Graphic Novels
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Monatsarchiv für August 2011

“Strapazin” 104 – Releasefeier in Hamburg

Mittwoch, den 31. August 2011

In KĂĽrze erscheint die 104. Ausgabe des deutsch-schweizer Comicmagazins “Strapazin”. Auch dieses Mal steht ein Thema im Mittelpunkt der exklusiven Comics: Die Redakteure dieser Ausgabe, Ludmilla Bartscht und Simon Schwartz (“drĂĽben!”, avant-verlag), baten Zeichnerinnen und Zeichner um Beiträge zum Thema “Dating Day”.

Eine Kontaktanzeige ist wie ein Schlüsselloch, durch das man von beiden Seiten einen winzigen Blick auf eine unbekannte Person werfen kann. Dieser Mensch hat sich selbst in ein paar Worte gepresst. Ein Konzentrat, eine DNA, erfüllt von Sehnsüchten, Bedürfnissen und Ansprüchen.
Gibt es jemanden, der das Potenzial dieses Konzentrats erkennt? Findet sich ein Mensch, der diesen Code richtig entschlĂĽsseln kann?

Am 16. September findet nun eine Releaseparty im Hamburger Comicshop Strips & Stories statt, auf der das neue “Strapazin” präsentiert wird. Beginn ist 19 Uhr.

Comics in “Strapazin” 104 stammen von Maren Amini, Ludmilla Bartscht, Jul Gordon, Christina Gransow, Judith Mall, Marijpol (“Trommelfels”, avant-verlag), Jan Pisarski, Therese Schreiber, Simon Schwartz, Anne Vagt, Joe Villion und Birgit Weyhe.

Strips & Stories, SeilerstraĂźe 40, D-20359 Hamburg
Tel.: (040) 38 07 40 09
email: info@strips-stories.de, www.strips-stories.de
Ă–ffnungszeiten: Di-Fr 12-20 Uhr, Sa 13-19 Uhr

“Wilsberg” – Graphic Novel erscheint bei Carlsen

Dienstag, den 30. August 2011

Schon seit geraumer Zeit arbeitet der in MĂĽnster lebende Zeichner und Illustrator Jörg Hartmann an einer Graphic Novel mit der bekannten Krimi-Figur “Wilsberg”. Wer die im Grafit-Verlag erscheinenden Romane um die etwas schrullige Figur Wilsberg von JĂĽrgen Kehrer nicht kennt, ist vielleicht mit den Fernsehfilmen vertraut, die mit groĂźem Erfolg im ZDF ausgestrahlt werden.

Wie Jörg Hartmann nun auf seinem Produktionsblog bekannt gab, hat er nun einen Verlag fĂĽr die Veröffentlichung des Comics gefunden: In den Handel bringt “Wilsberg” der Hamburger Comic-Verlag Carlsen Comics, ein Termin fĂĽr die Veröffentlichung steht noch nicht fest. Den Entstehungsprozess kann man nun auch auf facebook verfolgen.

Sondermann 2011

Montag, den 29. August 2011

Wie in jedem Jahr kann auch 2011 ĂĽber den Sondermann, den auf der Frankfurter Buchmesse verliehenen Comicpreis, abgestimmt werden. Nun wurden die Nominierten bekannt gegeben, fĂĽr die ab sofort in den Kategorien “Comic International”, “Comic National (Eigenpublikation)”, “Manga International”, “Manga national” und “Web” gestimmt werden kann.

Unter den Nominierungen finden sich auch wieder eine Reihe von Graphic Novels: “Anne Frank” von Ernie Colon & Sid Jacobson und “Logicomix” von Apostolos Doxiadis und Christos H. Papadimitriou (Atrium) in der Kategorie “Comic International” sowie “Antityp” von Ralf König (Rowohlt), “Baby’s in Black – The Story of Astrid Kirchherr & Stuart Sutcliffe” (Reprodukt) und “Haarmann” von Peer Meter & Isabel Kreitz (Carlsen) in der Kategorie “Comic National (Eigenpublikation)”. “Die Wolke” von Anike Hage (nach Gudrun Pausewang, Ravensburger bzw. Tokyopop) ist in der Kategorie “Manga National” nominiert und der Produktionsblog zu Tobi Dahmens “Fahrradmod” fĂĽr die “Web”-Auszeichnung.

