Graphic Novels
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Monatsarchiv für Januar 2014

“Streich auf Streich” – Ausstellung in Hannover

Freitag, den 31. Januar 2014

Ab dem 16. Februar zeigt das Wilhelm Busch-Museum in Hannover die Ausstellung “Streich auf Streich –150 Jahre Max und Moritz. Deutschsprachige Comics von Wilhelm Busch bis heute”. Ausgehend von Buschs Proto-Comic, dessen handschriftliche Vorlage komplett zu sehen sein wird, wird ein Überblick ĂŒber die Geschichte der Comics im deutschsprachigen Raum gegeben.

Im Mittelpunkt der Ausstellung steht die PrĂ€sentation von Bildergeschichten- und Comic-Originalen mit ihren Vorzeichnungen und Skizzen, die die Entstehung der Werke nachvollziehbar machen. Bei der Auswahl der ausgestellten Comics werden alle Medien, deren sich die KĂŒnstler bedienen, berĂŒcksichtigt: So sind Heft-Serien zu sehen wie Sigurd, Silberpfeil, Mosaik und Fix und Foxi sowie Alben bzw. BĂŒcher wie Werner von Brösel, Das kleine Arschloch von Walter Moers oder Der bewegte Mann von Ralf König. Ebenso werden in Deutschland populĂ€re, in Zeitungen und Zeitschriften abgedruckte Comicreihen wie Vater und Sohn, Nick Knatterton, Mecki oder auch Strizz thematisiert. Auch aktuelle PhĂ€nomene wie kĂŒnstlerisch ambitionierte Graphic Novels, beispielsweise von Isabel Kreitz, Reinhard Kleist und Ulli Lust, populĂ€re »Germanga« nach japanischem Vorbild und Internet-Blog-Comics werden prĂ€sentiert.

DarĂŒber hinaus werden Comics auslĂ€ndischer ZeichnerInnen mit deutschen Wurzeln gezeigt und auch die unterschiedlichen (Re)Produktionsbedingungen, mit denen Comics vervielfĂ€ltigt wurden und werden, in der Ausstellung erlĂ€utert.

Die Ausstellung wird bis zum 27. April zu sehen sein, Wilhelm Buschs “Max und Moritz”-Handschrift bis zum 23. MĂ€rz. Im Anschluss wird die Ausstellung noch an anderen Orten gezeigt, u.a. auf dem Comic-Salon in Erlangen. Begleitend erscheint im Knesebeck-Verlag der gleichnamige Band “Streich auf Streich” von Martin Jurgeit (Hg.)

Wilhelm Busch – Deutsches Museum fĂŒr Karikatur & Zeichenkunst, Georgengarten, D-30167 Hannover
Telefon (05 11) 16 99 99 11, Fax (05 11) 16 99 99 99
Öffnungszeiten: Di bis So: 11–18 Uhr
www.karikatur-museum.de, E-Mail: mail@karikatur-museum.de

Zwei Ausstellungen zum Ersten Weltkrieg

Donnerstag, den 30. Januar 2014

Neben der Ausstellung “Ich, RenĂ© Tardi” im Literarischen Colloqium Berlin werden derzeit, bzw. ab heute in zwei weiteren Ausstellungen Comic-Arbeiten zum Thems Erster Weltkrieg gezeigt.

Noch bis zum 11. April ist in der UniversitĂ€tsbibliothek der Ludwig-Maximilians-UniversitĂ€t in MĂŒnchen die Comic-Ausstellung „Tout le monde kaputt“ – Der Erste Weltkrieg im Comic” zu sehen. Neben Arbeiten aus dem gleichnamigen Comic von und Kris und MaĂ«l, der im Juni im Splitter-Verlag erscheinen wird, sind außerdem noch Objekte aus der Sammlung des französischen Weltkriegsmuseums Historial de la Grande Guerre in PĂ©ronne (Frankreich) zu sehen. Im Anschluss wird die Ausstellung noch in Hannover gezeigt werden.

