Graphic Novels
News Termine Presse Erste Schritte Buchhandel / Vertrieb Bibliotheken Über uns Impressum

Monatsarchiv für Juli 2013

“Wilde KĂŒnstlerehe wie aus dem Bilderbuch”

Mittwoch, den 31. Juli 2013

In der gestrigen Ausgabe der Frankfurter Allgemeinen Zeitung fand sich ein ausfĂŒhrlicher Artikel, in dem Redakteur Michael Freund von einem Besuch bei Robert Crumb in Frankreich berichtet. Neben einen Abriss der Stationen Crumbs bisherigen Lebens kommt dabei auch das besondere VerhĂ€ltnis zu seiner Frau Aline und deren zwei runde Geburtstag, die in KĂŒrze anstehen, zur Sprache. Der Artikel kann hier nachgelesen werden: “Wilde KĂŒnstlerehe wie aus dem Bilderbuch”.

Zuletzt sind von Crumb drei BĂ€nde bei Reprodukt erschienen: “Nausea”, “Mein Ärger mit den Frauen” sowie – gemeinsam mit David Zane Mairowitz – “Kafka”.

Graphic Novels in den Medien – 30. Juli 2013

Dienstag, den 30. Juli 2013

“Im wahrsten Sinne des Wortes ein diebisches VergnĂŒgen” erkennt Fritz Göttler in der heutigen Ausgabe der SĂŒddeutschen Zeitung in “Die große Odaliske” von Bastien VivĂšs, Ruppert & Mulot (Reprodukt): “Schamlose Schwerelosigkeit”.

Zwei autobiografische Graphic Novels stellt Michael Brake in der tageszeitung vor: “Mein Freund Dahmer” von Derf Backderf (Metrolit) sowie “Im Himmel ist Jahrmarkt” von Birgit Weyhe (avant-verlag), wobei er sich gerade von der “grandiosen Familienbiographie” Weyhes angetan zeigt: “Die Sache mit der Salatgurke”.

“Ein vergnĂŒgliches Abenteuer mit erstaunlichem Tiefgang” ist “Die Insel der 100.000 Toten” von Fabien Vehlmann und Jason, wie Christoph Huber in der Presse aus Wien schreibt: “In der heiteren Strafkolonie”.

“17. Juni – die Geschichte von Armin und Eva” von Alexander Lahn, Tim Köhler, Max Mönch und Kitty Kahane (Metrolit) wurde kurz in der Badischen Zeitung vorgestellt: “Packende Geschichtsstunde”.

FĂŒr Hanspeter Ludwig ist “Die Amateure” von Brecht Evens (Reprodukt) “eine der Entdeckungen dieses Jahres”, wie er auf culturmag.de schreibt:  “Fesselnde BilderrĂ€tsel und Kunstzitate”.

An gleicher Stelle stellt Brigitte Helbling Mana Neyestanis “Ein iranischer Albtraum” (Edition Moderne) vor: “Ein „HĂ€?“ und seine Folgen”.

“Unedingt empfehlenswert” findet Andreas Platthaus “Hieran sollst Du ihn erkennen” von Jesse Jacobs und “Heimdall” von Max Baitinger (beide Rotopolpress), wie er auf seinem FAZ-Blog schreibt: “So entsteht die Welt, so vergeht sie”.

“Sketching the Past” – Tagung in Frankfurt (Oder) und SƂubice

Montag, den 29. Juli 2013

Vom 26. bis zum 28. September findet an der Europa-UniversitĂ€t Viadrina in Frankfurt an der Oder und dem auf der gegenĂŒber liegenden Oderseite gelegenen SƂubice die Comic-Tagung “Sketching the Past” statt, in der die Vermittlung von Gewaltgeschichte im Comic im Mittelpunkt stehen wird.

Die Tagung „Sketching the Past – Vermittlung von Gewaltgeschichte im Comic“ geht der Frage nach, wie reflektiert der Einsatz der sequential art (Eisner) bisher im Bildungsbereich erfolgt. Möglichkeiten und Grenzen der Comicgenres im Bereich der Geschichtsvermittlung stehen im Fokus. Dabei knĂŒpft die Veranstaltung an den aktuellen Diskurs der Comicforschung bezĂŒglich der Struktur und Wirkkraft der Bildnarration und der PortrĂ€tierung von Gewaltgeschichte im Comic an. Insbesondere die Rolle der Oral History (ObjektivitĂ€t vs. SubjektivitĂ€t von Erinnerung) und die Bebilderung der Erinnerung werden ausfĂŒhrlich behandelt.

Panels widmen sich dabei unter anderem folgenden Themen: “Die Darstellung des Holocaust im Comic – MAUS und sonst nichts?”, “Themenkomplexe jenseits der NS-Geschichte” und “Der Einsatz von Comics im Geschichtsunterricht”. Dazu gibt es zwei Workshops mit Susanne Buddenberg und Thomas Henseler (“Berlin – Geteilte Stadt”, avant-verlag).

