Buch-Trailer zu “Reigen”
Dienstag, den 31. Januar 2012Zu Birgit Weyhes Graphic Novel “Reigen” (avant-verlag) gibt es nun auch einen Video-Trailer, der sich online auf YouTube ansehen lässt – oder direkt oben.
![]() |
|||||||||||||||
|
|||||||||||||||
|
Monatsarchiv für Januar 2012Buch-Trailer zu “Reigen”Dienstag, den 31. Januar 2012Zu Birgit Weyhes Graphic Novel “Reigen” (avant-verlag) gibt es nun auch einen Video-Trailer, der sich online auf YouTube ansehen lässt – oder direkt oben. Das Comicfestival Angoulême in der PresseDienstag, den 31. Januar 2012In erfreulicher Breite berichten deutschsprachige über das am Sonntag beendete Comicfestival in Angoulême. Neben Beiträgen in der “Süddeutschen Zeitung” und der “Berliner Zeitung”, die noch nicht online zu finden sind, berichtete unter Anderem Christian Gasser in der “Neuen Zürcher Zeitung”: Die Krise und die Lust Über 5300 Comic-Neuheiten, 310 Verlage, aber stagnierende Umsätze. Trotzdem feierten über 200 000 Besucherund Fachleute und zahlreiche prominente Politiker am 39. Internationalen Comic-Festival Angoulême die Bande dessinée und ihre Autoren. Die Stadtverwaltung von Angoulême zog die Konsequenzen aus den Engpässen der letzten Jahre: Sie sperrte den Stadtkern der malerischen Kleinstadt kurzerhand für den Autoverkehr, um den über 200 000 Besucherinnen und Besuchern des Comic-Festivals ungehinderten Zugang zu den Ausstellungen, Verlagszelten, Podiumsgesprächen und Begegnungen zu ermöglichen. mehr Auch die Berliner “Tageszeitung” hatte eine eigene Journalistin vor Ort. Stephanie Lob siedelt die Besucherzahlen etwas weiter unten an: Gegen den Strich zeichnen Bastien Vivès und Art Spiegelman sind Gegenpole des Comicfestival in Angoulême – einerseits die “neunte Kunst”, auf der anderen Seite die Relevanz über Ästhetik. Angoulême ist ein kleines gallisches Dorf, und einmal im Jahr fällt den Bewohnern der Himmel auf den Kopf. So auch bis zum Sonntag: Vier Tage lang überschwemmten mehr als 100.000 Besucher die Kleinstadt nördlich von Bordeaux, um die “bande dessinée” zu feiern, kurz “BD”. mehr Der Berliner Tagesspiegel” ergänzt seinen Festivalbericht um einen Artikel zu den Trägern der Festivalpreise, allen voran Guy Delisle und seine “Aufzeichnungen aus Jerusalem” (erscheinen im März bei Reprodukt). Lars von Törne schreibt: Comics ohne Grenzen Der Autor Guy Delisle wurde in Angoulême mit Europas wichtigstem Comicpreis geehrt. Im März erscheint sein neues Buch auch auf Deutsch, im Tagesspiegel gibt es eine Veranstaltung mit ihm. Die Orte, an die es Guy Delisle in den vergangenen Jahren aus beruflichen oder familiären Gründen verschlagen hat, kennen die meisten Menschen nur aus den Nachrichten: Birma, Pjöngjang, Shenzhen. mehr Preise auf dem Comicfestival Angoulême verliehenMontag, den 30. Januar 2012Am gestrigen Sonntag wurden die Gewinner der Festivalpreise des “Festival international de la Bandes dessinèe” in Angoulême bekannt gegeben und damit die prestigeträchtigsten Auszeichnungen in Europa. Neben vielen Titeln, die hierzulande weder erschienen noch angekündigt sind, wurde wieder eine Reihe von Comics mit Preisen bedacht, die auch auf dem deutschsprachigen Markt veröffentlicht werden. Mit dem Preis für den besten Comic des Jahres (“Fauve d’Or – Prix du meilleur Album”) wurde Guy Delisles “Aufzeichnungen aus Jerusalem” ausgezeichnet. Der Band erscheint im März 2012 zur Leipziger Buchmesse bei Reprodukt. Der “Prix regards sur le monde” ging