Graphic Novels
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Monatsarchiv für September 2015

“Dich hatte ich mir anders vorgestellt” – Buchvorstellung in Frankfurt a.M.

Mittwoch, den 30. September 2015

Am Freitag, dem 16. Oktober, stellt FabiĂ©n Toulme seinen Band “Dich hatte ich mir anders vorgestellt” (avant-verlag) in Frankfurt am Main vor. In der Goldstein Galerie wird er sich mit Christiane Cuttichio (Atelier Goldstein) und CĂ©line Lebret (Instiute Francais) ĂŒber das Buch unterhalten.

Als nach der Geburt seiner zweiten Tochter Julia der Gendefekt Trisomie 21 und ein damit einhergehender Herzfehler festgestellt werden, bricht fĂŒr den jungen Vater Fabien zunĂ€chst eine Welt zusammen. Wie soll man damit umgehen, dass das eigene Kind behindert ist? Kann man es lieben lernen? Und wenn nicht, was ist man dann fĂŒr ein Mensch?

Zwischen Schmerz, Zweifeln, Augenblicken der Trauer, aber auch des unerwarteten GlĂŒcks be­richtet Fabien ToulmĂ© von dem schwierigen Weg der Akzeptanz, der ihn zu seiner Tochter gefĂŒhrt hat. So berĂŒhrend wie humorvoll und so einfĂŒhl­sam wie aufrichtig erzĂ€hlt der französische Autor und Zeichner von Liebe, Familie, Verantwortung und den kleinen Unterschieden, die das Leben ausmachen …

Die Veranstaltung findet im Rahmen der Reihe Stories + Strips statt, beginn ist um 20 Uhr.

Goldstein Galerie, Mittlerer Hasenpfad 5, D–60598 Frankfurt am Main
www.atelier-goldstein.de

Comicfestival Hamburg

Dienstag, den 29. September 2015

Das Comicfestival Hamburg hat auf seiner Website nun das diesjĂ€hrige Programm veröffentlicht. Mit einigen Veranstaltungen wurde in den vergangenen Monaten schon auf das Festival vorbereitet, worĂŒber die Festivalzeitung, die nun ebenfalls online ist und in gedruckter Form auf dem Festival ausliegen wird, noch einmal hinweist. In den kommenden Tagen starten weitere mit dem Festival assoziierte Veranstaltungen wie die Ausstellungen zu Comic-Transfer und Le Monde diplomatique sowie der Internationale Graphic Novel-Salon.

Das Festival-Wochenende vom Freitag, dem 9. Oktober bis zu Sonntag, dem 11. Oktober wird traditionell mit einem Vernissagen-Abend am Freitag eingeleitet, an dem die Festival-Ausstellungen eröffnet werden. Gezeigt werden hier unter anderem Bilder aus Marcus LucasÂŽund Caroline Löbberts “Ice Ice Baby” (avant-verlag). Am darauf folgenden Samstag und Sonntag findet die Verlagsmesse im Köhlibri statt, hier werden auch Comic-Workshops fĂŒr Kinder und Erwachsene angeboten.

Die Ausstellungen sind wĂ€hrend der beiden Festivaltage geöffnet, der Eintritt ist ĂŒberall frei. Das gesamte Festivalprogramm lĂ€sst sich hier einsehen.

Comicfestival Hamburg, Kölibri, Hein‒Köllisch‒Platz 12, D–20359 Hamburg
comicfestivalhamburg.de

