Ort” (Reprodukt), der – wie im Vorjahr Jens Harder – mit dem “Prix de L’Audace” ausgezeichnet wurde. Der “Prix Intergenerations” ging an “Pluto” von Naoki Urazawa und Osamu Tezuka (Carlsen).

Mit Spannung erwartet wurde auch die Vergabe des “Grand Prix”: Der PreistrĂ€ger der Auszeichnung wird im nĂ€chsten Jahr mit einer großen Schau bedacht und zudem die PrĂ€sidentschaft des Festivals ĂŒbernehmen. Mit Art Spiegelman (“Die vollstĂ€ndige Maus”, Fischer) wird nach Will Eisner im Jahr 1975 und Robert Crumb 1999 zum dritten Mal in der 38-jĂ€hrigen Geschichte des Festivals ein Amerikaner mit der mindestens europaweit prestigetrĂ€chtigsten Auszeichnung bedacht.

Informationen zu allen Titeln, den französischen Verlagen und den PreistrÀgerinnen und PreistrÀgern finden sich auf der offiziellen Website des Festivals.

Das Presseecho ist wie immer sehr breit, vor allem in Frankreich berichten alle wichtigen Zeitungen ĂŒber die Verleihung, darunter Le Monde, Le Figaro, Paris Match, Le Point und Metro France sowie die Presseagentur AFP. In Österreich berichtet “Der Standard” und in Deutschland greift der Berliner “Tagesspiegel” die Preisverleihung auf: “AngoulĂȘmer Offenbarung”.

FĂŒnf Fragen: Sabine Sternagel-Böttger | SĂŒddeutsche Zeitung

Samstag, den 29. Januar 2011

Anfang MĂ€rz startet die Graphic-Novel-Edition der “SĂŒddeutschen Zeitung”. Nach den Comicreihen der “Frankfurter Allgemeinen Zeitung” und der “Bild” – beide bereits vor einigen Jahren erschienen – ist die Edition der “SĂŒddeutschen Zeitung” die dritte Sonderausgabe einer Tageszeitung, die sich dem Thema Comic widmet – aber die erste, in der ausschließlich Graphic Novels publiziert werden. Zu den Titeln, die nun veröffentlicht werden, gehören Lizenzen einiger der renommiertesten und erfolgreichsten Graphics Novels der letzten Jahre, darunter “Maus” von Art Spiegelman, “Fun Home” von Alison Bechdel oder “Vertraute Fremde” von Jiro Taniguchi.

Sabine Sternagel-Böttger, im Hause mitverantwortlich fĂŒr die Graphic-Novel-Edition, hat sich die Zeit fĂŒr die Beantwortung unserer “FĂŒnf Fragen” genommen.

Wie entstand die Idee zur Graphic-Novel-Edition der “SĂŒddeutschen Zeitung”?

Das Konzept zu einer Graphic-Novel-Edition hatten wir schon seit einigen Jahren auf dem Tisch, haben es aber immer wieder zurĂŒckgestellt, da wir der Meinung waren, dass der richtige Zeitpunkt fĂŒr uns noch nicht gekommen war. In den letzten Jahren hat sich aber viel auf diesem Gebiet getan. Es gibt inzwischen eine vielfĂ€ltige Auswahl anspruchsvoller und ausgezeichneter Titel, aus denen wir unsere BĂ€nde auswĂ€hlen konnten.

Nach welchen Kriterien haben sie die Titel ausgesucht?

Wir achten bei all unseren Reihen immer auf eine gute Mischung aus Klassikern, neueren Titeln sowie Geheimtipps. Unsere aktuelle Reihe zeichnet sich durch eine große thematische Bandbreite von Biographie ĂŒber Krimi bis hin zu Werken mit geschichtlichen, politischen und gesellschaftlichen Schwerpunkten aus.

War es schwierig, die Verlage von der Idee zu ĂŒberzeugen?

Nein, wir sind sehr froh, dass die Verlage durchweg von der Idee angetan waren. Es sind fast alles Verlage, die eine ganze Reihe von Graphic-Novel-Titeln im Angebot haben und fĂŒr dieses Genre offen sind. Die GNs sind immer noch eine Nische im Buchhandel und die zusĂ€tzliche Aufmerksamkeit wird diesem Thema sicherlich gut tun.

Warum werden die Titel auf einen Schlag veröffentlicht und nicht – wie bei den DVDs oder der Literaturedition – in regelmĂ€ĂŸigen AbstĂ€nden?

