Graphic Novels
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Monatsarchiv für Februar 2012

David Petersen – Signierstunde in Berlin

Mittwoch, den 29. Februar 2012

Am kommenden Samstag wird der amerikanische Comic-Autor David Petersen (“Mouse Guard”, Cross Cult) beim ComichĂ€ndler “Comics & Graphics” in Berlin fĂŒr eine Signierstunde erwartet.

Newcomer David Petersen entwirft in “Mouse Guard” ein wundersames Zwischenreich: die Geschichte einer MĂ€usezivilisation im Mittelalter. Versteckt agieren die Nager in dieser schweren Zeit, in der nicht nur Schlangen, Wölfe und Krabben schier gigantische Feinde sind, sondern auch machtgierige und intrigante MĂ€use.

Passend zur Signierstunde erscheint mit “Legenden der WĂ€chter” ein Band mit Kurzgeschichten aus dem “Mouse Guard”-Universum, die in diesem Fall von verschiedenen Zeichner und Autoren stammen. Aus diesem Anlass ist ein auf 111 Exemplare limitierter Kunstdruck erhĂ€ltlich, den David Petersen vor Ort signieren wird. Die Signierstunde beginnt um 14 Uhr und endet um 16 Uhr.

Comics & Graphics, Prenzlauer Allee 46,  D-10405 Berlin
Tel. (030) 664 081 57
info@bluetoons.de, www.bluetoons.de

Graphic Novel-Förderpreise: Gleich zwei Gewinner

Dienstag, den 28. Februar 2012

Gleich zwei Titel werden vom “AFKAT – Dem Hamburger Graphic-Novel-Förderpreis” unterstĂŒtzt. Eigentlich war nur vorgesehen, dass ein Titel ausgezeichnet wird, aber scheinbar haben gleich zwei Einreichungen die Juroren dermaßen beeindruckt, dass kurzerhand ein Sonderpreis vergeben wurde.

Der Förderpreise geht an Texter Jan Kottisch und Tilo Richter fĂŒr ihren Titel “Flash Preußen”:

Flash Preußen, der Superheld in Badehose, ist in Aufruhr: Eine letzte Aufgabe liegt noch vor ihm, bevor er abtreten kann. Zusammen mit seiner Nachbarin Simone begibt er sich in seine Vergangenheit – auf der Suche nach etwas, das er als Kind verloren hat und das ihn seitdem nicht mehr loslĂ€sst.

BegrĂŒndung der Jury: Tilo Richter beherrscht eine wundervolle Zeichentechnik, die schon nach der ersten Veröffentlichung einen eigenen Stil erkennen lĂ€sst. Der Text von Jan Kottisch harmonisiert in seinem Minimalismus hervorragend mit den schlichten, klaren Zeichnungen. „Flash Preußen“ ist eine aufregende Bereicherung der deutschen Graphic Novel-Szene, die zeigt, dass es manchmal weniger Worte bedarf, um spannende Geschichten zu erzĂ€hlen.

Der Sonderpreis geht an Karin Kraemer fĂŒr “Das MĂ€dchen ohne HĂ€nde – Ein MĂ€rchen frei nach den GebrĂŒdern Grimm”

Ein armer MĂŒller begegnet im Wald dem Teufel, der ihn reich machen will im Tausch gegen das, was sich hinter seiner MĂŒhle befindet. Der MĂŒller denkt, es handele sich um einen Apfelbaum, geht auf den Tausch ein und ahnt nicht, dass auch seine Tochter hinter der MĂŒhle steht. FĂŒr sie beginnt eine lange Reise.

Die Illustratorin hat einen bekannten Stoff so einzigartig individuell erzĂ€hlt und illustriert, dass die Jury sich kurzerhand dazu entschied, einen Sonderpreis auszuloben, da es sich bei der Arbeit nicht um eine Graphic Novel im klassischen Sinne handelt. Obwohl jede Seite einen Teil des MĂ€rchens „Das MĂ€dchen ohne HĂ€nde“ erzĂ€hlt, ist sie zugleich auch als ein eigenstĂ€ndiges Werk zu betrachten. Mit ihren völlig unterschiedlichen Mal- und Zeichentechniken ermöglicht die junge KĂŒnstlerin dem Betrachter Assoziationen auf einer menschlichen und zugleich abstrakten Ebene.

