Graphic Novels
News Termine Presse Erste Schritte Buchhandel / Vertrieb Bibliotheken Über uns Impressum

Monatsarchiv für Januar 2017

Ausstellung: Einwanderung – ein Jahrhundert voller Geschichte(n)

Dienstag, den 31. Januar 2017

Comic und Einwanderungsbewegungen: ein Jahrhundert Geschichte(n)

Der Comic ist eine relativ junge Ausdrucksform, die im 19. Jahrhundert entsteht und als „9. Kunst“ neben den traditionellen KĂŒnsten bezeichnet wird. Seine Entwicklung ist von Anfang an mit den zeitgeschichtlichen Migrationsbewegungen verbunden. Weltweit haben zahlreiche maßgebliche Comic-Autoren, unter ihnen selbst viele Einwanderer der ersten oder zweiten Generation, das Thema der Einwanderung ins Zentrum ihrer Werke gerĂŒckt.

Von der persönlichen ErzĂ€hlung bis zum historischen Zeugnis, von der Fabel bis zum Manifest hat der Comic neue Ausdrucksmöglichkeiten verschiedenster Art gefunden. Diese Ausstellung zeichnet die verschiedenen Phasen einer Geschichte von Begegnungen nach und verdeutlicht, wie die Reise, die Migration und das Exil Triebfeder dieses kĂŒnstlerischen Schaffens wurden.

Eine Ausstellung des MusĂ©e national de l’histoire de l’immigration – Palais de la Porte dorĂ©e

Eröffnung: 31. January 2017, 19:00 Uhr
Eintritt frei

Ort: Institut français Bremen, Contrescarpe 19, 28203 Bremen

Ausstellungsdauer: 1. Februar bis 22. MĂ€rz 2017

In AngoulĂȘme ausgezeichnete Graphic Novels und Comics

Montag, den 30. Januar 2017

Die PreistrĂ€ger des diesjĂ€hrigen Internationalen Comicfestivals  in AngoulĂȘme stehen fest. Es sind auch Titel darunter, die auf Deutsch erschienen sind:

Hier geht es zu einer Übersicht ĂŒber die Auszeichnungen: PalmarĂšs officiel 2017

Preis fĂŒr das Beste Album:Paysage aprĂšs la bataille” von Philippe de Pierpont und Eric LambĂ©.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Prix du public Cultura fĂŒr “L’Homme qui tua Lucky Luke” von Matthieu Bonhomme, auf Deutsch “Der Mann, der Lucky Luke erschoss” (Egmont Comic Collection)

 

 

 

 

 

 

Prix Jeunesse fĂŒr “La Jeunesse de Mickey” von Tebo

 

 

 

 

Prix Polar SNCF (Krimipreis) fĂŒr “L’EtĂ© Diabolik” von Alexandre ClĂ©risse und Thierry Smolderen, auf Deutsch “Ein diabolischer Sommer“, (Carlsen Comics).

 

 

 

Der Preis fĂŒr ein Lebenswerk, der Grand prix du festival d’AngoulĂȘme 2017 ging an den Schweizer Cosey

 

 

 

 


 

Ausstellung: Holocaust im Comic

Freitag, den 27. Januar 2017

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Im Bildungszentrum Anne Frank in Frankfurt eröffnet am Sonntag, 29. Januar 2017 eine Ausstellung, die sich mit dem Bild vom Holocaust im Comic befasst. Ein Rahmenprogramm mit zahlreichen Veranstaltungen ergÀnzt die vom Jakob Hoffmann / Stories + Strips kuratierte Schau.

Aus dem AnkĂŒndigungstext:

“Seit dem Erscheinen von Art Spiegelmanns Graphic Novel “Maus – mein Vater kotzt Geschichte” im Jahr 1989 sind Holocaust und Nationalsozialismus zunehmend auch Thema in Comics und Graphic Novels geworden.

Die Ausstellung zeigt schwerpunktmĂ€ĂŸig zehn dieser Comics,  die sich auf sehr unterschiedliche Weise mit Holocaust und Nationalsozialismus befassen, ohne dabei das Unsagbare, SingulĂ€re zu vereinfachen und zu banalisieren. Zu sehen sind zehn Comics von verschiedenen KĂŒnstler*innen, die mit Originalen, Skizzen und Vorzeichnungen von Reinhard Kleist (»Der Boxer«) und Moritz Stetter (»Bonhoeffer«) ergĂ€nzt werden.

