Der Hamburger Lokalsender Tide TV stellte vorgestern in einem längeren Beitrag die Hamburger Comicszene vor. Zu Wort kommen Carlsen-Redakteur Ralf Keiser sowie die Comic-AutorInnen Maria Luisa Witte und Larissa Bertonasco (“Spring”) sowie Arne Bellstorf (“Baby´s in black – The Story of Astrid Kirchherr & Stuart Sutcliffe”, Reprodukt).
Für Waldemar Kesler ist Joann Sfars “Chagall in Russland” (avant-verlag) ein “herausragender Comic”, wie er in der Welt schreibt: “Plötzlich ist Jesus ein Grüner”. “Das Chagall-Porträt von Joann Sfar ist ein großer Wurf. Sfar betrachtet dessen Malerei durch die Brille seiner eigenen Wahrnehmung der jüdischen Kultur.”
In der Frankfurter Rundschau befasste sich Christian Schlüter ausführlich mit Helmut Wietz’ “Der Tod von Adorno” (metrolit): “Der Libido-Kick von ’68″. Sein Urteil ist eindeutig, der Band sei “in seiner eigenwilligen und, gemessen an dem zur Zeit vorherrschenden Graphic-Novel-Ernst, grotesk-komischen, bisweilen dilettantischen und durchweg eklektischen Machart schlichtweg großartig.”
Auf tagesspiegel.de stellt Marc Röhling zwei Veröffentlichungen des amerikanischen Comic-Journalisten Joe Sacco vor, von der eine (“Reportagen”, Edition Moderne) in Kürze auf deutsch erscheinen wird: “Sacco und wie er die Welt sieht”.
Für den in den vergangenen Tagen verstorbenen Comic-Autoren Didier Comès schreibt Ralph Trommler auf tagesspiegel.de einen Nachruf: “Ein Pionier der Graphic Novel”.
Ende Januar ist es erschienen: das vom “Orang”-Kollektiv als letzte Ausgabe angekündigte “Orang X” zum Thema “Heavy Metal”, mit Beiträgen von Sharmila Banerjee, Verena Braun, Yan Cong, Anke Feuchtenberger, Aisha Franz, Jul Gordon, Anna Haifisch, Sascha Hommer, Angela Dalinger, Marlene Krause, Martina Lenzin, Zuo Ma, Marijpol, Klaas Neumann, Paul Paetzel, Till Thomas und Amanda Vähämäki.
Mit “Orang” verabschiedet sich ein Magazin vom deutschen Markt, das für einige Verlage ein wichtiges Forum für junge Talente war. Das gilt nicht nur für Reprodukt, unter dessen Label das von Arne Bellstorf und Sascha Hommer herausgegebene Magazin von der sechsten bis zur zehnten Ausgabe erschienen ist, sondern auch etwa für den avant-verlag. Viele in den letzten Jahren bekannt gewordene junge deutsche ZeichnerInnen haben mit einem Beitrag im “Orang” zum ersten Mal auf sich aufmerksam gemacht.
Das System “Orang” funktionierte folgendermaßen: Ein Redaktionskollektiv hat ausgewählt, wer zur Mitarbeit eingeladen wurde und ein Thema vorgegeben. In verschiedenen Arbeitsschritten – von der Ideenfindung über die Vorzeichnung bis zur Reinzeichnung – wurden die eingereichten Geschichten in Beisein des Autors mit dem Redaktionskollektiv besprochen. Beiträge wurden anschließend ein- oder mehrfach überarbeitet. Dieses Vorgehen war für manche ZeichnerIn eine sehr gute Vorbereitung auf eine spätere Zusammenarbeit mit einem Verlag.
Einen derartigen redaktionellen Austausch bieten die wenigsten deutschsprachigen Magazine. Auch deshalb wird “Orang” an der Schnittstelle zwischen studentischen und verlegerischen Projekten kaum zu ersetzen sein. Viele aus der ersten Generation der “Orang”-Schaffenden – Arne Bellstorf, Sascha Hommer, Line Hoven – haben schon früh bei Reprodukt eine verlegerische Heimat gefunden. Andere – Aisha Franz, Martina Lenzin, Moki, Carolin Walch – gehören neben den “Spring”-Zeichnerinnen zur neuen Generation junger Zeichnerinnen, die in den letzten Jahren viel Aufmerksamkeit erhalten haben. Ebenso wie Kati Rickenbach, die bei der Edition Moderne verlegt wird. Weitere Arbeiten von regelmäßigen “Orang”-Zeichnerinnen – Marijpol, Sophia Martineck, Till Thomas – wurden oder werden in Kürze beim avant-verlag erscheinen.
“Orang” wurde Zeit seines Bestehens international sehr viel Aufmerksamkeit zuteil. Nicht nur gilt das Magazin als Aushängeschild für die junge deutsche Zeichnerszene. Auch durch die Beiträge aus aus anderen Ländern kann man in allen Ausgaben von “Orang” nachlesen, wie und wohin sich das Erzählen mit Comics weltweit entwickelt.
