Graphic Novels
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Monatsarchiv für Mai 2014

FĂŒnf Fragen: Ina Bartels | Dussmann, Berlin

Samstag, den 31. Mai 2014

Seit inzwischen ĂŒber fĂŒnf Jahren wird www.graphic-novel.info betrieben. Eine Zeit, in der sich vieles in Sachen Graphic Novels getan hat: Viele interessante Titel sind erschienen, verstĂ€rkt von deutschsprachigen KĂŒnstlerInnen, neben Comicverlagen veröffentlichen eine ganze Reihe anderer Verlage ebenfalls Graphic Novels, die Presse berichtet in grĂ¶ĂŸerer Breite und in selbstverstĂ€ndlicherem Ton. Wie sich die Entwicklung im Handel darstellt, wo man naturgemĂ€ĂŸ an der Schnittstelle zwischen “Hinter den Kulissen” und dem direkten Kundenkontakt steht, darĂŒber klĂ€rt eine Reihe von Kurzinterviews auf. Nach der Maternus-Buchhandlung in Köln, dem Graphic Novel-Spezialisten Strips & Stories in Hamburg und dem Comicshop Modern Graphics in Berlin folgt nun das Kulturkaufhaus Dussmann, ebenfalls in Berlin.

Mit seinen rund 7.300 Quadratmetern VerkaufsflĂ€che ist das KulturKaufhaus Dussmann an der Berliner Friedrichstraße nicht nur im regionalen Vergleich einer der grĂ¶ĂŸten EinzelhĂ€ndler in Sachen Buch und audivisuellen Medien. Auf insgesamt vier Etagen werden die Waren angeboten, wobei auch Comics und Graphics Novels einen festen Platz haben: Sie findet man auf rund 4,5 Regalmeter Breite im zweiten Stock, dazu kommen noch zwei Aufsteller fĂŒr SonderprĂ€sentationen und ein stĂ€ndiger Tisch, auf dem Neuerscheinungen und Bestseller prĂ€sentiert werden. Mangas finden sich an einem anderen Ort (im 1. Geschoss bei der Kinder- und Jugendbuchliteratur) mit rund 1,5 Regalmetern. FĂŒr die Beantwortung der FĂŒnf Fragen nahm sich Ina Bartels von der Etagenleitung des zweiten Obergeschosses die Zeit, dafĂŒr vielen Dank!

Wenn Sie vier oder fĂŒnf Jahre zurĂŒckdenken, was hat sich in Sachen Graphic Novels bei Ihnen getan?

Es hat sich einiges getan, aber das wÀre sicher ohne die vielen Veröffentlichungen aus den verschiedensten Verlagen nicht möglich gewesen. Denn inzwischen gibt es neben den Comicbuchverlagen wie Reprodukt, Carlsen, Pannini und Co. viele traditionelle Buchverlage, die sich auch dem Thema Gaphic Novel, oft mit Biographien, angenommen haben. Dazu zÀhlen Suhrkamp, Knesebeck oder auch, mit der gerade erschienenen Coco Schuman Biographie, der be.bra Verlag.

Auch die Verfilmungen wie Satrapis “Persepolis” (Edition Moderne) oder “Waltz with Bashir” haben dazu beigetragen, dass die Graphic Novel mehr wahrgenommen wurde.

Haben sich im Verlauf der letzten Jahre die Fragen der Kundschaft, oder die Kundschaft selbst, geÀndert?

Die Kunden sind aufmerksamer und fragen gezielter nach speziellen Themen. Außerdem hat sich das AltersgefĂŒge verschoben, das war sehr deutlich bei dem Titel “Alte Meister” von Thomas Bernhard (Suhrkamp) der Fall. Da war die Nachfrage bei klassischen Buchkunden und etwas Ă€lteren Kunden verstĂ€rkt zu merken.

Was fĂŒr besondere Aktionen haben Sie bei sich durchgefĂŒhrt? Wie war die Resonanz darauf und planen sie eventuell zukĂŒnftig weitere?

Wir machen immer wieder Aktionstische, auf denen wir Themen oder auch einzelne Titel prĂ€sentieren. Im letzten Jahr gab es eine Schaufensteraktion mit 3D Effekten zu “Jim Curious” von Matthias Picard (Reprodukt). Wir haben u.a. eine Koorperation mit Arte, da gab es einen Thementisch im Februar zu den Superhelden. Und wir haben die Chance genutzt, zu der Arte-Auswahl noch eigene Lieblingstitel zu prĂ€sentieren.
Im Mai und Juni dieses Jahr hatten bzw. haben wir Veranstaltungen: “I got Rhythm – Coco Schumann” von Caroline Gille & Niels Schröder (be.bra) und “Kinderland” von Mawil (Reprodukt, die Veranstaltung findet am 5. Juni statt.). ZusĂ€tzlich nehmen auch wir am Gratiscomictag teil.