Am heutigen Donnerstag eröffnet in der Alten Posthalterei in Melle die Ausstellung “Querbeet” mit Arbeiten von Peter Eickmeyer. Neben weiteren GemĂ€lden, Zeichnungen und Fotografien werden hier erstmals Seiten aus seiner in Entstehung befindlichen Comic-Adaption des Anti-Kriegs-Klassikers “Im Westen nichts Neues” von Erich Maria Remarque öffentlich zu sehen sein. Der gleichnamige Comic wird im Juni ebenfalls bei Splitter erscheinen. Über das Buch kann man sich auf dem eigens dafĂŒr eingerichteten Blog informieren. Im Vorfeld der Meller Ausstellung berichteten bereits der NDR und die Neue OsnabrĂŒcker Zeitung. Am Sonntag, den 27. April wird im Remarque-Friedenszentrum in OsnabrĂŒck eine umfangreiche Ausstellung eigens zur Adaption eröffnet.

Ludwig-Maximilians-UniversitĂ€t MĂŒnchen, UniversitĂ€tsbibliothek, Geschwister-Scholl-Platz 1, D-80539 MĂŒnchen
Tel. (89) 21 80 24 29

Alte Posthalterei Melle, Haferstr. 17, 49324 Melle
Tel. (05422) 95 92 72
Öffnungszeiten: Mi-Sa 15–18 Uhr, So 11:15–18 Uhr.
Der Eintritt ist frei.

Call for Papers: “Übersetzungen und Adaptionen von Comics”

Donnerstag, den 30. Januar 2014

FĂŒr die Tagung “Übersetzungen und Adaptionen von Comics”, die am Institut fĂŒr Übersetzungswissenschaften & Fachkommunikation der UniversitĂ€t Hildesheim vom 31. Oktober bis zum 2. November 2014 stattfinden wird, wurde nun ein Call for Papers veröffentlicht. Gesucht werden BeitrĂ€ge, die sich mit den besonderen Herausforderungen, die Comics stellen, befassen und nicht nur aus der Wissenschaft kommen mĂŒssen, sondern auch aus der Übersetzungs- und Adapationspraxis.

Im Rahmen dieser Tagung soll mit einem erweiterten Translationsbegriff gearbeitet werden, der sowohl interlinguale als auch intersemiotische Übersetzungsprozesse umfasst. Bereits die Übersetzung von Comics von einer Sprache und Kultur in die andere beschrĂ€nkt sich nicht auf das Übersetzen verbaler, sondern umfasst hĂ€ufig auch die Anpassung nonverbaler und paraverbaler Elemente. Bei den in letzter Zeit immer hĂ€ufiger anzutreffenden transmedialen oder transgenerischen Adaptionen von Comics als Film, Videospiel, Hörspiel, TheaterstĂŒck oder der Adaption literarischer Vorlagen als Comic – meist unter dem Label „Graphic Novel“ – gehen interlinguales und intersemiotisches Übersetzen Hand in Hand mit Adaptionsprozessen, die beim Wechsel des Mediums oder der Gattung erforderlich werden.

Gesucht werden ThemenvorschlĂ€ge aus den Gebieten der Übersetzungswissenschaft, der Linguistik, der Literaturwissenschaft, der Medienwissenschaft und der Comicforschung, die bis Ende Februar eingereicht werden können. Alle weiteren Informationen finden sich auf der Website der UniversitĂ€t Hildesheim.

Neu im avant-verlag

Mittwoch, den 29. Januar 2014

“Der salzige Fluss” von Jan Bauer

Nach einer schwierigen Trennung findet sich Jan Bauer in der australischen WĂŒste wieder, auf der Suche nach sich selbst. Er will den „Lhere pirnte“ – den salzigen Fluss – entlangwandern. 450 Kilometer durch das unwirtliche, glĂŒhend heiße Herz Australiens. Mit jedem Schritt durch die fremde, menschenfeindliche und zugleich wunderschöne Landschaft lĂ€sst er ein bisschen seelischen Ballast hinter sich. Seine Situation Ă€ndert sich, als sich ihm eine französische Wanderin anschließt. So langsam aber stetig, wie der salzige Fluss selbst dahinfließt, wĂ€chst auch die NĂ€he zwischen den zwei WĂŒstenwanderern.

