Graphic Novels
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Archiv des Tags ‘Alan Moore’

Neue Rezensionen – August 2009 (2)

Dienstag, den 11. August 2009

In den vergangenen Tagen wurden wieder einige Comics und Graphic Novels in der ĂĽberregionalen Presse und in Internetfeuilletons besprochen.

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Thomas Hummitzsch widmete sich bereits am 4. August der Neuauflage von Alan Moores und Eddie Campbells Jack the Ripper-Version “From Hell” (Cross Cult) und schreibt auf der Seite des Onlinefeuilletons “Berliner Literaturkritik” ĂĽber diese “Höllenfahrt in Schwarz-WeiĂź”.

FĂĽr das online erscheinende “Titel-Magazin” hat sich Alexander Frank am 6. August die beiden bei Schreiber & Leser erhältlichen Bände “blue” und “Liebe und andere Kleinigkeiten” der japanischen Autorin Kiriko Nananan angesehen und fasst sie unter der Ăśberschrift “Preziöse Krisen” zusammen.

In der gestrigen Ausgabe der Frankfurter Rundschau findet sich eine Besprechung von Ben Katchors “Der Jude von New York” (avant-verlag). Ole Frahm, Redakteur und Mitgleid der ArGL (Arbeitsstelle fĂĽr graphische Literatur) an der Universität Hamburg, sieht den “Klang der Erleichterung” ein zentrales Motiv des Bandes.

“Höllenfeuer der Moderne”

Dienstag, den 17. März 2009

From Hell CoverGeorg SeeĂźlen bespricht in der heutigen Ausgabe der “Tageszeitung” Alan Moores und Eddie Campbells “From Hell” (Cross Cult) und schreibt nebenbei noch Lesenswertes zum Thema Graphic Novel allgemein:

Höllenfeuer der Moderne

Als Jack the Ripper sein Unwesen trieb: Zur Neuausgabe der Grafic Novel “From Hell” von Alan Moore und Eddie Campbell. Ein Meisterwerk drastischer und vieldeutiger Blood Poetry.

Am Strand bei Bournemouth im Jahr 1923 unterhalten sich zwei alte Männer. Einer war Polizist, der andere ein “Hellseher”. Kennengelernt haben sie sich damals, als ein Serienmörder in Whitechappel Prostituierte tötete und offensichtlich mit ärztlichem Handwerkszeug und Geschick ausweidete. “Jack the Ripper” nannte man den Whitechappel-Mörder; so hieĂź es in Bekennerbriefen, die die Polizei narrten, die aber kaum von dem Täter selbst stammten. Jack the Ripper beflĂĽgelte die Fantasie merkwĂĽrdiger Menschen in einer merkwĂĽrdigen Zeit: die 80er-Jahre des 19. Jahrhunderts, der brutale Vormarsch des Neuen, von Industrialisierung und Wissenschaft, Klassenkampf und brutaler Zähigkeit des Alten, des Empire, des englischen Königshauses und des Aberglaubens. Eine Welt, die durch den Fortschritt noch finsterer wurde. In den Köpfen und in den StraĂźen. Das Herz der Finsternis liegt in Afrika. Oder in den Slums von London. mehr

Watching the “Watchmen” appear all over the place

Samstag, den 28. Februar 2009

Watchmen-PosterMartin Zeyn hat fĂĽr die “taz” vom 28. Februar ein Telefongespräch mit “Watchmen”-Autor Alan Moore gefĂĽhrt, das er unter dem Titel “Nixons sadistische Superhelden” in einem Artikel verarbeitet hat. Auf www.tagesspiegel.de berichtete Wolf von Dewitz am 27. Februar ĂĽber “Menschen im Morast”.

