Graphic Novels
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Monatsarchiv für MĂ€rz 2014

Neue Graphic Novels bei Egmont Graphic Novel

Montag, den 31. MĂ€rz 2014

Bereits jetzt hat Wolf Stegmaier auf dem Verlagsblog die Titel des Herbstprogramms von Egmont Graphic Novel bekannt gegeben. Informationen zur jeweiligen Aufmachung sind noch nicht dabei.

“Meine Tassen im Schrank – Depressionen, Michelangelo und ich” von Ellen Forney

Ellen Forney ist eine junge, lebenslustige KĂŒnstlerin. Sie treibt viel Sport, sprĂŒht vor KreativitĂ€t, schlĂ€ft wenig und arbeitet wie eine VerrĂŒckte. Meistens. Manchmal ist sie so schwermĂŒtig, dass sie es kaum aus dem Bett schafft. Als ihre Therapeutin ihr eröffnet, dass bei ihr eine bipolare Störung vorliegt, beginnt fĂŒr sie eine Reise in ihre eigene Psyche, zum Kern ihres Selbst. Manisch-depressiv? Was bedeutet das eigentlich? Ellen Forney steht plötzlich der grundlegenden Frage gegenĂŒber, wer sie wirklich ist – und muss lernen, sich selbst kritisch ĂŒber die Schulter zu gucken.

„Lustig und erschĂŒtternd zugleich 
 Forneys scharfsinnige, lebendige ErzĂ€hlkunst macht diese Geschichte frech und unterhaltsam.“ (Publishers Weekly)

“Meine Tassen im Schrank – Depressionen, Michelangelo und ich” erscheint im Oktober 2014

“Intisars Auto – Aus dem Leben einer jungen Frau im Jemen” von Nacho Casanova und Pedro Riera

Intisar tritt gerne aufs Gaspedal und hört dabei laut Rihanna. Ihr Toyota Corolla ist fĂŒr sie ein Symbol der Freiheit und der Gleichberechtigung. Denn eine Frau am Steuer, das ist nichts AlltĂ€gliches im Jemen. Mit Witz und Raffinesse unterwandert sie die etablierten Strukturen ihres Heimatlandes. Pedro Riera entwirft in Intisars Auto ein lebendiges Bild des modernen Jemen, der aus der Sicht einer jungen Frau beschrieben wird. Der Autor hat wĂ€hrend eines einjĂ€hrigen Aufenthalts Erfahrungen aus dem Alltag jemenitischer Frauen zusammengetragen und daraus eine leicht zu lesende, hochaktuelle Geschichte komponiert.

„Hier wird ein Comic geehrt, der dem Leser mit Ernsthaftigkeit, aber nicht ohne Humor eine komplexe Gesellschaft nahebringt, ĂŒber die nur wenig bekannt ist.“ (Prix France Info 2013)

“Intisars Auto – Aus dem Leben einer jungen Frau im Jemen” erscheint im Oktober 2014

“Sam Zabel in: Der König des Mars” von Dylan Horrocks

Sam Zabel ist Comiczeichner und steckt in einer Schaffenskrise. Eines Tages erzĂ€hlt ihm eine junge Zeichnerin begeistert von einem Science Fiction Comic: Der König des Mars! Sam besorgt sich ein Heft und steht plötzlich auf dem roten Planeten. Ein MĂ€dchen mit Raketenstiefeln begrĂŒĂŸt ihn und fliegt mit Sam in eine Felsspalte. Dort, unter der MarsoberflĂ€che, existiert eine marsianische Zivilisation, die Sam prompt zu ihrem Herrscher ernennt. Als König verfĂŒgt er ĂŒber einen Harem: eine Heerschar grĂŒnhĂ€utiger Frauen, die alle mit ihm schlafen wollen. Aber darf sich Sam dieser Fantasie hingeben? Schließlich ist er verheiratet


“Sam Zabel in: Der König des Mars” erscheint im November 2014

“Das Überleben der Spezies – Eine kritische, aber nicht ganz hoffnungslose Betrachtung des Kapitalismus” von Paul Jorion und GrĂ©gory MaklĂšs

„Die Ökonomie ist eine viel zu ernste Angelegenheit, um sie Ökonomen zu ĂŒberlassen“, so Paul Jorion. Der Autor zahlreicher WirtschaftsfachbĂŒcher liefert mit Das Überleben der Spezies eine anschauliche EinfĂŒhrung in den Kapitalismus und dessen AbgrĂŒnde. Arbeiter, Boss und Kapitalist – wer nimmt welche Rolle ein, damit das System reibungslos funktioniert? Mit bitterbösem Humor erklĂ€rt Jorion, weshalb diese Gesellschaftsform die Menschheit in den Abgrund fĂŒhren und die menschliche Spezies ausrotten wird.