Der salzige Fluss, das Graphic-Novel-DebĂŒt des Hamburger Illustrators und Trickfilmregisseurs Jan Bauer, erzĂ€hlt eine zĂ€rtliche und unverhoffte Liebesgeschichte vor einem wunderschön illustrierten, spektakulĂ€ren Naturpanorama.

Der salzige Fluss, ISBN 978-3-939080-90-9, 240 Seiten, schwarzweiß, Klappenbroschur, EUR (D) 19,95, erscheint am 1. Februar

“Graphisches ErzĂ€hlen – Neue Perspektiven auf Literaturcomics” – Tagung an UniversitĂ€t DĂŒsseldorf

Dienstag, den 28. Januar 2014

Vom 5. bis zum 7. MĂ€rz 2014 findet im Haus der UniversitĂ€t DĂŒsseldorf eine Tagung zum Thema “Graphisches ErzĂ€hlen – Neue Perspektiven auf Literaturcomics” statt.

Die Tagung untersucht die Ästhetik von Literaturcomics, die literarische Texte im Medium Comic neu inszenieren. Gerade in den letzten Jahren sind vermehrt Literaturcomics erschienen, wobei das Spektrum von eng der literarischen Vorlage folgenden Adaptionen bis zu den PrĂ€text hochgradig verfremdenden Umsetzungen reicht. Da Literaturcomics in jedem Fall auch als Interpretationen der Vorlage zu verstehen sind, ergibt sich eine Analogie zwischen dem kreativen Prozess der Comiczeichner und dem analytischen Zugriff der Comicforscher. Deshalb ist es ein besonderes Anliegen der Tagung, einen Dialog zwischen Comiczeichnern, Comicforschern und Comiclesern herbeizufĂŒhren, um gemeinsam die medialen Transformationsprozesse in den Blick zu nehmen und neue Perspektiven auf Literaturcomics zu gewinnen.

VortrĂ€ge halten werden unter anderem Dietrich GrĂŒnewald ĂŒber “Die VorgĂ€nge im Inneren. Bildromane nach Arthur Schnitzler” sowie Monika Schmitz-Emans zum Thema “Alte Meister und Frankenstein in Sussex. Zu den Literaturcomics von Nicolas Mahler”.

Im Rahmen der Tagung liest am 5. MĂ€rz um 19:30 Uhr Flix aus seinem Comic “Faust” (Carlsen) und am 6. MĂ€rz um 16:30 Uhr gibt Olivia Vieweg einen Einblick in die Entstehung ihres Comics “Huck Finn” (Suhrkamp).

Die Tagung wird organisiert von Florian Trabert, Mara Stuhlfauth und Johannes Waßmer gemeinsam mit den Studierenden des gleichnamigen Projektseminars. Weitere Informationen sowie studentische BeitrĂ€ge zu Literaturcomics finden sich hier.

Haus der UniversitĂ€t DĂŒsseldorf, Schadowplatz 14, D-40212 DĂŒsseldorf
www.literaturcomic.de

“Best of 2013 – An International Perspective”

Montag, den 27. Januar 2014

Auf seiner Website prĂ€sentiert der englische Comic-Journalist Paul Gravett (“1001 Comics, die sie lesen sollten, bevor das Leben vorbei ist”, Edition Olms) auch in diesem Jahr eine von internationalen Journalisten ausgewĂ€hlte Liste mit den besten Comics des vergangenen Jahres. Pro Land ĂŒbernahm dabei ein Journalist die Auswahl, im Fall von Deutschland und der Schweiz war das Christian Gasser, der unter anderem folgende Comics lobt: “Heimdall” von Max Baitinger (Rotopolpress), “Flughunde” von Ulli Lust (nach Marecl Beyer, Suhrkamp) sowie “Kongo” von Christian Parrissin und Tom Tirabosco (avant-verlag).

