Graphic Novels
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Archiv des Tags ‘Birgit Weyhe’

“Im Himmel ist Jahrmarkt” – Buchrelease in Hamburg

Freitag, den 13. September 2013

Der neue Band “Im Himmel ist Jahrmarkt” von Birgit Weyhe (avant-verlag) ist bereits im Handel erhĂ€ltlich, nun wird es in Hamburg dazu auch eine Release-Feier geben. Am kommenden Donnerstag, den 26. September, wird Weyhe im Comic-Shop Strips & Stories den Band vorstellen, ĂŒber HintergrĂŒnde berichten und ihre Arbeitsweise vorstellen. Im Anschluss wird es die Möglichkeit geben, sich BĂŒcher signieren zu lassen.

Als ihr Vater stirbt, stellt sich Birgit Weyhe plötzlich zum ersten Mal die Frage nach ihrer Familiengeschichte. Ein paar Anekdoten und viel Schweigen. Als ihre Tochter als Hausaufgabe einen Stammbaum zeichnen soll, zeigt sich das ganze Ausmaß ihres Unwissens – selbst die Großeltern sind nur noch blasse Schemen.
Die Autorin begibt sich auf Spurensuche, doch die Recherche bei den wenigen noch lebenden Verwandten wirft neue Fragen auf.

Die Veranstaltung findet in Kooperation mit dem Reeperbahn-Festival statt und beginnt um 19 Uhr.

Strips & Stories, Seilerstraße 40, D-20349 Hamburg
email: info@strips-stories.de, www.strips-stories.de

Graphic Novels bei der Langen Buchnacht in Berlin

Samstag, den 1. Juni 2013

Am Samstag, dem 8. Juni, findet in Berlin-Kreuzberg die 15. Lange Buchnacht statt. Wie immer stehen bei einem Teil der weit ĂŒber 100 Lesungen und weiterer Buchevents Comics im Mittelpunkt. Neben Kindercomic-PrĂ€sentationen von Reprodukt und einer Projektions-Zeichenaktion stehen auch Graphic Novels und ihre Macher im Mittelpunkt:

19.00 Uhr, SO 36, Oranienstr. 190: Zeina Abirached und Paula Bulling – Autobiographische Graphic Novels zu politischen und zeitgeschichtlichen Themen

Die Comiczeichnerinnen Zeina Abirached und Paula Bulling diskutieren Darstellung und Thematisierung von Politik und Zeitgeschichte aus ganz unterschiedlichen Perspektiven ihrer autobiographischen Graphic Novels: Erinnerung an eine Kindheit wĂ€hrend des libanesischen BĂŒrgerkriegs in “Das Spiel der Schwalben” und die Dokumentation der Situation von Asylbewerbern in Deutschland in “Im Land der FrĂŒhaufsteher” (beide avant-verlag).

21.00 Uhr, Modern Graphics, Oranienstr. 22: Graphic Novel PrĂ€sentation mit Bild – Birgit Weyhe: “Im Himmel ist Jahrmarkt”

Birgit Weyhe erzĂ€hlt in ihrer brandneuen Graphic Novel “Im Himmel ist Jahrmarkt” (avant-verlag) die persönlichen Lebenswege ihrer Großeltern und ihres Großonkels Ititi vor dem Hintergrund der deutschen Geschichte. Zur BuchprĂ€sentation lĂ€sst uns Birgit Weyhe hinter die Kulissen schauen: mit dem Familienalbum und Anekdoten unter dem Arm schickt sie uns auf die Spuren ihrer Familie und erzĂ€hlt wie das Buch entstanden ist.

Über die Comic-Veranstaltungen im Rahmen der Langen Buchnacht informiert im Detail die Website des Comicshops Modern Graphics.

Lange Buchnacht, Oranienstraße, 10999 Berlin-Kreuzberg
www.lange-buchnacht.de

Neue Graphic Novels im avant-verlag

Samstag, den 25. Mai 2013

Drei neue Graphic Novels erscheinen dieser Tage im avant-verlag. Alle drei AutorInnen werden auf dem Comicfestival in MĂŒnchen prĂ€sent sein.

“Im Himmel ist Jahrmarkt” von Birgit Weyhe

Als ihr Vater stirbt, stellt sich Birgit Weyhe plötzlich zum ersten Mal die Frage nach ihrer Familiengeschichte. Ein paar Anekdoten und viel Schweigen. Als ihre Tochter als Hausaufgabe einen Stammbaum zeichnen soll, zeigt sich das ganze Ausmaß ihres Unwissens – selbst die Großeltern sind nur noch blasse Schemen.
Die Autorin begibt sich auf Spurensuche, doch die Recherche bei den wenigen noch lebenden Verwandten wirft neue Fragen auf.
Basierend auf Briefen, GesprĂ€chen und Fotografien erzĂ€hlt Weyhe aus dem Leben ihrer Großeltern. Sie erzĂ€hlt von einer Generation, geboren zu Beginn des 20. Jahrhunderts, deren Biographie von der deutschen Geschichte einen deutlichen Stempel aufgedrĂŒckt bekommen hat.
Langsam enthĂŒllen sich die Lebensgeschichten der emanzipierten Marianne, dem gebrochenen Friedrich Carl und den Eheleuten Herta und Edgar. Wie Puzzleteile fĂŒgt die Autorin ihr Wissen ĂŒber die Vorfahren zusammen und entdeckt dabei persönliche Dramen um heimliche Abtreibung, unterdrĂŒckte HomosexualitĂ€t, Verrat und Schuld.