an Yoshihiro Tatsumi für “Gegen den Strom – Eine Autobiografie in Bildern”, die bei Carlsen für Ende April angekündigt ist. Den Preis der Buchhandelskette FNAC (“Prix de la BD FNAC”) gewann Cyril Pedrosa für “Portugal”. Das Buch erscheint im April bei Reprodukt. Mit dem großen Preis (“Grand Prix de la Ville d’Angoulême”) wurde nach Art Speigelman nun wieder ein Franzose bedacht: Ausgezeichnet wurde Autor und Zeichner Jean-Claude Denis, von dem zuletzt bei Reprodukt “Beinahe reich” (Zeichnungen: Dupuy-Berbèrian) erschienen ist. (Hier geht es zum Wikipedia-Eintrag) Ihm wird im nächsten Jahr eine Retrospektive gewidmet werden und als Festivalpräsident steht es ihm frei, Ausstellungen anzuregen und zu planen. Mit “Zombiellenium” von Arthur De Pins wurde zudem ein Album in der Jugendsparte (“Prix jeunesse”) ausgezeichnet, das im Herbst bei Ehapa erscheinen wird. Der Manga “Young Bride´s Story” von Kaoru Mori (dt. bei Tokyopop) wurde mit dem “Prix Intergenerations” bedacht. Eine Liste aller Preise findet sich hier. Berichterstattung über Comicfestival in AngoulêmeMontag, den 30. Januar 2012Am gestrigen Sonntag ging das Comicfestival im französischen Angoulême zu Ende. Über das Festival, zu dem wieder über 200.000 Besucher erwartet wurden, berichteten im Vorfeld und im Laufe der letzten Tage einige Medien in erfreulicher Breite. Andreas Platthaus wies in der “Frankfurter Allgemeinen Zeitung” unter anderem darauf hin, dass die dem diesjährigen Präsidenten Art Spiegelman gewidmete Retrospektive nicht nur auf dem Festival zu sehen sein würde: Art Spiegelman im Spiegel seiner selbst Niemand hat so viel für den Comic geleistet wie er: Retrospektiven in Paris und Köln warten auf den Zeichner Art Spiegelman. 2012 soll endlich sein Befreiungsjahr werden. mehr Für den Berliner “Tagesspiegel” war Redakteur Lars von Törne während des gesamten Festivals vor Ort. In einem ersten Bericht gibt er einen Überblick über die Stadt, das Festival allgemeine und die disjährige Ausgabe im Besonderen. Angoulême: Stadt der Sprechblasen Das französische Angoulême hat sich dem Comic verschrieben. Davon profitieren auch Berliner Künstler. mehr Der deutsch-französische Kulturkanal arte berichtete in den vergangenen Tagen mehrmals und ausführlich über verschiedene Aspekte des Festivals. Erste Beiträge fasst der YouTube-Kanal Mediacontainer in einem Video zusammen, darunter zusätzlich ein Bericht über das Comicfestival, der Ende der 1980er Jahre für das schweizer Fernsehen entstand. In einem weiteren Beitrag kommen Zeichner wie Blutch (“Der kleine Christian”, Reprodukt; “Peplum”, avant-verlag) und Winshluss (“Pinocchio”, avant-verlag) zu Wort. Das Video ist ganz oben zu sehen. In der Sendung “28 Minuten” diskutierten Experten über das Thema “Können Comics die Wirklichkeit besser vermitteln?”. Zu Gast: Guy Delisle, dessen “Aufzeichnungen aus Jerusalem” (erscheint im März bei Reprodukt) auf dem Festival mit dem Preis für das beste Buch ausgezeichnet wurde. Weitere Berichte können online angesehen und nachgelesen werden. Dafür richtete der Sender eigens das Special “arte wirft Blasen” ein. Ein Bericht über die weiteren Preisträger des diesjährigen Festivals folgt in Kürze. “Black.Light Project”Mittwoch, den 25. Januar 2012Ein internationales Comicprojekt befasst sich mit Kriegsverbrechen in Afrika. Zwischen 1998 und 2007 berichteten der Fotograf Wolf Böwig und der Reporter Pedro Rosa Mendes von verschiedenen Schauplätzen