Graphic Novels
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Archiv des Tags ‘Arne Bellstorf’

Graphic Novels in den Medien – 8. März 2013

Freitag, den 8. März 2013

Der Hamburger Lokalsender Tide TV stellte vorgestern in einem längeren Beitrag die Hamburger Comicszene vor. Zu Wort kommen Carlsen-Redakteur Ralf Keiser sowie die Comic-AutorInnen Maria Luisa Witte und Larissa Bertonasco (“Spring”) sowie Arne Bellstorf (“Baby´s in black – The Story of Astrid Kirchherr & Stuart Sutcliffe”, Reprodukt).

FĂĽr Waldemar Kesler ist Joann Sfars “Chagall in Russland” (avant-verlag) ein “herausragender Comic”, wie er in der Welt schreibt: “Plötzlich ist Jesus ein GrĂĽner”. “Das Chagall-Porträt von Joann Sfar ist ein groĂźer Wurf. Sfar betrachtet dessen Malerei durch die Brille seiner eigenen Wahrnehmung der jĂĽdischen Kultur.”

In der Frankfurter Rundschau befasste sich Christian SchlĂĽter ausfĂĽhrlich mit Helmut Wietz’ “Der Tod von Adorno” (metrolit): “Der Libido-Kick von ’68″. Sein Urteil ist eindeutig, der Band sei “in seiner eigenwilligen und, gemessen an dem zur Zeit vorherrschenden Graphic-Novel-Ernst, grotesk-komischen, bisweilen dilettantischen und durchweg eklektischen Machart schlichtweg groĂźartig.”

“Krach! Bumm! Alltag! Deutschsprachige Comics und die Kunst der Reportage”. Das auf Deutschlandradio Kultur ausgestrahlte Radiofeature , das sich mit aktuellen Trends im Bereich der Graphic Novel auseinandersetzt, lässt sich leider nicht nachhören – dafĂĽr liegt das Manuskript in zwei Dateiformaten zum Nachlesen vor. Zu Wort kommen darin die AutorInnen Ulli Lust (“Heute ist der letzte Tag vom Rest Deines Lebens”), Paula Bulling (“Im Land der FrĂĽhaufsteher”), Verleger Johann Ulrich (alle avant-verlag), David Schraven (“Kriegszeiten”) und der Ladeninhaber Torsten Alisch vom Groben Unfug in Berlin. Redakteurin des Beitrags war Anette Selg.

Update: Das Feature kann nun hier nachgehört werden.

Selg stellte im Radiofeuilleton des Deutschlandfunks auch “Das Spiel der Schwalben” von Zeina Abirached vor: “Illustrierte Vergangenheitsbewältigung”. Die Autorin kommt ausfĂĽhrlich zu Wort.

Auf tagesspiegel.de stellt Marc Röhling zwei Veröffentlichungen des amerikanischen Comic-Journalisten Joe Sacco vor, von der eine (“Reportagen”, Edition Moderne) in KĂĽrze auf deutsch erscheinen wird: “Sacco und wie er die Welt sieht”.

FĂĽr den in den vergangenen Tagen verstorbenen Comic-Autoren Didier Comès schreibt Ralph Trommler auf tagesspiegel.de einen Nachruf: “Ein Pionier der Graphic Novel”.

Orang X – Heavy Metal

Donnerstag, den 7. Februar 2013

Ende Januar ist es erschienen: das vom “Orang”-Kollektiv als letzte Ausgabe angekĂĽndigte “Orang X” zum Thema “Heavy Metal”, mit Beiträgen von Sharmila Banerjee, Verena Braun, Yan Cong, Anke Feuchtenberger, Aisha Franz, Jul Gordon, Anna Haifisch, Sascha Hommer, Angela Dalinger, Marlene Krause, Martina Lenzin, Zuo Ma, Marijpol, Klaas Neumann, Paul Paetzel, Till Thomas und Amanda Vähämäki.

Mit “Orang” verabschiedet sich ein Magazin vom deutschen Markt, das fĂĽr einige Verlage ein wichtiges Forum fĂĽr junge Talente war. Das gilt nicht nur fĂĽr Reprodukt, unter dessen Label das von Arne Bellstorf und Sascha Hommer herausgegebene Magazin von der sechsten bis zur zehnten Ausgabe erschienen ist, sondern auch etwa fĂĽr den avant-verlag. Viele in den letzten Jahren bekannt gewordene junge deutsche ZeichnerInnen haben mit einem Beitrag im “Orang” zum ersten Mal auf sich aufmerksam gemacht.

Das System “Orang” funktionierte folgendermaĂźen: Ein Redaktionskollektiv hat ausgewählt, wer zur Mitarbeit eingeladen wurde und ein Thema vorgegeben. In verschiedenen Arbeitsschritten – von der Ideenfindung ĂĽber die Vorzeichnung bis zur Reinzeichnung – wurden die eingereichten Geschichten in Beisein des Autors mit dem Redaktionskollektiv besprochen. Beiträge wurden anschlieĂźend ein- oder mehrfach ĂĽberarbeitet. Dieses Vorgehen war fĂĽr manche ZeichnerIn eine sehr gute Vorbereitung auf eine spätere Zusammenarbeit mit einem Verlag.

Einen derartigen redaktionellen Austausch bieten die wenigsten deutschsprachigen Magazine. Auch deshalb wird “Orang” an der Schnittstelle zwischen studentischen und verlegerischen Projekten kaum zu ersetzen sein. Viele aus der ersten Generation der “Orang”-Schaffenden – Arne Bellstorf, Sascha Hommer, Line Hoven – haben schon frĂĽh bei Reprodukt eine verlegerische Heimat gefunden. Andere – Aisha Franz, Martina Lenzin, Moki, Carolin Walch – gehören neben den “Spring”-Zeichnerinnen zur neuen Generation junger Zeichnerinnen, die in den letzten Jahren viel Aufmerksamkeit erhalten haben. Ebenso wie Kati Rickenbach, die bei der Edition Moderne verlegt wird. Weitere Arbeiten von regelmäßigen “Orang”-Zeichnerinnen – Marijpol, Sophia Martineck, Till Thomas – wurden oder werden in KĂĽrze beim avant-verlag erscheinen.

“Orang” wurde Zeit seines Bestehens international sehr viel Aufmerksamkeit zuteil. Nicht nur gilt das Magazin als Aushängeschild fĂĽr die junge deutsche Zeichnerszene. Auch durch die Beiträge aus aus anderen Ländern kann man in allen Ausgaben von “Orang” nachlesen, wie und wohin sich das Erzählen mit Comics weltweit entwickelt.