Arne Bellstorf und Sascha Hommer, die “Orang”-Botschafter, besuchen mit ihrem Englisch untertitelten Magazin Festivals in aller Welt und suchen den Austausch mit anderen Comic-Magazinen und Zeichnern, unter anderem aus China, Italien, Finnland, Frankreich oder Korea. In den vergangenen Jahren sind nicht wenige der “Orang”-ZeichnerInnen als Repräsentanten nicht nur der Comic-, sondern der deutschen Kulturszene unterwegs. Arne Bellstorf, Aisha Franz, Sascha Hommer oder Line Hoven werden vom Goethe-Institut überall in die Welt geschickt, um Ausstellungen zu präsentieren, Vorträge zu halten oder Workshops zu leiten.
Zum Erscheinen der neuen Ausgabe von “Orang” hat Herausgeber Sascha Hommer dem “Tagesspiegel” und “Page” Interviews gegeben. Und wie schon bei den letzten Veröffentlichungen gibt es auch dieses Jahr zum Erscheinen der neuen Ausgabe eine Reihe von Veranstaltungen in verschiedenen deutschen Städten. Gelegenheit genug also, den Abschied gebührend zu feiern:
Der Berliner Comicverlag Reprodukt hat die Titel seines Frühjahrsprogramms 2013 bekannt gegeben. Ein besonderer Schwerpunkt liegt mit Titeln von Chris Ware, Robert Crumb und Daniel Clowes dabei auf Comics aus den USA. Darüber hinaus startet man mit der Veröffentlichung der Comics des “Simpsons”-Schöpfers Matt Groening. Comics aus dem französischen Sprachraum bilden den zweiten Stützpfeiler des Programms: Baru, Julie Birmant & Clément Oubrerie, Manu Larcenet, Ruppert & Mulot und Bastien Vivés sind genauso mit neuen Titeln vertreten wie der Flame Brecht Evens und der Norweger Jason.
Mit “Böse Geister”, einem neuen Buch von Peer Meter (Szenario) und Gerda Raidt (Zeichnungen), wird auch eine Graphic Novel Deutscher Künstler vorliegn. Neben Alben und einer neuen Ausgabe der von Arne Bellstorf und Sascha Hommer herausgegebenen Anthologie “Orang” werden mit “Riekes Notizen” von Barbara Yelins vielgelobte Comics-Strips aus der “Frankfurter Rundschau” erscheinen.
Das Titelbild für die Buchhandelsvorschau Frühjahr 2013 stammt von Chris Ware (“Jimmy Corrigan”). Die Buchhandelsvorschau kann als PDF-Datei (11,4 MB) hier heruntergeladen werden: Vorschau Frühjahr 2013. Einen Überblick über sämtliche Titel gibt es auch in der online einsehbaren Vorschau.
“Jimmy Corrigan – Der klügste Junge der Welt” von Chris Ware
Als Chris Ware “Jimmy Corrigan” zur Milleniumswende veröffentlichte, löste er damit weit über die Grenzen der Comicwelt hinaus Begeisterung aus. Seitdem gilt das Buch als “Jahrhundertcomic”, der die Ausdrucksmöglichkeiten von Bild und Wort radikal ausschöpft und damit beweist: Es gibt große Literatur, die sich nur als Comic erzählen lässt.
Jimmy Corrigan ist ein linkischer und dauerkränkelnder Enddreißiger, der ein Dasein als unauffälliger Büroangestellter fristet. Sein soziales Leben beschränkt sich auf die täglichen Kontrollanrufe der Mutter – und findet ansonsten in seinen tagträumerischen Heldenfantasien statt. Ein Brief seines Vaters, der nach jahrzehntelanger Abwesenheit die Beziehung wiederbeleben möchte, reißt ihn schließlich aus seinem lethargischen Alltag heraus.
Auf nahezu 400 Seiten breitet Chris Ware die generationenübergreifende Geschichte der Familie Corrigan aus, die bis ins Chicago des ausgehenden 19. Jahrhunderts zurückreicht. Eine epische Erzählung über hundert Jahre Einsamkeit – in Bildern von berührender Tiefe.
“Chris Ware – das ist eine Ein-Mann-Revolution des Erzählens in Bildern.” – Andreas Platthaus, FAZ
Jimmy Corrigan – Der klügste Junge der Welt, ISBN 978-3-938511-12-1, 384 Seiten, farbig, 20,5 x 16,5 cm, Hardcover mit Schutzumschlag, 39 EUR, erscheint im März 2013
“Liebe ist die Hölle” von Matt Groening
Mit den Simpsons hat Matt Groening die wohl bekannteste Familie Amerikas erschaffen. Ihre Vorfahren waren drei scheue, vom Leben überforderte Hasen – Binky, Bongo und Sheba –, die ihr Dasein in der Hölle fristeten. So nämlich sah der junge Matt Groening seinen Alltag, als er Ende der Siebzigerjahre nach Los Angeles zog. Mit dem Comic-Strip “Life in Hell” wollte er dieses “Leben in der Hölle” ursprünglich nur seinen Freunden nahebringen. Am Ende begeisterte sein gezeichnetes Inferno aus Jungsein, Liebesmüh und Arbeit Zeitungsleser auf der ganzen Welt.