Neben einem methodischen Begleitheft und einem interaktiven Comicdisplay bietet “Holocaust im Comic” auch ein Veranstaltungsprogramm, das die Möglichkeiten von Comic und Graphic Novel in der Auseinandersetzung mit dem Holocaust austariert.

BildungsstÀtte Anne Frank e.V., Hansaallee 150, 60320 Frankfurt am Main
Tel.: 069 / 56 000 20, info@bs-anne-frank.de

Medienberichte zur Ausstellung:

Geschichte des Schreckens in Schwarz-Weißop-online

Comics zeigen das Grauen in den KZsMittelbayerische online

Neue Wege zur AufarbeitungFrankfurter Neue Presse – fnp online

Wenn sich Comic-Zeichner ein Bild vom Holocaust machen – Hessenschau.de

Internationales Comicfestival in AngoulĂȘme

Mittwoch, den 25. Januar 2017

Morgen, am 26. Januar 2017, beginnt das wichtigste Comicfestival in Europa: FESTIVAL INTERNATIONAL DE LA BANDE DESSINÉE in AngoulĂȘme, Frankreich. Die Fachbesucher reisen heute schon an, fĂŒr das Publikum eröffnen Ausstellungen, Messe und das umfangreiche Rahmenprogramm morgen bis Sonntag, den 29. Januar 2017.

Das Festival hat weit ĂŒber die Grenzen Frankreichs hinaus Bedeutung fĂŒr die Fachwelt – in Frankreich ist es außerdem ein ĂŒberaus beliebtes Ereignis bei ComicleserInnen gleich welchen Alters. Auch zahlreiche Schulklassen besuchen Ausstellungen und Messe.

Besondere Beachtung findet immer wieder der Wettbewerb, in dem Comics aus allen Sparten mit Preisen in vielen Kategorien ausgezeichnet werden.

FĂŒr diese Preise, offiziell heißen sie “Palmares“, sind auch einige Comics und Graphic Novels nominiert, die in deutscher Sprache erscheinen. Comics aus Deutschland sind in der “SĂ©lection officielle 2017″ nicht vertreten.

Einige der Titel – ohne Anspruch auf VollstĂ€ndigkeit -, die auch auf Deutsch vorliegen, oder angkĂŒndigt sind:

L’ARABE DU FUTUR 3 – UNE JEUNESSE AU MOYEN-ORIENT von Riad Sattouf, deutsche Ausgabe bis Band 2 “Der Araber von morgen” bei Knaus.

COQUELICOTS D’IRAK von Brigitte Findakly und Lewis Trondheim, deutsche Ausgabe “Mohnblumen aus dem Irak” angekĂŒndigt bei Reprodukt.

LE DERNIER ASSAUT von Dominique Grange und Jacques Tardi, deutschsprachige Ausgabe “Der letzte Ansturm” bei Edition Moderne.

MARTHA & ALAN von Emmanuel Guibert, deutschsprachige Ausgabe “Martha & Alan – Die Geschichte einer Jugendliebe” ebenfalls in der Edition Moderne.

PATIENCE von Daniel Clowes, auf Deutsch unter demselben Titel angekĂŒndigt bei Reprodukt.

SAGA TOME 6 von Fiona Staples und Brian K. Vaugh, die Serie erscheint auf Deutsch ebenfalls unter dem Titel “Saga” bei Cross Cult.

Zum ersten Mal wird in AngoulĂȘme in diesem Jahr der “Prix RenĂ© Goscinny” vergeben. Diese nach dem Autor von unter anderem “Asterix” benannte Auszeichnung geht an den vielseitigen Autor und Zeichner Emmanuel Guibert. Seine Arbeiten erscheinen auf Deutsch u.a. in der Edition Moderne, seine Kindercomics bei Reprodukt.

Zu einer vollstĂ€ndigen Übersicht der Preise, die in AngoulĂȘme vergeben werden geht es hier.