Im Himmel ist Jahrmarkt, ISBN 978-3-939080-81-7, 280 Seiten, schwarzweiß, Softcover, EUR (D) 22,–

“Kurt Schwitters: Jetzt nenne ich mich selbst Merz. HERR MERZ” von Lars Fiske

Kurt Schwitters (1887 – 1948) begann 1919 seine eigene dadaistische Kunstrichtung Merz in seiner Heimatstadt Hannover zu etablieren und wurde zu einem der wichtigsten Pioniere des Modernismus. Nach der MachtĂŒbernahme der Nationalsozialisten wurde seine Kunst als entartet betrachtet und Schwitters sah sich gezwungen ins Exil nach Norwegen zu gehen …
Trotzdem, oder gerade deswegen, ist ein Werk voller Humor entstanden – eine Biografie, gleichermassen eine Hommage an den großen Dadaisten. rakete rinnzekete …

Kurt Schwitters: Jetzt nenne ich mich selbst Merz. HERR MERZ, ISBN 978-3-939080-79-4, 112 Seiten, farbig, Hardcover, EUR (D) 29,95

“Munch” von Steffen Kverneland

Steffen Kverneland widmet sich in seiner stattlichen 1,5 kg schweren Biografie mit dem schlichten Titel “Munch” dem norwegischen Maler der zu den bedeutendsten KĂŒnstlern des 19 Jahrhunderts gezĂ€hlt werden muss. Seine Ausstellungen waren von Skandalen begleitet und lösten gar Handgemenge aus.

Seine Tage und NĂ€chte als getriebener Maler in Berlin waren seine wichtigste Schaffensperiode und bieten Stoff fĂŒr Legenden. Steffen Kverneland setzt dem KĂŒnstler und Lebemann Munch ein gezeichnetes Denkmal.

Munch, ISBN 978-3-939080-80-0,  270 Seiten, farbig, Hardcoverm EUR (D) 34,95

Neue Graphic Novels im avant-verlag

Mittwoch, den 23. Januar 2013

Der avant-verlag hat mit seinem FrĂŒhjahrsprogramm eine Reihe neuer Graphic Novels angekĂŒndigt. Dabei sind unter anderem neue BĂŒcher von Manuele Fior (“5000 Kilometer in der Sekunde”) und Marijpol (“Trommefels”), sowie mit “Stieg Larsson – Vor der Millennium-Trilogie” von Guillaume Lebeau & FrĂ©dĂ©ric RĂ©bĂ©na eine Comic-Biografie des bekannten Thrillerautors.

 

“Geschichten aus dem Viertel” von Gabi BeltrĂĄn und BartolomĂ© SeguĂ­
Palma de Mallorca 1980, Jahre vor der Transformation der spanischen Insel in einen der prominentesten Urlaubsorte Europas. Im chinesischen Viertel Palmas, Barrio Chino, versammeln sich die Underdogs der spanischen Gesellschaft, jede Straßenecke hat eine Geschichte zu erzĂ€hlen. Gabi BeltrĂĄn erzĂ€hlt in „Geschichten aus dem Viertel“ die seine. Mit kaum mehr als vierzehn Jahren fühlt Gabi sich schon alt. „Die Jungs in meinem Viertel leben schneller“, sagt er. Mit seinen Freunden BenjamĂ­n, Arnaud, Falen, Ramos und anderen wandert er nachts durch die Gassen seiner kleinen Welt und versucht, sie zu verstehen – und verstanden zu werden. Die ersten sexuellen Erfahrungen machen die Halbstarken im Bordell – eine organisatorische Herausforderung, weil die HĂ€lfte der Mütter aus dem Freundeskreis anschaffen geht. Mit Einbrüchen und DrogengeschĂ€ften halten die Jungs sich über Wasser und von zu Hause fern. Und immer wieder versuchen sie auszubrechen und hoffen auf ein besseres Leben jenseits des endlosen Meeres, das für die Freunde ProjektionsflĂ€che und zugleich eine unüberwindliche Barriere ist, die sie in ihrem Leben, in ihrem Viertel gefangen hĂ€lt.

„Geschichten aus dem Viertel“ ist eine kleine Sensation, bewegend und einfühlsam erzĂ€hlt. In kurzen, ineinander verwobenen ErzĂ€hlungen sammeln BeltrĂĄn und der Zeichner SeguĂ­ Erinnerungen, traurige wie glückliche, an ein Palma, an das sich heute nur noch wenige erinnern werden.