Ist Ihnen der Kontakt zu den Verlagen wichtig? Inwiefern?

Unserem Haus ist es wichtig, dass zwischen den EinkĂ€ufern und den Verlagen direkte Kontakte durch die Vertreterbesuche bestehen. Denn dieser Informationsaustausch lĂ€ĂŸt sich nicht nicht ersetzen, fĂŒhren doch viele dieser GesprĂ€che zu gemeinsam geplanten Aktionen.

Welche Titel haben sich bei Ihnen besonders gut verkauft?

Ein großer Erfolg war sicherlich der neue “Asterix”, da hĂ€tte so keiner mit gerechnet. Das lag sicher an der Besonderheit, der neuen Parung Autor/Zeichner fĂŒr diesen Titel

Bei uns im Haus schaffen wir es oft durch  unsere eigenen Empfehlungen ĂŒber SonderprĂ€sentationen, Schaufenster und aktiven Einsatz fĂŒr Lieblingstitel den Abverkauf zu steigern z.B. fĂŒr “In der KĂŒche mit Alain Passard” von Christophe Blain (Reprodukt) oder “The Graphic Canon – Weltliteratur als Graphic Novel” von Russ Kick (Hrsg., Galiani)

Dussmann das KulturKaufhaus, Friedrichstraße 90, D-10117 Berlin
Tel. (030) 2025 1111, Fax: (030) 2025 2445
www.kulturkaufhaus.de

Fotos © Dussmann das KulturKaufhaus

Graphic Novels in den Medien – 30. Mai 2014

Freitag, den 30. Mai 2014

Neu bei Metrolit

Freitag, den 30. Mai 2014

“Antons Tagebuch – Mein Sohn entdeckt das Leben” von Anna Krenz

In Anna Krenz’ grafischem Tagebuch erzĂ€hlt die in Polen geborene Berliner KĂŒnstlerin und Journalistin vom Alltag ihres kleinen Sohnes Anton.

Von seinem ersten Geburtstag im MĂ€rz 2011 bis zum heutigen Tag (er ist vier) und ein Ende dieser Unternehmung ist nicht in Sicht. Jeden Tag zeichnet sie abends oder in den wenigen freien Stunden, was alles passiert ist. Lustiges, Trauriges, Schönes, Stressiges, Banales und Einmaliges. Daraus entsteht Antons erstes Tagebuch, ein Buch fĂŒr Eltern, das nicht nur die herzzerreißenden Momente und die entwaffnende Logik, die RadikalitĂ€t und Sturheit eines kleinen Menschen nachzeichnet, sondern auch viel ĂŒber das Elternsein erzĂ€hlt: von den Freuden, den Ängsten und den Herausforderungen, die damit verknĂŒpft sind.

Antons Tagebuch – Mein Sohn entdeckt das Leben, ISBN 978-3-8493-0355-6, 160 Seiten, farbig, Hardcover, EUR (D) 18,–, erscheint im September

“Treibsand – Eine Graphic Novel aus den letzten Tagen der DDR” von Alexander Lahl, Max Mönch und Kitty Kahane

New York, SpĂ€tsommer 1989. Tom Sandman ist gerade aus China zurĂŒckgekehrt, wo er auf dem Platz des himmlischen Friedens Zeuge eines Massakers wurde. Kaum nach New York zurĂŒckgekehrt, bittet ihn sein Chef Raymond Burnes, die Sachen wieder zu packen, um als Korrespondent ĂŒber die DDR zu berichten. Tom zögert zuerst, nimmt das Angebot dann aber doch an und berichtet in der Folge ĂŒber die wichtigsten Ereignisse des Herbstes 1989 und ĂŒber den 9. November.

Gleich zu Beginn seines Aufenthaltes in Berlin verliebt Tom sich in Ingrid. Die Ex-Leistungsschwimmerin und Europameisterin verrĂ€t ihm, dass sie in der DDR im FrauengefĂ€ngnis Hoheneck einsaß, weil jemand ihren Plan verraten hat, ĂŒber die Ostsee in den Westen zu schwimmen. Ingrid glaubt, dass ihre Freundin Barbara sie denunziert hat. Doch Tom findet im Verlauf seiner Recherchen den wahren TĂ€ter.