Offizielle Website des Festivals: http://www.bdangouleme.com

Veranstaltung: Comic und Nationalsozialismus

Dienstag, den 24. Januar 2017

 

 

 

 

 

 

 

 

Comic und Nationalsozialismus: Theoretische und kĂŒnstlerische Auseinandersetzungen, mit Paula Bulling und Ole Frahm

Am 26. Januar 2017 findet in den RĂ€umen der gfzk - Galerie fĂŒr zeitgenössische Kunst – eine Veranstaltung der GedenkstĂ€tte fĂŒr Zwangsarbeit in Leipzig statt, in der sich der Wissenschaftler, Autor und KĂŒnstler Dr. Ole Frahm und die Zeichnerin Paula Bulling mit Bildern von Zwangsarbeit zur Zeit des Nationalsozialismus befassen:

Ole Frahm: Mickey und der Golem. Reflexionen des Holocaust im Comic

Die visuelle Erinnerung an die Vernichtung der Juden ist in Deutschland maßgeblich durch Fotografien der Nationalsozialisten geprĂ€gt. Comics und Graphic Novels machen demgegenĂŒber ein anderes BildgedĂ€chtnis sichtbar. In ihren Zeichnungen kritisieren sie diese Dominanz und fragen danach, wie sich der Holocaust ĂŒberhaupt darstellen lĂ€sst. Und so treten Gespenster und Golems auf und verunsichern die vorherrschenden SelbstverstĂ€ndlichkeiten.

Schon 1942 zeichnet Horst Rosenthal im Lager Gurs die Geschichte “Mickey in Gurs”. 1946 zeichnet Joe Kubert eine Horror-Geschichte, die sich direkt auf den Holocaust bezieht: Ein amerikanischer GI rettet einige Juden in Prag, die ihm die Geschichte des Golem erzĂ€hlen – dieses riesigen Lehmmonsters, das die Juden beschĂŒtzt. Mit “Maus” von Art Spiegelman, “Yossel” von Joe Kubert und “Breath of Bones” von Steve Niles lassen sich diese frĂŒhen Reflexionen des Holocaust bis in unsere Tage nachverfolgen.

Das Comic-Projekt „Redrawing Stories from the Past“ (Beginn 2015), das sich mit Geschichten von Opfern des Nationalsozialismus beschĂ€ftigt, wird auch Teil dieser theoretischen Auseinandersetzung sein.

Paula Bulling: Tamgout, Buchenwald, Paris

In ErgĂ€nzung zum theoretischen Teil wird die Zeichnerin Paula Bulling ihren Comic, der wĂ€hrend des Projekts “Redrawing Stories from the Past” entstand, vorstellen. Er handelt von einem arabischen Franzosen, der nach Buchenwald deportiert und dort ermordet wurde.

In der anschließenden Diskussionsrunde sollen Fragen zur AktualitĂ€t des Projekts diskutiert und der Umgang mit historischem Material in der kĂŒnstlerischen Auseinandersetzung besprochen werden.

Paula Bulling wurde 1986 in Berlin geboren. Seit 2006 studierte sie in Halle an der Saale Keramik und Illustration. Ihre erste und viel beachtete Graphic Novel Im Land der FrĂŒhaufsteher wurde 2012 vom Berliner avant-verlag publiziert. Das Buch stellt dar, unter welchen Bedingungen Asylsuchende in Sachsen-Anhalt leben mĂŒssen. Paula wohnt mittlerweile wieder in Berlin, wo sie als Illustratorin und Comic-KĂŒnstlerin arbeitet sowie an einer neuen dokumentarischen Graphic Novel schreibt. Ihre Arbeiten wurden bereits in Paris, Helsinki, Berlin, BrĂŒssel und Luzern ausgestellt.
http://paulabulling.net/

Dr. Ole Frahm arbeitet als Autor und KĂŒnstler. Er ist MitgrĂŒnder der Arbeitsstelle fĂŒr Graphische Literatur (ArGL) an der UniversitĂ€t Hamburg und GrĂŒndungsmitglied des Villigster Forschungsforums zur Nationalsozialismus, Rassismus und Antisemitismus. Neben mehreren LehrauftrĂ€gen war er von 2012 bis 2013 Gastprofessor fĂŒr zeitbasierte Medien an der Hochschule fĂŒr Bildende KĂŒnste, Hamburg.