Der schwarze und gesellschaftskritische Humor seiner Alltagssatiren war für viele nachfolgende Künstler eine Offenbarung. Vor allem aber waren die bald wortgewaltigen, bald verspielten “Life in Hell”-Seiten stets Matt Groenings ganz persönliche Spielwiese, auf der er sich ungehindert auslebte und so einen der lustigsten und tiefsinnigsten Comics unserer Zeit schuf.
In “Liebe ist die Hölle”, dem ersten Sammelband der Serie, unternimmt Matt Groening einen Streifzug durch die Niederungen zwischenmenschlicher Verstrickungen und liefert Antworten auf alle Fragen, die das Herz bewegen. Allen voran: “Was ist Liebe und wie kommst du darauf, dass du sie verdienst?“
Liebe ist die Hölle, ISBN 978-3-943143-47-8, 48 Seiten, schwarzweiss, 22,5 x 22,5 cm, Hardcover, 12 EUR, erscheint im Mai 2013
“Mein Ärger mit den Frauen” von Robert Crumb
Nach “Nausea” legt Reprodukt nun den zweiten Band einer Buchreihe mit Geschichten der Underground-Ikone Robert Crumb vor. Die hierin gesammelten Episoden tragen noch stärkere autobiografische Züge als die Literaturadaptionen in “Nausea”, beschreibt Robert Crumbs “Mein Ärger mit den Frauen” doch sein ureigenstes Thema.
Ob es nun die ersten pubertären Annäherungsversuche unter der Schulbank sind, seine vom LSD geprägte Sicht auf die Freizügigkeiten des Summer of Love oder aber die Plagen der Midlife-Crisis: Robert Crumbs Schwäche für dralle Frauenhintern und stramme Waden bleibt seit nunmehr einem halben Jahrhundert die wichtigste Inspirationsquelle seiner polarisierenden Comics.
Mein Ärger mit den Frauen, ISBN 978-3-943143-40-9, 96 Seiten, schwarzweiss, 22 x 29 cm, Hardcover, 29 EUR, erscheint im Juni 2013
“Kafka für Anfänger” von David Zane Mairowitz & Robert Crumb
In ihrem Sachcomic “Kafka für Anfänger” haben David Zane Mairowitz und Robert Crumb höchst anschaulich all das zusammengetragen, was Sie über Franz Kafka wissen sollten: von seiner Kindheit bis zum posthumen Kafka-Kult; über die Konflikte, die der Schriftsteller mit sich selbst und anderen, allen voran mit seinem Vater auszutragen hatte. Immer wieder geht es um Kafkas Zerrissenheit vor dem Hintergrund seiner deutsch-tschechischen Nationalität und der jüdischen Kultur. Die Stationen von Kafkas Leben werden ergänzt durch Briefe und Auszüge aus seinen Romanen und Kurzgeschichten.
Die Biografie von David Zane Mairowitz mit den Zeichnungen von Robert Crumb ist mittlerweile selbst ein Klassiker. Lange vergriffen, legt Reprodukt das Buch nun neu überarbeitet vor.
“Kafkas Themen wie der Selbsthass, seine Beziehung zu Frauen, die Schuldfrage sind auch meine. Er ist mein Bruder im Geiste.” – Robert Crumb
Kafka für Anfänger, ISBN 978-3-943143-54-6, 176 Seiten, schwarzweiss, 14 x 21 cm, Klappenbroschur, 17 EUR, erscheint im Mai 2013
“Die Amateure” von Brecht Evens
Der Künstler Pieterjan ist zu einer Biennale auf dem Land eingeladen. Als er sich dort inmitten einer Gruppe illustrer Hobbykünstler wiederfindet beschließt er, das Kommando zu übernehmen. Denn Pieterjan hat eine Vision: Zur medienwirksamen Eröffnungsfeier soll ein riesiger Gartenzwerg – als Symbol flämischer Identität – errichtet werden. Das Projekt nimmt schließlich babylonische Ausmaße an, und auch die unterschiedlichen Ambitionen und Bedürfnisse der Künstler prallen aufeinander.
In malerisch-bunten, expressionistisch ausufernden Szenerien fängt Brecht Evens die Gefühle und Verhaltensweisen seiner Künstlercharaktere ein: Geltungsdrang und Individualismus, Ängste und Zweifel. “Die Amateure” ist ein feinsinniges Kaleidoskop moderner Befindlichkeiten, und dabei selbst ein kleines Kunstwerk.
Die Amateure, ISBN 978-3-943143-46-1, 224 Seiten, farbig, 21 x 26 cm, Flexcover, 34 EUR, erscheint im Mai 2013
“Pablo 1 – Max Jacob” von Julie Birmant & Clément Oubrerie
Im Jahr 1900, bei seiner Ankunft in Paris, kennt man Picasso einfach nur als Pablo. Die vierbändige Biografie von Julie Birmant und Clément Oubrerie erzählt von dieser Anfangszeit, als der junge Katalane seinen Weg gerade erst findet.
