Graphic Novels
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Monatsarchiv für Februar 2011

Shaun Tans Kurzfilm “Die Fundsache“ mit Oscar ausgezeichnet

Montag, den 28. Februar 2011

Nach der Nominierung nun die Auszeichnung: Die Verfilmung von Shaun Tans “Die Fundsache” – “The Lost Thing” – ist bei den Verleihungen der Academy Awards am Sonntagabend in Los Angeles mit einem Oscar ausgezeichnet worden. Der nach der gleichnamigen Buchvorlage entstandene Film wurde in der Kategorie “Short Film (Animated)“ prämiert. In deutscher Sprache ist “Die Fundsache” beim Hamburger Carlsen Verlag erschienen.

Nach diesem Erfolg plant Shaun Tan bereits eine weitere Umsetzung eines seiner Bücher als Film: “Ein neues Land“ (ebenfalls bei Carlsen erschienen) möchte er als als abendfüllenden Animationsfilm realisieren.

Ein Trailer des Films ist unter anderem hier zu sehen, ein Bild des strahlenden Gewinners hier.

“Grano Blu” – Anke Feuchtenberger in Modena, Italien

Montag, den 28. Februar 2011

Vom 19. März bis zum 7. Mai gibt es in der Galleria D406 in Modena, Italien, neue Arbeiten von Anke Feuchtenberger zu sehen. Unter dem Titel “Grano Blu” erscheint gleichzeitig ein neues Buch der Zeichnerin bei Canicola.

Die Vernissage zur Ausstellung findet am 19. März ab 18 Uhr in Anwesenheit von Anke Feuchtenberger statt.

Galleria D406 – Galleria d’Arte Contemperaneo, Via Cardinal Morone 31/33, I- Modena
Tel. +39 59 211071
email: info@d406.com, www.d406.com

“Licht und Schatten von New York”

Montag, den 28. Februar 2011

Anlässlich der Veröffentlichung von  “New York und andere GroĂźstadtgeschichten” (Carlsen) stellt Lars von Törne deren Autor Will Eisner und seine GroĂźstadtcomics im “Tagesspiegel am Sonntag” vor.

Licht und Schatten von New York

Will Eisner ist der Meister der Graphic Novel, der anspruchsvollen Comic-Erzählung. Er setzte seiner Heimatstadt und ihren Bewohnern ein gezeichnetes Denkmal. Nun erscheint sein Werk auf Deutsch

Was für eine Reaktion er sich vorstelle, wenn er an seine Leser denke, wurde der Zeichner Will Eisner einmal gefragt. Die Antwort: „Ich will einen Schluchzer hören.“ In seinen Geschichten gehe es um Schicksale von Menschen, um ihre täglichen Kämpfe, da wolle er das Publikum sagen hören: „Ja, verdammt, ich verstehe, was du sagst.“ mehr

“Der dritte Ort”

Montag, den 28. Februar 2011

FĂĽr “Kulturrisse”, die “Zeitschrift fĂĽr radikaldemokratische Kulturpolitik” fĂĽhrte Vina Yun ein Interview mit der Soziologin Barbara Eder zum Thema Migrationserzählungen im Comic. Der Artikel wurde nun von der Wiener Tageszeitung “Der Standard” ĂĽbernommen.

Der dritte Ort

Mit dem Aufstieg der “Graphic Novel” als “ernster” Comic-Gattung sind auch Erzählungen ĂĽber das Leben in der Migration bzw. Diaspora verstärkt ins Blickfeld gerĂĽckt. Ein Gespräch ĂĽber Fremdheitserfahrungen in Bildern, die Perspektive der “Autofiction” und die Kunst des Comics, Unsichtbares sichtbar werden zu lassen. mehr

FĂĽnf Fragen: Stefan Dinter

Samstag, den 26. Februar 2011

Comics können Teil verschiedener Fächer an den Schulen sein und es gibt unterschiedliche Arten, wie sie im Unterricht eingebunden werden können. Zuletzt wurde das auf einem vom Berliner “Tagesspiegel” ausgerichteten Seminarabend erläutert. Dort ebenfalls zu Gast: Stefan Dinter.

Der seit längere Zeit auf unterschiedliche Art in Sachen Comics aktive Stuttgarter bietet Workshops fĂĽr den Deutschunterricht an und ist zudem Mitherausgeber des Fachbuchs “Comics machen Schule“ (Friedrich Verlag), in dem das Thema “Comics im Deutschunterricht” fachlich aufbereitet wird. Dazu haben wir ihm unsere “FĂĽnf Fragen” gestellt.

Stefan Dinter arbeitet darĂĽber hinaus als freier Illustrator und Comiczeichner fĂĽr verschiedene nationale und internationale Verlage, Zeitungen und Agenturen. Zudem ist er Redakteur und Herausgeber beim Stuttgarter Comicverlag Zwerchfell.

Ergänzung: In einem Videobeitrag von der Frankfurter Buchmesse 2007 zeigt arte.tv eine Podiumsveranstaltung just zum Thema „Comics machen Schule – Schulen machen Comics“ unter Beteiligung von Stefan Dinter, der darin die Ergebnisse eines Workshops vorstellt.

