Graphic Novels
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Archiv des Tags ‘Alice in Sussex’

Nicolas Mahler in Berlin

Donnerstag, den 5. September 2013

Im Rahmen des ilb (Internationales Literaturfestival Berlin) ist Nicolas Mahler am Montag, dem 9. September zu Gast in der Hauptstadt.

Am frĂĽhen Vormittag um 9 Uhr stellt er gemeinsam mit Lars von Törne sein neues Buch “Alice in Sussex” (Suhrkamp) SchĂĽlern der 8. und 9. Klasse vor. Am Abend um 19.30 Uhr präsentiert der Wiener Zeichner in der Ă–sterreichischen Botschaft Berlin seine visualisierten “Gedichte”, jĂĽngst erschienen in der Insel-BĂĽcherei (ebenfalls Suhrkamp). Moderiert wird die Veranstaltung von Raimund Fellinger.

Nicolas Mahler, »der beste österreichische Comiczeichner, den es jemals gegeben hat« (Andreas Platthaus, FAZ), hat in den letzten Jahren immer mehr Anhänger gefunden. Kein Wunder, denn so komisch, so intelligent, so abgründig wie er ist sonst niemand. Und niemand beherrscht die hohe Kunst der Verdichtung, der bildpoetischen Reduktion wie er.

Dass sein minimalistischer Stil einmal in Gedichte münden würde, erscheint da nur logisch. Gedichte? Ja, Gedichte. Allerdings: grafische Gedichte, in denen Bilder die Buchstaben ersetzen – visuelle Poesie ohne Worte.

In dieser Folge von 21 zweistrophigen Gedichten bildet Mahler den Verlauf eines ganzen Lebens von der Wiege bis zur Bahre ab und verweist dabei, ganz en passant und mit schwarzem Humor, auf die Absurdität der menschlichen Existenz – zum größten Vergnügen seiner Leser, denn er ist »das unwiderstehliche Antidepressivum gegen Sprach- und Weltschmerz« (3sat Kulturzeit).

ilb, Haus der Berliner Festspiele, ProbebĂĽhne, SchaperstraĂźe 24, D-10719 Berlin
www.literaturfestival.com

Ă–sterreichische Botschaft Berlin, StauffenbergstraĂźe 1, D-10785 Berlin
www.suhrkamp.de

Graphic Novels in den Medien – 13. März 2013

Mittwoch, den 13. März 2013

In der Kulturzeit auf 3Sat wurden zu Beginn der Woche zwei Comic-AutorInnen und ihre neuen BĂĽcher vorgestellt. Am Montag stand zunächst Nicolas Mahler im Mittelpunkt, dessen “Alice in Sussex” (nach H.C. Artmann und Lewis Carroll) gerade bei Suhrkamp erschienen ist. Der Wiener “Existenzialist des Humors” erzählt im Beitrag (oben zu sehen) ĂĽber seine Arbeit und seine Sicht auf die Welt.

Am Dienstag gab es ein Spezial zum Thema Asyl, in dem auch Paula Bulling zu Wort kommt, die sich in ihrem Buch “Im Land der FrĂĽhaufsteher” (avant-verlag) mit der Situation von Asylbewerbern in Sachsen-Anhalt auseinandersetzt: “ZermĂĽrbende Enge”. Das Video lässt sich in der 3Sat-Mediathek ansehen.

Drei Neuerscheinungen stellt das Video-Buchmagazin lettra.tv vor: “Die falschen Gesichter” von David B. und HervĂ© Tanquerelle, “Das Cape” von Joe Hill (Panini) sowie “Der Process” nach Franz Kafka von David Zane Mairowitz und Chantal Montellier.

Vor allem die “poetische Ruhe” gefällt Rezensent Boris Kunz an “Im Dunkeln” von Pierre Wazem und Tom Tirabosco (avant-verlag), wie er auf dem Blog des Titel-Magazins schreibt: “Nomen est Omen”.

Graphic Novels in den Medien – 12. März 2013

Dienstag, den 12. März 2013

Auf tagesspiegel.de schreibt Christian Neubert ĂĽber “Jimmy Corrigan – Der klĂĽgste Junge der Welt” von Chris Ware. Er zeigt sich von dem Band restlos ĂĽberzeugt, wie er in “Die Bosheit des Banalen” schreibt: “Dass die Schilderung dieser AuĂźenseiterexistenz die 384 Comicseiten tragen kann, liegt zum einen an der literarischen Wucht, die hier entfesselt wird. Ware setzt Corrigans Schicksal mit dem seines GroĂźvaters in Bezug, wodurch sich der Comic als episch angelegte Genealogie der Bitterkeit liest. Daneben ist es sein singulärer Zeichenstil. Er schafft expressive, scharf umrissene Bilder zwischen Ligne Claire, frĂĽhem Zeitungscomic und Gebrauchsgraphik und bettet diese in ein streng geometrisches Seitenlayout, das ein paralleles Kommunizieren unterschiedlicher Erzählstränge zulässt.”