wie Sierra Leone und Liberia. Im “Black.Light Project” dienen deren Texte nun als Vorlage für Comiczeichner, die gezeichnetes Bild, Foto und Text zu einem Hybrid verbinden. Beteiligt ist dabei eine internationale Auswahl von Künstlern, darunter Stefano Ricci, David von Bassewitz, Daniel Žeželj, Lorenzo Mattotti, Nic Klein und Thierry Van Hasselt. Darüber hinaus sind Zeichnerworkshops und eine Wanderausstellung geplant. Über das Projekt berichtete ausführlich die “Frankfurter Allgemeine Zeitung” in der Ausgabe vom letzten Samstag. Andreas Platthaus stellt darin das Anliegen, praktische Ideen und die Beteiligten vor und bringt auch die finanziellen Probleme, die die Umsetzung erschweren, zur Sprache. Der Artikel kann hier als PDF heruntergeladen werden. Die während des Projekts entstehenden Geschichten werden in einem Buch gesammelt, das beim Berliner avant-verlag erscheinen soll. Bilder © www.blacklightproject.org “Mehr als ein Verbrechen”Dienstag, den 24. Januar 2012
Mehr als ein Verbrechen Kaum ein anderer Autor hat den französischen Krimi so geprägt wie Jean-Patrick Manchette. Jetzt sind zwei neue Comic-Adaptionen seiner Romane auf Deutsch erschienen. Jean-Patrick Manchette, der 1995 im Alter von nur 52 Jahren verstarb und neben zahlreichen Kritiken, Essays und Drehbüchern ein knappes Dutzend Romane geschrieben hat, gilt als Wegbereiter des Néo-Polar, des modernen französischen Krimi. mehr Neue Graphic Novel bei Matthes & SeitzDienstag, den 24. Januar 2012
Juli 1886, Abessinien – Arthur Rimbaud, den es nach der Niederschlagung der Pariser Commune und dem Scheitern seiner Liebes- und Lebensträume nach Arabien verschlagen hatte, stürzt sich nach zermürbenden, erfolglosen Jahren als Aufseher und Kaffeehändler unter der glühend heißen Sonne des fernen Kontinents in ein neues Abenteuer: einen als großen Deal geplanten Waffenhandel. Geheimnisvolle Existenzen wie die gefallene Königin von Saba oder der ehemalige, aus einem Straflager entflohene Kommunarde Folelli schließen sich ihm und seiner höchst gefährlichen und gefährdeten Karawane an. Chapeau, Herr Rimbaud, ISBN 978-3-88221-556-4, 80 Seiten, schwarzweiß, Hardcover, 19,90 EUR, erschienen bei Matthes & Seitz “Für jedes Thema den richtigen Strich”Montag, den 23. Januar 2012
Für jedes Thema den richtigen Strich Bastien Vivès ist der Star einer neuen Comic-Generation in Frankreich
Innerhalb von wenigen Jahren hat der 27-jährige Bastien Vivès mit einer Handvoll viel beachteter Bücher wie “Der Geschmack von Chlor” und “In meinen Augen” für Aufsehen gesorgt. In “Polina” beschreibt er den Werdegang einer Tänzerin – und reflektiert sein eigenes Schaffen. In “Polina”, sagt Bastien Vivès, habe er über die Kunst nachdenken wollen, über die Beziehung zwischen Lehrer und Schüler, über die Vermittlung von Wissen und Erfahrung, und über den kreativen Prozess. mehr Direkt zum Audio-Beitrag als MP3-Datei gelangt man hier. Comic-Schwerpunkt auf arteSonntag, den 22. Januar 2012Seit einigen Jahren berichtet der deutsch-französische Kulturkanal arte ausführlich über das Comicfestival in Angoulême, das auch in diesem Jahr am letzten Wochenende im Januar und damit Ende kommender Woche stattfinden wird. Diesmal nimmt man das zum Anlass um die zum Festival üblichen Magazinbeiträge um eine Reihe von Filmen und Dokumentationen zu erweitern. So wird es am Mittwoch, dem 25. Januar, einen Comic-Themenabend geben, in dem das Autobiografische und Dokumentarische im