Welchen Stellenwert haben Comics derzeit im Deutschunterricht?

Das ist für mich nicht ganz einfach zu beantworten, da ich nur den Deutschunterricht kenne, den ich im Team mit Sandra Laib und Anja Wittemer (beides »klassische« Deutschlehrerinnen) mache. Und da wir im Projekt »Unterricht im Dialog«, initiiert vom Literaturhaus Stuttgart die Comicwerkstatt betreiben, sind Comics für uns natürlich ausnehmend wichtig. Ich kann aber beobachten, dass Comics im Deutschunterricht (wie im Schulunterricht überhaupt) ein gesteigertes Interesse entgegengebracht wird. Was unter anderem daran liegen mag, dass die Lehrer (und Schuldirektoren) von heute an sich schon mehr Erfahrungen mit Comics haben, als Lehrer vor 20 Jahren. Dabei muss allerdings festgestellt werden, dass Lehrer Comics meistens eher aus einer Sympathie zum Medium heraus nutzen, als aus einem tiefen Verständnis desselben. Ich habe bis jetzt auch noch nicht von Kursen im Lehrerseminar gehört, die Comics in der Tiefe und in ihren Möglichkeiten im Unterricht verhandeln. Was Voraussetzung für eine intensive Nutzung von Comics im Unterricht wäre.

Können Comics als Quelltexte, wie klassische Literatur oder Dramen, im Unterricht gelesen werden oder bieten sie darüber hinaus noch einen Mehrwert?

Comics bieten sich, wenn sie nicht »nur« gelesen, sondern auch selbst verfasst werden, meiner Einschätzung nach am besten im fächerübergreifenden, projektorientierten Unterricht an. Einerseits, weil die Geschichte der Comics mit der Geschichte und Kunstgeschichte des 20. Jahrhunderts eng verbunden ist, und die Schüler so schon beim Kennenlernen der Comichistorie eine große Menge an geschichtlichen und kulturellen Zusammenhängen erfahren. Andererseits, weil bei den vorbereitenden Textarbeiten klassische Themen des Deutschunterrichts sehr intensiv behandelt werden können. Natürlich können Comics auch als Quelltexte genutzt werden, ich würde aber in jedem Fall eine Unterrichtseinheit über ihre Geschichte und Form vorschalten.

Welche Comics lassen sich besonders gut im Unterricht einsetzen und worin liegen deren spezifischen Qualitäten?

Ich benutze selbst fast gar keine Comics im Unterricht. Da die SchĂĽler bei uns selbst Comics erarbeiten sollen, möchte ich vermeiden, dass von mir in den Unterricht eingebrachte Comics von ihnen als »richtig« empfunden wĂĽrden. Das wĂĽrde mit groĂźer Sicherheit zu einem Nachahmen der gezeigten Comics und ihrer Stile und weg von eigener Erzählweise fĂĽhren. Insofern erklären Bildbeispiele, die ich zeige, fast ausschlieĂźlich Stilrichtungen der Comics (z.B. Ligne Claire, 60er Jahre Marvel House Style etc.). Wenn ich Comics zeige, dann am ehesten Ausschnitte aus AMERICAN SPLENDOR, da hier zwar mit einer Stimme (Harvey Pekars, um genau zu sein) gesprochen wird, die Texte aber von vielen verschiedenen Zeichnern umgesetzt werden. Ausserdem wird in Pekars Comics das alltägliche Leben beschrieben – etwas, dass die SchĂĽler einerseits nicht von Comics erwarten und andererseits leicht selbst umsetzen können.

Was geschieht in einer Comic-Schreibwerkstatt?

Ganz einfach: wir schreiben Comics. Einerseits behandle ich Comics als eine Textform unter anderen. Man muss nur lernen, sie zu lesen. Andererseits besteht ein großer Teil der Werkstatt daraus, Skripte (wir nennen sie der Einfachheit halber »Drehbücher«) für die Comics, die entstehen sollen, zu schreiben. Dies unter anderem aus dem Umstand heraus, dass unser Projekt notenrelevant ist, wir aber im Deutschunterricht naturgemäß keine Note für gutes oder schlechtes Zeichnen vergeben können. Die gesamte Dramaturgie des Comics auf der Seite lässt sich aber sehr gut in Textform vorbereiten. So teilt sich die Werkstatt insgesamt grob in drei Themenbereiche ein:
1. Geschichte, Form und Vokabular der Comics, 2. Comics schreiben: Vom Scribble zum Drehbuch und 3. Comics zeichnen (der kĂĽrzeste Teil des Curriculums).

Wie ist die Reaktion der Lehrer und SchĂĽler?