An gleicher Stelle stellt Oliver Ristau “Lulu – Die nackte Frau“ von Etienne Davodeau (Splitter) vor. In “Das kann doch nicht alles gewesen sein” zeigt er sich vom vorliegenden Band ebenfalls angetan: “Klingt alles nicht sehr spektakulär, ist es aber trotzdem. Und zwar in zweierlei Hinsicht: Wer eine derart radikale Lebensveränderung selbst versucht, stößt oft schnell an seine Grenzen. Und die Gefahr, bei einem derartigen Stoff nicht thematisch in den Niederungen eines seichten Midlife-Crisis-Dramoletts zu landen, wie sie Belletristik, TV und Kino zu Hauf bevölkern, ist ebenfalls groĂź.”

Mit “So ĂĽberzeugt Lisbeths RĂĽcken auch ohne Worte” bezieht sich Holger Kreitling in der Welt auf die Comic-Adaption von Stieg Larssons “Verblendung” von Denise Mina, Leonardo Manco und Andrea Mutti (Panini). Er stellt auch heraus, wie die Protagonistin im Comic an “Tank Girl” von Jamie Hewlett erinnert.

Der Wiener Comic-Autor Nicolas Mahler unterhielt sich fĂĽr Die Presse mit Nicolas Huber ĂĽber seinen neuen Comic, den in der FAZ vorveröffentlichten “Alice in Sussex” (nach Lewis Carroll und H. C. Artmann, Suhrkamp): “Die doppelte Alice”. Nebenbei bemerkt Mahler, dass er bereits an einem neuen Buch arbeitet, einer weiteren Literaturadaption. Vorlage diesmal: “Der Mann ohne Eigenschaften” von Robert Musil.

“So wĂĽnscht sich das der Laie: komplexe Zusammenhänge verständlich erklärt, etwa Versicherungsverträge, die tausend Funktionen eines neuen Smartphones – oder wie man die Welt rettet.” Im Hamburger Abendblatt stellt Wolfgang W. Merkel “Die groĂźe Transformation” vor, den Comic-Interview-Band zum Thema Klimawandel (Jacoby & Stuart): “Der Klimawandel als Comic”.

Auf satt.org stellt Felix Giesa drei Comics vor: “White Line” von Calle Claus (Edition 52), “Die Spaziergängerin” von Anke Feuchtenberger (Reprodukt) und “Holodeck” von Hendrick Dorgathen (Edition Moderne). Ăśberzeugen können ihn nicht alle: “Neue Comics von deutschen Zeichnerinnen und Zeichnern”.

“Dieser Eskapismus macht viel SpaĂź.” So resĂĽmiert Andreas Platthaus in seinem FAZ-Blog die Vorstellung  von “Doppeltes GlĂĽck mit dem roten Affen” von Joe Daly (avant-verlag): “SĂĽdafrika aus Slacker-Sicht”.

“Alice in Sussex” in der FAZ

Mittwoch, den 7. November 2012

Nicolas Mahler (“Kunsttheorie versus Frau Goldgruber”, Reprodukt) der als Autor von “Flaschko, der Mann in der Heizdecke” (Edition Moderne) bereits ĂĽber Erfahrung im Comic-Strip-Segment gesammelt hat, gestaltet ab sofort den täglichen Strip in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. “Alice in Sussex”, jetzt bereits als Buchveröffentlichung bei Suhrkamp angekĂĽndigt, ist als Melange aus Lewis Carrolls “Alice im Wunderland” und H.C. Artmanns “Frankenstein in Sussex” angelegt. Wie FAZ-Redakteur und Suhrkamp-Herausgeber Andreas Platthaus schreibt, erwartet die Leser “ein literarisches Gipfeltreffen der Phantastik des neunzehnten Jahrhunderts (…), aber mit den ästhetischen Mitteln – und der Dreistigkeit – des zwanzigsten”.

Zum Strip sowie dem einfĂĽhrenden Text von Andreas Platthaus gelangt man hier: “Alice, wie sie keiner kennt”.