Treibsand – Eine Graphic Novel aus den letzten Tagen der DDR, ISBN 978-3-8493-0358-7, ca. 180 Seiten, farbig, Softcover, EUR (D) 18,–, erscheint im Oktober 2014

1. West-Östliche Buchsalon in Berlin

Donnerstag, den 29. Mai 2014

Mit dem 1. West-Östliche Buchsalon findet vom 15. bis zum 20. Juni in Berlin ein Buchfestival statt, dass sich der Kinderliteratur aus Deutschland und weiteren LĂ€ndern Mittel- und Osteuropas widmen wird. Am Montag, dem 16. Juni werden sich eine Reihe von Verlagen im Literarischen Colloquium Berlin dem interessierten Publikum prĂ€sentieren. Hierbei wird auch Reprodukt mit einem BĂŒchertisch vertreten sein.

Weitere Informationen dazu finden sich auf www.viva-litteratura.de.

Literarisches Colloquium Berlin, Am Sandwerder 5, D-14109 Berlin
www.lcb.de

“Streich auf Streich” – Ausstellungseröffnung in Erlangen

Donnerstag, den 29. Mai 2014

Die zuvor in Hannover gezeigte Ausstellung “150 Jahre Max und Moritz –  Deutschsprachige Comics von Wilhelm Busch bis heute” wird ab kommenden Sonntag, dem 1. Juni im Stadtmuseum Erlangen zu sehen sein. In der Ausstellung wird ein Bogen geschlagen von frĂŒhen Comicformen wie Wilhelm Buschs Bildgeschichten zu aktuellen Graphic Novels und ihren KĂŒnstlerInnen.

Zur Eröffnung um 11 Uhr wird es eine Performance der Literaturwissenschaftlerin Gudrun Schury, einen Vortrag des Busch-Spezialisten Hans Ries, eine EinfĂŒhrung des Kurators Martin Jurgeit und ein Grußwort eines Vertreters der Stadt Erlangen Erlangen geben.

Die Ausstellung ist Teil des Programms des Comic-Salons Erlangen und wird bis zum 31. August zu sehen sein.

Stadtmuseum Erlangen, Martin-Luther-Platz 9, D-91054 Erlangen
Tel. (09131) 86 24 08 23 00
www.erlangen.de

Sieben Meter Schaufensterdekoration

Mittwoch, den 28. Mai 2014

Wie der ZĂŒrcher Verlag Edition Moderne auf seiner Homepage zeigt, dekoriert das ebenfalls in ZĂŒrich angesiedelte Buchantiquariat Marco Pinkus das Schaufenster mit dem vollstĂ€ndig ausgefalteten Leporello “Der erste Weltkrieg: Die Schlacht an der Somme” von Joe Sacco.

Auf dem Comic-Salon im Juni wird eine vergrĂ¶ĂŸerte Version des Panoramas in der Erlanger Innenstadt zu sehen sein, die dann nicht mehr wie im Buch sieben, sondern 60 Meter lang sein wird.

Einblick ins Strip-Zentrum in BrĂŒssel

Mittwoch, den 28. Mai 2014

Der Reiseverlag Mairdumont bietet fĂŒr verschiedene Tablet-Plattformen ein monatliches “Marco Polo Travelmagazin” an, das kostenlos geladen werden kann. ZusĂ€tzlich gibt es in unregelmĂ€ĂŸigen AbstĂ€nden erscheinende Sonderausgaben, aktuell zum Thema “Flanderns StĂ€dte erleben”. Im Artikel ĂŒber BrĂŒssel wird auch das Comic-Zentrum vorgestellt, das in diesem Jahr das 25-jĂ€hrige Bestehen feiert. Neben dem Text gibt Co-Direktor Willem de Grave auch in einem Video einen kurzen Einblick in die belgische Comic-Kultur. Als besonderes Gimmick gibt es ein 360°-Panorama, mit dem man sich einen Einblick ins Comic-Zentrum verschaffen kann.

Eine technisch abgespeckte Version des Magazins kann online angesehen werden, die vollstĂ€ndige Version liegt fĂŒr diverse Tablets vor (Links dazu ebenfalls hier).

Neue Streifenplakate bei Reprodukt

Dienstag, den 27. Mai 2014

AnlĂ€sslich der aktuellen und kommenden Neuerscheinungen “AĂąma” von Frederik Peeters und “Kinderland” von Mawil gibt es bei Reprodukt neue Streifenplakate fĂŒr den Buch- und Comichandel. Außerdem lieferbar sind Plakate mit den Motiven “Aya” von Marguerite Abouet & ClĂ©ment Oubrerie, “Jane, der Fuchs und ich” von Fanny Britt & Isabelle Arsenault sowie den Kindercomics “Hilda und die Vogelparade” von Luke Pearson und “Kleiner Strubbel” von CĂ©line Fraipont & Pierre Bailly.