Die meisten Lehrer, mit denen ich bis jetzt Kontakt hatte (auch die, die sich selbst recht gut mit Comics auskennen), sind erstaunt darĂĽber, wie gut sich Comics im Unterricht einsetzen lassen – und in welchen Fächern. In einer von mir und Sandra Laib gefĂĽhrten Lehrerfortbildung entstanden zum Beispiel Comics zum Satz des Pythagoras, was die anwesenden Deutschlehrer ĂĽber Recherche, Konzeption, Skript und Reinzeichnung durch sämtliche Phasen des Comicmachens schickte. Lehrer, die dem Mehraufwand an Zeit fĂĽr ein Comicprojekt skeptisch gegenĂĽberstehen, zeigten sich meist ĂĽberrascht ĂĽber die Menge des im Projekt durchgenommenen Stoffes (gerade was heute geforderte Themen wie Medienkompetenz und fächerĂĽbergreifendes Lernen angeht). SchĂĽler sind eher davon ĂĽberrascht davon, dass der Unterricht in meinen Werkstätten zwar insgesamt lockerer ist als ihr »normaler« Unterricht, die Anforderungen an sie aber eher höher sind. Und davon, dass man nicht unbedingt perfekt zeichnen können muss, um eine sehr gute Geschichte in Comicform erzählen zu können.

Foto © Yves Noir
Abbildung oben © Dinter Bros.
Abbildung unten © Harvey Pekar – Rick Veitch – NYMag

“Dri Chinisin – Nach Erzählungen von Brigitte Kronauer” von Sascha Hommer

Freitag, den 25. Februar 2011

Mitte März – und damit rechtzeitig zur Leipziger Buchmesse – erscheint bei Reprodukt ein neues Buch von Sascha Hommer: In “Dri Chinisin” ĂĽberträgt der Hamburger Zeichner sechs Kurzgeschichten der Schriftstellerin Brigitte Kronauer in die Sprache der Comics.

Nach der ersten Präsentation auf der Leipziger Buchmesse findet am Freitag, dem 15. April ab 20 Uhr in den neuen Räumen der Galerie Linda in Hamburg-St. Pauli eine Buchvorstellung in Anwesenheit von Brigitte Kronauer und Sascha Hommer statt. Im Rahmen der Veranstaltungsreihe “Lesetage selber machen – Vattenfall TschĂĽss sagen” liest Brigitte Kronauer ab 21 Uhr in der Galerie Linda aus ihren Texten.

“Nun musste alles auf eine Karte gesetzt werden.” – “Die schreckliche Trauer, die von ihnen ausging.” – “Dro cho no son…” – “Ich darf mich nicht verraten!” – “Tsitt tsitt, tsött tsött, plöck plock, plock plöck.” – “Die Berge aber!”

Sechs Sätze aus sechs Erzählungen der Georg-BĂĽchner-Preisträgerin Brigitte Kronauer, die Sascha Hommer in Bildgeschichten ĂĽbersetzt hat. Sie handeln von der Magie von Anfang und Ende. Von Lust und Zwang, die Dinge in schönste Ordnung zu bringen. Von kindlichen Geheimwelten, eleganten Damen, tropfender Melancholie und dem befremdlichen Vorgang, der Wahrnehmung heiĂźt. “Dri Chinisin” ist ein eindrucksvoller Beleg der Möglichkeiten, die dem Zusammenspiel von Literatur und Comic innewohnen.

Brigitte Kronauer, geboren 1940 in Essen, lebt in Hamburg als Schriftstellerin und Essayistin. Zuletzt erschienen: “Errötende Mörder”, “Zwei schwarze Jäger” (beide Klett-Cotta), “Die Tricks der Diva – Die Kleider der Frauen” (Reclam).

Sascha Hommer lebt als Comiczeichner und Illustrator in Hamburg. Er ist Mitherausgeber der Anthologie “Orang”. Zu seinen bekanntesten Arbeiten zählen “Insekt”, “Vier Augen” und der Comic-Strip “Im Museum” (mit dem Autor Jan-Frederik Bandel).

Kunst- und Kulturverein LINDA eV Hamburg, SeilerstraĂźe 36, D-20359 Hamburg-St. Pauli
email: info@chezlinda.de, www.chezlinda.de
Ă–ffnungszeiten: So 15-19 Uhr

Dri Chinisin – Nach Erzählungen von Brigitte Kronauer, ISBN 978-3-941099-73-9, 80 Seiten, schwarzweiß, 21 x 16,5 cm, Klappenbroschur, 14 EUR, erscheint im März 2011 bei Reprodukt

“Polnischer Karikaturenstreit”

Freitag, den 25. Februar 2011

Die Affäre um “Chopin / New Romantic” erreicht nun auch die deutschen Medien. Heute schreibt Frank Herold auf der Titelseite der “Berliner Zeitung”.

Polnischer Karikaturenstreit

Ein Comic über den Komponisten Frédéric Chopin erbost Warschauer Politiker und wird eingestampft

Das Chopin-Jahr 2010 ist vorbei. Aber es endet in Polen erst jetzt in einer furiosen und unerwarteten Dissonanz. In dem kuriosen Stück, das gerade in Warschau gegeben wird, tritt eine Abordnung von Tugendwächtern der polnischen Politik unter Führung von Außenminister Radoslaw Sikorski gegen sechs Comic-Künstler an. mehr

“Musik im Comic”

Freitag, den 25. Februar 2011

In der gestrigen Ausgabe des arte-Musikmagazins “tracks” befasst sich ein Beitrag mit aktuellen Comics, in denen Musik eine wichtige Rolle spielt. Vorgestellt werden unter anderem Martina Lenzin und ihr neues Buch “rpm”, Arne Bellstorfs “Baby’s in Black – The Story of Astrid Kirchherr & Stuart Suttcliffe“ sowie Brecht Evens’ “Am falschen Ort” (alle Reprodukt).