Neu bei Rotopolpress

Montag, den 28. September 2015

“Von Spatz” von Anna Haifisch

In den HĂŒgeln von Santa Monica liegt das ‚Von Spatz Rehab Center‘. Eine Nervenklinik fĂŒr KĂŒnstler und Angestellte des ShowgeschĂ€fts fĂŒr deren Beruhigung der Nerven eine Schar von Psychiatern, Schwestern und Pflegern zur VerfĂŒgung stehen. Die Patienten sind dazu angehalten, sich an diesem Ort uneingeschrĂ€nkt ihrer Genesung und kĂŒnstlerischen Arbeit zu widmen. HierfĂŒr stellt die Klinikleitung AtelierhĂ€user, einen Kunstbedarf, eine Kunsthalle und vieles mehr zur VerfĂŒgung. Die Klinikleiterin Margarete von Spatz kĂŒmmert sich liebevoll um ihre Pfleglinge, zu denen auch Walt Disney zĂ€hlt, der sich im Laufe seines Aufenthalts mehr oder weniger vergeblich an verschiedenen Kunstwerken versucht. WĂ€hrend der zahlreichen NachmittagsaktivitĂ€ten wie z.B. Maltherapie, Pinguindienst und Kneten sinniert Walt ĂŒber sein Leben als KĂŒnstler. Wie konnte der Vater einer Maus seinen Verstand verlieren?

Von Spatz, ISBN 978-3-940304-97-1, 68 Seiten, farbig, Klappenbroschur, EUR (E) 18,–, erscheint im Oktober bei Rotopolpress

Vitrinen-Ausstellung in Klagenfurt

Montag, den 28. September 2015

Die UniversitÀtbibliothek der Alpen-Adria UniversitÀt in Klagenfurt prÀsentiert in einer Vitrinen-Ausstellung Graphic Novels.

Die hier prĂ€sentierte Auswahl an Graphic Novels vermittelt bereits einen Eindruck von der Bandbreite der Inhalte, derer sich diese literarisch-graphische  Buch-Kunstform in den letzten Jahren angenommen hat, als auch der stilistischen Vielfalt: Ob historische Themen wie der Holocaust oder zeitgeschichtliche wie 9/11, literarische Texte von Karl Kraus bis Thomas Bernhard, SexualitĂ€t, Religion, Biographie, Kriminalgeschichten – Die Graphic Novel kennt keine BerĂŒhrungsĂ€ngste, kein Thema ist tabu oder sakrosankt. Nicht jede Umsetzung ist so kongenial wie etwa diejenige Will Eisners oder Art Spiegelmans, gleichwohl zeitigt diese Kunstform in wachsender Zahl erstaunliche Ergebnisse: ingeniöse Bilder, erhellende Deutlichkeit, Eindringlichkeit.

Alpen-Adria UniversitĂ€t, UniversitĂ€tsbibliothek, UniversitĂ€tsstraße 65-67, A-9020 Klagenfurt, Österreich
ub.uni-klu.ac.at/cms/

Neu im Hinstorff Verlag

Freitag, den 25. September 2015

“Im Eisland, Band 2: Gefangen” von Kristina Gehrmann

Januar 1846: Die Besatzungen der HMS Erebus und HMS Terror ĂŒberwintern in der Arktis. Sie waren im FrĂŒhjahr 1845 unter dem Kommando von Sir John Franklin aufgebrochen, um als Erste die Nordwestpassage vom Atlantik in den Pazifik zu durchsegeln. Ein zweiter Todesfall, Erfrierungen und Depressionen in Dunkelheit und KĂ€lte zermĂŒrben die Crew. Endlich kommt der FrĂŒhling, das Eis bricht auf und gibt Fahrrinnen frei. Doch das weitgehend unkartierte Seegebiet birgt Gefahren. Schließlich trifft Franklin eine folgenschwere Entscheidung und steuert die Schiffe mitten ins Packeis. Eine große Tragödie zerstört jede Hoffnung.

Im Eisland, Band 2: Gefangen”, ISBN 9783356019940, 224 Seiten, schwarzweiss, Klappenbroschur, EUR (D) 16,99, erschienen im Hinstorff Verlag

“Der Trinker” – Buchvorstellung in Berlin

Donnerstag, den 24. September 2015

Am Dienstag, dem 6. Oktober, stellt Jakob Hinrichs sein Buch “Der Trinker” (Metrolit) in der Berliner Galerie Neurotitan vor.

