Graphic Novels
News Termine Presse Erste Schritte Buchhandel / Vertrieb Bibliotheken Über uns Impressum

Monatsarchiv für April 2014

Max und Moritz-Publikumspreis – Dritte Runde

Mittwoch, den 30. April 2014

In der abschließenden Runde zum Max und Moritz-Publikumspreis kann ab sofort – und bis zum 19. Juni um 19 Uhr – abgestimmt werden. Durch die ersten zwei Nominierungsrunden wurden drei Titel ermittelt, die nun der von der Jury ausgewählten Longlist hinzugefügt wurden. Zur Auswahl stehen damit folgende Titel:

• „Ardalén“ von Miguelanxo Prado (Ehapa Comic Collection)
• „Anyas Geist“ von Vera Brosgol (Tokyopop)
• „Billy Bat“ von Naoki Urasawa, Ko-Szenarist: Takashi Nagasaki (Carlsen Manga)
• „Buddha“ von Osamu Tezuka (Carlsen)
• „Das Erbe“ von Rutu Modan (Carlsen)
• „Das versteckte Kind“ von Loïc Dauvillier, Marc Lizano & Greg Salsedo (Panini Comics)
• „Der gigantische Bart, der böse war“ von Stephen Collins (Atrium Verlag)
• „Didi & Stulle“ von Fil (zitty)
• „Don Quijote“ von Flix (Carlsen)
• „Earth unplugged“ von Jennifer Daniel (Jaja Verlag)
• „Ein Leben in China“ von Li Kunwu & P. Ôtié (Edition Moderne)
• „Eva“ von Claude Jaermann & Felix Schaad (Tages-Anzeiger Zürich / Sewicky Verlag)
• „Flughunde“ von Ulli Lust (nach Marcel Beyer, Suhrkamp)
• „Hilda und der Mitternachtsriese“ von Luke Pearson (Reprodukt)
• „Im Himmel ist Jahrmarkt“ von Birgit Weyhe (avant-verlag)
• „Jimmy Corrigan – Der klügste Junge der Welt“ von Chris Ware (Reprodukt)
• „Kiesgrubennacht“ von Volker Reiche (Suhrkamp)
• „Kililana Song“ von Benjamin Flao (Schreiber & Leser)
• „Kinderland“ von Mawil (Reprodukt)
• „Quai d’Orsay – Hinter den Kulissen der Macht“ von Abel Lanzac & Christophe Blain (Reprodukt)
• „Saga“ von Brian K. Vaughan & Fiona Staples (Cross Cult, nominiert durch das Publikum)
• „Schisslaweng“ von Marvin Clifford (www.schisslaweng.net, nominiert durch das Publikum)
• „TEN“ von Martina Peters (Cursed, nominiert durch das Publikum)
• „Totes Meer“ von 18 Metzger (Jungle World / Ventil Verlag)
• „Unsichtbare Hände“ von Ville Tietäväinen (avant-verlag)

Stimmen können online abgegeben werden und zwar hier.

Neu bei Panini

Mittwoch, den 30. April 2014

Neben dem umfangreichen Superhelden- und Mangaprogramm sowie vielen weiteren Comicreihen, werden bei Panini bis zum Jahresende auch einige Graphic Novels veröffentlicht, die hier aufgeführt werden sollen. Weitere Informationen zum Programm gibt es hier. Die Cover sind noch vorläufig.

“Perkeros” von K.P. Alare & J.P.Ahonen

Finnland ist bekannt für seine Metal-Bands. Dass aus dem Nordland aber auch Hochwertige Graphic Novels kommen, ist weniger verbreitet. Mit Perkeros haben J.P. Ahonen und K.P. Alare einen Weg gefunden, beides zu verbinden: Akseli, Musik-Junkie und Perfektionist mit wenig Selbstwertgefühl, navigiert seine Band Perkeros durch die Klippen des Musikerlebens – authentisch erzählt und liebenswert gezeichnet. Der Leser begleitet Akseli durch die Höhen und Tiefen eines Alltags zwischen Studium, gesellschaftlichen Verpflichtungen und seiner Beziehung. Doch dann entdeckt er das Gesangstalent Aydin und die Band erhält endlich die Chance, ihr Können zu zeigen – bei einem gigantischen Festival-Gig.

Perkeros, ISBN 978-3-95798-109-7, 192 Seiten, farbig, Hardcover, EUR (D) 19,99, erscheint im Oktober 2014

“Schnappt Jiro!” von Anthony Bourdain, Joel Rose & Langdon Foss

In einer Zukunft, in der sich in L.A. alles ums Essen dreht, beherrschen Meisterköche die Stadt wie sonst nur Gangsterbosse. Die Menschen töten im wahrsten Sinne dafür, einen Platz im besten Restaurant ergattern und sich dem Hochgenuss eines Sterne-Menüs hingeben zu können. Doch dann taucht Jiro auf, ein abtrünniger und unbarmherziger Sushi-Koch, der seine eigenen Ziele verfolgt.

