Graphic Novels
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Archiv des Tags ‘Berichte aus Russland’

Graphic Novels in den Medien – 14. Februar 2014

Donnerstag, den 14. Februar 2013

Anfang der Woche fand in Berlin die Veranstaltung “Books at Berlinale” statt, bei der zehn ausgewĂ€hlte BĂŒcher mit Verfilmungspotenzial Produzenten und Finanziers vorgestellt wurden. Katja LĂŒthge stellt in der Frankfurter Rundschau heraus, dass in diesem Jahr mit “Roxanne & George” von Carolin Walch (Reprodukt) “Jetzt auch Graphic Novels” vertreten waren.

Bereits am 6. Februar stellte Christian SchlĂŒter in “Die große Ansteckung” ebenfalls in der Frankfurter Rundschau drei aktuelle politische Comics vor, deren FĂ€higkeit, das “totalitĂ€ren Erbe des 20. Jahrhunderts” in Bilder zu fassen, er hervorhebt: “Ein Leben in China – Die Zeit meines Vaters“ von Li Kunwu und Philippe OtiĂ© (Edition Moderne), “Die Kunst zu fliegen” von Antonio Altarriba und Kim (avant-verlag) sowie “Berichten aus Russland” von Igort (Reprodukt).

In der heutigen Ausgabe der tageszeitung stellt Amadeus Ulrich “Vakuum” von Lukas JĂŒliger vor: “Ockerfarbene Jugend”. Er resĂŒmiert: “Lukas JĂŒliger ist mit Vakuum ein grandios dĂŒsterer Comicroman ĂŒber das Erwachsenwerden gelungen.” Ähnlich fĂ€llt das Urteil zum Buch in der heute erschienenen Ausgabe des Stern aus, wo das Buch fĂŒr “in seiner erzĂ€hlerischen Wucht so gekonnt wie überraschend” befunden wird.

Graphic Novels in den Medien – 3. Januar 2013

Donnerstag, den 3. Januar 2013

Am gestrigen Mittwoch erschien in der SĂŒddeutschen Zeitung ein Beitrag von Christoph Haas ĂŒber den 2012 verstorbenen Comic-Autors Moebius: “Space Cowboy”. Anlass dazu ist die Veröffentlichung von “Arzak – Der Raumvermesser” (Ehapa Comic Collection), zu dem er bemerkt: “Der Raumvermesser ist das wĂŒrdige VermĂ€chtnis eines Giganten der Neunten Kunst.” Auch die weiteren bei Cross Cult und Splitter erschienenen BĂ€nde lĂ€sst Haas nicht unerwĂ€hnt.

Wie Reiner Metzger in der tageszeitung schreibt, ist einem Reportage-Comic wie “Kriegszeiten” von David Schraven und Vincent Burmester (Carlsen) eine große Leserschaft zu gönnen, damit auch in Zukunft solche Projekte entstehen können: “Die Bilder, die fehlen”.

Christian Gasser stellt in seiner Besprechung von Anders Nilsens “Große Fragen” (Atrium) in der Neuen ZĂŒrcher Zeitung (“Grosse Fragen, kleine Antworten”) fest, dass man dem Buch seine lange Entstehungszeit durchaus anmerkt. “Wer sich dennoch auf Anders Nilsens mehrfach gebrochene und gespiegelte und ins Surreale oder gar Phantastische abdriftende Reflexion philosophischer Grundfragen einlĂ€sst, wird reich belohnt. Nicht mit Antworten, aber mit umso mehr Anregungen und vor allem einem ungewöhnlichen Blick auf uns selber.”

In ihrer Buchvorstellung “Bilderrausch” der Schnitzler-Adaption “Die Traumnovelle” von Jakob Hinrichs (Edition BĂŒchergilde) bemerkt Zita Bereuter auf fm4.orf.at, dass man den Comic ohne die Vorlage zu kennen, nicht ganz verstehen wĂŒrde. Praktischerweise findet sich der Originaltext ebenfalls im Buch.

AusfĂŒhrlich stellt Erik Wenk auf tagesspiegel.de die zwei bei Reprodukt erschienenden BĂ€nde “Berichte aus der Ukraine (Erinnerungen an die Zeit der UDSSR)” und “Berichte aus Russland (Der vergessene Krieg im Kaukasus)” von Igort vor. Sein ResumĂ©e: “grafisch beeindruckende und inhaltlich bestĂŒrzend”, wie er in “Ein postsowjetischer ArchĂ€ologe” schreibt.