Veranstaltung am: Donnerstag, 26. Januar 2017, 19:00 Uhr

Ort: Galerie fĂŒr zeitgenössische Kunst, Karl-Tauchnitz-Str. 9-11 (Leipzig-Zentrum)Tram 2, 8, 9 / Bus 89 (Neues Rathaus)

 

Graphic Novels in den Medien

Montag, den 23. Januar 2017

„Die Droste wird zum Comic-Star„ – Hinweis bei WestfĂ€lische Nachrichen online auf die Graphic Novel „Die Judenbuche – Nach Annette von Droste-HĂŒlshoff“, adaptiert von Claudia Ahlering und Julian Voloj, erscheint im Februar bei Knesebeck.

„Freedom Hospital: Das Desaster des Syrien-Krieges“ – Hinweis bei Neue OsnabrĂŒcker Zeitung online auf die Graphic Novel „Freedom Hospital“ von Hamid Sulaiman, erscheint am 30. Januar bei Hanser Berlin

Auf der Flucht vor Marsianern” – Christian Endres bei tagesspiegel.de ĂŒber “Der Krieg der Welten” von Thilo Krapp, erschienen bei Egmont Graphic Novel.

Erste Kinderzeichnungen am Radio im Wohnzimmer” – Thilo Krapp im GesprĂ€ch mit Andrea Gerk bei Deutschlandradio Kultur, ebenfalls ĂŒber „Der Krieg der Welten“.

„Spannend, nicht bonbonsĂŒĂŸâ€œ – JĂŒrgen Schickinger fĂŒr die Badische Zeitung ĂŒber „Mikel.  Die Geschichte eines BonbonverkĂ€ufers, der sich im Regen auflöste“ von Judith Vanistendael und Mark Bellido, Reprodukt

Verstörend, mystisch” – JĂŒrgen Schickinger fĂŒr die Badische Zeitung ĂŒber “Totem” von Nicolas Wouters und Mikael Ross, avant-verlag,

„Coming-of-Age in surrealen Waldlandschaften“ – Frank Meyer fĂŒr Deutschlandradio Kultur, ebenfalls ĂŒber „Totem“.

Windows zur Ewigkeit” – Thomas von Steinaecker fĂŒr die Literarische Welt /welt.de ĂŒber Neues ErzĂ€hlen im Comic anhand der Graphic Novels von Richard McGuire und Chris Ware.

 

“One Page Graphic Novel” von Art Spiegelmann bei faz.net

Freitag, den 20. Januar 2017

Unter dem Titel “Nichts ist komischer als das UnglĂŒck” stellt Andreas Platthaus neue Arbeit von Art Spiegelman in der FAZ vor.

In “Warteschleife bei Dr. Godot” hat Art Spiegelman seine schwere Erkrankung vor fĂŒnf Jahren verarbeitet, als er wegen eines Tumors am Kopf operiert werden musste. Der autobiografische Strip, den Art Spiegelman, wie auch andere neuere Arbeiten in der Kurzform, “One Page Graphic Novel” nennt, wurde in der FAZ zum ersten Mal auf Deutsch veröffentlicht.

Zur Bilderstrecke geht es hier: faz.net

In den USA ist die Geschichte in der New York Times erschienen. Hier geht es zur englischen Version, “Calling Doctor Godot“.

Francoise Mouly erlÀutert unter dem Titel

Eyeball Kicks: Art Spiegelman on One-Page Graphic Novels

im New Yorker, wie Art Spiegelmann zu der in sich widersprĂŒchlichen Bezeichnung der “One Page Graphic Novel” gekommen ist - gerade als Zeichner, der zuvor vehement darauf bestanden hat, Comics zu machen und keine Graphic Novels.

Comixconnection in Freiburg

Donnerstag, den 19. Januar 2017

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Comic von Ileana Durducan / Abbildung: comixconnection

Das Projekt comiXconnection an der Albert-Ludwigs-UniversitÀt Freiburg stellt aktuelle independent Comics aus Serbien, Kroatien, Slowenien, Bosnien und Herzegowina sowie Ungarn und RumÀnien vor.

ComiXconnection besteht aus einer Kinoreihe, einem Symposium und einer Ausstellung, die auch eine Leseecke mit Comics bereit hÀlt. Ausstellung und Programm finden statt in Freiburgs neuer UniversitÀtsbibliothek sowie in der Galerie des Kommunalen Kinos.