DarĂŒber hinaus finden sich bekannte Namen auf der Liste. So wurden neue Comics einiger Autoren aufgefĂŒhrt, von denen andere BĂ€nde bereits auf deutsch vorliegen, darunter Gipi (“5 Songs”, avant-verlag; “S.”, Reprodukt), Paco Roca (“Kopf in den Wolken”, Reprodukt) und Ville Ranta (“Paradies”, Reprodukt).

Zur Liste “Best of 2013: An International Perspective” gelangt man hier. Die Liste soll in KĂŒrze um einen zweiten Teil ergĂ€nzt werden.

Berlin Graphic Days #3

Freitag, den 24. Januar 2014

Im Rahmen der seit vergangenem Montag laufenden Berlin Graphic Days #3 wird es am Wochenende auch wieder einen Markt geben, bei dem KĂŒnstler, Kollektive und Verlage wieder Schönes aus dem Bereich grafischer Gestaltung anbieten werden: Von Kunstdrucken und Postern hin zu BildbĂ€nden und eben Comics.

Der avant-verlag wird an beiden Tagen mit einem Tisch prÀsent sein und das Beste aus dem Verlagsprogramm zum Kauf anbieten

Am Samstag und Sonntag ab jeweils 13 Uhr öffnen sich die Tore in den RÀumen der Urban Spree in Berlin-Friedrichshain.

Berlin Graphic Days, Urban Spree, Revaler Str. 99, D-10245 Berlin
www.graphic-days.com

“Aiuto! Hilfe!”

Freitag, den 24. Januar 2014

FĂŒr die italienische Zeitung La Repubblica hat Manuele Fior (“Die Übertragung”, avant-verlag) einen Kurzcomic gestaltet, der auf dem Berliner Flughafen Tempelhof spielt. Die ganze Geschichte lĂ€sst sich hier ansehen.

41. Festival International de la Bande DessinĂ©e AngoulĂȘme 2014

Donnerstag, den 23. Januar 2014

angouleme1Vom 30. Januar bis zum 2. Februar 2014 findet in AngoulĂȘme das 41. Festival International de la Bande DessinĂ©e statt. Als PrĂ€sident des Festivals wird der NiederlĂ€nder Willem mit einer großen Ausstellung geehrt. Weitere Ausstellungen widmen sich Jacques Tardi und dem Ersten Weltkrieg, “Mafalda” und dem “Schneekreuzer” von Jacques Lob und Jean-Marc Rochette.

Viele internationale GĂ€ste sind angekĂŒndigt, darunter Manuele Fior, Igort, Max, Dash Shaw oder Lewis Trondheim. Aus Deutschland sind unter anderem die ZeichnerInnen Jens Harder, Sascha Hommer, Marlene Krause, Simon Schwartz und Thomas von Kummant vor Ort.

Festival International de la Bande DessinĂ©e, 71, rue HergĂ©, F-16000 AngoulĂȘme
Tel. (0033) 5 45 97 86 50, Fax (0033) 5 45 95 99 28
email: info@bdangouleme.com, www.bdangouleme.com

“Economix” bei “Augsteins Auslese”

Mittwoch, den 22. Januar 2014

Die Tablet-Ausgabe der SĂŒddeutschen Zeitung ergĂ€nzt die Texte und Bilder, die sich auch in der gedruckten Ausgabe finden, unter anderem um tĂ€gliche Video-Kolumnen. Redakteurin Franziska Augstein stellt dort heute mit lobenden Worten “Economix” von Michael Goodwin und Dan E. Burr (Jacoby & Stuart) vor.

“The Voices” – Neuer Film von Marjane Satrapi

Dienstag, den 21. Januar 2014

Auf dem Sundance Film Festival feierte kĂŒrzlich der neue Film von Marjane Satrapi Premiere. Nach “Persepolis” und “Huhn mit Pflaumen” ist “The Voices” ihr neuester Film, bei dem sie Regie fĂŒhrte. Inhaltlich bewegt sie sich auf Neuland: “The Voices” ist eine Horrorkomödie, die Hauptrollen wurden von Ryan Reynolds (“Green Lantern”), Gemma Arterton (“HĂ€nsel & Gretel: HexenjĂ€ger”) und Anna Kendrick (“Scott Pilgrim gegen den Rest der Welt”) ĂŒbernommen.