Schnappt Jiro!, ISBN 978-3-95798-110-3, 200 Seiten, farbig, Hardcover, EUR (D) 19,99, erscheint im November 2014

 

Arne Bellstorf & Sascha Hommer: Lesung in Freiburg

Mittwoch, den 30. April 2014

Im Rahmen der Leseaktion “zwischen/miete” – Junge Literatur in WGs” sind am kommenden Freitag, dem 2. Mai Arne Bellstorf (“Baby’s in black”) und Sascha Hommer (“Vier Augen”, beide Reprodukt) in der Freiburger LudwigstraĂźe zu Gast.

Die Lesereihe zwischen/miete präsentiert Literatur aus der jĂĽngsten Schriftstellergeneration und bringt sie ins Gespräch. Von Studierenden organisiert und moderiert, kommen fĂĽr einen Abend professionelle junge AutorInnen zur “Zwischenmiete” in Freiburger Wohngemeinschaften.

Veranstaltet wird die Aktion vom Literaturbüro Freiburg und dem Studierendenwerk Freiburg. Im Eintrittspreis von EUR 3 sind Bier und Brötchen inbegriffen.

Zwischen / Miete – Junge Literatur in WGs, Ludwigstraße 29, D-79102 Freiburg
Kartenreservierung: (0761) 28 99 89
email: info@literaturbuero-freiburg.de, www.literaturbuero-freiburg.de

Max und Moritz-Preis für Lebenswerk an Ralf König / Longlist veröffentlicht

Dienstag, den 29. April 2014

Ralf König wird mit dem Max und Moritz-Sonderpreis fĂĽr ein herausragendes Lebenswerk 2014 bedacht. Wie der Comic-Salon in Erlangen bekannt gab, “wĂĽrdigt die Jury damit den erfolgreichsten und international populärsten deutschen Comic-KĂĽnstler, dessen Einfluss nicht nur weit ĂĽber die Grenzen des deutschsprachigen Raums, sondern auch weit ĂĽber die Kreise des traditionellen Comic-Publikums hinausreicht”. Zuletzt erschien von König “Raumstation Sehnsucht” (Rowohlt). Er ist der erste KĂĽnstler aus Deutschland, dem diese Auszeichnung zuteil wird.

Die Preisverleihung findet im Rahmen der Preisgala zur Verleihung der weiteren acht Max und Moritz-Preise statt. Während in den Kategorien „Bester deutschsprachiger Comic-Künstler“ (Dotierung:  EUR 5.000), „Beste studentische Comic-Publikation“ (EUR 1.000) und „Spezialpreis der Jury“ keine Nominierungen bekannt gegeben werden, werden die die weiteren Preisträger-Titel in den Kategorien „Bester deutschsprachiger Comic“, „Bester internationaler Comic“, „Bester deutschsprachiger Comic-Strip“ und „Bester Comic für Kinder“ aus der nun veröffentlichten Longlist ausgewählt. Auf der Liste befinden sich:

• „Ardalén“ von Miguelanxo Prado (Ehapa Comic Collection)
• „Anyas Geist“ von Vera Brosgol (Tokyopop)
• „Billy Bat“ von Naoki Urasawa, Ko-Szenarist: Takashi Nagasaki (Carlsen Manga)
• „Buddha“ von Osamu Tezuka (Carlsen)
• „Das Erbe“ von Rutu Modan (Carlsen)
• „Das versteckte Kind“ von Loïc Dauvillier, Marc Lizano & Greg Salsedo (Panini Comics)
• „Der gigantische Bart, der böse war“ von Stephen Collins (Atrium Verlag)
• „Didi & Stulle“ von Fil (zitty)
• „Don Quijote“ von Flix (Carlsen)
• „Earth unplugged“ von Jennifer Daniel (Jaja Verlag)
• „Ein Leben in China“ von Li Kunwu & P. Ôtié (Edition Moderne)
• „Eva“ von Claude Jaermann & Felix Schaad (Tages-Anzeiger Zürich / Sewicky Verlag)
• „Flughunde“ von Ulli Lust (nach Marcel Beyer, Suhrkamp)
• „Hilda und der Mitternachtsriese“ von Luke Pearson (Reprodukt)
• „Im Himmel ist Jahrmarkt“ von Birgit Weyhe (avant-verlag)
• „Jimmy Corrigan – Der klügste Junge der Welt“ von Chris Ware (Reprodukt)
• „Kiesgrubennacht“ von Volker Reiche (Suhrkamp)
• „Kililana Song“ von Benjamin Flao (Schreiber & Leser)
• „Kinderland“ von Mawil (Reprodukt)
• „Quai d’Orsay – Hinter den Kulissen der Macht“ von Abel Lanzac & Christophe Blain (Reprodukt)
• „Saga“ von Brian K. Vaughan & Fiona Staples (Cross Cult, nominiert durch das Publikum)
• „Schisslaweng“ von Marvin Clifford (www.schisslaweng.net, nominiert durch das Publikum)
• „TEN“ von Martina Peters (Cursed, nominiert durch das Publikum)
• „Totes Meer“ von 18 Metzger (Jungle World / Ventil Verlag)
• „Unsichtbare Hände“ von Ville Tietäväinen (avant-verlag)

Die Jury besteht in diesem Jahr aus Christian Gasser (Autor und Dozent an der Hochschule Luzern – Design & Kunst), Herbert Heinzelmann (Journalist und Medienwissenschaftler, Nürnberg), Brigitte Helbling (Journalistin, Arbeitsstelle für Graphische Literatur, Hamburg), Andreas C. Knigge (Journalist und Publizist, Hamburg), Isabel Kreitz (Comic-Zeichnerin, Hamburg), Lars von Törne (Journalist, Berlin) und Bodo Birk (Internationaler Comic-Salon Erlangen). Die Preisverleihung findet am 20. Juni im Erlanger Markgrafentheater statt.