Bei einer kleinen Reihe mit 10 Titeln ist es sinnvoller, diese auf einmal zu veröffentlichen. Wenn man mit einer neuen Reihe startet, ist es wichtig, dass dies auch im Buchhandel auffĂ€llt. WĂŒrden wir mit 4 neuen Titeln in der Graphic-Novel-Ecke auftauchen, besteht die Gefahr, dass die BĂŒcher leichter untergehen. Stehen dort aber direkt alle 10 Titel, fallen sie schon deutlich mehr auf.

Bei unseren großen Buch- oder Filmreihen ist es von der Menge und dem Aufwand her sinnvoller, diese in regelmĂ€ĂŸigen AbstĂ€nden zu veröffentlichen. Nur sehr wenige Menschen möchten 50 BĂŒcher auf einmal kaufen. Bei 10 Titeln sieht es aber schon anders aus.

Werden die Titel auch im Feuilleton der “SĂŒddeutschen Zeitung” vorgestellt?

Die ganze Reihe wird am 12. MĂ€rz in einer 4-seitigen Sonderverlagsbeilage in der “SĂŒddeutschen Zeitung” vorgestellt. Jeweils freitags werden dann die BĂŒcher in der “SZ” besprochen.

avant-verlag auf youtube

Freitag, den 28. Januar 2011

Der Berliner avant-verlag hat einen Kanal auf youtube eröffnet. Dort werden in Zukunft BeitrĂ€ge zu den im Verlag erschienenen BĂŒchern gesammelt und Preview-Videos veröffentlicht. Den Beginn machen zwei VIdeos in denen die Neuveröffentlichungen “Klezmer Band 3: Diebe, alles Diebe!” von Joann Sfar, “König der Fliegen Band 1: Hellorave” von Mezzo und Pirus sowie “Peplum” von Blutch vorgestellt werden.

Zum youtube-Kanal des avant-verlags gelangt man hier.

Shaun Tan fĂŒr Oscar nominiert

Mittwoch, den 26. Januar 2011

Der fĂŒr seine Bildergeschichten und Graphic Novels wie “Ein neues Land” bekannte Autor Shaun Tan hat seine Geschichte “Die Fundsache” (beide Carlsen) als Kurzfilm adaptiert. Dieser in Zusammenarbeit mit Andrew Ruhemann entstandene Animationsfilm wurde nun fĂŒr einen Oscar in der Kategorie “Short Film (Animated)” nominiert.  Damit ist der australische Autor fĂŒr einen weiteren, namhaften Preis nominiert, nachder er fĂŒr seine BĂŒcher bereits zahlreichen internationalen Auszeichnungen erhalten hat, darunter in Deutschland den den Deutschen Jugendliteraturpreis 2009.

Zur Website zum Film gelangt man hier, einen Trailer kann man hier sehen.

“Klassiker als Comic – Verlage entdecken eine neue Kunstform”

Dienstag, den 25. Januar 2011

Am gestrigen Montagabend berichtete das “NDR Kulturjournal” ĂŒber die Aufmerksamkeit, die Literaturadaptionen durch Comics von Seiten der Verlage und des Publikums entgegengebracht wird. Vorgestellt werden unter anderem die “Faust”-Adaption von Flix (Carlsen), Kafkas “Die Verwandlung” von Eric Corbeyran und Richard Horne (Knesebeck) sowie “Paul Austers Stadt aus Glas” von Paul Karasik und David Mazzucchelli (Reprodukt).

Zu Wort kommt auch der Leiter des Taschenbuchsparte bei Suhrkamp, Winfried Hörning, der die Richtung des bisher vage angekĂŒndigten Graphic-Novel-Programms erlĂ€utert. Der Schwerpunkt bei Suhrkamp wird auf Literaturadaptionen liegen, die Interesse an den Vorlagen und klassischer Literatur im Allgemeinen wecken sollen. Graphic Novels als eigenstĂ€ndige literarische Formate werden bei Suhrkamp also nicht im Fokus stehen.

Der Beitrag lÀsst sich in der hier ansehen.

“Wie das Leben so spielt” – Ausstellung in der Galerie Neurotitan, Berlin

Montag, den 24. Januar 2011

Ab dem 11. Februar 2011 werden in der Berliner Galerie Neurotitan unter dem Titel “Wie das Leben so spielt” Illustrationen aus der Zeitschrift “Das Magazin” gezeigt. Unter den beteiligten KĂŒnstlerinnen und KĂŒnstlern, die in den letzten Jahren regelmĂ€ĂŸig fĂŒr die Zeitschrift tĂ€tig waren, sind auch einige, die fĂŒr ihre eigenen BĂŒcher bekannt sind, darunter Jule K. (“Love Rehab”, Edition 52), Nadia Budde (“Such dir was aus, aber beeil dich! Kindsein in zehn Kapiteln”, Fischer Schatzinsel) und ATAK (“Der Struwwelpeter” mit Fil, Kein & Aber). Mit Stefanie Wunderlich und Carolin Löbbert sind auch zwei KĂŒnstlerinnen aus dem Umfeld der Anthologie “Spring” vertreten.