“Das Überleben der Spezies – Eine kritische, aber nicht ganz hoffnungslose Betrachtung des Kapitalismus” erscheint im November 2014

“Der schielende Hund” von Etienne Davodeau

Fabien arbeitet als Museumsaufsicht im Louvre. Als seine Freundin ihn mit zu ihrer Familie nimmt, ist ihm nicht ganz wohl in seiner Haut. Begeistert zeigen ihm die Benions den schielenden Hund, ein altes GemĂ€lde, das sie vor Kurzem auf dem Dachboden entdeckt haben. Nun steckt Fabien in der Klemme. Denn wenn er es mit seinen amourösen Avancen ernst meint, dann sorgt er dafĂŒr, dass das Bild bald im Louvre zu sehen ist. Der schielende Hund vom Erfolgsautor Étienne Davodeau ist eine charmante Farce, die der Frage nachgeht: Was genau ist eigentlich Kunst?

“Davodeaus Charaktere wirken glaubhaft und angenehm frei von Klischees.” (Der Tagesspiegel)

“Der schielende Hund” erscheint im Januar 2015

“Besondere Jahre – Ein Abschied in Bildern” von Joyce Farmer

Rachel und Lars sind ein liebenswĂŒrdiges Paar. Sie genießen ihren Lebensabend und helfen sich gegenseitig, so gut sie noch können. Eines Tages wird ihrer Tochter Laura jedoch bewusst, dass sie Hilfe benötigen. Joyce Farmer erzĂ€hlt in Besondere Jahre die Geschichte einer Frau, die mit den Gesundheitsproblemen und dem Tod ihrer Eltern konfrontiert wird. Liebevoll und ohne Pathos zeigt sie das Älterwerden und die damit verbundene Pflege und zeichnet so ein facettenreiches, vielschichtiges und glaubwĂŒrdiges Bild dieser besonderen Lebenssituation.

„Die ErzĂ€hlung von Joyce Farmer ist ein leises Wunder. Die Geschichte ĂŒberwĂ€ltigt mit unsentimentalem Realismus und flĂŒchtigen Fantasiebildern, die vorbeiflimmern wie Gespenster.“ (Publishers Weekly)

“Besondere Jahre – Ein Abschied in Bildern” erscheint im MĂ€rz 2015

Graphic Novels in den Medien – 31. MĂ€rz 2014

Montag, den 31. MĂ€rz 2014

 

“Ach, so ist das?!” – Buch erscheint bei Zwerchfell, Vortrag an UniversitĂ€t Erlangen

Montag, den 31. MĂ€rz 2014

Die unter dem Titel “Ach, so ist das?!” gesammelten Comic-Reportagen der NĂŒrnberger Zeichnerin Martina Schradi erscheinen im Mai im Zwerchfell-Verlag als Buch. Bereits im letzten Jahr entstand eine Wanderausstellung, in der die auf Tatsachen beruhenden Geschichten ausgestellt werden.

Martina Schradis Geschichten befassen sich mit dem vielfĂ€ltige Umgang mit sexuellen IdentitĂ€ten. Über Details informieren die Website sowie eine Seite auf facebook. Ein Interview mit Martina Schradi erschien auf kleinerdrei.org.

Am 23. April ist Martina Schradi an der UniversitĂ€t Erlangen zu Gast. Im Rahmen der Ringvorlesung “Sexuelle Selbstbestimmung und geschlechtliche Vielfalt” an der Friedrich-Alexander UniversitĂ€t Erlangen-NĂŒrnbergerzĂ€hlt sie im Kollegienhaus ĂŒber Geschichten, Lebensweisen und Erfahrungen – Biografische Comicreportagen von LGBTI*.

Kollegienhaus Erlangen, UniversitĂ€tsstraße 15, 91054 Erlangen

Abbildung © Martina Schradi

Comic-Veranstaltungen in Hamburg

Freitag, den 28. MĂ€rz 2014

Bevor in der nÀchsten Woche die Graphic Novel-Tage am Literaturhaus Hamburg stattfinden, gibt es am Wochenende noch einige weitere Veranstaltungen.