Vor allem auf amerikanischen und englischen Webseiten und Blogs aber ist “Watchmen” derzeit das groĂźe Thema, weltweit kommt die Verfilmung von Zack Synder am 5. März in die Kinos. Ein interessantes Interview mit Alan Moore hat Adam Rogers am 23. Februar fĂĽr das Magazin “Wired” gefĂĽhrt. Hier spricht Alan Moore ausfĂĽhrlich darĂĽber, warum er Verfilmungen seiner Comics ablehnt: “Legendary Comics Writer Alan Moore on Superheroes, The League, and Making Magic”

“You can also spend as much time as you want absorbing every image. This is especially true of something like Watchmen, where I was trying to take advantage of Dave Gibbons’ brilliant capacity as a former surveyor for including incredible amounts of detail in every tiny panel, so we could choreograph every little thing. The little symbols and signs appearing in the background, every little touch could be choreographed to the last detail, and we knew that the audience—because they’d be reading at their own pace—would be able to study each panel and to take in these almost subliminal details. Even the best director in the world, even a person as talented as Terry Gilliam, could not possibly get that amount of information into a few frames of a movie. Even if they did, it would have zipped past far too quickly. Because the audience at the movie theater is not in control of the experience in the same way somebody reading is.”

Ebenfalls auf wired.com: Adam Rogers spricht mit “Watchmen”-Zeichner Dave Gibbons ĂĽber die Arbeit an der Graphic Novel und ĂĽber die Erfahrungen am Set des “Watchmen”-Films: “Artist Dave Gibbons’ Gut Feelings on the Watchmen Movie”

Watching the WatchmenGerade ist bei Panini Comics mit “Watching the Watchmen – Die Entstehung einer Graphic Novel” rechtzeitig zum Start des Films ein Begleitband zur Graphic Novel erschienen, der Skizzen, CharakterentwĂĽrfe und Vorzeichnungen von Dave Gibbons enthält.

Watching the Watchmen, ISBN 978-3-86607-817-8, 284 Seiten, Hardcover mit Schutzumschlag, farbig, 34,90 EUR, erschienen bei Panini Comics.

Einen Trailer zum am 5. März in den deutschen Kinos startenden Film gibt es hier zu sehen:

“Tinte ist mein Blut”

Montag, den 16. Februar 2009

From Hell CoverJan Oberländer sprach fĂĽr den Berliner “Tagesspiegel” und “Die Zeit” mit Autor Alan Moore anläßlich der Neuauflage seiner “Jack The Ripper”-Interpretation “From Hell” (Cross Cult).

Tinte ist mein Blut

Jack the Ripper lebt: Alan Moore ĂĽber seine neu aufgelegte Graphic Novel „From Hell“ – und seinen Klassiker “Watchmen”, der demnächst ins Kino kommt.

Als der Königliche Leibarzt Dr. William Gull in einem düsteren, blutverschmierten Zimmer gerade die Prostituierte Marie Kelly in Stücke schneidet, macht in seinem Kopf irgendetwas klick. Plötzlich befindet er sich in einem modernen Großraumbüro. Computer, Kopierer, Handymenschen. „Wacht auf und schaut mich an!“, ruft Gull. Niemand hört ihn.

Die Vision geht schnell vorĂĽber, aber die Verbindung zur Gegenwart ist hergestellt. In seinem faktengesättigten, aber ausdrĂĽcklich fiktiven Comic-Epos „From Hell“ porträtiert der englische Autor Alan Moore den Mann, der 1888 im Londoner Stadtteil Whitechapel fĂĽnf Frauen bestialisch ermordete, als „Hebamme des 20. Jahrhunderts“. mehr in “Der Tagesspiegel” und in “Die Zeit”.

“Tyrannei der Muttermilch”

Mittwoch, den 28. Januar 2009

From Hell CoverIn der heutigen Ausgabe der “SĂĽddeutschen Zeitung” bespricht Christoph Haas Alan Moores und Eddie Campbells “From Hell” (Cross Cult):

Tyrannei der Muttermilch

Wer war Jack the Ripper? Unglaublich lebendig und dokumentarisch genau nähern sich Alan Moore und Eddie Campbell in ihrem Comic “From Hell” einer Antwort in Bildern.