NĂ€here Informationen sind dem Flyer zu entnehmen, der hier heruntergeladen werden kann: FLYER

Institut fĂŒr Medienkulturwissenschaft
Albert-Ludwigs-UniversitÀt
Werthmannstraße 16, 1. OG
79085 Freiburg im Breisgau

JĂŒrgen Schickinger hat fĂŒr die Badische Zeitung mit Beate Wild, Ethnologin und Romanistin, ĂŒber comixconnection gesprochen:

60 KĂŒnstler aus sechs LĂ€ndern

Beate Wild bezeichnet Comixconnection als ihr aufregendstes Projekt. Es prĂ€sentiert in Freiburg fast zwei Monate lang Comics, Zeichnungen und Trickfilme von KĂŒnstlern aus Serbien, Kroatien, Slowenien, Ungarn, RumĂ€nien, Bosnien und Herzegowina.” (Quelle: Badische Zeitung online ) Weiterlesen


Ausstellung in Salzburg: Der Mythos Eternauta

Mittwoch, den 18. Januar 2017

Das Literaturhaus Salzburg zeigt noch bis zum 6. April 2017 die Ausstellung “Der Mythos Eternauta”.

„Eternauta“ von HĂ©ctor GermĂĄn Oesterheld (Text) und Francisco Solano LĂłpez (Zeichnung) gilt als einer der herausragenden Comics des 20. Jahrhunderts. Er nimmt die spĂ€tere MilitĂ€rdiktatur in Argentinien vorweg und ist zugleich das Hauptwerk von Oesterheld, der 1977 verschleppt wurde und nie mehr auftauchte.

copyright avant-verlag

LITERATURHAUS SALZBURG
Strubergasse 23/H.C. Artmann-Platz, A-5020 Salzburg, Österreich
geöffnet: Montag bis Donnerstag von 9 bis 17 Uhr und Freitag von 9 bis 12 Uhr

Die Tiroler Tageszeitung schreibt darĂŒber:

„Ein Comic-Roman als Vorgriff auf die Diktatur“

Salzburg/Buenos Aires (APA) – Der „Eternauta“ des argentinischen Comicautors Hector German Oesterheld gilt als einer der herausragenden Comics des 20. Jahrhunderts. Das Literaturhaus Salzburg widmet dem 350 Seiten starken Buch und der tragischen Familiengeschichte des Autors nun eine Ausstellung. Oesterheld und seine vier Töchter wurden in der Zeit der MilitĂ€rjunta (1976-1983) entfĂŒhrt und gelten bis heute als verschwunden. (…)

Die Ausstellung in Salzburg beschĂ€ftigt sich nicht nur mit dem Schicksal der Familie Oesterheld, sondern auch mit der noch immer laufenden Aufarbeitung der Folgen der MilitĂ€rjunta. Die Zahl der „Desaparecidos“, der Verschwundenen im Land, soll bei 30.000 liegen – und ĂŒber ihr Schicksal ist nach wie vor kaum etwas bekannt.” (Quelle: Tiroler Tageszeitung online)

http://www.literaturhaus-salzburg.at)

Ausschreibung fĂŒr den Comicbuchpreis der Berthold Leibinger Stiftung

Dienstag, den 17. Januar 2017

Copyright: Berthold Leibinger Stiftung

Die Ausschreibung des Comicbuchpreises der Berthold Leibinger Stiftung 2018 lĂ€uft. Der mit 15.000 Euro höchstdotierte Preis fĂŒr einen deutschsprachigen Comic wird am 23. April 2018 im Literaturhaus Stuttgart verliehen. Bis 30. Juni 2017 nimmt die Berthold Leibinger Stiftung Bewerbungsarbeiten elektronisch oder auf Papier entgegen.

Der Comicbuchpreis der Berthold Leibinger Stiftung wird seit 2015 jĂ€hrlich in Stuttgart fĂŒr einen hervorragenden, unveröffentlichten, deutschsprachigen Comic vergeben, dessen Fertigstellung absehbar ist.

Die Bewerbungsarbeit darf bis zur Preisverleihung im April/Mai des Folgejahres nicht als Ganzes publiziert sein.

Der Comicbuchpreis ist mit 15.000 Euro dotiert, der PreistrĂ€ger erhĂ€lt außerdem eine Skulptur und eine Urkunde.

AuszĂŒge aus dem prĂ€mierten Band werden in einer Ausstellung im Stuttgarter Literaturhaus gezeigt. Bei der Eröffnung dieser Ausstellung findet die offizielle Preisverleihung des Comicbuchpreises statt. Die Ausstellung soll nach einigen Monaten auch im Literarischen Colloquium Berlin gezeigt werden.