Am Samstag, dem 29. MĂ€rz stellen eine ganze Reihe von Zeichnerinnen und Zeichnern im Comicladen Strips & Stories neue Hefte vor, die in der Reihe “Tiny Masters” veröffentlicht werden. Neben Sascha Hommer (“Vier Augen”, Reprodukt) sind das Kathrin Klingner, Anna Haifisch, James T Rex und Julia Gordon. PrĂ€sentiert wird zudem die japanische Anthologie “Sinta”. Die anwesenden KĂŒnstlerInnen stellen ihre Arbeiten in kurzen VortrĂ€gen vor. Los geht es hier um 19 Uhr, es gibt GetrĂ€nke.

In Kooperation mit Strips & Stories prĂ€sentiert das Museum fĂŒr Kunst und Gewerbe (MKG) am Sonntag, dem 30. MĂ€rz im Rahmen der derzeit laufenden Ausstellung “comicleben_comiclife” einen Comic-Lesetag. Verschiedene Autoren stellen ihre Werke vor und bieten die Möglichkeit, diese anschließend signieren zu lassen. Mit dabei: Isabel Kreitz (“Die Sache mit Sorge”, Carlsen), Simon Schwartz (“Vita Obscura”, avant-verlag), Anna Haifisch, James Turek und Jul Gordon. Die Veranstaltung beginnt um 14 Uhr.

Strips & Stories, Seilerstraße 40, D-20349 Hamburg
email: info@strips-stories.de, www.strips-stories.de

Museum fĂŒr Kunst und Gewerbe Hamburg, Steintorplatz, D-20099 Hamburg
Tel. +49 (0)40 428134-880 | Fax +49 (0)40 428134-999
www.mkg-hamburg.de

“Sarjakuva Finlandia”-Auszeichnung fĂŒr Ville Ranta

Freitag, den 28. MĂ€rz 2014

Der finnische Comic-Autor Ville Ranta, beziehungsweise sein neues Buch “KyllĂ€ eikĂ€ ei” (WSOY), ist in Tampere mit dem “Sarjakuva Finlandia”-Preis ausgezeichnet worden. Das Buch setzte sich in der Juryentscheidung gegen 46 weitere Comics durch, Ville Ranta erhĂ€lt nun 5.000 EUR.

Zuletzt erschien eine Kurzgeschichte Rantas in der Anthologie “Comic Atlas Finnland” (Reprodukt). Mit “Paradies” liegt bei Reprodukt zudem ein erstes Buch in deutscher Übersetzung vor. Ein Veröffentlichungstermin fĂŒr “KyllĂ€ eikĂ€ ei” ist noch nicht bekannt.

Graphic Novels in den Medien – 28. MĂ€rz 2014

Freitag, den 28. MĂ€rz 2014

Panini erweitert E-Comic-Angebot

Donnerstag, den 27. MĂ€rz 2014

Der Stuttgarter Panini-Verlag erweitert sein Angebot an digitalen Comics massiv. In einer heute veröffentlichten Pressemitteilung wird auf die Details eingegangen: So werden in Zukunft gleich drei Firmen fĂŒr die Verbreitung auf verschiedenen GerĂ€ten und in unterschiedlichen Formaten zustĂ€ndig sein. BookWire, MadDof und Comixology. Erstere wird sich hauptsĂ€chlich um die Umsetzung und den Vertrieb der Titel ins ePub-Format kĂŒmmern, letztere bieten ihre Dienste in eigenen Apps auf diversen Plattformen an.

Konkret angekĂŒndigt werden die “Star Wars”-Reihen, die Horror-Reihe “Wonderland”, “Buffy”, “True Blood” sowie”Stephen Kings: Der dunkle Turm”, allesamt weder Titel der in Lizenz gefĂŒhrten Branchenriesen DC oder Marvel, wobei in Sachen DC laut Pressemitteilung Verhandlungen gefĂŒhrt werden. Ebenso arbeitet man daran, auch die Simpsons-Comics als E-Comics anzubieten.

Mit Daniela Schreiters “Schattenspringerin” ist sowohl eine erste Eigenproduktion wie auch eine Graphic Novel im Angebot.