Abgestimmt werden kann auf den Websites der Medienpartner: Animexx e. V. , comicforum.de, splashpages.de, der “Frankfurter Rundschau” und beim “ZACK”-Magazin. Am Mittwoch erscheinen in beiden letzteren Publikationen umfangreiche Specials zum Sondermann-Preis.

Neben den Publikumspreisen werden zwei Auszeichnungen von einer Jury vergeben, wobei die Preistäger nun schon bekannt gegeben wurden: Den mit 1.000 Euro dotierten Preis fĂĽr den “Newcomer 2011″ erhält Comic-Bloggerin Asja Wiegand (“Gestern noch”), der “Bernd-Pfarr-Sondermann fĂĽr Komische Kunst“ geht an Eugen Egner.

Die Jury setzt sich zusammen aus Gabriele Roth-Pfarr (Witwe von Sondermann-Erfinder Bernd Pfarr), Rudi Hurzlmeier (Cartoonist), Christian SchlĂĽter (“Frankfurter Rundschau”), Achim Frenz (Caricatura Museum), Stefan Pannor (“Spiegel Online”) und Andreas Platthaus (“FAZ”) zusammen.

Der Sondermann 2011 wird am Samstag, 15. Oktober, um 16.30 Uhr im Comic-Zentrum (Halle 3.0 K 837) auf der Frankfurter Buchmesse vergeben.

Abbildung © Asja Wiegand

“GrĂĽĂźe nach Boneville”

Montag, den 29. August 2011

Vor zwanzig Jahren erschien der erste Teil der umfangreichen Fantasy-Geschichte “Bone” von Jeff Smith in den USA (Die deutsche Ausgabe erschien bei Tokyopop). “Spiegel Online”-Redakteur Jörg Böckem nimmt das zum Anlass, auch auf die eigene Vergangenheit zurĂĽckzuschauen, zum Beispiel auf seine erste Interviewreise in die USA.

GrĂĽĂźe nach Boneville

Vor zwanzig Jahren hat der Zeichner und Autor Jeff Smith mit “Bone” einen Comic-Epos erschaffen, von dem man nicht weiĂź, fĂĽr wen er die aufregendere Reise bedeutet – fĂĽr seine Figuren oder Leser. Wir gratulieren zum Jubiläum.

Das erste Mal. Nichts hinterlässt so tiefe Spuren. Im Gedächtnis, da ganz sicher. Aber nicht nur dort, es prägt uns als Menschen, unseren Blick auf die Welt und den Umgang damit. Das gilt nicht nur für den ersten Kuss, die erste Liebe, den ersten Schmerz. Vor allem Begegnungen können diese Kraft entfalten. Begegnungen mit Menschen, aber auch mit Filmen, Liedern, Büchern mit all ihren Ideen, Vorstellungen und Stimmungen. mehr

“Radiokolleg – Papierene Helden”

Montag, den 29. August 2011

Vier Teile umfasst die Serie “Papierene Helden”, die ab heute auf Ă–1 in Ă–sterreich ausgestrahlt werden. Sabine Nikolays jeweils halbstĂĽndigen Beiträge fĂĽr das Radiokolleg, in der unter anderem die Lektorin des Carlsen Verlags Sabine Witkowski zu Wort kommt, stellen aktuelle Strömungen im Comic allgemein und darin besonders Graphic Novels vor. Der erste Teil wurde heute Morgen ausgestrahlt, die weiteren folgen bis Donnerstag täglich um 9:05h.

Radiokolleg – Papierene Helden

Comics, Cartoons und Graphic Novels (1).

