Graphic Novels
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Monatsarchiv für November 2011

Neue Graphic Novels bei Carlsen

Mittwoch, den 30. November 2011

Der Hamburger Carlsen Verlag hat seine NovitĂ€ten fĂŒr das FrĂŒhjahr 2012 angekĂŒndigt.

“Buddha” von Osamu Tezuka

In “Buddha” widmet sich Osamu Tezuka voller Fabulierlust dem Leben und Wirken des BegrĂŒnders des Buddhismus und entfĂŒhrt den Leser in das historische Indien. Ebenso humorvoll wie auch sozialkritisch erzĂ€hlt der Großmeister des Manga die abenteuerliche Geschichte des FĂŒrstensohns Siddharta Gautama, der vor ca. 2500 Jahren aus seiner Tradition ausbrach und zum Erleuchteten wurde − fĂ€hig seinen Weg aus dem leidvollen Leben zu finden und diesen auch anderen zu weisen.

Osamu Tezuka, als Japaner selbst in einer buddhistischen Kultur aufgewachsen, arbeitete zehn Jahre an “Buddha”. Zahlreiche Auszeichnungen (darunter der renommierte Eisner Award) und internationale Ausgaben belegen den Erfolg seines humanistischen Epos, das ohne Zweifel zu den großen Meisterwerken der Comicgeschichte zĂ€hlt.

Die deutsche Ausgabe von “Buddha” erscheint in zehn Hardcover-BĂŒchern mit jeweils 300 bis 320 Seiten.

ÜberwĂ€ltigend!” – Publishers Weekly

“Osamu Tezuka hat eine komplett neuartige Sprache der ComicerzĂ€hlung erfunden, und sein Platz in der Geschichte japanischer Comics ist ebenso bedeutsam wie der Platz Siddhartas in der Geschichte des Buddhismus.”
– Art Spiegelman

Buddha 1, ISBN 978-3-551-76631-1, Hardcover, schwarzweiß, 304 Seiten, 22,90 EUR, erscheint im April 2012
Buddha 2, ISBN 978-3-551-76632-8, Hardcover, schwarzweiß, 272 Seiten, 22,90 EUR, erscheint im Juli 2012

“Der spazierende Mann” (Neuausgabe) von Jiro Taniguchi

Der Autor und Zeichner lĂ€sst seinen Protagonisten schlichtweg spazieren gehen. Ein lĂ€ndlich geprĂ€gter Vorort einer japanischen Großstadt bildet das Ă€ußere Szenario der achtzehn Episoden. Nach innen zĂ€hlen rein die stillen Beobachtungen der Natur, der Mitmenschen, des eigenen Verhaltens − eine Sammlung ganz alltĂ€glicher Szenen, die in ihrer Schlichtheit verzaubern. Nicht umsonst ist dieses Buch das wohl bekannteste Werk des mehrfach preisgekrönten Autoren Taniguchi, dem europĂ€ischsten unter den japanischen Comiczeichnern.

Die deutsche Ausgabe enthĂ€lt ein exklusives Nachwort des renommierten Comic-Kritikers Andreas Platthaus (“Frankfurter Allgemeine Zeitung”). Die Neuausgabe dieses Buches erscheint mit neuem Cover und der letzten Episode erstmals in Farbe.

Der spazierende Mann (Neuausgabe), ISBN 978-3-551-77879-6, Klappenbroschur, farbig & schwarzweiß, 168 Seiten, 14,90 EUR, erscheint im April 2012

“Der Boxer – Die Überlebensgeschichte des Hertzko Haft” von Reinhard Kleist

Reinhard Kleist erzĂ€hlt das unglaubliche, aber wahre Leben des jĂŒdischen Boxers Hertzko Haft, der im Konzentrationslager von seinen Bewachern zum Faustkampf gezwungen wurde und daraus seine Überlebensstrategie machte. Nachdem Reinhard Kleist mit “Cash” und “Castro” bereits zwei sehr erfolgreiche grafische Biografien gezeichnet hat, geht er nun einen Schritt weiter. Mit “Der Boxer” hat er sich an sein bisher schwierigstes Thema gewagt und herausgekommen ist seine spannendste Graphic Novel.