Fünf Mal schlägt er im Herbst 1888 zu. Sein Revier ist das Whitechapel-Viertel im bitterarmen Osten Londons. Stets sind seine Opfer Frauen, und stets werden sie erst erwürgt, dann auf grausamste Weise verstümmelt. Die Polizei ermittelt auf Hochtouren. Falsche Selbstbezichtigungsschreiben gehen stapelweise ein. Die Medien überschlagen sich. Gerüchte gehen um: Hohen, sogar höchsten gesellschaftlichen Kreisen soll der Täter angehören. Gefasst wird er nie. Noch heute aber kennt jeder den klangvoll-schauerlichen Namen, den man ihm damals verlieh: Jack the Ripper. mehr

“From Hell” in der Presse

Samstag, den 24. Januar 2009

From Hell CoverDie von Alan Moore geschriebene und von Eddie Campbell gezeichnete Interpretation der Legende um Serienmörder Jack the Ripper, “From Hell” (Cross Cult), wurde seit Erscheinen im Dezember mehrfach besprochen, zuletzt samt Interview mit dem Autor im ZĂĽndfunk des Bayerischen Rundfunks. Anlass fĂĽr eine kleine Presseschau:

Christian Meyer schreibt auf intro.de:

Zwischen 1989 und 1997 ist dieses Monstrum einer Graphic Novel entstanden, Cross Cult bringt die deutsche Übersetzung nun in einer überarbeiteten Neuauflage heraus. Der Inhalt ist monströs, schließlich erzählt Autor Alan Moore die Geschichte Jack the Rippers. 1888 wurden innerhalb weniger Monate fünf Prostituierte in London ermordet und verstümmelt. mehr

Jens Pacholsky im “Goon-Magazin”:

Groschenhefte und Grabsteine

Das Kriminalmeisterwerk »From Hell« von Alan Moore und Eddie Campbell ist eine teuflische Autopsie unserer selbst

Es gibt im europäischen Raum der Moderne wenige Grausamkeiten, die wie die Geschichte von Jack The Ripper noch immer für unzählige Spekulationen, Verschwörungstheorien und Erstaunen sorgen. Eigentlich gibt es zu den Mordfällen, die im Jahre 1888 fünf Prostituierten im Londonder Stadtteil Whitechapel das Leben kosteten, nur die Gewissheit der Morde. mehr

Markus Köbnik im BR-Zündfunk:

Der Comic-Epos von Alan Moore ist wieder da

In Alan Moores “From Hell” geht es auf 600 Seiten in dĂĽsteren Schwarz-WeiĂź-Zeichnungen um den vielleicht schlimmsten Serienmörder der Geschichte: Jack The Ripper. Moore hat zehn Jahre an diesem Buch gearbeitet. Jetzt ist es in einer neuen Gesamtausgabe wieder bei uns erhältlich.

Ein Opfer, dem alle Organe entfernt wurden: So einen Tatort haben Inspektor Abberline und sein Kollege noch nie gesehen. Von der ermordeten Prostituierten ist nicht mehr viel ĂĽbrig. Genau wie bei den vier Opfern vor ihr. Und obwohl die Londoner Polizei immer noch im Dunklen tappt, wer hinter den Morden steckt, kennt die Presse bereits seinen Namen: Jack the Ripper. mehr

 

“Aus der Hölle auf den Gabentisch”

Montag, den 15. Dezember 2008

From Hell CoverJörg Böckem schreibt auf “Spiegel Online” ĂĽber die Neuauflage des Jack-the-Ripper-Comics “From Hell” von Alan Moore (Szenario) und Eddie Campbell (Zeichnungen), der bei Cross Cult dieser Tage erschienen ist:

Aus der Hölle auf den Gabentisch

Wer sich Weihnachten so richtig vermiesen will, sollte zu Alan Moores Meisterwerk “From Hell” greifen. Der Comic ist eine mitreiĂźende Meditation ĂĽber Jack The Ripper – und erscheint jetzt in einer aufwendigen Gesamtausgabe. Ein echter Killer!