Die Teilnahmegebühr betrĂ€gt inklusive Verpflegung und Unterbringung vom 26. auf den 28. September (Einzelzimmer) insgesamt 40 Euro pro Person. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt. Das gesamte Programm lĂ€sst sich auf instytut.net einsehen, hier ist auch die Anmeldung möglich.

 

Graphic Novels in den Medien – 25. Juli 2013

Donnerstag, den 25. Juli 2013

Am vergangenen Wochenende wurden wie in jedem Jahr in San Diego am Rande der Comic-Con die Eisners-Awards verliehen, die als prestigetrĂ€chtigste Comic-Auszeichnungen Nordamerikas gelten. Verliehen wurden sie an viele auch hierzulande bekannte AutorInnen und Titel, darunter den Disney-Zeichner Don Rosa und – fĂŒr seine Richard Stark–Adaption “The Score” – Darwyn Cooke. Mit gleich vier TrophĂ€en wurde Chris Ware bedacht, dessen “Jimmy Corrigan – Der klĂŒgste Junge der Welt” bei Reprodukt vorliegt. FĂŒr den neuen Band “Building Stories” gingen die Auszeichnungen in den Kategorien “Best Writer/Artist”, “Best Graphic Album—New”, “Best Lettering” sowie “Best Publication Design” an den Chicagoer KĂŒnstler. Eine Übersicht ĂŒber die Gewinner in allen Kategorien gibt es hier.

“Eine durchgestyltere, frivolere, melancholischere, ĂŒberdrehtere und ĂŒberraschendere RĂ€uberpistole als Die große Odaliske hat man lange nicht gelesen.” Das schreibt Moritz Honert auf tagesspiegel.de in seinem Beitrag ĂŒber “Die große Odaliske” von Bastien VivĂšs und Ruppert & Mulot (Reprodukt): “Drei Engel fĂŒr Ingres”.

An gleicher Stelle stellt Andreas Hartung Riff RebÂŽs Adaption von “Der Seewolf” vor und fasst zusammen: “weniger Diskurs, aber tolle Bilder”: “Der böse Mann und das Meer”. Das Buch nach der Vorlage von Jack London erschien bei Splitter.

FĂŒr Michael Brake ist Luke Pearson (“Hilda und der Mitternachtsriese”, Reprodukt) “einer der weltweit interessantesten Comiczeichner”. Auf zeit.de portraitiert er den britischen Autoren: “Nichts vom Bullshit der Erwachsenen”. Passend dazu erschien in der tageszeitung ein Interview von Brake mit Pearson, das sich hier nachlesen lĂ€sst: “„Als Kind sah ich noch Riesen“”.

Eine “faszinierende Graphic Novel, die sich in der nahen Zukunft abspielt, aber die Gegenwart beleuchtet – unbehaglich, aber faszinierend” Das schreibt Christian Gasser in seiner Buchbesprechung von Manuele Fiors “Die Übertragung” (avant-verlag) auf srf.ch, die ebenfalls im Rundfunk ausgestrahlt wurde: “Graphic Novel verknĂŒpft AlltĂ€gliches und Ausserirdisches”.

Im “Radiofeuilleton” bei Deutschlandradio Kultur stellte Frank Meyer “Auf dem Drahtseil” von James Vance und Dan E. Burr (Metrolit) vor: “Unsentimental und mit einiger HĂ€rte”.

Neue Graphic Novels bei Metrolit

Dienstag, den 23. Juli 2013

“Auf dem Drahtseil” von James Vance und Dan E. Burr

Auf dem Drahtseil erzĂ€hlt die Geschichte des jungen Fred Bloch, der als Assistent des EntfesselungskĂŒnstlers Gordon Corey arbeitet. Corey ist die Hauptattraktion eines großen Wanderzirkus, der durch die USA tourt. Aber der Held hat viele dunkle Seiten. Alkoholmissbrauch, Selbstzweifel und die Geister der Vergangenheit holen ihn ein. Bloch steht ihm bei so gut es geht, aber auch er trĂ€gt ein Geheimnis mit sich, das sein Leben zerstören kann. Er sympathisiert mit den Kommunisten und gerĂ€t in kriminelle Kreise. Auf dem Drahtseil ist ein episch erzĂ€hltes Drama, das in kunstvoll gezeichneten Schwarzweiß-Bildern und sehr virtuos die gesamte Bandbreite narrativen ErzĂ€hlens auslotet. FĂŒr ihr letztes Buch Kings of Disguise erhielten James Vance und Dan E. Burr den renommierten »Eisner-Award«. Es wurde vom Guardian zu einem der 10 wichtigsten Comic-Publikationen aller Zeiten gewĂ€hlt. Und auch Auf dem Drahtseil wird von der US-amerikanischen Presse gefeiert.

Auf dem Drahtseil, ISBN 978-3-8493-0070-8, 250 Seiten, schwarzweiß, Hardcover, EUR (D) 24,99, bereits erschienen

“Der Voyeur” von Gabrielle Bell

Der Voyeur ist eine autobiografisch erzĂ€hlte Graphic Novel der bekannten Comic-KĂŒnstlerin Gabrielle Bell, die fĂŒr ihre nachdenklichen, exzentrischen und lustigen Comics von der Presse ebenso gefeiert wird wie von namhaften Kollegen wie Chris Ware oder Art Spiegelman.

