Graphic Novels
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Monatsarchiv für Juli 2012

Weitere Presse fĂĽr “Im Land der FrĂĽhaufsteher”

Dienstag, den 31. Juli 2012

Das Debut von Paula Bulling, in dem sie sich mit der Situation von Asylsuchenden befasst, wird weiterhin vielerorts besprochen. “Im Land der FrĂĽhaufsteher” ist im avant-verlag erschienen.

In seiner Besprechung fĂĽr die “Jungle World” hebt Vincent Streichhahn hervor, dass es Bulling auch durch die Reflektion der eignen Perspektive gelingt, die Mechanismen des Ausschlusses der Asylsuchenden zu verdeutlichen: “Was machst Du hier?”.

In Der Freitag hebt Waldemar Kesler hervor, dass ihr TaktgefĂĽhl Paula Bulling “mindestens genauso hoch anzurechnen (sei wie) ihre sichere Hand beim Zeichnen und der Auswahl der Szenen”: “Geschlossene Gesellschaft”.

Auch FAZ-Feuilletonist Andreas Platthaus stellt das Buch auf seinem Blog vor. In “Gezeichnete Asylbewerber” bemerkt er, dass das Buch fĂĽr den Comic “im Zuge der Ausweitung nicht nur der Comicästhetik, sondern vor allem seiner Thematiken (…) einen wichtigen Schritt” darstelle.

“Serious Pop” – Hendrik Dorgathen in MĂĽhlheim

Montag, den 30. Juli 2012

Vom 26. August bis zum 21. Oktober 2012 widmet sich das Kunstmuseum MĂĽhlheim an der Ruhr unter dem Titel “Serious Pop” dem Oeuvre des international renommierten Zeichners und Comicautors Hendrik Dorgathen (u.a. “Space Dog”, Edition Moderne). Die Werkschau präsentiert einen Ăśberblick ĂĽber die ganze Bandbreite der Arbeiten des gebĂĽrtigen MĂĽhlheimers, der seit den 1980er-Jahren an der Schnittstelle zwischen Comic, Illustration und Bildender Kunst aktiv ist, und zudem seit 2003 eine Professur fĂĽr Illustration an der Kunsthochschule Kassel innehat.

Anlässlich der Ausstellung wird in der Edition Moderne Hendrik Dorgathens neues Buch “Holodeck” erscheinen.

Das Internetportal “DerWesten” widmet dem “streitbaren und konstruktiven Querdenker” anlässlich der bevorstehenden Ausstellung schon einmal ein von Margitta Ulbricht verfasstes Porträt mit dem Titel “Typisch Dorgathen”, in dem diese hinter den Geschichten von Hendrik Dorgathen, die ”nichts fĂĽr zart Besaitete” seien, sondern “ein morbides Bild dieser Welt” zeichneten, die ”menschliche, melancholische, sensible Seite” des KĂĽnstlers ausmacht – eine stete “Suche nach dem Sinn und der Frage nach dem Warum darin”.

“Viele talentierte Comiczeichner kommen aus Hamburg”

Montag, den 30. Juli 2012

Mit besonderem Augenmerk auf den Nachwuchs berichtete die Welt am Sonntag ĂĽber Comic-Schaffende aus Hamburg und ihre neuesten BĂĽcher. Vorgestellt werden Marijpol (“Trommelfels”), Simon Schwartz (“Packeis”, beide avant-verlag), Anke Feuchtenberger (“Die Spaziergängerin”) und Arne Bellstorf (“Baby´s in black – The Story of Astrid Kirchherr & Stuart Sutcliffe”, beide Reprodukt).

Katja Engler verleiht darĂĽber hinaus der Hochschule fĂĽr Angewandte Wissenschaften (HAW) das Prädikat “Talentschmiede”, was besonders dem Engagement der dortigen Professorin Anke Feuchtenberger zu verdanken ist: “Viele talentierte Comiczeichner kommen aus Hamburg”.