Reynolds spielt darin einen Fabrikarbeiter, dessen Haustiere ihn zu Morden anstiften. Informationen zum Film gibt es hier und hier, ein Verleih sowie Starttermine im deutschsprachigen Raum stehen noch nicht fest.

Fotos aus dem Film und von der Premiere sind hier zu sehen. Die BĂŒcher “Persepolis” sowie “Huhn mit Pflaumen” sind auf deutsch in der Edition Moderne erschienen.

Gemma Arterton wird neben diesem Film und nach ihrer Titelrolle in “Immer Drama um Tamara” nach dem Buch “Tamara Drewe” 2014 in einer weiteren Comic-Verfilmung zu sehen sein. Ebenfalls basierend auf einer Vorlage der britischen Comic-Autorin Posy Simmonds wurde nach “Tamara Drewe” nun auch “Gemma Bovery” verfilmt. Ein Starttermin steht auch hier noch nicht fest, beide Buchvorlagen erschienen bei Reprodukt.

“Empörte Generation” – Gewinner und Publikumspreis

Dienstag, den 21. Januar 2014

Der in Kooperation der Goethe Instituts mit dem Institut Francais in Italien ausgelobte Wettbewerb unter dem Titel “Empörte Generation” als Teil der Veranstaltungsreihe “Europa in der Sprechblase” rief dazu auf, Comics einzureichen, die sich journalistisch einem aktuellen Thema nĂ€hern. Drei Gewinnertitel wurden von einer Jury nun ausgewĂ€hlt: Der Hauptpreis geht an Janna KlĂ€vers fĂŒr ihre Geschichte “Die Meute”, lobende ErwĂ€hnungen gehen an Paul Hillebrandt und Julian Fiebach. Die Geschichten können hier angesehen werden.

DarĂŒber hinaus stehen nun 42 weitere Comics zur Auswahl zum Publikumspreis. Ab sofort und noch bis zum 9. Februar kann abgestimmt werden. Die zur Wahl stehenden Geschichten können hier angesehen werden.

Neu bei Panini

Dienstag, den 21. Januar 2014

“Der fĂŒnfte Beatle” von Vivek J. Tiwary, Andrew Robinson, Kyle Baker

Der fĂŒnfte Beatle erzĂ€hlt die wahre, unbekannte Geschichte von Brian Epstein, dem VisionĂ€r, der die Beatles entdeckte, managte und sie zu bis dahin unerreichtem Starruhm fĂŒhrte, wĂ€hrend er auf dem Weg die Regeln des Popmusik-Business Ă€nderte.

Aber Brian Epstein war auch ein Außenseiter, der bestĂ€ndig den Platz im Leben suchte, wo er hingehörte – und der mit 32 Jahren einsam starb.

Die Geschichte des Aufstiegs der grĂ¶ĂŸten Pop-Band aller Zeiten als atemberaubende Graphic Novel!

Der fĂŒnfte Beatle, 172 S., farbig, Hardcover, EUR (D) 24,99, erscheint im Februar bei Panini

Gratis Comic Tag 2014

Montag, den 20. Januar 2014

Auch in diesem Jahr wird am zweiten Mai-Samstag der Gratis Comic Tag begangen. Nur an diesem Tag werden in Comicshops und einigen Buchhandlungen eigens fĂŒr diesen Anlass produzierte Comichefte an Kunden abgegeben. Diese 32 oder 48 Seiten umfassenden Hefte sind dabei vollkommen umsonst, die Kosten tragen die Verlage und der Handel. Auf www.gratiscomictag.de wurden nun alle 30 Titel bekannt gegeben, darunter finden sich neben Manga-, Superhelden- und Funny-Titeln auch wieder einige Hefte zu Graphic Novels: Mit dem Heft zu “Kinderland” findet sich ein Auszug aus dem neuen Band von Mawil, der zum Gratis Comic Tag bei Reprodukt vorliegen wird. “Pauls fantastische Abenteuer – Sprung in die Zukunft” von Emile Bravo fĂŒhrt in die Comic-Reihe von Emile Bravo ein, die bei Carlsen erscheint. In “Strangers in Paradise – Episode 1″ von Terry Moore (Schreiber & Leser) findet sich der Anfang zur mehrbĂ€ndigen Reihe erstmals in Farbe.