In beiden FĂ€llen gibt es ProduktionskostenzuschĂŒsse, die das Erscheinen der Titel im mairisch-Verlag unterstĂŒtzen. Dort sind sowohl “Flash Preußen” als auch “Das MĂ€dchen ohne HĂ€nde” mit Erscheinungstermin April angekĂŒndigt.

Flash Preußen, ISBN 978-3-938539-23-1, 96 Seiten, s/w, Klappenbroschur mit Schutzumschlag, 16,90 EUR, erscheint im April im mairisch-Verlag

Das MĂ€dchen ohne HĂ€nde, ISBN 978-3-938539-22-4, 72 Seiten, farbig, Klappenbroschur, 14,90 EUR, erscheint im April im mairisch-Verlag

“Container” von Max Andersson

Dienstag, den 28. Februar 2012

Anfang MĂ€rz und somit rechtzeitig zur Leipziger Buchmesse erscheint bei Reprodukt mit “Container” eine Werkausgabe des schwedischen Comiczeichners Max Andersson. Auf 280 Seiten enthĂ€lt das Buch unter anderem eine NeuĂŒbersetzung des seit langem vergriffenen “Pixy”, sĂ€mtliche in den bei Jochen Enterprises erschienenen “Container”-Heften enthaltene Geschichten und darĂŒber hinaus noch sehr viel neues, in deutscher Sprache bislang unveröffentlichtes Material.

In expressiven, kantigen und zugleich poetischen Bildern wird in “Container” ein einmaliges Universum zum Leben erweckt, bevölkert von Autokindern, betrunkenen Föten, obdachlosen HĂ€usern, FleischbĂ€umen und Kuschelpistolen – niedlich, herzzerreissend komisch und immer gewaltbereit. “Container” sammelt erstmals das gesamte Comic-ƒuvre des Schweden Max Andersson.

Max Andersons Zeichnungen erinnern an expressionistische Grafiken und die Bilderromane von Frans Masereel und Lynd Ward. Wie sie nimmt auch er gesellschaftliche ZustĂ€nde und Konstellationen als Koordinaten fĂŒr seine traumhaften und assoziativen Geschichten. Die RealitĂ€t wird zum Bezugssystem, in dem mit einzelnen VersatzstĂŒcken frei hantiert wird – erst durch die Verdrehung wird der Blick frei und das Ergebnis schafft den nötigen Raum fĂŒr die GefĂŒhle des Betrachters.

“‘Pixy’ fĂŒhrt uns in etwas Schreckliches und Rasendes und Neues. Es ist der beste Comic, den ich dieses Jahr gelesen habe.” – Neil Gaiman

“Meine Art von Spaß.” – Charles Burns

Max Andersson wurde 1962 in Karesuando, Schweden geboren. Er absolvierte eine zweijĂ€hrige Kunsthochschulausbildung in Stockholm (1982-84). Danach folgte ein Studium der Filmproduktion an der New York University. Nach einer Reihe von international preisgekrönten Kurzfilmen veröffentlichte er 1992 seinen ersten Comicroman “Pixy”. Seit 1997 lebt und arbeitet Max Andersson in Berlin.

Container – Gesamtausgabe, ISBN 978-3-941099-32-6, 280 Seiten, schwarzweiß und farbig, 20 x 26 cm, Softcover, 29 EUR, erscheint Anfang MĂ€rz bei Reprodukt

Lesung von Aisha Franz im transfer, Dortmund

Dienstag, den 28. Februar 2012

Am Donnerstag, dem 1. MĂ€rz stellt Aisha Franz ihren Comic “Alien” im Rahmen der Veranstaltungsreihe transfer.forum in der Buchhandlung transfer. in Dortmund vor. Zudem wird sie erste AuszĂŒge aus ihrem neuen Buch “Brigitte und der Perlenhort” prĂ€sentieren und durch ausgewĂ€hlte Skizzen einen Einblick in ihre Arbeitsweise als Zeichnerin und Autorin geben. Die Veranstaltung beginnt um 20 Uhr.