“Comics blicken auf die Literaturklassiker”

Montag, den 30. Juli 2012

Am vergangenen Samstag strahlte der Deutschlandfunk ein halbstĂĽndiges Feature ĂĽber Literaturadaptionen im Comic aus. Redakteurin Angela Gutzeit lässt dabei Experten wie den Comic-Journalisten Klaus Schikowski, AutorInnen wie Flix, Birgit Weyhe und Nicolas Mahler sowie Verlagsmitarbeiterin  Jutta Harms von Reprodukt zu Wort kommen und stellt darĂĽber hinaus aktuelle Veröffentlichungen vor, darunter “Reigen” von Birgit Weyhe (nach Arthur Schnitzler, avant-verlag), “Auf der Suche nach der verlorenen Zeit” von Stephane Heuet (nach Marcel Proust, Knesebeck), “Alte Meister” von Nicolas Mahler (nach Thomas Bernhard, Suhrkamp) und “Don Quijote” von Flix (nach Miguel de Cervantes, Carlsen).

Der Beitrag “Comics blicken auf Literaturklassiker” kann hier nachgelesen werden. Der Beitrag befindet sich auch in der dradio-Mediathek und kann hier als MP3-Datei nachgehört werden.

“Jagd auf die letzte Margarita”

Sonntag, den 29. Juli 2012

FĂĽr die “tageszeitung” vom 28.07. hat Elise Graton das jĂĽngste Buch von Aisha Franz gelesen. “Brigitte und der Perlenhort” (Reprodukt) – einer ungewöhnlichen Agentengeschichte, die die Berliner Comiczeichnerin zunächst in vier selbstverlegten Heften vorgelegt hatte – bescheinigt die “taz”-Rezensentin “munter”, “charmant und witzig” zu sein, und dabei reich an “unerwarteten Anspielungen”.

Der Artikel “Jagd auf die letzte Margarita” berichtet zudem von Aisha Franz’ “Brigitte”-Lesung in der Berliner Buchhandlung Ocelot Anfang Juli.

“Sieg’ oder stirb!”

Samstag, den 28. Juli 2012

In der gestrigen Ausgabe der SĂĽddeutschen Zeitung wurde breit das neue Buch “Der Boxer – Die wahre Geschichte des Hertzko Haft” von Reinhard Kleist (Carlsen) vorgestellt. DarĂĽber hinaus fĂĽhrte Christoph Haas ein ausfĂĽhrliches Interview mit dem Autoren.

Zumindest die Buchvorstellung von Gottfried Knapp, in der er detailliert auf die HintergrĂĽnde und die Lebensgeschichte des Holocaust-Ăśberlebenden Haft eingeht, findet sich nun online, und das gleich in doppelter AusfĂĽhrung.

Der FlieĂźtext “Ring unfrei” kann auf buecher.de nachgelesen werden. Unter der Ăśberschrift “Sieg oder stirb!” begleitet der Text eine umfangreiche Bildergalerie auf sueddeutsche.de.

Graphic Novels beim Harbourfront Literaturfestival Hamburg

Freitag, den 27. Juli 2012

Auch in diesem Jahr widmet sich ein Programmpunkt beim Harbourfront Literaturfestival in Hamburg Graphic Novels. Beim Festival, das in diesem Jahr vom 12. bis zum 22. September stattfinden wird, sind fĂĽr den Internationalen Graphic Novel Salon bisher zwei Veranstaltungen angekĂĽndigt, die beide am Samstag, dem 15. September, im Brahms Kontor stattfinden werden.

Zunächst stellen um 16 Uhr der in Berlin lebende Comic-Autor Flix (“Don Quijote”, Carlsen) und der Spanier Miguel Gallardo (“Maria und ich”, Reprodukt) sich und ihre Arbeit vor: “Bilderreiche EinfĂĽhrungen in Leben und Werk, Geschichten und Werkstattgespräche. Sie werden Comics neu kennenlernen”, wie es auf der Website des Festivals unter dem Titel “Das Genre boomt” heisst. Moderiert wird die Veranstaltung von Paul Derouet.

Weiter wird es dann um 19 Uhr gehen, dann unter dem Titel “Das Genre der Zukunft” und mit dem italienischen Comic-Autoren Lorenzo Mattotti (“Hänsel & Gretel”, Carlsen) und dem Franzosen Laurent Maffre, dessen Buch “Demain, demain” (Actes Sud) hierzulande noch veröffentlicht werden muss.