“Dabei wird die Vielfalt der Stile in der heutigen Illustration sichtbar: Vom klassischen handgemalten Bild in Öl oder Tusche, Zeichnungen, Collagen, Scherenschnitten bis hin zu Arbeiten, die am Computer entstehen. Der besondere Reiz der Ausstellung besteht darin, die Wirkung der Arbeiten sowohl »pur« als auch im journalistischen Kontext zu zeigen und Dimension und MaterialitĂ€t der Arbeiten anschaulich zu machen.”

Die Ausstellung wird am 11. Februar um 19:30 Uhr mit einer Vernissage eröffnet und anschließend bis zum 5. MĂ€rz zu sehen sein.

Galerie Neurotitan, Haus Schwarzenberg, Rosenthalerstraße 39, D-10178 Berlin
Tel. (030) 308 725 76, Fax (030) 282 90 33
www.neurotitan.de, shop@neurotitan.de
Öffnungszeiten: Mo-Sa 12-20 Uhr, So 14-19 Uhr

FĂŒnf Fragen: David Basler | Edition Moderne

Samstag, den 22. Januar 2011

Nicht erst seit dem durchschlagenden Erfolg von Marjane Satrapis “Persepolis”, das die Etablierung von Graphic Novels im Buchhandel maßgeblich vorangetrieben hat, veröffentlicht die Edition Moderne bedeutende Comics in deutscher Sprache: Literarische Titel etwa von Edmond Baudoin (“Die Reise”) oder Jacques Tardi (“Grabenkrieg”) sind seit jeher fester Bestandteil des Verlagsprogramms. BĂŒcher von Anke Feuchtenberger (“Die Hure H zieht ihre Bahnen”) oder die Humorminiaturen von Katz & Goldt (“UnglĂŒck mit allerlei Toten”) vervollstĂ€ndigen das Programm.

Der in ZĂŒrich beheimatete Verlag kann in diesem Jahr auf 30 Jahre Verlagsgeschichte zurĂŒckblicken, ein JubilĂ€um, zu dem wir an dieser Stelle herzlich gratulieren. Der VerlagsgrĂŒnder und -leiter David Basler beantwortet unsere “FĂŒnf Fragen”.

Wie kam es zur GrĂŒndung der Edition Moderne?

Der Verlag wurde 1981 gegrĂŒndet, weil damals nur ganz wenig Comics aus Frankreich auf Deutsch ĂŒbersetzt wurden.

Auf welche Ereignisse, Entwicklungen oder Publikationen blicken Sie besonders gern zurĂŒck?

An meine erste Buchmesse in Frankfurt, wo ich den Stand mit Rossi Schreiber (Schreiber & Leser) und Abi Melzer (Melzer Verlag) teilte und genau ein Buch publiziert hatte: “ZIG ZAZ ZOUG” (von Aloys). Ein Mann sprach mich an, gratulierte mir zu diesem Titel und offerierte mir ein Glas Sekt. Es war Didier Pasamonik, ein belgischer Verleger, der heute in Frankreich einen Blog betreibt (ActuaBD.com). Das war ein Superstart!

Über die Jahre schĂ€tze ich immer wieder den Kontakt zu den Autorinnen und Autoren, die durch die Publikation ihrer BĂŒcher im Verlag möglich wurde.

Welche Rolle spielten Graphic Novels bei der Entwicklung des Verlags?

Mit “Joe’s Bar” von Munoz/Sampayo haben wir schon 1982 als zweiten Titel ĂŒberhaupt eine Graphic Novel publiziert. Die beiden sind fĂŒr mich immer noch die GrĂ¶ĂŸten.

Haben Sie fĂŒr das JubilĂ€umsjahr besondere Aktionen oder Veröffentlichungen geplant?

Wir planen am Internationalen Comixfestival Fumetto in Luzern im April eine Geburtstagsparty mit den beiden “20jĂ€hrigen”: Reprodukt und Fumetto. Dazu gibt es mit Reprodukt weitere Events im 2. Halbjahr 2011.

Was sind die Perspektiven fĂŒr den Verlag in der nĂ€heren Zukunft?