Weitere Hintergrundinformationen finden sich im Artikel von Marc Röhlig auf tagesspiegel.de: “Panini startet E-Paper-Offensive”.

“Pablo” – Ausstellung in Paris

Donnerstag, den 27. MĂ€rz 2014

Am morgigen Freitag, dem 28. MĂ€rz, eröffnet im Pariser MusĂ©e de Montmartre eine Ausstellung mit Originalzeichnungen aus Julie Birmants und ClĂ©ment Oubreries “Pablo”.

Anlass ist die Veröffentlichung des vierten und abschließenden Teils der Serie in Frankreich, von der bei Reprodukt bisher zwei BĂ€nde vorliegen.

ErgĂ€nzt werden die Originale um eine Dokumentation zu Personen und SchauplĂ€tzen im Paris des frĂŒhen Zwanzigsten Jahrunderts.

Musée de Montmartre, 12, rue Cortot, F-75018 Paris
Öfnungszeiten: TĂ€glich 10-18 Uhr
museedemontmartre.fr

“Streich auf Streich” – Ausstellung verlĂ€ngert

Mittwoch, den 26. MĂ€rz 2014

Dier derzeit im Hannoveraner Wilhelm-Busch-Museum gezeigte Ausstellung “Streich auf Streich –150 Jahre Max und Moritz. Deutschsprachige Comics von Wilhelm Busch bis heute” wird nicht nur bis zum 27. April, sondern bis zum zum 4. Mai zu sehen sein. Wie das Museum auf seiner Website mitteilt, fĂŒhrte der große Besucherandrang zur Entscheidung.

Im Anschluss wird die Ausstellung noch an anderen Orten gezeigt, u.a. auf dem Comic-Salon in Erlangen. Bis dahin soll auch der noch nicht veröffentlichte Begleitband “Streich auf Streich” von Martin Jurgeit (Hg., Knesebeck) vorliegen.

Wilhelm Busch – Deutsches Museum fĂŒr Karikatur & Zeichenkunst, Georgengarten, D-30167 Hannover
Telefon (05 11) 16 99 99 11, Fax (05 11) 16 99 99 99
Öffnungszeiten: Di bis So: 11–18 Uhr
www.karikatur-museum.de, E-Mail: mail@karikatur-museum.de

Graphic Novels in den Medien – 26. MĂ€rz 2014

Mittwoch, den 26. MĂ€rz 2014

Comic-Workshop mit Mawil und Yassine

Mittwoch, den 26. MĂ€rz 2014

Auch in diesem Jahr findet wieder der deutsch-französische Comic-Workshop des Forums im Rahmen der Leipziger Sommerakademie statt. Wie in den letzten Jahren wird er von Mawil (“Kinderland”, Reprodukt) und Yassine geleitet, er beginnt am 23. Juli und endet zehn Tage spĂ€ter am 2. August 2014.

Bereits zum siebten Mal kooperiert das forum mit der Sommerakademie Leipzig – unter Einbeziehung der lebendigen Kunst- und Kulturszene des Stadtteils Plagwitz. Der Kurs beinhaltet einfĂŒhrende zeichnerische und erzĂ€hlerische Übungen, die Analyse verschiedener ErzĂ€hlstile sowie die Entwicklung von Kurzgeschichten. Den Schwerpunkt des Workshops bilden der Entwurf eines eigenen Storyboards sowie dessen zeichnerische Umsetzung.
Die Anmeldung ist fĂŒr AnfĂ€nger und Fortgeschrittene möglich.

Weitere Informationen zu den TeilnahmegebĂŒhren und zur Anmeldung finden sich hier.

In jedem Jahr entsteht ein von allen TeilnehmerInnen gestaltetes Heft mit den im Workshop erarbeiteten Comics. Die ersten sechs Ausgaben von “Schick” können hier heruntergeladen werden.

Egmont Graphic Novel – Website online

Dienstag, den 25. MĂ€rz 2014

Seit Kurzen ist die Website von Egmont Graphic Novel online. Neben Infos zu den BĂŒchern  und Autoren und einem Verlagsblog stellen sich hier auch die Teammitglieder vor. Die Seite ist ab sofort unter www.egmont-graphic-novel.de zu erreichen.

Mawil in Kasachstan

Montag, den 24. MĂ€rz 2014

Der Berliner Autor Mawil hat die Arbeit an seinem neuen Band “Kinderland” (Reprodukt) beendet und reist nun fĂŒr einen Comic-Workshop zum Goethe-Institut nach Almaty in Kasachstan.

