Graphic Novels
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Neu im avant-verlag

„Grönland Vertigo“ von Herve Tanquerelle

Als Georges Benoît-Jean überraschend eingeladen wird, an einer Kunst-Expedition in den Nordosten Grönlands teilzunehmen, befindet sich der Comic-Autor gerade in einer schweren Zeichen- und Schreibblockade. Die frische Luft, die überwältigende Landschaft und der Austausch mit anderen, erfahreneren Künstlern und Wissenschaftlern wird ihm gut tun und ihm neue Eindrücke verschaffen für sein nächstes Projekt. Er sagt zu.

An Bord der Aurora trifft er sein Idol, den Reiseschriftsteller Jørn Freuchen, der Georges in seine Obhut nimmt. Hauptsponsor der Expedition ist der finnische Maler, Bildhauer und Performance-Künstler Ville Hakkola, ein verschrobener Perfektionist, dessen riesige Installation auf einem Gletscher den Höhepunkt der Reise darstellen soll. Doch Hakkolas zunehmende Angst vor einer Sabotage wird für die Expedition immer mehr zur Zerreißprobe.

Grönland Vertigo, ISBN 978-3-945034-64-4, 104 Seiten, farbig, Hardcover, EUR (D) 24,95

„Ich Weiß“ von Birgit Weyhe

In „Ich Weiß“ verarbeitet Birgit Weyhe Erlebnisse, die sie als Kind und junge Frau in Uganda und Tansania gemacht hat. Sie beschreibt nicht nur die gesellschaftlichen und politischen Zustände, die in diesen Ländern in den 80er und 90er Jahren geherrscht haben, sondern zeichnet auch ihre persönlichen Erfahrungen mit den Menschen dort nach.

In oftmals surrealen, traumähnlichen schwarzweißen Bildern widmet sie sich afrikanischen Traditionen und Mythen, schildert ihre kindlichen Eindrücke, die in ihr gleichzeitig Begeisterung und Befremdung auslösen, und erzählt mit dem ihr eigentümlichen, melancholischen Humor von einem Kontinent, der sich mit seinem Facettenreichtum und seiner schieren Größe kaum fassen lässt.

Ich Weiß, ISBN 978-3-945034-66-8, 244 Seiten, Softcover, schwarzweiß, EUR (D) 22,–, erscheint im August

„Die zwei Leben von Balduin“ von Fabien Toulmé

Balduin, Single, dreißig Jahre alt, steckt in einer beruflichen Sackgasse. Eingesperrt in die monotone Routine seines Bürojobs, sehnt er sich nach einem anderen Leben. Sein Bruder Luke ist das Gegenteil von ihm: ein weltreisender Freigeist mit gehörigem Erfolg bei den Frauen … 
Eines Tages wird ein Tumor bei Balduin entdeckt und seine Lebenserwartung reduziert sich plötzlich auf wenige Monate. Balduin, der Anti-Held, entschließt sich zu einem radikalen Bruch und folgt seinem Bruder nach Afrika …

Eine rührende Geschichte über Familienbande und die wirklich wichtigen Dinge im Leben.

Eine Graphic Novel voller Emotionen und Humor! Eine Reflexion über den Sinn des Lebens – kurz gesagt eine Graphic Novel mit großen Gefühlen.

Die zwei Leben von Balduin, ISBN: 978-3-945034-77-4, 272 Seiten , farbig , Hardcover, EUR (D) 30,– erscheint im August

„Fußnoten“ von Nacha Vollenweider

„Fußnoten“ beginnt mit einer Bahnfahrt durch die Vororte Hamburgs, einer Situation, wie sie alltäglicher nicht sein könnte. Doch an den Rändern der Dinge, die die Protagonistin Nacha dabei erlebt, stehen kleine Zahlen, als Verweise auf tiefergehende Informationen. Hier unten, im Reich der Fußnoten, spielen sich die Dinge ab, auf denen das, was im Jetzt statt findet, gründet. Deutsche und argentinische Wirklichkeiten und Vergangenheiten überlagern sich – so wie die Grundrisspläne argentinischer Städte und das Muster der Sitzbezüge der Bahn. Der Leser begleitet die Erzählerin auf einer Spurensuche nach ihrer argentinischen Familie, die unter der Militärdiktatur der Siebzigerjahre gelitten hat. Das wechselvolle Schicksal ihrer Vorfahren ist eng verknüpft mit ihrem Leben als junge Frau in einer deutschen Großstadt.