Gabrielle Bell, geboren 1976 in London, lebt heute in New York und gilt als eine der herausragenden ErzÀhlerinnen der US-amerikanischen Independent-Szene. Der Voyeur ist ihre erste Graphic Novel, die auf Deutsch erscheint.

Der Voyer, ISBN 978-3-8493-0072-2, 160 Seiten, farbig, Hardcover, EUR (D) 22,99, erscheint im August bei Metrolit

Neue Graphic Novel bei Splitter

Dienstag, den 23. Juli 2013

“Ein FrĂŒhling in Tschernobyl” von Emmanuel Lepage

26. April 1986. In Tschernobyl beginnt der Reaktorkern des Atomkraftwerks zu schmelzen. Eine radioaktive Wolke zieht ĂŒber mehrere tausend Kilometer hinweg, ohne dass irgendjemand davon weiß – und sich davor schĂŒtzt. Es ist die grĂ¶ĂŸte Nuklearkatastrophe des 20. Jahrhunderts, die zehntausende Opfer fordern wird.

Emmanuel Lepage ist zu dieser Zeit 19 Jahre alt. UnglĂ€ubig sieht und hört er die Nachrichten im Fernsehen. 22 Jahre spĂ€ter, im April 2008, fĂ€hrt er nach Tschernobyl, um mit seinen Texten und Zeichnungen vom Dasein der Überlebenden und ihrer Kinder in dem hochverseuchten Gebiet zu erzĂ€hlen. Als er beschließt, auf Anfrage des Vereins Dessin’acteurs dort hinzufahren, hat Lepage das GefĂŒhl, dem Tod entgegenzutreten. Als er im Zug sitzt, der ihn in die Ukraine bringt, geht ihm eine Frage nicht mehr aus dem Sinn: Warum bin ich hergekommen?

Ein FrĂŒhling in Tschernobyl, ISBN 978-3-86869-619-6, 168 Seiten, farbig, Hardcover, EUR (D) 29,80, erscheint am 1. August bei Splitter

„Nowi Mistrzowie” – Ausstellung in Zielona Góra

Montag, den 22. Juli 2013

Derzeit wird im polnischen Zielona GĂłra eine Ausstellung deutscher Comics gezeigt. Unter dem Titel “Nowi Mistrzowie” (“Neue Meister”) prĂ€sentiert die Bibliothek Obcojęzyczna eine Auswahl neuer Comics aus Deutschland und Österreich, darunter von Simon Schwartz (“Packeis”, avant-verlag), Daniel Schreiber (“Annas Paradies”, Splitter) und Thomas Kriebaum (“Kleiner Tod”, Luftschacht).

Die Ausstellung wurde in Zusammenarbeit mit dem Goethe-Institut erstellt und zuvor bereits in Szczecin gezeigt. In Zielona Góra lÀuft sie bis Ende August.

Biblioteka Obcojęzyczna w Zielonej Górze, Aleja Wojska Polskiego 9, PL-65-077 Zielona Góra Zielona Góra
www.wimbp.zgora.pl

Lukas JĂŒliger in der SWR-”Landesschau”

Montag, den 22. Juli 2013

Lukas JĂŒliger war zu Gast in der SWR-”Landesschau Rheinland-Pfalz” und wurde dort zu seinem Band “Vakuum” (Reprodukt) interviewt.

“The German Graphic Novel”

Freitag, den 19. Juli 2013

Graphic Novels aus Deutschland finden in Nordamerika weitere Anerkennung. KĂŒrzlich ging eine Website online, die sich gezielt an diejenigen richtet, die in Nordamerika anhandvon Comics Deutsch unterrichten: germangraphicnovel.wordpress.com. Vor allem ist es eine Ressourcensammlung, die einen thematisch sortierten Überblick bietet. Darin werden Graphic Novels aus dem deutschsprachigen Raum unter mehreren Schlagworten wie “Crime”, “Coming of age”, “History” oder “Music” zusammengefasst.

Unter “Teaching Ideas” werden konkrete Anweisungen fĂŒr die Integration im Unterricht gegeben, unter “Instructional Ressources” werden unter anderem SekundĂ€rtitel aufgelistet, die sich explizit mit diesem Thema auseinandersetzen. Am Beispiel der Kafka-Adaption “Die Verwandlung” von Eric Corbeyran und Richard Horne (Knesebeck) – interessanterweise ein Lizenztitel – wird eine ganze Unterrichtseinheit skizziert.

Die Seite entstand an der Kutztown University unter der Leitung von Lynn M. Kutch, Ph.D. vom Modern Language Studies Department.

Neuer Band von Nicolas Mahler

Mittwoch, den 17. Juli 2013

Das Schaffen Nicolas Mahlers, zuletzt mit seinen Literatur-Adaptionen fĂŒr den Suhrkamp Verlag in den Medien, ist seit jeher sehr vielseitig: Neben autobiografischen Geschichten wie “Kunsttheorie versus Frau Goldgruber” (Reprodukt), Comic-Strips wie “Flaschko – Der Mann in der Heizdecke” (Edition Moderne) oder den bei Insel angekĂŒndigten “Gedichte” liegen bei der Edition Moderne inzwischen drei BĂ€nde mit Cartoons vor.