Foto: © Internationaler Comic-Salon Erlangen

Veranstaltungen bei Boesner / Wien

Dienstag, den 29. April 2014

Gleich drei Veranstaltungen in der Wiener Filiale des Kunstbedarfshandels Boesner widmen sich dem Thema Comic. Am morgigen Mittwoch ab 17 Uhr wird Pictopia-Inhaber Sebastian Broskwa einen Abriss ĂĽber 100 Jahre Comic-Geschichte geben und dabei das Spannungsfeld zwischen Literatur und Kunst in den Mittelpunkt stellen. Direkt im Anschluss um 18 Uhr gibt es eine Multimediale Comic-Lesung des Grazer Kollektivs Tonto. Der Eintritt zu beiden Veranstaltungen ist frei, Anmeldung ist nicht erforderlich.

Zu einem zweitägigen Comic-Workshop am Freitag, dem 9. Mai und am Samstag, dem 10. Mai lädt Simon Häussle (Tonto Comics) ein.

An den beiden Kurstagen beschäftigen wir uns mit den unterschiedlichen Möglichkeiten einen Comic als kurze Geschichte und Bildabfolge zu zeichnen und zu schreiben. Verschiedene Materialien sowie Techniken und ihre Verwendung im Comic- und Tuschezeichnen, wie wir sie von aktuellen „Graphic Novels“ kennen, werden vorgestellt und ihre Verwendung erläutert.

Der Workshop richtet sich an Fortgeschrittene, um Anmeldung wird gebeten. Die Teilnahme kostet EUR 175 inklusive Material.

boesner GmbH & Co KG, Unter der Kirche 4, A-1110 Wien, Ă–sterreich
www.boesner.at

Graphic Novels in den Medien – 28. April 2014

Montag, den 28. April 2014

  • “Per Comic in die Vergangenheit” – Kultur.21 der Deutschen Welle ĂĽber Simon Schwartz und sein neues Buch “Vita Obscura” (avant-verlag)
  • “Der Mann, der fĂĽr Apple in den sauren Apfel biss” – Michael Pilz auf welt.de ĂĽber “Vita Obscura” von Simon Schwartz (avant-verlag)
  • “Wie kann man nach Maus noch Comics zeichnen?” – Andreas Platthaus in der FAZ ĂĽber “Zweite Generation” von Michel Kichka (Egmont Graphic Novel)
  • “Sieben Meter Krieg” – Michael Brake in der tageszeitung ĂĽber “Der erste Weltkrieg: Die Schlacht an der Somme” von Joe Sacco (Edition Moderne)
  • “Pas de problème!” – Olja Alvir auf dastandard.at ĂĽber “Kafka fĂĽr Afrikaner” von Judith Vanistendael (Reprodukt)
  • “Schwarz und WeiĂź” – Jörg Weinreich, Leiter der Stadtbibliothek Bayreuth auf oebib.de ĂĽber “Kafka fĂĽr Afrikaner” von Judith Vanistendael (Reprodukt)
  • “Antikriegs-Klassiker erscheint als Graphic Novel” – Die Nordwestzeitung ĂĽber “Im Westen nichts Neues” von Peter Eickmeyer (nach Erich Maria Remarque, Splitter)
  • FĂĽnf Fragen: Gerrit Völker | Maternus-Buchhandlung, Köln

    Samstag, den 26. April 2014

     

    Seit inzwischen ĂĽber fĂĽnf Jahren wird www.graphic-novel.info betrieben. Eine Zeit, in der sich in Sachen Graphic Novels eine Menge getan hat: Viele interessante Titel sind erschienen – verstärkt von deutschsprachigen KĂĽnstlerInnen –, neben Comicverlagen veröffentlichen eine ganze Reihe anderer Verlage ebenfalls Graphic Novels, die Presse berichtet in größerer Breite und in selbstverständlicherem Ton. Wie sich die Entwicklung im Handel darstellt, wo man naturgemäß an der Schnittstelle zwischen “Hinter den Kulissen” und dem direkten Kundenkontakt steht, soll nun in einer Reihe kurzer Interviews beleuchtet werden.

    Den Anfang macht die Maternus-Buchhandlung in der Kölner Severinstraße, ein klassischer Sortimenter mit starker Verwurzelung in seinem Kiez. Seit einigen Jahren werden auch hier Comics, bzw. Graphic Novels in einem eigenen Regal präsentiert, ca. 100 Titel, die meisten davon auf 15 Regalmetern frontal präsentiert. Buchhändler Gerrit Völker beantwortet die Fünf Fragen, dafür herzlichen Dank!