Aisha Franz, geboren 1984 in FĂŒrth, studierte Visuelle Kommunikation an der Kunsthochschule Kassel mit Schwerpunkt Comic und Illustration. Gezeichnete Geschichten von Aisha Franz sind unter anderem in “(KU)S!” und “Orang” erschienen. Nach “Alien” ist “Brigitte und der Perlenhort” ihre zweite Buchveröffentlichung. Aisha Franz lebt und arbeitet in Berlin.

transfer. BĂŒcher und Medien, An der Schlanken Mathilde 3, D-44263 Dortmund
Tel. (0231) 286 58 39-0
email: info@transfer-dortmund.de, www.transfer-dortmund.de
Eintritt: 8 EUR (ermĂ€ĂŸigt 6 EUR)

“Der Pharao von Paris und sein Schreiber”

Dienstag, den 28. Februar 2012

Matthias Heine schreibt heute in “Die Welt” ĂŒber “Quai d’Orsay” von Autor Abel Lanzac und Zeichner Christophe Blain. In französischer Sprache ist “Quai d’Orsay” in zwei BĂ€nden bei Dargaud erschienen, ein Vorabdruck des zweiten Teils erfolgte im vergangenen Sommer in der Tageszeitung “Le Monde”.

Ein weiterer lesenswerter Artikel von Thomas Greven unter dem Titel “Im Herzen der Macht” ist vor kurzem auf tagesspiegel.de erschienen. Auch Andreas Platthaus hat “Quai d’Orsay” fĂŒr die “FAZ” bereits einer nĂ€heren Betrachtung unterzogen: “Der Minister ist nackt”

“Quai d’Orsay” wird in deutscher Übersetzung im Oktober 2012 bei Reprodukt veröffentlicht werden.

Der Pharao von Paris und sein Schreiber

Politische Nostalgie: In Frankreich wird ein Comic ĂŒber die Irakkrise 2003 und den Außenminister Villepin zum Bestseller

GlĂ€nzende Schuhe sind die Geheimwaffen der UN-Diplomatie. Sie sollen den Verhandlungspartner blenden. Als Arthur Vlaminck in die Limousine des fĂŒr die Vereinten Nationen zustĂ€ndigen StaatssekretĂ€rs im französischen Außenministerium steigt, fallen ihm sofort dessen spiegelblanke Halbschuhe auf. Seine eigenen sind nach der siebenstĂŒndigen Flugreise zur UN-Vollversammlung in New York matt und dampfen. Der StaatssekretĂ€r gibt dem jungen Redenschreiber des Ministers einen Rat: “Wenn du eine Unterhandlung nicht von vornherein verloren gegeben hast, ist es hilfreich, glĂ€nzende Schuhe zu haben. Das ist eine Frage der Ehre.” Und dann fragt er: “Möchtest du Schuhcreme?” SpĂ€ter betritt Vlaminck, die Hauptfigur des Comicromans “Quai d’Orsay”, den Konferenzraum im United Nations Plaza – und sofort fallen ihm die blanken Schuhe aller 20 Anwesenden auf. mehr

Didaktisierungen erhÀltlich

Montag, den 27. Februar 2012

Neben der vorzĂŒglichen Website zum Thema “Deutschsprachige Comics”, der Wanderausstellung “Comic, Manga & Co. – Die neue deutsche Comic-Kultur” und vielen auf einzelne Dependancen weltweit verteilte Aktionen wie Buchvorstellungen und Workshops, bietet das Goethe-Institut nun auch auf Comics basierende Didaktisierungen an.

Peter Schott vom Goethe-Institut in Nancy hat eine Reihe von CD-Roms vorbereitet, auf denen sich Unterrichtsmaterial und Anregungen finden, die auf folgenden BĂŒchern aufbauen:

“Berlin, Band 1: Steinerne Stadt” von Jason Lutes (Carlsen),
“Gift” von Peer Meter und Barbara Yelin (Reprodukt),
“drĂŒben!” von Simon Schwartz (avant-verlag),
“Berlinoir 1-3″ von Reinhard Kleist (Edition 52),
“Elender Krieg” von Jean-Pierre Verney und Jacques Tardi (Edition Moderne),
“Der erste FrĂŒhling” von Klaus Kordon, Christoph Heuer und Gerlinde Althoff (Carlsen),
sowie dem in Deutschland bislang unveröffentlichten Band “Fitz Haber, Band 1″ von David Vandermeulen (Delcourt). ZusĂ€tzlich gibt es noch eine “EinfĂŒhrung in die Comic-Sprache”.