Die Streifenplakate sind fĂŒr den Buch- und Comichandel die Verlagsauslieferungen LKG, MSW Medienservice, kaktus (Schweiz) und Pictopia (Österreich) zu beziehen.

‱ “AĂąma”-Streifenplakat (LKG-Titelnummer 9064)
‱ “Kinderland”-Streifenplakat (LKG-Titelnummer 9075)
‱ “Aya”-Streifenplakat (LKG-Titelnummer 9077)
‱ “Jane, der Fuchs und ich”-Streifenplakat (LKG-Titelnummer 9078)
‱ “Hilda und die Vogelparade (LKG-Titelnummer 9080)
‱ “Kleiner Strubbel”-Streifenplakat (LKG-Titelnummer 9067)
‱ “Franz Kafkas nonstop Lachmaschine”-Streifenplakat (LKG-Titelnummer 9075)

SĂ€mtliche Werbemittel sind auch direkt ĂŒber den Verlag erhĂ€ltlich:

Vertrieb Reprodukt, Ansprechpartner: Sebastian Oehler
Tel. +49 (0) 30 466 076 88 | Fax 0049 (0) 30 466 088 69
email: Sebastian.Oehler@reprodukt.com

Neu in der Edition Moderne

Dienstag, den 27. Mai 2014

“Das i in ZĂŒrich – Ein Touri-Guide” von Leo Leowald

Was soll ich in ZĂŒrich tun? Wo soll ich hin? Was lass ich bleiben? Was bring ich mit?

Leo Leowald hilft uns, diese Fragen durch gezeichnete, kommentierte RundgĂ€nge durch ZĂŒrich zu beantworten. Er wandert vom Escher-Wyss-Platz zum Friedhof Sihlfeld, vom Toni-Areal bis zum Bellevue, der Sihl, der Limmat und den See entlang, unter den Viaduktbögen, durchs Dörfli, durch die Langstrasse und natĂŒrlich auch durch die Bahnhofstrasse.

Ein Blick auf ZĂŒrich, der auch fĂŒr ZĂŒrcher neue und ĂŒberraschende Seiten ihrer Stadt aufzeigt.

Das i in ZĂŒrich – Ein Touri-Guide, ISBN 978-3-03731-126-4, 72 Seiten, farbig, Hardcover, EUR (D) 15,–, SFr. 18,–, erscheint im Juni 2014

“Alans Kindheit” von Emmanuel Guibert

Ein wundervoll gezeichnetes Stimmungsbild Amerikas der Dreissigerjahre!
Diese grossartige Schilderung einer Kindheit im Amerika der Zwischenkriegszeit besticht durch ihre Detailfreude. Wir erleben das Heranwachsen Alan Cope und die Sorgen und Nöten seiner Familie.

Nach “Alans Krieg” setzt Emmanuel Guibert die Biografie von Alan Cope fort, der ihm wĂ€hrend fĂŒnf Jahren im hohen Alter seine ganze Lebensgeschichte erzĂ€hlt hat.

„Was die Faszination dieses Comics ausmacht, wird sofort klar, wenn man ihn aufschlĂ€gt. Guibert verfĂŒgt ĂŒber eine grandiose kĂŒnstlerische Gabe. Zum Beispiel erzeugt er durch das Auslassen allen Dekors im Kontrast zu wiederum ganz detaillierten Panels einen Rhythmus, der Seinesgleichen nicht hat. Und seine minimal verwischten Darstellungen, die wie ĂŒbermalte Fotos aussehen (und es oft auch sind), evozieren trotz markanter Konturlinien den Stil von Gerhard Richter.“ – Andreas Platthaus, FAZ Blog

Alans Kindheit
, ISBN 978-3-03731-128-8, 160 Seiten, schwarzweiss, Klappenbroschur, EUR (D) 32,–, SFr. 44,–, erscheint im August 2014

“Der Farbanschlag” von Andreas MĂŒller-Weiss

ZĂŒrich, Anfang September 1937. Umberto Campi, ein aus der Toskana eingewanderter Maurer, schmeisst in einer dĂŒsteren Nacht mehrere Farbflaschen gegen die brandneue Brandwache von Stadtbaumeister Herter, wird ertappt und droht bei der Vernehmung mit noch viel schlimmeren AnschlĂ€gen. Polizeiassistentin Gilg und Wachtmeister Studer vermuten eine rechtsextreme Verschwörung und fĂŒhren eine Hausdurchsuchung durch. Dabei finden sie Indizien, die auf eine Beteiligung des berĂŒhmten Kunstmalers Augusto Giacometti hindeuten, was umso plausibler erscheint, als dieser kurz zuvor Mussolini ein Pastell zukommen liess.

