Graphic Novels
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Graphic Novels in der Presse – Mai 2010 (1)

“Disneyland von Schmutz und Elend” überschreibt Martin Gramlich seine Vorstellung von Joe Saccos “Palästina” (Edition Moderne) auf titel-magazin.de. An gleicher Stelle porträtiert Christopher Franz den vielseitigen Nicolas Mahler, der bei den zahlreichen Veröffentlichungen des Zeichners feststellt: “Mal wieder Mahler”.

Michael Saager überschreibt auf fluter.de seinen Artikel zu Ulli Lusts “Heute ist der letzte Tag vom Rest deines Lebens” (avant-verlag) mit “Verunglückte Italienreise”, was angesichts der unter die Haut gehenden autobiografischen Erzählung eine arge Untertreibung ist.

Christian Meyers Besprechung von Posy Simmonds’ “Tamara Drewe” (Reprodukt) – von Stephen Frears verfilmt und in der nächsten Woche in Cannes erstmalig zu sehen – im Comicmagazin “Strapazin” kann man nun auf seinem Blog tiefkultur.de nachlesen.

Fantasie beweist Lena Ullrich auf geolino.de bei ihrer Vorstellung von Peer Meters und Barbara Yelins auf realen Tatsachen beruhender Graphic Novel “Gift” (Reprodukt): Die unter ihrem Artikel befindliche Tag-Leiste sortiert das besprochene Buch auch unter dem Stichwort “Fantasy” ein.

Auf tagesspiegel.de befasste sich Katja Schmitz-Dräger mit Will Eisners neu aufgelegtem Klassiker “Ein Vertrag mit Gott” (Carlsen). In “Die Strasse des Lebens” stellt sie unter anderem heraus, wie wenig an Aktualität der Band verloren hat. Eben jener Buch ist auch Gegenstand eines Beitrags von Christian Gasser im Schweizer Radio DRS2. Seinen Beitrag kann man hier nachhören.

Wieder auf tagesspiegel.de berichtet Thomas Greven von einem Besuch des Comicfestivals in Bologna und seiner Bekanntschaft mit dem bisher in Deutschland nur sporadisch veröffentlichten italienischen Comiczeichner Andrea Bruno: “Samstags ruhen die Waffen.”. Ebenfalls auf tagesspiegel.de stellt Sebastian Leber die Graphic Novel “Spunk” (Archiv der Jugendkulturen) vor und erläutert, wie der israelische Autor Garbriel S. Moses Comics “Auf den Punk gebracht” hat. Klaus Schikowskis Sekundärwerk “Die großen Künstler des Comics” (edel) stellt unter dem Titel “Raus aus der Wagenburg” an gleicher Stelle Markus Dewes vor.

Anlässlich der noch immer zu sehenden – und sehr sehenswerten – Ausstellung “Helden, Freaks und Superrabbis” im Jüdischen Museum Berlin sprach “Tagesspiegel”-Redakteur Lars von Törne mit der Comiczeichnerin Miriam Katin, die zur Eröffnung nach Berlin eingeladen war und sich vor dem Hintergrund ihrer autobiografischen Graphic Novel Allein unter allen (Carlsen) fragt: “Wie konnte das gerade mir passieren?”. Die Ausstellung war überhaupt Gegenstand breiter Berichterstattung, als Beispiel sei nur ein Artikel in der “Zeit” von Christian Schröder genannt: “Schlägerei im Führerbunker”.

Leider (noch) nicht online abrufbar ist ein Artikel aus der “Süddeutschen Zeitung”, in dem herausgestellt wird, dass viele jüdische Künstler nicht zuletzt dadurch entscheidend zur Ausprägung der Graphic Novel beigetragen haben, dass sie ihren jüdischen Hintergrund thematisierten.

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