Der aktuelle Band “Mein Therapeut ist ein Psycho!” ist seit dieser Woche erhĂ€ltlich. Ein neuer autobiografischer Comic soll im FrĂŒhjahr 2014 bei Reprodukt erscheinen.

“Mein Therapeut ist ein Psycho!” von Nicolas Mahler

Gegen Zwangsvorstellungen, Irrsinn, AlbtrĂ€ume, Bindungsangst kann eventuell Chaos-, Licht-, Glücks- und Aromatherapie helfen. Und wenn das alles versagt? Dann gibt es nur noch eins: Cartoons von Nicolas Mahler! Die sind garantiert billiger und einfacher in der Anwendung. Ein Versuch lohnt sich.

Achtung! Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie bitte die Packungsbeilage oder fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

Mein Therapeut ist ein Psycho!, ISBN 978-3-03731-116-5, 56 Seiten, farbig, Hardcover, EUR (D) 12,80, sFr. 18,–, erschienen bei Edition Moderne

Neue Graphic Novel(s) bei Galiani

Dienstag, den 16. Juli 2013

“The Graphic Canon – Weltliteratur als Graphic Novel” von Russ Kick (Hrsg.)

Nichts kombiniert Sprache und Illustration auf so innovative Weise miteinander wie die Graphic Novel. The Graphic Canon wendet diese Kunst auf die definitiven Werke der Literaturgeschichte an und provoziert damit einen fulminanten Clash zwischen Klassiker und Comic. Dabei werden nicht nur die Klassiker selbst entstaubt, sondern auch ihr Spektrum voll ausgeschöpft: Homer, Shakespeare und Dante stehen neben indianischen Sagen, Gedichten aus dem alten China und dem Popol Vuh, dem heiligen Buch der Maya. Dieser erste von drei BĂ€nden versammelt ĂŒber 50 Werke, vom babylonischen Gilgamesch-Epos bis ins 18. Jahrhundert.

Jedes einzelne von einem anderen Comic-KĂŒnstler gestaltet, adaptiert und zu neuem Leben erweckt, darunter große Namen wie Will Eisner (“Ein Vertrag mit Gott”, Carlsen) und Robert Crumb (“Mein Ärger mit den Frauen”, Reprodukt) und spannende Talente wie Molly Crabapple oder Gareth Hinds.

Eine einzigartige Sammlung individueller Kunstwerke und ein ĂŒberbordendes Buch voller Witz, Schönheit und Fantasie, in dem man stundenlang versinken kann.

The Graphic Canon, Band 1. Von Gilgamesch ĂŒber Shakespeare bis GefĂ€hrliche Liebschaften, ISBN 978-3-86971-078-5, ca. 500 Seiten, teilweise farbig, EUR (D) 49,99, erscheint im November bei Galiani Berlin

Graphic Novels in den Medien – 15. Juli 2013

Montag, den 15. Juli 2013

Darin “trifft Action-Comic auf kĂŒnstlerische Graphic Novel”: In der 3Sat-“Kulturzeit” wurde “Die große Odaliske” von Bastien VivĂšs und Ruppert & Mulot (Reprodukt) vorgestellt. Zum Video geht es hier.

Einen “offenen, phasenweise unbehaglichen, immer aber faszinierenden Comicroman” erkennt Christian Gasser in Manuele Fiors “Die Übertragung” (avant-verlag), wie er in der Neuen ZĂŒrcher Zeitung schreibt: “Die Liebe im Licht ausserirdischer Botschaften”.

“Pathetisches und trotzdem packend”: Der auf einer Vorlage des Rockmusikers Neil Young basierende und von Cliff Chiang illustrierte Band “Greendale” (Panini) findet auf tagesspiegel.de das Wohlwollen von Lars von Törne: “Der Kampf der grĂŒnen Sonne”.

“Neue MaßstĂ€be in Sachen autobiografische Comics” schreibt Thomas Greven an gleicher Stelle inAlltag unter Artilleriebeschuss”, seiner Besprechung von Zeina Abiracheds “Das Spiel der Schwalben” (avant-verlag).

Ebenfalls auf tagesspiegel.de zeigt sich Mario Osterland von Peer Meters und Gerda Raidts “Böse Geister” (Reprodukt) weniger angetan, Meter könne an das Niveau seiner VorgĂ€ngerbĂ€nde nicht anschließen, wie er in “Die Geister von der Stange” schreibt. Wohlwollender schreibt Oliver Ristau in der Nordwest Zeitung: “Dunkle Reise in die Kindheit”.

Mit dem Comic-Autor Baru unterhielt sich Thomas Hummitzsch am Rande des Comicfestivals MĂŒnchen. Das Interview wurde auch auf tagesspiegel.de veröffentlicht:  “Meine Comics sind keine politischen Kommentare”.