Arne Bellstorf und Sascha Hommer, die “Orang”-Botschafter, besuchen mit ihrem Englisch untertitelten Magazin Festivals in aller Welt und suchen den Austausch mit anderen Comic-Magazinen und Zeichnern, unter anderem aus China, Italien, Finnland, Frankreich oder Korea. In den vergangenen Jahren sind nicht wenige der “Orang”-ZeichnerInnen als Repräsentanten nicht nur der Comic-, sondern der deutschen Kulturszene unterwegs. Arne Bellstorf, Aisha Franz, Sascha Hommer oder Line Hoven werden vom Goethe-Institut ĂĽberall in die Welt geschickt, um Ausstellungen zu präsentieren, Vorträge zu halten oder Workshops zu leiten.

Zum Erscheinen der neuen Ausgabe von “Orang” hat Herausgeber Sascha Hommer dem “Tagesspiegel” und “Page” Interviews gegeben. Und wie schon bei den letzten Veröffentlichungen gibt es auch dieses Jahr zum Erscheinen der neuen Ausgabe eine Reihe von Veranstaltungen in verschiedenen deutschen Städten. Gelegenheit genug also, den Abschied gebĂĽhrend zu feiern:

15. März | 20 Uhr
• Comics & Graphics Fest | Galerie KUB, Kantstraße 18, D-04275 Leipzig
themillionairesclub.tumblr.com

5. April | 20 Uhr
• Hinterconti, Marktstraße 40a, D-20357 Hamburg
hinterconti.de

12. April | 20 Uhr
• LQR Company, Weserstraße 53, D-12045 Berlin
theliquorcompany.de

www.orang-magazin.net

Orang X – Heavy Metal, ISBN 978-3-943143-48-5, 172 Seiten, schwarzweiss & farbig, 21 x 24 cm, Softcover, 18 EUR, erschienen bei Reprodukt

Neue Graphic Novels bei Reprodukt

Mittwoch, den 12. Dezember 2012

Der Berliner Comicverlag Reprodukt hat die Titel seines FrĂĽhjahrsprogramms 2013 bekannt gegeben. Ein besonderer Schwerpunkt liegt mit Titeln von Chris Ware, Robert Crumb und Daniel Clowes dabei auf Comics aus den USA. DarĂĽber hinaus startet man mit der Veröffentlichung der Comics des “Simpsons”-Schöpfers Matt Groening. Comics aus dem französischen Sprachraum bilden den zweiten StĂĽtzpfeiler des Programms: Baru, Julie Birmant & ClĂ©ment Oubrerie, Manu Larcenet, Ruppert & Mulot und Bastien VivĂ©s sind genauso mit neuen Titeln vertreten wie der Flame Brecht Evens und der Norweger Jason.

Mit “Böse Geister”, einem neuen Buch von Peer Meter (Szenario) und Gerda Raidt (Zeichnungen), wird auch eine Graphic Novel Deutscher KĂĽnstler vorliegn. Neben Alben und einer neuen Ausgabe der von Arne Bellstorf und Sascha Hommer herausgegebenen Anthologie “Orang” werden mit “Riekes Notizen” von Barbara Yelins vielgelobte Comics-Strips aus der “Frankfurter Rundschau” erscheinen.

Das Titelbild fĂĽr die Buchhandelsvorschau FrĂĽhjahr 2013 stammt von Chris Ware (“Jimmy Corrigan”). Die Buchhandelsvorschau kann als PDF-Datei (11,4 MB) hier heruntergeladen werden: Vorschau FrĂĽhjahr 2013. Einen Ăśberblick ĂĽber sämtliche Titel gibt es auch in der online einsehbaren Vorschau.

“Jimmy Corrigan – Der klĂĽgste Junge der Welt” von Chris Ware

Als Chris Ware “Jimmy Corrigan” zur Milleniumswende veröffentlichte, löste er damit weit ĂĽber die Grenzen der Comicwelt hinaus Begeisterung aus. Seitdem gilt das Buch als “Jahrhundertcomic”, der die Ausdrucksmöglichkeiten von Bild und Wort radikal ausschöpft und damit beweist: Es gibt groĂźe Literatur, die sich nur als Comic erzählen lässt.

Jimmy Corrigan ist ein linkischer und dauerkränkelnder Enddreißiger, der ein Dasein als unauffälliger Büroangestellter fristet. Sein soziales Leben beschränkt sich auf die täglichen Kontrollanrufe der Mutter – und findet ansonsten in seinen tagträumerischen Heldenfantasien statt. Ein Brief seines Vaters, der nach jahrzehntelanger Abwesenheit die Beziehung wiederbeleben möchte, reißt ihn schließlich aus seinem lethargischen Alltag heraus.

Auf nahezu 400 Seiten breitet Chris Ware die generationenübergreifende Geschichte der Familie Corrigan aus, die bis ins Chicago des ausgehenden 19. Jahrhunderts zurückreicht. Eine epische Erzählung über hundert Jahre Einsamkeit – in Bildern von berührender Tiefe.

“Chris Ware – das ist eine Ein-Mann-Revolution des Erzählens in Bildern.” – Andreas Platthaus, FAZ

Jimmy Corrigan – Der klügste Junge der Welt, ISBN 978-3-938511-12-1, 384 Seiten, farbig, 20,5 x 16,5 cm, Hardcover mit Schutzumschlag, 39 EUR, erscheint im März 2013

“Liebe ist die Hölle” von Matt Groening

Mit den Simpsons hat Matt Groening die wohl bekannteste Familie Amerikas erschaffen. Ihre Vorfahren waren drei scheue, vom Leben ĂĽberforderte Hasen – Binky, Bongo und Sheba –, die ihr Dasein in der Hölle fristeten. So nämlich sah der junge Matt Groening seinen Alltag, als er Ende der Siebzigerjahre nach Los Angeles zog. Mit dem Comic-Strip “Life in Hell” wollte er dieses “Leben in der Hölle” ursprĂĽnglich nur seinen Freunden nahebringen. Am Ende begeisterte sein gezeichnetes Inferno aus Jungsein, LiebesmĂĽh und Arbeit Zeitungsleser auf der ganzen Welt.