“Der Trinker” ist einer der persönlichsten Romane von Hans Fallada. Er verfasste das Werk 1944 heimlich im GefĂ€ngnis. Fallada war nach einem mutmaßlichen Totschlagversuch an seiner Frau als nicht zurechnungsfĂ€hig inhaftiert worden und saß mehrere Monate in der Landesanstalt Neustrelitz-Strelitz. In “Der Trinker” hat Fallada nicht nur die eigenen Erfahrungen mit der Alkoholsucht verarbeitet, der Roman ist auch eine Auseinandersetzung mit seinen persönlichen Krisen und DemĂŒtigungen. Was liegt also nĂ€her, als die Geschichte ĂŒber den Untergang des KleinbĂŒrgers Erwin Sommer, der in einer Lebenskrise zu trinken beginnt und dem Alkohol so verfĂ€llt, dass er in der Folge seine Ehe und Existenz zerstört, mit der Biografie Falladas zu verknĂŒpfen?

Der bekannte Illustrator und Comiczeichner Jakob Hinrichs hat sich intensiv mit dem Werk und dem Leben Falladas beschĂ€ftigt und viele fĂŒr Fallada wichtige Orte besucht. Seine Adaption beginnt in der Landesanstalt Neustrelitz-Strelitz und erzĂ€hlt von dort aus die Geschichte Sommers und Falladas auf ĂŒberzeugende Weise. Und so wird neben dem erschĂŒtternden Psychogramm des alkoholkranken Handelsreisenden Sommer auch die berĂŒhrende Lebensgeschichte eines bedeutenden Schriftstellers nachgezeichnet, der bis zu seinem Tod 1947 unter seiner Morphium- und Alkoholsucht litt.

Die Buchvorstellung beginnt um 20 Uhr, der Eintritt ist frei.

Galerie Neurotitan, Rosenthaler Straße 39, D–10178 Berlin

“Pablo 4: Picasso” – Besprechung des ekz.bibliothekservice

Dienstag, den 22. September 2015

Im Besprechungsdienst fĂŒr öffentliche Bibliotheken des ekz.bibliotheksservice wurde “Pablo 4: Picasso” von Julie Birmant & ClĂ©ment Oubrerie (Reprodukt) vorgestellt:

“Der 4. und letzte Band der Picasso-Biografie in Graphic-Novel-Form (1. Teil “Max Jacob”, IDA26/13, 2. Teil “Apollinaire”, ID-A 10/14, 3. Teil “Matisse”, ID-A 8/15) erzĂ€hlt davon, wie die Beziehung zwischen Picasso und Fernande langsam in die Brüche geht. Nachdem die beiden beschließen, ein Waisenkind zu adoptieren, stellt Fernande fest, dass sie keine gute Mutter ist und gibt das Kind kurzerhand zurück, was Picasso verĂ€rgert. WĂ€hrend sich die beiden zunehmend auseinanderleben, entdeckt Picasso die afrikanische Kunst und malt das berühmte und zunĂ€chst kaum verstandene Skandalwerk “Les Demoiselles d’Avignon”.
Georges Braque ist der Einzige, der seinen neuen Stil versteht und zu ihm hĂ€lt. Doch auch die restliche Kunstszene entdeckt bald, dass Picasso eine neue Epoche in der Malerei erfunden hat. Fernande aber verblasst in seinen Erinnerungen. Wie schon in den vorherigen BĂ€nden trĂ€gt der wackelig-grobe Zeichenstil zur künstlerischen AtmosphĂ€re des Werks bei. Der Schluss ist leider etwas abrupt. Ein Nachwort hĂ€tte das 4-bĂ€ndige Werk sicherlich abgerundet. Zur abschließenden ErgĂ€nzung des Werks empfohlen.”
Maria-Inti Metzendorf

“Der Kuss im Fernglas”

Dienstag, den 22. September 2015

In der heutigen Ausgabe der SĂŒddeutschen Zeitung stellt Christoph Haas “Ein Sommer am See” von Mariko & Jillian Tamaki (Reprodukt) vor. Der Rezensent bezeichnet in “Der Kuss im Fernglas” den Band als “rundum geglĂŒckt”.

Verlagstext: Jeden Sommer verbringt Rose mit ihren Eltern die Ferien im selben Haus am See. Dort trifft sie ihre Sommerfreundin Windy. Sie ist fĂŒr Rose die kleine Schwester, die sie nie hatte. Doch in diesem Sommer ist alles anders. Roses Eltern hören nicht auf, sich zu streiten, und auch zwischen Rose und Windy hat sich etwas verĂ€ndert. Rose kann den kindlichen Spielen von frĂŒher nicht mehr viel abgewinnen, vielmehr beobachtet sie fasziniert und verstört zugleich die Ă€lteren Teenager, die schon erste sexuelle Erfahrungen machen.