Geschichten aus dem Viertel, ISBN 978-3-939080-76-3, 152 Seiten, farbig, Softcover EUR (D) 19,95, erscheint im Februar

“Das Spiel der Schwalben” von Zeina Abirached

Ein Tag wie jeder andere im Beirut des Jahres 1987. Die libanesische Hauptstadt ist von einem Bürgerkrieg zerrissen, der seit Jahren tobt und noch Jahre andauern wird. Eine Demarkationslinie, die „Green Line“, trennt den christlichen Westen und den muslimischen Osten. Scharfschützen, MilitĂ€rpatrouillen und Straßensperren machen aus Beirut ein Labyrinth, in dem kurze Wege sich Stunden hinziehen können. Die Menschen, die nicht über die Landesgrenzen in benachbarte Staaten geflohen sind, richten sich und ihren Alltag auf Krieg und Belagerung aus. 1987 ist Zeina Abirached sieben Jahre alt, ein Kind des Krieges. Sie wohnt mit ihrer Familie in der „Rue Youssef Semaani“, direkt am Rand der Demarkationslinie. Ihre Wohnung, die wĂ€hrend der Bombardierungen als Zufluchtsort für die Nachbarn dient, hat sich im Laufe der Jahre auf wenige Quadratmeter im Eingangsbereich reduziert. Als eines Tages Zeinas Eltern von einem Besuch bei ihrer Großmutter nicht zurückkehren, versammeln sich die Nachbarn in der Wohnung der Abiracheds, um die Kinder mit Geschichten von der Angst um ihre Eltern abzulenken. Sensibel, phantasievoll und bisweilen herzzerreißend komisch erzĂ€hlt die libanesische Künstlerin von einer Kindheit im Bürgerkrieg, vom menschlichen Miteinander in Krisenzeiten und der Konstruktion von Sicherheit und Heimat auf wenigen Quadratmetern.

Zeina Abirached wurde 1981 in Beirut geboren. Mit Anfang 20 zog sie nach Paris, wo sie heute noch lebt und arbeitet. Sie hat eine Reihe autobiografischer Graphic Novels und Kurzcomics veröffentlicht, in denen sie ihrer Kindheit im Libanon und ihrer Familiengeschichte nachspürt. „Das Spiel der Schwalben“ ist ihre erste deutsche Veröffentlichung.

Das Spiel der Schwalben, ISBN 978-3-939080-77-0, 192 Seiten, schwarzweiß, Softcover, EUR (D) 19,95, erscheint im MĂ€rz

“Eremit” von Marijpol

Weit abgeschieden von einer alternden Gesellschaft, in der der Anblick eines Kindes eine Seltenheit ist, lebt ein einsamer Misanthrop im Wald. Mit einem vor Zwiespalt geteilten Kopf ist er auf der Suche nach seinem wahren Kern. Gleichgültig führt er seine Arbeit für ein Bestattungsunternehmen aus, bei dem lebensmüde Senioren letzte Reisen buchen können, die ihren schönsten Tod zum Ziel haben. Durch die Begegnung mit einem wütenden Kind, das auf der Flucht vor seinen Erziehungsberechtigten ist, wird der Eremit in seiner Zurückgezogenheit gestört. Muss er sich am Ende für eine HĂ€lfte seines Kopfes entscheiden?

„Eremit“ ist eine symboltrĂ€chtige, mitunter verstörende ErzĂ€hlung über Zweifel, Tod und Obst.

Eremit, ISBN 978-3-939080-71-8, 150 Seiten, zweifarbig, Softcover, EUR (D) 19,95, erscheint im MĂ€rz

“Das Interview” von Manuele Fior

Italien im Jahr 2048. Raniero ist ein Psychologe in den Fünfzigern, dessen Ehe in Trümmern liegt. WĂ€hrend in seinem Privatleben Sprachlosigkeit herrscht, fühlt er sich in den GesprĂ€chen mit seiner Patientin Dora immer stĂ€rker in deren befremdliche und gleichzeitig faszinierende Gedankenwelt hineingezogen. Dora behauptet, telepathische FĂ€higkeiten zu besitzen und hat nĂ€chtliche Visionen von leuchtenden Dreiecken, die am Himmel erscheinen: Zeichen einer außerirdischen Zivilisation, die die Menschen auf eine große bevorstehende VerĂ€nderung aufmerksam machen sollen.

Das Bild der Zukunft, das Manuele Fior in „Das Interview“ entwirft, ist dystopisch und unscheinbar zugleich. Ferngesteuerte Autos verkehren zwischen streng überwachten urbanen Zentren, die „Nuclear Family“ als Pfeiler der gesellschaftlichen Ordnung ist der einzige erstrebenswerte Lebensentwurf. Dora gehört der „Neuen Vereinigung“ an, einer Bewegung junger Leute, die den alten Werten abgesagt haben und ihr Glück in neuen zwischenmenschlichen Bindungen suchen. Nach anfĂ€nglicher Skepsis fühlt sich Raniero immer mehr zu Dora hingezogen und gleichzeitig werden mehr und mehr Menschen auf die mysteriösen Lichter am Himmel aufmerksam


Nach seinem zarten Liebescomicroman „Fünftausend Kilometer in der Sekunde“ („Bester Comic“ auf dem Comicfestival Angouleme, 2011) überrascht Manuele Fior mit einer psychologisch austarierten und brillant gezeichneten Science-Fiction-Graphic-Novel. Wie die europĂ€ischen Filmemacher Michelangelo Antonioni mit „L‘Eclisse“ oder Jean-Luc Godard mit „Alphaville“ wirft Fior einen Blick in die Zukunft, um gesellschaftliche und private ZĂ€suren und Konflikte der Gegenwart aufzudecken. Manuele Fior gehört zu den meist gefeierten jungen europĂ€ischen Comic-Künstlern. Er wurde in Italien geboren, hat in Norwegen und Deutschland gelebt und arbeitet zur Zeit hauptsĂ€chlich von Paris aus.