Der schwarze und gesellschaftskritische Humor seiner Alltagssatiren war fĂĽr viele nachfolgende KĂĽnstler eine Offenbarung. Vor allem aber waren die bald wortgewaltigen, bald verspielten “Life in Hell”-Seiten stets Matt Groenings ganz persönliche Spielwiese, auf der er sich ungehindert auslebte und so einen der lustigsten und tiefsinnigsten Comics unserer Zeit schuf.

In “Liebe ist die Hölle”, dem ersten Sammelband der Serie, unternimmt Matt Groening einen Streifzug durch die Niederungen zwischenmenschlicher Verstrickungen und liefert Antworten auf alle Fragen, die das Herz bewegen. Allen voran: “Was ist Liebe und wie kommst du darauf, dass du sie verdienst?“

Liebe ist die Hölle, ISBN 978-3-943143-47-8, 48 Seiten, schwarzweiss, 22,5 x 22,5 cm, Hardcover, 12 EUR, erscheint im Mai 2013

“Mein Ă„rger mit den Frauen” von Robert Crumb

Nach “Nausea” legt Reprodukt nun den zweiten Band einer Buchreihe mit Geschichten der Underground-Ikone Robert Crumb vor. Die hierin gesammelten Episoden tragen noch stärkere autobiografische ZĂĽge als die Literaturadaptionen in “Nausea”, beschreibt Robert Crumbs “Mein Ă„rger mit den Frauen” doch sein ureigenstes Thema.

Ob es nun die ersten pubertären Annäherungsversuche unter der Schulbank sind, seine vom LSD geprägte Sicht auf die Freizügigkeiten des Summer of Love oder aber die Plagen der Midlife-Crisis: Robert Crumbs Schwäche für dralle Frauenhintern und stramme Waden bleibt seit nunmehr einem halben Jahrhundert die wichtigste Inspirationsquelle seiner polarisierenden Comics.

Mein Ă„rger mit den Frauen, ISBN 978-3-943143-40-9, 96 Seiten, schwarzweiss, 22 x 29 cm, Hardcover, 29 EUR, erscheint im Juni 2013

“Kafka fĂĽr Anfänger” von David Zane Mairowitz & Robert Crumb

In ihrem Sachcomic “Kafka fĂĽr Anfänger” haben David Zane Mairowitz und Robert Crumb höchst anschaulich all das zusammengetragen, was Sie ĂĽber Franz Kafka wissen sollten: von seiner Kindheit bis zum posthumen Kafka-Kult; ĂĽber die Konflikte, die der Schriftsteller mit sich selbst und anderen, allen voran mit seinem Vater auszutragen hatte. Immer wieder geht es um Kafkas Zerrissenheit vor dem Hintergrund seiner deutsch-tschechischen Nationalität und der jĂĽdischen Kultur. Die Stationen von Kafkas Leben werden ergänzt durch Briefe und AuszĂĽge aus seinen Romanen und Kurzgeschichten.

Die Biografie von David Zane Mairowitz mit den Zeichnungen von Robert Crumb ist mittlerweile selbst ein Klassiker. Lange vergriffen, legt Reprodukt das Buch nun neu ĂĽberarbeitet vor.

“Kafkas Themen wie der Selbsthass, seine Beziehung zu Frauen, die Schuldfrage sind auch meine. Er ist mein Bruder im Geiste.” – Robert Crumb

Kafka für Anfänger, ISBN 978-3-943143-54-6, 176 Seiten, schwarzweiss, 14 x 21 cm, Klappenbroschur, 17 EUR, erscheint im Mai 2013

“Die Amateure” von Brecht Evens

Der Künstler Pieterjan ist zu einer Biennale auf dem Land eingeladen. Als er sich dort inmitten einer Gruppe illustrer Hobbykünstler wiederfindet beschließt er, das Kommando zu übernehmen. Denn Pieterjan hat eine Vision: Zur medienwirksamen Eröffnungsfeier soll ein riesiger Gartenzwerg – als Symbol flämischer Identität – errichtet werden. Das Projekt nimmt schließlich babylonische Ausmaße an, und auch die unterschiedlichen Ambitionen und Bedürfnisse der Künstler prallen aufeinander.

In malerisch-bunten, expressionistisch ausufernden Szenerien fängt Brecht Evens die GefĂĽhle und Verhaltensweisen seiner KĂĽnstlercharaktere ein: Geltungsdrang und Individualismus, Ă„ngste und Zweifel. “Die Amateure” ist ein feinsinniges Kaleidoskop moderner Befindlichkeiten, und dabei selbst ein kleines Kunstwerk.

Die Amateure, ISBN 978-3-943143-46-1, 224 Seiten, farbig, 21 x 26 cm, Flexcover, 34 EUR, erscheint im Mai 2013

“Pablo 1 – Max Jacob” von Julie Birmant & ClĂ©ment Oubrerie

Im Jahr 1900, bei seiner Ankunft in Paris, kennt man Picasso einfach nur als Pablo. Die vierbändige Biografie von Julie Birmant und Clément Oubrerie erzählt von dieser Anfangszeit, als der junge Katalane seinen Weg gerade erst findet.

In “Max Jacob”, dem ersten Band, durchlebt der KĂĽnstler ein bewegtes Auf und Ab zwischen kleineren Erfolgen und groĂźen Zweifeln. Doch der Dichter Max Jacob, sein heimlicher Verehrer, glaubt an Pablos neue Kunst…
Leichthändig verknĂĽpfen die Autoren Pablos Geschichte mit der Biografie der wohl bekanntesten Muse des Malers, Fernande Olivier. “Pablo” wird so zum Porträt einer aufblĂĽhenden Epoche mit all ihren Lichtmomenten und Schattenseiten.

Pablo 1 – Max Jacob, ISBN 978-3-943143-49-2, 88 Seiten, farbig, Klappenbroschur, 22 x 29 cm, 20 EUR, erscheint im März 2013

“Der Todesstrahl” von Daniel Clowes

Der schmächtige Außenseiter Andy muss im Alter von 17 Jahren feststellen, dass ihm seine erste Zigarette übermenschliche Kräfte verleiht. Von dieser nikotingegebenen Macht bereits überfordert, fällt ihm wenig später ein Erbe seines Vaters in die Hände: ein Todesstrahler wie aus einem Ed-Wood-Film. Nur allzu bald lernt er, dessen zerstörerische Kraft für seine egoistischen und gänzlich banalen Zwecke einzusetzen.

Was als Coming-of-Age-Erzählung beginnt, wandelt sich rasant zur abgründigen Satire. Indem Daniel Clowes einen orientierungslosen Teenager über Gut und Böse entscheiden lässt, entlarvt er die moralische Zwiespältigkeit jeder einfachen Heldengerechtigkeit.