Eine flirrend leichte Sommergeschichte ĂŒber die Zeit zwischen der Kindheit und dem Erwachsenwerden – voller Geheimnisse, Sorgen und Erwartungen. Bereits “Skim”, das preisgekrönte erste Buch der kanadischen Cousinen Mariko und Jillian Tamaki, erregte 2008 Aufmerksamkeit weit über die Grenzen des Comics hinaus.

Graphic Novels in den Medien – 21. September 2015

Montag, den 21. September 2015

“Alois Nebel” – FilmvorfĂŒhrung und GesprĂ€ch in Berlin

Freitag, den 18. September 2015

Das Deutsche Kulturforum östliches Europa zeichnet den Film “Alois Nebel” mit dem Ehrenpreis des Georg Dehio-Kulturpreises 2015 aus. In der Begleitveranstaltung am Freitag, dem 25. September, wird der auf der gleichnamigen Comic-Vorlage von Jaroslav RudiĆĄ und JaromĂ­r 99 (Voland & Quist) beruhende Film im Berliner Kino Krokodil gezeigt und im anschließenden GesprĂ€ch mit den Autoren der Frage nach der Entstehung, dem Erfolg und der Wirkung des Filmes in Tschechien, in Deutschland und darĂŒber hinaus nachgegangen.

Ende der 1980er Jahre irgendwo an der Grenze zwischen der damaligen ČSSR und Polen: Ein kleiner Gebirgsbahnhof in einer gottverlassenen Gegend. Hier lebt und arbeitet der Fahrdienstleiter Alois Nebel ruhig und genĂŒgsam nach den Gesetzen des Fahrplans. Doch in die geregelte Ordnung seines Daseins mischen sich nachts unheilvolle Visionen: Wie im Nebel erscheinen ihm Ereignisse, Menschen und ZĂŒge aus der Vergangenheit 


19:00 Uhr: FilmvorfĂŒhrung
Alois Nebel
, ČR 2011, Regie: Tomáơ Luƈák, 85 Min., deutsche Fassung

ca. 20:30 Uhr: GesprÀch
Tomåƥ Luƈåk, Regie
Jaroslav RudiĆĄ, Drehbuch
JaromĂ­r 99, Drehbuch und Ausstattung
Moderation: BĂĄra ProchĂĄzkovĂĄ, Journalistin

Um Anmeldung wird gebeten: deutsches@kulturforum.info

Kino Krokodil, Greifenhagener Str. 32, D–10437 Berlin
www.kino-krokodil.de

Edition Moderne: Website ĂŒberarbeitet

Donnerstag, den 17. September 2015

Mit einer neu gestalteten Website prĂ€sentiert sich ab sofort die ZĂŒrcher Edition Moderne im Internet. www.editionmoderne.ch zeigt sich ab sofort in luftigerer Gestaltung und technisch auf der Höhe der Zeit: Das Layout passt sich automatisch den BildschirmgrĂ¶ĂŸen vom Smartphone bis zum Desktop-Rechner an. Neben der Auflistung der Veröffentlichung unter verschiedenen Themen-Überschriften wie Humor oder Graphic Novels (letzteres noch weiter unterteilt in Reportagen, Politik und Historie) sind Titel weiterhin unter den Autoren zu finden, die damit weiterhin im Mittelpunkt des Webauftritts stehen. Unter “SchnĂ€ppchen” und “RaritĂ€ten” gibt es nun auch einige rare Veröffentlichungen zum Teil zu Sonderpreisen zu erstehen.

“Der Traum von Olympia” als TheaterstĂŒck in Bonn

Mittwoch, den 16. September 2015

Am Samstag, dem 19. September, feiert die Theateradaption von Reinhard Kleists “Der Traum von Olympia” (Carlsen) in Bonn Premiere. Bei dem Ein-Personen-StĂŒck fĂŒhrt Nadine Schwitter Regie, die Hauptrolle spielt Johanna Paliatsou.