In “Max Jacob”, dem ersten Band, durchlebt der Künstler ein bewegtes Auf und Ab zwischen kleineren Erfolgen und großen Zweifeln. Doch der Dichter Max Jacob, sein heimlicher Verehrer, glaubt an Pablos neue Kunst…
Leichthändig verknüpfen die Autoren Pablos Geschichte mit der Biografie der wohl bekanntesten Muse des Malers, Fernande Olivier. “Pablo” wird so zum Porträt einer aufblühenden Epoche mit all ihren Lichtmomenten und Schattenseiten.
Pablo 1 – Max Jacob, ISBN 978-3-943143-49-2, 88 Seiten, farbig, Klappenbroschur, 22 x 29 cm, 20 EUR, erscheint im März 2013
“Der Todesstrahl” von Daniel Clowes
Der schmächtige Außenseiter Andy muss im Alter von 17 Jahren feststellen, dass ihm seine erste Zigarette übermenschliche Kräfte verleiht. Von dieser nikotingegebenen Macht bereits überfordert, fällt ihm wenig später ein Erbe seines Vaters in die Hände: ein Todesstrahler wie aus einem Ed-Wood-Film. Nur allzu bald lernt er, dessen zerstörerische Kraft für seine egoistischen und gänzlich banalen Zwecke einzusetzen.
Was als Coming-of-Age-Erzählung beginnt, wandelt sich rasant zur abgründigen Satire. Indem Daniel Clowes einen orientierungslosen Teenager über Gut und Böse entscheiden lässt, entlarvt er die moralische Zwiespältigkeit jeder einfachen Heldengerechtigkeit.
“Clowes zertrümmert die Welt auf höchstem ästhetischen Niveau.” – Alexander Braun, Die Woche
Der Todesstrahl, ISBN 978-3-943143-52-2, 48 Seiten, farbig, 23 x 30,5 cm, Hardcover, 20 EUR, erscheint im April 2013
“Böse Geister” von Peer Meter & Gerda Raidt
Als der sechzigjährige Harry Wallmann erfährt, dass das Stadtviertel seiner Jugend vor dem Abriss steht, macht er sich auf den Weg zu seinem Elternhaus. Doch was als Abschiednehmen geplant ist, gerät zur Reise in eine dunkle Vergangenheit: Je stärker er sich einlässt auf jene Zeit, umso erschreckender treten tief in ihm verschüttete Erlebnisse zutage. Ganz unmerklich wird er eingesponnen von den bösen Geistern seiner Kindheit.
In atmosphärischen Zeichnungen gelingt es Gerda Raidt, Peer Meters spannend verschachteltes Drama um Schuld, Verlust und den “Gespenster-Harry” eindringlich zu inszenieren, ohne dabei den für ihr illustratives Schaffen so charakteristischen Charme einzubüßen.
Böse Geister, ISBN 978-3-943143-42-3, 104 Seiten, zweifarbig, 19 x 23 cm, Klappenbroschur, 20 EUR, erscheint im März 2013
“Die große Odaliske” von Bastien Vivès | Ruppert & Mulot
Die Beutezüge der Einbrecherinnen Alex und Carole könnten spektakulärer kaum sein – haben die beiden es doch nur auf die besten Museen und die hier ausgestellten Meisterwerke der Kunstgeschichte abgesehen. Wobei das clevere Duo selbst vor dem Louvre nicht haltmacht. Doch um Ingres’ “Die Große Odaliske” am Sicherheitssystem vorbeizuschleusen, brauchen sie Verstärkung. Dass die Motorrad-Akrobatin Sam das Team komplettiert, verspricht einen kühnen Plan…
Für “Die Große Odaliske” haben sich Ruppert & Mulot, die Meister des subversiven Independentcomics, mit Bastien Vivès zusammengetan. Das Resultat überzeugt mit zeichnerischer Eleganz und erzählerischer Finesse.
“Ruppert und Mulot geben dem Comicgenre eine lange nicht mehr so deutlich gespürte subversive Kraft zurück.” – Elise Graton, Zeit Online
Die Große Odaliske, ISBN 978-3-943143-43-0, 128 Seiten, farbig, 19 x 25,5 cm, Klappenbroschur, 18 EUR, erscheint im Mai 2013
“Blast 2 – Die Apokalypse des Heiligen Jacky” von Manu Larcenet
Polza Mancini steht unter Mordverdacht. Die Ermittler ekeln sich vor diesem unförmigen und heruntergekommenen Riesen, den sie schlicht für einen Psychopathen halten. Und doch sind sie gezwungen, sich seine Erzählung anzuhören. Es ist die Geschichte einer Verwahrlosung, die Mancini im Verhör bis ins abgründigste Detail offenlegt: Auf der Suche nach dem “Blast”, einem Moment höchster Erleuchtung, hat er sein bürgerliches Leben über Bord geworfen und sich in die Wildnis zurückgezogen.