“Clowes zertrĂĽmmert die Welt auf höchstem ästhetischen Niveau.” – Alexander Braun, Die Woche

Der Todesstrahl, ISBN 978-3-943143-52-2, 48 Seiten, farbig, 23 x 30,5 cm, Hardcover, 20 EUR, erscheint im April 2013

“Böse Geister” von Peer Meter & Gerda Raidt

Als der sechzigjährige Harry Wallmann erfährt, dass das Stadtviertel seiner Jugend vor dem Abriss steht, macht er sich auf den Weg zu seinem Elternhaus. Doch was als Abschiednehmen geplant ist, gerät zur Reise in eine dunkle Vergangenheit: Je stärker er sich einlässt auf jene Zeit, umso erschreckender treten tief in ihm verschüttete Erlebnisse zutage. Ganz unmerklich wird er eingesponnen von den bösen Geistern seiner Kindheit.

In atmosphärischen Zeichnungen gelingt es Gerda Raidt, Peer Meters spannend verschachteltes Drama um Schuld, Verlust und den “Gespenster-Harry” eindringlich zu inszenieren, ohne dabei den fĂĽr ihr illustratives Schaffen so charakteristischen Charme einzubĂĽĂźen.

Böse Geister, ISBN 978-3-943143-42-3, 104 Seiten, zweifarbig, 19 x 23 cm, Klappenbroschur, 20 EUR, erscheint im März 2013

“Die groĂźe Odaliske” von Bastien Vivès | Ruppert & Mulot

Die BeutezĂĽge der Einbrecherinnen Alex und Carole könnten spektakulärer kaum sein – haben die beiden es doch nur auf die besten Museen und die hier ausgestellten Meisterwerke der Kunstgeschichte abgesehen. Wobei das clevere Duo selbst vor dem Louvre nicht haltmacht. Doch um Ingres’ “Die GroĂźe Odaliske” am Sicherheitssystem vorbeizuschleusen, brauchen sie Verstärkung. Dass die Motorrad-Akrobatin Sam das Team komplettiert, verspricht einen kĂĽhnen Plan…

FĂĽr “Die GroĂźe Odaliske” haben sich Ruppert & Mulot, die Meister des subversiven Independentcomics, mit Bastien Vivès zusammengetan. Das Resultat ĂĽberzeugt mit zeichnerischer Eleganz und erzählerischer Finesse.

“Ruppert und Mulot geben dem Comicgenre eine lange nicht mehr so deutlich gespĂĽrte subversive Kraft zurĂĽck.” – Elise Graton, Zeit Online

Die GroĂźe Odaliske, ISBN 978-3-943143-43-0, 128 Seiten, farbig, 19 x 25,5 cm, Klappenbroschur, 18 EUR, erscheint im Mai 2013

“Blast 2 – Die Apokalypse des Heiligen Jacky” von Manu Larcenet

Polza Mancini steht unter Mordverdacht. Die Ermittler ekeln sich vor diesem unförmigen und heruntergekommenen Riesen, den sie schlicht fĂĽr einen Psychopathen halten. Und doch sind sie gezwungen, sich seine Erzählung anzuhören. Es ist die Geschichte einer Verwahrlosung, die Mancini im Verhör bis ins abgrĂĽndigste Detail offenlegt: Auf der Suche nach dem “Blast”, einem Moment höchster Erleuchtung, hat er sein bĂĽrgerliches Leben ĂĽber Bord geworfen und sich in die Wildnis zurĂĽckgezogen.

“Blast” ist eine EtĂĽde in Grau, von Manu Larcenet meisterhaft in Tusche ausgefĂĽhrt und voller Allegorien, die in die AbgrĂĽnde seiner Figuren fĂĽhren.

Blast 2 – Die Apokalypse des Heiligen Jacky, ISBN 978-3-943143-41-6, 208 Seiten, teilweise farbig, 20,5 x 27 cm, Hardcover, 29 EUR, erscheint im April 2013

“ZurĂĽck auf der StraĂźe” von Baru

Edith ist nach zwanzig Jahren Beziehung verschwunden. Auf der Suche nach einem Gefühl von Freiheit hat sie sich wieder auf den Weg gemacht. Und ihr Freund André folgt ihr dorthin – auf die Straße. Die vermeintliche Flucht entwickelt sich zu einem Roadtrip durch Raststätten, triste Hotelzimmer und Bars, tief hinein in das Frankreich der einfachen Arbeiter, Prostituierten und Kleinkriminellen.

Was Jack Kerouac mit “On the Road” noch als VerheiĂźung fĂĽr eine ganze Generation niederschrieb, lässt Baru zwei Erben dieser Zeit aufs Neue durchleben. Seine ungeschönte Sozialstudien, gewĂĽrzt mit Spannung und Komik, sind beste Unterhaltung.

“Wer also Frankreich besser verstehen will, der lese Baru. Einen der besten Comicerzähler und -zeichner lernt man dabei auch kennen – wenn man ihn nicht längst schon liebt.” – Andreas Platthaus, FAZ

ZurĂĽck auf der StraĂźe, ISBN 978-3-943143-53-9, 104 Seiten, farbig, 19 x 25,5 cm, Klappenbroschur, 20 EUR, erscheint im Juni 2013

“Die Insel der 100.000 Toten” von Fabien Vehlmann & Jason

Gweny ist dazu verdammt, allein mit ihrer verrückten und lieblosen Mutter zu leben. Ihr Vater hat die Familie vor vielen Jahren verlassen – angeblich um einen versteckten Schatz auf der Insel der 100.000 Toten zu suchen. Als Gweny eines Tages eine Karte jener besagten Insel in die Hand fällt, bringt sie eine geldgierige Piratenbande dazu, sie zu ihrem Ziel zu führen. Hier gelingt es Gweny, nicht nur das Geheimnis ihres Vaters zu lüften, sondern auch das des sagenumwobenen Eilands.

Unkonventionell konterkarieren Jason und Fabien Vehlmann in “Die Insel der 100.000 Toten” das klassische Genreformat der Piratengeschichte mit ihrem trockenen Humor sowie äuĂźerst reduzierten Zeichnungen.

Die Insel der 100.000 Toten, ISBN 978-3-943143-44-7, 56 Seiten, farbig, 19 x 25,5 cm, Klappenbroschur, 15 EUR, erscheint im März 2013

“Orang 10 – Heavy Metal” von Sascha Hommer und Arne Bellstorf [Hrsg.]