Vordergrund stehen werden: Mit Ari Folmans “Waltz with Bashir” und Marjane Satrapis “Persepolis” zeigt arte zwei erfolgreiche Animationsfilme, die auf tatsächlichen Begebenheiten beruhen. Ergänzt werden die Filme um die Dokumentation “Comics ziehen in den Krieg”, der bereits vor einiger Zeit zu sehen war. Am Samstag, dem 28. Januar, folgt zu vorgerückter Stunde die aktuelle Dokumentation “Sex in the Comics”, die sowohl den aktuellen Trend Klassiker des Genres neu aufzulegen nachgeht, als auch neue Künstler, die Sex in ihren Arbeiten thematisieren, vorstellt. “Reigen” und “Der Staub der Ahnen” in FrankreichSamstag, den 21. Januar 2012
Zur Veröffentlichung in Frankreich wird es in Angoulême eine Ausstellung zu “Der Staub der Ahnen” geben. Im Archives Départementales werden viele großformatige Originalzeichnungen, Skizzen für das Storyboard und eine Dokumentation des umfangreichen Quellenmaterials zu sehen sein. Die Ausstellung ist vom 26. Januar bis 2. Februar täglich von 9 bis 17 Uhr geöffnet, die Vernissage findet am 26. Januar um 17.30 Uhr statt. Der Autor Felix Pestemer wird bei der Ausstellungseröffnung und auf dem Comicfestival anwesend sein. Bis zum 29. Januar wird Felix Pestemer abwechselnd im Espace Nouveau Monde (Messestand von Actes Sud / Editions de L’An 2) und in der Ausstellung Bücher signieren. Genaue Termine und weitere Details finden sich auf der Website von Felix Pestemer. Archives départementales de la Charente, 24, avenue Gambetta, F-16000 Angoulême, Frankreich Simon Schwartz in “Der Freitag”Freitag, den 20. Januar 2012Am 27. Januar startet eine neue Comic-Reihe in “Der Freitag”: Unter dem Titel “Vita Obscura” wird Simon Schwartz (“drüben!”, avant-verlag) einmal im Monat eine unbekannte oder obskuren Person der Geschichte vorstellen. Den Anfang macht der Landstreicher Joshua Norton, der sich 1859 zum ersten und einzigen Kaiser der USA ernannte. Arne Bellstorf in Neapel und AmsterdamFreitag, den 20. Januar 2012Noch bis zum 26. Februar präsentiert das Goethe-Institut Neapel im Palazzo delle Arti di Napoli Originalzeichnungen aus Arne Bellstorfs Graphic Novel “Baby’s in Black – The Story of Astrid Kirchherr & Stuart Sutcliffe” (Reprodukt). Die Eröffnung fand in Anwesenheit von Arne Bellstorf bereits am 14. Januar statt. Die Ausstellung des Goethe-Instituts entstand in Zusammenarbeit mit Associazione Culturale MFL Comunicazione, der Eintritt ist frei. “Baby’s in Black – La storia di Astrid Kirchherr & Stuart Sutcliffe”, so der Titel der italienischen Ausgabe von Arne Bellstorfs Comic, ist im Oktober 2011 bei Black Velvet erschienen. Im nächsten Monat reist Arne Bellstorf nach Amsterdam, wo er am Mittwoch, dem 22. Februar ab 17 Uhr im Gespräch mit Joost Swarte die niederländische Version von “Baby’s in Black – The story of Astrid Kirchherr & Stuart Sutcliffe” vorstellen wird, die in Kürze bei Oog & Blik erscheint. Die Veranstaltung findet in englischer Sprache in der Amsterdamer Dependance des Goethe-Instituts statt. PAN – Palazzo delle Arti di Napoli, II piano, Via dei Mille 60, I-80121 Neapel Goethe-Institut, Herengracht 470, NL 1017 CA Amsterdam “Unangenehme finanzielle Situation für Fumetto”Donnerstag, den 19. Januar 2012
Unangenehme finanzielle Situation für Fumetto Das Luzerner Comix-Festival würde in diesem Jahr von der Stadt Luzern einen Beitrag von 190’000 Franken erhalten. Nun ist dieses Geld blockiert, weil die SVP gegen das Budget 2012 das Referendum angekündigt hat.