All jenen, denen die Tage und Nächte im Dezember noch nicht dunkel genug sind, kann geholfen werden: PĂĽnktlich zum Weihnachtsfest bringt der Verlag Cross Cult eine ĂĽppige und todschöne Neuauflage des Klassikers “From Hell” heraus. Alan Moores Comic-GroĂźwerk ist das perfekte Heilmittel gegen Tannenbaumlichterkettenkitsch und Feiertagsseligkeit – auf 604 Seiten erzählt der britische Autor, unterstĂĽtzt von Zeichner Eddie Campbell, seine Version des Jack-The-Ripper-Mythos in unerreichter Tiefe und Detailreichtum. mehr

Neue Graphic Novels bei Cross Cult

Freitag, den 7. November 2008

From Hell cover rgbIm Asperger Verlag Cross Cult erscheinen in den nächsten Monaten eine Reihe interessanter Graphic Novels. Der vor allem fĂĽr die Comics um den inzwischen zweimalig verfilmten “Hellboy” und die “Sin City”-Serie bekannte Verlag hat sein Programm im Laufe der Zeit stetig erweitert und neben Fantasy- und Superhelden-Comics nun auch einige Krimi- und Horrortitel im Programm. Nachdem dort schon Alan Moores und Melinda Gebbies “Lost Girls” erschienen ist – das inzwischen in der zweiten Auflage vorliegt – wird im Dezember ein weiteres wichtiges Werk von Alan Moore folgen, das in diesem Fall von Eddie Campbell umgesetzt wurde. “From Hell” erzählt eine grĂĽndlich recherchierte “Jack the Ripper”-Version, deren Verfilmung mit Johnny Depp bereits vor einigen Jahren erfolgreich im Kino lief. Der zunächst bei Speed Comics erschienene Band war lange Zeit vergriffen und wird in einer ĂĽberarbeiteten Neuauflage vorgelegt.

1888 bringt ein bis heute anonymer Mörder vier Prostituierte im Londoner Stadtteil Whitechapel um. Morde von ausgesprochener Brutalität: vier Frauen werden die Kehlen aufgeschlitzt, ihre Unterleiber verstümmelt. Der Täter und seine Motive liegen bis heute im Dunkeln.

1988 begann Alan Moore die Arbeit an “From Hell”. Zehn Jahre sollte er fĂĽr dieses monumentale Werk benötigen, das mehr ist als nur eine minutiöse Aufarbeitung und Interpretation der Ereignisse in Whitechapel jener Tage. Auf sechshundert Seiten schildert dieser berĂĽhmte grafische Roman, wie sich reale Ereignisse und irrationale Ă„ngste im London Ende des 19. Jahrhunderts zu einer Massenparanoia ungekannten AusmaĂźes ausufern …

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“Die schonungslos präzise, Blut triefende Autopsie eines kriminalistischen und kriminellen Ereignisses, das bis in die heutige Zeit nachhallt. Das Skalpel gehört einem Mörder, doch Moores Hand ist es, die es fĂĽhrt.” – Die Welt

Im kommenden Jahr folgt mit John J. Muths “M”, einer Comicversion von Fritz Langs Filmklassiker, eine weitere Graphic Novel. Diese zuerst auf drei Teile angelegte Serie war in Deutschland bisher nur unvollständig erschienen und wird bei Cross Cult komplett als Einzelband vorgelegt.

From Hell, ISBN 978-3-936480-53-5 , Hardcover, schwarzweiĂź, 604 Seiten, 49,50 Euro, erscheint bei Cross Cult

“Das ist wie “Zauberberg” in Porno – verblĂĽffend!”

Dienstag, den 4. November 2008

In der ARD-BĂĽchersendung “Druckfrisch” empfahl am Sonntag Abend Moderator und Literaturkritiker Denis Scheck mit blumigen Worten Alan Moores und Melinda Gebbies “Lost Girls” (Cross Cult). Erfreulicherweise zeigt hier auch eine Literatursendung Interesse an Graphic Novels. Bei Denis Scheck ĂĽberrascht das nicht: Als Moderator der Verleihung des Max-und-Moritz-Preises auf dem Comic-Salon in Erlangen hat er genuines Interesse an Comicgeschichten gezeigt und mit “Fun Home” von Alison Bechdel (KiWi) eine preisgekrönte Graphic Novel selbst ins Deutsch ĂĽbertragen. Der kurze TV-Beitrag lässt sich hier in der ARD-Mediathek noch einmal ansehen.