Alle Informationen zu den einzelnen Heften finden sich auf der Website des Gratis Comic Tags.

Neu bei Eden Books

Montag, den 20. Januar 2014

“Leckerbissen” von Lucy Knisley

Lucy Knisleys liebevoll gezeichnetes Food Memoir lÀsst einem das Wasser im Mund zusammenlaufen.
Ob sie nun mehrere Versuche startet, um das perfekte Croissant zu backen, oder sich beim KĂ€sekauf verschuldet – wenn es ums Essen geht, ist Lucy kein Aufwand zu hoch.  Denn sie weiß: Mit Essen kann man nicht nur den Hunger stillen. Es ist eine Entdeckungsreise der Sinne und ein Grund zum Feiern. Essen verbindet und macht glĂŒcklich.
In »Leckerbissen« verknĂŒpft Lucy Knisley ihre kulinarischen Erinnerungen mit ihren Lieblingsrezepten – es ist Kochbuch, Memoir und Graphic Novel in einem. Vor allem aber ist es eine farbenfrohe und bezaubernde Hommage an gute KĂŒche und die Freude am Essen.

Leckerbissen, ISBN 978-3-944296-45-6, 176 Seiten, farbig, EUR (D) 14,95, erscheint im Februar 2014 bei Eden Books

Zwei Comic-Ausstellungen in Dresden

Freitag, den 17. Januar 2014

In den nĂ€chsten Tagen eröffnen gleich zwei Comic-Ausstellungen in Dresden. Beide finden im Rahmen der Veranstaltungsreihe “Vot ken you mach?” statt, die sich aktuellen Fragen jĂŒdischer IdentitĂ€t widmet.

Die erste Ausstellung “Luftmenschen – Zwischen Algier und Odessa unterwegs in den Bildwelten des französischen Comic-Zeichners Joann Sfar” wird am Dienstag, dem 21. Januar im Kunstfoyer im Kulturrathaus Dresden eröffnet.

“„Es ist nicht meine Aufgabe, die Dinge so darzustellen, wie sie sind“, sagt einer der Protagonisten in Joann Sfars Comic Die Katze des Rabbiners und bringt damit das kĂŒnstlerische Konzept des französischen Comiczeichners, Autors und Regisseurs auf den Punkt. Die Magie einer Zeit, einer Stadt oder einer Kultur einzufangen ist Sfar wichtiger als eine detailgetreue Abbildung historischer Tatsachen – dennoch schafft er es in seinen atemberaubend zeitgenössischen Werken, den Lesern ĂŒber die Comics einen tiefen Einblick in die jĂŒdischen Lebenswelten zwischen dem osteuropĂ€ischen Schtetl und der nordafrikanischen WĂŒste zu vermitteln.”

Die zweite Ausstellung trĂ€gt den Titel: “Wurzellose Kosmopoliten – Comics zu jĂŒdischen IdentitĂ€ten in Europa, USA und Israel”. Diese Ausstellung wird bis zum 4. Mai im Kunsthaus Dresden zu sehen sein.

Kuratiert von Jonas Engelmann (Kulturwissenschaftler und Experte fĂŒr Independant Comic, Autor der Dissertation „Gerahmter Diskurs ‹Gesellschaftsbilder im Independent-Comic“, Ventil Verlag 2012). FĂŒr „Vot ken you mach?“ wurde Engelmann mit der Konzeption einer Comic-Lounge zu jĂŒdischen IdentitĂ€ten beauftragt, die im Kunsthaus Dresden gezeigt wird. Die Comic Lounge wird anhand einer großen Zahl ausgestellter Hefte mehrere großere Themenbereiche fokussieren: JĂŒdisches Europa bis 1933, JĂŒdische (Migrations-)Spuren in Amerika, Shoah / Antisemitismus und Juden und Europa heute.