Der Boxer – Die Überlebensgeschichte des Hertzko Haft, ISBN 978-3-551-78697-5, Hardcover, schwarzweiß, 176 Seiten, 16,90 EUR, erscheint im Mai 2012

“Wave and Smile” von Arne Jysch

Mit Arne Jysch wendet sich der erste deutsche Zeichner dem Thema Afghanistan zu. Gekonnt erzÀhlt und inszeniert er eine spannende Geschichte in den Wirren des Bundeswehreinsatzes, die von Freundschaft und Verantwortung handelt.

Gleichzeitig vermittelt Arne Jysch dem Leser eine wirklichkeitsgetreue Darstellung des Alltags in diesem fremden Land und was es fĂŒr einen deutschen Soldaten heißt, dort Dienst zu tun. Das alles schafft er, ohne ideologisch oder belehrend zu sein. Es ist einfach nur – spannend.

Wave and Smile, ISBN 978-3-551-73053-4, Hardcover, schwarzweiß, 208 Seiten, 24,90 EUR, erscheint im Mai 2012

“Mein Leben mit Mr. Dangerous” von Paul Hornschemeier

Paul Hornschemeier ist ein Meister des sparsamen und pointierten ErzÀhlens und Zeichnens. Mit seinem prÀzisen Strich schafft er eine AtmosphÀre von dichter Konzentration und Fokussierung. So auch in seiner neuesten Graphic Novel.

Sie erzĂ€hlt vom Erwachsenwerden, von der schwierigen Zeit zwischen dem endgĂŒltigen Abschied von der Jugend und dem noch nicht ganz akzeptierten Schritt in die Welt der Erwachsenen. Direkt, klar, eindringlich – ein wunderbares kleines StĂŒck.

Mein Leben mit Mr. Dangerous, ISBN 978-3-551-78970-9, Hardcover, farbig, 128 Seiten, 19,90 EUR, erscheint im Juni 2012

Graphic Novels beim “Kulturmontag”

Mittwoch, den 30. November 2011

Das Magazin “Kulturmontag” des ORF berichtete in der Montagsausgabe ĂŒber Graphic Novels. Besonders im Blickpunkt ist die Comicszene Österreichs: Vorgestellt werden so “Alte Meister” von Nicolas Mahler (nach Thomas Bernahrd, Suhrkamp) und “Miller & Pynchon” von Leopold Maurer (Luftschacht). Ebenso gibt es Bilder aus dem Wiener Comicshop “Bilderbox”. Der Beitrag lĂ€sst sich in der ORF-Mediathek ansehen, oder oben als Video auf Youtube.

“Reddition” 55 ĂŒber Comics aus Italien

Dienstag, den 29. November 2011

Anfang Dezember erscheint die neue Ausgabe des Comic-Magazins “Reddition”, die sich in einem ausfĂŒhrlichen Dossier mit Comics aus Italien beschĂ€ftigt.

Das Dossier prĂ€sentiert die ĂŒbersichtliche und interessante Darstellung der Entwicklung einer ErzĂ€hl- und Kunstform in einem Land, das nicht nur eine ganz eigene Comic-Tradition entwickeln konnte und eine Vielzahl noch heute einflussreicher und bedeutender KĂŒnstler hervorbrachte, sondern darĂŒber hinaus – etwa im Vergleich mit den USA oder Frankreich und Belgien – im deutschsprachigen Raum eine weniger populĂ€re Rolle spielt als die Comics aus den genannten anderen Regionen.

Neben historischen Betrachtungen werden auch Artikel ĂŒber aktuelle Entwicklungen und prominente Autorinnen und Autoren Teil des Dossiers sein. So werden Lorenzo Mattotti (“HĂ€nsel & Gretel”, Carlsen), Igort (“Fats Waller”, avant-verlag; “Berichte aus der Ukraine”, Reprodukt) und Manuele Fior (“5000 Kilometer in der Sekunde”, avant-verlag) vorgestellt und die Comic-Anthologie “Canicola” portrĂ€tiert.

Die neue Ausgabe der “Reddition” ist ab Anfang Dezember im Fachhandel oder ĂŒber die Website des Heftes erhĂ€ltlich, wo sie sich bereits vorbestellen lĂ€sst.