Das Comix-Festival sei zwar durch das fehlende Geld «nicht gefährdet, aber für die Löhne wird es eng», sagt Fumetto Vorstandsmitglied Kurt Weber. mehr Direkt zum Audiobeitrag als MP3 gelangt man hier. “Der Staub der Ahnen” von Felix PestemerDonnerstag, den 19. Januar 2012
Der “Tag der Toten” ist einer der wichtigsten Festtage in Mexiko. Dabei wird verstorbenen Angehörigen mit einer Fiesta auf dem Friedhof gedacht. Bei der Familie Rojas laufen die Vorbereitungen auf Hochtouren. Doch auch im Jenseits bereitet man sich vor. Mit dabei der kleine Benito, der vor kurzem bei einem Autounfall ums Leben kam. Nun gehört er zum illustren Kreis der Familienangehörigen um den Zapatisten “El Negro” und den 170 Jahre alten Maskenschnitzer José Guadalupe Rojas – zu den verstorbenen Mitgliedern des Familienclans. Dieser Tage gedenken die lebenden Rojas ihrer Verstorbenen, und solange existieren die Toten weiter – ob im Himmel, im Jenseits oder in der Gruft. Erst wenn sie in Vergessenheit geraten, zerfallen sie zu Staub. In prächtigen Bildern erweckt Felix Pestemer diese Geschichte zum Leben. Nebenbei gewährt er Einblicke in die Bräuche und Traditionen am Dia de los muertos. “Der Staub der Ahnen” stellt eine Kultur vor, in der der Tod kein Tabu ist, sondern einen festen Platz im Alltag innehat, eine Kultur, die den Tod feiert und Skelette zum Tanzen bringt. Felix Pestemer (*1974 in Braunschweig) studierte Freie Kunst in Berlin und Illustration in Barcelona. Seitdem arbeitet er an der Schnittstelle beider Disziplinen. Sein Label Puttbill umfasst Bilderbuch-Parabeln und narrative Grafikserien; im Zentrum des künstlerischen Schaffens stehen die Themen der Vergänglichkeit, der ideellen Wertschätzung und der Deterritorialisierung von Zeichen und Symbolen. Die Recherche für seine erste Graphic Novel „Der Staub der Ahnen“ begann bereits 2005/06 mit einem einjährigen Forschungsaufenthalt in Mexiko, der letzte Pinselstrich erfolgte im Herbst 2011. Pestemer lebt mit seiner Familie in Berlin. Der Staub der Ahnen, ISBN 978-3-939080-61-9, 88 S., farbig, Klappenbroschur, 24,95 EUR “Herausragender Comicroman über eine Primaballerina”Mittwoch, den 18. Januar 2012
Herausragender Comicroman über eine Primaballerina “Polina” ist die dritte “Graphic Novel”, den Bastien Vivès vorlegt. In Frankreich wurde das Buch zum besten Comic 2011 gekürt. Zu Recht, denn Viès erzeugt mit skizzenhaften Zeichnungen eine ungemein konzentrierte, dichte und intime Geschichte. Ein Paar tanzt, vor einem grauen Hintergrund, in das Grau eingewoben die zwei kleinen Figuren, mit ganz wenigen Strichen und drei Tupfern schwarz und weiß gezeichnet. Obwohl die beiden so ungemein sparsam gezeichnet sind, kann man sich kaum ein intensiveres Bild von einem Paar vorstellen. Bastien Vivès arbeitet in seiner gesamten Graphic Novel mit nur drei Farben: Grau, Schwarz und Weiß. Er deutet an, skizziert, lässt Bewegungen nur erahnen, mit dieser Kunst der Reduktion erzeugt er eine ungemein konzentrierte, dichte und intime Geschichte. mehr Direkt zum Audiobeitrag als MP3 gelangt man hier. “Hector Umbra” als TheaterstückDienstag, den 17. Januar 2012