Ebenfalls präsentiert wird die Anthologie “Pomade” und im Interview kommt ATAK, Berliner Zeichner und Professor fĂĽr Kommunikationsdesign/Illustration an der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle, zu Wort.

Musik im Comic

Der Beat im Kopf, der Rhythmus im Bild, der wippende Fuß beim Lesen oder Zeichnen – Comics erobern die Bücherregale.

Von der Musiker-Biographie als Comicstrip über die Neuinterpretation eines Musicals zum bebilderten Best-Of-Album. Musik ist und bleibt ein Faszinosum – auch im Comic. mehr

Direkt zum Video gelangt man hier. Ergänzend gibt es noch eine Galerie, u.a. mit Bildern aus Reinhard Kleists „Cash – I see a darkness“ (Carlsen).

Der Beitrag wird morgen um 1:50 Uhr noch einmal wiederholt.

“New York und andere GroĂźstadtgeschichten” von Will Eisner

Freitag, den 25. Februar 2011

Ab sofort erhältlich ist der zweite Band der Will Eisner-Bibliothek mit dem Titel “New York und andere GroĂźstadtgeschichten” (Carlsen).

Folgende Geschichten sind in diesem umfangreichen Buch enthalten: “New York / Big City Blues“, “The Building“, “City People Notebook“ und “Invisible People / Unsichtbare Menschen“. Daneben enthält der Band sieben bislang unveröffentlichte Zeichnungen von Will Eisner .

Wie bereits “Ein Vertrag mit Gott” erscheint dieser Band im gewohnten Format und mit einem ansprechenden Reihendesign. Der abschlieĂźende dritte Band mit dem Titel “Lebensbilder” ist fĂĽr den August angekĂĽndigt.

»Amerikas wichtigsten Zeichner« – FAZ

New York und andere GroĂźstadtgeschichten, ISBN 978-3-551-75045-7, 448 Seiten, Hardcover, schwarzweiĂź, 34 EUR

“Gift” – neuer Titel in Graphic Novel-Edition der “SĂĽddeutschen Zeitung”

Donnerstag, den 24. Februar 2011

Am 12. März startet die Graphic Novel-Edition der “SĂĽddeutschen Zeitung” – gleichzeitig enthält die Tageszeitung eine Sonderbeilage, in der die einzelnen Titel der Reihe ausfĂĽhrlich vorgestellt werden.

Wie nun mitgeteilt wurde, entfällt mit “Maus” von Art Spiegelman einer der bekanntesten Titel der Reihe, es wurde aber zugleich Ersatz angekĂĽndigt: Den vakanten Platz wird “Gift” von Barbara Yelin und Peer Meter einnehmen. Das Buch, das den historischen Fall der Bremer Mörderin Gesche Gottfried aufgreift, sorgte im letzten Jahr fĂĽr positives Presseecho.

“Völlig zu Recht ist Gift als bester deutscher Comic fĂĽr den Max-und-Moritz-Preis nominiert worden, der beim Internationalen Comic-Salon in Erlangen verliehen wird. Werke wie diese zeigen, dass der ambitionierte Geschichtscomic – mit Verspätung – auch in Deutschland angekommen ist.” – Katja LĂĽthge, Die Zeit

“Barbara Yelins eindringliche Bilder kommen seitenweise ohne Text aus, sie versteht es, mithilfe vieler Verwischungen und Schraffuren eine Atmosphäre universalen Grusels heraufzubeschwören. Papier, Bleistift und Radiergummi, mehr brauchte sie dafĂĽr nicht. Und Bremen, Stadt der Schatten, bekommt in diesem herrlich morbiden Panorama genau die Mörderin, die es verdient.” – Brigitte Preissler, Die Welt

Die Originalausgabe des Bandes ist bei Reprodukt erschienen.

“RG 2 – Bangkok-Belleville” von Pierre Dragon & Frederik Peeters

Mittwoch, den 23. Februar 2011

Ab Ende der Woche wird der zweite Band der Reihe “RG – Verdeckter Einsatz in Paris” (Carlsen) von Autor Pierre Dragon und Zeichner Frederik Peeters ausgeliefert. Die AbkĂĽrzung “RG” steht fĂĽr “Direction centrale des Renseignements Generaux” – der Zentrale Nachrichtendienst in Frankreich, der unter anderem fĂĽr die Bekämpfung des Terrorismus zuständig ist.

Protagonist und Autor der Geschichte tragen denselben Namen: Pierre Dragon, ein Pseudonym, hinter dem sich ein Mitglied eben dieser Polizeieinheit verbirgt, das seine Erlebnisse zu einem Comicszenario verarbeitet hat. Im neuen Band “Bangkok-Belleville” sind Pierre Dragon und Frederik Peeters in Paris einem thailändischen Menschenhändlerring auf der Spur.