In der Stuttgarter Zeitung stellt Thomas Klingenmeier den aktuellen Band “Bleierne Hitze” (Edition 52) des französischen Autoren vor und meint: “Bleierne Hitze zeigt Baru auf der Höhe seiner Kunst”: “Du musst ein Schwein sein”.

“Schlicht, aber wirkungsvoll”:  Die Zeicherin von „Wagner. Die Graphic Novel“, Flavia Scuderi, (Text: Andreas Völlinger, Knesebeck) besuchte Anna Feist in ihrem Atelier. Der Text erschien in der Berliner BZ: “Richard Wagners Leben als Comic-Strip”. Bereits im Mai strahlte der SWR-Hörfunk ein Interview dem Autor des Bandes, Andreas Völlinger, aus. Ulla Zierau stellte im “KulturgesprĂ€ch” die Fragen zur Pointierten Wagner-Welt”.

In einer anderen BZ, der Badischen Zeitung, stellt JĂŒrgen Schickinger “Blast” von Manu Larcenet vor und zeigt sich vor allem von der grafischen Wucht beeindruckt: “Streckenweise scheinen Larcenets virtuose, schwarz-graue Zeichnungen zu schreien und zu wimmern. Ihre wilde emotionale Kraft wĂŒhlt auf.”: “Der grandiose Comic “Blast”: Psychogramm eines Außenseiters”.

“Dem Zeichner Moritz Stetter gelingt es, einen widersprĂŒchlichen Lebensweg nachvollziehbar in virtuosen Bildern zu erzĂ€hlen und gleichzeitig zeitgeschichtliche ZusammenhĂ€nge zu verdeutlichen.” Das sagt Ute-Christine Krupp in ihrem Interview mit dem Autoren fĂŒr das Deutschlandradio ĂŒber den biografischen Band “Luther” (GĂŒtersloher Verlagshaus): “Reale DĂ€monen im Comic”.

Bastian KĂŒllenberg hat fĂŒr intro.de Jesse JacobsÂŽ “Hieran sollst Du ihn erkennen” (Rotopolpress) gelesen: “LektĂŒre, wie ein tiefer, spannender Traum, aus dem man nicht so schnell erwachen möchte.” Zum gesamten Text gelangt man hier.

Amazon startet Comic-Verlag

Donnerstag, den 11. Juli 2013

Wie unter anderem auf buchreport.de gemeldet wird, startet der Internet-VersandhĂ€ndler Amazon nach einigen Belletristik-Labeln in den USA nun auch einen Comic-Verlag. FĂŒr Jet City Comics wurden einige große Namen geködert, so zum Beispiel die Autoren George R. R. Martin und Neal Stephenson. Von einem solchen Engagement in Deutschland ist bisher nicht die Rede.

Wie im Buchreport-Artikel (“Mit George R. R. Martin als Headliner”) angemerkt wird, betrĂ€gt der Umsatz mit digitalen Comics rund 1% des Gesamtumsatzes in diesem Segment.

“Animate Europe!” – Finalisten gekĂŒrt

Donnerstag, den 11. Juli 2013

Beim Comic-Wettbewerb “Animate Europe!” der Friedrich Naumann-Stiftung wurden aus allen Einsendungen nun sieben BeitrĂ€ge fĂŒr die Finalrunde ausgewĂ€hlt:

Gerardo Cornejo Lucaveche (Belgien), Luke Ellison (USA), AndrĂ© Slob (Niederlande), Emily Victoria Solichin (Indonesien), Marco Tabilio (Italien), James Turek (USA) sowie Kilian & Lukas Wilde (Deutschland) sind nun dazu aufgerufen, die von ihnen eingereichten AnfĂ€nge zu vollstĂ€ndigen Geschichten auszuarbeiten. Die so entstandenen Arbeiten werden von einer Fachjury begutachtet. Zu ihr gehören: Willem De Graeve (BrĂŒssel), Thorsten Ernst (Hamburg), Lilli GĂ€rtner (Leipzig), Paul Gravett (London), Andreas Knigge (Hamburg, Kreta), Marzena Sowa (BrĂŒssel) und Linda Torfs (Antwerpen).

Am 3. Dezember wird der Gewinnerbeitrag in BrĂŒssel bekannt gegeben, in einer Publiakation sollen alle Comic-Geschichten veröffentlicht werden.

Comicfestival Hamburg 2013

Mittwoch, den 10. Juli 2013

In diesem Jahr findet das Comicfestival Hamburg vom 3. bis zum 6. Oktober statt. Auf der neu gestalteten Website wurden nun erste GĂ€ste angekĂŒndigt: Erwartet werden die drei Comic-Autorinnen Rutu Modan, Peggy Adam und GeneviĂšve CastreĂ©e, deren neue BĂŒcher in den kommenden Monaten erscheinen werden: Modans Buch “Das Erbe” erscheint in KĂŒrze bei Carlsen, AdamsÂŽ “Luchadoras” ist unlĂ€ngst im avant-verlag erschienen und CastrĂ©es “Ausgeliefert” wird passend zum Festival bei Reprodukt vorliegen.