    Wenn Sie vier oder fĂĽnf Jahre zurĂĽckdenken, was hat sich in Sachen Graphic Novels bei Ihnen getan?

    Recht viel. Das liegt zum einen an der besonderen Situation unserer Buchhandlung, denn acht Jahre des U-Bahnbaus vor unserer Nase samt Archiveinsturz haben einen engagierten Sortimentsbuchhandel im Grunde unmöglich gemacht. Bei dem, was ich als „Wiederaufbau“ bezeichnen möchte, haben wir seit 2011/12 von Anfang an Wert darauf gelegt, Graphic Novels zu etablieren und bestmöglich, also frontal und zentral, zu präsentieren. Seither ist im positiven Sinne Normalität eingekehrt. Die „Pfui! Comics!“- oder auch „Wie geil! Graphic-Novels!“- Kommentare werden endlich weniger, was uns eine Beratung ohne anstrengende Grundsatzdebatten vereinfacht.

    Gut und sinnvoll ist es, wenn momentan Synergien zwischen Comic und Kinderbuch verstärkt werden, etwa durch die Kindercomics bei Reprodukt oder durch Arbeiten von Comiczeichnern für Kinderbuchverlage (z.B. für Aladin).  Das verbindet unsere Abteilungen; wenn wir darauf verweisen, steigert das meiner Erfahrung nach das Interesse an Graphic Novels bei Eltern und Großeltern.

    Haben sich im Verlauf der letzten Jahre die Fragen der Kundschaft, oder die Kundschaft selbst, geändert?

    Ja, schon. Mit der wachsenden Akzeptanz des Genres rücken auch künstlerische Verfahren und Konzepte, die Literarizität von Comics in den Vordergrund. Unsere Kunden interessieren sich zunehmend dafür, auf welche Weise Geschichten und Situationen erzählt werden, wie das Verhältnis von Bild und Text ist, welche Zeitstrukturen und Brüche gerade in grafischen Erzählformen ihren Ausdruck finden können. Zu unseren Kunden neben denen, die durch uns auf Graphic Novels aufmerksam wurden oder gezielt danach Ausschau halten, mittlerweile auch einige, die sich von Berufs wegen für die Materie interessieren, Illustratoren. Diesen Austausch empfinde ich als besonders angenehm, weil er Einblicke und Perspektiven bietet. Explizite Comic-Freaks kommen eher nicht zu uns, die fühlen sich wohl eher in Comicläden zuhause.

    Was fĂĽr besondere Aktionen haben Sie bei sich durchgefĂĽhrt? Wie war die Resonanz darauf und planen sie eventuell zukĂĽnftig weitere?

    Wir haben letztes Jahr eine Kinderbuchlesung mit einem Kölner (Comic-)Zeichner veranstaltet, die sehr schön war. Für die Zukunft kann ich mir durchaus auch eine Lesung/Präsentation im Bereich Graphic Novels vorstellen, derzeit ist das aber nicht in Sicht, was auch an den m.E. recht hohen Honorarforderungen mancher Autoren liegt. Da liegt unser Augenmerk eher auf ambitionierter deutschsprachiger Erzählliteratur und Regionalia.

    Über Schaufensteraktionen werben wir für Graphic Novels wie für alle andere Sortimentsbereiche und Titel auch, die Resonanz darauf ist gut und die Werbemittel sind heiß begehrt. Die Frage bringt mich aber darauf, dass wir uns mal wieder was einfallen lassen könnten…

    Ist Ihnen der Kontakt zu den Verlagen wichtig? Inwiefern?

    Natürlich, das halten wir bei Graphic Novels nicht anders als in der Belletristik insgesamt. Soll ein Verlag für unsere Sortimentsgestaltung eine besondere Rolle spielen, dann kontaktieren wir den Vertrieb und/oder die Vertreter. Wenn man seine Arbeit gegenseitig schätzt, dann sollte man auf einer Ebene arbeiten, die von Anerkennung und Loyalität geprägt ist. Der Kontakt zu den Verlagen bietet uns die Möglichkeit, inhaltlich mal was auszuprobieren, Leseexemplare anzufragen und Konditionen zu verhandeln. Wir übertreiben das aber nicht; momentan sind vor allem Reprodukt und Carlsen relevant für uns.

    Welche Titel haben sich bei Ihnen besonders gut verkauft?

    Mit dieser Frage sind wir bei einem kleinen Haken, den diese Warengruppe fĂĽr uns leider hat. Wir behandeln und beraten Comics zwar als gleichberechtigten Teil der Belletristik, mĂĽssen aber klar sehen, dass sich in Zeiten, in denen es keine wirklich medienwirksamen Titel, keine groĂźen Besprechungen gibt, Comics und Graphic Novels langsamer abverkaufen. Wir wĂĽrden uns also jedes Jahr einen Titel wie Craig Thompsons “Habibi” oder Guy Delisles “Aufzeichnungen aus Jerusalem” (beide Reprodukt) (das sind wohl auch unsere bisherigen „Bestseller“, beide waren auch Empfehlungstitel) wĂĽnschen. Mathieu und Taniguchi gehen ganz gut und Spiegelman mit “Maus” (Fischer).  Ich meine aber, dass es gar nicht so sehr auf „Bestseller“ ankommt. NatĂĽrlich verkaufen sich naturgemäß manche Titel besser als andere, bei der Beratung kapriziere ich mich aber nicht auf einen oder zwei Titel, das ist so ein Buchhändlertypus, den ich eher unsympathisch finde, weil das schnell so was Manisches hat. Ich höre dem Kunden zu und schöpfe sehr gerne aus dem Vollen, auch bei Comics.