Neben dem PreistrĂ€ger wĂŒrdigt die Jury außerdem gute Bewerbungsarbeiten als Finalisten. Die so ausgewĂ€hlten KĂŒnstler erhalten bei der Preisverleihung jeweils 1000 Euro, eine Urkunde und eine kleine Skulptur.

Bisherige HauptpreistrÀger sind: Birgit Weyhe, Uli Oesterle und Tina Brenneisen.

Bewerbungen an:

Berthold Leibinger Stiftung GmbH, Brigitte Diefenbacher, Johann-Maus-Str. 2, 71254 Ditzingen

brigitte.diefenbacher@leibinger-stiftung.de

www.leibinger-stiftung.de

 

Ahnenforschung im Erika-Fuchs-Haus

Montag, den 16. Januar 2017

copyright Stefan Meyer

Unter dem Titel „Die GroßvĂ€ter des Comics“ widmet sich das Erika-Fuchs-Haus | Museum fĂŒr Comic und Sprachkunst in Schwarzenbach an der Saale in seiner nĂ€chsten Sonderausstellung zwei sogenannten GroßvĂ€tern des Comics: Wilhelm Busch und Rodolphe Toepffer.

Aus dem Pressetext:

“Goethe war begeistert von den Bildergeschichten des Schweizers Rodolphe Toepffer: „Es ist wirklich toll! Es funkelt alles von Talent und Geist! Einige BlĂ€tter sind ganz unĂŒbertrefflich!“ Ermuntert durch das Lob des großen Dichters veröffentlicht Toepffer seine Zeichnungen. Es sind satirisch-komische Bildromane mit bis zu 200 Einzelbildern und knappen Untertexten. Mit der karikaturenhaften Darstellung und der Aufteilung in Panels wurde Toepffer zum Wegbereiter fĂŒr eine neue Kunstform, besonders im französisch-sprachigen Raum.

Der zweite Teil der Ausstellung widmet sich dem in Deutschland bekannteren Wilhelm Busch. Dessen Bildergeschichten fanden eine rasante weltweite Verbreitung. Sie bestechen durch die reduzierte Zeichnung, die neuartige Darstellung von Bewegung und die Verwendung von Lautmalereien. Busch wurde zum großen Vorbild der frĂŒhen amerikanischen Comiczeichner. Die Ausstellung wirft einen detaillierten Blick auf die Entstehungsgeschichte seines berĂŒhmtesten Werks, „Max & Moritz“.

Eröffnung: Freitag, 20. Januar um 19 Uhr. Der Eintritt ist frei.

Erika Fuchs Haus | Museum fĂŒr Comic und Sprachkunst, Bahnhofstraße 12 – 95126 Schwarzenbach a.d.Saale

 

 

 

Lese-Luchs im Januar fĂŒr die Graphic Novel “Pssst”

Donnerstag, den 12. Januar 2017

Die Graphic Novel „Pssst!” von Autorin Annette Herzog und Illustratorin Katrine Clante erhĂ€lt die Auszeichnung „Luchs des Monats Januar”, welche von DIE ZEIT und Radio Bremen verliehen wird.  Die Coming of Age-Geschichte ist 2016 im Peter Hammer Verlag erschienen und erzĂ€hlt in Bildern, TagebucheintrĂ€gen und Comicseiten.

Der Buchmarkt schreibt darĂŒber: ”

In der Graphic Novel geht es um die großen Fragen des Lebens – und um das besondere Alter, in dem man sie zu stellen beginnt: wenn man nicht mehr richtig Kind und noch nicht richtig Jugendliche ist. Die zwölfjĂ€hrige Viola hat viele gewichtige Fragen, zum Beispiel, wer sie eigentlich ist. Wie Puzzleteile fĂŒgen sich in zwölf Kapiteln die verschiedenen Facetten von Violas Persönlichkeit zusammen. Mal sind komplette Seiten im Comicstil gehalten und schildern Erlebnisse des MĂ€dchens. Dann wieder finden sich Fotos, Zeitungsausschnitte und Notizen zusammen mit einem selbst gebastelten Perlenring oder einer abgeschnittenen Haarlocke – wie an einer Pinnwand mit ErinnerungsstĂŒcken. …”

„Die Comic-Collage ‚Pssst!‘ ĂŒber das Erwachsenwerden und die Suche nach der eigenen IdentitĂ€t ist so philosophisch wie humorvoll“ urteilt Jury-Mitglied Maria Linsmann in der ZEIT.