Neue Graphic Novels bei Suhrkamp

Montag, den 5. November 2012

Auf der Website des Suhrkamp-Verlags finden sich Details zur nächsten Comic-Veröffentlichung: “Alice in Sussex” von Nicolas Mahler nach dem Roman von H.C. Artmann, der wiederum auf Lewis Carrolls “Alice in Wonderland” basiert.

“Alice in Sussex” von Nicolas Mahler, nach Lewis Carroll und H.C. Artmann

Alice findet sich im Traumland wieder. Dort trifft sie auf das weiĂźe Kaninchen, das Alice in seinen unterirdischen Bau fĂĽhrt, um dort nach einer illustrierten Ausgabe von H.C. Artmanns Frankenstein in Sussex zu suchen. Im Laufe der Handlung trifft Alice wiederholt auf das Kaninchen, das auch aus anderen literarischen Werken zitiert, sei es von Herman Melville oder E.M. Cioran.

Anders als bei Carroll befindet sich diese Alice nicht im Wunderland, sondern in einem tiefen Haus unter der Erde. Dort begegnet sie in verschiedenen Stockwerken den bekannten Schöpfungen Lewis Carrolls: der pfeiferauchenden Raupe, der grinsenden Katze, der Suppenschildkröte und anderen mehr. Wiederholt werden von diesen Kreaturen die Schrecknisse der Kindheit und Jugend angesprochen. Als Alice, im Erdgeschoss des Hauses angekommen, Frankensteins Monster begegnet, erwacht sie aus ihrem schrecklichen Traum.

Winfried Hörning verriet comic-report.de, dass Nicolas Mahler bereits fĂĽr eine weitere Adaption vorgesehen sei. DarĂĽber hinaus nehmen ”Flughunde” von Ulli Lust (nach Marcel Beyer) und “Huck Finn” von Olivia Vieweg (nach Mark Twain, eine Doppelseite daraus ist unten zu sehen) konkretere Formen an – beide haben einen ungefähren Veröffentlichungstermin im Mai bzw. Juni 2013.

“Alice in Sussex” von Nicolas Mahler, nach Lewis Carroll und H.C. Artmann, ISBN 978-3-518-46386-4, Klappenbroschur, 144 Seiten, 18,99 EUR (D), erscheint im Februar 2013

“Flughunde” von Ulli Lust, nach Marcel Beyer, ISBN 978-3-518-46426-7, Klappenbroschur, ca. 350 Seiten, ca. 24,99 EUR (D), erscheint voraussichtlich Mai 2013

“Huck Finn” von Olivia Vieweg, nach Mark Twain, ISBN 978-3-518-46429-8, Klappenbroschur, ca. 140 Seiten, ca. 19,99 EUR (D), erscheint voraussichtlich Juni 2013

Neue Graphic Novel bei Suhrkamp

Montag, den 21. Mai 2012

Bereits jetzt finden sich auf der Website des Suhrkamp-Verlags Informationen zu einem zukĂĽnftigen Comic-Titel: “Alice in Sussex” von Nicolas Mahler, das auf Vorlagen von Lewis Caroll und H.C. Artmann basiert und fĂĽr den Februar 2013 angekĂĽndigt ist.

Alice findet sich im Traumland wieder. Dort trifft sie auf das weiĂźe Kaninchen, das Alice in seinen unterirdischen Bau fĂĽhrt, um dort nach einer illustrierten Ausgabe von H.C. Artmanns Frankenstein in Sussex zu suchen. Im Laufe der Handlung trifft Alice wiederholt auf das Kaninchen, das auch aus anderen literarischen Werken zitiert, sei es von Herman Melville oder E.M. Cioran.

Anders als bei Carroll befindet sich diese Alice nicht im Wunderland, sondern in einem tiefen Haus unter der Erde. Dort begegnet sie in verschiedenen Stockwerken den bekannten Schöpfungen Lewis Carrolls: der pfeiferauchenden Raupe, der grinsenden Katze, der Suppenschildkröte und anderen mehr. Wiederholt werden von diesen Kreaturen die Schrecknisse der Kindheit und Jugend angesprochen. Als Alice, im Erdgeschoss des Hauses angekommen, Frankensteins Monster begegnet, erwacht sie aus ihrem schrecklichen Traum.

Alice in Sussex, ISBN 978-3-518-46386-4, 150 Seiten, Klappenbroschur, ca. 18,99 EUR, erscheint im Februar 2013 bei Suhrkamp