“Blast” ist eine Etüde in Grau, von Manu Larcenet meisterhaft in Tusche ausgeführt und voller Allegorien, die in die Abgründe seiner Figuren führen.
Blast 2 – Die Apokalypse des Heiligen Jacky, ISBN 978-3-943143-41-6, 208 Seiten, teilweise farbig, 20,5 x 27 cm, Hardcover, 29 EUR, erscheint im April 2013
“Zurück auf der Straße” von Baru
Edith ist nach zwanzig Jahren Beziehung verschwunden. Auf der Suche nach einem Gefühl von Freiheit hat sie sich wieder auf den Weg gemacht. Und ihr Freund André folgt ihr dorthin – auf die Straße. Die vermeintliche Flucht entwickelt sich zu einem Roadtrip durch Raststätten, triste Hotelzimmer und Bars, tief hinein in das Frankreich der einfachen Arbeiter, Prostituierten und Kleinkriminellen.
Was Jack Kerouac mit “On the Road” noch als Verheißung für eine ganze Generation niederschrieb, lässt Baru zwei Erben dieser Zeit aufs Neue durchleben. Seine ungeschönte Sozialstudien, gewürzt mit Spannung und Komik, sind beste Unterhaltung.
“Wer also Frankreich besser verstehen will, der lese Baru. Einen der besten Comicerzähler und -zeichner lernt man dabei auch kennen – wenn man ihn nicht längst schon liebt.” – Andreas Platthaus, FAZ
Zurück auf der Straße, ISBN 978-3-943143-53-9, 104 Seiten, farbig, 19 x 25,5 cm, Klappenbroschur, 20 EUR, erscheint im Juni 2013
“Die Insel der 100.000 Toten” von Fabien Vehlmann & Jason
Gweny ist dazu verdammt, allein mit ihrer verrückten und lieblosen Mutter zu leben. Ihr Vater hat die Familie vor vielen Jahren verlassen – angeblich um einen versteckten Schatz auf der Insel der 100.000 Toten zu suchen. Als Gweny eines Tages eine Karte jener besagten Insel in die Hand fällt, bringt sie eine geldgierige Piratenbande dazu, sie zu ihrem Ziel zu führen. Hier gelingt es Gweny, nicht nur das Geheimnis ihres Vaters zu lüften, sondern auch das des sagenumwobenen Eilands.
Unkonventionell konterkarieren Jason und Fabien Vehlmann in “Die Insel der 100.000 Toten” das klassische Genreformat der Piratengeschichte mit ihrem trockenen Humor sowie äußerst reduzierten Zeichnungen.
Die Insel der 100.000 Toten, ISBN 978-3-943143-44-7, 56 Seiten, farbig, 19 x 25,5 cm, Klappenbroschur, 15 EUR, erscheint im März 2013
“Orang 10 – Heavy Metal” von Sascha Hommer und Arne Bellstorf [Hrsg.]
Die subversive, gewalttätige Ästhetik des Heavy Metal hat sich nicht nur im gleichnamigen Musikstil, sondern ebenso in Filmen, Romanen und Comics als künstlerische Ausdrucksform der 70er- und 80er-Jahre etabliert.
Die zehnte und letzte Ausgabe des Comicmagazins “Orang” eignet sich Motive des Heavy Metal an, um zu ganz eigenen Narrationen zu gelangen.
In “Orang” 10 zeigen Zeichnerinnen und Zeichner aus Berlin, Hamburg, Leipzig, Helsinki und Beijing Szenen des Schreckens, die sich in Proberäumen und Supermärkten abspielen, in Polizeistaaten, in der ostdeutschen Provinz – und an sonstigen Orten des Grauens.
Mit Comics von Anke Feuchtenberger, Aisha Franz, Anna Haifisch, Sascha Hommer, Marijpol, Till Thomas, Amanda Vähämäki und vielen anderen.
Orang 10, ISBN 978-3-943143-48-5, 144 Seiten, farbig & schwarzweiss, 21 x 24 cm, Softcover, 18 EUR, erscheint im Januar 2013
Abel Lanzacs und Christophe Blains “Quai d’Orsay – Hinter den Kulissen der Macht” findet weiterhin Zuspruch in der Presse. So schreibt Christian Schlüter in der Frankfurter Rundschau sowie der Berliner Zeitung unter der Überschrift “Französischer Comic verulkt Weltpolitiker”: “Selten so gelacht: Der Polit-Comic „Quai d’Orsay“ von Christophe Blain ist ein meisterhafter Blick hinter die Kulissen der Macht. Eine krachend komische, dann aber auch wieder bitter-ernste Geschichte.”
“Überspitzt, aber trotzdem glaubhaft” bezeichnet Kai Löffler Blains und Lanzacs Portrait des Politikbetriebs in seinem Beitrag für den Deutschlandfunk: “Blick hinter die Kulissen der Diplomatie”. Hier kommt nicht nur Christophe Blain selbst zu Wort, Passagen aus dem Buch werden auch von Sprechern gespielt. Der Beitrag kann hier auch als MP3-Datei angehört werden.