Neben diesen KĂŒnstlerinnen werden das Magazin “Strapazin”, StudentInnen der HAW Hamburg sowie das Kollektiv Rotopol in Ausstellungen prĂ€sentiert. DarĂŒber hinaus wird es wieder Lesungen, Workshops und Symposien geben und natĂŒrlich auch eine Verlagsmesse. Details werden im Laufe der nĂ€chsten Monate auf der Festival-Website bekannt gegeben.

Abstimmung zur Hotlist mit “Jimmy Corrigan”

Dienstag, den 9. Juli 2013

141 Verlage haben sich in diesem Jahr mit je einem Titel beworben, um auf die “Hotlist 2013″ der besten BĂŒcher aus unabhĂ€ngigen Verlagen zu kommen. Diese 2009 ins Leben gerufene Aktion will die Arbeit von unabhĂ€ngigen Verlagen fördern und ist “eine Einladung, Entdeckungen zu machen” (FAZ).

Nun wurde eine Vorauswahl von 30 Titeln veröffentlicht. Mit “Jimmy Corrigan – Der klĂŒgste Junge der Welt” von Chris Ware (Reprodukt) ist auch ein Comic vertreten. Ab sofort kann abgestimmt werden, welche Titel es dann auf die zehn BĂŒcher umfassende Hotlist schaffen. Daraus werden dann die Titel bestimmt, die einen der zwei mit mehreren Tausend Euro dotierten Preise bekommen.

Über alle Titel und die Details der Preisvergabe informiert die Website der Hotlist 2013, man gelangt hier direkt zur Abstimmung. Der Preis wird auf der Frankfurter Buchmesse verliehen.

Neue Graphic Novels bei Schreiber & Leser

Dienstag, den 9. Juli 2013

“Dead Heart” von Christian De Metter nach einem Roman von Douglas Kennedy

Der amerikanische Journalist Nick Hawthorne kauft einen alten VW-Bus und reist durch Australien. Als er die junge Anhalterin Angie mitnimmt, beginnt ein Horrortrip. Denn nach einer wilden Nacht mit Angie wacht Nick vier Tage spĂ€ter in ihrem Heimatort Wollanup auf, einem gottverlassenen Kaff im Innern des Kontinents, im „Dead Heart“.
Ein Ort, wie ihn nur eine gestörte Phantasie erdenken kann…

De Metter arbeitete zunĂ€chst fĂŒr ein Rock-Magazin und vollendete seinen ersten Comic “Emma” im Jahr 2000. 2004 erhielt er zusammen mit Catel den Publikumspreis in AngoulĂȘme fĂŒr das beste Album: “Le  Sang des Valentines”. Seine Krimiadaption des Klassikers “Scarface” wurde ebenfalls in der SZ Graphic Novel Edition “Krimi” veröffentlicht.

Dead Heart, ISBN 978-3-943808-12-4, 128 S., farbig, Hardcover, EUR (D) 21,80, erscheint im September 2013
“Strangers in Paradise 2″ von Terry Moore

In dem kleinen Apartment ĂŒber Maggies Garage arbeitet Katchoo an ihren großformatigen GemĂ€lden, wĂ€hrend Francine einen Traumjob landet – leider nicht als Werbeassistentin, wie geplant, sondern als Star einer nationalen AufklĂ€rungskampagne: als Kondom Girl. Im Hintergrund spinnt die mafiöse Darcy Parker ihre FĂ€den bis nach Washington, und Katchoo muss noch einmal den verhassten Job als Lockvogel bei ihr antreten, denn Darcy hat ein schreckliches Druckmittel in der Hand


Terry Moore war lange Jahre Videoeditor in einer Werbeagentur. Nach dem mehrfach fehlgeschlagenen Versuch, als Autor und Zeichner seine „Daily Strips“ bei einer Tageszeitung unterzubringen, wurde er in einem Comicladen auf den damals boomenden Markt „alternativer“ Comics aufmerksam. Aus dieser Inspiration erwuchs sein Hauptwerk Strangers in Paradise. Terry Moore lebt mit seiner Familie in Houston, Texas.

Strangers in Paradise 2, ISBN 978-3-943808-25-4, 344 S., Klappenbroschur, schwarzweiss, EUR (D) 16,95, erscheint im Oktober 2013

“Carlos Gardel” von Carlos Sampayo & JosĂ© Muñoz

Sonntag, den 7. Juli 2013

Ende Juli erscheint bei Reprodukt mit “Carlos Gardel – Die Stimme Argentiniens” ein neues Werk des Autoren- und Zeichnerteams Carlos Sampayo & JosĂ© Muñoz in deutscher Sprache. In den Achtziger- und Neunzigerjahren hat die ZĂŒrcher Editon Moderne die wichtigsten Werke der beiden Argentinier vorgelegt, darunter “Joe’s Bar”, die “Alack Sinner”-Trilogie sowie “Billie Holiday” (die beiden letzgenannten Titel sind nach wie vor lieferbar).

International erlangten die Autoren eine grĂ¶ĂŸere Bekanntheit, als Ende der Achtzigerjahre Episoden aus “Joe’s Bar” in Art Spiegelmans Anthologieprojekt “Raw” veröffentlicht wurden.

