Graphic Novels
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Monatsarchiv für November 2011

Neue Graphic Novels bei Carlsen

Mittwoch, den 30. November 2011

Der Hamburger Carlsen Verlag hat seine Novitäten für das Frühjahr 2012 angekündigt.

“Buddha” von Osamu Tezuka

In “Buddha” widmet sich Osamu Tezuka voller Fabulierlust dem Leben und Wirken des Begründers des Buddhismus und entführt den Leser in das historische Indien. Ebenso humorvoll wie auch sozialkritisch erzählt der Großmeister des Manga die abenteuerliche Geschichte des Fürstensohns Siddharta Gautama, der vor ca. 2500 Jahren aus seiner Tradition ausbrach und zum Erleuchteten wurde − fähig seinen Weg aus dem leidvollen Leben zu finden und diesen auch anderen zu weisen.

Osamu Tezuka, als Japaner selbst in einer buddhistischen Kultur aufgewachsen, arbeitete zehn Jahre an “Buddha”. Zahlreiche Auszeichnungen (darunter der renommierte Eisner Award) und internationale Ausgaben belegen den Erfolg seines humanistischen Epos, das ohne Zweifel zu den großen Meisterwerken der Comicgeschichte zählt.

Die deutsche Ausgabe von “Buddha” erscheint in zehn Hardcover-Büchern mit jeweils 300 bis 320 Seiten.

Überwältigend!” – Publishers Weekly

“Osamu Tezuka hat eine komplett neuartige Sprache der Comicerzählung erfunden, und sein Platz in der Geschichte japanischer Comics ist ebenso bedeutsam wie der Platz Siddhartas in der Geschichte des Buddhismus.”
– Art Spiegelman

Buddha 1, ISBN 978-3-551-76631-1, Hardcover, schwarzweiß, 304 Seiten, 22,90 EUR, erscheint im April 2012
Buddha 2, ISBN 978-3-551-76632-8, Hardcover, schwarzweiß, 272 Seiten, 22,90 EUR, erscheint im Juli 2012

“Der spazierende Mann” (Neuausgabe) von Jiro Taniguchi

Der Autor und Zeichner lässt seinen Protagonisten schlichtweg spazieren gehen. Ein ländlich geprägter Vorort einer japanischen Großstadt bildet das äußere Szenario der achtzehn Episoden. Nach innen zählen rein die stillen Beobachtungen der Natur, der Mitmenschen, des eigenen Verhaltens − eine Sammlung ganz alltäglicher Szenen, die in ihrer Schlichtheit verzaubern. Nicht umsonst ist dieses Buch das wohl bekannteste Werk des mehrfach preisgekrönten Autoren Taniguchi, dem europäischsten unter den japanischen Comiczeichnern.

Die deutsche Ausgabe enthält ein exklusives Nachwort des renommierten Comic-Kritikers Andreas Platthaus (“Frankfurter Allgemeine Zeitung”). Die Neuausgabe dieses Buches erscheint mit neuem Cover und der letzten Episode erstmals in Farbe.

Der spazierende Mann (Neuausgabe), ISBN 978-3-551-77879-6, Klappenbroschur, farbig & schwarzweiß, 168 Seiten, 14,90 EUR, erscheint im April 2012

“Der Boxer – Die Überlebensgeschichte des Hertzko Haft” von Reinhard Kleist

Reinhard Kleist erzählt das unglaubliche, aber wahre Leben des jüdischen Boxers Hertzko Haft, der im Konzentrationslager von seinen Bewachern zum Faustkampf gezwungen wurde und daraus seine Überlebensstrategie machte. Nachdem Reinhard Kleist mit “Cash” und “Castro” bereits zwei sehr erfolgreiche grafische Biografien gezeichnet hat, geht er nun einen Schritt weiter. Mit “Der Boxer” hat er sich an sein bisher schwierigstes Thema gewagt und herausgekommen ist seine spannendste Graphic Novel.