Das GefĂŒhl, dass mit Comics und neuerdings Graphic Novels, noch sehr viel möglich ist, ist immer noch da. Das Potential ist bei weitem nicht ausgeschöpft!

Neue Graphic Novels im avant-verlag

Freitag, den 21. Januar 2011

Auch der Berliner avant-verlag hat nun sein FrĂŒhjahrsprogramm vorgestellt. Neben neuen Titeln bereits etablierter Autoren wie zum Beispiel Manuele Fior, dessen “5000 Kilometer in der Sekunde” bereits internationale Preise einheimsen konnte, sind auch neue Autorinnen und Autoren im Programm. So wird zum Beispiel mit Patrick McEowns “Hair Shirt” ein internationales Talent erstmals in Deutschland veröffentlicht und mit Marijpol das BuchdebĂŒt der schon seit geraumer Zeit in der Hamburger Illustrations- und Comicszene aktiven Zeichnerin vorgelegt.

Zum diesjĂ€hrigen VerlagsjubilĂ€um – gegrĂŒndet wurde der avant-verlag von Johann Ulrich 2001 – wurde nun auch das JubilĂ€umslogo veröffentlicht (siehe oben links).

“Hair Shirt” von Patrick McEown

Ein Buch ĂŒber das Ende der Kindheit und das Erwachsenwerden. In einer kanadischen Kleinstadt spielt die Geschichte von John und und Naomi, die sich schon als Kinder kannten und nun als Jugendliche wieder begegnen.

Sie verlieben sich, mĂŒssen aber erkennen, dass sie die Erinnerung an die Vergangenheit aus sentimentalen StreifzĂŒgen, ersten sexuellen Erfahrungen, aber auch der Kindheitstraumata einholt.

Denn schmerzliche Erfahrungen und dunkle Geheimnisse von frĂŒher treten plötzlich wieder in ihr Leben und ihre schlimmsten AlptrĂ€ume sind zurĂŒck… Patrick McEown schafft mit lockerem Strich die AtmosphĂ€re eines David-Lynch-Films.

Hair Shirt, ISBN 978-3-939080-46-6, Softcover, farbig, 128 Seiten, 17,95 EUR, erscheint im Februar 2011

“Grenzfall” von Thomas Henseler & Susanne Buddenberg

DDR 1982, Ost-Berlin: Der SchĂŒler Peter Grimm rebelliert gegen die Meinungsdiktatur und gegen einen Staat, der einem die Luft zum Atmen nimmt. Durch seinen Freiheitsdrang fĂŒhlt er sich zur Familie Robert Havemanns hingezogen, wo er viele Freunde und Gleichgesinnte findet. Daraufhin wird er wegen seiner “moralisch charakterlichen Grundhaltung” vom Abitur ausgeschlossen und von der Schule geworfen.

Doch Peter bleibt seinen Idealen treu: Zusammen mit Freunden gibt er die illegale Zeitung “Grenzfall” heraus, in der unzensierte Artikel erscheinen, die die Machthaber am liebsten verschweigen wĂŒrden. Der “Grenzfall” entwickelt sich zum illegalen Bestseller, der in der ganzen DDR von Hand zu Hand und unter dem Ladentisch weitergegeben wird. Der ganze Überwachungsapparat der Staatssicherheit wird aufgeboten, um den “Grenzfall” zu stoppen. Doch auch im engsten Zirkel der “Grenzfall”-Gruppe gibt es einen VerrĂ€ter, der die Stasi mit Informationen versorgt. Es wird ein vernichtender Schlag gegen die Staatsfeinde geplant…

Grenzfall, ISBN 978-3-939080-48-0, Softcover, schwarzweiß, 100 Seiten, 14,95 EUR, erscheint im MĂ€rz 2011

“Trommelfels” von Marijpol

Ein alterndes Forscherpaar bekommt die Chance, sich noch einmal zu beweisen. Eine archÀologische Grabung fördert rÀtselhafte Funde zu Tage, und sie sollen die Arbeiten leiten.

Nach und nach hĂ€ufen sich die Hinweise auf eine unterirdische Zivilisation. Um ihren Forschungsauftrag zu Ende zu fĂŒhren, lassen sie sich auf ein gewagtes Experiment ein: Wie lange kann ein Mensch, dem jegliche Fremdreize entzogen werden, unter Tage leben?

Marijpols erste Graphic Novel ĂŒberzeugt durch ihren ureigenen fantasievollen Strich. Ideenreich und voller ĂŒberraschender EinfĂ€lle prĂ€sentiert sich hier eine neue deutsche Comicautorin.