Druckfrisch Lost Girls

Screenshot © ARD

“Im Wunderland der Sexualität”

Montag, den 1. September 2008

lost girls cover kleinAm 30. August erschien in der Schweizer Tageszeitung “Der Bund” aus Bern Christian Gassers Artikel ĂĽber Alan Moores und Melinda Gebbies “Lost Girls” (Cross Cult):

Im Wunderland der Sexualität

Was wäre, wenn sich die drei weiblichen Hauptfiguren aus «Alice im Wunderland», «Peter Pan» und «Der Zauberer von Oz» als erwachsene Frauen begegnen würden und sich beim Erzählen ihrer Lebensgeschichten nahe, sehr nahe kämen? Das ist der Ausgangspunkt von «Lost Girls»: Alan Moore und Melinda Gebbie nutzen den erotischen Subtext dieser klassischen Kinderbücher für einen aussergewöhnlichen und freizügigen Comic.

Alice (aus «Alice im Wunderland»), Wendy Darling (aus «Peter Pan») und Dorothy Gale (aus «Der Zauberer von Oz») begegnen sich 1913, wenige Monate vor dem Ausbruch des Ersten Weltkriegs, im Hotel Himmelgarten im ländlichen Österreich. Die aristokratische Alice, die aus ihren lesbischen Neigungen keinen Hehl macht, ist die reifste der drei Frauen. Dorothy, ein ungezähmter Wildfang aus dem Mittleren Westen der USA mit grossem sexuellem Hunger, ist knapp 20, wenig älter ist Wendy, die verklemmte Gattin eines langweiligen Beamten aus der viktorianischen Bourgeoisie. In der idyllischen Umgebung erzählen sich die drei Frauen ihre ersten sexuellen Erlebnisse – und erforschen gemeinsam und mit weiteren Partnern ihre Sexualität. mehr

“Watchmen” – Trailer online

Freitag, den 18. Juli 2008

watchmen coverIm FrĂĽhjahr 2009 startet in den Kinos die Verfilmung der “Watchmen”. Die von Alan Moore (“Lost Girls”, “V for Vendetta”, “From Hell”) geschriebene und von Dave Gibbons gezeichnete, ursprĂĽnglich 1986 und 1987 in zwölf Heften erschienene Geschichte gehört zu den modernen Klassikern des Genres – “Watchmen” ist eine bis ins letzte Detail streng strukturierte Reflexion ĂĽber Superhelden-Comics.

Neben “The Dark Knight Returns” von Frank Miller, Klaus Janson und Lynn Varley ist “Watchmen” der zweite wegweisende Superhelden-Comic, in dem Ende der Achtzigerjahre mit ĂĽber Jahrzehnte bestehenden Genre-Beschränkungen gebrochen wurde. Auch weil die abgeschlossene Heftserie bereits kurz nach Erscheinen der letzten Ausgabe als Einzelband vorlag, wird “Watchmen” als Graphic Novel betrachtet. Die erste deutschsprachige Ăśbersetzung erschien bei Carlsen Comics. Die neueste Version liegt nun in einer mit ergänzendem Material angereicherten “Ultimate Edition” bei Panini Comics vor.

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Bei der Verfilmung der “Watchmen”, die am 6. März 2009 in den USA starten soll, fĂĽhrt Zack Snyder (“300″) Regie. In den Hauptrollen werden von links nach rechts zu sehen sein: Malin Ackerman als Silk Spectre, Billy Crudup als Doctor Manhattan, Patrick Wilson als Nite Owl, Jeffrey Dean Morgan als The Comedian, Matthew Goode als Ozymandias und Jackie Earle Haley als Rorschach.

Ein erster Trailer, in dem “Watchmen” als “The most celebrated Graphic Novel of all time” bezeichnet wird, kann nun auf der Website zum Film angesehen werden.