Hector Umbra ist ein zerrissener Visionär. Er verbringt seine Nächte in Clubs und gibt sich dem Alkohol hin. Plötzlich verschwindet sein Freund Osaka, der beste DJ der Stadt. Hector macht sich auf die Suche. Auf seinem Trip durch die Unterwelt des nächtlichen, ungeschminkten Münchens begegnet er Gestalten, die die Menschen bei Tage übersehen wollen: Verbündete, die den Kampf gegen die Ängste der Großstadt aufgenommen haben. In einem großen Finale stellt sich heraus, wie viel die beiden Freunde wirklich von einander wissen. Florian Fischer nimmt die Zuschauer mit in einen Transitraum, der sich Münchens düsterer Seite nähert. In Zusammenarbeit mit dem Videokünstler Johannes Berger werden die Ängste der Protagonisten zu Videoprojektionen. Sie fressen uns auf, zersetzen uns und pochen wie ein hämmernder Beat gegen unsere Schädelinnendecken. Die beiden Klangkünstler Daniel Door und Flow Defoe liefern den Sound dazu. Die Inszenierung lässt eine Geschichte entstehen, die wir nur selten sehen, obwohl sie sich täglich vor unseren Augen abspielt. Premiere ist am Donnerstag, dem 26. Januar. Weitere Aufführungen finden täglich bis Sonntag, dem 29. Januar statt. Alle Termine außer jener am Sonntag sind ausverkauft. Eventuell sind noch Restkarten an der Abendkasse erhältlich. Der Eintritt beträgt 9 EUR (erm. 5 EUR). Weiterhin erhältlich ist bei der Edition 52 die Luxusausgabe von “Hector Umbra” mit exklusivem Cover und signiertem und limitiertem Druck. Münchner Kammerspiele, Postfach 101038, 80084 München “Zeichnerin Barbara Yelin ist Gastprofessorin an der HBK Saar”Montag, den 16. Januar 2012
Zeichnerin Barbara Yelin ist Gastprofessorin an der HBK Saar In diesem Semester ist die Zeichnerin Barbara Yelin Gastprofessorin an der Hochschule der Bildenden Künste Saar (HBK). Zurzeit erscheint in der „Frankfurter Rundschau“ ihr Comicstrip „Riekes Notizen“. Das Zeichnen an der HBK werde besser, meinte Kunsthochschul-Professor Rolf Sachsse im Mai beim Saarbrücker „Graphic Novel“-Symposium. Dort war auch die Zeichnerin Barbara Yelin zu Gast, nun trägt sie in diesem Semester als Gastprofessorin an der HBK das Ihre zu dieser Entwicklung bei. Alle zwei Wochen ist die gebürtige Münchnerin, die in Berlin lebt, für zwei Tage in Saarbrücken, im Januar öfter, wegen eines Intensivwochenendes, in dem der praktische Hauptkurs vertieft wird. mehr “Die Illusion der Schwerelosigkeit”Montag, den 16. Januar 2012