Höhlenzeichnungen, die eine erfolgreiche Jagd oder den Sieg ĂĽber Feinde dokumentierten, und Hieroglyphen, die kultische Handlungen und Biografien bis ins kleinste Detail festhielten, sind Bildsequenzen, die eine Geschichte erzählen. Heute bezeichnen wir solche Bildgeschichten als “Comics”. Das Medium Comic ist ein Klassiker, der bis zu den Anfängen menschlicher Kultur zurĂĽckreicht. mehr

Auf der Website kann der aktuelle Beitrag nachgehört werden.

Erster Trailer zu “Huhn mit Pflaumen”

Samstag, den 27. August 2011

Nachdem “Huhn mit Pflaumen”, Marjane Satrapis Verfilmung der eigenen Buchvorlage (erschienen bei Edition Moderne), Anfang September auf den Filmfestspielen in Venedig seine Weltpremiere feiern wird, startet der Film Ende Oktober in den französischen Kinos. Nun wurde ein erster Trailer in französischer Sprache veröffentlicht, der einen ersten Eindruck vermittelt.

Teheran 1958. Nasser Ali Khan, ein sagenhafter Tar-Spieler (Tar = traditionelle Laute aus dem Iran) will sterben, weil seine Frau im Streit sein unersetzliches Instrument zerbrochen hat. Er beschliesst, sich hinzulegen und auf den Tod zu warten. Nicht einmal seine Lieblingsspeise Huhn mit Pflaumen kann ihn davon abhalten. In “Huhn mit Pflaumen” erzählt Marjane Satrapi die letzten acht Tage im Leben ihres Grossonkels Nasser Ali Khan wie ein orientalisches Märchen.

Inzwischen steht auch ein Starttermin für die Kinos in Deutschland fest: Am 5. Januar 2012 bringt der Verleih Prokino den Film auf die Leinwände.

“Geteilte Welt”

Freitag, den 26. August 2011

Auch wenn sie häufig nicht einer Meinung sind, können sich “Der Spiegel” und die “Jungle World” auf ein Urteil ĂĽber David Mazzucchellis “Asterios Polyp” (Eichborn) einigen. In den aktuellen Ausgaben der Wochenzeitschriften wird der Band hymnisch besprochen. Im “Spiegel” schreibt Tobias Rapp (der Artikel findet sich nur in der Print-Ausgabe), fĂĽr die “Jungle World” Andreas Hartmann:

Geteilte Welt

Wie es mit dem Eichborn-Verlag weitergehen wird, weiß kein Mensch. Der Laden ist insolvent, publiziert aber weiterhin. Sogar ein so aufwendiges Buchprojekt wie David Mazzucchellis Graphic Novel »Asterios Polyp«. Mazzucchelli ist ein alter Hase im Comic-Business, ­sogar mit Frank Miller hat er zusammengearbeitet. »Asterios Polyp« ist seine erste eigene Graphic Novel, und sie ist gleich ein Meisterwerk geworden. mehr

Hokusai – Ausstellung und Manga

Freitag, den 26. August 2011

Am heutigen Freitag eröffnet im Berliner Martin-Gropius-Bau eine umfassende Ausstellung ĂĽber den japanischen KĂĽnstler Hokusai. Gezeigt werden Werke aus allen Schaffensperioden, Zeichnungen, illustrierte BĂĽcher und Malerei sowie seine Holzschnitte, mit denen er weltweite BerĂĽhmtheit erlangt hat. Hokusais bekanntestes Werk, “Die groĂźe Welle bei Kanagawa” aus der Serie “36 Ansichten vom Berg Fuji“ (1823–29), diente auch der aktuellen Ausgabe des Comicmagazins “Comixene” als Vorlage. “Hokusai – Retrospektive” wird bis zum 24. Oktober zu sehen sein.

Passend dazu ist mit “Furious Love” bei Carlsen inzwischen ein dreibändiger Manga erschienen, der sich biografisch, dabei aber recht frei, mit der Figur Hokusais auseinandersetzt. Hokusai, sein Epigone Sutehachi und zwei Frauen stehen im Mittelpunkt der dramatisch-erotischen Handlung, in die Autor Kazuo Kamimura viele Verweise auf Hokusais Werk einwebt. Von Kamimura stammt mit “Lady Snowblood” ein weiterer Manga, der seinerseits Quentin Tarantino maĂźgeblich zu seinen “Kill Bill”-Filmen inspirierte.