Der Boxer – Die Überlebensgeschichte des Hertzko Haft, ISBN 978-3-551-78697-5, Hardcover, schwarzweiß, 176 Seiten, 16,90 EUR, erscheint im Mai 2012

“Wave and Smile” von Arne Jysch

Mit Arne Jysch wendet sich der erste deutsche Zeichner dem Thema Afghanistan zu. Gekonnt erzählt und inszeniert er eine spannende Geschichte in den Wirren des Bundeswehreinsatzes, die von Freundschaft und Verantwortung handelt.

Gleichzeitig vermittelt Arne Jysch dem Leser eine wirklichkeitsgetreue Darstellung des Alltags in diesem fremden Land und was es für einen deutschen Soldaten heißt, dort Dienst zu tun. Das alles schafft er, ohne ideologisch oder belehrend zu sein. Es ist einfach nur – spannend.

Wave and Smile, ISBN 978-3-551-73053-4, Hardcover, schwarzweiß, 208 Seiten, 24,90 EUR, erscheint im Mai 2012

“Mein Leben mit Mr. Dangerous” von Paul Hornschemeier

Paul Hornschemeier ist ein Meister des sparsamen und pointierten Erzählens und Zeichnens. Mit seinem präzisen Strich schafft er eine Atmosphäre von dichter Konzentration und Fokussierung. So auch in seiner neuesten Graphic Novel.

Sie erzählt vom Erwachsenwerden, von der schwierigen Zeit zwischen dem endgültigen Abschied von der Jugend und dem noch nicht ganz akzeptierten Schritt in die Welt der Erwachsenen. Direkt, klar, eindringlich – ein wunderbares kleines Stück.

Mein Leben mit Mr. Dangerous, ISBN 978-3-551-78970-9, Hardcover, farbig, 128 Seiten, 19,90 EUR, erscheint im Juni 2012

Graphic Novels beim “Kulturmontag”

Mittwoch, den 30. November 2011

Das Magazin “Kulturmontag” des ORF berichtete in der Montagsausgabe über Graphic Novels. Besonders im Blickpunkt ist die Comicszene Österreichs: Vorgestellt werden so “Alte Meister” von Nicolas Mahler (nach Thomas Bernahrd, Suhrkamp) und “Miller & Pynchon” von Leopold Maurer (Luftschacht). Ebenso gibt es Bilder aus dem Wiener Comicshop “Bilderbox”. Der Beitrag lässt sich in der ORF-Mediathek ansehen, oder oben als Video auf Youtube.

“Reddition” 55 über Comics aus Italien

Dienstag, den 29. November 2011

Anfang Dezember erscheint die neue Ausgabe des Comic-Magazins “Reddition”, die sich in einem ausführlichen Dossier mit Comics aus Italien beschäftigt.

Das Dossier präsentiert die übersichtliche und interessante Darstellung der Entwicklung einer Erzähl- und Kunstform in einem Land, das nicht nur eine ganz eigene Comic-Tradition entwickeln konnte und eine Vielzahl noch heute einflussreicher und bedeutender Künstler hervorbrachte, sondern darüber hinaus – etwa im Vergleich mit den USA oder Frankreich und Belgien – im deutschsprachigen Raum eine weniger populäre Rolle spielt als die Comics aus den genannten anderen Regionen.

Neben historischen Betrachtungen werden auch Artikel über aktuelle Entwicklungen und prominente Autorinnen und Autoren Teil des Dossiers sein. So werden Lorenzo Mattotti (“Hänsel & Gretel”, Carlsen), Igort (“Fats Waller”, avant-verlag; “Berichte aus der Ukraine”, Reprodukt) und Manuele Fior (“5000 Kilometer in der Sekunde”, avant-verlag) vorgestellt und die Comic-Anthologie “Canicola” porträtiert.

Die neue Ausgabe der “Reddition” ist ab Anfang Dezember im Fachhandel oder über die Website des Heftes erhältlich, wo sie sich bereits vorbestellen lässt.