7 Sekunden, 8 Sekunden, 9 Sekunden – Samia ist die Schnellste und hat den Kopf voller TrĂ€ume. Ihr grĂ¶ĂŸter Traum ist es, bei den Olympischen Spielen in London zu gewinnen. In Peking haben sie noch alle ĂŒberholt. Auch wenn das Publikum sie da schon allein fĂŒr das Ankommen als Heldin gefeiert hat – beim nĂ€chsten Mal, da wird das anders. Die junge Somalierin hat es satt, heimlich auf einer zerbombten Laufbahn trainieren zu mĂŒssen, nur weil sie ein MĂ€dchen ist. Mutig verabschiedet sie sich von ihrer Familie in Mogadischu. Allen WiderstĂ€nden zum Trotz will sie ĂŒber das Mittelmeer Europa erreichen, um rechtzeitig zu Begin der Spiele in London zu sein. Doch die Strecke, die sie bis dahin zurĂŒcklegen muss, ist weitaus beschwerlicher als ein 200-Meter-Lauf. In einem Schlauchboot mit 300 anderen Reisenden macht sie sich auf eine waghalsige Reise.

Die KĂŒnstlerin und Regisseurin Nadine Schwitter, deren “Warum das Kind in der Polenta kocht” am Theater Bonn schon zu sehen war, entwickelt ein StĂŒck fĂŒr eine Schauspielerin, die anhand von Live-Hörspielelementen und poetischen Bildern mit den jugendlichen Zuschauern in Samias Lebenswelt eintaucht.

Bis Ende Oktober wird das StĂŒck acht Mal zu sehen sein, Karten sind ab sofort erhĂ€ltlich.

Theater Bonn, Sparte 4, Halle Beuel, Siegburger Str. 42, 53229 Bonn
www.theater-bonn.de

Comicbuchpreis 2016 an Uli Oesterle

Mittwoch, den 16. September 2015

Wie die Bertold Leibinger Stiftung in einer Pressemitteilung verkĂŒndet, geht der Comicbuchpreis 2016 an Uli Oesterle. Der in MĂŒnchen lebenden Autor und Illustrator erhĂ€lt die Auszeichnung samt dem damit verbundenen Preisgeld in Höhe von EUR 15.000  fĂŒr sein aktuelles Projekt “Vatermilch”.

In der BegrĂŒndung heisst es: Vatermilch erzĂ€hlt von VĂ€tern, die verschwinden und von Söhnen, die zu unzuverlĂ€ssigen VĂ€tern werden, zeigt Lebenswege, die ins Dunkle führen, und andere, die einen unerwarteten Neuanfang erlauben. Das Thema ist schwer und universell, Uli Oesterle geht es vielschichtig, sehr persönlich und mit einer erfrischenden Leichtigkeit in der BilderzĂ€hlung an,“ begründet Brigitte Helbling die Entscheidung der achtköpfigen Jury. „Die Geschichte spielt in München und zielt auf Weltformat, die eingereichten Materialien zeigen das Projekt an einem Punkt, wo eine Fertigstellung greifbar wird. Die Jury vergibt den Comicbuchpreis 2016 in großem Zutrauen an ein Unterfangen, das unsere Neugier gerade auch in seinem stilistisch/narrativen Aufbruchswillen geweckt hat.

Die Preisverleihung wird Ende April 2016 im Literaturhaus Stuttgart stattfinden. Auf dem Comicfestival MĂŒnchen wurden im Juni  erste Seiten aus “Vatermilch” gezeigt und auch hier bereits ein erster Einblick gewĂ€hrt.
Insgesamt gab es fĂŒr den Comicbuchpreis 64 Einreichungen. Neu in diesem Jahr ist die UnterstĂŒtzung der neun weiteren FinalistInnen mit jeweils EUR 1.000. Das sind in diesem Jahr:

Max Baitinger mit “Röhner”
Neele Bunjes mit “Nepenthes”
Sheree Domingo mit “Wie im Paradies”
Franziska Ruflair mit “Ein Tag ohne Gestern”
Eric Schneider mit “XES”
Simon Schwartz mit “IKON”
Burcu TĂŒrker mit “SĂŒsse Zitronen”
James Turek mit “Das Shangri-La Motel”
Maria Ignacia Vollenweider mit Fussnoten”

Die Jury bestand in diesem Jahr aus Andreas Platthaus (FAZ, Frankfurt), David Basler (Edition Moderne, ZĂŒrich); Prof. Dr. Frank Druffner (Kulturstiftung der LĂ€nder); Dr. Brigitte Helbling (Hamburg); Dr. Florian Höllerer (Leiter Literarisches Colloquium Berlin); Dr. Stefanie Stegmann (Leiterin Literaturhaus Stuttgart); Dr. Thomas von Steinaecker (Augsburg); Lars von Törne (Tagesspiegel, Berlin). Im vergangenen Jahr gewann die Auszeichnung Birgit Weyhe fĂŒr ihre Geschichte “Madgermanes”.

Hubert und Ulrich Pröfrock bei der Französischen Woche in Heidelberg-Mannheim

Dienstag, den 15. September 2015

9783956400506Seit 2006 findet in Heidelberg und Mannheim die Französische Woche statt. In diesem Jahr wird vom 16. bis zum 30. Oktober in fast 80 Veranstaltungen die deutsch-französische Freundschaft gelebt und zum Kulturaustausch eingeladen.

Am Montag den 26. Oktober findet im Tabakmuseum Heidelberg eine Veranstaltung mit Comic-Autor Hubert (“Petit”, mit Bertrand Gatignol, Reprodukt) sowie dem Übersetzer Ulrich Pröfrock statt.

Der französische Autor Hubert lĂ€dt seine Leserinnen und Leser in eine abgrĂŒndige MĂ€rchenwelt ein, die von einer feudalen Riesenrasse regiert wird, fĂŒr die normale Menschen Leibeigene und Leibspeise zugleich sind. Petit ist der letzte Spross eines Geschlechts grimmiger Riesen und gleicht in seiner Statur den gewöhnlichen Menschen. Seine Zerrissenheit zwischen freiem Willen und sogenannter ‚Bestimmung‘ ist Antrieb und Inhalt der folgenden Geschichte.

Matthias Wieland moderiert das GesprĂ€ch mit den beiden, Thomas StĂ€dtler ĂŒbersetzt. Beginn ist um 20 Uhr.

Tabakmuseum, LandfriedgelĂ€nde Heidelberg, Bergheimer Straße 139-151, D-69115 Heidelberg
französische-woche.de
Eintirtt: 8 EUR, ermĂ€ĂŸigt 4 EUR

Barbara Yelin in Göttingen, Dortmund und Freiburg

Dienstag, den 15. September 2015

9783956400063Die MĂŒnchner Comiczeichnerin Barbara Yelin wird in den kommenden Wochen ihr Buch “Irmina” (Reprodukt) in einer Reihe von Veranstaltungen vorstellen:

Donnerstag, 15. Oktober | Göttingen
In Göttingen wird Barbara Yelin aus ihrem Buch “Irmina” lesen. Die Veranstaltung findet in der Stadtbibliothek Göttingen statt und wird um 19 Uhr beginnen.
Stadtbibliothek Göttingen
, Thomas-Buergenthal-Haus, Gotmarstraße 8, D-37073 Göttingen
Stadtbibliothek-Göttingen.de

Donnerstag, 22. Oktober | Dortmund
Auch in Dortmund gibt es eine Lesung mit Bildern aus “Irmina” in der transfer Buchhandlung zu erleben. Beginn ist 20 Uhr.
transfer Buchhandlung,
An der Schlanken Mathilde 3, D-44263 Dortmund
transfer-Buchhandlung.de

Samstag, 31. Oktober | Freiburg
In Freiburg liest Barbara Yelin aus “Irmina” im Kontext des Illustrationsfestes Freiburg – am Samstag, 31. Oktober um 19:30 Uhr im Alten Wiehrebahnhof.
Illustrationsfest Freiburg,
Alter Wiehrebahnhof, Urachstraße 40, D-79102 Freiburg
Illustrationsfestival.de

“Comics als Unterrichtsgegenstand von der Grundschule bis zum Gymnasium”

Donnerstag, den 10. September 2015

Am kommenden Dienstag, dem 15. September werden an der UniversitĂ€t Paderborn unter dem Titel “Comics als Unterrichtsgegenstand von der Grundschule bis zum Gymnasium” eine Reihe von fĂ€cherspezifischen und fĂ€cherverbindenden Workshops fĂŒr Lehrerinnen und Lehrer angeboten.