Das Interview, ISBN 978-3-939080-78-7, 170 Seiten, schwarzweiß, Softcover, EUR (D) 24,95, erscheint im April

“Im Himmel ist Jahrmarkt” von Birgit Weyhe

Als ihr Vater stirbt, stellt sich Birgit Weyhe plötzlich zum ersten Mal die Frage nach ihrer Familiengeschichte. Ein paar Anekdoten und viel Schweigen. Als ihre Tochter als Hausaufgabe einen Stammbaum zeichnen soll, zeigt sich das ganze Ausmaß ihres Unwissens – selbst die Großeltern sind nur noch blasse Schemen. Die Autorin begibt sich auf Spurensuche, doch die Recherche bei den wenigen noch lebenden Verwandten wirft neue Fragen auf.

Basierend auf Briefen, GesprĂ€chen und Fotografien erzĂ€hlt Weyhe aus dem Leben ihrer Großeltern. Sie erzĂ€hlt von einer Generation, geboren zu Beginn des 20. Jahrhunderts, deren Biografie von der deutschen Geschichte einen deutlichen Stempel aufgedrückt bekommen hat. Langsam enthüllen sich die Lebensgeschichten der emanzipierten Marianne, dem gebrochenen Friedrich Carl und den Eheleuten Herta und Edgar. Wie Puzzleteile fügt die Autorin das fragmentarische Wissen über ihre Vorfahren zusammen und entdeckt dabei persönliche Dramen um heimliche Abtreibung, unterdrückte HomosexualitĂ€t,Verrat und Schuld.

Im Himmel ist Jahrmarkt, ISBN 978-3-939080-81-7, 200 Seiten, schwarzweiß, Softcover, EUR (D) 19,95, erscheint im Mai

“Kurt Schwitters – Von nun an nenne ich mich Herr Merz” von Lars Fiske

Kurt Schwitters (1887-1948), der als Maler, Dichter und Werbegrafiker in zahlreichen Kunstformen aktiv war, ist ein Pionier der Moderne. Mit dem Lautgedicht „Ursonate“ schockierte er Bourgeoisie und Dadaisten gleichermaßen, mit seinem Gesamtkunstwerk „Merzbau“ war er seiner Zeit weit voraus. Unter dem Kennwort „Merz“ entwickelte Schwitters ein dadaistisches Gesamtweltbild. Den „Merzbau“, eine grottenartige Collage-Skulptur mit Erinnerungsstücken, schuf Schwitters in zwanzigjĂ€hriger Arbeit in seiner Heimatstadt Hannover, im Haus seiner Eltern. Als die Nazis die Macht in Deutschland übernahmen und seine Kunst als „entartet“ verfemt wurde, emigrierte er nach 1937 nach Norwegen, wo er noch zwei weitere Merz-Bauten anfertigte, bevor er 1940 weiter nach England fliehen musste.

Lars Fiske legt den Schwerpunkt seiner ErzĂ€hlung auf die Jahre des Künstlers im norwegischen Exil und nutzt die radikale Skulptur des „Merzbau“ als Grundlage für die ErzĂ€hlstruktur seiner Comic-Biografie. Der norwegische Comic-Künstler Lars Fiske (Jahrgang 1966) studierte Illustration und Grafikdesign in Stockholm und Los Angeles. Er publizierte zahlreiche Comics und Kinderbücher und arbeitet als Illustrator für verschiedene Zeitungen. Gemeinsam mit Steffen Kverneland schuf er die Künstlerbiografie „Olaf G.“, die auf Deutsch ebenfalls im avant-verlag vorliegt.

Kurz Schwitters, ISBN 978-3-939080-79-4, 112 Seiten, vierfarbig, Hardcover, EUR (D) 29,95, erscheint im Juni

“Munch” von Steffen Kverneland

Edvard Munch (1863-1944) ist einer der wichtigsten Maler seiner Zeit. Der Norweger, der zeitweilig auch in Deutschland lebte und arbeitete, bekam bereits zu Lebzeiten Anerkennung für seine Werke und gilt heute als Wegbereiter des Expressionismus. Mit Munch liegt nun seine grafische Biografie vor – ein einzigartiges Projekt, in dem der Comic-Künstler Steffen Kverneland die Geschichte ausschließlich anhand von Zitaten Munchs und seiner Zeitgenossen erzĂ€hlt. Kverneland zeichnet ein liebenswertes und überaus heiteres Portrait des großen Malers als auch der ihn umgebenden skandinavischen BohĂšme des spĂ€ten 19. Jahrhunderts. Ein großer Spaß – nicht nur für Historiker und Kunstliebhaber!
Das erste Kapitel dieses Buches wurde von der Norwegischen Nationalgalerie für die Sammlung gekauft. Steffen Kverneland (Jahrgang 1963) zĂ€hlt zu den herausragenden norwegischen Comic-Autoren. Im avant-verlag erschien bereits seine preisgekrönte Olaf-Gulbransson- iografie „Olaf G.“, die in Zusammenarbeit mit Lars Fiske entstand.