Reddition 55, Dossier Fumetti: Comics aus Italien 84 Seiten, teilw. farbig, 10 EUR, erschienen in der Edition Alfons

Reprodukt-Aktion bei Hugendubel, Kreuzberg

Dienstag, den 29. November 2011

In der Hugendubel-Filiale am Hermannplatz in Berlin-Kreuzberg lĂ€uft noch bis Anfang Januar eine Graphic-Novel-Aktion mit Reprodukt-Titeln. Neben dem schicken Schaufenster mit dem “Polina”-Plakat gibt es einen BĂŒchertisch mit fast 30 Graphic Novels.

Buchhandlungen, die auch Interesse an einer solchen Graphic-Novel-Aktion haben, können sich bei Sebastian Oehler ĂŒber Einzelheiten informieren.

Hugendubel am Hermannplatz, Hermannplatz 1, D-10967 Berlin
Tel. (089) 30 75 75 75
Öffnungszeiten: Mo-Sa 10-20 Uhr

Barbara Yelin – Ausstellung in Berlin

Montag, den 28. November 2011

Die Berliner Galerie Ida Illuster zeigt ab dem kommenden Freitag eine Ausstellung mit Bildern von Barbara Yelin. (“Gift”, Szenario: Peer Meter, Reprodukt). Unter dem Titel “Licht im Graphit” werden Originalzeichnungen aus dem bisher nur in Frankreich erschienenen Band “Le Visiteur” (Actes Sud/LÂŽAn 2) gezeigt.

Die EinfĂŒhrung spricht Dr. Friedrich Weltzien, Kunsthistoriker und wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut fĂŒr KĂŒnste und Medien der UniversitĂ€t Potsdam. Barbara Yelin selbst wird an dem Abend anwesend sein. Im Anschluss ist die Ausstellung bis zum 28. Januar zu sehen.

Ida Illuster, Sophienstraße 32, D-10178 Berlin
Tel. (030) 27 59 21 66, Fax (030) 27 58 29 06
email: welcome@idailluster.net, www.idailluster.net

“Die Presse” und “SĂŒddeutsche Zeitung” ĂŒber “Alte Meister”

Montag, den 28. November 2011

FĂŒr “Die Presse” bespricht Christoph Huber die Comic-Umsetzung Thomas Bernhards “Alte Meister” von Nicolas Mahler (Suhrkamp).

Heiterkeit im Jammertal

Dem Wiener Zeichner Nicolas Mahler ist mit “Alte Meister” eine (kon-) geniale Neuinterpretation von Thomas Bernhards Kunstkomödie gelungen.

Die Kombination klingt fast zu gut, um wahr zu sein: Thomas Bernhards „Alte Meister“ – gezeichnet von Nicolas Mahler. „Der Meister der Übertreibung trifft auf den Meister der Untertreibung“, bewirbt Suhrkamp den ersten Band seiner neuen „Graphic Novel“-Reihe. mehr

In der “SĂŒddeutschen Zeitung” schreibt Christoph Pramstaller ĂŒber denselben Band.

Thomas Bernhards furioser Motzer lebt wieder

Bruckner? Miserabel. Stifter? Kitsch. Heidegger? Nur ein “lĂ€cherlicher Pumphosenspießer”. Nie hat jemand so ĂŒber Kunst gelĂ€stert wie der Musikkritiker Reger in Thomas Bernhards “Alte Meister”. Nicolas Mahler hat den Roman fĂŒr Suhrkamp nun als Comic adaptiert. Ein mutiges Experiment – und genauso bitterböse wie das Original. mehr

“Gezeichnete Helden”

Montag, den 28. November 2011

FĂŒr die Dezember-Ausgabe von “mobil”, dem Kundenmagazin der Deutschen Bahn, hat Waldemar Kesler einen Artikel zum Thema “anspruchsvolle Comic-Literatur” geschrieben. Auf einer Strecke von acht Seiten werden Neuheiten von avant-verlag, Cross Cult, Edition Moderne und Reprodukt vorgestellt.

Gezeichnete Helden

Einst als Comic verschmĂ€ht, heute als Graphic Novel gefeiert – die Kunst des grafischen ErzĂ€hlens begeistert immer mehr Leser. Und es gibt noch einen Grund zum Jubeln: 4 deutschsprachige Verlage fĂŒr anspruchsvolle Comic-Literatur feierten 2011 runde JubilĂ€en.