Auf “tagesspiegel.de” stellt Lars von Törne nun “Furious Love” vor und vergisst dabei nicht zu erwähnen, dass der Begriff “Manga”, der auf japanisch allgemein Comics bezeichnet, auf Hokusai zurĂĽckgeht:

Alte Meister, junge GelĂĽste

Er machte den Begriff Manga populär, inspirierte KĂĽnstler wie van Gogh und Gauguin – und wird jetzt in Berlin mit einer fulminanten Ausstellung geehrt. Der Manga „Furious Love“ nähert sich dem KĂĽnstler Hokusai auf ungewöhnliche Weise.

Der Palast muss weg! So kann der groĂźe Meister einfach nicht arbeiten. Gerade erst ist Katsushika Hokusai zum wiederholten Male umgezogen. Als der berĂĽhmte HolzschnittkĂĽnstler aus dem Fenster seines neuen Domizils auf den Berg Fuji blickt, versperrt ihm der Palast des Shoguns den Blick. mehr

Neue Graphic Novels beim GĂĽtersloher Verlagshaus

Mittwoch, den 24. August 2011

Beim zu Random House gehörenden GĂĽtersloher Verlagshaus erscheinen in den kommenden Monaten zwei neue Graphic Novels, bei denen wieder Themen und Biografien im Mittelpunkt stehen. Ende September erscheint “Patchwork” von Katharina Greve (“Ein Mann geht an die Decke”, Die Biblyothek), das sich humorvoll mit dem Thema Patchwork-Familie auseinandersetzt. Im Januar folgt dann mit “Luther” eine weitere Biografie in Comicform von Moritz Stetter, der bereits “Bohnoeffer” portraitierte.

“Patchwork” von Katharina Greve

Die graphic novel Die Patchwork-Familie ist eine Gesellschafts- und Medienkritik, die sich mit dem Thema Toleranz und Anderssein auf eine ganz eigenwillige und originelle Weise beschäftigt. Im Zentrum steht Frau Dr. Linda Waldbeck, Transplantationsforscherin, die ihre eigene Familie auf untypische Weise gefunden hat. Ihre Kinder Wei, Jan, Ben und Tim passen mit ihren Eigenarten nicht in das klassische Bild. Als die Familie den geschützten Raum der Transplantationsstation verlässt, um ein »normales« Leben zu führen, löst das Unverständnis und Widerstand aus.

Katharina Greve zeigt eindringlich, wie schwierig es sein kann, von der Gesellschaft akzeptiert zu werden, wenn man nicht der Norm entspricht und in keine Schublade passt.

Patchwork, ISBN 978-3-579-07053-7, Softcover, 80 Seiten, farbig, 14,99 EUR, erscheint Ende September

“Luther” von Moritz Stetter

Nach seiner graphic novel über den Theologen Dietrich Bonhoeffer widmet sich der Autor und Graphiker Moritz Stetter nun dem Leben Martin Luthers. In seinem typischen und extravaganten Zeichenstil beschäftigt er sich vor allem mit der Frage, warum ein tiefgläubiger Mönch anfing, an der römisch-katholischen Kirche zu zweifeln.

Welche inneren Kämpfe führten schließlich zum Thesenanschlag und welche Auswirkungen hatte das auf Luthers Leben? Wie kam es, dass er ein Spielball von europäischen Fürstentümern wurde, die die Macht von Papst und Kaiser zurückdrängen wollten?

Luther, ISBN 978-3-579-07054-4, Softcover ca. 112 Seiten, 14,99 EUR, erscheint Ende Februar 2012

“Zwei mal Zwei” – Buchvernissage in ZĂĽrich

Dienstag, den 23. August 2011

Am kommenden Sonntag wird das Erscheinen von Charles Lewinskys und Andreas Gefes “Zwei mal Zwei” (Edition Moderne) in der ZĂĽrcher Bäckeranlage (Restaurant B) mit einer Buchvernissage gefeiert. Die Veranstaltung, bei der Autor und Zeichner anwesend sein werden, beginnt um 16 Uhr.