Informationen ĂŒber den “Lese-Luchs” hier

Endspurt im Wettbewerb Re-animate Europe

Dienstag, den 10. Januar 2017

Der Einsendeschluss zum internationalen Comic-Wettbewerb “Animate Europe” rĂŒckt nĂ€her – noch bis zum 5. Februar 2017 ist Zeit, um an “Re-Animate Europe” teilzunehmen.

Senden Sie Ihren Beitrag (erste Seite des geplanten Comics, Zusammenfassung der Geschichte (beides auf englisch) und das Anmeldeformular) bis zum 5. Februar 2017 an animate.europe@fnst.org.

Bereits zum dritten Mal fĂŒhrt das EuropĂ€ische Dialogprogramm der Friedrich-Naumann-Stiftung fĂŒr die Freiheit diesen internationalen Comic-Wettbewerb durch. Mit diesem Wettbewerb möchte die Stiftung neue Wege zur Diskussion ĂŒber Europa und dessen Zukunft eröffnen.

Weitere Informationen zum laufenden Wettbewerb, einschließlich der Teilnahmebedingungen, finden sich unter: https://fnf-europe.org/2016/10/24/re-animate-europe-launch-of-third-round-of-international-comic-competition/

Allgemeine Informationen zum Wettbewerb gibt es hier: https://fnf-europe.org/animate-europe/

Information in english language

The deadline is getting closer: just three more weeks are left to participate in „Re-animate Europe“

Anyone is welcome to participate in “Re-Animate Europe”.

All you have to do is to send in the first page of your graphic short story , together with a summary of your story (both in English) and the entry form.

Please send it by email to animate.europe@fnst.org by Sunday, 5 February 2017.

End of February, a seven-head strong international expert jury will select seven finalists who will then be asked to finish an eight-page graphic short story by Monday, 22. May 2017. The finalists will receive a grant of 800€. Their entries will be published in an anthology at the end of the competition and they will travel around Europe in form of a travelling exhibition.

The winner will be announced at an award ceremony on 11 July 2017 at the Belgian Comic Strip Center in Brussels and will receive a prize of 500€.

For more competition details check the terms and conditions.

 

Ein Jahr danach – Graphic Novel zum Anschlag auf Charlie Hebdo in den Medien

Montag, den 9. Januar 2017

 

 

Catherine Meurisse arbeitet in ihrer Graphic Novel “Die Leichtigkeit” (Carlsen) ihr Weiterleben nach dem Anschlag auf die Redaktion der Satirezeitung Charlie Hebdo auf. Sie hatte das Attentat ĂŒberlebt, weil sie an dem Morgen verspĂ€tet zur Arbeit gegangen war. Derzeit gehört ihr Buch zu den meist besprochenen Graphic Novels in den Medien. Hier folgen beispielsweise Hinweise auf fĂŒnf Rezensionen:

In der taz: “Nachdem das letzte Licht erlosch” von Elise Graton

Im ORF: “Wie man nicht zugrunde geht” von Alexandra Zawia

Bei Spiegel online: “Eine Zeichnung kann verletzen, wird aber niemals jemanden töten“, ein Interview mit der Autorin von Moritz Piehler

Beim Deutschlandfunk: “Mit dem Zeichenstift zurĂŒck ins Leben” von Andrea Schwyzer

Im General-Anzeiger: “Die spĂ€te Entdeckung der Leichtigkeit

 

Graphic-Novel-Lesung in der VolksbĂŒhne

Freitag, den 6. Januar 2017


Buchpremiere am 19. Januar 2017 in Berlin: Vitali Konstantinov stellt seine erste Graphic Novel vor. Darin arbeitet der KĂŒnstler Dostojewskis Biografie und sein Werk auf.