Comics sind lĂ€ngst unter dem Etikett „Graphic Novel“ im Feuilleton angekommen. Die SĂŒddeutsche Zeitung hat jĂŒngst eine Edition grafischer Romane herausgegeben und versichert bildungsbeflissenen Lesern: Comics können anspruchsvoll sein. Ihr Slogan »Literatur trifft Illustration« verrĂ€t, warum: Die Bilder stehen ganz im Dienste der Worte – und das Medium Comic steht noch immer im Verdacht, Schund zu liefern. mehr

“Die Comicszene erobert den Roman”

Samstag, den 26. November 2011

Am 25. November stellte Korinna Hennig auf NDR Info die Graphic Novels “Habibi” von Craig Thompson (Reprodukt) und “Asterios Polyp” von David Mazzucchelli (Eichborn) vor, deren Autoren sie bescheinigt, die DomĂ€ne des “großen Romans” zu erobern. Ihre Gedanken zu den beiden BĂŒchern lassen sich nun auch auf der Website des NDR lesen.

Die Comicszene erobert den Roman

“Wie lange dauert es, einen Comic zu lesen? Normalerweise, möchte man meinen, höchstens einen Abend. Zurzeit allerdings scheint die Comicszene eine neue DomĂ€ne zu erobern: den großen Roman, hunderte Seiten dick, mit komplexer Handlung und Lesestoff fĂŒr mehrere Abende. Das Buch Habibi sieht nicht gerade aus wie das, was man sich unter einem Comic vorstellt: ein ziegelsteindicker Prachtband, dunkelbraun gebunden, mit zarten Goldornamenten und LesebĂ€ndchen, mehrere Kilo schwer.” mehr

“Andere BĂŒcher braucht das Land”, Literaturhaus MĂŒnchen

Freitag, den 25. November 2011

Schon zum dritten Mal findet der Markt der unabhĂ€ngigen Verlage im Rahmen des Literaturfestes MĂŒnchen (10. bis 27. November) statt. Unter dem Titel “Andere BĂŒcher braucht das Land” bietet sich Besuchern die Gelegenheit, schöne BĂŒcher und deren Macher von 30 unabhĂ€ngigen Verlagen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz kennenzulernen. Mit dabei sind auch der Comicverlag Reprodukt sowie der Literaturverlag Walde+Graf, der bereits einige Comics auf den Markt brachte.

Literaturhaus MĂŒnchen, Salvatorplatz 1, D-80333 MĂŒnchen
email: info@litmuc.de, www.literaturfest-muenchen.de
Öffnungszeiten: Sa 11-19 Uhr, So 11-18 Uhr

“Habibi” bei RadioEins

Freitag, den 25. November 2011

Am gestrigen Donnerstag stellte auf RadioEins des RBB Frank Meyer Craig Thompsons “Habibi” (Reprodukt) vor. Der Beitrag kann hier online nachgehört werden, und hier kann man sich die MP3-Datei herunterladen.

Comics beim WeihnachtsQuartier, Wien

Freitag, den 25. November 2011

Bereits heute beginnt das WeihnachtsQuartier, der Design-Weihnachtsmarkt im Wiener MuseumsQuartier. Zum fĂŒnften Mal bieten ĂŒber 100 Kreative aktuelle Designs aus den Bereichen Schmuck, Möbel und Mode zum Verkauf an und transformieren das quartier21 in ein Shoppingerlebnis der besonderen Art.

Auch der Wiener Comicvertrieb Pictopia ist zu Gast und prĂ€sentiert zum vierten mal einen Graphic Novel-BĂŒchertisch. Dort werden BĂŒcher, u.a. vom avant-verlag, der Edition Moderne und Reprodukt sowie vieler weiterer Verlage zu finden sein.

Weihnachtsquartier, MuseumsQuartier, Museumsplatz 1, A-1070 Wien
www.weihnachtsquartier.at
Öffnungszeiten: Fr. 14-20h, Sa 10-20h, So. 10-19h

Comicverfilmungen auf Französischer Filmwoche in Berlin

Freitag, den 25. November 2011


Vom 1. bis zum 7. Dezember findet in Berlin die 11. Französische Filmwoche statt. Dort werden mit “Huhn mit Pflaumen” und “Die Katze des Rabbiners” auch zwei auf Comics basierende Filme zu sehen sein. Beide Titel feiern dort ihre Deutschlandpremiere.