An gleicher Stelle stellt Christian Endres “Atar Gull oder das Schicksal eines vorbildlichen Sklaven” von Fabien Nury und BrĂŒno (avant-verlag) vor, dem er attestiert, “mit prĂ€gnanten Dialogen, hĂŒbschen Zeichnungen, abwechslungsreichen Seitenaufteilungen und immens stimmungsvollen Farben” zu zeigen, dass der grĂ¶ĂŸte Feind des Menschen immer noch der Mensch selbst ist: “Der Preis der Rache”.

Bereits am 19. Dezember starb der japanische Comic-Autor Keiji Nakazawa, dessen “Barfuß durch Hiroshima” auf deutsch bei Carlsen erschienen ist. Nachrufe finden sich unter anderem von Stefan Pannor auf Spiegel Online (“Zeichnen, um zu ĂŒberleben”) und von Lars von Törne auf tagesspiegel.de (“Keiji Nakazawa 1939-2012″).

“Selbst mit den TĂ€tern hatte sie Mitleid”

Montag, den 26. November 2012

Am vergangenen Samstag besprach Christoph Haas in der tageszeitung “Berichte aus Russland” von Igort (Reprodukt), in dem der italienische Autor unter anderem der ermordeten Journalistin Anna Politkowskaja nachspĂŒrt. Haas stellt darin auch die QualitĂ€t journalistischer Comics heraus, die sich oft durch eine IntensitĂ€t auszeichnen, die in der tĂ€glichen Bilderflut abhanden kommt.

Besonders der Comic Igorts ist fĂŒr Haas dafĂŒr ein gutes Beispiel, gelinge es ihm doch zum Beispiel auch durch seine bedachte Art der Darstellung, den Opfern WĂŒrde zurĂŒck zu geben. Zum Artikel gelangt man hier: “Selbst mit den TĂ€tern hatte sie Mitleid”.

“Berichte aus Russland” von Igort

Dienstag, den 23. Oktober 2012

Mit “Berichte aus Russland [Der vergessene Krieg im Kaukasus]“ erscheint Ende des Monats nach “Berichte aus der Ukraine [Erinnerungen an die Zeit der UdSSR]“ ein zweiter Band mit Reiseaufzeichnungen des italienischen Zeichners Igort im Berliner Verlag Reprodukt.

Anderthalb Jahre hat Igort zwischen 2008 und 2009 die Ukraine, Russland und Sibirien bereist. Seine Dokumentation verbindet Comics, Illustrationen und Texte virtuos zu einem sehr persönlichen und dennoch authentischen PortrÀt der ehemaligen Sowjetunion.

In seinen Reiseaufzeichnungen verhandelt Igort sowohl die Vergangenheit wie die Gegenwart Russlands, sucht den Krieg in Tschetschenien ebenso zu ergrĂŒnden, wie er den Blick zurĂŒck auf die stalinistischen Gulags richtet. Im Zentrum seiner “Berichte aus Russland” steht jedoch die Journalistin Anna Politkowskaja: ErschĂŒttert von ihrer Ermordung 2006 begibt Igort sich vor Ort auf ihre Spuren.

“Gerade in ihrer radikal individuellen Sichtweise ĂŒberzeugt die Oral History eines leidgeprĂŒften Landes.” – Jens MĂŒhling, Der Tagesspiegel

Igort, geboren 1958 in Cagliari, Italien, avancierte Anfang der 1980er-Jahre zu einem der wichtigsten Vertreter der KĂŒnstlergruppe Valvoline und arbeitete in der Folge als einer der ersten europĂ€ischen Comicautoren fĂŒr japanische Verlage. Sein Buch “5 ist die perfekte Zahl” (in deutscher Sprache im avant-verlag erschienen) wurde 2003 auf der Frankfurter Buchmesse als “Comic des Jahres” ausgezeichnet.

Berichte aus Russland, ISBN 978-3-943143-37-9, 176 Seiten, farbig, 17 x 24 cm, Klappenbroschur, 24 EUR, erscheint im Oktober bei Reprodukt