Beide Veranstaltungen werden in Zusammenarbeit mit EUNIC-Hamburg, dem Zusammenschluss der in Hamburg ansässigen Kulturinstitute Instituto Cervantes, Institut français de Hambourg, Istituto Italiano di Cultura und dem Goethe Institut organisiert.

Der Eintritt beträgt jeweils 10 EUR, Tickets lassen sich telefonisch buchen (Ticket-Hotline: 01805-50 15 730).

Harbour Front Literaturfestival Hamburg, Brahms Kontor, Johannes-Brahms-Platz 1, D-20355 Hamburg
Ticket-Hotline: 01805-50 15 730
email: info@harbourfront-hamburg.com, www.harbourfront-hamburg.com

Armin Abmeier 1940-2012

Freitag, den 27. Juli 2012

Der plötzliche Tod des umtriebigen Herausgebers und Galeristen Armin Abmeier hat vielerorts für Bestürzung gesorgt. Der gebürtige Göttinger war als Buchhändler und bei Verlagen wie Suhrkamp und S. Fischer tätig, bevor er 25 Jahre als Verlagsvertreter für Kunstmann, Wagenbach, Schirmer/Mosel, Steidl und weitere unterwegs.

Er war Herausgeber zahlreicher illustrierter BĂĽcher und der “Tollen Hefte”, seit 2006 Kurator der Stiftung Illustration und seit 2010 Galerist in MĂĽnchen, wo er “Die Tolle Galerie” eröffnete.

Nachrufe finden sich unter anderem hier:

• Andreas Platthaus in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung: “Wer suchte wie er, der fand ĂĽberreichlich”
• Michael KrĂĽger in der SĂĽddeutschen Zeitung: “Ein BĂĽchernarr”
• Nils Kahlefendt im Börsenblatt des deutschen Buchhandels: “Das Kribbeln im Bauch”
• Nachruf von Jutta Harms auf dem Blog von Reprodukt.
• Nachruf von David Basler auf dem www.editionmoderne.ch.

“Mein RĂĽssel gehört mir”

Freitag, den 27. Juli 2012

Zu einem ausfĂĽhrlichen Meinungsaustausch fĂĽhrt die Veröffentlichung des Artikels “Mein RĂĽssel gehört mir” von Waldemar Kesler auf zeit.de. Bereits ĂĽber 70 Kommentare sind unter dem Beitrag gelistet, in dem Kesler “Meine Beschneidung” von Riad Sattouf (Reprodukt) vorstellt.

Waldemar Kesler attestiert, dass das Problem von Riad Sattoufs jungem Ich “weniger der schmerzhafte Vorgang selbst zu sein (scheint), sondern vielmehr der paranoide Männlichkeitskult, der seine Kindheit ĂĽberschattet.” Das fĂĽhrt ihn zu dem Schluss, dass dem Leser nach der LektĂĽre des Buches, die hierzulande gefĂĽhrte Debatte “noch hysterischer als ohnehin schon” vorkommen muss.

“Berlin – Geteilte Stadt” – GroĂźes Presse-Echo

Mittwoch, den 25. Juli 2012

Das Presseecho auf den kĂĽrzlich in Berlin vorgestellten Band “Berlin – Geteilte Stadt” von Susannen Buddenberg und Thomas Henseler ist umfangreich. Hier ein Ăśberblick ĂĽber die Erwähnungen in Funk, Print und Netz.

“Kann ein Comic das Leid der Mauer darstellen?” fragt die B.Z. in einem Artikel, in dem neben den Buddenberg und Henseler auch Hubertus Knabe, Leiter der Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen, zu Wort kommt.

Die Bild Zeitung machte eine der im Buch vorgestellten Personen ausfindig: “Ich bin das Mädchen aus dem Mauer-Comic” schreibt Solveig Rathenow.

Auch auf tagesspiegel.de werden Buddenberg und Henseler gemeinsam mit einem der im Buch Portraitierten vorgestellt: “Der Comic-Held aus dem Stasi-Knast” ist der Artikel von Bettina Malter ĂĽberschrieben.

AusfĂĽhrlich schreibt auch die Berliner Morgenpost: “Mauerflucht als Comic-Strip”. Auch Carline Mohr sprach mit den Autoren.