Giacometti bestreitet die Anschuldigungen vehement, gibt jedoch zu, den ÜbeltĂ€ter zu kennen. Vor ĂŒber zehn Jahren, als er die BlĂŒemlihalle der Polizeiwache Urania ausmalte, engagierte er ihn als Freskenmaurer. – In letzter Minute deckt die Polizei die RacheplĂ€ne des psychisch angeschlagenen Vandalen auf und verhindert eine Katastrophe.

Der Farbanschlag, ISBN 978-3-03731-130-1, 64 Seiten, farbig, 22 x 30 cm, Hardcover, EUR 25,–, SFr. 29,80, erscheint im September 2014

“Den Letzten beißen die Hunde” von Didier Daeninckx & Jacques Tardi

Paris 1920. Privatdetektiv Varlot erhĂ€lt vom hochdekorierten Kriegshelden Oberst Fantin einen Auftrag: Er soll dessen Frau ĂŒberwachen, die ihn betrĂŒgt. So scheint es. In Wahrheit geht es um ungesĂŒhnte Greueltaten aus der Zeit des Krieges. Bei seinen Ermittlungen gerĂ€t Varlot in das schillernde Milieu der Anarchisten und Esperantisten. Ehe er sich recht versieht, ist er schon mittendrin im aussichtslosen Kampf zwischen LĂŒge und Wahrheit, Staat und Anarchie, persönlichem Nutzen und eigenem Gewissen. Ein Gefecht, das man eigentlich nur verlieren kann 


Grundlage fĂŒr diesen Comic ist ein Roman von Didier Daeninckx, der sich mit seinen national- und zeitkritischen BĂŒchern in die erste Riege der französischen Kriminalschriftsteller geschrieben hat.

Neue, revidierte Auflage

Den Letzten beißen die Hunde, ISBN 978-3-03731-132-5, 80 Seiten, schwarzweiss, Hardcover, EUR (D) 24,–, SFr. 32,–, erscheint im Oktober 2014

“Die wahre Geschichte des unbekannten Soldaten” von Jacques Tardi

“Die wahre Geschichte des unbekannten Soldaten”, gefolgt von “Die Guillotine”.  Zwei Geschichten die alles beinhalten, was Tardi auszeichnet: Irre Wissenschaftler, ausschweifende Handlungen Ă  la Jules Verne, Dinosaurirer, Erste Weltkrieg und militante Anarchisten.

Ein namenloser Verfasser trivialster Groschenromane wie „Die Jungfrau mit den roten HĂ€nden“, „Der fliegende Tod“ oder „Der blutige Pharao“ durchleidet surrealistische AlbtrĂ€ume voller Erotik, Gewalt und AbsurditĂ€ten, der Stoff, aus dem seine phantastischen Romane sind. Er muss in den Ersten Weltkrieg ziehen und stirbt am Tag vor dem Waffenstillstand, irgendwo an der Westfront. Zwei Jahre spĂ€ter wird er als „der unbekannte Soldat“ unter dem Pariser Arc de Triomphe in Paris beigesetzt.

Auch in der zweiten Geschichte “Die Guillotine” erlebt der traumatisierte KriegsrĂŒckkehrer AlbtrĂ€ume, die ihn unweigerlich unter das Mordsinstrument fĂŒhren werden.

Die wahre Geschichte des unbekannten Soldaten, ISBN 978-3-03731-131-8, 64 Seiten, schwarzweiss, Hardcover, EUR (D) 28,–, SFr. 19,80, erscheint im Oktober 2014

Neu bei Jacoby & Stuart

Dienstag, den 27. Mai 2014

“Wie jemand zum AttentĂ€ter wird – Die Welt des Gavrilo Princip” von Henrik Rehr

Als der dĂ€nische Illustrator Henrik Rehr einmal beim Zahnarzt einen Artikel über Gavrilo Princip las, fiel ihm eine Sache auf: Die Gruppe um den Mann, dessen Attentat auf den österreichischen Thronfolger im Jahr 1914 den Ersten Weltkriegs auslöste, hat vieles mit den MĂ€nnern gemein, die den Anschlag auf das World Trade Center ausführten. In seiner Graphic Novel über den AttentĂ€ter von Sarajevo beschreibt Henrik Rehr bildgewaltig die Welt und LebensumstĂ€nde des Todesschützen und macht begreifbar, was ihn radikalisierte und zum AttentĂ€ter werden ließ.