    Maternus Buchhandel, Severinstr. 76, 50678 Köln
    Tel. (0221) 32 99 93, Fax (0221) 31 13 37
    E-Mail: info@maternus-buchhandel.de, www.maternus-buchhandel.de

    Karikaturenstreit auf französisch

    Freitag, den 25. April 2014

    Der besonders in Frankreich populäre Comic-Autor, Romancier und Filmregisseur Joan Sfar (“Vampir”, avant-verlag) zeigt sich irritiert von seiner Vorbildfunktion fĂĽr den Sohn von Nicolas Sarkozy. Jener Jean Sarkozy hatte zuletzt politische Karikaturen online veröffentlicht und sich auf Inspiration durch Sfar berufen. Sfar wollte das als jemand, der Sarkozy und seine Politik ablehnt, nicht auf sich beruhen lassen und fertigte seinerseits eine Reihe von Zeichnungen an, die er auf seinem Instagram-Account online stellte. Ăśber das Hin und Her – Jean Sarkozy hält Sfar nun vor, in seinen Darstellungen zu weit gegangen zu sein – berichtet nun auch Spiegel Online (“Orale Liebesspiele im Karikaturenstreit”). In Frankreich berichteten sämtliche größeren Medien, darunter Liberation, Le Figaro, Le Monde und auch Les Inrockuptibles.

    Graphic Novels in den Medien – 25. April 2014

    Freitag, den 25. April 2014

    Neue Graphic Novels bei Carlsen

    Donnerstag, den 24. April 2014

    Auf seiner Website hat der Hamburger Verlag Carlsen die Titel seines Herbstprogramms veröffentlicht. Mit “Fun Home” von Alison Bechdel wird zum Jahresende ein Band im Paperback veröffentlicht, der ursprĂĽnglich bei Kiepenheuer & Witsch erschien. Eine solche Ăśbernahme ist ein Novum. Hier ein Ăśberblick ĂĽber die nun angekĂĽndigten Graphic Novels:

    “Robert Moses – Der Mann, der New York erfand” von Pierre Christin

    Ohne Robert Moses würde das moderne New York ganz anders aussehen. Von 1930 bis 1970 hat der Architekt buchstäblich das Gesicht von Big Apple verändert, indem er Parks anlegen und Brücken bauen ließ oder Spielplätze, Schwimmbäder und Schulen geschaffen hat. Robert Moses hat als Stadtplaner New York in die Moderne geführt. Dennoch ist er umstritten, da er wenig Rücksicht auf die Stadtteile der Armen und Minderheiten nahm.

    In diesem eleganten grafischen Roman beschreibt der Comic-Autor Pierre Christin, selbst ein Architektur-Enthusiast, das Leben dieses berühmten Mannes, der zu den wichtigsten Architekten der Welt gehörte. Die klaren Linien von Olivier Balez sind perfekt geeignet, um die majestätischen Strukturen New Yorks nachzuzeichnen.

    Robert Moses – Der Mann, der New York erfand, ISBN 978-3-551-76499-7, 108 Seiten, Hardcover, EUR (D) 17,90, erscheint im Oktober 2014

    “Der Schatz der Tempelritter, Band 1: Salomons Diebe” von Jordan Mechner, Leuyen Pham und Alex Puvilland

    Martin ist nicht der frömmste Tempelritter, aber als der König von Frankreich und der Papst die Templer ermorden und ihren legendären Schatz stehlen lassen, wächst er mit seinen Aufgaben. Er versammelt eine kleine Truppe überlebender Templer und heckt mit ihnen einen kühnen Plan aus, um den größten Schatz der Welt direkt unter den Augen des Königs zu stehlen.

    Ein spannendes Abenteuer, das von so unterschiedlichen EinflĂĽssen lebt wie Umberto Ecos “Der Name der Rose” und “Ocean´s Eleven” und von dem Game-Designer von “Prince of Persia” geschrieben wurde.

    Der Schatz der Tempelritter, Band 1: Salomons Diebe, ISBN 978-3-551-71700-9, 144 Seiten, Hardcover, EUR (D) 17,90, erscheint im Oktober 2014

    “Nicht ohne meine SchĂĽrze – Vom Essen und Trinken” von Guillaume Long

    Wie kocht man einen Hasen in Bier, wie macht man Lauch-Makis, wie die perfekten Canelloni? Und wie bestellt man Kaffee in Paris? Das sind existentielle Fragen für jeden Gastrokritiker, der sich, so wie Guillaume Long, mit omnipräsentem Humor auf Entdeckungsreise durch die Alltagsküche macht.

    Wie im ersten Band vereint der Food-Blogger Guillaume Long Anekdoten, Rezepte, gastronomische Reiseskizzen und kulinarische Kindheitserinnerungen zu guter Unterhaltung mit praktischem Nutzen.