Munch, ISBN 978-3-939080-80-0, 270 Seiten, vierfarbig, Hardcover, EUR (D) 29,95, erscheint im Juni

“Luchadoras” von Peggy Adam
Alma lebt mit ihrem gewalttĂ€tigen Ehemann Romel in der nordmexikanischen Millionenstadt Ciudad JuĂĄrez. Romel ist Mitglied einer lokalen Gang – den „Los Rebeldes“. Er ist eifersüchtig und gewalttĂ€tig und scheut auch nicht davor zurück, Alma zu verprügeln, sobald sie mit anderen MĂ€nnern spricht. Doch Alma ist eine starke Frau, die sich nicht einschüchtern lĂ€sst. Durch die Beziehung mit dem jungen Touristen Jean bietet sich ihr plötzlich die Möglichkeit, ein neues Leben anzufangen. Ciudad JuĂĄrez dürfte die bekannteste mexikanische Stadt weltweit sein. Seit dem Ausbruch des Drogenkriegs im Jahr 2007 hĂ€lt die Großstadt an der mexikanisch-US-amerikanischen Grenze die Spitzenposition in der Verbrechensstatistik. Durchschnittlich sieben Menschen werden dort tĂ€glich ermordet. Aber schon lange vor dem Ausbruch des Drogenkriegs hat Ciudad JuĂĄrez weltweit für Schlagzeilen gesorgt – als Schauplatz einer bestürzenden Serie von Frauenmorden und Entführungen. Zwischen 1993 und 2005 wurden um die 350 MĂ€dchen und Frauen im Alter von 12 bis 25 Jahren verschleppt, missbraucht und getötet, 400 gelten noch als vermisst. Zahlreiche Morde sind bis heute ungeklĂ€rt.

Die Graphic Novel „Luchadoras“ ist eine fiktive, aber an Tatsachen angelehnte ErzĂ€hlung über das Leben von Frauen in einer Stadt, die zum weltweiten Symbol von misogyner Gewalt und einer von Desinteresse und Korruption geprĂ€gten Justiz geworden ist. Ein beeindruckendes und aufrüttelndes PlĂ€doyer, das wie Roberto Bolanos Jahrhundertroman „2666“ den Femizid in Nordmexiko thematisiert. Peggy Adam ist eine französische Comic-Künstlerin und Illustratorin. Ihre Zeichnungen erscheinen u.a. in Le Monde, LibĂ©ration und Femme Actuelle. Mit „Luchadoras“ legt der avant-verlag das erste Buch der viel gepriesen Künstlerin auf Deutsch vor.

Luchadoras, ISBN 978-3-939080-83-1, 96 Seiten, schwarzweiß, Softcover, EUR (D) 17,95, erscheint im Juli

“Stieg Larsson – Vor der Millennium-Trilogie” von Guillaume Lebeau & FrĂ©dĂ©ric RĂ©bĂ©na

Mit der „Millennium“-Trilogie wurde der schwedische Journalist und Schriftsteller Stieg Larsson zu einem der meist gelesenen und erfolgreichsten Autoren Europas. Den Erfolg seiner drei Romane, die nur die ersten von zehn geplanten BĂ€nden sein sollten, erlebte der Vielschreiber und politische Kommentator nicht mehr – Larsson starb 2004 an den Folgen eines Herzinfarkts. „Verblendung“, „Verdammnis“ und „Vergebung“ wurden posthum veröffentlicht.

Der Filmemacher und Larsson-Experte Guillaume Lebeau erzĂ€hlt zusammen mit Zeichner RĂ©bĂ©na aus dem kurzen Leben des getriebenen Autors, dessen politisches und journalistisches VermĂ€chtnis im Hype um seine Erfolgsbücher oftmals zu kurz kommt. In drei Momentaufnahmen zeigen Lebeau und RĂ©bĂ©na, welche Ereignisse und Menschen die politische und künstlerische Laufbahn Larssons geprĂ€gt haben: So erweckt ein verschneiter Wintertag in den WĂ€ldern von Nordschweden den Gerechtigkeitssinn des vierzehnjĂ€hrigen Larsson, in den spĂ€ten 1970ern verbringt er ein Jahr mit der Guerilla in Eritrea und schließlich veranlasst ihn ein blutiger Bombenanschlag von Neo-Nazis im Schweden der 1980er zu der Gründung der Expo-Stiftung und des gleichnamigen antifaschistischen Magazins, welches Pate stand für die Zeitschrift „Millennium“, für die seine Romanfigur Mikael Blomkvist arbeitet. Weniger eine Comic-Biografie als eine gezeichnete Verbeugung vor dem Leben und Wirken des schwedischen Autors, mit einem ausführlichen Anhang, der in die Veröffentlichungsgeschichte Larssons in Deutschland einführt.