„Wie liest man Karikaturen und wie muss man sie aufbauen, damit sie besser gelesen werden können? Was genau passiert zwischen den Panels (KĂ€stchen) eines Comics und wie entsteht aus einzelnen Bildern bewegtes und bewegendes Kopfkino? Wie kann ich mit einfachen Strichen den Bildaufbau, die Perspektive, Beleuchtung, Gestik, Mimik oder das Timing verĂ€ndern und dadurch Dramaturgie, Action und Emotionen erzeugen?“
WĂ€hrend des Workshops werden zu diesen Fragen einige Übungen vorgenommen und die Ergebnisse besprochen. Außerdem werden eigene Zeichnungen und Geschichten der Teilnehmer betreut.

Zur EinfĂŒhrung wird Mawil von seiner Arbeit berichten und auf folgende Fragen antworten: Wie wird man in Deutschland Comiczeichner? Kann man das studieren? Gibt es Geld dafĂŒr? u.a.

Goethe-Institut Almaty, Naurysbay Batyr-Str. 31, Business-Zentrum „Premium“, 050000 Almaty, Kasachstan
Tel: (+7) 727 2797899, Fax: (+7) 727 2798241
almaty.goethe.org, E-Mail: info@almaty.goethe.org

Graphic Novels in den Medien – 24. MĂ€rz 2014

Montag, den 24. MĂ€rz 2014

In den letzten Tagen gab es wieder eine Vielzahl von Artikeln in den Medien, die sich mit aktuellen Graphic Novels und ihren Macherinnen auseinandersetzten. Ein Überblick:

“Blast 3 – Augen zu und durch” von Manu Larcenet

Freitag, den 21. MĂ€rz 2014

“Ein Comic wie eine Urgewalt, angelegt in einer stilistischen wie inhaltlichen Breite, die dem PortrĂ€t einer monströsen Persönlichkeit gerecht wird“, so urteilt FAZ-Redakteur Andreas Platthaus ĂŒber “Blast” von Manu Larcenet. Die Tagespiegel-Jury wĂ€hlte den Titel zum “Comic des Jahres 2012″. Ende MĂ€rz erscheint nun mit “Augen zu und durch” der dritte Band der insgesamt auf vier Teile angelegten Serie bei Reprodukt.

Wahnsinniger Psychopath oder gerissener Killer? Polza Mancini steht unter Mordverdacht und zieht die Ermittler immer tiefer in seine Welt. Scheinbar ungerĂŒhrt berichtet er ĂŒber Suizid, Missbrauch und körperliche Gewalt. Nur der Name Carole Oudinot scheint die Selbstbeherrschung des unförmigen Riesen einen Moment lang ins Wanken zu bringen. Das psychologische “Katz-und-Maus-Spiel” mit der Polizei steuert auf seinen Höhepunkt zu.

“Blast” ist eine ErzĂ€hlung der Extreme, die den Leser an die Grenzen des ErtrĂ€glichen fĂŒhrt. Fragile Schönheit und exzessive Gewalt werden von Manu Larcenet auch im dritten Band der Reihe zu einem einzigartigen Stimmungsbild verwoben, das niemanden unberĂŒhrt lĂ€sst.

Blast 3 – Augen zu und durch, ISBN 978-3-943143-81-2, 208 Seiten, schwarzweiß & farbig, 20,5 x 27 cm, Hardcover, 29 EUR, erscheint im MĂ€rz 2014 bei Reprodukt

“Die heilige Krankheit” – Verfilmung in Arbeit

Donnerstag, den 20. MĂ€rz 2014

Die in zwei Teilen erschienene autobiografische Graphic Novel “Die heilige Krankheit” von David B. (Edition Moderne) wird derzeit verfilmt. Auf der Website zum Film, der im Original wie die französische Ausgabe des Buches “LÂŽAscension du Haut Mal” heissen wird, sind zwei Trailer zu sehen, die einen Einblick in den Film geben. Wann der Film, der unter der Regie von Christophe GĂ©rard entsteht, in die Kinos kommt, ist noch nicht bekannt.