Gerade die Detailtreue des Bandes findet Jan Sternberg in der Märkischen Allgemeinen “bewundernswert”: “Die Potsdamer Filmhochschul-Absolventen Susanne Buddenberg und Thomas Henseler haben einen Comic-Band zur Berliner Mauer verfasst”.

Durchaus kritisch sieht das Buch Sebastian Triesch in “Der Freitag”: “Erinnern mit dem Hammer”.

“Comic ĂĽber Mauergeschichte veröffentlicht” titelt Dirk Westphal in der Welt kompakt.

Der Artikel “Gezeichnete Geschichte” der Nachrichtenagentur dapd wurde unter Anderem von der Freien Presse und dem Portal berlinonline.de aufgegriffen.

Auch im Radio wurde “Berlin – Geteilte Stadt” vorgestellt: “DDR-Geschichte als Comic” heisst der Beitrag in der Kultursendung Corso des Deutschlandfunks, in dem sich Peter Claus auch mit Buddenberg und Henseler unterhielt. Der Beitrag kann hier als MP3 nachgehört werden.

Nur mit Thomas Henseler fĂĽhrte Sonja Striegl ein Gespräch, das auf swr2 ausgestrahlt wurde: “Geschichte in Bildern”. Auch dieser Beitrag kann als MP3-Datei heruntergeladen und angehört werden.

“Und dann spĂĽrte ich das eiskalte Metall”

Mittwoch, den 25. Juli 2012

In der heutigen Ausgabe der “Welt” nimmt Thomas Lindemann die derzeitige Debatte um die Rechtmäßigkeit der Beschneidung aus religiösen GrĂĽnden zum Anlass, um ausfĂĽhrlich “Meine Beschneidung” von Riad Sattouf (Reprodukt) vorzustellen, der darin aus der Perspektive des Zu-Beschneidenden erzählt.

Thomas Lindemann sieht in dem Buch eine “Handreichung fĂĽr die Beschneidungsdebatte”, deren “Besonnenheit” er besonders hervorhebt: “Und dann spĂĽrte ich das eiskalte Metall”.

Weil sein Penis nicht wie ein Champignon aussieht, wird der achtjährige Riad von seinen älteren Cousins ausgelacht. Der Junge wächst fortan in einem Gefühl der Verunsicherung und Angst auf, bedingt nicht zuletzt durch die mangelnde Aufklärung über Sinn und Zweck der Beschneidung. Die Belohnung in Form des heiß ersehnten Spielzeugroboters vor Augen stellt sich Riad schließlich mutig der Operation…

Graphic Novels in den Medien – 24. Juli 2012

Dienstag, den 24. Juli 2012

Der in Wien erscheinende Kurier unterhielt sich mit Arne Jysch, dem Autor und Zeichner von “Wave and Smile” (Carlsen). Unter anderem erzählt Jysch in “Der Afghanisten-Krieg als Comic” von der Zusammenarbeit mit der Journalistin Julia Weigelt, die als “embedded journalist” vor Ort gearbeitet hatte.

Auf seinem FAZ-Blog freut sich Redakteur Andreas Platthaus ĂĽber die Sammelausgabe autobiografischer Kurzgeschichten von Ulf K. – “Dolomiti-Jahre” (Edition 52): In “Eine Jugendzeit, in der alles Eis und einfach war” macht Platthaus aus seiner Bewunderung fĂĽr den Wuppertaler Zeichner keinen Hehl.

“Auch Erwachsene, die mit dieser Gattung bisher nicht warm werden konnten, werden nachhaltig beeindruckt sein” heisst es im Deutschlandfunk ĂĽber die Graphic Novel “Rosa Winkel” von Michel Dufranne, Milorad Vicanovic und Christian Lerolle (Jacoby & Stuart). Sylvia Schwabs Beitrag “Schwul unterm Hakenkreuz” kann hier nachgelesen und hier direkt als MP3-Datei nachgehört werden.