Reddition 55, Dossier Fumetti: Comics aus Italien 84 Seiten, teilw. farbig, 10 EUR, erschienen in der Edition Alfons

Reprodukt-Aktion bei Hugendubel, Kreuzberg

Dienstag, den 29. November 2011

In der Hugendubel-Filiale am Hermannplatz in Berlin-Kreuzberg läuft noch bis Anfang Januar eine Graphic-Novel-Aktion mit Reprodukt-Titeln. Neben dem schicken Schaufenster mit dem “Polina”-Plakat gibt es einen Büchertisch mit fast 30 Graphic Novels.

Buchhandlungen, die auch Interesse an einer solchen Graphic-Novel-Aktion haben, können sich bei Sebastian Oehler über Einzelheiten informieren.

Hugendubel am Hermannplatz, Hermannplatz 1, D-10967 Berlin
Tel. (089) 30 75 75 75
Öffnungszeiten: Mo-Sa 10-20 Uhr

Barbara Yelin – Ausstellung in Berlin

Montag, den 28. November 2011

Die Berliner Galerie Ida Illuster zeigt ab dem kommenden Freitag eine Ausstellung mit Bildern von Barbara Yelin. (“Gift”, Szenario: Peer Meter, Reprodukt). Unter dem Titel “Licht im Graphit” werden Originalzeichnungen aus dem bisher nur in Frankreich erschienenen Band “Le Visiteur” (Actes Sud/L´An 2) gezeigt.

Die Einführung spricht Dr. Friedrich Weltzien, Kunsthistoriker und wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Künste und Medien der Universität Potsdam. Barbara Yelin selbst wird an dem Abend anwesend sein. Im Anschluss ist die Ausstellung bis zum 28. Januar zu sehen.

Ida Illuster, Sophienstraße 32, D-10178 Berlin
Tel. (030) 27 59 21 66, Fax (030) 27 58 29 06
email: welcome@idailluster.net, www.idailluster.net

“Die Presse” und “Süddeutsche Zeitung” über “Alte Meister”

Montag, den 28. November 2011

Für “Die Presse” bespricht Christoph Huber die Comic-Umsetzung Thomas Bernhards “Alte Meister” von Nicolas Mahler (Suhrkamp).

Heiterkeit im Jammertal

Dem Wiener Zeichner Nicolas Mahler ist mit “Alte Meister” eine (kon-) geniale Neuinterpretation von Thomas Bernhards Kunstkomödie gelungen.

Die Kombination klingt fast zu gut, um wahr zu sein: Thomas Bernhards „Alte Meister“ – gezeichnet von Nicolas Mahler. „Der Meister der Übertreibung trifft auf den Meister der Untertreibung“, bewirbt Suhrkamp den ersten Band seiner neuen „Graphic Novel“-Reihe. mehr

In der “Süddeutschen Zeitung” schreibt Christoph Pramstaller über denselben Band.

Thomas Bernhards furioser Motzer lebt wieder

Bruckner? Miserabel. Stifter? Kitsch. Heidegger? Nur ein “lächerlicher Pumphosenspießer”. Nie hat jemand so über Kunst gelästert wie der Musikkritiker Reger in Thomas Bernhards “Alte Meister”. Nicolas Mahler hat den Roman für Suhrkamp nun als Comic adaptiert. Ein mutiges Experiment – und genauso bitterböse wie das Original. mehr

“Gezeichnete Helden”

Montag, den 28. November 2011

Für die Dezember-Ausgabe von “mobil”, dem Kundenmagazin der Deutschen Bahn, hat Waldemar Kesler einen Artikel zum Thema “anspruchsvolle Comic-Literatur” geschrieben. Auf einer Strecke von acht Seiten werden Neuheiten von avant-verlag, Cross Cult, Edition Moderne und Reprodukt vorgestellt.

Gezeichnete Helden

Einst als Comic verschmäht, heute als Graphic Novel gefeiert – die Kunst des grafischen Erzählens begeistert immer mehr Leser. Und es gibt noch einen Grund zum Jubeln: 4 deutschsprachige Verlage für anspruchsvolle Comic-Literatur feierten 2011 runde Jubiläen.