Genauere Informationen zu Aufbereitung und Inhalt sowie zu den Bezugsmöglichkeiten sind beim Goethe-Institut Nancy zu erfahren. Bereits vor einiger Zeit stellten wir unsere “FĂŒnf Fragen” an Peter Schott.

Goethe-Institut Nancy, 39 rue de la Ravinelle, FR-54052 NANCY Cedex
Tel. +33 (0)3 83354436, Fax +33 (0)3 83324345
nancy.goethe.org, E-Mail: info@nancy.goethe.org, peterschott@wanadoo.fr

Robert Crumb im Museum of Modern Art, Paris

Montag, den 27. Februar 2012

Vom 13. April bis zum 19. August 2012 zeigt das Museum of Modern Art in Paris eine Werkschau von Robert Crumb – unter dem schlichten Titel “Crumb”. R. Crumb, der in den Sechzigerjahren sene ersten Underground-Comics in der Heftserie “Zap Comix” selbst verlegt hat, wurde einem breiten Publikum vor allem durch seine Schöpfungen Mister Natural und Fritz the Cat bekannt.

In deutscher Sprache ist von R. Crumb zuletzt im Jahre 2009 seine Interpretation der “Genesis” beim Hamburger Carlsen Verlag erschienen.

MusĂ©e d’Art Moderne de la Ville de Paris, 11 avenue du PrĂ©sident Wilson, F-75116 Paris
tel. +33 1 53 67 40 00
www.mam.paris.fr
Öffnungszeiten: Di-So 10-18 Uhr, Do 10-22 Uhr

“Liebe im Zeichen des Zen”

Montag, den 27. Februar 2012

Auf tagespiegel.de stellt Katja Schmitz-DrĂ€ger den Zweiteiler “Der Himmel ist blau, die Erde ist weiß” von Hiromi Kawakami und Jiro Taniguchi (Carlsen) vor.

Liebe im Zeichen des Zen

Jirƍ Taniguchis Zweiteiler „Der Himmel ist blau, die Erde ist weiß“ ist ein Manga fĂŒr Manga-Neulinge – auch wenn einige Aspekte auf westliche Leser irritierend wirken.

In zwei BĂ€nden ist Jirƍ Taniguchis Comic-Adaption „Der Himmel ist blau, die Erde ist weiß“ der gleichnamigen Romanvorlage von Hiromi Kawakami bei Carlsen erschienen – in der Graphic-Novel-Rubrik, nicht bei den Mangas. TatsĂ€chlich passt diese Einordnung zum Charakter der Neuerscheinung: „Der Himmel ist blau, die Erde ist weiß“ ist ein Manga fĂŒr Leser, die mit Mangas gemeinhin nicht so viel anfangen können. mehr

“Klopskörper in Kardinalskutte”

Donnerstag, den 23. Februar 2012

Bereits fĂŒr die Dezemberausgabe der Zeitschrift “Literaturen” hat Jens Balzer eine ausfĂŒhrliche Besprechung zu Nicolas Mahlers “Alte Meister” (nach Thomas Bernhard) geschrieben. Das Buch ist im Herbst 2011 bei Suhrkamp als erste Graphic Novel des Verlags erschienen.

Klopskörper in Kardinalskutte

Thomas Bernhards „Alte Meister“ in einer Comic-Fassung? Dem Zeichner Nicolas Mahler gelingt das mit Bravour. Er eröffnet damit die erste Comic-Reihe des ehrwĂŒrdigen Suhrkamp Verlags.

Seit ĂŒber dreißig Jahren sitzt der Musikkritiker Reger jeden zweiten Tag, außer montags, auf derselben Bank im Kunsthistorischen Museum Wien: Er sitzt im sogenannten Bordone-Saal vor Tintorettos „WeißbĂ€rtigem Mann“, dem einzigen von den Alten Meistern im Haus, der ihm ohne Makel erscheint. Tizian? Rubens? DĂŒrer? Das sind fĂŒr Reger lediglich Dilettanten. Außerdem ist der Bordone-Saal der einzige Ort in diesem Museum, der eine fĂŒr Reger angenehme Temperatur und Luftfeuchtigkeit aufweisen kann. So sitzt er hier also tagein, tagaus und kritisiert und erregt sich ĂŒber die Musik, die Malerei und die anderen KĂŒnste; aber auch ĂŒber die Welt im Allgemeinen und sein Heimatland Österreich im Speziellen. mehr