Die Biografie Gavrilo Princips zeigt etwas auf, was auch heute noch verblüffend aktuell ist: Wie junge Leute, die voller Wut und Tatendrang, aber ohne Perspektive sind, sich über das Unrecht, das ihrer Gemeinschaft angetan wird, empören. Und sie werden von mĂ€chtigen HintermĂ€nnern manipuliert. Solche Menschen können zu gefĂ€hrlichen Fanatikern, Terroristen werden. Ja – sie können sogar Weltkriege auslösen. Henrik Rehr rekonstruiert die Welt und LebensumstĂ€nde des Gavrilo Princip nicht nur sorgfĂ€ltig, sondern mit großer Kunstfertigkeit und zeichnet ein differenziertes Bild seiner Person.

Wie jemand zum AttentĂ€ter wird – Die Welt des Gavrilo Princip, ISBN 978-3-942787-46-8, 224 Seiten, schwarzweiß, Hardcover, EUR (D) 28,–, erscheint im September 2014

“Holmes (1854/†1891?) Band 3: Die Frau von Scutari” von Luc Brunschwig & CĂ©cil

WĂ€hrend Wiggins verfolgt, wie Doktor Parks sich unter dem aufmerksamen Blick Mycrofts in den Prozess gegen Judith Brown einmischt, dessen Ausgang zu Unruhen im ganzen Land führt, sitzen Mary und John Watson am Krankenbett der von Kugeln getroffenen ehemaligen Amme Sherlocks. Deren Enthüllungen bringen sie auf die Spur einer Frau, deren Name im Prozess ebenfalls eine Rolle gespielt hatte: Florence Nightingale, die berühmte Krankenschwester und Pionierin moderner Krankenpflege. Sie hatte ihre Theorien wĂ€hrend des Krimkriegs im Spital von Scutari in der Türkei in die Praxis umgesetzt, wo auch der junge Doktor Parks Dienst tat sowie eine gewisse … Violet Holmes.

Holmes (1854/†1891?) Band 3: Die Frau von Scutari, ISBN 978-3-942787-35-2, 72 Seiten,farbig, Hardcover, EUR (D) 18,–, erscheint im Oktober 2014

Graphic Novels in den Medien – 26. Mai 2014

Montag, den 26. Mai 2014

“Zart gezeichnete Zeitreise” – Michael Brake in der tageszeitung ĂŒber “Gleisdreieck – Berlin 1981″ von Jörg Ulbert & Jörg Mailliet (Berlin Story Verlag)

“Lesung der Meller Graphic Novel zu Remarque” – Christoph Franken in der Neuen OsnabrĂŒcker Zeitung ĂŒber “Im Westen nichts Neues” von Peter Eickmeyer (nach Erich-Maria Remarque, Splitter)

“Sylvain sucht das GlĂŒck” – Ute Friedrich auf tagesspiegel.de ĂŒber  “Dieses Buch sollte mit gestalten
 Teil 2″ von Sylvain Mazas (MĂŒckenschwein Verlag)

“An den Grenzen der RealitĂ€t” – Michael Brake auf tagesspiegel.de ĂŒber “Cromwell Stone” von Andreas (Schreiber & Leser)

“Mord in Deutschland und Amerika” – Andreas Platthaus auf faz.net ĂŒber “Vasmers Bruder” von Peer Meter & David von Bassewitz und “Green River Killer” von Jeff Jensen & Jonathan Case (beide Carlsen)

Rekordpreis fĂŒr Comic-Zeichnung

Montag, den 26. Mai 2014

Einen neuen Rekordpreis erzielte Ende vergangener Woche die oben abgebildete Seite aus der Feder HergĂ©s. Das französische Auktionshaus Artcurial versteigerte eine Reihe von Originalen des Schöpfers von “Tim & Struppi” und die mit EUR 900.000 angesetzte Seite, die den Titelhelden in verschiedenen Szenen aus der Reihe zeigt, fand schließlich fĂŒr rund 2,65 Millionen einen KĂ€ufer.

Über die Auktion bereichen unter anderem Le Monde, Le Figaro und blick.ch.

“Blauer Löwe” – regionaler Preis fĂŒr Comic/Illustration

Samstag, den 24. Mai 2014

Der Kulturlandkreis Harburg vergibt jĂ€hrlich den “Blauen Löwen”, mit dem Kulturschaffende und KĂŒnstlerInnen der Region ausgezeichnet werden. Nachdem in der Vergangenheit die Kategorien Tanz/Ballett, Architektur, Literatur, Malerei, Plattdeutsch und Musik bedacht wurden, wird der Preis in diesem Jahr in der Sparte Comic/Illustration vergeben. Wichtig sei hierbei der Narrative Aspekt, wie es in der Ausschreibung heisst.