Comics sind längst unter dem Etikett „Graphic Novel“ im Feuilleton angekommen. Die Süddeutsche Zeitung hat jüngst eine Edition grafischer Romane herausgegeben und versichert bildungsbeflissenen Lesern: Comics können anspruchsvoll sein. Ihr Slogan »Literatur trifft Illustration« verrät, warum: Die Bilder stehen ganz im Dienste der Worte – und das Medium Comic steht noch immer im Verdacht, Schund zu liefern. mehr

“Die Comicszene erobert den Roman”

Samstag, den 26. November 2011

Am 25. November stellte Korinna Hennig auf NDR Info die Graphic Novels “Habibi” von Craig Thompson (Reprodukt) und “Asterios Polyp” von David Mazzucchelli (Eichborn) vor, deren Autoren sie bescheinigt, die Domäne des “großen Romans” zu erobern. Ihre Gedanken zu den beiden Büchern lassen sich nun auch auf der Website des NDR lesen.

Die Comicszene erobert den Roman

“Wie lange dauert es, einen Comic zu lesen? Normalerweise, möchte man meinen, höchstens einen Abend. Zurzeit allerdings scheint die Comicszene eine neue Domäne zu erobern: den großen Roman, hunderte Seiten dick, mit komplexer Handlung und Lesestoff für mehrere Abende. Das Buch Habibi sieht nicht gerade aus wie das, was man sich unter einem Comic vorstellt: ein ziegelsteindicker Prachtband, dunkelbraun gebunden, mit zarten Goldornamenten und Lesebändchen, mehrere Kilo schwer.” mehr

“Andere Bücher braucht das Land”, Literaturhaus München

Freitag, den 25. November 2011

Schon zum dritten Mal findet der Markt der unabhängigen Verlage im Rahmen des Literaturfestes München (10. bis 27. November) statt. Unter dem Titel “Andere Bücher braucht das Land” bietet sich Besuchern die Gelegenheit, schöne Bücher und deren Macher von 30 unabhängigen Verlagen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz kennenzulernen. Mit dabei sind auch der Comicverlag Reprodukt sowie der Literaturverlag Walde+Graf, der bereits einige Comics auf den Markt brachte.

Literaturhaus München, Salvatorplatz 1, D-80333 München
email: info@litmuc.de, www.literaturfest-muenchen.de
Öffnungszeiten: Sa 11-19 Uhr, So 11-18 Uhr

“Habibi” bei RadioEins

Freitag, den 25. November 2011

Am gestrigen Donnerstag stellte auf RadioEins des RBB Frank Meyer Craig Thompsons “Habibi” (Reprodukt) vor. Der Beitrag kann hier online nachgehört werden, und hier kann man sich die MP3-Datei herunterladen.

Comics beim WeihnachtsQuartier, Wien

Freitag, den 25. November 2011

Bereits heute beginnt das WeihnachtsQuartier, der Design-Weihnachtsmarkt im Wiener MuseumsQuartier. Zum fünften Mal bieten über 100 Kreative aktuelle Designs aus den Bereichen Schmuck, Möbel und Mode zum Verkauf an und transformieren das quartier21 in ein Shoppingerlebnis der besonderen Art.

Auch der Wiener Comicvertrieb Pictopia ist zu Gast und präsentiert zum vierten mal einen Graphic Novel-Büchertisch. Dort werden Bücher, u.a. vom avant-verlag, der Edition Moderne und Reprodukt sowie vieler weiterer Verlage zu finden sein.

Weihnachtsquartier, MuseumsQuartier, Museumsplatz 1, A-1070 Wien
www.weihnachtsquartier.at
Öffnungszeiten: Fr. 14-20h, Sa 10-20h, So. 10-19h

Comicverfilmungen auf Französischer Filmwoche in Berlin

Freitag, den 25. November 2011


Vom 1. bis zum 7. Dezember findet in Berlin die 11. Französische Filmwoche statt. Dort werden mit “Huhn mit Pflaumen” und “Die Katze des Rabbiners” auch zwei auf Comics basierende Filme zu sehen sein. Beide Titel feiern dort ihre Deutschlandpremiere.