Eine informative Besprechung des ersten Bandes findet sich auf titel-magazin.de.

RG 2 – Bangkok-Belleville, ISBN 978-3-551-77809-3, 112 Seiten, 17 x 24 cm, Hardcover, 16,90 EUR

“Chopin / New Romatic” – Wirbel um Comicanthologie

Mittwoch, den 23. Februar 2011

Die beim polnischen Comicverlag Kultura Gniewu erschienene Comicanthologie “Chopin / New Romantic” sorgt in Polen fĂĽr Wirbel. Die Anthologie war zum Ausklang der offiziellen Festivitäten anlässlich des Chopin-Jahres 2010 erschienen. Verschiedene Comicautoren haben zum Thema FrĂ©dĂ©ric Chopin Kurzgeschichten beigetragen, in denen sie ihr Verhältnis zu dem in Polen geborenen Komponisten oder zur Musik aus Polen allgemein reflektieren. Neben KĂĽnstlern aus Polen steuerten auch deutsche Zeichner Geschichten bei: Mawil (“Action Sorgenkind“), Jan-Frederik Bandel & Sascha Hommer (“Im Museum“) sowie Andreas Michalke (“Bigbeatland“, alle Reprodukt, ein Blogbeitrag dazu findet sich hier).

FĂĽr Aufregung sorgte die Geschichte von Krzyztof Ostrowski, in deren fiktiver Handlung Chopin als Rockmusiker auftritt, der sich auf ein Konzert in einer Haftanstalt vorbereitet. Vor allem die mit herben FlĂĽchen durchsetzte Sprache in diesem Beitrag ist nun Stein des AnstoĂźes.

Die Entstehung des Bandes wurde mit Geldern des Polnischen Auswärtigen Amtes, sowie der Botschaft der Republik Polen in Deutschland mit fast 30.000 EUR unterstützt. Unter anderem sollte der zweisprachige Band – jede Geschichte wurde einmal auf Polnisch und auf Deutsch abgedruckt – auch in Deutschland an Schulen verteilt werden. Die Vulgarität der Geschichte stößt nun auf Misbilligung und wie der stellvertretende Außenminister Polens Jan Borkowski gestern bekannt gab wird der Band zurückgezogen und soll nun eingestampft werden.

Den Stein ins Rollen gebracht hatte der polnische Fernsehsehnder TVN, heute wird landesweit darĂĽber berichtet, darunter in den größten Tageszeitungen “Gazeta Wyborcza“ (auch hier), “Rzeczpozpolita” und “Dzeinnik”. Ein englischsprachiger Bericht findet sich hier.

Pikantes Detail ist, dass der Band vor Veröffentlichung von offizieller Seite abgesegnet wurde. Mit solch einer heftigen Reaktion wurde anscheinend nicht gerechnet.

“Fahrradmod” erscheint bei Zwerchfell

Mittwoch, den 23. Februar 2011

Seit geraumer Zeit arbeitet der in Utrecht lebende Zeichner Tobi Dahmen an seiner autobiografischen Graphic Novel “Fahrradmod”. Auf seinem Produktionsblog gibt er laufend Einblick in die Arbeit an dem umfangreichen Werk, in der er seine Zeit als Mod in der westdeutschen Provinz nacherzählt und reflektiert.

Wie der Stuttgarter Verlag Zwerchfell nun auf seinem Blog bekannt gab, wird das auf mehrere hundert Seiten angelegte Werk voraussichtlich 2013 eben dort erscheinen. Im Vorfeld wird der preisgekrönte Band “Sperrbezirk”, ursprĂĽnglich beim Verlag Schwarzer Turm erschienen, bei Zwerchfell neu aufgelegt.

Tobi Dahmen ist in Frankfurt am Main geboren, und hat den GroĂźteil seiner Jugend in Wesel am Niederrhein durchgebracht. in DĂĽsseldorf studierte er Visuelle Kommunikation, und machte dort sein Diplom mit einem illustrierten Buch ĂĽber Jack Kerouac und die Jazz-Welt.

Tobi Dahmen ist GrĂĽndungsmitglied der DĂĽsseldorfer Zeichnervereinigung Herrensahne – die gleichnamige Comicanthologie gewann 2005 mit der neunten Ausgabe den ICOM-Preis fĂĽr das beste Fanzine. Nach dem Erstlingswerk “Scoot Riders” ist 2007 “Sperrbezirk” mit gesammelten autobiografischen Geschichten des Zeichners im Verlag Schwarzer Turm erschienen, fĂĽr den er den ICOM Independent Preis 2007 in der Kategorie “Bester Kurzcomic (realistisch)” erhielt. Seit April 2008 lebt und arbeitet er im niederländischen Utrecht als Illustrator und Comiczeichner

Daniel Clowes mit neuer Website

Mittwoch, den 23. Februar 2011

Die Website des amerikanischen Comicautors Daniel Clowes (“Wilson“, Eichborn; “David Boring“, Reprodukt) wurde jĂĽngst rundum erneuert und ist nun in neuem Glanz unter www.danielclowes.com erreichbar.