Paula Bullings “Im Land der FrĂĽhaufsteher” (avant-verlag) wird weiterhin vielerorts vorgestellt: “Rassismus ist ständiger Begleiter” betitelt Isabelle Daniel ihren Beitrag fĂĽr n-tv.de, in dem sie besonders auf den Fall von Azad Hadji eingeht. NĂĽchterner ist der Beitrag auf radioeins: “Graphic Novel zum Leben von Asylbewerbern” heisst der Beitrag, der hier auch nachgehört werden kann.

“Das göttliche Auge”

Dienstag, den 24. Juli 2012

Die Frankfurter Rundschau und die Berliner Zeitung berichten mit einem Feuilleton-Aufmacher ĂĽber das neue Buch von Marc-Antoine Mathieu, “3 Sekunden”, das bei Reprodukt erschienen ist. Redakteur Christian SchlĂĽter beleuchtet unter der Ăśberschrift “Das göttliche Auge” eine Reihe von Facetten des Buches, das in einer einzigen, langen Zommfahrt erzählt wird und in dem sich die Blickrichtung durch Spiegelungen verändert.

Unter anderem erkennt er in dem “leichthändig” erzählten Band “das philosophisch Anspruchsvollste, was als Comic in den letzten Jahren veröffentlicht wurde” und findet AnknĂĽpfungspunkte an den klassischen Bildungsroman bis zu Fragen der Theodizee.

Zum Beitrag gelangt man hier und hier.

“Das Drama der begabten Tochter”

Montag, den 23. Juli 2012

Auf tagesspiegel.de stellt Lars von Törne das neue Buch von Alison Bechdel vor: In “Are you my mother?” (Houghton Mifflin) stellt die amerikanische Autorin das Verhältnis zu ihrer Mutter in den Mittelpunkt. Von Törne sieht die hohen Erwartungen an das Buch bestätigt und zeigt sich beeindruckt von der “erzählerischen Komplexität und analytischen Klugheit”. Zum Text “Das Drama der begabten Tochter” gelangt man hier.

Der von der Kritik gefeierte Vorgängerband “Fun Home”, in dem Bechdel das Verhältnis zu ihrem Vater thematisierte, war auf deutsch bei Kiepenheuer und Witsch erschienen. Und wie im tagesspiegel.de-Beitrag gemeldet wird, ist “Are you mother?” fĂĽr Herbst 2013 ebenfalls zur Veröffentlichung bei dem Kölner Verlag vorgesehen.

“Klassenkampf und Kinderspiele” – Baru in der taz

Sonntag, den 22. Juli 2012

Christoph Haas hat fĂĽr die Wochenendbeilage der taz die 2012 erschienenen Bände “Schönes neues Jahr” (Edition 52) und “Die Sputnik-Jahre” (Reprodukt) des französischen ComickĂĽnstlers Baru besprochen, der “hierzulande noch als groĂźer Stilist und FĂĽrsprecher der Marginalisierten zu entdecken” sei. Mit “Schönes neues Jahr” (drei Kurzgeschichten aus Barus FrĂĽhzeit) und den ursprĂĽnglich 2003 in vier Bänden erschienenen Kindheitserinnernungen “Die Sputnik-Jahre” liegen nun zwei neue Bände von Baru auf Deutsch vor.

Besonders beeindruckt ist Haas von Barus Zeichenstil in “Die Sputnik-Jahre”: “Die sanfte Farbigkeit steht in reizvollem Kontrast zur karikaturistischen, von JosĂ© Muñoz und Jean-Marc Reiser beeinflussten Figurendarstellung, und der flieĂźende Wechsel von konventioneller zu freier Seitenaufteilung zeugt von einem gleich groĂźen Sinn fĂĽr Dramaturgie und den ökonomischen Einsatz spektakulärer Mittel. Als FĂĽrsprecher der Marginalisierten kann man Baru schätzen, als Stilisten muss man ihn bewundern.” “Klassenkampf und Kinderspiele.”

Ausstellungen im Cartoonmuseum Basel

Samstag, den 21. Juli 2012

In den kommenden Monaten widmet das Cartoonmuseum Basel wieder eine Reihe von Ausstellungen Comics ganz unterschiedlicher Art. Ab kommenden Montag wird dort die Ausstellung “Winsor McCay. Comics, Filme, Träume” zu sehen sein, die zuletzt auf dem Comic-Salon erlangen Station machte. Hier wird die Ausstellung wieder in vollem Umfang zu sehen sein, ergänzt wird sie um eine Reihe von Workshops, FĂĽhrungen und einem Zeichenwettbewerb.