“Huhn mit Pflaumen” basiert auf dem gleichnamigen Buch von Marjane Satrapi (Edition Moderne), die hier auch Regie führte. Am Freitag, dem 2. Dezember, wird der Film im Cinema Paris in Anwesenheit des Filmteams zu sehen sein.

Unglücklicherweise zeitgleich zeigt das Filmtheater am Friedrichshain “Le Chat du Rabbin”, die Zeichentrick-Verfilmung von Joann Sfars “Die Katze des Rabbiners” (avant-verlag). Auch hier führte der Schöpfer selbst Regie und auch hier wird das Filmteam im Kino erwartet.

Das komplette Programm mit allen Spielorten und Vorführungsterminen findet sich auf der Website der Französischen Filmwoche.

“Der Mann, der sich verbarg”

Donnerstag, den 24. November 2011

Ein “Wechselspiel aus historischer Kontextualisierung und biografischer Verpflichtung”: In der “tageszeitung” stellt Sven Jachmann “B. Traven – Portrait eines berühmten Unbekannten” von Golo (avant-verlag) vor.

Der Mann, der sich verbarg

Annäherung an einen mysteriösen Schriftsteller – Golos “B. Traven. Portrait eines berühmten Unbekannten”

Begibt man sich auf das Terrain eines Meisters der Täuschung, empfiehlt es sich, ihm mit ebenbürtigen Strategien zu begegnen. Und wenn man eines über das vielleicht berühmteste Phantom der modernen Literaturgeschichte B. Traven weiß, dann eben, dass er zu Lebzeiten alles daransetzte, auch nur die geringsten seiner biografischen Anhaltspunkte systematisch zu verschleiern. mehr

“Holy Shit Shopping” in Köln

Donnerstag, den 24. November 2011

Auch in diesem Jahr finden an den Adventswochenenden wieder die “Holy.Shit.Shopping”-Weihnachtsbasare statt. In Köln, Berlin und Hamburg (Stuttgart entfällt leider in diesem Jahr) werden von Mode über Wandbildern bis zu Keramik wieder interessante, schicke und häufig handgemachte Produkte präsentiert. Los geht es am kommenden Wochenende in Köln, wo in den Räumen von Expo XXI rund 170 Designer ihre Ware vorstellen. Dazu gibt es Musik, Häppchen und Getränke.

Auch Bücher wird es dort geben: Der Berliner Verlag Reprodukt präsentiert wieder eine breite Auswahl an Comicalben, -büchern und allem dazwischen.

Holy.Shit.Shopping. Köln, Expo XXI, Gladbacher Wall 5, 50670 Köln
email: mail@team-de-luxe.de, www.holyshopping.de, facebook
Öffnungszeiten: Sa 12-22 Uhr, So 12-20 Uhr

Sascha Hommer zu Gast in Jakarta

Mittwoch, den 23. November 2011

Ab dem kommenden Wochenende wird Sascha Hommer (“Vier Augen”, Reprodukt) für einige Tage in zwei Dependancen des Goethe-Instituts Jakarta zu Gast sein. Anlass ist der Start der neuen Webseite des Goethe-Instituts für indonesische und deutsche Comiczeichner www.goethe.de/comiconnexions am kommenden Samstag.

Am Samstag stellen Sascha Hommer und der indonesiche Comiczeichner Is Yuniarto auf einer Podiumsveranstaltung zunächst die jeweils heimische Comicszenen vor. Nach verschiedenen Aktionen mit indonesischen Zeichnern wird am Abend gefeiert. In Bandung wird Sascha Hommer dann am Montag und Dienstag für einen Comic-Workshop erwartet. Seinen Besuch schliesst er am Mittwoch mit einer Vorlesung, ebenfalls in Bandung, ab.

Details zu den Veranstaltungen finden sich auf der Website des Goethe-Instituts Indonesien.