Abbildung © Daniel Clowes

“Die Frau im Eis” & “Baby’s in Black”

Dienstag, den 22. Februar 2011

Zwei Beiträge im Radio, beziehungsweise Fernsehen, stellen aktuelle Grpahic Novels vor.

Frank Meyer zeigt sich von der Bildsprache in Blutchs “Peplum” (avant-verlag) beeindruckt, wie er in seinem Beitrag fĂĽr das “Radiofeuilleton” im Deutschlandradio Kultur ausfĂĽhrt.

Die Frau im Eis

Mit harten, drängenden, surrealen Bildern stürmt der Comic-Autor Blutch hinein in diese Geschichte. Sie spielt an der äußersten Grenze des römischen Imperiums, im Jahr der Ermordung Julius Cäsars.

Dick vermummte Männer, kurz davor, einander an die Gurgel zu gehen, kämpfen sich durch einen Sturm, bis sie eine Höhle erreichen. Dort herrscht Stille, und vor allem wartet SIE dort: eine fantastisch schöne Frau, vielleicht eine Göttin, eingeschlossen in einen anscheinend unzerstörbaren Eisblock. mehr

Hier geht es zur Audio-Version des Beitrags.

In der Sendung “LeseZeichen” des Bayerischen Rundfunks wurde am gestrigen Montag Arne Bellstorfs biografische Graphic Novel “Baby’s in Black – The Story of Astrid Kirchherr & Stuart Suttcliffe“ (Reprodukt) vorgestellt.

Arne Bellstorf – Baby’s in Black

Eigentlich hört Astrid nur Jazz. Aber an diesem Abend, Oktober 1960, geht sie auf die GroĂźe Freiheit. Und sie hört eine neue Band aus Liverpool … Und da passiert es. Da sieht sie ihn: Den Mann, den sie nie mehr vergessen wird. Ein Comic erzählt jetzt die Liebesgeschichte von Astrid Kirchherr und Stuart Sutcliffe, dem ersten Bassisten der Beatles.

“Seine Coolness”, sagt Astrid Kirchherr, “später dann, als ich ihn kennenlernte, seine Intelligenz, sein kĂĽnstlerisches Sein und einfach die Liebe zwischen uns. Das hat mich fasziniert. Dieses Einmalige. Und dieses nie wieder Gefundene.” mehr

Der Beitrag wird heute um 23 Uhr und am kommenden Samstag um 22 Uhr auf BR-alpha wiederholt.

“Der Himmel ist blau, die Erde ist weiĂź” von Hiromi Kawakami & Jiro Taniguchi

Montag, den 21. Februar 2011

Ab Ende dieser Woche ist der erste Band von Jiro Taniguchis Adaption von “Der Himmel ist blau, die Erde ist weiĂź” (Carlsen), basierend auf der Romanvorlage der japanischen Autorin Hiromi Kawakami, im Buch- und Comichandel erhältlich. Hiromi Kawakami, deren BĂĽcher auf Deutsch bei Hanser und dtv erscheinen, erzählt darin eine zarte Liebesgeschichte, die Taniguchi in stimmungsvolle und detaillierte Bilder umsetzt.

Die Geschichte dreht sich um die 38jährige Tsukiko, die allein lebt und von sich glaubt, nicht zur Liebe begabt zu sein. Als sie in einer Kneipe ihren alten, etwas verschrobenen Japanischlehrer wiedertrifft, entspinnt sich eine ungewöhnliche Beziehung…

Der abschlieĂźende zweite Band ist fĂĽr Juni 2011 angekĂĽndigt.

Der Himmel ist blau, die Erde ist weiĂź – Band 1 von Hiromi Kawakami & Jiro Taniguchi, ISBN 978-3-551-75447-9, 208 Seiten, 14,5 x 21 cm, Klappenbroschur, 14,90 EUR

Graphic Novels in den Medien – Februar 2011

Samstag, den 19. Februar 2011

Ein “Kleiner Mann in einer patriarchalen Welt” steht im Mittelpunkt von Susanne Billigs Rezension von Riad Sattoufs “Meine Beschneidung” (Reprodukt) im “Radiofeuilleton” auf Deutschlandradio Kultur: “Aus der Perspektive des Jungen erleben wir eine in archaischen Riten verhaftete ländlich-syrische Welt.” Denselben Band besprach Christian Gasser fĂĽr “DRS2aktuell”. Den Beitrag kann man hier nachhören: “Trauma als Comic: «Meine Beschneidung»”.

Anna Hohle hat in den vergangenen Wochen zwei Graphic Novels auf aviva-berlin.de vorgestellt., dem “Online-Magazin fĂĽr Frauen”: Peer Meters und Barbara Yelins “Gift” ist fĂĽr sie ein “fulminanter Bildroman”, dessen Vielschichtigkeit ihr imponiert. Ă„hnlich voll des Lobes ist sie ĂĽber Aisha Franz’ “Alien” (beide Reprodukt): “ein leises, melancholisches und aufrichtiges Buch ĂĽber Freiheit und Determination, Zeit und Stillstand, Sehnsucht und Aufbruch”. Claire Horst ist an gleicher Stelle bezĂĽglich Joann Sfars “Klezmer – Band 3: Diebe, alles Diebe!” beeindruckt, wie es dem Autor gelingt “ernste und lustige, persönliche und weltpolitische Themen unter einen Hut zu bekommen – und dabei noch aufs Beste zu unterhalten”.