    Nicht ohne meine Schürze – Vom Essen und Trinken, ISBN 978-3-551-78589-3, 144 Seiten, farbig, Softcover, EUR (D) 24,90, erscheint im November 2014

    “Buddha, Band 10: Nirwana” von Osamu Tezuka

    Am FuĂźe des Himalaja vor circa 2.500 Jahren: Das Leben des Buddha – und somit auch seine bewegende Geschichte – neigt sich dem Ende zu. Im Beisein seiner Wegbegleiter und SchĂĽler geht der Erleuchtete ein ins Nirvana, losgelöst von allen Begierden menschlichen Daseins.

    “Buddha”, eines der berĂĽhmtesten Meisterwerke Osamu Tezukas, liegt nun vollständig in einer schön gestalteten Gesamtausgabe vor. Ebenso humorvoll wie auch sozialkritisch erzählt der GroĂźmeister des Manga die abenteuerliche Geschichte des FĂĽrstensohns Siddharta Gautama, der aus seiner Tradition ausbrach und zum Erleuchteten wurde: fähig seinen Weg aus dem leidvollen Leben zu finden und diesen auch anderen zu weisen.

    Buddha, Band 10: Nirwana, ISBN 978-3-551-76640-3, 320 Seiten, schwarzweiĂź, Hardcover, EUR (D) 22,90, erscheint im November 2014

    “Meine Mutter ist in Amerika und hat Buffalo Bill getroffen” (Softcover) von Emile Bravo

    Der kleine Jean befindet sich in höchster Not, als er in der Schule erzählen soll, was seine Eltern beruflich machen. Sein Vater ist Firmenchef, doch seine Mutter lebt nicht bei der Familie. Über sie weiß Jean so gut wie nichts. Deswegen beginnt er, sich das Leben seiner Mutter in Gedanken auszumalen. Immer wilder werden seine Ideen, und schließlich landet die Mutter seiner Fantasie im Wilden Westen, wo sie auf Buffalo Bill trifft.

    Als erster Comic ĂĽberhaupt wurde “Meine Mutter” mit dem Deutschen Jugendliteraturpreis ausgezeichnet. Die Geschichte des kleinen Jungen, der glaubt, seine Mutter sei in Amerika bei Buffalo Bill, ist eine berĂĽhrende und amĂĽsante Parabel darĂĽber, wie einem die Freunde und Fantasie helfen können, den Verlust eines geliebten Menschen zu ertragen.

    Meine Mutter ist in Amerika und hat Buffalo Bill getroffen (Softcover), ISBN 978-3-551-71375-9, 128 Seiten, farbig, Softcover, EUR (D) 9,99, erscheint im Dezember 2014

    “Fun Home” (Softcover) von Alison Bechdel

    In “Fun Home” erzählt Alison Bechdel die Geschichte ihres verstorbenen Vaters und wie sie in der Auseinandersetzung mit seinem Suizid zu sich selbst gefunden hat.

    Dieser erfolgreiche Entwicklungsroman mauserte sich in Amerika zur literarischen Sensation.

    Ăśbersetzt wurde “Fun Home” von Sabine KĂĽchler und Denis Scheck. 2009 wurde der Band mit einem der renommierten Eisner Preise ausgezeichnet.

    Fun Home, ISBN 978-3-551-71376-6, 240 Seiten, zweifarbig, Softcover, EUR (D) 9,99, erscheint im Dezember 2014

    “Der Traum von Olympia – Die Geschichte von Samia Yusuf Omar” von Reinhard Kleist

    Dass Reinhard Kleist in der Lage ist, schwierigste historische Themen in einer Graphic Novel umzusetzen, hat er mit “Der Boxer” bewiesen. Jetzt nimmt er ein aktuelles Thema anhand einer wahren Geschichte auf:
    Die Sprinterin Samia Yusuf Omar vertrat Somalia bei den Olympischen Spielen 2008 in Peking. Sie wurde jedoch von islamischen Extremisten bedroht, die ablehnen, dass Frauen Sport treiben. In der Hoffnung, an der Olympiade in London teilnehmen zu können, versuchte sie die Flucht nach Europa. Samia Yusuf Omar ertrank 2012 im Alter von 21 Jahren vor der Küste Maltas.

    Der Traum von Olympia – Die Geschichte von Samia Yusuf Omar, ISBN 978-3-551-73639-0, 128 Seiten, Hardcover, EUR (D) 17,90, erscheint im März 2015

    Comicrelease “Vita Obscura” in Hamburg

    Donnerstag, den 24. April 2014

    Am kommenden Samstag, dem 26. April, wird Simon Schwartz in der Hamburger Comichandlung Strips & Stories zu Gast sein und sein neues Buch “Vita Obscura” (avant-verlag) vorstellen und im Anschluss signieren.