Die Eröffnung beider Ausstellungen findet am 21. Januar um 19 Uhr im Kunstfoyer statt. Joann Sfar wird anwesend sein.

Kulturrathaus Dresden – Raum fĂŒr Kunst, Königstraße 15, D-01097 Dresden
Öffnungszeiten: Mo-Do 9- 8 Uhr, Fr 9-16 Uhr

Kunsthaus Dresden – StĂ€dtische Galerie fĂŒr Gegenwartskunst, RĂ€hnitzgasse 8, D-01097 Dresden
Öffnungszeiten: Di–Do 14–19 Uhr, Fr–So 11–19 Uhr

Abbildung © Joann Sfar

“10 Jahre Spring” – Ausstellung in Berlin

Donnerstag, den 16. Januar 2014

Vom 20. Januar bis zum 14. MĂ€rz zeigt die Akadmie fĂŒr Illustration und Design in Berlin (AID) im Rahmen der Reihe “Featured Artists” die Ausstellung “Best of Spring – 10 Jahre Spring Magazin”.

Die Ausstellung stellt das Magazin Spring und seine Protagonistinnen vor. Spring wurde 2004 von der gleichnamigen KĂŒnstlerinnengruppe in Hamburg gegrĂŒndet. Seitdem erscheint jedes Jahr im Sommer ein neuer Band der Anthologie, der die unterschiedlichsten Arbeiten aus den Bereichen Comic, Illustration und freier Zeichnung zu jeweils einem Thema bĂŒndelt.

Ausgestellt werden Arbeiten folgender KĂŒnstlerinnen: Ludmilla Bartscht, Larissa Bertonasco, Romy BlĂŒmel, Almuth Ertl, Katharina Geschwendtner, Carolin Löbbert, Ulli Lust, Sophia Martineck, Nina Pagalies, Katrin Stangl, Anne Vagt, Maria Luisa Witte, Stephanie Wunderlich und Barbara Yelin.

Die Eröffnung findet bereits am Samstag, den 18. Januar um 19 Uhr statt.

AID Berlin, Ritterstraße 12–14, Aufgang 2, D-10969 Berlin
info@aidberlin.de, aidberlin.de
Öffnungszeiten: Mo–Fr, 14 bis 18 Uhr

Neu im Mabuse Verlag

Donnerstag, den 16. Januar 2014

“Keine Macht fĂŒr Al Tsoy Ma – Ein Alzheimer-Comic” von Thibaut Lambert und Sabine Henry

Tom erlebt mit seinem Opa viele Weltraum-Abenteuer. Irgendwann fĂ€ngt Opa an, sich merkwĂŒrdig zu benehmen: Er beschimpft Tom ohne ersichtlichen Grund und scheint sich in der eigenen Wohnung nicht mehr auszukennen. Toms Eltern sagen, dass Al Tsoy Ma daran schuld sei. Dieser Al Tsoy Ma muss ein ziemlicher Fiesling sein. Als Opa nicht lĂ€nger zuhause leben kann, nimmt Tom all seinen Mut zusammen: Er will Opa aus den FĂ€ngen des Unholds befreien …
Mit viel Witz, Charme und Action beschreibt dieser Comic Alzheimer – aus der Perspektive eines Kindes. Die Geschichte macht klar: Auch ein Opa mit Demenz ist ein „richtiger“ Opa.
Ein kurzer ErklÀrungsteil rundet das Buch ab.