Lisa (36) und Roland (36) sind ein Paar und wünschen sich schon lange ein Kind. Er will endlich seine Doktorarbeit beenden. Sie steht als Wirtschaftsfachfrau voll im Erwerbsleben. Sie weiss, dass ihr nicht mehr viel Zeit bleibt, um Mutter zu werden. Marlen (26) und Mirko (24) lernen sich erst kennen, doch nach einer gemeinsamen Nacht ist Marlen schwanger. Dabei hat sie viele kreative Ideen und ist im Begriff, sich selbstständig zu machen. Und der Automechaniker Mirko möchte eigentlich nur seine wilden Jahre geniessen.

Bäckeranlage, Hohlstraße 67, CH-8004 Zürich
Tel: +41 (0) 43 243 87 43, Fax: +41 (0) 43 243 87 45
www.baeckeranlage.ch, E-Mail: qz.aussersihl@zuerich.ch

“We´re not armed, don´t shoot!” – Ausstellung in Bremen

Dienstag, den 23. August 2011

Vom 23. September bis zum 16. Oktober wird in der Spedition Bremen eine Ausstellung ĂĽber Comics aus SĂĽdafrika gezeigt: “We´re not armed, don´t shoot” versammelt Arbeiten unter anderem von Anton und Mark Kannemeyer, Karlien de Villiers, Joe Daly und Diek Grobler.

Über die südafrikanische Comic-Szene ist hierzulande auch fast 20 Jahre nach dem Ende der Apartheid so gut wie nichts bekannt. Erst nach dem Ende der Apartheid in den neunziger Jahren konnte sich in dem Land am Kap eine kleine unabhängige Comic-Szene entwickeln, hauptsächlich um das Kapstädter Magazin “Bitterkomix”. Die Ausstellung „We’re not armed, don’t shoot! – südafrikanische Comix jenseits der Apartheid“ erlaubt einen Blick in die komplexen gesellschaftlichen Verhältnisse des heutigen Südafrika. Sexismus, Rassismus, Korruption und die anhaltende Ungleichheit, aber auch ganz persönliche Alltagsgeschichten sind die Themen der ausstellenden Künstler, zu denen auch der Texter und ehemalige Bremer Danie Marais gehört.

Die meisten der ausgestellten KĂĽnstlerinnen und KĂĽnstler sind bisher im deutschsprachigen Raum unveröffentlicht, Karlien de Villiers autobiografisches “Meine Mutter war eine schöne Frau” erschien bei der Edition Moderne.

Kunst- und Kulturverein Spedition e.V., Beim Handelsmuseum, 28195 Bremen
www.spedition-bremen.org
Ă–ffnungszeiten: Mi – Fr: 16-20 Uhr, Sa – So 14-20 Uhr

“Souverän gestaltete Graphic Novel”

Montag, den 22. August 2011

Gemischte GefĂĽhle hinterlässt “Asterios Polyp” von David Mazzuchelli (Eichborn) bei Frank Meyer, der das Buch fĂĽr das Radiofeuilleton im Deutschlandradio besprochen hat.

Souverän gestaltete Graphic Novel

Mit “Asterios Polyp” legt David Mazzucchelli seine erste eigene Graphic Novel vor. US-Kritiker feierten das Buch als “ultimatives Comic-Statement”. Die visuelle Gestaltung des Buches ist souverän – einzig die Geschichte vermag nicht zu ĂĽberzeugen.

David Mazzucchelli hätte ein Schwergewicht des amerikanischen Mainstream-Comics werden können, wenn er denn Lust dazu gehabt hätte. Schon als Student hat er Hefte fĂĽr die Serie “Daredevil” gezeichnet, in den 80er-Jahren war er einer der Erneuerer des Superhelden-Comics, vor allem durch das Album “Batman. Year One”, das er zusammen mit Frank Miller herausgebracht hat. mehr

Zum Audiobeitrag als MP3-Datei gelangt man hier.