“Kafka fĂŒr Afrikaner – Schwarz auf weiß”

Donnerstag, den 23. Februar 2012

FĂŒr das aktuelle “arte journal” vom 22. Februar hat Sven Waskönig einen Beitrag ĂŒber “Kafka fĂŒr Afrikaner – Sofie und der schwarze Mann” erstellt, das deutschsprachige DebĂŒt der flĂ€mischen Zeichnerin Judith Vanistendael. “Kafka fĂŒr Afrikaner” ist Ende 2011 bei dem Berliner Verlag Reprodukt erschienen.

Kafka fĂŒr Afrikaner – Schwarz auf weiß

FĂŒr ihren ersten Comicband hat sich die Belgierin Judith Vlanistendael einem in ganz Europa heikelem Thema gewidmet : die Liebe zwischen einer jungen Weissen aus gutem Hause und einem Togolesen ohne Aufenthaltsgenehmigung. Das Urteil unseres Comicexperten Sven Waskönig: ironisch, ernsthaft, gelungen! mehr

Neue BĂŒcher bei Knesebeck

Mittwoch, den 22. Februar 2012

Drei neue Titel kommen in den nĂ€chsten Wochen aus dem Haus Knesebeck in den Handel. Weiterhin konzentriert sich der MĂŒnchner Verlag auf Literaturadaptionen von Christie, Kafka und Proust.

“Auf der Suche nach der verlorenen Zeit – Eine Liebe Swanns, Teil I von Marcel Proust und StĂ©phane Heuet

Die oberflĂ€chliche, aber schöne Kurtisane Odette de Crescy lĂ€sst den gebildeten und feinen Charles Swann zuerst kalt, mit einer Melodie gelingt es ihr, ihn zu verfĂŒhren; eine Liebe entsteht, von Odette geschickt angefeuert, geprĂ€gt von ErfĂŒllung und EnttĂ€uschung, voller Leidenschaft und Eifersucht.

Seit mehr als 14 Jahren arbeitet StĂ©phane Heuet an der Umsetzung von Auf der Suche nach der verlorenen Zeit als Graphic Novel. DafĂŒr wĂ€hlt er die SchlĂŒsselszenen aus und vermittelt so einen Eindruck von Prousts poetischer Prosa. Der von HergĂ© geprĂ€gte Comic-Stil der Ligne claire der 1930er-Jahre inspiriert ihn dabei. ein wunderbarer, neuer Zugang zu diesem großen Klassiker der Weltliteratur.

Auf der Suche nach der verlorenen Zeit – Eine Liebe Swanns, Teil I, ISBN 978-3-86873-264-1, 48 Seiten, Hardcover, farbig, 19,95 EUR

“In der Strafkolonie” von Franz Kafka, Sylvain Ricard und MaĂ«l

Ein Reisender kommt in eine Strafkolonie, um mehr ĂŒber die dortigen ZustĂ€nde zu erfahren. Man zeigt ihm eine grausame Bestrafungsmaschine, die den Angeklagten ihr Urteil mit einer Nadel in den Körper ritzt – immer tiefer, zwölf Stunden lang, bis der verurteilte die Bedeutung des Schriftzugs erkennt und schließlich getötet wird.

Kafka zeichnet in ihr das Bild einer gewalttĂ€tigen Menschheit. FĂŒr die Umsetzung als Graphic Novel arbeitete Sylvain Ricard prĂ€gnant die ErzĂ€hlung heraus. MaĂ«ls expressiver Stil zeigt die ganze BrutalitĂ€t der Geschichte, der lineare und strenge Seitenaufbau dagegen unterstreicht die funktionalistische Überzeugung der Folterer. ein neuer Zugang zu einer zeitlos kafkaesken Geschichte.