    In Anlehnung an die Aussage Art Spiegelmans, die Zukunft des Comics liege in seiner Vergangenheit, bezieht sich “Vita Obscura” auf die frühen amerikanischen Sonntagsseiten der 1910er und 1920er Jahre. In jeder Folge widmet sich Simon Schwartz einer unbekannten, exzentrischen, aber doch stets wahren Biografie: Dem Leser begegnen u.a. der Landstreicher und einzige Kaiser der USA, Joshua Norton, die diversen Doppelgänger des Sohnes Iwan des Schrecklichen, das blinde Musikgenie Moondog, sowie das schreckliche Monster Pulgasari. Und wer hat das Gehirn von Albert Einstein entwendet?
    Passend zum jeweiligen Lebenslauf erfindet sich diese Comicserie immer wieder neu – sei es als Collage, Kohlezeichnung oder als Relief.

    Die Veranstaltung beginnt um 19 Uhr.

    Strips & Stories, SeilerstraĂźe 40, D-20349 Hamburg
    E-Mail: info@strips-stories.de, www.strips-stories.de

    Gratis Comic Tag – Trailer online

    Donnerstag, den 24. April 2014

    Am 10. Mai findet der Gratis Comic Tag statt, bei dem es in vielen Comichandlungen wie auch einigen Buchläden Comichefte umsonst geben wird, darunter einige Hefte mit Graphic Novel-Bezug.

    Ein Trailer – oben zu sehen – kündigt nun das Ereignis an.

    Werkstattgespräch mit Elke R. Steiner in Berlin

    Mittwoch, den 23. April 2014

    Weiterhin ist in der Auferstehungskirche in Berlin-Friedrichshain die Ausstellung “Zwei Frauenbiografien im Comic” zu sehen. Am Mittwoch, den 30. April 2014 um 19.30 Uhr wird Elke R. Steiner fĂĽr ein Werkstattgespräch vor Ort sein und ĂĽber die Arbeit an den Comics sowie ĂĽber die darin portraitierten Frauen Käte Frankenthal und Regina Jonas sprechen.

    Auferstehungsgemeinde, FriedenstraĂźe 83, D-10249 Berlin-Friedrichshain
    www.gsfn.de/kirchen/auferstehung/

    Neu im Berlin Story Verlag

    Mittwoch, den 23. April 2014
    “Gleisdreieck – Berlin 1981″ von Jörg Ulbert & Jörg Mailliet

    Berlin 1981: Die Stadt ist geprägt von Gegenkulturen und Kaltem Krieg. Hier kreuzen sich die Wege eines Polizisten und eines Terroristen. Der erste hat den Auftrag, den anderen zu finden und zu stoppen. Der zweite bereitet eine EntfĂĽhrung vor, von der er hofft, dass sie mehr Gleichgesinnte mobilisieren wird als seine vorangegangenen Aktionen …

    Diese atmosphärisch gestaltete und bis ins Detail recherchierte Graphic Novel erschien zuerst in Frankreich bei Des ronds dans l’O – jetzt inklusive Playlist (von Fehlfarben bis Joy Division) und Erläuterungen zum politisch-historischen Kontext auch auf deutsch.

    Gleisdreieck – Berlin 1981, ISBN 978-3-95723-029-4, 128 Seiten, farbig, Klappenbroschur, EUR (D) 19,95, erscheint im Mai im Berlin Story Verlag

    “Belgische Independent Comics” – Ausstellung in Bremen

    Mittwoch, den 23. April 2014

    Unter dem Titel “Belgische Independent Comics – Zwischen Alltagskultur und Avantgarde” werden ab dem 3. Mai an zwei Orten in Bremen Arbeiten der KĂĽnstlergruppen Nos Restes und Habeas Corpus gezeigt. Mit einer Vernissage am 2. Mai um 19 Uhr wird die Ausstellung im Projektraum 404 eröffnet, die im Anschluss bis zum 8. Juni zu sehen sein wird. Der zweite Teil der Ausstellung wird in der Stadtbibliothek Bremen vom 5. Mai bis zum 2. Juni zu sehen sein.

    Der Verein Kulturnetz e.V. präsentiert im Mai 2014 im Projektraum 404 und in der Stadtbibliothek Bremen die Ausstellung Belgische Independent Comics – Zwischen Alltagskultur und Avantgarde. Die Ausstellung knĂĽpft an die Ausstellung  Don’t shoot! We are not armed! mit sĂĽdafrikanischen KĂĽnstlerInnen an und fĂĽhrt die Beschäftigung mit dem Medium Comic in Bremen fort. Gezeigt werden Arbeiten von neun KĂĽnstlerinnen und KĂĽnstlern, die in den Comic-Kollektiven Nos Restes und Habeas Corpus zusammen arbeiten. In Belgien gehören Comics zum nationalen Kulturgut und sind Teil des Alltagslebens. Die Ausstellung gewährt dem Bremer Publikum Einblicke in die belgische Comicszene jenseits der  etablierten Verlage.

    Projektraum 404, Hegelstrasse 38, D-28201 Bremen
    Ă–ffnungszeiten: Do-So, 16 – 19 Uhr

    Stadtbibliothek Bremen, Am Wall 201, D-28195 Bremen
    Ă–ffnungszeiten: Mo, Di und Fr 10-19 Uhr Mi 13-19 Uhr Do 9-20 Uhr Sa 10-16

    “Elender Krieg” – Unterrichtsmaterial online erhältlich

    Dienstag, den 22. April 2014

    Zu Jean-Pierre Verneys und Jacques Tardis “Elender Krieg” (Edition Moderne) ist nun auch zusätzliches Material verfĂĽgbar. Die pädagogisch-didaktische Aufbereitung stammt von Peter Schott, Nancy, und ist als Anregung und Anleitung fĂĽr den Lehrer im Unterricht gedacht. Nach den Richtlinien des Europäischen Referenzrahmens eignet sich die Bearbeitung der Graphic Novel ab Niveaustufe A 2, B 1.