Keine Macht fĂŒr Al Tsoy Ma, ISBN 978-3-86321-110-3, 56 S., Softcover, EUR (D) 16,90, erschienen im Mabuse Verlag

“Die Toten” auf der InfeCtiON

Mittwoch, den 15. Januar 2014

Vom 14. bis zum 16. Februar findet im DĂŒsseldorfer Hilton Hotel die InfeCtiON statt, eine Fan-Convention zum Thema Zombies allgemeine und zur Comic- und TV-Serie “The Walking Dead” (die Comics erscheinen bei Cross Cult) im Besonderen. Eingeladen sind Schauspieler der Serie sowie der Zeichner Jorge Miguel (“Als die Zombies die Welt auffrassen 2″, mit Guy Davis und Jerry Frissen, Cross Cult).

Ebenfalls vor Ort sein werden Stefan Dinter und Christopher Tauber, das Kreativteam hinter der Zombie-Reihe “Die Toten” (Zwerchfell). “Die Toten ist ein Comic-Anthologie Projekt, das in Kurzgeschichten den Untergang Deutschlands durch den Ausbruch einer Zombie Pandemie beschreibt. Die Comics versuchen bewußt den amerikanischen Einfluss abzulegen und den Horror der UmstĂ€nde einer Zombie Apokalypse auf heimische Gefilde umzuerzĂ€hlen.” In einem gemeinsamen Vortrag werden sie in die Serie einfĂŒhren. Stefan Dinter gibt fĂŒr interessierte AutorInnen an zwei Messetagen noch EinfĂŒhrungen ins Storytelling von Zombie-Geschichten. Ebenfalls an zwei Tagen wird der auch an “Die Toten” beteiligte Zeichner Ingo Römling Comic-Workshops zum Thema “Wie zeichne ich Zombies?” anbieten.

Die genauen Zeiten der Veranstaltungen werden noch bekannt gegeben. Laufend aktualisierte Informationen finden sich auf der Website der InfeCtiON.

FĂŒnf Jahre www.graphic-novel.info

Dienstag, den 14. Januar 2014

Mit einem Beitrag zu “Drei Schatten” von Cyril Pedrosa (Reprodukt) fing alles an: Am 14. Januar 2008, also heute vor fĂŒnf Jahren, ging www.graphic-novel.info online.

Das Konzept von www.graphic-novel.info hat sich im Lauf der Zeit nicht wesentlich verĂ€ndert. Damals wie heute geht es uns darum zu dokumentieren, was im deutschsprachigen Raum in Sachen Graphic Novels geschieht: Auf dem Blog werden Neuerscheinungen vorgestellt, Presseberichte und Rezensionen zusammengefasst, auf Ausstellungen und weitere Events hingewiesen und noch viel mehr. Und in den letzten Jahren hat sich Einiges getan: Viele Verlage, die nicht dem klassischen Comicmarkt entstammen – von Independent- bis hin zu großen Publikumsverlagen –, veröffentlichen Graphic Novels; Comics haben sich als Thema etlicher Literaturfestivals etabliert. Die mediale Aufmerksamkeit ist um ein Vielfaches gewachsen – Ă€hnliches trifft auch auf einige Verlage zu, die von der gestiegenen Wahrnehmung des Mediums profitieren konnten; Verfilmungen von Graphic Novels sind keine Ausnahme mehr; das Interesse an Comicautorinnen und -autoren aus dem deutschsprachigen Raum hat spĂŒrbar zugenommen und viele BĂŒcher wurden auch im Ausland veröffentlicht. Es war und ist eine spannende Zeit fĂŒr Comics im Allgemeinen und Graphic Novels im Speziellen.

Wir möchten uns auf diesem Weg bei allen bedanken, die uns in den letzten Jahren begleitet und geholfen und die Website regelmĂ€ĂŸig besucht haben. Vielen Dank fĂŒr die UnterstĂŒtzung! Wir freuen uns, all die erfreulichen Entwicklungen dokumentieren zu können und wollen auch in Zukunft daran arbeiten, dass sich der tĂ€gliche Besuch auf www.graphic-novel.info lohnt. DafĂŒr werden in den nĂ€chsten Monaten behutsam VerĂ€nderungen vorgenommen, die an dieser Stelle noch nicht verraten werden sollen. Wir freuen uns auf alles, was kommen mag!

Christian Maiwald
www.graphic-novel.info