In der Strafkolonie, ISBN 978-3-86873-459-1, 48 Seiten, Hardcover, farbig, 19,95 EUR

“Und dann gabs keines mehr” von Agatha Christie, François RiviĂšre und Frank Leclercq

Auf einer kleinen Insel vor der KĂŒste Devons: Ein geheimnisvoller Gastgeber hat zehn gut situierte Damen und Herren fĂŒr ein Wochenende eingeladen. Nach und nach werden die dunklen Geheimnisse, die ein jeder in seinem Leben hat, enthĂŒllt, und einer nach dem anderen verliert auf tragische Weise sein Leben …

Und dann gabs keines mehr von Agatha Christie ist eines der meistverkauften BĂŒcher der Welt und wurde mehrfach fĂŒrs Theater und Kino adaptiert. Die Zeichnungen von Leclercq fangen auf beeindruckende Weise die aufgeladene Stimmung auf der einsamen Insel ein.

Und dann gabs keines mehr, ISBN 978-3-86873-442-3, 48 Seiten, Hardcover, farbig, 16,95 EUR

LIteraturseminar zum Thema Biografien

Mittwoch, den 22. Februar 2012

Am Freitag, dem 27. April und Samstag, dem 28. April lĂ€dt die BĂŒchereifachstelle der Evangelischen Kirche von Westfalen ins Haus Villigst in Schwerte zu einem Literaturseminar fĂŒr Mitarbeitende in BĂŒchereien und weitere Interessierte ein. Unter der Leitung der Diplom-Bibliothekarin Dörte Melzer befasst es sich unter dem Titel “Lebensbilder – Bilder vom Leben, geschrieben – gezeichnet – gelesen” mit dem Thema Biografien.

Als Referentinnen sind geladen: Die Historikerin Dr. Claudia Puschmann, sowie die Comic-Zeichnerin und Illustratorin Elke R. Steiner (“Die anderen Mendelssohns”, Reprodukt).

Biografien werden viel gelesen: sowohl ĂŒber berĂŒhmte Menschen als auch ĂŒber
weniger berĂŒhmte Menschen, wenn sie in ihrem Leben große Herausforderungen meistern
mussten. Was interessiert die Lesenden daran? Das wollen wir gemeinsam herausfinden.

Biografien werden geschrieben und unterschiedlich angelegt: von der wissenschaftlichen
Monographie bis zum biographischen Roman. Zum Vergleich bieten sich in diesem Jahr die
BĂŒcher ĂŒber Friedrich II an. Welche Form spricht wen an? Wann ist einLebensbild noch
eine Biografie? Wie ist das mit den historischen Fakten? Wir werden Einblick in die
Arbeit einer schreibenden Biografin bekommen und dabnei Kriterien zur Bewertung und
EinschÀtzung entwickeln.

Biografien werden gezeichnet, z.B. als Graphic Novel. Wir werden mit einer zeichnenden
Biografin das Bilderlesen lernen. Biografien werden gedruckt und verkauft: Wir stellen Neuerscheinungen vor. Biografien werden ausgeliehen: Wir teilen miteinander Erfahrungen aus dem BĂŒchereialltag, geben und bekommen Anregungen.

Weitere Informationen zum Seminar gibt es hier, die offizielle Einladung kann hier als PDF heruntergeladen werden.

Haus Villigst, Iserlohner Straße 25, 58239 Schwerte
buechereifachstelle.ekvw.net

“Subversive Familienfreuden”

Mittwoch, den 22. Februar 2012

“Virtuos inszeniert” findet Klaus Schikowski “Patchwork” von Katharina Greve (GĂŒtersloher Verlagshaus), wie er in der heutigen Ausgabe des “Tagesspiegels” schreibt.

Subversive Familienfreuden

„Patchwork“ von Katharina Greve ist eine erfrischend originelle und bemerkenswert komische Graphic Novel ĂŒber die Kunst des ZusammenfĂŒgens.

Das maßlose Überzeichnen von Figuren war frĂŒher einmal eine DomĂ€ne des Comics. In der Tradition der beißenden Parodien der Zeitschrift „MAD“ und bei den satirischen und subversiven Kurzgeschichten amerikanischer und französischer Undergroundzeichner wurde Gesellschaftskritik ĂŒberspitzt dargestellt. mehr

“Leben nach Fahrplan”

Dienstag, den 21. Februar 2012

Vom 7. MĂ€rz bis zum 25. Mai zeigt das Literaturhaus Stuttgart unter dem Titel “Leben nach Fahrplan” eine Ausstellung zu der bei Voland & Quist erschienenen Graphic Novel “Alois Nebel” von Jaroslav RudiĆĄ und JaromĂ­r 99. Am Eröffnungsabend (Mittwoch, 7. MĂ€rz, Beginn: 20 Uhr) werden Zeichner und Autor anwesend sein, es wird aus dem Buch gelesen sowie ein Konzert der Band “Priessnitz” gegeben, bei der JaromĂ­r 99 aktiv ist.