Angesprochen werden “KĂŒnstlerinnen und KĂŒnstler mit einem deutlichen Bezug zum Landkreis Harburg.” VorschlĂ€ge können auch von Dritten eingereicht werden, die Bewerbungsfrist endet am 12. Juli 2014. Neben einer Ausstellung im Foyer des Kreishauses in Wisen winkt ein Preisgeld von EUR 2.000,–, gestiftet von der Sparkasse Harburg-Buxtehude.

Weitere Informationen zur Ausschreibung sowie die Bewerbungsunterlagen finden sich auf der Website des Kulturlandkreises Harburg.

Graphic Novels in den Medien – 24. Mai 2014

Samstag, den 24. Mai 2014

Reddition 60

Freitag, den 23. Mai 2014

Mit der Nummer 60 feiert die Reddition – Zeitschrift fĂŒr Graphische Literatur in KĂŒrze 30jĂ€hriges Bestehen. In einer Reihe von Artikeln wird zurĂŒckgeblickt auf vielfĂ€ltige Marktentwicklungen und einschneidende Ereignisse, zusĂ€tzlich werden eine Reihe von KĂŒnstlerInnen vorgestellt, die den deutschsprachigen Comic prĂ€gten und bis heute prĂ€gen.

So werden unter anderem Ralf König, Isabel Kreitz, Reinhard Kleist, Martin tom Dieck und Flix vorgestellt, die Verlage Edition 52 und Reprodukt portraitiert sowie die Etablierung der Graphic Novel beschrieben.

Auf der Website der Reddition kann man sich einen umfassenden Einblick in die Themen der Reddition 60 verschaffen, die zum Comic-Salon Erlangen, der in diesem Jahr ebenfalls 30jĂ€hriges JubilĂ€um feiert, vorliegen wird. Hier wird die Reddition auch mit einer Ausstellung gewĂŒrdigt.

“Irmina” – Erste EindrĂŒcke

Donnerstag, den 22. Mai 2014

Auf ihrer Website gewĂ€hrt Barbara Yelin (“Gift”, Szenario: Peer Meter, Reprodukt) einen ersten Einblick in ihr neues Buch “Irmina”. Neben dem Cover gibt es eine ganze Reihe von Seiten aus dem Innenteil zu sehen, die zwar noch weiter bearbeitet werden, aber schon einen Eindruck vom Buch vermitteln.

London, 1934. Die 19-jĂ€hrige Irmina aus Deutschland beginnt eine Ausbildung zur FremdsprachensekretĂ€rin, getrieben vom Wunsch nach Selbstbestimmung. Auf einer Party lernt sie Howard kennen, einen dunkelhĂ€utigen Oxford-Studenten, dessen Klugheit und Weltoffenheit sie beeindruckt. Die beiden kommen sich nĂ€her. Doch als sich die politischen Ereignisse der Vorkriegsjahre um sie zusammenziehen, geht sie, trotzig, 1936 zurĂŒck nach Deutschland. Ihr Vorhaben, mit Geld nach London zurĂŒckzukehren, scheitert bald, und in einer krassen Kehrtwendung ihrer PlĂ€ne wendet Irmina sich in Berlin einem anderen Leben und Mann zu. Um den Preis ihrer Überzeugung strebt sie gesellschaftlichen Aufstieg im nationalsozialistischen Deutschland an. Ein Buch ĂŒber Wegschauen, MitlĂ€ufertum und Vorteilsnahme, aber auch ĂŒber ein Einzelschicksal mit enormen WidersprĂŒchen.

“Irmina” erscheint im Oktober bei Reprodukt.

Graphic Novels in den Medien – 22. Mai 2014

Donnerstag, den 22. Mai 2014

“Spring #11: Wunder”

Mittwoch, den 21. Mai 2014

Mitte Juni und damit passend zum Comic-Salon Erlangen, wo die Macherinnen mit einem Stand vertreten sein werden, erscheint die neue Ausgabe des Magazins “Spring”. In der inzwischen elften Ausgabe steht das Thema “Wunder” im Mittelpunkt. Im Unterschied zu Ă€lteren Ausgaben wird die neue aus einer Reihe von Postern mit einem Begleitheft im Schuber bestehen. Zu den KĂŒnstlerinnen werden unter anderem Romy BlĂŒmel, Katharina Gschwendner, Ulli Lust, Line Hoven und Larissa Bertonasco gehören.