Die Illusion der Schwerelosigkeit “Polina” heißt die Graphic Novel, in der Bastien Vivès mit ganz eigener Bildsprache die berührende Geschichte einer Tänzerin erzählt. Kleiner als in diesem Moment wird Polina nicht mehr aussehen, das ganze Buch über nicht. Die ersten Bilder folgen ihrem Blick: Die Mutter sitzt auf dem Fahrersitz, das Lenkrad in beiden Händen. “Hast du heute deine Dehnübungen gemacht?”, fragt sie, Polina antwortet: “Ja.” Pause. “Es hat wehgetan.” Und dann sieht man sie zum ersten Mal: die kleine Tänzerin auf dem Rücksitz des Wagens, ein Mädchen, das fast in seinem Mantel versinkt. Schwarze Augen, schwarze Nase. Segelohren. mehr Anke Feuchtenberger, Birgit Weyhe und Jul Gordon signieren in BerlinMontag, den 16. Januar 2012Am Samstag, dem 11. Februar werden drei Zeichnerinnen des Mami Verlags in Berlin für eine Signierstunde erwartet: In der Comichandlung Grober Unfug in Berlin-Mitte verschönern dann Anke Feuchtenberger, Birgit Weyhe und Jul Gordon Bücher mit Zeichnungen und signaturen. Neben den im Mami Verlag erschienen Büchern sind von den Autorinnen noch weitere Bände, u.a. im avant-verlag (Birgit Weyhe: “Reigen”), der Edition Moderne (Anke Feuchtenberger: “Hero und Leander”) und bei Reprodukt (Katrin de Vries / Anke Feuchtenberger: “Die Hure H wirft den Handschuh”; Jul Gordon in “Orang” 9) erschienen. Die Veranstaltung wird um 14 Uhr beginnen. Weitere Informationen finden sich auf dem Blog des Groben Unfugs. Grober Unfug,Torstraße 75, D-10119 Berlin-Mitte “Jukebox” von Charles BerberianSamstag, den 14. Januar 2012
Über Charles Berberians Liebe zur Musik legen seine Comics und Illustrationen seit jeher Zeugnis ab. Mit “Jukebox” widmet er seiner Leidenschaft erstmals ein ganzes Buch. Der Soundtrack seines Lebens, an dem er den Leser hier teilhaben lässt, erweist sich als unvergleichlicher Streifzug durch die Rock- und Popmusik der vergangenen vier Jahrzehnte – stets persönlich, amüsant und zeichnerisch virtuos. Warum hat Elton John sich bereits zu Beginn seiner Karriere zum Affen gemacht? Wie kam John Lennon dazu, vor Pariser Studenten in tiefsten Tönen über Kompositionen seines Kollegen Paul McCartney herzuziehen? Was ist dran an den Gerüchten, Phil Collins habe einst im Hawaiihemd mit Schulterpolstern auf der Bühne gestanden? Hatte Ziggy Stardust inmitten einer feuchtfröhlichen Dauerorgie tatsächlich Besuch aus der Zukunft? Und was hat Mick Jagger derart von den Socken gehauen, dass er prompt den Dritten Weltkrieg absagte? Charles Berberian war mehr als ein Mal dabei, wenn Rock- und Popmythen geschrieben wurden und wirft in “Jukebox” nun einen ungeschminkten und höchst amüsanten Blick auf die Siebziger, Achtziger und das Beste von heute. Charles Berberian, geboren 1959 in Bagdad, wuchs im Irak und im Libanon auf, bevor er Mitte der Siebzigerjahre nach Frankreich umsiedelte. Während seines Kunststudiums lernte er Philippe Dupuy kennen, mit dem er seit 1983 eng zusammenarbeitet. Ihre populärste Schöpfung ist der nonchalante Romancier Monsieur Jean. Für sein Werk wurde das Duo 2008 mit der wichtigsten europäischen Auszeichnung für Comics bedacht, dem “Grand Prix de la Ville d’Angoulême”. “Jukebox” ist eins der raren Solo-Alben von Charles Berberian. Jukebox, ISBN 978-3-941099-92-0, 116 Seiten, farbig, 17 x 24 cm, Klappenbroschur, erscheint Ende Januar bei Reprodukt |
|
|||||||||||||