“Alois Nebel” ist eine tschechische “graphic novel” in drei Teilen (2003-2005), ein raues, holzschnittartiges, schwarzweißes Gemeinschaftswerk des Schriftstellers Jaroslav RudiĆĄ und des Zeichners und Musikers JaromĂ­r 99, das im Verlag Voland & Quist nun auch auf Deutsch erscheint. Die Verfilmung von TomĂĄĆĄ Luƈåk feierte 2011 auf der Biennale in Venedig Premiere und kommt demnĂ€chst in die deutschen Kinos.

Das Literaturhaus hat in Zusammenarbeit mit den beiden Autoren die Ausstellung Alois Nebel – Leben nach Fahrplan entwickelt, die ins verlassene Altvatergebirge und die Geschichte von Mitteleuropa fĂŒhrt. Zur Eröffnung spielt Priessnitz, eine der bekanntesten tschechischen Rockbands. GegrĂŒndet wurde sie 1989 in JesenĂ­k von JaromĂ­r 99 und dem Gitarristen Petr KruĆŸĂ­k. Der Name Priessnitz bezieht sich auf den Erfinder der Wasserkur Vincenz Priessnitz, der in JesenĂ­k im 19. Jahrhundert einen Kurort gegrĂŒndet hat. Das erste Album Freiwaldau – der ehemalige Name von JesenĂ­k – erschien 1992 und wurde genauso Kult wie das Folgealbum Nebel.

Literaturhaus Stuttgart, Breitscheidstraße 4, D-70174 Stuttgart
Tel. (0711) 22 02 17 42, Fax (0711) 22 02 17 48
www.literaturhaus-stuttgart.de, E-Mail: hofmann@literaturhaus-stuttgart.de

“Glasnost im Gericht”

Montag, den 20. Februar 2012

Über den Gerichtscomic “Verbotene Kunst” des Autors Anton Nikolajew und der Zeichnerin Viktoria Lomasko, die HintergrĂŒnde seiner Entstehung sowie die russische Comic-Szene allgemein berichtet Ute Weinmann in der aktuellen Ausgabe der “Jungle World”. Der Band wird im Herbst auf Deutsch bei Matthes & Seitz erscheinen.

Eine Ausstellung in der Wiener Galerie Knoll mit Originalen aus dem Buch endete am vergangenen Wochenende.

Glasnost im Gericht

Die russische Zeichnerin Viktoria Lomasko schildert in ihrer Graphic Novel »Verbotene Kunst« den Prozess gegen die Kuratoren der gleichnamigen Ausstellung.

Russland galt lange Zeit als eine Nation von BĂŒcherwĂŒrmern. Menschen mit dicken Klassikern der russischen Literatur unter dem Arm prĂ€gten das Stadtbild, selbst in der vollen Metro konnte man ihnen begegnen. Verlage brachten ihre BĂŒcher in Millionenauflage heraus und durften auf ein treues Lesepublikum vertrauen. Auch die bildende Kunst hatte ihren Platz im Alltag der russischen beziehungsweise sowjetischen Gesellschaft. mehr

“Polina” in der Presse

Freitag, den 17. Februar 2012

Katja LĂŒthge sieht in Bastien VivĂšsÂŽ “Polina” (Reprodukt) “eine aufgeklĂ€rte LiebeserklĂ€rung an die hohe Kunst des Balletttanzens”, wie sie in ihrem Artikel fĂŒr die heutige Ausgabe der “Berliner Morgenpost” schreibt.

LiebeserklÀrung an den Balletttanz

Die Versuchung ist groß, das Wesen des Balletttanzens mit Gegensatzpaaren zu beschreiben. Unauflösbar scheinen hier Schönheit und Schmerz, Arbeit und Anmut, Erfolg und Elend miteinander in einem SpannungsverhĂ€ltnis zu stehen, stets nur einen winzigen Fehltritt voneinander entfernt.