GoetheHaus, Jl. Sam Ratulangi 9-15, Menteng, Jakarta Pusat
STDI Bandung (Sekolah Tinggi Desain Bandung), Jl. Wastukencana 52, Bandung
Tel.: (62) 21 23550208
email: devy.ferdianto@gmail.com

“Andi, Mandi, Maus und Mucki”

Mittwoch, den 23. November 2011

Ebenso wie Comics zur geschichtlichen Aufklärung verwendet werden, greifen rechtsextreme Organisationen wie die NPD selbst auf Comics zurück, um Jugendliche zu erreichen. Die vielfältigen Zusammenhänge von “Rechtsextremismus, Rassismus und Antisemitismus in Comics” und den Umgang mit ihnen beleuchten die Aufsätze im von  Ralf Palandt edierten Tagungsband, der im Archiv der Jugendkulturen erschienen ist. Tobias Prüwer hat den Band in der “Jungle World” vorgestellt.

Andi, Mandi, Maus und Mucki

Ein Sammelband untersucht die Inhalte und Wirkungen der Comics von Rechts und der Comics gegen Rechts.

Wir zeigen euch, wer hier die Fremden sind! Feuer!« Die aus den sechziger Jahren stammende Comic-Adaption des Science-Fiction-Films »Perry Rhodan« lässt keinen Zweifel daran, welcher Ideologie sie folgt. Faschistoide Züge, rassistische Stereotype und ein antisemitisches Weltbild finden sich in vielen populären Comics. Das ist im Fall der vom Kolonialherrenblick geprägten Reihe »Tim und Struppi« auch längst kein Geheinmis mehr. Berüchtigt ist auch der revanchistische Geist des »Fix und Foxi«-Schöpfers Rolf Kauka, der auch die Erstveröffentlichung von »Asterix« in Deutschland besorgte. mehr

“Bernhard hat seinen Meister gefunden”

Mittwoch, den 23. November 2011

In der heutigen Ausgabe der “Welt kompakt” stellt Philipp Haibach Nicolas Mahlers Comic-Umsetzung von Thomas Bernhards “Alte Meister” (Suhrkamp) vor.

Bernhard hat seinen Meister gefunden

Nicolas Mahler wagt sich ans Werk des Großdichters
Der Cartoonist adaptiert die Prosa-Komödie “Alte Meister”

Es ist, als stünde wieder einmal einer dieser Theaterbesuche an, vor dem uns schon die Ankündigung warnte, hier ginge es um eine radikale Destruktion des Dramas. Da fischen wir vorsichtshalber das Original aus der Bibliothek. Aufgefrischte Textkenntnis kann nicht schaden, um zu gucken, was der geniale Regisseur vom literarischen Objekt übriglässt. mehr

“Andere Bücher braucht das Land”, Literaturhaus München

Mittwoch, den 23. November 2011

Im Rahmen der Veranstaltungsreihe “Andere Bücher braucht das Land” des Literaturhauses München werden am 26. und 27. November dreißig unabhängige Verlage aus Deutschland, Österreich und der Schweiz vorgestellt, die ein besonderes Programm und kunstvolle Bücher im Gepäck haben. Der Berliner Comicverlag Reprodukt ist bei dem Markt der unabhängigen Verlage zum zweiten Mal mit einem Stand zugegen. Podiumsdiskussionen, Workshops und Signierstunden begleiten die Bücherschau.

“Andere Bücher braucht das Land” ist offizieller Bestandteil des “Literaturfests München”, das vom 10. bis zum 27. November 2011 vom Freistaat Bayern, der Landeshauptstadt München, dem Börsenverein des Deutschen Buchhandels/Landesverband Bayern und der Stiftung Literaturhaus veranstaltet wird.