Arne Bellstorf, Autor von “Baby´s in Black – The Story of Astrid Kirchherr & Stuart Sutcliffe” (Reprodukt), war im Mai auf Einladung des örtlichen Goethe-Instituts in Toronto zu Gast, wo er am Randes des Toronto Comic Arts Festivals sein auch in Nordamerika erschienenes Buch vorstellte und einen Einblick in die Entstehung des Bandes gab. Das rund einstündige Video ist hier zu sehen.
Auf der Frankfurter Buchmesse wurden eine Reihe von Redakteuren und Verlagsmitarbeitern unter dem Motto “Herz oder Hirn?” dazu befragt, was auch unter Berücksichtigung der Gestaltung, ein gutes Buch ausmacht. Christian Maiwald von Reprodukt stellt dort ab der sechsten Minute “Rosalie Blum” von Camille Jourdy vor.
Katja Engler verleiht darüber hinaus der Hochschule für Angewandte Wissenschaften (HAW) das Prädikat “Talentschmiede”, was besonders dem Engagement der dortigen Professorin Anke Feuchtenberger zu verdanken ist: “Viele talentierte Comiczeichner kommen aus Hamburg”.
Bereits am 22. Juli wurde in der “Neuen Zürcher Zeitung” vier Comics vorgestellt, in denen Musik ein wichtige Bestandteil ist. Der oder die zumindest online nicht namentlich nicht genannte AutorIn erkennt zunächst “regressive Tendenzen” darin, die (Pop-)Musikgeschichte in anderen Medien aufzugreifen. Philippe Thiraults und Steve Cuzors Albenreihe “O´Boys” (Ehapa Comic Collection) wird aber dennoch wohlwollen beurteilt, was vor allem am “suggestiven, stimmigen Set” liegt.
David Prudhommes “Rembetiko” wird hier als “liebevolle Hommage” beschrieben und die Auswahl des Stoffes sowie die “kongeniale” Art, wie die Geschichte bei Arne Bellstorfs “Baby´s in black – The Story of Astrid Kirchher & Stuart Sutcliffe” (beide Reprodukt) ins Bild gesetzt wird, gelobt. Die Anthologie “Bob Dylan revisited” (Carlsen) hingegen überzeuge nicht ganz, da viele Beiträge nicht über eine bloße Illustration der Songtexte hinauskommen.
Im Rahmen des “Comic Transfer – Comic-Autoren aus Europa und der Arabischen Welt im Dialog” lädt das Goethe-Institut Arne Bellstorf und Reinhard Kleist vom 21. bis zum 23. Juni nach Lyon ein. Auf dem BD Festival in Lyon werden die beiden Zeichner ihre ins Französische übersetzten Comics vorstellen.
Das Programm umfasst eine Publikumsbegegnung in der Bibliothek des Goethe-Instituts sowie diverse Signierstunden. Bilder von der Reise und Eindrücke von Lyon in Form von Zeichnungen der beiden Künstler werden im Anschluss auf dem Blog des Goethe-Instituts veröffentlicht: blog.goethe.de/comic-transfer
Goethe-Institut Lyon, 18 rue François Dauphin, F-69002 Lyon
Tel. +33 4 72 77 08 88 www.lyonbd.com
Seit einigen Jahren schon veröffentlicht der “Tagesspiegel am Sonntag” auf seiner letzten Seite die Comics verschiedener Autoren. Jede Woche wechseln sich Arne Bellstorf, Tim Dinter, Flix und Mawil ab. Viele der bisherigen Comics lassen sich auf den Websites der jeweiligen Autoren nachlesen.
Am 22. März stellt der Hamburger Zeichner Arne Bellstorf im Goethe-Institut Paris die französischsprachige Ausgabe seiner Graphic Novel “Baby’s in Black – The Story of Astrid Kirchherr & Stuart Sutcliffe” vor. Die Veranstaltung wird vom Goethe-Institut in Zusammenarbeit mit dem Verlag Sarbacane ausgerichtet und vom Musikkritiker und Komponisten Richard Robert moderiert.
Die Buchvorstellung findet in französischer und deutscher Sprache statt und beginnt um 19 Uhr. Der Eintritt ist frei, eine Reservierung über die Website des Goethe-Instituts wird empfohlen.
Zunächst wird Arne Bellstorf im Goethe-Institut in Amsterdam erwartet, wo das Buch am Mittwoch, dem 22. Februar ab 17 Uhr präsentiert wird. Zeichner Joost Swarte und der örtliche Beatles-Fanclub sind an der Veranstaltung ebenfalls beteiligt.
Noch bis zum 26. Februar präsentiert das Goethe-Institut Neapel im Palazzo delle Arti di Napoli Originalzeichnungen aus Arne Bellstorfs Graphic Novel “Baby’s in Black – The Story of Astrid Kirchherr & Stuart Sutcliffe” (Reprodukt). Die Eröffnung fand in Anwesenheit von Arne Bellstorf bereits am 14. Januar statt.