Einzelne Workshops befassen sich unter anderem mit den Themen “Auschwitz im Comic: Mit Kindern Holocaust und Nationalsozialismus thematisieren”, “Historisches Lernen mit Geschichtscomics und historischen Graphic Novels” sowie “Fremdsprachenunterrichte durch Comics verbinden”.

Weitere Informationen lassen sich dem Veranstaltungsflyer entnehmen.

Im Interview mit Frauke Döll fĂŒr den Informationsdienst Wissenschaft erklĂ€rt Johannes Meyer-Hamme, Professor fĂŒr Didaktik der Geschichte, warum Graphic Novels s gutes Instrument fĂŒr einen demokratischen Geschichtsunterricht sind.

UniversitĂ€t Paderborn, GebĂ€ude J, Etage 2, Raum 213, Warburger Straße 100, D–33098 Paderborn

“PrĂŒgel & Party”

Mittwoch, den 9. September 2015

In der heutigen Ausgabe der SĂŒddeutschen Zeitung stellt Christoph Haas “Ghetto Brother” von Julian Voloj & Claudia Ahlering (avant-verlag) vor. Wie er in “PrĂŒgel & Party” schreibt, ist das Buch “das lebendige PortrĂ€t eines ungewöhnlichen Menschen und zugleich eines zentralen popkulturellen Moments, dessen Wirkungskraft bis heute nicht nachgelassen hat.”

Verlagstext: Anfang der 70er Jahre ist das Leben in der Bronx geprĂ€gt von heruntergekommenen MietshĂ€usern, Drogen und KriminalitĂ€t. Um zu ĂŒberleben, schließen sich viele junge Bewohner Gangs an. Die grĂ¶ĂŸte Gang mit annĂ€hernd 2000 Mitgliedern sind die Ghetto Brothers, angefĂŒhrt von Benjamin Melendez, einem Sohn jĂŒdischer Einwanderer aus Puerto Rico. Melendez wurde 1971 in das Licht der Öffentlichkeit gerĂŒckt, als er ein vielbeachtetes Friedensabkommen zwischen den New Yorker Jugendgangs initiierte. Statt durch Bandenkriege machte die Bronx nun durch Musik, DJs und die Graffiti-Szene von sich reden. In dieser Aufbruchsstimmung begab sich Benjamin Melendez auf eine andere Reise: der Suche nach seinen jĂŒdischen Wurzeln.

Reinhard Kleist in Frankfurt a.M.

Dienstag, den 8. September 2015

Am kommenden Donnerstag, dem 10. September, ist Reinhard Kleist in Frankfurt am Main zu Gast. Ab 16 Uhr wird er im Comicshop T3 signieren und um 20 Uhr in der basis aus seinem aktuellen Buch “Der Traum von Olympia” (Carlsen) lesen und sich mit Marc Petzoldt, von der UN-FlĂŒchtlingsorganisation UNHCR ĂŒber die HintergrĂŒnde unterhalten. Die Lesung ist eine Veranstaltung in der Reihe “Stories + Strips”.

Dass Reinhard Kleist in der Lage ist, schwierigste historische Themen in einer Graphic Novel umzusetzen, hat er mit “Der Boxer” bewiesen. Jetzt nimmt er ein aktuelles Thema anhand einer wahren Geschichte auf: Die Sprinterin Samia Yusuf Omar vertrat Somalia bei den Olympischen Spielen 2008 in Peking. In ihrer Heimat wurde sie jedoch von islamistischen Extremisten bedroht, die ablehnen, dass Frauen Sport treiben. In der Hoffnung, an der Olympiade in London teilnehmen zu können, versuchte sie die Flucht nach Europa. Samia Yusuf Omar ertrank 2012 im Alter von 21 Jahren vor der KĂŒste Maltas im Mittelmeer.