Ergänzend dazu zeigt das Cartoonmuseum Bilder des schweizer Comic-Autoren Daniel Bosshart, dessen neuester Band “Metamorphosis” jĂĽngst in der Edition Moderne erschien. Seine Nähe zu McCay erklärt der AnkĂĽdigungstext:

Seine zum Teil autobiographischen Geschichten bewegen sich durch verschiedene Schichten des Bewusstseins der Protagonisten und wurzeln in Erinnerungen, Träumen und Phantasien. Der Alltag und mehrere Parallelwelten verweben sich in sinnlicher Virtuosität zu Erzählungen voller Magie und Leben.

Beide Ausstellungen werden bis zum 28. Oktober zu sehen sein.

Am 10. November eröffnet dann eine Ausstellung, die sich einer der einflussreichsten Comic-Publikationen der letzten 30 Jahre widmen wird: “Comics Deluxe! Das Comic-Magazin STRAPAZIN”. Den Beitrag des seit 1984 erscheinenden Hefts zur Anerkennung der Comics im deutschsprachigen Raum wird im AnkĂĽndigungstext des Cartoonmuseums folgendermaĂźen dargelegt:

Heute begeistert sich ein breites Publikum für Comics abseits der klassischen Genres. In den letzten zwanzig Jahren hat der Comic einen fulminanten kulturellen Aufstieg erlebt – er befreite sich aus der Schmuddelecke im Kinderzimmer und etablierte sich als zeitgemässe künstlerische Ausdrucksform mit hohem inhaltlichem und ästhetischem Potenzial. Graphic Novels werden im Feuilleton besprochen und finden Eingang in Literaturhäuser und Museen. Diese Entwicklung wurde ermöglicht und begünstigt durch Labors, in denen Zeichner und Autoren abseits des Mainstreams und ohne kommerziellen Druck experimentieren, spielen und Neues ausprobieren konnten.

Bereits angekĂĽndigt ist ein Begleitband zur Ausstellung, der im Christoph Merian Verlag erscheinen wird. Auf 120 Seiten wird in dem ĂĽberformatigen, vom Comic-Journalisten Christian Gasser herausgegebenen Buch der Geschichte und der Bedeutung des Magazins nachgegangen: Comics Deluxe! Das Comic-Magazin STRAPAZIN” erscheint im November, passend zur Ausstellungseröffnung.

Comics Deluxe! Das Comic-Magazin STRAPAZIN, ISBN: 978-3-85616-577-2, 120 Seiten, 23 x 30 cm, ca. 100 Abbildungen, Hardcover, 24 EUR, 29 SFr., erscheint im November im Christoph Merian Verlag

Cartoonmuseum Basel, St. Alban–Vorstadt 28, CH–4052 Basel
Tel. +41 (0)61 226 33 60, Fax +41 (0)61 226 33 61
info@cartoonmuseum.ch, www.cartoonmuseum.ch
Öffnungszeiten: Di–Sa 14–17 Uhr, So 10–17 Uhr

“Im Land der FrĂĽhaufsteher” in den Medien

Freitag, den 20. Juli 2012

In den letzten Tagen wurde bereits mehrfach ĂĽber Paula Bullings “Im Land der FrĂĽhaufsteher” (avant-verlag) berichtet, unter Anderem hier und hier. In dem Buch setzt sich die Autorin mit der Situation von AsylbewerberInnen in Deutschland auseinander. Nun sind eine Reihe weiterer Artikel und Berichte zum Band erschienen.

Im Interview auf tagesspiegel.de erzählt Paula Bulling von den Hintergründen und der Recherche zu ihrem Buch: „Die Isolation ist das Schlimmste“. Mit ihr sprach Jonas Engelmann.

Beim Jugendradio mdr sputnik wurde das Buch in einem Radiobeitrag vorgestellt. Auf der Sender-Website kann man den Beitrag nachlesen und auch anhören: “Comic-Geschichten aus dem Land der FrĂĽhaufsteher”.