Andreas Platthaus ĂĽber Graphic Novels

Sonntag, den 21. August 2011

In der Serie des Podcast-Angebotes SWR2 99 Sekunden Wissen findet sich ein Statement von Andreas Platthaus (FAZ) ĂĽber Graphic Novels. Kurz und bĂĽndig bringt Herr Platthaus die Sache auf den Punkt und macht gleichzeitig Lust darauf, Graphic Novels zu lesen:

“Comics sind out, Graphic Novels sind in. Beide Genres ähneln sich, denn beide erzählen Geschichten in Bildern. Die Graphic Novel jedoch ist fĂĽr den erwachsenen Leser gedacht. Kritiker sagen, die Graphic Novel sei lediglich eine Verkaufsmasche und im Grunde nichts weiter als ein teures Comic im Buchformat.”

Was Andreas Platthaus dazu sagt, hören Sie hier:  SWR

 

“Habibi” – Leseprobe online

Donnerstag, den 18. August 2011

Auf der Website von Reprodukt ist nun eine Leseprobe zu Craig Thompsons in KĂĽrze erscheinendem neuem Buch “Habibi” veröffentlicht worden. Schon auf den ersten 26 Seiten bekommt man einen Eindruck davon, wie Craig Thompson narrative Passagen auflockert und unter anderem mit orientalischen Ornamenten verbindet.

Zur ersten Seite der Leseprobe gelangt man hier.

“Tod eines Blauwals” von Emmanuel Moynot

Donnerstag, den 18. August 2011

Im September erscheint bei Schreiber & Leser ein neuer Band der Reihe “s&l noir”: “Tod eines Blauwals” von Emmanuel Moynot.

„Ich werde Amerika den Arsch aufreißen. Nur ich kann das schreiben!“, sagt Altmeister James Whales über den monumentalen Roman, der sein Lebenswerk krönen soll. Der junge Autor Simon Breuil verehrt den Meister zutiefst und will ihn unbedingt beeindrucken. Dann taucht Whales mit Hollywood-Sternchen Rhonda in Paris auf.

Simon muss seine Ehefrau, eine Geliebte, gelegentliche Eroberungen und die wilde Rhonda bei Laune halten und sägt zugleich am Thron seines Idols…

Einen Einblick in das Buch liefert das Schreiber & Leser-Verlagsmagazin, das sich online hier ansehen lässt.

Tod eines Blauwals, ISBN 978-3-941239-71-5, 80 Seiten, Hardcover, farbig, 18,80 EUR, erscheint im September bei Schreiber & Leser

“Habibi” von Craig Thompson

Mittwoch, den 17. August 2011

Am 20. September erscheint mit Craig Thompsons “Habibi” der langerwartete Nachfolger zu “Blankets” in deutscher Sprache bei Reprodukt – zeitgleich mit der amerikanischen Originalausgabe. Auf der diesjährigen Frankfurter Buchmesse vom 13. bis zum 16. Oktober wird der in Portland, Oregon lebende Autor und Zeichner anwesend sein und sein neues Buch vorstellen.

Vor einer fantastischen Kulisse aus orientalischen WĂĽstenlandschaften, märchenhaften Harems und der allgegenwärtigen Kluft zwischen “Erster” und “Dritter Welt”, erzählt “Habibi” die bewegende Geschichte von Dodola und Zam, zwei Sklavenkindern, die der Zufall eint, das Schicksal auseinanderreiĂźt, und deren tiefe Liebe zueinander allen Widrigkeiten zum Trotz ĂĽberdauert.

Vielschichtig, mitreiĂźend und in Bildern von opulenter Pracht ist “Habibi” eine auĂźergewöhnliche, epische Liebesgeschichte, eine eindringliche Parabel ĂĽber das gemeinsame Erbe von Islam und Christentum und allem voran eine Ode an die Magie des Geschichtenerzählens.

Sechs Jahre nach seiner international erfolgreichen und vielfach preisgekrönten Graphic Novel “Blankets” legt Craig Thompson endlich sein mit Spannung erwartetes neues Buch vor – ein modernes Märchen aus “Tausendundeiner Nacht”. Mehr zur Entstehung von “Habibi” erfährt man auf dootdootgarden.com, der Website von Craig Thompson. Ăśber weitere Aktivitäten um die Neuveröffentlichung und Signiertermine des Autors berichtet der amerikanische Verlag Pantheon auf habibibook.com.