“Huhn mit Pflaumen” basiert auf dem gleichnamigen Buch von Marjane Satrapi (Edition Moderne), die hier auch Regie fĂŒhrte. Am Freitag, dem 2. Dezember, wird der Film im Cinema Paris in Anwesenheit des Filmteams zu sehen sein.

UnglĂŒcklicherweise zeitgleich zeigt das Filmtheater am Friedrichshain “Le Chat du Rabbin”, die Zeichentrick-Verfilmung von Joann Sfars “Die Katze des Rabbiners” (avant-verlag). Auch hier fĂŒhrte der Schöpfer selbst Regie und auch hier wird das Filmteam im Kino erwartet.

Das komplette Programm mit allen Spielorten und VorfĂŒhrungsterminen findet sich auf der Website der Französischen Filmwoche.

“Der Mann, der sich verbarg”

Donnerstag, den 24. November 2011

Ein “Wechselspiel aus historischer Kontextualisierung und biografischer Verpflichtung”: In der “tageszeitung” stellt Sven Jachmann “B. Traven – Portrait eines berĂŒhmten Unbekannten” von Golo (avant-verlag) vor.

Der Mann, der sich verbarg

AnnĂ€herung an einen mysteriösen Schriftsteller – Golos “B. Traven. Portrait eines berĂŒhmten Unbekannten”

Begibt man sich auf das Terrain eines Meisters der TĂ€uschung, empfiehlt es sich, ihm mit ebenbĂŒrtigen Strategien zu begegnen. Und wenn man eines ĂŒber das vielleicht berĂŒhmteste Phantom der modernen Literaturgeschichte B. Traven weiß, dann eben, dass er zu Lebzeiten alles daransetzte, auch nur die geringsten seiner biografischen Anhaltspunkte systematisch zu verschleiern. mehr

“Holy Shit Shopping” in Köln

Donnerstag, den 24. November 2011

Auch in diesem Jahr finden an den Adventswochenenden wieder die “Holy.Shit.Shopping”-Weihnachtsbasare statt. In Köln, Berlin und Hamburg (Stuttgart entfĂ€llt leider in diesem Jahr) werden von Mode ĂŒber Wandbildern bis zu Keramik wieder interessante, schicke und hĂ€ufig handgemachte Produkte prĂ€sentiert. Los geht es am kommenden Wochenende in Köln, wo in den RĂ€umen von Expo XXI rund 170 Designer ihre Ware vorstellen. Dazu gibt es Musik, HĂ€ppchen und GetrĂ€nke.

Auch BĂŒcher wird es dort geben: Der Berliner Verlag Reprodukt prĂ€sentiert wieder eine breite Auswahl an Comicalben, -bĂŒchern und allem dazwischen.

Holy.Shit.Shopping. Köln, Expo XXI, Gladbacher Wall 5, 50670 Köln
email: mail@team-de-luxe.de, www.holyshopping.de, facebook
Öffnungszeiten: Sa 12-22 Uhr, So 12-20 Uhr

Sascha Hommer zu Gast in Jakarta

Mittwoch, den 23. November 2011

Ab dem kommenden Wochenende wird Sascha Hommer (“Vier Augen”, Reprodukt) fĂŒr einige Tage in zwei Dependancen des Goethe-Instituts Jakarta zu Gast sein. Anlass ist der Start der neuen Webseite des Goethe-Instituts fĂŒr indonesische und deutsche Comiczeichner www.goethe.de/comiconnexions am kommenden Samstag.

Am Samstag stellen Sascha Hommer und der indonesiche Comiczeichner Is Yuniarto auf einer Podiumsveranstaltung zunĂ€chst die jeweils heimische Comicszenen vor. Nach verschiedenen Aktionen mit indonesischen Zeichnern wird am Abend gefeiert. In Bandung wird Sascha Hommer dann am Montag und Dienstag fĂŒr einen Comic-Workshop erwartet. Seinen Besuch schliesst er am Mittwoch mit einer Vorlesung, ebenfalls in Bandung, ab.

Details zu den Veranstaltungen finden sich auf der Website des Goethe-Instituts Indonesien.