Trommelfels, ISBN 978-3-939080-53-4, Softcover, schwarzweiß, 19,95 Euro, erscheint im MĂ€rz 2011

“König der Fliegen – Band 2: Die Entstehung der Welt” von Mezzo & Pirus

Der Horror der VorstĂ€dte. Es gibt keinen Ausweg aus den ReihenhĂ€usern mit dem sauber geschnittenen Rasen. WĂ€hrend die Elterngeneration mit Neurosen, Sucht und dem Wunsch nach ewiger Jugend kĂ€mpft, haben die JĂŒngeren lĂ€ngst aufgegeben. Hauptsache die Pille klinkt und der Sex ist roh. Sie wissen, dass sie in der Vorstadt-Tristesse nichts mehr zu erwarten haben. Mezzo und Pirus liefern mit ihren Geschichten ein kraftvolles und dĂŒsteres Bild einer verlorenen Generation. Eine der verstörendsten Graphic Novels der letzten Jahre.

“Endlich wieder eine Kleinstadt, die nicht »Garden State« ist!” – Jungle World

König der Fliegen – Band 2: Die Entstehung der Welt, ISBN 978-939080-49-7,  Softcover, farbig, 64 S., 19,95 EUR, erscheint im April 2011

“Professor Bell – Band 4: Die englische Strandpromenade” von Joann Sfar & HervĂ© Tranquerelle

Eigentlich hat Professor Bell beschlossen, im Bett zu bleiben und sich narkotischen GenĂŒssen hinzugeben. Da reißt ihn ein ungestĂŒmer Schotte aus seinem Delirium, weil die marode Gesundheit der Königin Viktoria nach des Professors KĂŒnsten verlangt. Sie begegnet Bell und seiner Bagage allerdings ganz fidel und lĂ€dt alle zu einem Ferienaufenthalt an ihrem mondĂ€nen Unterwasserstrand ein. Um der Urlaubslangeweile zu entfliehen, spĂŒrt der Professor der wunderbaren Genesung nach und lĂ€sst sich von der masochistischen Ex-MĂ€tresse seines Erzfeindes auf Trab halten.

Professor Bell – Band 4: Die englische Strandpromenade, ISBN 978-3-939080-50-3, Softcover, farbig, 46 Seiten, 14,95 Euro, erscheint im April 2011

“FĂŒnftausend Kilometer in der Sekunde” von Manuele Fior

Piero und Nicola sind zwei ganz normale Jugendliche. WĂ€hrend der eine eher zurĂŒckhaltend und ein guter SchĂŒler ist, hĂ€lt sich der andere fĂŒr einen Frauenheld, zeigt aber darĂŒber hinaus wenig Ehrgeiz. Eines Tages zieht Lucia mit ihrer Mutter in die Wohnung gegenĂŒber ein und das Leben von Piero verĂ€ndert sich fĂŒr immer…

Doch die Lebenswege der drei jungen Protagonisten werden wieder auseinander laufen. WĂ€hrend Lucia in Norwegen studiert, Piero in Ägypten archĂ€ologische Grabungen anstellt bleibt Nicola in Italien. Eine Graphic Novel ĂŒber Sehnsucht und Suche, ĂŒber Distanz und NĂ€he und vor allem ĂŒber eine (un)erfĂŒllte Liebe.


Manuele Fior erzĂ€hlt diese Geschichte in wunderbaren Farben und wurde fĂŒr sein neues Buch mit dem “Großen Preis der Stadt Genf” und dem “Gran Guinigi” als Bester Autor auf dem Comicfestival in Lucca ausgezeichnet.

FĂŒnftausend Kilometer in der Sekunde, ISBN 978-3-939080-54-1, Softcover, farbig, 144 S., 19,95 EUR, erscheint im Mai 2011

“B. Traven – PortrĂ€t eines berĂŒhmten Unbekannten” von Golo

Wenig bis nichts ist ĂŒber den bekannten Autor B. Traven bislang bekannt. Er fĂŒhrt Zeit seines Lebens ein schattenhaftes Dasein, zurĂŒckgezogen von der Öffentlichkeit: Ret Marut, Otto Feige, Traven Torsvan, Hal Croves alias B. Traven. FĂŒnf Namen fĂŒr ein und dieselbe Person. Der Schriftsteller und sein bewegtes Leben erscheinen wie die Vorlage fĂŒr eine seiner Romanfiguren.