Eine Konstellation mit dramatischen Potenzial mithin, die auch in Bastien VivĂšs Comic “Polina”, der Hommage an eine fiktive Primaballerina, immer wieder spĂŒrbar wird. mehr

“Geisterfahrt ins Sudetenland”

Freitag, den 17. Februar 2012

Michael Heitmann stellt auf tagesspiegel.de “Alois Nebel” vor, die bei Voland & Quist erschienene Graphic Novel der Tschechen Jaromir 99 und Jaroslav RudiĆĄ.

Geisterfahrt ins Sudetenland

In Tschechien ist die Comic-Trilogie um Fahrdienstleiter Alois Nebel Kult. Nun ist die bissige Fahrt zu den DĂ€monen des 20. Jahrhunderts auf Deutsch erschienen – eine humorvolle Comic-Reise in die deutsch-tschechische Beklommenheit.

Den tschechischen Eisenbahner Alois Nebel plagen GeisterzĂŒge aus der Vergangenheit. In seinen Tag- und AlptrĂ€umen fĂ€llt er in den Sog der brutalen Geschichte Mitteleuropas. mehr

“Die Lust, TĂ€nzerinnen zu zeichnen”

Freitag, den 17. Februar 2012

In der heutigen Ausgabe der “Neuen ZĂŒrcher Zeitung” schreibt Christian Gasser ĂŒber “Polina” von Bastien VivĂšs (Reprodukt). Zitate des Autors ergĂ€nzen den Artikel, und auch Bastien VivĂšs’ Comics “Der Geschmack von Chlor” und “In meinen Augen” werden kurz vorgestellt.

Die Lust, TĂ€nzerinnen zu zeichnen

Der 27-jĂ€hrige Bastien VivĂšs ist der Star einer neuen französischen Comic-Generation. Produktiv, vielseitig und einfallsreich, hat er in wenigen Jahren mit einer Handvoll vielbeachteter BĂŒcher fĂŒr Aufsehen gesorgt. In «Polina» beschreibt er den Werdegang einer TĂ€nzerin – und reflektiert sein eigenes Schaffen.

«Wenn sie mit sechs Jahren nicht beweglich sind, werden sie es mit sechzehn noch weniger sein. Beweglichkeit und Anmut kann man nicht lernen. Das ist eine Gabe.» Das sagt Bojinski – ein ebenso berĂŒhmter wie gefĂŒrchteter Tanzlehrer, der sein Gesicht unter einem schwarzen Vollbart und seine Augen hinter dicken BrillenglĂ€sern versteckt – vor einer Gruppe sechsjĂ€hriger MĂ€dchen. mehr

“Serious Pop”

Donnerstag, den 16. Februar 2012

Vom 25. August bis zum 28. Oktober zeigt das Kunstmuseum in MĂŒlheim an der Ruhr unter dem Titel “Serious Pop” eine Retrospektive des Comic-Autoren, Illustratoren und Lehrers Hendrik Dorgathen (“Space Dog”, Edition Moderne).

Begleitend zur Ausstellung wird ein ĂŒber 200-Seitiger Band mit Skizzen von Dorgathen in der Edition Moderne erscheinen, der unter dem Namen “Holodeck” in den Handel kommen wird.

Kunstmuseum MĂŒlheim an der Ruhr in der Alten Post, Synagogenplatz 1, D-45468 MĂŒlheim an der Ruhr
Tel.: (0208) 455 41 71, Fax: (0208) 4 55 41 34
www.muelheim-ruhr.de/cms/kunstmuseum_muelheim.html

“Stuck Rubber Baby” auf Radio EINS

Mittwoch, den 15. Februar 2012

In der Buchsendung “Seite EINS” auf Radio Eins wurde zuletzt “Stuck Rubber Baby” von Howard Cruse vorgestellt und Redakteur Filip Kolek vom Verlag Cross Cult zu dieser Neuausgabe interviewt.

Stuck Rubber Baby

Er ist kein Held, auch mutig war er nie. Er ist Ă€ngstlich, hofft auf VerĂ€nderung und versucht sich zu arrangieren. Ein junger Amerikaner, der sich selbst verleumdet. Ein weißer Schwuler, der sich Anfang der 60-er Jahre in den reaktionĂ€ren SĂŒdstaaten fĂŒr die Gleichberechtigung der Schwarzen einsetzt und noch dazu seine HomosexualitĂ€t akzeptiert wissen will? mehr

Direkt zum Beitrag im MP3-Format gelangt man hier.