Peer Meters und Barbara Yelins “Gift” (Reprodukt) wird auch auf berlinerliteraturkritik.de vorgestellt: “Die Giftmörderin – Die Geschichte eines historischen Kriminalfalls als Comic”. Jenny Schon empfiehlt das Buch trotz der darin geschilderten menschlichen AbgrĂĽnde. Kinder.de lobt die “sehr emotionale und filmähnliche Dynamik” der Umsetzung von Gudrun Pausewangs “Die Wolke” als Manga von Anike Hage (Tokyopop).

In der Reihe “Ich lese gerade” empfiehlt Bert Hennig vom Comicshop Grober Unfug in Berlin Jiro Taniguchis “Die Stadt und das Mädchen” (Schreiber & Leser): “Der Thriller ist ruhig und spannend erzählt, die SchwarzweiĂźbilder sind klar und detailliert.” Auf seinem Comicblog fĂĽr Stern.de zeigt sich Gerd Blank fasziniert von der Comicumsetzung von Franz Kafkas “Die Verwandlung” von Erik Corbeyran & Richard Horne (Knesebeck).

“Wichtige und eindringliche Erinnerungsarbeit” leistet, so Wolfgang Popp in seiner Besprechung fĂĽr “Kultur aktuell” auf oe1, Joe Sacco mit seinen Reportagecomics wie zum Beispiel “Bosnien” (Edition Moderne)”: “Höhenflug der Graphic Novels”. “Hochkultur im Kleinformat”, so fasst Korinna Hennig “Literaturcomics” zusammen, also Umsetzungen von Literaturvorlagen in Comicform. Drei Beispiele stellt sie auf NDR Info vor: “Auf der Suche nach der verlorenen Zeit, Band 1: Combray” von StĂ©phane Heuet (Knesebeck), “Anne Frank” von Sid Jacobsson & Ernie Colon (Carlsen) sowie “Fräulein Else” von Manuele Fior (avant-verlag).

FĂĽr jeden etwas bietet der Comic “Mouse Guard: Winter 1152″ von David Petersen (Cross Cult), den Matthias Ross auf titel-magazin.de vorstellt: “To a mouse”. An gleicher Stelle ordnet Boris Kunz “Der Herr der Fliegen 1: Hellorave” von Mezzo und Pirus (avant-verlag) als “Ensemblefilm in Comic-Form” ein und lobt die “eigentĂĽmliche Poesie” und die Genauigkeit der Beobachtungen”, die den Reiz des Bandes ausmachen. Ăśber den “dummen deutschen Titel” ärgert Kunz sich in seiner Vorstellung der Wiederveröffentlichung der “Violent Cases” von Neil Gaiman & Dave McKean, die der Verlag Nona Arte nun mit “Veilchenblau” ĂĽbersetzt. Trotzdem ist der Band fĂĽr ihn eine “Geniale FingerĂĽbung”. Rundum gelungen findet Christian Neubert die “vorbildliche Edition” von Sara Colaones & Luca de Santis’ “Insel der Männer” bei Schreiber & Leser, deren eindringliche Erzählung eigentlich “nicht mit irgendwie gefärbten zeitgeschichtlichen Belangen hausieren zu gehen braucht, um ihre Qualität zu erlangen.”: “Ausgeschlossene Gesellschaft”.

Sven Jachmann erkennt auf “satt.org” im Protagonisten von “Unvergessene Zeiten” (Edition 52) einen fĂĽr den Autor Alex Robinson typischen Charakter, einen jener “gebrochenen Alltagshelden, deren mannigfaltige Fluchtversuche stets und meist recht tragisch in der kathartischen Konfrontation mit ihrer mentalen Verdrängungspraxis enden”. Auf “sympathisch altmodische Weise mit Elementen der (Neo-)Gothic Novel hantiert” Patrice Pugnes & Tiburce Ogers “Die Herberge am Ende der Welt” (Splitter), schreibt Sven Jachmann an gleicher Stelle.

Mehr als eine “heitere Seifenoper” sieht Thomas Greven in “Aya” von Marguerite Abouet & ClĂ©ment Oubrerie (Carlsen), auch wenn in ihr – wie er auf “tagesspiegel.de” schreibt -  “Afrikanischer Alltag” im Vordergrund steht. “Ein Buch mit Sogwirkung”, so fasst Katja Schmitz-Dräger gleich zu Beginn ihres Artikels ĂĽber “Oh diese Mädchen” von Sophie Michel & Emmanuel Lepage (Splitter) zusammen: “Drei Wege ins Leben”. Marco Behringer lobt bei “Peplum” von Blutch (avant-verlag) zumindest die “bildgewaltige Inszenierung ĂĽber Obsession, Liebe, Gewalt und Macht im alten Rom”: “Die Obsession des VerstoĂźenen”. Waldemar Kesler kritisiert in “Seht, wie niedlich sie war!” das Konzept von Bastien Vivès “In meinen Augen” (Reprodukt), die gesamte Geschichte aus der Perspektive des Protagonisten zu zeigen: “Man muss von der verliebten Perspektive absehen, um technische Details bewundern zu können.” In einem weiteren Beitrag rezensiert er “Barbara” (Schreiber & Leser”, “Die Hippiemuse des fragmentierten KĂĽnstlers” und resĂĽmiert, dass der Zweiteiler eines der “groĂźartigste KĂĽnstlerporträts im Comic” sei.