Er war Schauspieler, Regisseur, Anarchist, AnhĂ€nger der MĂŒnchner RĂ€terepublik, ZuchthĂ€usler, Matrose und Schriftsteller im Exil, aber auch gefeierter Drehbuchautor in Diensten Hollywoods. Einige seiner bekanntesten Werke erreichten Millionenauflagen, doch durch ein umfangreiches System von Deckadressen und PostschließfĂ€chern entzog er sich seinem Publikum. Nach der Emigration aus Deutschland fand er in Mexiko eine neue Heimat, wo er mit der indigenen Bevölkerung lebte, deren Probleme er auch in seinen BĂŒchern thematisierte. John Houston verfilmte 1947 seine Romanvorlage “Der Schatz der Sierra Madre” mit Humphrey Bogart in der Hauptrolle.

Aber wer war dieser B. Traven wirklich? Der französische Comicautor Golo macht sich auf die schwierige Spurensuche in seiner beeindruckenden Graphic Novel ĂŒber den berĂŒhmten Unbekannten.

B. Traven – PortrĂ€t eines berĂŒhmten Unbekannten, ISBN 978-3-939080-51-0, Hardcover, farbig, 140 S., 24,95 EUR, erscheint im Juni 2011

“‘Castro’ – Das Leben des Maximo Lider in Bildern”

Freitag, den 21. Januar 2011

Am Donnerstag, dem 3. Februar, ist Reinhard Kleist auf der KulturbĂŒhne der Berliner Buchbox zu Gast. Dort wird er sich mit dem Tagesspiegel-Redakteur Lars von Törne ĂŒber “‘Castro’ – Das Leben des Maximo Lider in Bildern” unterhalten.

Untermalt wird das GesprĂ€ch mit Bildern aus Kleists biografischer Graphic Novel “Castro” sowie aus dem Reisetagebuch “Havanna – Eine kubanische Reise” (beide Carlsen).

Der Eintritt ist zur Veranstaltung ist frei, um Voranmeldung wird jedoch gebeten. Beginn ist um 20 Uhr.

Buchbox! KulturbĂŒhne, Greifswalder Straße 33, 10405 Berlin
Tel. (030) 42803245
buchbox4@web.de, buchboxberlin.de

10 Jahre Cross Cult

Donnerstag, den 20. Januar 2011

Neben den bereits erwÀhnten VerlagsjubilÀen von Reprodukt, der Edition Moderne und dem avant-verlag, hat noch ein weiterer Verlag in diesem Jahr Grund zu feiern: Cross Cult, ansÀssig in Ludwigsburg, besteht inzwischen seit zehn Jahren.

Zu den bekanntesten und erfolgreichsten Titeln des Programms gehören die inzwischen auch verfilmten Comicreihen “Hellboy” (von Mike Mignola) und “Sin City” (von Frank Miller), weitere Titel sorgten fĂŒr positives Presseecho (zum Beispiel “Lost Girls” von Alan Moore & Melinda Gebbie) und mit “Jakob” von Felix Mertikat & Benjamin Schreuder hat man nun auch ein erfolgreiches EigengewĂ€chs im Programm.

Zum VerlagsjubilĂ€um hat sich Cross Cult eine ĂŒberarbeitete und neu gestaltete Website zugelegt, die seit einigen Tagen online ist.

DarĂŒber hinaus sind noch besondere Veröffentlichungen geplant, wie zum Beispiel eine Neuauflage der kompletten “Sin City”-Reihe. Sieben von Frank Miller mit neuen Covern ausgestattete BĂ€nde der Noir-Reihe werden im Laufe des Jahres die ursprĂŒngliche Ausgabe ersetzen. Band 1, “Stadt ohne Gnade”, soll im April erscheinen.

Abbildung © Frank Miller – Cross Cult

“Alles AndrĂ©” ĂŒber Comics und Graphic Novels

Donnerstag, den 20. Januar 2011

Die neue Ausgabe des Kundenmagazins “Alles AndrĂ©” der Zigarrenfirma “Arnold AndrĂ© – The Cigar Company” ist ein Themenheft zu “Comics, Graphic Novels”. Neben Artikeln zu Superman und “Peanuts” findet sich darin ein Atelierbesuch bei Reinhard Kleist (“Castro”, Carlsen) und ein Übersichtsartikel zu Graphic Novels.

RegelmĂ€ĂŸige Kolumnen und Artikelreihen, zum Beispiel ĂŒber TabakanbaulĂ€nder und die artgerechte Haltung von Rauchwaren, ergĂ€nzen das Heft.

Das Magazin ist kostenlos und lÀsst sich auf der dazugehörigen Website bestellen. Einige Seiten lassen sich bereits online ansehen.