Stieg Larsson – Vor der Millennium-Trilogie, ISBN 978-3-939080-82-4, 64 Seiten, teilweise farbig, Softcover, EUR (D) 14,95 Euro, erscheint im Juli

“Reigen” fĂŒr “Prix Artemisia” nominiert

Samstag, den 8. Dezember 2012

Mit dem “Prix Artemisia” wird einmal im Jahr ein Comic ausgezeichnet, der von einer oder mehreren Frauen stammt. In der Jury sitzen sowohl Comic-Autorinnen und Journalisten wie auch Herausgeber, Bibliotheksmitarbeiter und ein Professor fĂŒr Geschichte. Mit dem “Prix Artemisia” wurde 2011 Ulli Lust fĂŒr ihr auch in Frankreich erschienenes “Heute ist der letzte Tag vom Rest deines Lebens” (dt: avant-verlag) ausgezeichnet.

Nun wurden die Nominierungen fĂŒr den Preis 2013 bekannt gegeben, der in der ersten JanuarhĂ€lfte vergeben wird. Unter den ausgelobten Titeln befindet sich auch die französische Ausgabe von Birgit Weyhes “Reigen” (dt: avant-verlag), die beim Verlag Cambourakis unter dem Titel “La Ronde” erschienen ist.

“Osmose” – neuer Comic-Blog des Goethe-Instituts

Dienstag, den 23. Oktober 2012

KĂŒrzlich startete mit “Osmose” ein weiteres Comicprojekt des Goethe-Instituts. In diesem Fall ist es die Dependance im Porto Alegre, die drei Comic-AutorInnen eingeladen hat, nach Brasilien zu kommen, um darĂŒber in illustrierten TagebucheintrĂ€gen, Fotoreportagen und kurzen Comics zu berichten. So verweilte bereits im August Birgit Weyhe (“Reigen”, avant-verlag) in SĂŁo Paulo, derzeit befinden sich Aisha Franz (“Brigitte und der Perlenhort”) in Salvador sowie Mawil (“Action Sorgenkind”, beide Reprodukt) in Porto Alegre und posten ihre Erlebnisse in unterhaltsamen BeitrĂ€gen auf dem Osmose-Blog.

Dort finden sich auch BeitrĂ€ge brasilianischer Comic-AutorInnen, die nach Deutschland eingeladen wurden: JoĂŁo Montanaro (MĂŒnchen), Paula Mastroberti (Berlin) sowie Amaral (Hamburg). Deren Besuche liegen bereits etwas zurĂŒck, daher aktualisieren derzeit im Wesentlichen Aisha Franz und Mawil den Osmose-Blog.

Comicfestival Hamburg

Mittwoch, den 26. September 2012

Am kommenden Wochenende findet an verschiedenen Orten auf St. Pauli das diesjĂ€hrige Comicfestival Hamburg statt. Mit Ausstellungen, VortrĂ€gen, einer Börse und natĂŒrlich einer Party wird dem interessierten Publikum ein vielfĂ€ltiges Programm geboten.

Ausstellungen widmen sich der Amerikanerin Gabrielle Bell, dem Briten Tom Gauld, dem Finnen Marko Turunen, Nicolas Mahler (“Kunsttheorie versus Frau Goldgruber”, Reprodukt) aus Wien, Birgit Weyhe (“Reigen”) und Marijpol (“Trommelfels”, beide avant-verlag)sowie dem Zeichnerkollektiv “Milch und Kohle”. Alle KĂŒnstlerinnen und KĂŒnstler – außer Nicolas Mahler – werden auf dem Festival zugegen sein. Mit “Goliath” ist von Tom Gauld kĂŒrzlich ein erster Band auf Deutsch bei Reprodukt erschienen, “Der Tod klebt an den Fersen” von Marko Turunen erschien beim Mami Verlag und ist ebenfalls auf dem Festival erhĂ€ltlich. DarĂŒber hinaus prĂ€sentieren sich in zwölf Satellitenausstellungen weitere KĂŒnstlerinnen und KĂŒnstler, Kollektive, Magazine und Hochschulen.

Zentrale Anlaufstelle wird die Börse im Kölibri/GWA sein, wo an vielen StĂ€nden Verlage wie avant-verlag, Edition Moderne, Reprodukt, Ventil Verlag und der Mami Verlag sowie Hochschulen und KĂŒnstlerkollektive ihre BĂŒcher, Hefte und Drucke anbieten werden. Hier wird es auch ein Cafe geben.

In VortrĂ€gen und GesprĂ€chen prĂ€sentieren sich am Samstag und Sonntag der Ventil Verlag, werden Tom Gauld, Gabrielle Bell sowie die Comicserie “Love and Rockets” vorgestellt und Aisha Franz liest aus “Brigitte und der Perlenhort” (Reprodukt).

Über das Festival berichtet heute vorab Thomas Andre im Hamburger Abendblatt: “Comic-Festival zeigt Geschichten zum Anschauen”.