Nacha Vollenweider entwickelt in ihrem Debüt eine ungewöhnliche, faszinierende Art des Erzählens: stilistisch ruhig und nüchtern, aber inhaltlich groß und tiefgründig – und verwendet nebenbei – voilà – ein neues Genre: den Comic-Essay.

Fußnoten, ISBN 978-3-945034-67-5, 208 Seiten, schwarzweiß, Softcover, EUR (D) 20,–, erscheint im August

„Der Riss“ von Guilleromo Abril & Carlos Spottorno

„Der Riss“ ist eine ungewöhnliche Graphic Novel. Eine Fotoreportage in Form eines Comics, ein Reisebericht mit authentischem Bildmaterial – in vielerlei Hinsicht eine Grenzerfahrung.

Für das spanische Magazin El País Semanal machen sich der Fotograf Carlos Spottorno und der Journalist Guillermo Abril auf den Weg an die Außengrenzen der EU: Von Melilla, der spanischen Enklave in Marokko, schwer bewacht und durch einen schier unüberwindbaren Zaun geschützt bis in den Norden Finnlands und die Wälder Weißrusslands, wo NATO-Truppen für einen Grenzkonflikt mit Russland trainieren. Die Autoren merken schnell, dass die europäische Grenze sehr viel komplexer ist, als dass man sie an einem einzigen Ort vollständig begreifen könnte. Sie treffen Flüchtende, Grenzsoldaten und Kommunalpolitiker, und halten ihre Erlebnisse in Wort und Bild fest. Ein einmaliges Dokument der Herausforderungen, welche tagtäglich an den Grenzen der EU auftreten.

Der Riss, ISBN 978-3-945034-65-1, 184 Seiten, farbig, Hardcover, EUR (D) 32,–, erscheint im September

„Das Hochhaus“ von Katharina Greve

Mordgelüste, Frisurenprobleme, Wohnungssuche: Das sind einige der Zutaten für Das Hochhaus, ein Web-Comic-Bauprojekt von Katharina Greve. Jede Woche wächst das Gebäude um ein neues Stockwerk in die Höhe – bis auf 102 Etagen. Wie bei einer technischen Zeichnung ist das Haus aufgeschnitten: Der Blick ins Innere der Wohnungen zeigt eine Momentaufnahme des Lebens der Bewohnerinnen und Bewohner.

Baubeginn war im September 2015, fertig gestellt wird es am 5. September 2017 mit dem Dachgeschoss. Zeitgleich erscheint das Buch. Die Szenen in den Wohnungen sind mal in sich geschlossen, mal haben sie über die Etagen hinweg miteinander zu tun. Die Episoden kommentieren zwischenmenschliche, aber auch politische Themen. Der Längsschnitt zeigt einen Querschnitt durch den Alltag.

Das Hochhaus, ISBN 978-3-945034-71-2, 56 Seiten, farbig, Hardcover, EUR (D) 20,– , erscheint im September

„Der große böse Fuchs“ von Benjamin Renner

Eigentlich ist der große böse Fuchs eher ein kleiner, schwächlicher Fuchs. Die Hennen vom Bauernhof haben eher Mitleid mit ihm, als dass sie sich vor ihm fürchten; er geht ihnen meistens einfach nur auf die Nerven mit seinen ständigen Versuchen, sich ein Häppchen Huhn zu ergaunern. Doch sein finsterer Kumpel, der Wolf, hat eine Idee: Warum nicht den Hühnern die Eier klauen, warten bis die Küken schlüpfen und sich das Hühnerfleisch einfach selbst züchten? Das perfekte Verbrechen. Wenn nur die Küken nicht so wahnsinnig anhänglich wären …

In „Der große böse Fuchs“ zeichnet der Franzose Benjamin Renner nicht nur eine Tierfabel, die vor gekonntem Slapstick-Humor und ungewöhnlichem Witz strotzt, er schafft es, ohne großes Pathos eine anrührende Geschichte über die Tücken der Kindererziehung zu erzählen.