“Lost Girls” in der Presse

Dienstag, den 20. Mai 2008

lost girls cover kleinDie Springer-Presse berichtet ĂĽber die pornografische Graphic Novel von Alan Moore und Melinda Gebbie. In der heutigen Ausgabe der “Welt” interviewt Thomas Lindemann den Autoren.

“Alan Moores kunstvoller Umgang mit Porno

Der Brite Alan Moore hat mit “From Hell”, “Watchmen” oder “V wie Vendetta” wegweisende Comics fĂĽr Erwachsene geschrieben. Hollywood verfilmte seine Werke, doch der zurĂĽckgezogene Autor hasst die Industrie. Gemeinsam mit seiner Frau hat er 17 Jahre lang an einem kunstvollen Erotik-Comic gearbeitet, der jetzt erscheint. Moore erhält beim Comic-Salon in Erlangen in dieser Woche den “Max und Moritz”, den wichtigsten deutschen Comicpreis.

WELT ONLINE: Sie haben seit Anfang der Achtzigerjahre ein paar der wichtigsten Comics geschrieben und waren nun einige Jahre untergetaucht. Warum kommen Sie jetzt mit einem Comic-Porno wieder?

Alan Moore: Porno ist ĂĽberall, er durchsickert die moderne Welt. Aber was man da sieht, ist tief deprimierend fĂĽr jeden, der auch nur die geringste Sensibilität hat. Die Rolle der Frau im Porno ist ein Witz. In einer besseren Welt könnte Porno ein wertvolles kĂĽnstlerisches Genre sein. Das war unsere Idee. Weil es keine klugen, sensiblen Pornos gibt, mussten wir selbst einen machen.” mehr

Auf bild.de berichtet flapsig und faktenschwach Meike Meyruhn:

Alice im Sexland

Als „Lost Girls“ vor zwei Jahren in Amerika erschien, hatte Alan Moore (54, „A Small Killing“, „From Hell“) mit einem Eintrag auf dem Index gerechnet – und vorgesorgt: Er bezeichnete seinen Comic als Pornografie. Die Kritiker indes lobten: „Nein, das ist Kunst!“ Am 26. Mai erscheint Moores Meisterwerk bei uns in Deutschland.

Es ist eine anspruchsvolle, erotische Graphic-Novelle, die die Sex-Abenteuer von drei der bekanntesten weiblichen Figuren beschreibt. Es ist eine Reise zu Alice im Sexland.

Alice im Sexland? Ja, richtig gelesen. Alan Moore hat die Geschichte vom neugierigen, blonden Mädchen mit den blauen Kulleraugen, das durch Spiegel gehen kann und sich ins Wunderland wagt, weiter gesponnen…” mehr

Beide Artikel mit Bildergalerien.

“Lost Girls” – Neue Graphic Novel von Alan Moore und Melinda Gebbie

Freitag, den 25. April 2008

Moore gebbieMit “Lost Girls” erscheint bei Cross Cult pĂĽnktlich zum Comic-Salon in Erlangen eine neue Graphic-Novel aus der Feder von Alan Moore (“From Hell”, “Watchmen”, “V wie Wendetta”), der dort, wie bereits berichtet, fĂĽr sein Lebenswerk ausgezeichnet wird. Mit der von Melinda Gebbie umgesetzten Geschichte befasst Alan Moore sich mit einem Genre, das im Comic bisher nur selten mit literarischer Qualität verbunden wurde: Der Erotik.

Aus dem Pressetext: Lost Girls ist eine anspruchsvolle, fantasievolle, erotische Graphic Novel, die die sexuellen Abenteuer von drei der bekanntesten weiblichen Figuren des späten 19. und frühen 20. Jahrhunderts beschreibt: Alice aus ALICE IM WUNDERLAND, Dorothy Gale aus DER ZAUBERER VON OZ und Wendy Darling aus PETER PAN. Sie treffen sich als Erwachsene 1913 in einem österreichischen Hotel und erzählen sich ihre erotischen Abenteuer und Träume. Historische Ereignisse wie das Attentat auf Erzherzog Franz Ferdinand werden ebenso in die Erzählung eingewoben wie pornografische Literatur und Kunst dieser Zeit. Jedes Kapitel wird in dem Stil eines anderen Künstlers der Epoche präsentiert, darunter Oscar Wilde, Aubrey Beardsley, Alfons Mucha und Egon Schiele.