Vom 5. bis zum 10. Juli wird es anlĂ€sslich der Veröffentlichung eine Ausstellung in der Kino-Galerie Projektor geben. Diese wird am Samstag, dem 5. Juli mit einer Vernissage und Signier-Happening bereits um 11 Uhr eröffnet. Abends folgt dann die Release-Party ab 20 Uhr. Tags darauf wird am selben Ort eine Lesung mit den AutorInnen Larissa Bertonasco, Katharina Hartwell, Benjamin Maack, Tessa Müller, Teresa PrĂ€auer, Jochen Schmidt und Michaels Weins stattfinden. Beginn ist um 15 Uhr, der Eintritt betrĂ€gt hier EUR 6 (ermĂ€ĂŸigt EUR 4).

Desweiteren wird vom Montag bis zum 7. Juli tĂ€glich der Film “The Future” von Miranda July gezeigt. Informationen zur Ausstellung und zur neuen Ausgabe von Spring finden sich hier.

Zuvor wird die Ausstellung “Sommer, Herbst und weiter” auf dem Comic-Salon zu sehen sein, die sich dem Magazin von seinen AnfĂ€ngen bis heute widmen wird.


SPRING #11: Wunder, ISBN 978-3-9815384-2-7, 15 Plakate + Extraheft im Schuber, zweifarbig, EUR (D) 25,–, erscheint im Juni 2014

PROJEKTOR , Sternstraße 4 20357 Hamburg
www.projektor-hamburg.blogspot.com

Comic-Salon Erlangen: Die Ausstellungen

Mittwoch, den 21. Mai 2014

Neben der Verlagsmesse samt Signierstunden und dem Podienprogramm gehören die Ausstellungen zu den wichtigsten Programmpunkten auf dem Internationalen Comic-Salon in Erlangen, der vom 19. bis zum 21. Juni stattfinden wird. Auf der Website des Salons wurde nun die umfangreiche Liste eben jener Ausstellungen, von denen sich ein Großteil mit Graphic Novels beschĂ€ftigt, veröffentlicht. Ein Überblick:

  • Landschaft des Todes – Jacques Tardi und der Erste Weltkrieg
  • Lob des Kohlenstoffs – Zeichnungen und Bildgeschichten von Anke Feuchtenberger
  • White Trash Carnival – Comic-Poesie und Malerei von ATAK
  • Sommer, Herbst und weiter – 10 Jahre “Spring”
  • Streich auf Streich – 150 Jahre Max und Moritz. Deutschsprachige Comics von Wilhelm Busch bis heute
  • Der Comic-Garten des Émile Bravo – Eine Ausstellung fĂŒr Kinder und Erwachsene
  • Ein Mittsommernachtstraum – Junge Comics aus Finnland
  • Der Fels in der Brandung – 30 Jahre “Reddition”
  • Reprodukt prĂ€sentiert: Mawils “Kinderland”
  • “Joe Sacco: Der Erste Weltkrieg – Die Schlacht an der Somme” – Open Air-Installation
  • avant-verlag prĂ€sentiert: Mikkel Sommer und Mikael Ross
  • Egmont prĂ€sentiert: Grenzenlos – Das Comic-Stipendium der Labels Egmont Comic Collection und Egmont Graphic Novel
  • “Steam Noir” – Verena Klinke und Felix Mertikat
  • 25 Jahre Belgisches Comic-Zentrum BrĂŒssel
  • BildungEvangelisch prĂ€sentiert: “Ach, so ist das?! Biografische Comic-Reportagen von LGBTI*” – Martina Schradi
  • Der Evangelische Presseverband fĂŒr Bayern e. V. prĂ€sentiert: Toleranz in Comics und Graphic Novels
  • Expedition ins Bilderland – Installation zu Jens Harders “Beta … civilisations”
  • Carlsen Verlag prĂ€sentiert:  “Vasmers Bruder” – Auf den Spuren des Serienmörders Karl Denke”
  • Cross Cult prĂ€sentiert – Thomas von Kummant und Benjamin von Eckartsberg: “Gung Ho” – Videoinstallation”
  • deutsch-französisches Institut dFi prĂ€sentiert: Marc Lizano: “L’enfant cachĂ©e” / “Das versteckte Kind”

Auf der Website des Comic-Salons findet sich die vollstÀndige Liste der Ausstellungen inklusive beschreibender Texte.

Graphic Novels in den Medien – 21. Mai 2014

Mittwoch, den 21. Mai 2014

Dank fĂŒr die Videos an den Mediacontainer.