Craig Thompson wurde 1975 in Traverse City, Michigan, USA, geboren und wuchs in einer fundamental-christlichen Familie in einer Kleinstadt in Zentral-Wisconsin auf. Schon mit seinem ersten längeren Comic “Goodbye Chunky Rice” gewann er 1999 den Harvey Award als “Bestes neues Talent”.

In den folgenden vier Jahren arbeitete er neben diversen Ilustrations- und Auftragsarbeiten (unter anderem fĂĽr die “Nickelodeon”, “National Geographic Junior” und die Verlage Dark Horse und Marvel Comics) an der 600 Seiten starken, semibiographischen Graphic Novel “Blankets” (deutsch bei Carlsen), die ihm auch international groĂźe Anerkennung zuteil werden lieĂź. Es folgten Ăśbersetzungen in mehrere Sprachen.

Craig Thompson ist bislang der einzige Zeichner/Autor der in einem Jahr bei allen drei der größten und wichtigsten Comicauszeichnungen der USA (Harvey-, Eisner- und Ignatz-Awards) jeweils in zwei unterschiedlichen Kategorien ausgezeichnet wurde. DarĂĽber hinaus wurde “Blankets” (in deutscher Erstausgabe bei SPEED Comics erschienen) auf der Frankfurter Buchmesse 2005 als “Comic des Jahres” ausgezeichnet. Mit “Blankets” gelang es Craig Thompson ĂĽber die Grenzen der Comicszene hinaus fĂĽr Aufmerksamkeit zu sorgen.

Die Recherchen fĂĽr “Habibi” und eine ausgedehnte Signiertour fĂĽhrten Craig Thompson 2004 fĂĽr drei Monate nach Marokko und Europa. In seinem “Tagebuch einer Reise” hielt er die EindrĂĽcke und Begegnungen dieser Zeit fest. Skizzen, Porträts und Comicsequenzen verdichten sich zu einem lebendigen, sehr persönlichen Buch.

Parallel zu “Habibi” veröffentlicht Reprodukt im September eine neue Edition des preisgekrönten Bandes.

Habibi, ISBN 978-3-941099-50-0, 672 Seiten, schwarzweiĂź, 17 x 24 cm, Hardcover, 39 EUR, erscheint im September 2011

Tagebuch einer Reise, ISBN 978-3-938511-17-6, 224 Seiten, schwarzweiĂź, 22 x 14 cm, Klappenbroschur, 16 EUR, erscheint im September 2011

Foto Craig Thompson © Alicia J. Rose

“Afkat” – Graphic Novel-Förderpreis ausgeschrieben

Dienstag, den 16. August 2011

Mit dem “Afkat” ist ein Graphic Novel-Förderpreis ins Leben gerufen worden, der in diesem Jahr zu ersten Mal verliehen wird. Wie auf der dazugehörigen Website bekanntgegeben wird, richtet sich die Ausschreibung “an begabte, bislang unentdeckte NachwuchskĂĽnstler, die sich fĂĽr das in Deutschland noch relativ junge Genre Graphic Novel begeistern”. Es gibt kein “Motto, es gibt kein Oberthema, keine Kategorie, keine Altersbeschränkung”.

Die Förderung besteht aus einer “(Produktions)Kosten-Ăśbernahme”, die es dem oder der Geförderten ermöglichen soll, sich komplett auf die Arbeit an dem jeweiligen Projekt zu konzentrieren. Der Preis setzt damit an einer bekannten Realität junger Autoren an, die in den meisten Fällen ihr Einkommen eher durch kommerzielle Arbeit als durch ihre BĂĽcher verdienen. Ein genauer Förderbetrag wird nicht genannt, neben der finanziellen UnterstĂĽtzung wird eine Veröffentlichung im mairisch-Verlag in Aussicht gestellt.