GoetheHaus, Jl. Sam Ratulangi 9-15, Menteng, Jakarta Pusat
STDI Bandung (Sekolah Tinggi Desain Bandung), Jl. Wastukencana 52, Bandung
Tel.: (62) 21 23550208
email: devy.ferdianto@gmail.com

“Andi, Mandi, Maus und Mucki”

Mittwoch, den 23. November 2011

Ebenso wie Comics zur geschichtlichen AufklĂ€rung verwendet werden, greifen rechtsextreme Organisationen wie die NPD selbst auf Comics zurĂŒck, um Jugendliche zu erreichen. Die vielfĂ€ltigen ZusammenhĂ€nge von “Rechtsextremismus, Rassismus und Antisemitismus in Comics” und den Umgang mit ihnen beleuchten die AufsĂ€tze im von  Ralf Palandt edierten Tagungsband, der im Archiv der Jugendkulturen erschienen ist. Tobias PrĂŒwer hat den Band in der “Jungle World” vorgestellt.

Andi, Mandi, Maus und Mucki

Ein Sammelband untersucht die Inhalte und Wirkungen der Comics von Rechts und der Comics gegen Rechts.

Wir zeigen euch, wer hier die Fremden sind! Feuer!« Die aus den sechziger Jahren stammende Comic-Adaption des Science-Fiction-Films »Perry Rhodan« lĂ€sst keinen Zweifel daran, welcher Ideologie sie folgt. Faschistoide ZĂŒge, rassistische Stereotype und ein antisemitisches Weltbild finden sich in vielen populĂ€ren Comics. Das ist im Fall der vom Kolonialherrenblick geprĂ€gten Reihe »Tim und Struppi« auch lĂ€ngst kein Geheinmis mehr. BerĂŒchtigt ist auch der revanchistische Geist des »Fix und Foxi«-Schöpfers Rolf Kauka, der auch die Erstveröffentlichung von »Asterix« in Deutschland besorgte. mehr

“Bernhard hat seinen Meister gefunden”

Mittwoch, den 23. November 2011

In der heutigen Ausgabe der “Welt kompakt” stellt Philipp Haibach Nicolas Mahlers Comic-Umsetzung von Thomas Bernhards “Alte Meister” (Suhrkamp) vor.

Bernhard hat seinen Meister gefunden

Nicolas Mahler wagt sich ans Werk des Großdichters
Der Cartoonist adaptiert die Prosa-Komödie “Alte Meister”

Es ist, als stĂŒnde wieder einmal einer dieser Theaterbesuche an, vor dem uns schon die AnkĂŒndigung warnte, hier ginge es um eine radikale Destruktion des Dramas. Da fischen wir vorsichtshalber das Original aus der Bibliothek. Aufgefrischte Textkenntnis kann nicht schaden, um zu gucken, was der geniale Regisseur vom literarischen Objekt ĂŒbriglĂ€sst. mehr

“Andere BĂŒcher braucht das Land”, Literaturhaus MĂŒnchen

Mittwoch, den 23. November 2011

Im Rahmen der Veranstaltungsreihe “Andere BĂŒcher braucht das Land” des Literaturhauses MĂŒnchen werden am 26. und 27. November dreißig unabhĂ€ngige Verlage aus Deutschland, Österreich und der Schweiz vorgestellt, die ein besonderes Programm und kunstvolle BĂŒcher im GepĂ€ck haben. Der Berliner Comicverlag Reprodukt ist bei dem Markt der unabhĂ€ngigen Verlage zum zweiten Mal mit einem Stand zugegen. Podiumsdiskussionen, Workshops und Signierstunden begleiten die BĂŒcherschau.

“Andere BĂŒcher braucht das Land” ist offizieller Bestandteil des “Literaturfests MĂŒnchen”, das vom 10. bis zum 27. November 2011 vom Freistaat Bayern, der Landeshauptstadt MĂŒnchen, dem Börsenverein des Deutschen Buchhandels/Landesverband Bayern und der Stiftung Literaturhaus veranstaltet wird.

Literaturhaus MĂŒnchen, Salvatorplatz 1, D-80333 MĂŒnchen
email: info@litmuc.de, www.literaturfest-muenchen.de
Öffnungszeiten: Sa 11-19 Uhr, So 11-18 Uhr

Charles Burns im Museum M, Leuven

Dienstag, den 22. November 2011

Vom 8. Dezember 2011 bis zum 11. MĂ€rz 2012 zeigt das Museum Leuven eine Ausstellung der Werke von Charles Burns. Kuratiert von Charles Burns und Ilke Christiaens wird ein Überblick ĂŒber das Schaffen des in Philadelphia lebenden Zeichners prĂ€sentiert – gezeigt werden sowohl frĂŒhe Werke wie “Big Baby” – entstanden fĂŒr das von Françoise Mouly und Art Spiegelman herausgegebene Magazin “Raw” – als auch Illustrationsarbeiten oder Plattencover sowie AuszĂŒge aus seinem jĂŒngsten Schaffen, den inhaltlich an die Werke von William Burroughs und HergĂ© angelehnten Comic-Alben “X’ed Out” und “The Hive”.

