Graphic Novels
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Archiv des Tags ‘Brigitte und der Perlenhort’

Aisha Franz bei Anagramm, Berlin

Montag, den 4. November 2013

Brigitte_Alien

Am Dienstag, den 12. November um 20 Uhr wird Aisha Franz im Rahmen von “Stadt Land Buch” in der Buchhandlung Anagramm auf dem Mehringdamm 50 in Berlin zu Gast sein und Ihre beiden Bücher “Alien” und “Brigitte und der Perlenhort” vorstellen sowie über die Entstehung ihrer Comics berichten.

Anagramm, Mehringdamm 50, D-10961 Berlin
Tel. (030) 785 95 10
www.anagramm-buch.de, www.berlinerbuchhandel.de
Eintritt: 5 EUR, ermäßigt 3 EUR

Comic-KĂĽnstler unterwegs

Donnerstag, den 28. Februar 2013

Der Hamburger Comicautor Calle Claus wird am kommenden Samstag auf der Comic Börse Hamburg seinen neuen Band “White Line” (Edition 52) signieren. Die Börse findet im Haus EimsbĂĽttel statt.

Im Rahmen des Projekts Comic-Transfer des Goethe-Instituts reisen derzeit Ulli Lust (“Heute ist der letzte Tag vom Rest deines Lebens”, avant-verlag) und Aisha Franz (“Brigitte und der Perlenhort”, Reprodukt) durch Italien und stellen Zeichnungen und Skizzen auf dem Comic-Transfer-Blog ein.

Bereits im Januar war Paula Bulling (“Im Land der FrĂĽhaufsteher”, avant-verlag) in New York unterwegs und hat dort einige Wochen fĂĽr ihr neues Comic-Projekt recherchiert, das sich mit der Occupy-Bewegung befasssen wird.

Etwas weiter hat es Line Hoven (“Liebe schaut weg”) und Mawil (“Die Band”, beide Reprodukt) verschlagen: Sie werden in den nächsten zwei Wochen in Neuseeland unterwegs sein. Am morgigen Freitag eröffnet in den Räumen der St. Paul St. Gallery die bereits in vielen Goethe-Instituten gezeigte Ausstellung “Comics, Manga & Co.” ĂĽber die deutsche Comic-Szene. Parallel wird dort die Ausstellung “Nga Pakiwaituhi: New Zealand Comics and Graphic Novels” zu sehen sein, ein von Dylan Horrocks (“Hicksville”, Reprodukt) kuratierter Ăśberblick ĂĽber aktuelle Comics aus Neuseeland.

Zur Eröffnung sind Line Hoven und Mawil vor Ort, die in Auckland am 7. bzw. 8. März auch Comic-Workshops geben werden. Am 14. März wird es in der Massey University in Wellington dann noch ein Podiumsgespräch mit den beiden geben, bei dem sie zu sich und ihrem Schaffen befragt werden. Ergänzt wird diese Runde vom neuseeländischen Comic-Autor Mat Tait, die Moderation übernimmt Dr. Tim Bollinger.

Hamburg Haus EimsbĂĽttel, Doormansweg 12, D-20259 Hamburg
Ă–ffnungszeiten: 11-15 Uhr, Eintritt: 4 EUR

ST PAUL St Gallery, 40 St Paul St, Auckland CBD, Neuseeland
www.stpaulst.aut.ac.nz

Massey University, Lecture Theatrette, 10A02, Old Museum Building, Buckle St, Wellington, Neuseeland
www.goethe.de/ins/nz/wel/ver/en10618230v.htm

“Polarforscher und Sexfantasien: Die Comics des Jahres”

Mittwoch, den 19. Dezember 2012

Lina Kokaly vom Kulturradio des RBB hat drei Comics zu den Comics des Jahres gekĂĽrt: “Packeis” von Simon Schwartz (avant-verlag), “Rosalie Blum” von Camille Jourdy sowie “Brigitte und der Perlenhort” von Aisha Franz (beide Reprodukt). Sie resĂĽmiert: “Alle drei sind aber anspruchsvolle Comics fĂĽr Buchliebhaber, die beweisen, dass das Genre blĂĽht.”

Graphic Novels in den Medien – 27. November 2012

Dienstag, den 27. November 2012

Am vergangenen Wochenende befasste sich in Straelen das Europäische Ăśbersetzer-Kollegium im Rahmen eines Workshops mit den Besonderheiten der Comic-Ăśbersetzung. Andrei Klahn war fĂĽr WDR3 vor Ort. Seinen Radiobeitrag kann man hier nachhören: “Boom, Pow, Puff – Wie Comics ins Deutsche ĂĽbertragen werden”.