“rpm” von Martina Lenzin

Donnerstag, den 20. Januar 2011

Mit ein wenig VerspĂ€tung kommt dieser Tage mit “rpm” von Martina Lenzin (Reprodukt) ein neues Buch einer jungen deutschen Zeichnerin in den Handel.

Martina Lenzin hat an der Hochschule fĂŒr Angewandte Wissenschaften in Hamburg Illustration studiert. Neben diversen Veröffentlichungen, unter anderem in der Anthologie “Orang”, ist sie Mitherausgeberin von “Two Fast Colour” und spielt Gitarre und singt in der Band Honeyheads.

Martina Lenzin nimmt in “rpm” die Post-Punk-Bewegung als ProjektionsflĂ€che, um sich mit Fragen zu beschĂ€ftigen, die im Zeitalter einer auf den Kopf gestellten Musikindustrie nichts von ihrer AktualitĂ€t verloren haben: Warum mache ich Musik und wie erreiche ich mein Publikum?

Post-Punk: Do-It-Yourself und Arbeit im Kollektiv
 Die Achtzigerjahre, der beginnende Ausverkauf des No-Future-Punks in einem von Maggie Thatcher regierten Großbritannien. Tin ist enttĂ€uscht von der seelenlosen Massenware der Medienkonzerne und auch von der Ideenlosigkeit, mit der die Subkultur ihr begegnet. Er sucht nach Alternativen, startet ein Fanzine und plötzlich bietet sich die Möglichkeit, eine Band zu produzieren und ein Musiklabel zu grĂŒnden


Weitere Informationen zu den AktivitÀten der Musikerin und Zeichnerin finden sich auf ihrer Website counterproduct.wordpress.com.


Die Releaseparty zum Erscheinen von “rpm” beginnt am Freitag, dem 18. Februar um 18 Uhr in der Hamburger Comic- und Buchhandlung Strips & Stories mit einer Signierstunde. Anschließend wird ab 20 Uhr nebenan in der Galerie Linda gefeiert.

rpm, ISBN 978-3-941099-46-3, 142 Seiten, schwarzweiß, 22,5 x 17 cm, Klappenbroschur, 15 EUR, erschienen bei Reprodukt

Strips & Stories, Seilerstraße 40, D-20359 Hamburg
Tel. (040) 380 740 09
email: info@strips-stories.de, www.strips-stories.de
Öffnungszeiten: Di-Fr 12-20 Uhr, Sa 13-19 Uhr

Kunst- und Kulturverein LINDA eV Hamburg, Seilerstraße 36, D-20359 Hamburg
email: info@chezlinda.de, www.chezlinda.de

Öffnungszeiten: So 15-19 Uhr

Lithographie von Jens Harder erhÀltlich

Mittwoch, den 19. Januar 2011

Ab sofort bietet das Lithographische Atelier Leipzig einen dreifarbigen Druck von Jens Harder an. Gedruckt wurde in drei Farben auf feinem Papier in der GrĂ¶ĂŸe 50 x 70 cm. Die Auflage ist streng limitiert und kann hier bestellt werden.

Die obige Abbildung zeigt einen Ausschnitt aus dem Motiv, das ursprĂŒnglich in anderen Farben in Jens Harders Buch “Alpha… directions” (Carlsen) erschienen ist.

“Alien” und “Castro” im “ARD Morgenmagazin”

Mittwoch, den 19. Januar 2011


Heute frĂŒh wurden im “ARD Morgenmagazin” drei Comic-Neuerscheinungen vorgestellt und zur LektĂŒre empfohlen, darunter “Alien” von Aisha Franz (Reprodukt) sowie “Castro” von Reinhard Kleist (Carlsen). Zum Textbeitrag gelangt man hier, das Video in dem Redakteur Thomas Schindler Reinhard Kleist zum Kurzinterview bittet, findet sich hier.

Reinhard Kleist beim “ARD morgenmagazin”

Dienstag, den 18. Januar 2011

Am Mittwoch, den 19. Januar, zeigt das “ARD morgenmagazin” einen Beitrag ĂŒber Comics und Graphic Novels. Zu Gast im Studio ist Reinhard Kleist, der Auskunft zu seinen BĂŒchern “Havanna – Eine kubanische Reise” und “Castro” (beide bei Carlsen) gibt.

Das “ARD morgenmagazin” wird von 5:30 Uhr bis 9:00 Uhr ausgestrahlt.