In “Die heilige Krankheit” erzĂ€hlt David B. mit einzigartiger Offenheit seine Familiengeschichte, die durch die Epilepsie seines Bruders geprĂ€gt wird. Die verzweifelte Suche seiner Eltern nach einer Heilmethode fĂŒr ihren Sohn fĂŒhrt die Familie vom Facharzt zum Guru, vom Scharlatan zur makrobiotischen Kommune, von der Sekte bis nach Lourdes. Dieses Aufwachsen zwischen Heerscharen von Ärzten und Armeen von DĂ€monen wird fĂŒr David B. zum Albtraum, den er Jahre spĂ€ter mit seinem Meisterwerk “Die heilige Krankheit” ĂŒberwindet.

Weiterhin erhĂ€ltlich sind beide BĂ€nde der deutschen Ausgabe zum JubilĂ€umspreis: Das Set ist fĂŒr EUR (D) 24,– erhĂ€ltlich.

Neu bei Schreiber & Leser

Mittwoch, den 19. MĂ€rz 2014

“Rachel Rising 1 – Tochter des Todes” von Terry Moore

Bei Morgengrauen erwacht Rachel im Wald. MĂŒhsam schleppt sie sich nach Haus. Erst allmĂ€hlich merkt sie an den Reaktionen ihrer Umwelt, dass mit ihr etwas nicht stimmt. Sie ist tot.

Terry Moore erzÀhlt vom wahren Horror: der tÀglichen RealitÀt in unseren KleinstÀdten.

Rachel Rising bekam 2012 den Harvey Award als beste neue Serie.

Rachel Rising 1 – Tochter des Todes, ISBN 978-3-943808-35-3, 128 Seiten, schwarzweiß, Softcover, EUR (D) 14,95 , erscheint im April bei Schreiber & Leser

 

“Der Turm” von BenoĂźt Peeters & François Schuiten

Dies ist die Geschichte vom Turm und dem Mann, der ihn bereiste. Giovanni Battista ist dieser Mann, der letzte Instandhalter, der eines Tages aufbricht ins Ungewisse. WÀhrend andere sich im Verwalten und Bewahren, in Theorien und Diskussionen ergehen und das gigantische Bauwerk zusehends bröckelt, schreitet Battista zur Tat.

UnĂŒbersehbar sind die Parallelen zum Turm von Babel, diesem himmelstĂŒrmenden Menschheitsprojekt. Auch die beklemmenden Kerkerphantasien des Piranesi fanden Eingang in diese Geschichte, und nicht zuletzt setzen die Autoren dem unvergleichlichen Orson Welles ein Denkmal.

Der Turm, ISBN 978-3-943808-37-7, 112 Seiten, schwarzweiß & farbig, Hardcover, EUR (D) 24,80, erscheint im Mai bei Schreiber & Leser

“Am Ende des Tages” von Jimmy Beaulieu

Alle hauen ab nach Montreal, nur ein gewisser Jimmy B. sitzt noch in Quebec-City und will seinen Job im Buchladen nicht aufgeben. Warum auch? Schließlich kommen dort laufend Frauen vorbei, von denen sich stundenlang schwĂ€rmen lĂ€sst.

Jimmy Beaulieu erzĂ€hlt autobiografische Geschichten ĂŒber Höhen und Tiefen im Alltag eines jungen KĂŒnstlers und sieht dabei noch in der kleinsten Geste die erotische Botschaft.

Am Ende des Tages, ISBN 978-3-943808-41-4, 352 Seiten, schwarzweiß & farbig,  Softcover, EUR (D) 24,80, erscheint im Mai bei Schreiber & Leser

Nextcomic in Linz

Mittwoch, den 19. MĂ€rz 2014

Am morgigen Donnerstag eröffnet in Linz die diesjĂ€hrige Ausgabe des Nextcomic-Festivals. Bis Freitag, dem 28. MĂ€rz wird es wieder eine Vielzahl von Veranstaltungen mit einer Reihe internationaler ComiczeichnerInnen geben. Geboten werden Workshops, Animationsfilme, Ausstellunge, Vorträge, Live-Zeichnen, Puppentheater und noch viel mehr. Als GĂ€ste werden unter anderem erwartet: Max Andersson (“Container”, Reprodukt), Daniel Lieske (“Wormwold Saga”, Tokyopop) und Leopold Maurer (“Mann am Mars”, Luftschacht), Ehrengast ist Gerhard Haderer. BĂŒcher können am offiziellen Festival-Comicshop von Pictopia erstanden werden.