Der große böse Fuchs, ISBN 978-3-945034-70-5, 192 Seiten, farbig, Softcover, EUR (D) 25,–, erscheint im Oktober

„Eternauta 1969“ von Héctor G. Oesterheld & Alberto Breccia

Der große argentinische SF-Klassiker erlebte ein Remake im Jahre 1969. Interessant zu sehen wie Oesterheld 10 Jahre nach dem „Ur-Eternauta“ die Geschichte in Details abgewandelt hat. Die Invasion der Außerirdischen wird in dieser Version von den Supermächten toleriert wenn nicht gar inszeniert. Ein wichtiges Zeitdokument der argentinischen Linken am Ende der 60er Jahre.
Die eigentliche Sensation dieses Buches sind aber die innovativen schwarz-weiß Zeichnungen von Alberto Breccia, den man zu den allergrößten Comickünstlern der Welt zählt. Bis heute haben sie nichts an Radikalität eingebüßt!

Für sein Lebenswerk wurde er bereits 1992 u. a. mit dem Max- und Moritz-Preis ausgezeichnet. Nach Jahrzehnten werden seine besten Arbeiten nun als deutsche Erstveröffentlichung endlich im avant-verlag erscheinen.

Eternauta 1969, ISBN 978-3-945034-69-9, 64 Seiten, schwarzweiß, Hardcover, EUR (D) 22,–, erscheint im Oktober

„Der neue arabische Comic“

„Der Neue Arabische Comic“ präsentiert eine vielfältige Auswahl von AutorInnen und IllustratorInnen aus Jordanien, Libanon, Syrien, Irak, Iran, Ägypten, Lybien, Tunesien, Algerien und Marokko. In den letzten Jahren haben Comics und Graphic Novels in den arabischen Ländern stark an Bedeutung und Sichtbarkeit gewonnen, insbesondere im Zusammenhang mit dem Ausbruch der Revolutionen, die die arabische Welt seit dem Jahr 2011 grundlegend verändert haben.

Parallel zum französischen Verlag Actes Sud BD und mit Unterstützung des Institut français und des Goethe-Instituts Kairo erscheint im avant-verlag die deutsche Fassung dieses umfassenden Projektes, in dem sich die junge arabische Comicszene mit ausgewählten Beiträgen von hoher künstlerischer und literarischer Qualität einem europäischen Publikum präsentiert. Neben AutorInnen und IllustratorInnen stellen sich hier auch die wichtigsten Fanzines und Zeitschriften vor, die in den letzten Jahren entstanden sind.

Der neue arabische Comic, ISBN 978-3-945034-76-7, 240 Seiten, vierfarbig, Softcover, EUR (D) 25,–, erscheint im Oktober

„Zen ohne Meister“ von Frenk Meeuwsen

Frenk Meeuwsen erzählt in „Zen ohne Meister“ von seiner Faszination für den Zen-Buddhismus. Erlebnisse aus seiner Kindheit wechseln sich ab mit Episoden eines mehrjährigen Aufenthalts in Japan. Das verheerende Erdbeben von 1995, welches weite Teile von Kobe verwüstete, wird ebenfalls Teil der Erfahrungen auf dem Weg der Suche. In minimalistisch anmutenden, elegant kontrastierenden Schwarzweiß-Zeichnungen wird der Leser mit allen Facetten von Leben und Tod konfrontiert.

Was dabei entsteht, ist eine sehr intime Erzählung über die Kraft der Freundschaft und die Macht unserer Fantasie. Ein Buch, das durch die Selbstsuche und -findung des jungen Protagonisten auch beim Leser eine Selbstreflexion bewirkt, ein Nachdenken und zur Ruhe kommen. „Zen ohne Meister“ ist eine spirituelle Erfahrung in Form einer Graphic Novel; wer dieses Buch liest, taucht nicht nur tief in das Mysterium des Zen-Buddhismus ein, er wird auch keinen Zen-Meister mehr bemühen müssen!

Zen ohne Meister, ISBN 978-3-945034-68-2, 304 Seiten, schwarzweiß, Softcover, EUR (D) 25,–, erscheint im November

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