Die subversive, gewalttätige Ästhetik des Heavy Metal hat sich nicht nur im gleichnamigen Musikstil, sondern ebenso in Filmen, Romanen und Comics als künstlerische Ausdrucksform der 70er- und 80er-Jahre etabliert.
Die zehnte und letzte Ausgabe des Comicmagazins “Orang” eignet sich Motive des Heavy Metal an, um zu ganz eigenen Narrationen zu gelangen.

In “Orang” 10 zeigen Zeichnerinnen und Zeichner aus Berlin, Hamburg, Leipzig, Helsinki und Beijing Szenen des Schreckens, die sich in Proberäumen und Supermärkten abspielen, in Polizeistaaten, in der ostdeutschen Provinz – und an sonstigen Orten des Grauens.

Mit Comics von Anke Feuchtenberger, Aisha Franz, Anna Haifisch, Sascha Hommer, Marijpol, Till Thomas, Amanda Vähämäki und vielen anderen.

Orang 10, ISBN 978-3-943143-48-5, 144 Seiten, farbig & schwarzweiss, 21 x 24 cm, Softcover, 18 EUR, erscheint im Januar 2013

Comics in den Medien – 18. Oktober 2012

Donnerstag, den 18. Oktober 2012

Abel Lanzacs und Christophe Blains “Quai d’Orsay – Hinter den Kulissen der Macht” findet weiterhin Zuspruch in der Presse. So schreibt Christian SchlĂĽter in der Frankfurter Rundschau sowie der Berliner Zeitung unter der Ăśberschrift “Französischer Comic verulkt Weltpolitiker”: “Selten so gelacht: Der Polit-Comic „Quai d’Orsay“ von Christophe Blain ist ein meisterhafter Blick hinter die Kulissen der Macht. Eine krachend komische, dann aber auch wieder bitter-ernste Geschichte.”

“Ăśberspitzt, aber trotzdem glaubhaft” bezeichnet Kai Löffler Blains und Lanzacs Portrait des Politikbetriebs in seinem Beitrag fĂĽr den Deutschlandfunk: “Blick hinter die Kulissen der Diplomatie”. Hier kommt nicht nur Christophe Blain selbst zu Wort, Passagen aus dem Buch werden auch von Sprechern gespielt. Der Beitrag kann hier auch als MP3-Datei angehört werden.

“Einen interessanten Einblick in Thoreaus Denk- und Lebenswelt” gibt die Comic-Biografie “Henry David Thoreau – Das reine Leben” (Knesebeck) von A. Dan und Maximilen LeRoy, wie Lukas Meyer-Marsilius in der Basler Zeitung schreibt: “Die Pflicht zum Ungehorsam”.

Bereits Anfang des Monats schrieb Waldemar Kesler in der tageszeitung ĂĽber “Chronik einer verschwundenen Stadt” von Dibou und Golo (avant-verlag), wobei Kesler gerade die vielschichtige Art der Dokumentation hervorhebt: “Eine Totenstadt in Ă„gypten”.

Arne Bellstorf, Autor von “Baby´s in Black – The Story of Astrid Kirchherr & Stuart Sutcliffe” (Reprodukt), war im Mai auf Einladung des örtlichen Goethe-Instituts in Toronto zu Gast, wo er am Randes des Toronto Comic Arts Festivals sein auch in Nordamerika erschienenes Buch vorstellte und einen Einblick in die Entstehung des Bandes gab. Das rund einstündige Video ist hier zu sehen.

Auf der Frankfurter Buchmesse wurden eine Reihe von Redakteuren und Verlagsmitarbeitern unter dem Motto “Herz oder Hirn?” dazu befragt, was auch unter BerĂĽcksichtigung der Gestaltung, ein gutes Buch ausmacht. Christian Maiwald von Reprodukt stellt dort ab der sechsten Minute “Rosalie Blum” von Camille Jourdy vor.

“Viele talentierte Comiczeichner kommen aus Hamburg”

Montag, den 30. Juli 2012

Mit besonderem Augenmerk auf den Nachwuchs berichtete die Welt am Sonntag ĂĽber Comic-Schaffende aus Hamburg und ihre neuesten BĂĽcher. Vorgestellt werden Marijpol (“Trommelfels”), Simon Schwartz (“Packeis”, beide avant-verlag), Anke Feuchtenberger (“Die Spaziergängerin”) und Arne Bellstorf (“Baby´s in black – The Story of Astrid Kirchherr & Stuart Sutcliffe”, beide Reprodukt).

Katja Engler verleiht darĂĽber hinaus der Hochschule fĂĽr Angewandte Wissenschaften (HAW) das Prädikat “Talentschmiede”, was besonders dem Engagement der dortigen Professorin Anke Feuchtenberger zu verdanken ist: “Viele talentierte Comiczeichner kommen aus Hamburg”.

“Bildergeschichten zum Pop-Kanon”

Montag, den 2. Juli 2012

Bereits am 22. Juli wurde in der “Neuen ZĂĽrcher Zeitung” vier Comics vorgestellt, in denen Musik ein wichtige Bestandteil ist. Der oder die zumindest online nicht namentlich nicht genannte AutorIn erkennt zunächst “regressive Tendenzen” darin, die (Pop-)Musikgeschichte in anderen Medien aufzugreifen. Philippe Thiraults und Steve Cuzors Albenreihe “O´Boys” (Ehapa Comic Collection) wird aber dennoch wohlwollen beurteilt, was vor allem am “suggestiven, stimmigen Set” liegt.

David Prudhommes “Rembetiko” wird hier als “liebevolle Hommage” beschrieben und die Auswahl des Stoffes sowie die “kongeniale” Art, wie die Geschichte bei Arne Bellstorfs “Baby´s in black – The Story of Astrid Kirchher & Stuart Sutcliffe” (beide Reprodukt) ins Bild gesetzt wird, gelobt. Die Anthologie “Bob Dylan revisited” (Carlsen) hingegen ĂĽberzeuge nicht ganz, da viele Beiträge nicht ĂĽber eine bloĂźe Illustration der Songtexte hinauskommen.

Der Beitrag kann hier nachgelesen werden: “Bildergeschichten zum Pop-Kanon”.

Arne Bellstorf und Reinhard Kleist auf dem Lyon BD Festival

Sonntag, den 17. Juni 2012

Im Rahmen des “Comic Transfer – Comic-Autoren aus Europa und der Arabischen Welt im Dialog” lädt das Goethe-Institut Arne Bellstorf und Reinhard Kleist vom 21. bis zum 23. Juni nach Lyon ein. Auf dem BD Festival in Lyon werden die beiden Zeichner ihre ins Französische ĂĽbersetzten Comics vorstellen.