    Das Material lässt sich auf der Website der Edition Moderne herunterladen. Zusätzlich zum PDF mit Aufgabenstellungen und Anregungen für den Unterricht (siehe Beispielseite oben) sind auch Seiten aus dem Buch in druckfähiger Auflösung ohne Text erhältlich.

    Jacques Tardi schildert in „Elender Krieg“ den blutigen Alltag in den Schützengräben Nordfrankreichs, in denen Millionen von Soldaten durch die furchtbaren Waffen der modernen Kriegsführung, durch Krankheit und Hunger den Tod fanden.

    Graphic Novels in den Medien – 22. April 2014

    Dienstag, den 22. April 2014

    “Vater und Sohn” – Ausstellung und Lesung in Berlin

    Donnerstag, den 17. April 2014

    Am 30. Mai präsentiert die Galerie Icon in Berlin im Rahmen des FrĂĽhjahrssalons unter dem Titel “Vater und Sohn” einen Abend mit Gert und Simon Schwartz.

    Gert Schwartz ist Vertreter der Reduktiven Kunst als eine Form der abstrakten Kunst, sein Sohn Simon Schwartz ist fĂĽr seine Graphic Novels wie “Packeis” (avant-verlag) bekannt. An diesem Abend werden Arbeiten beider KĂĽnstler zu sehen sein, es wird ein Gespräch beider moderiert von Kuratorin Petra Lutz geben. Simon Schwartz wird ebenfalls aus “Vita Obscura” (avant-verlag) lesen.

    Beginn ist um 19 Uhr.

    Galerie ICON, VeteranenstraĂźe 22, D-10119 Berlin
    Tel. (030) 44 35 24 20, Fax (030) 44 35 24 21
    www.galerie-icon.de

    30 Jahre Reddition

    Donnerstag, den 17. April 2014

    Das Comic-Magazin Reddition, das sich immer einem Schwerpunktthema widmet, feiert in diesem Jahr 30. Geburtstag. Aus diesem Anlass wird es auf dem Comic-Salon Erlangen im Juni eine Ausstellung geben, die sich der Geschichte des Heftes widmet. Passend dazu erscheint eine Jubiläumsausgabe, die sich den vielfältigen Entwicklungen der deutschen Comicszene in diesem Zeitraum widmen wird.

    Zahlreiche Artikel von namhaften Kritikern und Autoren zeigen auf, was sich in diesen 30 Jahren ereignet hat und was das mit der Reddition zu tun hat. Herbert Heinzelmann lässt die Geschichte des Comic-Salons Erlangen Revue passieren. Den frĂĽhen Erfolgen von Zeichnern wie Matthias Schultheiss oder Chris Scheuer in Frankreich oder der ersten deutschen Ausgabe von Art Spiegelmans “Maus” wird ebenso Raum gegeben wie der GrĂĽndung neuer (oder bereits wieder vergangener) Verlage wie Dino, Reprodukt, Edition 52 oder Tokyopop. In “Werkstattberichten” erhält der Leser darĂĽber hinaus Einblicke in die Arbeit und Ateliers von Ralf König, Isabel Kreitz, Sarah Burrini, Peter Puck, Flix, Ulf K. oder Reinhard Kleist, der auch das Cover dieser besonderen Reddition exklusiv gestaltete.

    Wie die Reddition erscheint auch der jährlich erscheinende Comic-Report in der Edition Alfons. Die aktuelle Ausgabe, die sich der Entwicklung des Comic-Marktes 2013 vor allem aus der Sicht des Fachhandels widmet, erscheint in der nächsten Woche.

    “Rezzo & Elisabeth” – Comic-Lesung in Berlin

    Mittwoch, den 16. April 2014

    Am morgigen Donnerstag, dem 17. April, wird Till D. Thomas sein Buch “Rezzo & Elisabeth” (avant-verlag) mit einer multimedialen Lesung in der Berliner Galerie Neurotitan vorstellen.

    Als die Bibliothekarin Elisabeth ihren Koffer packt und ins Ungewisse aufbricht, lässt sie nicht nur einen monotonen Arbeitsalltag, sondern auch ihre festgefahrene Beziehung mit Rezzo hinter sich – einem lethargischen Vierbeiner, der seine Tage vor dem Fernseher verbringt. Schließlich erliegt Rezzo seinem Leidensdruck und macht sich auf die Suche nach Elisabeth. Eine fantastische Odyssee beginnt, in deren Verlauf er es mit unzähligen Widrigkeiten zu tun bekommt.

    Die Veranstaltung beginnt um 20 Uhr.

    Galerie Neurotitan, Haus Schwarzenberg, Rosenthaler StraĂźe 39, 10178 Berlin
    www.neurotitan.de