Dostojewskis Romane sind eine packende LektĂŒre, sie gehören zum literarischen Kanon. Sie sind zeitlos, weil sie in die Seele der Menschen blicken. Dostojewskis Inspiration war dafĂŒr auch sein eigenes Leben, dem Vitali Konstantinov in seiner Comic-Biografie nachspĂŒrt. “FMD  – Leben und Werk von Dostojewski” ist bei Knesebeck erschienen.
Vitali Konstantinov, 1963 geboren bei Odessa, Ukraine, studierte Kunst und Architektur in Russland, Grafik, Malerei und Byzantinische Kunstgeschichte in Deutschland. Er unterrichtete Buchillustration, unter anderem an der Hochschule fĂŒr Angewandte Wissenschaften in Hamburg. FĂŒr seine Illustrationen und BĂŒcher erhielt er verschiedene Preise, wie die Auszeichnung „Schönstes deutsches Buch“ der Stiftung Buchkunst fĂŒr Seltsame Seiten. FĂŒr seinen Comic hat der Autor alle Texte aus Werken, Briefen und TagebĂŒchern unterschiedlicher Akteure selbst ĂŒbersetzt.
Untermalt von Projektionen seiner Zeichnungen nimmt Konstantinov sein Publikum in Wort und Bild mit hinein in Biografie und Literatur FMDs, liest aus Originaltexten, Briefen und TagebĂŒchern.

LESUNG mit anschließender Signierstunde amDonnerstag 19. Januar 2017 um 20.00 Uhr
VolksbĂŒhne Berlin, Roter Salon, Rosa-Luxemburg-Platz, 10178 Berlin

Informationen und Kartenvorverkauf www.volksbuehne-berlin.de

STRAPAZIN-Releaseparty

Donnerstag, den 5. Januar 2017

Die neueste Ausgabe des schweizer-deutschen Comicmagazins STRAPAZIN, Heft # 125, widmet sich dem der Comicwelt ureigenen Thema “Sammeln“.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Aus dem Presseetext:

“Uns verbindet dieselbe Leidenschaft – wir sammeln und horten skurrile Objekte, Schund, Plunder und Wertloses, alles Dinge, die andere achtlos liegen lassen, und die kaum je den Weg in ein Museum finden, unsere Leben aber enorm bereichern. Diese Sammel-Leidenschaft scheint bei Kunstschaffenden sehr verbreitet zu sein, speziell bei „Low Art“- KĂŒnstlern, weshalb in diesem Heft auch vor allem Vertreterinnen und Vertreter dieser Gattung zum Zuge kommen. …”

Weiterlesen unter www.strapazin.de oder www.strapazin.ch

Am Samstag, den 14. Januar 2017, eröffnet ab 17 Uhr in Berlin eine Ausstellung mit Zeichnungen aus dieser STRAPAZIN-Ausgabe.

Ort: RAUM Italic (SPAZIO Corsivo, Schliemannstr. 29, 10437 Berlin


Polen macht es vor: Comiczentrum in ƁódĆș geplant

Mittwoch, den 4. Januar 2017

 

Wie dreimalalles berichtet, entsteht im polnischen ƁódĆș in einem ehemaligen Industriekomplex bis Ende 2018 fĂŒr rund 4,5 Millionen Euro das Zentrum fĂŒr Comics und Interaktive Narration (Centrum Komiksu i Narracji Interaktywnej). Klingt sehr spannenend! Zugleich sind das sind finanzielle GrĂ¶ĂŸenordnungen, von denen man hierzulande fĂŒr Kultur ganz allgemein und insbesondere fĂŒr die Förderung von Comics nur trĂ€umen kann.
http://lodzjestkultura.pl/rewitalizacja-ec-1-poludniowy-ws
/

The Millionaires are back!

Dienstag, den 3. Januar 2017

The Millionaires Club # 5, das Leipziger Festival fĂŒr Comics und Grafik, findet vom 24. – 26. MĂ€rz 2017 statt, gleichzeitig mit der Leipziger Buchmesse.

Diese internationalen ZeichnerInnen haben bereits zugesagt,  zum 5. Millionaires Club nach Leipzig zu kommen:

Yan Cong, Pigao und Yida aus China, Gina Wynbrandt aus den USA, Patrick Kyle aus Kanada.

The Millionaires Club # 5 ist zu Gast beim KV — Verein fĂŒr Zeitgenössische Kunst Leipzig e.V. und an weiteren Orten in der Kolonnadenstraße.  Derzeit laufen die Planungen fĂŒr eine Publikumsmesse mit internationalen AusstellerInnen, sowie Lesungen, AutorengesprĂ€chen und Ausstellungen.