Über das gesamte Programm, Uhrzeiten und Orte informiert das offizielle Festivalprogramm (PDF) sowie die dazu gehörige Website.

Kein Comic-Zentrum auf Buchmesse Frankfurt

Dienstag, den 18. MĂ€rz 2014

Das unter dem Slogan “Faszination Comic” bekannte Comic-Zentrum auf der Frankfurter Buchmesse wird in diesem Jahr nicht mehr organisiert. Wie die Artikel auf boersenblatt.de (“Buchmesse ohne Comic-Zentrum”) und tagesspiegel.de (“Aus fĂŒr Comic-Zentrum der Frankfurter Buchmesse”, Lars von Törne) herausheben, liegt das Aus der gemeinsamen FlĂ€che der Comicverlage, inklusive eigenem Podium, Signiertischen und kleiner AusstellungsflĂ€che, an der Diversifizierung des Comicmarktes. In den vergangenen Jahren waren immer mehr Verlage in andere Hallen abgewandert. So zieht es Verlage, die Graphic Novels im Programm haben, verstĂ€rkt in die Messehallen der Belletristikverlage. Bereits seit vier Jahren sind zum Beispiel die Verlage Edition Moderne und Reprodukt bei den “Jungen Verlagen” zu finden und nicht mehr im Comic-Zentrum.

Auch auf der Leipziger Buchmesse am vergangenen Wochenende waren VerĂ€nderungen unĂŒbersehbar. Hier organisieren sich die Verlage neu, so wie sich die Messe im Bereich Comic ebenfalls neu aufstellt. Mit dem Gemeinschaftsstand diverser Comicverlage zog es – nur ein Beispiel – eine weitere ReprĂ€sentationsflĂ€che fĂŒr Graphic Novels in Halle 5.

Neu im Ventil Verlag

Dienstag, den 18. MĂ€rz 2014

An der Entstehung eines Comics sind seitens der Verlag eine Reihe von Personen beteiligt, die den jeweiligen Band ĂŒbersetzen, redigieren, herstellen und dann vertreiben. Sofern Comics nicht mit einem Computerfont gelettert werden gehört auch der Letterer dazu, der in Anmutung der Original-Schrift den ĂŒbersetzten Text zu Papier bringt. Einer aus der ĂŒberschaubaren Zunft der Handletterer ist der Kölner Olav Korth, der auf diese Weise unter anderem “Die Amateure” von Brecht Evens, “Aufzeichnungen aus Jerusalem” von Guy Delisle und “Liebe ist die Hölle” (alle Reprodukt) veredelte. Neben dieser TĂ€tigkeit erscheint unter Korths Alias 18Metzger wöchentlich ein Strip der Reihe “Totes Meer” in der Wochenzeitung jungle world. Im Ventil Verlag ist nun ein erster Sammelband erschienen.

“Totes Meer” von 18 Metzger

Die Comics von 18Metzger, die in der Wochenzeitung »Jungle World« erscheinen, transformieren Alltag in maritime Grotesken. Die Strips sind bevölkert von Matrosen, die keine Sekunde still sitzen können, ohne eine neue GeschĂ€ftsidee zu haben. Sie haben mobiles Internet, aber keinen Grund, das Haus zu verlassen. Falls doch, begegnen sie der neuen Mitte (an deren BDSM-Abend das Stoppwort »Freiwillige Selbstverpflichtung« lautet) auf ihrem Weg nach unten. Ihr Versuch, eingebildeten Freunden oder ungebildeten Freundinnen Zuspruch zu spenden, gerĂ€t ungeschickt zur Kranzniederlegung. Sie geben vor, zu wissen, dass alles besser wird, wenn das Private nur politisch genug ist und sie im Falschen nicht Zeit mit dem Richtigen vertrödeln. Bei schlechtem Wetter verlegen sie ihren Beitrag zum Untergang der Welt in den Festsaal. Sobald sie die Augen zumachen, treten sie ĂŒberall in Hundescheiße oder Globalisierungsverlierer. Sie ficken den ganzen Tag und nach ihrem Tod verwandeln sie sich in Bernstein. Wer nicht mit ihnen im selben Boot sitzt, dessen Wasserleiche posten sie auf ihrem Blog.

Totes Meer, ISBN 978-3-95575-000-8, 140 Seiten, farbig, Hardcover, EUR (D) 19,90, erschienen im Ventil Verlag