Gestiftet wird der Preis vom Hamburger Rechtsanwalt Dr. Bahr, der seit einigen Jahren bereits als Justiziar des Interessenverbandes Comic (ICOM) tätig ist. Bewerbungen können bis zum 11. November eingereicht werden. Weitere Details finden sich auf der Website des “Afkat”-Förderpreises.

“Gegen die platten Parolen”

Montag, den 15. August 2011

Im Radiobeitrag der Sendung “Religionen” im Deutschlandfunk ĂĽber die im Berliner avant-verlag erschienene Graphic Novel “Grenzfall” kommen nicht nur die Autoren Thomas Henseler und Susanne Buddenberg zu Wort, sondern mit Peter Grimm auch derjenige, dessen Geschichte sie im Buch nacherzählen. Der Beitrag von Matthias Bertsch kann hier als mp3 nachgehört werden.

Gegen die platten Parolen

Die Erlebnisse des DDR-Umweltaktivisten Peter Grimm als Graphic Novel

Thomas Henseler und Susanne Buddenberg erzählen in ihrem Comic “Grenzfall” die Geschichte von Peter Grimm, der in der Berliner Zionskirche Zeitschriften und Flugblätter druckte, die Missstände in der DDR anprangerten.

Ein Comic ĂĽber UnterdrĂĽckung und Widerstand in der DDR, geht das – und interessiert das ĂĽberhaupt irgend jemanden? “Ja!”, sind die Macher von “Grenzfall”, Thomas Henseler und Susanne Buddenberg, ĂĽberzeugt. Beide haben in Aachen Design und später in Potsdam-Babelsberg Film studiert und arbeiten seit langem zusammen: Sie textet, er textet und zeichnet. mehr

“Im Bann des Missionars”

Montag, den 15. August 2011

In seiner Besprechung auf tagesspiegel.de beschreibt Thomas Hummitzsch das neue “kongeniale” Buch “Die Bekehrung” von Matthias Gnehm (Edition Moderne) mit einigen Superlativen.

Im Bann des Missionars

Perfekte Symbiose aus Text und Bild: In Matthias Gnehms grandioser Erzählung „Die Bekehrung“ wird ein Journalist mit einem düsteren Kapitel seiner Vergangenheit konfrontiert.

Kindheitserinnerungen sind etwas Schönes. Meistens zumindest. Einmal ausgelöst, ist der biografische Quell aus dem Unterbewusstsein oft nicht mehr zu stoppen. Ein Impuls reicht, und die Erinnerungen an längst vergangene Zeiten drängen unvermittelt ans Tageslicht. Dem Erzähler in Matthias Gnehms Comicroman „Die Bekehrung“, Kurt Koller, widerfährt genau das. mehr

“Zwischen Film und Kunst. Storyboards von Hitchcock bis Spielberg”

Freitag, den 12. August 2011

Comics und Film kommen sich nie näher als im Storyboard. In beiden Fällen ist das Storyboard ein Hilfsmittel auf dem Weg zum fertigen Werk. Beim Comic ist es häufig Zwischenschritt vom Skript zur ausgearbeiteten Seite, beim Film werden hier, in unterschiedlicher Gewichtung, erstmals Bildideen, technische Details wie Kamerafahrten, Regieanweisungen und Dialoge zusammengebracht.

Die Deutsche Kinemathek – Museum fĂĽr Film und Fernsehen zeigt nun noch bis zum 27. November die Ausstellung “Zwischen Film und Kunst. Storyboards von Hitchcock bis Spielberg”, in denen eine Reihe originaler Storyboards zu sehen sein wird. Parallel dazu werden auf Bildschirmen die fertigen Szenen im jeweiligen Film gezeigt. Ergänzend sind im Werkstattraum der Kinemathek ausgewählte Storyboards aus der FrĂĽhzeit des deutschen Films zu sehen.

Deutsche Kinemathek – Museum für Film und Fernsehen, Potsdamer Straße 2, D-10785 Berlin
www.deutsche-kinemathek.de
Öffnungszeiten: Di- So 10–18 Uhr, Do 10–20 Uhr