“Moebius im Museum”

Dienstag, den 18. Januar 2011

Noch bis zum 13. MĂ€rz 2011 ist in der Pariser “Fondation Cartier” die Ausstellung “Moebius Trans Forme” zu sehen, die erste große Ausstellung des KĂŒnstlers Jean Gireaud, bzw. Moebius in der Französischen Hauptstadt. FĂŒr “Spiegel Online” hat sich Ingeborg Wiensowski die Ausstellung angesehen.

Moebius im Museum

Eine Comic-Ikone als Museums-Blockbuster: Paris zeigt die große Retrospektive des Zeichners Jean Giraud, der unter den Pseudonymen Gir und Moebius die Popkultur verĂ€ndert hat. Die Pariser danken es ihm – und bescheren der Cartier-Stiftung Besucherrekorde.

Klar hat die Pariser “Fondation Cartier pour l’art contemporain” schon bei den Planungen ihrer Ausstellung “Moebius Transe-Forme” gewusst, dass die Schau bei vielen Comic-Fans auf große Begeisterung stoßen wĂŒrde. Aber dass sie die besucherstĂ€rkste und damit erfolgreichste Ausstellung sein wĂŒrde, die es jemals seit Bestehen des Museums im GebĂ€ude des prominenten Architekten Jean Nouvel gegeben hat, das hatte niemand geahnt. Sie kommt nicht nur bei jungen Besuchern an, sondern auch bei denen im Rentenalter. mehr

Interview mit Ralf Keiser auf “buchreport.de”

Montag, den 17. Januar 2011

AnlĂ€sslich der anstehenden Veröffentlichung der Graphic Novel-Edition der “SĂŒddeutschen Zeitung” hat das Branchenmagazin “buchreport.de” ein Kurzinterview mit dem Carlsen-Programmleiter Ralf Keiser gefĂŒhrt.

Immer mehr Belletristikverlage nehmen Graphic Novels ins Programm. Konkurrenz fĂŒr die Comic-Verlage oder ein positives Signal fĂŒr das Genre?

Es ist natĂŒrlich beides. Wir bekommen dadurch mehr Konkurrenz, besonders im Lizenzeinkauf, das ist unbestreitbar. FĂŒr das ganze Segment sehe ich diese Entwicklung sehr positiv, denn sie zeigt, dass hier ein Bereich wĂ€chst, der eines Tages einen deutlichen Anteil zum Umsatz eines BuchhĂ€ndlers beitragen kann. mehr

Graphic-Novel-Symposium in SaarbrĂŒcken

Montag, den 17. Januar 2011

Im Rahmen der EuropĂ€ischen Kinder- und Jugendbuchmesse SaarbrĂŒcken, die vom 28. bis zum 31. Mai 2011 stattfindet, wird auch ein Graphic-Novel-Symposium ausgerichtet. Das Experimental Media Lab der HBK Saar hat fĂŒr die eintĂ€gige Veranstaltung internationale GĂ€ste eingeladen, um sich mit Graphic Novels “als Genre und Àsthetische Praxis” auseinanderzusetzen.

Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf dokumentarischen AnsĂ€tzen, die die klassischen ErzĂ€hlformen des Comics im Umgang mit Erinnerung oder aktueller Krisenberichterstattung ergĂ€nzen. Die Veranstaltung stellt die aktuelle Vielfalt des Genres vor und bringt internationale KĂŒnstler, Kritiker und Verleger zum GesprĂ€ch an einen ‘Runden Tisch’.

Ein Workshop zum Umgang mit Graphic Novels an der Schule stellt AnsÀtze vor, um Graphic Novels in der Sprach- und Filmbildung einzusetzen, neue ZugÀnge zum Umgang mit Politik und Geschichte zu eröffnen, und komplexe filmische ErzÀhlformen zu erschliessen.

Das Symposium wendet sich zunÀchst an das Publikum der Kinder- und Jugendbuchmesse. Es ist öffentlich und wird bewusst nicht als Expert/inn/entreffen organisiert, sondern als offener Austausch.

Mit einem Didaktik-Workshop richtet sich das Symposium gezielt an Lehrerinnen und Lehrer, um auf das Potential der Graphic Novel in der Entwicklung alternativer VermittlungsansÀtze in Geschichte, Literatur, Politik und Sprachunterricht zu verweisen.

Zum Symposium eingeladen sind unter anderem Baru (“Elende Helden”, Edition 52), Shaun Tan (“Ein neues Land”, Carlsen), Barbara Yelin (“Gift”, mit Peer Meter, Reprodukt) sowie “FAZ”-Redakteur Andreas Platthaus.

Alle weiteren Informationen zu Organisation und Ablauf des Graphic-Novel-Symposiums finden sich auf der dazugehörigen Website.