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Einige Pressestimmen:

“Wunderschön, literarisch und bewegend.” – Publishers Weekly

“Wie so vielen literarischen Werken, die einen Sturm aus EntrĂĽstung entfacht haben, ist auch “Lost Girls” die Ironie zueigen, ein Werk von höchster moralischer Integrität zu sein, ernst und aufrichtig zugleich. Angewidert von der forensischen Seelenlosigkeit von modernern Pornographie, haben Moore und Gebbie schöngeistige Kunst, philosophische Tiefe und lebendige Figurenzeichnungen mit Zurschaustellung von Lust und Erregung verwoben.” – The Guardian

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FĂĽr den amerikanischen Verlag Top Shelf Comics war “Lost Girls” trotz des gewagten Themas und der aufwändigen Aufmachung in drei Hardcover-BĂĽchern im Schuber ein voller Erfolg und musste mehrmals nachgedruckt werden.

Weitere Informationen und Leseproben finden sich hier.

Lost Girls, ISBN 978-3-936480-00-9, 336 Seiten, farbig, 3 Hardcover im Schuber, 75 Euro

Max und Moritz-Preis: Nominierungen bekannt gegeben

Montag, den 21. April 2008

Comic-Salon Erlangen 2008Der auf dem 13. Internationalen Comic-Salon in Erlangen (22.-25. Mai 2008) verliehene Max und Moritz-Preis ist die renommierteste Comic-Auszeichnung in Deutschland. Bevor die Preise am 23. Mai im Erlangener Markgrafentheater verliehen werden, sind nun die Nominierungen bekannt gegeben worden.

FĂĽr sein herausragendes Lebenswerk wird der britische Comic-Autor Alan Moore (“From Hell” und “V wie Vendetta”, erschienen bei Speed, “Lost Girls”, in KĂĽrze bei Cross Cult) ausgezeichnet. Spezialpreise gehen darĂĽber hinaus an Hansrudi Wäscher (“Sigurd) und Hannes Hegen (“Digedags”), die in den 50er Jahren den Comicszenen in West- und Ostdeutschland maĂźgebliche Impulse geben konnten.

FĂĽr die verschiedenen Comicpreise sind auch einige Graphic Novels, bzw. deren AutorInnen, nominiert. Vorgeschlagen fĂĽr die erstmals mit 5.000,- Euro dotierte Auszeichnung fĂĽr den “Besten deutschsprachigen ComickĂĽnstler” sind mit Anke Feuchtenberger (“Die Hure H wirft den Handschuh”, Reprodukt) , Reinhard Kleist (“Berlinoir”, Edition 52) und Isabel Kreitz (“Die Sache mit Sorge”, Carlsen Comics) gleich drei in diesem Gebiet tätige Comic-AutorInnen. DarĂĽber hinaus ist Line Hovens Erstveröffentlichung “Liebe schaut weg” (Reprodukt) fĂĽr die Auszeichnung als “Bester deutschsprachiger Comic” im Rennen. Desweiteren sind in der Kategorie “Bester Internationaler Comic” nominiert: “Gus 1: Nathalie” von Christophe Blain (Reprodukt), “Die heilige Krankheit: Geister” von David B. (Edition Moderne), “Komm zurĂĽck, Mutter” von Paul Hornschemeier (Carlsen), “Der alltägliche Kampf 3: Kostbarkeiten” von Manu Larcenet und “Die Katze des Rabbiners 5: Jerusalem in Afrika” von Joann Sfar (avant-verlag).

Eine vollständige und ausführliche Auflistung lässt sich als PDF-Dokument von der Internetseite des Comic-Salons herunterladen.