Charles Burns wurde in Washington, DC geboren und ist in Seattle aufgewachsen. Bis 1977 besuchte er die Fine Art Class an der University of Washington und studierte anschließend Malerei und Skulptur an der Graduate School in Davis, CA. Von 1984 bis 1986 lebte Charles Burns in Italien und hatte dort Kontakt mit der KĂŒnstlergruppe Valvoline, bei der auch Lorenzo Mattotti mitgewirkt hat. Sein Interesse an Comics wurde durch ein Treffen mit Art Spiegelman geweckt, der Charles Burns ĂŒberzeugt hat, BeitrĂ€ge fĂŒr “Raw” zeichnen.

Seine Geschichten werden bei Fantagraphics und Pantheon Books in englischer Sprache veröffentlicht, sind aber auch in vielen anderen Sprachen vorgelegt worden. LĂ€ngst ist Charles Burns ein gefragter KĂŒnstler, der sich auch in anderen Bereichen außerhalb der Comic-Szene ausprobiert; so schuf er fĂŒr eine Produktion des “Nussknackers” in New York das BĂŒhnenbild und gestaltete Albumcover – am bekanntesten wurde davon Iggy Pops “Brick by Brick.”

Die Vernissage zur Ausstellung findet in Anwesenheit des KĂŒnstlers am Mittwoch, dem 7. Dezember um 20 Uhr statt. Detaillierte Informationen zu Leben und Werk von Charles Burns finden sich auf der Website zur Ausstellung. AnlĂ€sslich der Werkschau im Museum M hat Paul Gravett ein kurzes Interview mit Charles Burns gefĂŒhrt.

“Charles Burns weiss genau, woher die Comics kommen, hat aber auch Roy Lichtenstein verinnerlicht und spuckt das alles wieder aus. Im Gegensatz zu Lichtenstein bleibt Burns aber nicht ausserhalb der Comics, sondern dringt in deren Herz vor, und mit seinem entfremdet prĂ€zisen Strich schafft er es, aus vermeintlichen Genre-Stories etwas wirklich BeĂ€ngstigendes zu machen.” – Art Spiegelman

M – Museum Leuven, Leopold Vanderkelenstraat 28, B-3000 Leuven
Tel. +32 (0)16 27 29 29
email: m@leuven.be, www.mleuven.be
Öffnungszeiten: Mo-Fr 9-18 Uhr, Sa+So 11-18 Uhr

“Vom Outing bis zu Occupy”

Montag, den 21. November 2011

FĂŒr die “SĂŒddeutsche Zeitung” hat Daniel WĂŒllner zur Wiederveröffentlichung von “Stuck Rubber Baby” (Cross Cult) ein Interview mit Autor Howard Cruse gefĂŒhrt. Das komplette, sehr informative GesprĂ€ch ist nun auch online zu lesen.

Comics als VorlĂ€ufer der BĂŒrgerrechtsbewegung
Vom Outing bis zu Occupy

Der US-amerikanische Comicautor Howard Cruse ĂŒbersetzt BĂŒrgerprotest in Bilder. Und das nicht erst, seit die Besetzung der Wall Street ein Ziel ist, sondern schon seit Jahrzehnten. Cruse ist KĂ€mpfer und Kultfigur – im GesprĂ€ch mit sueddeutsche.de erlĂ€utert er seine Sicht auf den Protest unserer Tage.

sueddeutsche.de: Herr Cruse, in den achtziger Jahren kannte man Sie als Herausgeber des Gay Comix-Magazins und durch ihre regelmĂ€ĂŸig erscheinenden Schwulencomics Barefootz und Wendel. Was hat Sie dazu bewegt, Anfang der neunziger Jahre mit Stuck Rubber Baby zu beginnen? Damals waren Graphic Novels noch nicht en vogue. mehr