Das Programm umfasst eine Publikumsbegegnung in der Bibliothek des Goethe-Instituts sowie diverse Signierstunden. Bilder von der Reise und Eindrücke von Lyon in Form von Zeichnungen der beiden Künstler werden im Anschluss auf dem Blog des Goethe-Instituts veröffentlicht: blog.goethe.de/comic-transfer

Goethe-Institut Lyon, 18 rue François Dauphin, F-69002 Lyon
Tel. +33 4 72 77 08 88
www.lyonbd.com

Comics im “Tagesspiegel am Sonntag”

Mittwoch, den 4. April 2012

Seit einigen Jahren schon veröffentlicht der “Tagesspiegel am Sonntag” auf seiner letzten Seite die Comics verschiedener Autoren. Jede Woche wechseln sich Arne Bellstorf, Tim Dinter, Flix und Mawil ab. Viele der bisherigen Comics lassen sich auf den Websites der jeweiligen Autoren nachlesen.

Arne Bellstorf (“Baby´s in Black – The Story of Astrid Kirchherr & Stuart Sutcliffe”, Reprodukt) stellt die Comics auf seiner Website zum Nachlesen zur VerfĂĽgung.

Tim Dinters Comics wurden unter dem Serientitel “Lästermaul & Wohlstandskind” beim avant-verlag veröffentlicht. Online gibt es hier eine Auswahl.

Die Episoden von Flix‘  “Schöne Töchter” lassen sich auf seiner Homepage nachlesen.

Eine Auswahl der abwechslungsreichen Comics von Mawil (“Action Sorgenkind”, Reprodukt) finden sich hier.

Arne Bellstorf im Goethe-Institut Paris

Freitag, den 9. März 2012

Am 22. März stellt der Hamburger Zeichner Arne Bellstorf im Goethe-Institut Paris die französischsprachige Ausgabe seiner Graphic Novel “Baby’s in Black – The Story of Astrid Kirchherr & Stuart Sutcliffe” vor. Die Veranstaltung wird vom Goethe-Institut in Zusammenarbeit mit dem Verlag Sarbacane ausgerichtet und vom Musikkritiker und Komponisten Richard Robert moderiert.

Die Buchvorstellung findet in französischer und deutscher Sprache statt und beginnt um 19 Uhr. Der Eintritt ist frei, eine Reservierung über die Website des Goethe-Instituts wird empfohlen.

Goethe-Institut Paris, 17 avenue d’IĂ©na, F-75116 Paris
Tel. +33 1 44439230
email: info@paris.goethe.org, www.goethe.de/paris

“Baby’s in Black” – Buchvorstellung in Goethe-Instituten

Mittwoch, den 1. Februar 2012

Arne Bellstorfs “Baby’s in Black – The Story of Astrid Kirchherr & Stuart Sutcliffe” (im Original bei Reprodukt erschienen), wurde nun auch in niederländischer Sprache beim Verlag Oog & Blik angekĂĽndigt. Aus diesem Grund wird es gleich zwei Releaseveranstaltungen geben.

Zunächst wird Arne Bellstorf im Goethe-Institut in Amsterdam erwartet, wo das Buch am Mittwoch, dem 22. Februar ab 17 Uhr präsentiert wird. Zeichner Joost Swarte und der örtliche Beatles-Fanclub sind an der Veranstaltung ebenfalls beteiligt.

Tags darauf wird Arne Bellstorf in BrĂĽssel ebenfalls in den Räumen des Goethe-Institus “Baby´s in black – The Story of Stuart Sutcliffe” präsentieren. Die Veranstaltung dort beginnt um 12:30h.

Der Eintritt zu beiden Veranstaltungen ist frei.

Goethe-Institut Niederlande, Herengracht 470, NL-1017 CA Amsterdam
Tel: +31 (0)20 5312906
www.goethe.de/niederlande

Goethe-Institut Belgien, Rue Belliard – Belliardstraat 58, BE-1040 BrĂĽssel
Tel. +32 (0)2 234 5784
kultur@goethe.bruessel.org

Arne Bellstorf in Neapel und Amsterdam

Freitag, den 20. Januar 2012

Noch bis zum 26. Februar präsentiert das Goethe-Institut Neapel im Palazzo delle Arti di Napoli Originalzeichnungen aus Arne Bellstorfs Graphic Novel “Baby’s in Black – The Story of Astrid Kirchherr & Stuart Sutcliffe” (Reprodukt). Die Eröffnung fand in Anwesenheit von Arne Bellstorf bereits am 14. Januar statt.

Die Ausstellung des Goethe-Instituts entstand in Zusammenarbeit mit Associazione Culturale MFL Comunicazione, der Eintritt ist frei. “Baby’s in Black – La storia di Astrid Kirchherr & Stuart Sutcliffe”, so der Titel der italienischen Ausgabe von Arne Bellstorfs Comic, ist im Oktober 2011 bei Black Velvet erschienen.

Im nächsten Monat reist Arne Bellstorf nach Amsterdam, wo er am Mittwoch, dem 22. Februar ab 17 Uhr im Gespräch mit Joost Swarte die niederländische Version von “Baby’s in Black – The story of Astrid Kirchherr & Stuart Sutcliffe” vorstellen wird, die in KĂĽrze bei Oog & Blik erscheint. Die Veranstaltung findet in englischer Sprache in der Amsterdamer Dependance des Goethe-Instituts statt.

PAN – Palazzo delle Arti di Napoli, II piano, Via dei Mille 60, I-80121 Neapel
Tel. (0039) 081 411923
email: info@neapel.goethe.org, www.goethe.de/napoli
Öffnungszeiten: Mo –Sa 9.30–19.30 Uhr, So 9.30–14.30 Uhr, Di geschlossen

Goethe-Institut, Herengracht 470, NL 1017 CA Amsterdam
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JahresrĂĽckblick mit Arne Bellstorf

Donnerstag, den 22. Dezember 2011

Die aktuelle Ausgabe des “Rolling Stone” wirft einen Blick zurĂĽck auf das vergangene Jahr. Dabei belässt man es nicht bei einer reinen RĂĽckschau auf die Musik:

Mit der arabischen Revolution, Fukushima, den Wall-Street-Protesten und der Eurokrise hat sich die Welt in zwölf Monaten radikal verändert. Wie kann man die komplizierte Geschichte des Jahres 2011 erzählen? Der Illustrator und Comicautor Arne Bellstorf hat seine Version exklusiv fĂĽr den “Rolling Stone” entworfen.