Die Ausstellung des Goethe-Instituts entstand in Zusammenarbeit mit Associazione Culturale MFL Comunicazione, der Eintritt ist frei. “Baby’s in Black – La storia di Astrid Kirchherr & Stuart Sutcliffe”, so der Titel der italienischen Ausgabe von Arne Bellstorfs Comic, ist im Oktober 2011 bei Black Velvet erschienen.
Im nächsten Monat reist Arne Bellstorf nach Amsterdam, wo er am Mittwoch, dem 22. Februar ab 17 Uhr im Gespräch mit Joost Swarte die niederländische Version von “Baby’s in Black – The story of Astrid Kirchherr & Stuart Sutcliffe” vorstellen wird, die in Kürze bei Oog & Blik erscheint. Die Veranstaltung findet in englischer Sprache in der Amsterdamer Dependance des Goethe-Instituts statt.
PAN – Palazzo delle Arti di Napoli, II piano, Via dei Mille 60, I-80121 Neapel
Tel. (0039) 081 411923
email: info@neapel.goethe.org, www.goethe.de/napoli
Öffnungszeiten: Mo –Sa 9.30–19.30 Uhr, So 9.30–14.30 Uhr, Di geschlossen
Goethe-Institut, Herengracht 470, NL 1017 CA Amsterdam
Tel. für Reservierungen: (0031) 20 531 29 00
email: info@amsterdam.goethe.org, www.goethe.de/amsterdam
Eintritt: 5 EUR | mit Ermäßigung: 3 EUR
Die aktuelle Ausgabe des “Rolling Stone” wirft einen Blick zurück auf das vergangene Jahr. Dabei belässt man es nicht bei einer reinen Rückschau auf die Musik:
Mit der arabischen Revolution, Fukushima, den Wall-Street-Protesten und der Eurokrise hat sich die Welt in zwölf Monaten radikal verändert. Wie kann man die komplizierte Geschichte des Jahres 2011 erzählen? Der Illustrator und Comicautor Arne Bellstorf hat seine Version exklusiv für den “Rolling Stone” entworfen.
Ab sofort verfügbar ist die neueste Auflage des beliebten “Was sind Graphic Novels?”-Faltflyers. Mit der aktuellen Version wird die inzwischen sechste Auflage des beliebten Informationsmittels ausgeliefert. Diesmal werden 27 Titel von 7 verschiedenen Verlage vorgestellt und somit ein breiter Überblick über aktuelle Veröffentlichungen gegeben.
Beteiligt sind die Verlage Atrium, avant-verlag, Carlsen, Edition Moderne, Knesebeck, Panini, Reprodukt und Schreiber & Leser.
Buchhändlerinnen und Buchhändler können die sechste Auflage von “Was sind Graphic Novels?” ab sofort in 25er-Einheiten gratis über die Auslieferungen LKG, MSW Medien Service Wuppertal und Peter Poluda Medienvertrieb beziehen. Interessierte Leserinnen und Leser fragen danach einfach beim Händler ihres Vertrauens.
Wer sich den Faltflyer bereits jetzt ansehen möchte, kann sich hier ein PDF davon herunterladen (2,2 MB).
Anfang Oktober wird der Comicautor Arne Bellstorf auf Einladung des Goethe-Instituts zu Gast im fernen Norden sein: Ab dem 4. Oktober gibt es eine Reihe von Veranstaltungen mit dem Hamburger Künstler in Island.
Am 6. und 8. Oktober wird Arne Bellstorf zwei Comic-Workshops geben, in denen er Schulklassen sowie interessierte Zeichnerinnen und Zeichner in die Arbeit an einer Graphic Novel einführt. Zudem ist er am 6. Oktober im Fernlernzentrum Hafnarfjordur zu einem Gespräch mit der Bibliothekarin Ulfhildur Dagsdottir geladen, das per Video-Schaltung in die Universität Akueryri und die Stadtbibliothek Akranes übertragen wird.
Bildergeschichten zum Pop-Kanon Musik-Comics thematisieren die Geschichte verschiedener Pop-Traditionen
Comics über Geschichte und Geschichten unterschiedlicher Pop-Traditionen bilden auf dem Markt der Graphic Novel ein eigenständiges Genre. Jüngst erschienene Comics-Bände thematisieren Stile wie den griechischen Rembetiko und den Blues, aber auch Pop- und Rock-Legenden wie die Beatles oder Bob Dylan.
Pop ist sich selbst historisch geworden. Seit Jahren schon stürzt er sich in seine Ruhmeshallen und seine Asservatenkammern, weil Patina immer schon Relevanz verheisst, die in Zeiten zunehmender Unübersichtlichkeit immer schwerer herzustellen ist. Der Musik-Comic, der sich auf dem boomenden Graphic-Novel-Markt zu einem gar nicht mehr so kleinen und kommerziell mitunter erfolgreichen Untersegment gemausert hat, übernimmt diese regressiven Tendenzen und arbeitet sich ebenfalls am Kanon ab. In den letzten Monaten sind wieder ein paar einschlägige Bände erschienen. mehr
In diesem Jahr präsentiert die Göteborger Buchmesse “Bok & Bibliotek” vom 22. bis zum 25. September gleich drei Länder als Schwerpunktthema: Deutschland, Österreich und Schweiz sowie ihre gemeinsame Sprache: Deutsch.