Im Beitrag kommt auch Andreas Platthaus zu Wort, seines Zeichens Comic-Journalist und -Herausgeber. Auf seinem Blog fĂĽr die Frankfurter Allgemeine Zeitung stellt er Aisha Franz und ihren aktuellen Band “Brigitte und der Perlenhort” (Reprodukt) vor: “SchnĂĽffelei ist Hundesache”. Und so wie im Buch der SpĂĽrsinn der Protagonistin offenbar wird, meint Platthaus ĂĽber die Autorin: “Aisha Franz wiederum hat eine Nase fĂĽr den Comic, um die sie jeder SchnĂĽffler beneiden mĂĽsste.”

“Schwule Comicstrips” standen im Mittelpunkt einer Redaktionskonferenz auf dradio Wissen. Anlass ist die Veröffentlichung von “Stripped – A Story Of Gay Comics” von Markus Pfalzgraf (Bruno GmĂĽnder). Zu Gast im Studio war Ralf König, zugeschaltet wurde der Autor Thilo Krapp (“Damian & Alexander”, Epsilon).

Der vielseitige Comic-Autor Jeff Lemire steht im Mittelpunkt des Artikels von Christian Endres auf tagesspiegel.de. Von seinem Arbeiten als Autor von Superhelden-Geschichten bis zu seinen eigenen Graphic Novels wie der “Essex County-Trilogie” (Edition 52) befasst sich Endres mit der gesamten Bandbreite Lemires Schaffens: “Tauchgang mit Geistern”.

“Osmose” – neuer Comic-Blog des Goethe-Instituts

Dienstag, den 23. Oktober 2012

KĂĽrzlich startete mit “Osmose” ein weiteres Comicprojekt des Goethe-Instituts. In diesem Fall ist es die Dependance im Porto Alegre, die drei Comic-AutorInnen eingeladen hat, nach Brasilien zu kommen, um darĂĽber in illustrierten Tagebucheinträgen, Fotoreportagen und kurzen Comics zu berichten. So verweilte bereits im August Birgit Weyhe (“Reigen”, avant-verlag) in SĂŁo Paulo, derzeit befinden sich Aisha Franz (“Brigitte und der Perlenhort”) in Salvador sowie Mawil (“Action Sorgenkind”, beide Reprodukt) in Porto Alegre und posten ihre Erlebnisse in unterhaltsamen Beiträgen auf dem Osmose-Blog.

Dort finden sich auch Beiträge brasilianischer Comic-AutorInnen, die nach Deutschland eingeladen wurden: João Montanaro (München), Paula Mastroberti (Berlin) sowie Amaral (Hamburg). Deren Besuche liegen bereits etwas zurück, daher aktualisieren derzeit im Wesentlichen Aisha Franz und Mawil den Osmose-Blog.

“Jagd auf die letzte Margarita”

Sonntag, den 29. Juli 2012

FĂĽr die “tageszeitung” vom 28.07. hat Elise Graton das jĂĽngste Buch von Aisha Franz gelesen. “Brigitte und der Perlenhort” (Reprodukt) – einer ungewöhnlichen Agentengeschichte, die die Berliner Comiczeichnerin zunächst in vier selbstverlegten Heften vorgelegt hatte – bescheinigt die “taz”-Rezensentin “munter”, “charmant und witzig” zu sein, und dabei reich an “unerwarteten Anspielungen”.

Der Artikel “Jagd auf die letzte Margarita” berichtet zudem von Aisha Franz’ “Brigitte”-Lesung in der Berliner Buchhandlung Ocelot Anfang Juli.

Aisha Franz liest in Walthers Buchladen, Berlin

Mittwoch, den 13. Juni 2012

Aisha Franz, die mit “Alien” eines der meistbeachteten deutschen Comic-DebĂĽts der vergangenen Jahre vorgelegt hat, erweist sich bei “Brigitte und der Perlenhort” im Spiel mit Genre-Klischees als aufregende Erzählerin. Ăśberzeugen lassen kann man sich davon am Freitag, den 15. Juni ab 20 Uhr in Walthers Buchladen in Berlin Steglitz. Vor der eigentlichen Lesung gibt es noch eine kurze Reprodukt-Verlagspräsentation von Sebastian Oehler.