Die Januar-Ausgabe des “Rolling Stone” ist ab sofort am Kiosk erhältlich. Arne Bellstorf ist Autor u.a. von “Baby´s in black – The Story of Astrid Kirchherr & Stuart Sutcliffe” (Reprodukt).

Graphic Novel-Faltflyer in sechster Auflage

Montag, den 24. Oktober 2011

Ab sofort verfĂĽgbar ist die neueste Auflage des beliebten “Was sind Graphic Novels?”-Faltflyers. Mit der aktuellen Version wird die inzwischen sechste Auflage des beliebten Informationsmittels ausgeliefert. Diesmal werden 27 Titel von 7 verschiedenen Verlage vorgestellt und somit ein breiter Ăśberblick ĂĽber aktuelle Veröffentlichungen gegeben.

Beteiligt sind die Verlage Atrium, avant-verlag, Carlsen, Edition Moderne, Knesebeck, Panini, Reprodukt und Schreiber & Leser.

Das Cover des Flyers wurde auch in diesem Fall von Sascha Hommer (“Dri Chinisin – Nach Erzählungen von Brigitte Kronauer”, Reprodukt) gestaltet. Eröffnet wird der Faltflyer wieder von einem dreiseitigen Kurzcomic, der von Arne Bellstorf (“Baby´s in Black – The Story of Astrid Kirchherr & Stuart Sutcliffe”, Reprodukt) angefertigt wurde.

Buchhändlerinnen und Buchhändler können die sechste Auflage von “Was sind Graphic Novels?” ab sofort in 25er-Einheiten gratis über die Auslieferungen LKG, MSW Medien Service Wuppertal und Peter Poluda Medienvertrieb beziehen. Interessierte Leserinnen und Leser fragen danach einfach beim Händler ihres Vertrauens.

Wer sich den Faltflyer bereits jetzt ansehen möchte, kann sich hier ein PDF davon herunterladen (2,2 MB).

Arne Bellstorf in Island

Mittwoch, den 14. September 2011

Anfang Oktober wird der Comicautor Arne Bellstorf auf Einladung des Goethe-Instituts zu Gast im fernen Norden sein: Ab dem 4. Oktober gibt es eine Reihe von Veranstaltungen mit dem Hamburger KĂĽnstler in Island.

Zunächst wird in der Stadtbibliothek Reykjavik eine Ausstellung mit Originalzeichnungen aus seinem Buch “Baby’s in black – The Story of Astrid Kirchherr & Stuart Sutcliffe” eröffnet.

Am 6. und 8. Oktober wird Arne Bellstorf zwei Comic-Workshops geben, in denen er Schulklassen sowie interessierte Zeichnerinnen und Zeichner in die Arbeit an einer Graphic Novel einführt. Zudem ist er am 6. Oktober im Fernlernzentrum Hafnarfjordur zu einem Gespräch mit der Bibliothekarin Ulfhildur Dagsdottir geladen, das per Video-Schaltung in die Universität Akueryri und die Stadtbibliothek Akranes übertragen wird.

“Bildergeschichten zum Pop-Kanon”

Freitag, den 22. Juli 2011

FĂĽr die “Neue ZĂĽrcher Zeitung” schreibt Frank Schäfer am Freitag, dem 22. Juli ĂĽber Comics und Musik. Im Fokus seiner Artikels stehen “Baby’s in Black – The Story of Astrid Kirchherr & Stuart Sutcliffe” von Arne Bellstorf (Reprodukt), “Bob Dylan – Revisited” (diverse Zeichner, Carlsen), “Rembetiko” von David Prudhomme (Reprodukt) sowie “O’Boys” von Philippe Thirault & Steve Cuzor (Ehapa).

Bildergeschichten zum Pop-Kanon
Musik-Comics thematisieren die Geschichte verschiedener Pop-Traditionen

Comics über Geschichte und Geschichten unterschiedlicher Pop-Traditionen bilden auf dem Markt der Graphic Novel ein eigenständiges Genre. Jüngst erschienene Comics-Bände thematisieren Stile wie den griechischen Rembetiko und den Blues, aber auch Pop- und Rock-Legenden wie die Beatles oder Bob Dylan.

Pop ist sich selbst historisch geworden. Seit Jahren schon stürzt er sich in seine Ruhmeshallen und seine Asservatenkammern, weil Patina immer schon Relevanz verheisst, die in Zeiten zunehmender Unübersichtlichkeit immer schwerer herzustellen ist. Der Musik-Comic, der sich auf dem boomenden Graphic-Novel-Markt zu einem gar nicht mehr so kleinen und kommerziell mitunter erfolgreichen Untersegment gemausert hat, übernimmt diese regressiven Tendenzen und arbeitet sich ebenfalls am Kanon ab. In den letzten Monaten sind wieder ein paar einschlägige Bände erschienen. mehr

Göteborger Buchmesse “Bok & Bibliotek” 2011

Samstag, den 9. Juli 2011

In diesem Jahr präsentiert die Göteborger Buchmesse “Bok & Bibliotek” vom 22. bis zum 25. September gleich drei Länder als Schwerpunktthema: Deutschland, Ă–sterreich und Schweiz sowie ihre gemeinsame Sprache: Deutsch.

In illustrer Gesellschaft finden sich die beiden ComiczeichnerInnen Nadia Budde (“Such dir was aus, aber beeil dich! Kindsein in zehn Kapiteln”, Fischer) und Arne Bellstorf (“Baby’s in Black – The Story of Astrid Kirchherr & Stuart Sutcliffe“, Reprodukt): Neben ihnen sind aus Deutschland etwa Cornelia Funke, Nina Hagen, Herta MĂĽller, Ferdinand von Schirach oder Uwe Timm auf Einladung des Goethe-Instituts zu Gast in Göteborg.

Arne Bellstorf wird am Donnerstag, dem 17. September um 17.45 Uhr an einer Gesprächsrunde mit Cecilia Hansson, Nora Gomringer und Daniel Boyacioglu zum Thema “Music, image, performance – when the boundaries of text expand” teilnehmen. Nadia Budde spricht am Freitag, dem 23. September ab 16 Uhr mit Rachel van Kooij, Gabrielle Alioth und Cay Corneliuson ĂĽber die “Gerneration Internet”.