Informationen zum Festival, Infos zu allen Zeiten und Adressen finden sich auf der Festivalwebsite

Kölibri / GWA St. Pauli e.V., Hein-Köllisch-Platz 11 + 12, D-20359 Hamburg
www.comicfestivalhamburg.de

“Ächz, schuft, schwitz, grĂŒbel”

Freitag, den 17. August 2012

In der gestern veröffentlichten Ausgabe der Wochenzeitung Die Zeit findet sich ein Artikel von Leonie Achtnich, in dem der Beruf Comiczeichner vorgestellt wird. Zu Wort kommen KĂŒnstler wie Flix (“Don Quijote”, nach Miguel de Cervantes, Carlsen), Birgit Weyhe (“Reigen”) und Simon Schwartz (“Packeis”, beide avant-verlag), Dirk Rehm von Reprodukt, sowie die Professoren Dietrich GrĂŒnewald und Hendrik Dorgathen. Auch wenn sich in den letzten Jahren viel getan habe, so wird in “Ächz, schuft, schwitz, grĂŒbel” resĂŒmiert, bleibe es doch ein Job fĂŒr “leidensfĂ€hige ÜberzeugungstĂ€ter”.

Illustriert wird der Beitrag von einem Kurzcomic von Simon Schwartz.

“Comics blicken auf die Literaturklassiker”

Montag, den 30. Juli 2012

Am vergangenen Samstag strahlte der Deutschlandfunk ein halbstĂŒndiges Feature ĂŒber Literaturadaptionen im Comic aus. Redakteurin Angela Gutzeit lĂ€sst dabei Experten wie den Comic-Journalisten Klaus Schikowski, AutorInnen wie Flix, Birgit Weyhe und Nicolas Mahler sowie Verlagsmitarbeiterin  Jutta Harms von Reprodukt zu Wort kommen und stellt darĂŒber hinaus aktuelle Veröffentlichungen vor, darunter “Reigen” von Birgit Weyhe (nach Arthur Schnitzler, avant-verlag), “Auf der Suche nach der verlorenen Zeit” von Stephane Heuet (nach Marcel Proust, Knesebeck), “Alte Meister” von Nicolas Mahler (nach Thomas Bernhard, Suhrkamp) und “Don Quijote” von Flix (nach Miguel de Cervantes, Carlsen).

Der Beitrag “Comics blicken auf Literaturklassiker” kann hier nachgelesen werden. Der Beitrag befindet sich auch in der dradio-Mediathek und kann hier als MP3-Datei nachgehört werden.

“Die Kette des Lebens”

Freitag, den 23. MĂ€rz 2012

Auf tagesspiegel.de stellt Lars von Törne heute das seiner Meinung nach “meisterhafte” “Reigen” von Birgit Weyhe (avant-verlag) vor.

Die Kette des Lebens

FĂŒr jedes Schicksal ein eigener Strich: Die Zeichnerin Birgit Weyhe fĂŒhrt in „Reigen“ mit klug konstruierten Episoden durch das 20. Jahrhundert.

Zehn Lebensgeschichten, wie an einer Perlenkette aufgereiht, zusammengehalten von der Schilderung des Wegs einer  Taufkette, die ĂŒber ein Jahrhundert hinweg von Hand und zu Hand geht: Birgit Weyhes „Reigen“ ist eine klug konstruierte und zeichnerisch sensibel umgesetzte ErzĂ€hlung, die die bislang nur Insidern bekannte Hamburger Illustratorin und Comicautorin endlich auch einem grĂ¶ĂŸeren Publikum bekannt machen dĂŒrfte. mehr

Buch-Trailer zu “Reigen”

Dienstag, den 31. Januar 2012

Zu Birgit Weyhes Graphic Novel “Reigen” (avant-verlag) gibt es nun auch einen Video-Trailer, der sich online auf YouTube ansehen lĂ€sst – oder direkt oben.

“Reigen” und “Der Staub der Ahnen” in Frankreich

Samstag, den 21. Januar 2012

Zwei weitere Graphic Novels aus Deutschland haben ihren Weg nach Frankreich gefunden: “Reigen” von Birgit Weyhe wird in KĂŒrze bei Editions Cambourakis erscheinen, ein genauer Termin steht noch nicht fest. Passend zum Comicfestival in AngoulĂȘme, das am nĂ€chsten Donnerstag beginnen wird, legt Editions de L’An 2 die französische Ausgabe von Felix Pestemers soeben erst auf Deutsch erschienenem “Der Staub der Ahnen” vor. Beide BĂ€nde sind in Deutschland beim Berliner avant-verlag erschienen.

Zur Veröffentlichung in Frankreich wird es in AngoulĂȘme eine Ausstellung zu “Der Staub der Ahnen” geben. Im Archives DĂ©partementales werden viele großformatige Originalzeichnungen, Skizzen fĂŒr das Storyboard und eine Dokumentation des umfangreichen Quellenmaterials zu sehen sein.

Die Ausstellung ist vom 26. Januar bis 2. Februar tĂ€glich von 9 bis 17 Uhr geöffnet, die Vernissage findet am 26. Januar um 17.30 Uhr statt. Der Autor Felix Pestemer wird bei der Ausstellungseröffnung und auf dem Comicfestival anwesend sein. Bis zum 29. Januar wird Felix Pestemer abwechselnd im Espace Nouveau Monde (Messestand von Actes Sud / Editions de L’An 2) und in der Ausstellung BĂŒcher signieren. Genaue Termine und weitere Details finden sich auf der Website von Felix Pestemer.