Literaturhaus München, Salvatorplatz 1, D-80333 München
email: info@litmuc.de, www.literaturfest-muenchen.de
Öffnungszeiten: Sa 11-19 Uhr, So 11-18 Uhr

Charles Burns im Museum M, Leuven

Dienstag, den 22. November 2011

Vom 8. Dezember 2011 bis zum 11. März 2012 zeigt das Museum Leuven eine Ausstellung der Werke von Charles Burns. Kuratiert von Charles Burns und Ilke Christiaens wird ein Überblick über das Schaffen des in Philadelphia lebenden Zeichners präsentiert – gezeigt werden sowohl frühe Werke wie “Big Baby” – entstanden für das von Françoise Mouly und Art Spiegelman herausgegebene Magazin “Raw” – als auch Illustrationsarbeiten oder Plattencover sowie Auszüge aus seinem jüngsten Schaffen, den inhaltlich an die Werke von William Burroughs und Hergé angelehnten Comic-Alben “X’ed Out” und “The Hive”.

Charles Burns wurde in Washington, DC geboren und ist in Seattle aufgewachsen. Bis 1977 besuchte er die Fine Art Class an der University of Washington und studierte anschließend Malerei und Skulptur an der Graduate School in Davis, CA. Von 1984 bis 1986 lebte Charles Burns in Italien und hatte dort Kontakt mit der Künstlergruppe Valvoline, bei der auch Lorenzo Mattotti mitgewirkt hat. Sein Interesse an Comics wurde durch ein Treffen mit Art Spiegelman geweckt, der Charles Burns überzeugt hat, Beiträge für “Raw” zeichnen.

Seine Geschichten werden bei Fantagraphics und Pantheon Books in englischer Sprache veröffentlicht, sind aber auch in vielen anderen Sprachen vorgelegt worden. Längst ist Charles Burns ein gefragter Künstler, der sich auch in anderen Bereichen außerhalb der Comic-Szene ausprobiert; so schuf er für eine Produktion des “Nussknackers” in New York das Bühnenbild und gestaltete Albumcover – am bekanntesten wurde davon Iggy Pops “Brick by Brick.”

Die Vernissage zur Ausstellung findet in Anwesenheit des Künstlers am Mittwoch, dem 7. Dezember um 20 Uhr statt. Detaillierte Informationen zu Leben und Werk von Charles Burns finden sich auf der Website zur Ausstellung. Anlässlich der Werkschau im Museum M hat Paul Gravett ein kurzes Interview mit Charles Burns geführt.

“Charles Burns weiss genau, woher die Comics kommen, hat aber auch Roy Lichtenstein verinnerlicht und spuckt das alles wieder aus. Im Gegensatz zu Lichtenstein bleibt Burns aber nicht ausserhalb der Comics, sondern dringt in deren Herz vor, und mit seinem entfremdet präzisen Strich schafft er es, aus vermeintlichen Genre-Stories etwas wirklich Beängstigendes zu machen.” – Art Spiegelman

M – Museum Leuven, Leopold Vanderkelenstraat 28, B-3000 Leuven
Tel. +32 (0)16 27 29 29
email: m@leuven.be, www.mleuven.be
Öffnungszeiten: Mo-Fr 9-18 Uhr, Sa+So 11-18 Uhr

“Vom Outing bis zu Occupy”

Montag, den 21. November 2011

Für die “Süddeutsche Zeitung” hat Daniel Wüllner zur Wiederveröffentlichung von “Stuck Rubber Baby” (Cross Cult) ein Interview mit Autor Howard Cruse geführt. Das komplette, sehr informative Gespräch ist nun auch online zu lesen.

Comics als Vorläufer der Bürgerrechtsbewegung
Vom Outing bis zu Occupy

Der US-amerikanische Comicautor Howard Cruse übersetzt Bürgerprotest in Bilder. Und das nicht erst, seit die Besetzung der Wall Street ein Ziel ist, sondern schon seit Jahrzehnten. Cruse ist Kämpfer und Kultfigur – im Gespräch mit sueddeutsche.de erläutert er seine Sicht auf den Protest unserer Tage.

sueddeutsche.de: Herr Cruse, in den achtziger Jahren kannte man Sie als Herausgeber des Gay Comix-Magazins und durch ihre regelmäßig erscheinenden Schwulencomics Barefootz und Wendel. Was hat Sie dazu bewegt, Anfang der neunziger Jahre mit Stuck Rubber Baby zu beginnen? Damals waren Graphic Novels noch nicht en vogue. mehr