Nach mehr als zehnjĂ€hriger Veröffentlichungspause erscheint mit “Carlos Gardel” hierzulande nun wieder ein aktuelles Werk, in dem sich das Gespann nach “Billie Holiday” erneut der Biografie eines Musikers – diesmal der eines argentinischen Nationalhelden – widmet. Die Stimme von Carlos Gardel gehört seit dem 2. September 2003 zum Weltkulturerbe.

Am 24. Juni 1935 verliert die Musik bei einem FlugzeugunglĂŒck einen ihrer ersten Weltstars: Carlos Gardel, die wichtigste Persönlichkeit des Tango, die Stimme Argentiniens, ein Mythos bereits zu Lebzeiten.

Seine Landsleute Carlos Sampayo und JosĂ© Muñoz (“Alack Sinner”) haben dem großen TangosĂ€nger und –komponisten nun einen Comic von unvergleichlicher Eleganz gewidmet, der die steifen Pfade der biografischen Comics weit hinter sich lĂ€sst. AtmosphĂ€risch dicht, sinnlich, voller Leben und Musik, so zeigen sie den Aufstieg des geheimnisumwitterten Carlos Gardel in Buenos Aires und liefern darĂŒber hinaus ein eindrucksvolles SittengemĂ€lde Argentiniens im frĂŒhen 20. Jahrhundert.

Carlos Sampayo, geboren 1943 in Argentinien, emigrierte aus politischen GrĂŒnden nach Spanien, wo er die Bekanntschaft von JosĂ© Munoz machte, fĂŒr den er in der Folge Szenarios fĂŒr “Alack Sinner” und die Comic-Biografie der Jazz-SĂ€ngerin “Billie Holiday” verfasste. Neben Comics schreibt Carlos Sampayo auch Romane und arbeitet als Musikkritiker.

JosĂ© Muñoz, geboren 1942 in Buenos Aires, Argentinien, siedelte in den frĂŒhen Siebzigerjahren nach Europa ĂŒber. Mit den Hard-boiled-Krimis um “Alack Sinner” etablierte JosĂ© Muñoz seinen schnörkellos-expressiven Zeichenstil, fĂŒr den er sowohl auf dem Comic-Salon Erlangen geehrt wurde, als auch mit dem “Grand Prix de la Ville d’AngoulĂȘme”, der wichtigsten Auszeichnung des europĂ€ischen Comics.

Carlos Gardel – Die Stimme Argentiniens, ISBN 978-3-943143-08-9, 128 Seiten, schwarzweiss, 22 x 29,5 cm, Klappenbroschur, 20 EUR, erscheint im Juli bei Reprodukt

Comic-Seminar Erlangen 2013

Sonntag, den 7. Juli 2013

Noch bis zum 22. Juli kann man sich fĂŒr das diesjĂ€hrige deutsch-französische Comic-Seminar in Erlangen bewerben. Teilnehmerinnen und Teilnehmer haben hier die Möglichkeit, mit professioneller Hilfe an ihren Comic-FĂ€higkeiten zu feilen. Als Dozenten werden in diesem Jahr – neben dem in jedem Jahr das Seminar leitenden Paul Derouet – Reinhard Kleist (“Der Boxer”, Carlsen) und Barbara Yelin (“Riekes Notizen”, Reprodukt) vor Ort sein um praktische Tipps und Anleitung zu geben.

Das Seminar findet vom 6. bis zum 13. September statt, das Thema in diesem Jahr ist der Begriff “Ausbruch”, zu der jede/r TeilnehmerIn im Rahmen des Seminars eine Comic-Geschichte kreiert.

Der Kurs richtet sich an diejenigen, die schon Erfahrungen beim Comiczeichnen haben. Weitere Informationen zu Seminar, Kosten und Anmeldung gibt es auf dessen Internetseite.

Neue Graphic Novels im avant-verlag

Freitag, den 5. Juli 2013

Ab sofort sind drei neue Titel des avant-verlags erhÀltlich.

“Flut!” von Eric Drooker

Am Ende des 20. Jahrhunderts: Der Mensch im Moloch New York – einsam und verloren streift er durch die Straßen. Es beginnt zu regnen. Um dem tristen Alltag zu entfliehen, stĂŒrzt er sich ins VergnĂŒgen, sucht Sinn in einer archaischen Traumwelt. Die Welt, die ihn umgibt, wird von der Flut verschlungen. Drookers apokalyptische ErzĂ€hlung kommt in ihrer expressionistischen Bildsprache, die an die Holzschnitte Frans Masareels erinnert, ganz ohne Worte aus. In den Panels dieses poetischen Endzeitmythos produziert er mit seiner sozialpolitischen Gesellschaftskritik eine ungemein atmosphĂ€rische und inhaltliche Dichte, in den nicht nur historische Ereignisse wie die Kolonialisierung, der Sklavenhandel und die New Yorker AufstĂ€nde der spĂ€ten 80er Jahre Eingang finden.

Mit einem Vorwort von Art Spiegelman.