Das komplette Seminarprogramm lässt sich in englischer Sprache auf der Website der Göteborg Bookfair herunterladen.

Bok & Bibliotek, Mässans Gata 20, SE-412 94 Göteborg, Schweden
www.bok-bibliotek.se

“Musik im Comic”

Freitag, den 25. Februar 2011

In der gestrigen Ausgabe des arte-Musikmagazins “tracks” befasst sich ein Beitrag mit aktuellen Comics, in denen Musik eine wichtige Rolle spielt. Vorgestellt werden unter anderem Martina Lenzin und ihr neues Buch “rpm”, Arne Bellstorfs “Baby’s in Black – The Story of Astrid Kirchherr & Stuart Suttcliffe“ sowie Brecht Evens’ “Am falschen Ort” (alle Reprodukt).

Ebenfalls präsentiert wird die Anthologie “Pomade” und im Interview kommt ATAK, Berliner Zeichner und Professor fĂĽr Kommunikationsdesign/Illustration an der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle, zu Wort.

Musik im Comic

Der Beat im Kopf, der Rhythmus im Bild, der wippende Fuß beim Lesen oder Zeichnen – Comics erobern die Bücherregale.

Von der Musiker-Biographie als Comicstrip über die Neuinterpretation eines Musicals zum bebilderten Best-Of-Album. Musik ist und bleibt ein Faszinosum – auch im Comic. mehr

Direkt zum Video gelangt man hier. Ergänzend gibt es noch eine Galerie, u.a. mit Bildern aus Reinhard Kleists „Cash – I see a darkness“ (Carlsen).

Der Beitrag wird morgen um 1:50 Uhr noch einmal wiederholt.

“Die Frau im Eis” & “Baby’s in Black”

Dienstag, den 22. Februar 2011

Zwei Beiträge im Radio, beziehungsweise Fernsehen, stellen aktuelle Grpahic Novels vor.

Frank Meyer zeigt sich von der Bildsprache in Blutchs “Peplum” (avant-verlag) beeindruckt, wie er in seinem Beitrag fĂĽr das “Radiofeuilleton” im Deutschlandradio Kultur ausfĂĽhrt.

Die Frau im Eis

Mit harten, drängenden, surrealen Bildern stürmt der Comic-Autor Blutch hinein in diese Geschichte. Sie spielt an der äußersten Grenze des römischen Imperiums, im Jahr der Ermordung Julius Cäsars.

Dick vermummte Männer, kurz davor, einander an die Gurgel zu gehen, kämpfen sich durch einen Sturm, bis sie eine Höhle erreichen. Dort herrscht Stille, und vor allem wartet SIE dort: eine fantastisch schöne Frau, vielleicht eine Göttin, eingeschlossen in einen anscheinend unzerstörbaren Eisblock. mehr

Hier geht es zur Audio-Version des Beitrags.

In der Sendung “LeseZeichen” des Bayerischen Rundfunks wurde am gestrigen Montag Arne Bellstorfs biografische Graphic Novel “Baby’s in Black – The Story of Astrid Kirchherr & Stuart Suttcliffe“ (Reprodukt) vorgestellt.

Arne Bellstorf – Baby’s in Black

Eigentlich hört Astrid nur Jazz. Aber an diesem Abend, Oktober 1960, geht sie auf die GroĂźe Freiheit. Und sie hört eine neue Band aus Liverpool … Und da passiert es. Da sieht sie ihn: Den Mann, den sie nie mehr vergessen wird. Ein Comic erzählt jetzt die Liebesgeschichte von Astrid Kirchherr und Stuart Sutcliffe, dem ersten Bassisten der Beatles.

“Seine Coolness”, sagt Astrid Kirchherr, “später dann, als ich ihn kennenlernte, seine Intelligenz, sein kĂĽnstlerisches Sein und einfach die Liebe zwischen uns. Das hat mich fasziniert. Dieses Einmalige. Und dieses nie wieder Gefundene.” mehr

Der Beitrag wird heute um 23 Uhr und am kommenden Samstag um 22 Uhr auf BR-alpha wiederholt.

Arne Bellstorf im “SZ-Magazin”

Freitag, den 11. Februar 2011

Nachdem vor einigen Monaten Reinhard Kleist fĂĽr das Magazin der “SĂĽddeutschen Zeitung” gleich das ganze Heft bebilderte, illustriert nun Arne Bellstorf (“Baby’s in Black – The Story of Astrid Kirchherr & Stuart Sutcliffe”, Reprodukt) die Titelstory (Text von Gabriela Herpell).

Ein Paar offene Fragen

Wir haben ein glĂĽckliches Paar gebeten, in Paartherapie zu gehen – um zu sehen, was die perfekte Beziehung ausmacht. Ein Experiment mit Folgen.

September 2010, abends. Nils und Carolin sind ein fröhliches, schwungvolles Paar, sie haben ein süßes Baby, Mara, sie machen beide Karriere, es geht ihnen gut. Sie sind neu in München, wohnen in einem Reihenhaus im Westen der Stadt, im Erdgeschoss haben sie die nicht tragenden Wände eingerissen, damit Wohnzimmer und Küche eins wurden. Die Küchenschränke glänzen dunkelrot, ein schöner Kontrast zum verkratzten Bäckertisch, an dem gegessen wird, im Bücherregal stehen Jonathan Franzens Freiheit, Henning Mankell, verschiedene Reiseführer. Gäste werden wunderbar bewirtet, mit Melone, Parma-Schinken, kühlem Weißwein, Baguette. mehr

Abbildung © SZ / Arne Bellstorf

Kunstdrucke im Tagesspiegel.de-Shop

Mittwoch, den 9. Februar 2011

FĂĽr die letzte Comicbörse im Berliner Ellington Hotel hat der “Tagesspiegel”, ebenfalls in Berlin beheimatet, eine Reihe von Kunstdrucken aufgelegt. Die vier Motive stammten von den Zeichnern der regelmäßig im “Tagesspiegel am Sonntag” erscheinenden Comics: Mawil (“Wir können ja Freunde bleiben”), Arne Bellstorf (“Baby’s in Black – The Story of Astrid Kirchherr & Stuart Sutcliffe”, beide Reprodukt), Flix (“Faust”, Carlsen) und Tim Dinter (“Cargo”, avant-verlag).

Letzte Exemplare der auf A3-Papier gedruckten und von den KĂĽnstlern signierten Comics sind ab sofort im Online-Shop des “Tagesspiegels” erhältlich.