Arne Bellstorf wird am Donnerstag, dem 17. September um 17.45 Uhr an einer Gesprächsrunde mit Cecilia Hansson, Nora Gomringer und Daniel Boyacioglu zum Thema “Music, image, performance – when the boundaries of text expand” teilnehmen. Nadia Budde spricht am Freitag, dem 23. September ab 16 Uhr mit Rachel van Kooij, Gabrielle Alioth und Cay Corneliuson über die “Gerneration Internet”.
Ebenfalls präsentiert wird die Anthologie “Pomade” und im Interview kommt ATAK, Berliner Zeichner und Professor für Kommunikationsdesign/Illustration an der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle, zu Wort.
Musik im Comic
Der Beat im Kopf, der Rhythmus im Bild, der wippende Fuß beim Lesen oder Zeichnen – Comics erobern die Bücherregale.
Von der Musiker-Biographie als Comicstrip über die Neuinterpretation eines Musicals zum bebilderten Best-Of-Album. Musik ist und bleibt ein Faszinosum – auch im Comic. mehr
Direkt zum Video gelangt man hier. Ergänzend gibt es noch eine Galerie, u.a. mit Bildern aus Reinhard Kleists „Cash – I see a darkness“ (Carlsen).
Der Beitrag wird morgen um 1:50 Uhr noch einmal wiederholt.
Zwei Beiträge im Radio, beziehungsweise Fernsehen, stellen aktuelle Grpahic Novels vor.
Frank Meyer zeigt sich von der Bildsprache in Blutchs “Peplum” (avant-verlag) beeindruckt, wie er in seinem Beitrag für das “Radiofeuilleton” im Deutschlandradio Kultur ausführt.
Die Frau im Eis
Mit harten, drängenden, surrealen Bildern stürmt der Comic-Autor Blutch hinein in diese Geschichte. Sie spielt an der äußersten Grenze des römischen Imperiums, im Jahr der Ermordung Julius Cäsars.
Dick vermummte Männer, kurz davor, einander an die Gurgel zu gehen, kämpfen sich durch einen Sturm, bis sie eine Höhle erreichen. Dort herrscht Stille, und vor allem wartet SIE dort: eine fantastisch schöne Frau, vielleicht eine Göttin, eingeschlossen in einen anscheinend unzerstörbaren Eisblock. mehr
Eigentlich hört Astrid nur Jazz. Aber an diesem Abend, Oktober 1960, geht sie auf die Große Freiheit. Und sie hört eine neue Band aus Liverpool … Und da passiert es. Da sieht sie ihn: Den Mann, den sie nie mehr vergessen wird. Ein Comic erzählt jetzt die Liebesgeschichte von Astrid Kirchherr und Stuart Sutcliffe, dem ersten Bassisten der Beatles.
“Seine Coolness”, sagt Astrid Kirchherr, “später dann, als ich ihn kennenlernte, seine Intelligenz, sein künstlerisches Sein und einfach die Liebe zwischen uns. Das hat mich fasziniert. Dieses Einmalige. Und dieses nie wieder Gefundene.” mehr
Der Beitrag wird heute um 23 Uhr und am kommenden Samstag um 22 Uhr auf BR-alpha wiederholt.
Wir haben ein glückliches Paar gebeten, in Paartherapie zu gehen – um zu sehen, was die perfekte Beziehung ausmacht. Ein Experiment mit Folgen.
September 2010, abends. Nils und Carolin sind ein fröhliches, schwungvolles Paar, sie haben ein süßes Baby, Mara, sie machen beide Karriere, es geht ihnen gut. Sie sind neu in München, wohnen in einem Reihenhaus im Westen der Stadt, im Erdgeschoss haben sie die nicht tragenden Wände eingerissen, damit Wohnzimmer und Küche eins wurden. Die Küchenschränke glänzen dunkelrot, ein schöner Kontrast zum verkratzten Bäckertisch, an dem gegessen wird, im Bücherregal stehen Jonathan Franzens Freiheit, Henning Mankell, verschiedene Reiseführer. Gäste werden wunderbar bewirtet, mit Melone, Parma-Schinken, kühlem Weißwein, Baguette. mehr
Für die letzte Comicbörse im Berliner Ellington Hotel hat der “Tagesspiegel”, ebenfalls in Berlin beheimatet, eine Reihe von Kunstdrucken aufgelegt. Die vier Motive stammten von den Zeichnern der regelmäßig im “Tagesspiegel am Sonntag” erscheinenden Comics: Mawil (“Wir können ja Freunde bleiben”), Arne Bellstorf (“Baby’s in Black – The Story of Astrid Kirchherr & Stuart Sutcliffe”, beide Reprodukt), Flix (“Faust”, Carlsen) und Tim Dinter (“Cargo”, avant-verlag).
Letzte Exemplare der auf A3-Papier gedruckten und von den Künstlern signierten Comics sind ab sofort im Online-Shop des “Tagesspiegels” erhältlich.