Der englische Comicjournalist Paul Gravett hat fĂĽr einen internationalen JahresrĂĽckblick auf seinem informativen Blog eine Reihe von Gastschreibern um einen Ăśberblick der besten Graphic Novels 2010 gebeten. Christian Gasser schreibt ĂĽber deutschsprachige Comics und empfiehlt “Gift” von Peer Meter & Barbara Yelin, “Baby’s in Black – The Story of Astrid Kirchherr & Stuart Sutcliffe” (beide Reprodukt), “Haarmann” von Isabel Kreitz & Peer Meter und “Alpha – directions” von Jens Harder (beide Carlsen).

“Comics können mehr”

Freitag, den 18. Februar 2011

In der “Redezeit” auf WDR5 gibt Isabel Kreitz einen interessanten Einblick in ihr Leben als Comiczeichnerin und ihre Arbeit, unter anderem in die Kooperation mit Autor Peer Meter, aus der die Biografie des Mörders “Haarmann” (Carlsen) entstanden ist.

Comics können mehr

Wer glaubt, Comics könnten nur witzige Bildergeschichten erzählen, liegt falsch: Isabel Kreitz beweist, dass diese Kunstform mehr vermag. Die Zeichnerin verarbeitet literarische und historische Stoffe. So hat sie Erich Kästner in Comics übertragen und einen Comic über Richard Sorge herausgebracht, den Spion Stalins. mehr

Der Beitrag, der durch eine Bilderstrecke ergänzt wird, kann hier nachgehört werden.

“Do it yourself”

Freitag, den 18. Februar 2011

Die Hamburger Ausgabe der “tageszeitung” weist noch einmal auf die heutigen Veranstaltungen in Hamburg anlässlich der Veröffentlichung von Martina Lenzins Debut “rpm” (Reprodukt) hin. Zuerst signiert sie ab 18 Uhr in der Hamburger Comicbuchhandlung Strips & Stories – im AnschluĂź findet die Releaseparty in der benachbarten Galerie Linda statt.

Do it yourself

Programmatisch beginnt Martina Lenzins Graphic Novel “rpm” (Reprodukt, 142 S., 15 Euro): “Musik: Unmittelbare visionäre Kraft. Das Primärerlebnis: Die Band, live! Die Herausforderung: Diese Musik hier und jetzt aufzeichnen.” Genau das, womit sich die studierte Illustratorin, vertreten durch ihren Protagonisten Tin, dessen Band “The Does” und deren Label “Counterproduct”, hier auseinandersetzt – Geschichte des Post-Punk, DIY-Kultur, Arbeiten im Kollektiv (…) mehr

Strips & Stories, SeilerstraĂźe 40, D-20359 Hamburg
Tel. (040) 380 740 09
email: info@strips-stories.de, www.strips-stories.de
Ă–ffnungszeiten: Di-Fr 12-20 Uhr, Sa 13-19 Uhr

Kunst- und Kulturverein LINDA eV Hamburg, SeilerstraĂźe 36, D-20359 Hamburg
email: info@chezlinda.de, www.chezlinda.de
Ă–ffnungszeiten: So 15-19 Uhr

“Unter Schatzsuchern”

Donnerstag, den 17. Februar 2011

Nach seinem allgemeinen Festivalbericht vom Comicfestival AngoulĂŞme ist nun auch Klaus Schikowskis daran anschlieĂźender Artikel auf tagesspiegel.de online gestellt worden. Hier berichtet er ĂĽber die erfreulich hohe Aufmerksamkeit, die deutschen Comicautorinnen und -autoren international zuteil wird: Eine bemerkenswerte Entwicklung!

Unter Schatzsuchern

Sie wollen nur erzählen: Deutsche Comic-Künstler finden im Ausland mehr und mehr Resonanz. Auf dem Comicfestival in Angoulême wurden sie so interessiert wie lange nicht mehr wahrgenommen.

Wenn die Comic-Zeichnerin Ulli Lust lacht, dann scheint ihr ganzes Gesicht zu strahlen. Und diese Fröhlichkeit ist ansteckend. Spricht sie allerdings über ihre Projekte, etwa über ihr fulminantes Buch „Heute ist der letzte Tag vom Rest deines Lebens“ oder die Online Comic-Plattform www.electrocomics.de, dann lacht sie zwar auch, aber sie wird ernsthafter und dringlicher und man merkt, dass ihr das Thema auf der Seele brennt. mehr