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„1916 | 2016 – Der Grabenkrieg im Comic“ – Ausstellung in Schwarzenbach a.d.Saale

Noch bis zum 28. August zeigt das Erika-Fuchs-Haus – Museum für Comic und Sprachkunst in Schwarzenbach a.d. Saale die Ausstellung  „1916 | 2016 – Der Grabenkrieg im Comic“.

2016 jähren sich die furchtbaren Schlachten von Verdun und an der Somme zum hundertsten Mal. Anhand so unterschiedlicher Werke wie Joe Saccos „Die Schlacht an der Somme“ (Edition Moderne), Peter Eickmeyers „Im Westen nichts Neues“ (Splitter), Mounier/Cothias/Ordas „Ambulanz 13“ (comicplus) sowie verschiedenen Werken von Tardi soll die Ausstellung die Vielschichtigkeit zeigen, die das Medium Comic zur Darstellung historischer Ereignisse bietet. Gleichzeitig dient die Ausstellung dem Gedenken an die furchtbaren Schlachten des ersten Weltkriegs und richtet sich damit auch an die Bildungseinrichtungen der Region. Das Museum greift daher größtenteils auf Reproduktionen zurück.

Rahmenprogramm:

Mittwoch, 15. Juni, 19:30 Uhr, Museum Bayerisches Vogtland: „Comics über den Grabenkrieg“, Vortrag von Alexandra Hentschel (Erika-Fuchs-Haus). Museumsleiterin Alexandra Hentschel erläutert die Hintergründe der Dauerausstellung und führt in die ausgestellten Comics ein.
Mittwoch, 22. Juni, 18 Uhr, Erika-Fuchs-Haus: „Wenn der Krieg zum Alltag wird – Darstellungen des Grabenkriegs im Comic“, Vortrag von Rolf Lohse (Universität Bonn). Der Krieg ist ein Thema, das Künstler aller Medien immer wieder in den Bann geschlagen hat. Die entfesselte Gewalt wird als Bewährungsprobe für Heldenfiguren oder als Bedrohung des Einzelnen dargestellt. Fast schon affirmative Gewaltdarstellungen stehen einfühlsam gestalteten Erlebnisberichten gegenüber. Rolf Lohse, Literaturwissenschaftler an der Universität Bonn, stellt bedeutende Darstellungen des Ersten Weltkriegs im Comic vor und fragt nach den besonderen Möglichkeiten, die der Comic für dieses Thema bietet.

Mittwoch, 13. Juli, 18 Uhr, Erika-Fuchs-Haus: „Verdun und die Folgen“, Vortrag von Claus Schäfer (Universität Erlangen). Die Schlacht von Verdun steht in der französischen Erinnerungskultur symbolisch für die Schrecken des Ersten Weltkriegs, der in Frankreich schlicht „Der große Krieg“ genannt wird. Im deutschen Bewusstsein wird die Erinnerung an den Ersten Weltkrieg dagegen vom Zweiten Weltkrieg überlagert. Der Historiker Claus Schäfer geht in seinem Vortrag auf den Krieg und dessen unterschiedliche Nachwirkungen ein.

Donnerstag, 28. Juli, 18 Uhr, Erika-Fuchs-Haus: „Spenden für den Krieg: das Hofer Nagelbild“, Vortrag von Hans Seidel (Nordoberfränkischer Verein für Natur-, Geschichts- und Landeskunde e. V.). 2016 restaurierte das Museum Bayerisches Vogtland das Hofer Nagelbild. Nagelbilder waren während des Ersten Weltkriegs beliebte Instrumente, um den Patriotismus der Bevölkerung anzufachen, die Kriegsbegeisterung aufrecht zu erhalten und zugleich Spenden für die Opfer des Krieges zu sammeln. Hans Seidel, Hofer Gästeführer vom Nordoberfränkischer Verein für Natur-, Geschichts- und Landeskunde e. V. erläutert kenntnisreich die Besonderheiten des Hofer Nagelbildes.

Erika-Fuchs-Haus – Museum für Comic und Sprachkunst, Bahnhofstraße 12, D–95126 Schwarzenbach a. d. Saale
www.erika-fuchs.de

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