Archives dĂ©partementales de la Charente, 24, avenue Gambetta, F-16000 AngoulĂȘme, Frankreich

Anke Feuchtenberger, Birgit Weyhe und Jul Gordon signieren in Berlin

Montag, den 16. Januar 2012

Am Samstag, dem 11. Februar werden drei Zeichnerinnen des Mami Verlags in Berlin fĂŒr eine Signierstunde erwartet: In der Comichandlung Grober Unfug in Berlin-Mitte verschönern dann Anke Feuchtenberger, Birgit Weyhe und Jul Gordon BĂŒcher mit Zeichnungen und signaturen.

Neben den im Mami Verlag erschienen BĂŒchern sind von den Autorinnen noch weitere BĂ€nde, u.a. im avant-verlag (Birgit Weyhe: “Reigen”), der Edition Moderne (Anke Feuchtenberger: “Hero und Leander”) und bei Reprodukt (Katrin de Vries / Anke Feuchtenberger: “Die Hure H wirft den Handschuh”; Jul Gordon in “Orang” 9) erschienen.

Die Veranstaltung wird um 14 Uhr beginnen. Weitere Informationen finden sich auf dem Blog des Groben Unfugs.

Grober Unfug,Torstraße 75, D-10119 Berlin-Mitte
Tel. (030) 281 7331, Fax (030) 2838 4130
www.groberunfug.de, info@groberunfug.de
Öffnungszeiten: Mo- Mi 11-19 Uhr, Do-Fr 11-20 Uhr und Sa 11-18 Uhr

“Reigen” von Birgit Weyhe

Freitag, den 18. November 2011

DemnĂ€chst erscheint mit “Reigen” das DebĂŒt der Hamburger Zeichnerin Birgit Weyhe im avant-verlag.

Durch die Weitergabe einer goldenen Taufkette werden im Laufe eines Jahrhunderts die Schicksale von zehn Menschen miteinander verknĂŒpft. Sie begegenen sich paarweise und so entsteht eine Art Reigen – ein Tanz, den auch Arthur Schnitzler als Strukturprinzip fĂŒr sein gleichnamiges BĂŒhnenstĂŒck wĂ€hlte. In Birgit Weyhes Reigen fĂŒhrt die ErzĂ€hlung von Kanada ĂŒber Belgien, Frankreich und Deutschland bis nach Kenia. Ob im SchĂŒtzengraben des Ersten Weltkriegs, unter nationalsozialistischer Besatzung oder im kenianischen Demokratisierungsprozess, jede der Personen verknĂŒpft andere SehnsĂŒchte, Hoffnungen oder Erinnerungen mit der goldenen Kette. Sie wird zum verklĂ€rten Talisman, zum Diebesgut, zum Tauschobjekt und zum materiellen HoffnungstrĂ€ger.

Birgit Weyhe wurde 1969 in MĂŒnchen geboren. Sie verbrachte ihre Kindheit und Jugend in Ostafrika und kehrte im Anschluß an ihr Abitur nach Europa zurĂŒck. Sie schloß 1997 ihr Studium in Germanistik und Geschichte ab und wandte sich der Kunst zu. 2002 begann sie mit dem Studium der Illustration an der HAW Hamburg, wo sie 2009 ihr Diplom erhielt. Seitdem sind zahlreiche BeitrĂ€ge von ihr in Anthologien wie zum Beispiel “Ich/I/Je/Io” erschienen. Auf dem NextComic Festival in Linz wurde sie 2009 fĂŒr ihren Beitrag zum Thema „Zukunft Europa“ mit einem 1. Preis ausgezeichnet. Aber auch das Fumetto Festival in Luzern schĂ€tzt die Arbeiten der Wahlhamburgerin, dort wurde sie im Wettbewerb 2007 mit einem 2. Platz geehrt.

Reigen, ISBN 978-3-939080-57-2, 192 Seiten, schwarzweiß, Softcover, EUR 19,95, erscheint im November im avant-verlag

Comics bei der “Illustra” in Greifswald

Mittwoch, den 26. Mai 2010

Am Samstag, dem 29. Mai findet in Greifswald das Buchfest “Illustra” statt, bei dem neben Autoren und Kinderbuchautoren auch Illustratoren und Comiczeichner im Mittelpunkt stehen. In den RĂ€umen der Rats- und UniversitĂ€tsbuchhandlung Greifswald samt dem angeschlossenen Hinterhof finden Lesungen, VortrĂ€ge und Workshops fĂŒr Erwachsene und auch fĂŒr Kinder statt.

Eingeladen sind unter anderem die Comic-KĂŒnstlerInnen Birgit Weyhe, Julia Gordon, Anke Feuchtenberger (“Die Hure H wirft den Handschuh”, Reprodukt), Stefano Ricci (“Anita”, mit Gabriela Giandelli) und Simon Schwartz (“drĂŒben!”, beide avant-verlag). Letzterer tritt am Vorabend auch mit seiner Band im “Hoopla for my Moopla” vor Ort auf.

Das Veranstaltungsprogramm lĂ€sst sich auf der Website zur “Illustra” einsehen.

Rats- und UniversitÀtsbuchhandlung Greifswald, Lange Str.77, D-17489 Greifswald
Tel. (03834) 897 891, Fax (03834) 897 314
www.rats-unibuch.de, rats-unibuch.HGW@t-online.de