T3 Terminal Entertainment, Große Eschenheimer 41 A, D-60313 Frankfurt
t3ffm.wordpress.com

basis, Gutleutstraße 8-12, D–60329 Frankfurt
Stories + Strips auf facebook

“Fahrradmod” – Release-Events, Signierstunden und Parties

Dienstag, den 8. September 2015

Ende September erscheint mit “Fahrradmod” das neue Buch von Tobi Dahmen bei Carlsen. In einer Reihe von Veranstaltungen wird die Veröffentlichung begleitet:

10. und 11. Oktober 2015 | Hamburg
Signierstunden auf dem Comicfestival am Stand von Carlsen
Comicfestival Hamburg, Hein-Köllisch-Platz 11 + 12, D–20359 Hamburg
www.comicfestivalhamburg.de

17. und 18. Oktober 2015 | Frankfurt
Buchvorstellung und Signierstunden auf der Buchmesse Frankfurt
z.B. Samstag, 17. Oktober, 14 Uhr: Gemeinsame Lesung im Lesezelt mit Flix

17. Oktober 2015 | Frankfurt
PodiumsgesprĂ€ch mit Tobi Dahmen und Redakteur Christopher Tauber, Lesung von Matthias Wieland, anschließend Party mit DJs Elviz und Soulsunny
Tiefengrund,
Friedberger Landstr. 116, D–60316 Frankfurt
comicsatellit.de ‱ tiefengrund.rocks

31. Oktober 2015 | Wesel
12 Uhr: Signierstunde in der Mayerschen Buchhandlung
Meyersche Buchhandlung, Hohe Straße 20-22, D–46483 Wesel
www.mayersche.de

14. November 2015 | Hamburg
PodiumsgesprÀch, Lesung mit Matthias Wieland und Releaseparty
Monkeys, Barnerstr. 16, D–22765 Hamburg
monkeys-hamburg.de

12. Dezember | DĂŒsseldorf
15 Uhr: Signierstunde im Szeneladen Modlord
Modlord, Lorettostraße 6, D–40219 DĂŒsseldorf
20 Uhr: Releaseparty mit DJ Henry Storch
Prinz Albert, Albertstr. 113, D–40233 DĂŒsseldorf

“Da wird sich nie was Ă€ndern” – Buchrelease in Berlin

Montag, den 7. September 2015

Am heutigen Montag, dem 7. September, wird Ulla Loges “Da wird sich nie was Ă€ndern!” (Jaja Verlag) in der Berliner Comicbibliothek Renate vorgestellt. Die Autorin wird aus dem Buch vorlesen und mit anwesenden GĂ€sten auf die Veröffentlichung anstoßen.

Mai 1989 – irgendeine Kleinstadt in der DDR, die jede sein könnte. Noch kann sich keiner vorstellen, welche VerĂ€nderungen dieses Jahr bereithĂ€lt. Gudrun engagiert sich in der Friedensbewegung. Sie hilft mit, den Betrug der Kommunalwahl aufzudecken. Auch ihr Freund Arno ist sehr engagiert – im Friedenskreis und bei der Stasi. Karla macht Abitur. Ihr Vater dient dem Staat als Redenschreiber. Sie sieht die Welt nicht ganz so rosig. Man erkennt es an ihren Fotos. Als sie deswegen in der Schule Ärger bekommt, sieht der Vater seine Stellung in Gefahr. Rudolf sucht eine Frau. Er ist schon bald in Rente. Im Frühling sitzt eine neue Liebe in seinem Garten. Im Sommer fliehen sie gemeinsam über die ungarische Grenze. Susanne bekommt zum Geburtstag einen Zauberkasten geschenkt, doch mit dem lernt man nur billige Tricks. Ein neuer Kasten aus dem Westen soll Abhilfe schaffen.

Beginn ist um 20 Uhr, zugleich findet der allmonatliche Comic-Stammtisch statt.

Comicbibliothek Renate, Tucholskystr. 32, D–10117 Berlin
www.renatecomics.de