Als Special sind dieser Graphic Novel eine Auswahl der schönsten Covergestaltungen des „The New Yorker“ Magazins von Eric Drooker und ein Interview mit dem KĂŒnstler beigefĂŒgt.

Flut!, ISBN 978-3-939080-84-8, 192 Seiten, farbig, Klappenbroschur, EUR (D) 19,95

“Luchadoras” von Peggy Adam

Alma lebt mit ihrem gewalttĂ€tigen Ehemann Romel in der nordmexikanischen Millionenstadt Ciudad JuĂĄrez. Romel ist Mitglied einer lokalen Gang – den „Los Rebeldes“. Er ist eifersüchtig und gewalttĂ€tig und scheut auch nicht davor zurück, Alma zu verprügeln, sobald sie mit anderen MĂ€nnern spricht. Doch Alma ist eine starke Frau, die sich nicht einschüchtern lĂ€sst. Durch die Beziehung mit dem jungen Touristen Jean bietet sich ihr plötzlich die Möglichkeit, ein neues Leben anzufangen. Ciudad JuĂĄrez dürfte die bekannteste mexikanische Stadt weltweit sein. Seit dem Ausbruch des Drogenkriegs im Jahr 2007 hĂ€lt die Großstadt an der mexikanisch-US-amerikanischen Grenze die Spitzenposition in der Verbrechensstatistik. Durchschnittlich sieben Menschen werden dort tĂ€glich ermordet. Aber schon lange vor dem Ausbruch des Drogenkriegs hat Ciudad JuĂĄrez weltweit für Schlagzeilen gesorgt – als Schauplatz einer bestürzenden Serie von Frauenmorden und Entführungen. Zwischen 1993 und 2005 wurden um die 350 MĂ€dchen und Frauen im Alter von 12 bis 25 Jahren verschleppt, missbraucht und getötet, 400 gelten noch als vermisst. Zahlreiche Morde sind bis heute ungeklĂ€rt.

Die Graphic Novel „Luchadoras“ ist eine fiktive, aber an Tatsachen angelehnte ErzĂ€hlung über das Leben von Frauen in einer Stadt, die zum weltweiten Symbol von misogyner Gewalt und einer von Desinteresse und Korruption geprĂ€gten Justiz geworden ist. Ein beeindruckendes und aufrüttelndes PlĂ€doyer, das wie Roberto Bolanos Jahrhundertroman „2666“ den Femizid in Nordmexiko thematisiert. Peggy Adam ist eine französische Comic-Künstlerin und Illustratorin. Ihre Zeichnungen erscheinen u.a. in Le Monde, LibĂ©ration und Femme Actuelle. Mit „Luchadoras“ legt der avant-verlag das erste Buch der viel gepriesen Künstlerin auf Deutsch vor.

Luchadoras, ISBN 978-3-939080-83-1, 96 Seiten, schwarzweiß, Klappenbroschur, EUR (D) 17,95,

“Stieg Larsson – Vor der Millennium-Trilogie” von Guillaume Lebeau & FrĂ©dĂ©ric RĂ©bĂ©na

Mit der „Millennium“-Trilogie wurde der schwedische Journalist und Schriftsteller Stieg Larsson zu einem der meist gelesenen und erfolgreichsten Autoren Europas. Den Erfolg seiner drei Romane, die nur die ersten von zehn geplanten BĂ€nden sein sollten, erlebte der Vielschreiber und politische Kommentator nicht mehr – Larsson starb 2004 an den Folgen eines Herzinfarkts. „Verblendung“, „Verdammnis“ und „Vergebung“ wurden posthum veröffentlicht.

Der Filmemacher und Larsson-Experte Guillaume Lebeau erzĂ€hlt zusammen mit Zeichner RĂ©bĂ©na aus dem kurzen Leben des getriebenen Autors, dessen politisches und journalistisches VermĂ€chtnis im Hype um seine Erfolgsbücher oftmals zu kurz kommt. In drei Momentaufnahmen zeigen Lebeau und RĂ©bĂ©na, welche Ereignisse und Menschen die politische und künstlerische Laufbahn Larssons geprĂ€gt haben: So erweckt ein verschneiter Wintertag in den WĂ€ldern von Nordschweden den Gerechtigkeitssinn des vierzehnjĂ€hrigen Larsson, in den spĂ€ten 1970ern verbringt er ein Jahr mit der Guerilla in Eritrea und schließlich veranlasst ihn ein blutiger Bombenanschlag von Neo-Nazis im Schweden der 1980er zu der Gründung der Expo-Stiftung und des gleichnamigen antifaschistischen Magazins, welches Pate stand für die Zeitschrift „Millennium“, für die seine Romanfigur Mikael Blomkvist arbeitet. Weniger eine Comic-Biografie als eine gezeichnete Verbeugung vor dem Leben und Wirken des schwedischen Autors, mit einem ausführlichen Anhang, der in die Veröffentlichungsgeschichte Larssons in Deutschland einführt.

Stieg Larsson – Vor der Millennium-Trilogie, ISBN 978-3-939080-82-4, 64 Seiten, teilweise farbig, Softcover, EUR (D) 14,95 Euro