Auch der ausfĂĽhrliche Text zum Beitrag auf Bayern 2 ist online: “Im Land der FrĂĽhaufsteher”.

FĂĽr rosinenpicker@goethe.de, den Kulturblog des Goethe-Instituts schreibt Holger Moos ĂĽber das Buch: “Asyl im Land der FrĂĽhaufsteher”.

Graphic Novels auf arte und im Schweizer Fernsehen

Donnerstag, den 19. Juli 2012

In der gestrigen Sendung des arte Journals wurde ein Beitrag ĂĽber Paula Bullings Debut “Im Land der FrĂĽhaufsteher” (avant-verlag) ausgestrahlt, passend zur Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts, dass Asylbewerber mehr Geld bekommen mĂĽssen. Zum Beitrag “Der triste Alltag der Asylbewerber” von Sven Waskönig gelangt man hier. Der Beitrag kann aber auch gleich hier angesehen werden:

Ăśber Chester Browns “Ich bezahle fĂĽr Sex” (Walde+Graf) diskutierten kĂĽrzlich die Teilnehmer des Literaturclubs des Schweizer Fernsehens. Das Gespräch kann man sich im SF-Videoportal ansehen oder (in der Wiederholung auf 3sat) ebenfalls  hier:

Vielen Dank fĂĽr das Video der Diskussionsrunde an den Mediacontainer.

“Auschwitz ĂĽberleben”

Mittwoch, den 18. Juli 2012

FĂĽr die Hörfunk-Kultursendung “Mosaik” auf WDR 3 hat Kai Löffler am 17.07. einen Beitrag ĂĽber Reinhard Kleists jĂĽngste Graphic Novel “Der Boxer – Die wahre Geschichte des Hertzko Haft” (Carlsen) erstellt. In der abwechslungsreich gestalteten Buchbesprechung “Auschwitz ĂĽberleben”, die mittlerweile online zu hören ist, kommt auch der Autor selbst zu Wort und erläutert seinen Umgang mit den Erinnerungen des Holocaust-Ăśberlebenden Hertzko Haft, die Faszination, die dieser auf ihn ausĂĽbt und mögliche Wege, das Grauen in Bildern darzustellen.

In diesem Zusammenhang sei zudem auf zwei etwas ältere Interviews mit Reinhard Kleist zu “Der Boxer” hingewiesen, die nicht weniger lesenswert sind: FĂĽr “n-tv.de” unterhielt sich Markus Lippold mit ihm ĂĽber “Boxen in Auschwitz – auf Leben und Tod” und fĂĽr das “Titel Kulturmagazin” befragte Franziska Bechtold den Berliner Autor und Zeichner ĂĽber “Die Faszination des Realen”.

Graphic Novels in der Presse – 18. Juli 2012

Mittwoch, den 18. Juli 2012

Die derzeit gefĂĽhrte Debatte um die Rechtmäßigkeit der Beschneidung nimmt Rupert Koppold zum Anlass, um in der “Stuttgarter Zeitung” “Meine Beschneidung” von Riad Sattouf (Reprodukt) vorzustellen. Damit richtet er den Blick mehr auf die bislang wenig beachtete Opferperspektive: “Das sieht ja aus wie ein RĂĽssel!”

“Klug arrangiert” und in eine “einfache, leicht nostalgische Bildersprache” ĂĽbersetzt findet Frank Meyer die Geschichte des ersten Manns am Nordpol, die Simon Schwartz in “Packeis” (avant-verlag) erzählt, wie er in seinem Beitrag fĂĽr das Deutschlandradio darlegt: “Der wahre Entdecker des Nordpols”. Direkt zum Audiobeitrag geht es hier.

Im Online-Feuilleton satt.org stellt Felix Giesa “Roxanne & George” von Carolin Walch (Reprodukt) vor: “Ihr Leben in Bildern, sie leben durch Bilder”. Darin legt er unter anderem dar, wie nah in dem Buch Coolness und Parodie liegen.

Auf titel-magazin.de befasst sich Christian Neubert mit Olivier Schrauwens “Der Mann, der seinen Bart wachsen lieĂź” (Reprodukt) und findet es schwer, sich aus den sieben Geschichten des Bandes einen Favoriten auszusuchen: “Grobe Stoffe”.