Tickets zur Veranstaltung sind ab sofort bei der Buchhandlung zu erhalten.

Walthers Buchladen, BismarckstraĂźe 71, D-12157 Berlin
Tel. (030) 8 55 94 72
email: service@walthers-buchladen.de, www.walthers-buchladen.de
Eintritt: 6 EUR, ermäßigt 3 EUR

“Brigitte und der Perlenhort” von Aisha Franz

Montag, den 14. Mai 2012

Anfang Juni und somit rechtzeitig zum Comic-Salon Erlangen 2012 erscheint bei Reprodukt mit “Brigitte und der Perlenhort” ein neues Buch der Berliner Comiczeichnerin Aisha Franz (“Alien”). “Brigitte und der Perlenhort” ist die Gesamtausgabe einer ursprĂĽnglich selbstverlegten Comic-Serie in vier Teilen, die sämtlich auf der Website von Aisha Franz vorgestellt werden und als Einzelhefte ĂĽber My Own Press zu beziehen sind.

Brigitte hat eine wichtige Mission: Sie soll die “Margarita”, eine sagenumrankte Perlenmuschel von unschätzbarem Wert, vor den gierigen Händen eines Mafia-Bosses bewahren. Fest entschlossen begibt sie sich auf die Jagd, doch ihre Schwäche fĂĽr stĂĽrmische Romanzen erweist sich als gefährliches Hindernis…

Eine abenteuerliche Geschichte ĂĽber Verlust, Rache und das Wunder der Liebe.

Aisha Franz wurde 1984 als Tochter kolumbianisch-chilenischer Einwanderer geboren. Obwohl sie eigentlich Eiskunstlaufen und Zeichentrickfilme wie Walt Disney machen wollte, studierte sie bei Hendrik Dorgathen an der Kunsthochschule Kassel Illustration und Comic. 2011 erschien ihr erster Comic “Alien” bei Reprodukt und wurde bereits als “Petite Terrienne” (Editions çà et lĂ ) ins Französische ĂĽbersetzt.

Ansonsten veröffentlicht Aisha Franz ihre gezeichneten Geschichten in Anthologien wie “Orang”, “Kuti Kuti” und “Strapazin” und ist leidenschaftliche Selbstverlegerin. Zusammen mit ihren sechs Zeichner-Kollegen des Selbstverleger-Kollektivs The Treasure Fleet und vielen bunten Mini-Comics im Gepäck bereist sie die verschiedensten Comic-Festivals.

Brigitte und der Perlenhort, ISBN 978-3-943143-13-3, einfarbig, 21 x 16 cm, Klappenbroschur, 16 EUR, erscheint im Juni 2012 bei Reprodukt

“Berlins Comiczeichner bringen ernste Stoffe zu Papier”

Sonntag, den 13. Mai 2012

FĂĽr die gestrige “Berliner Morgenpost” hat sich Redakteurin Christine Eichelmann anlässlich des Gratis Comic Tags in der Berliner Comic-Szene umgesehen und unter anderem mit den Comic-KĂĽnstlerInnen Aisha Franz (“Brigitte und der Perlenhort”, Reprodukt), Arne Jysch (“Wave and Smile”, Carlsen) und Paula Bulling (“Im Land der FrĂĽhaufsteher”, avant-verlag) gesprochen.

Die Berliner Comic-Community ist “ĂĽberschaubar, aber quicklebendig”, die kulturellen Rahmenbedingungen sind vielfältig: “Kleine Galerien stellen Comic-Zeichner aus, Lesungen werden auch in der Welt der Sprechblasen immer populärer.” Christine Eichelmann spart aber auch nicht aus, dass die meisten Akteure der Comic-Szene nicht von ihrer Kunst leben können: “Gerade fĂĽr Freunde des Independent-Comics sei Berlin attraktiv, glaubt Aisha Franz. Vielleicht auch deshalb, weil gĂĽnstige Lebensbedingungen einer Sparte entgegenkommen, in der es viel Leidenschaft, aber kaum echten Broterwerb gibt.” Der komplette Artikel findet sich unter dem folgenden Link: “Berlins Comiczeichner bringen ernste Stoffe zu Papier”

Neue Graphic Novels bei Reprodukt

Mittwoch, den 4. Januar 2012

Der Berliner Verlag Reprodukt hat sein FrĂĽhjahrsprogramm veröffentlicht. Neben Albenreihen, die fortgefĂĽhrt werden, wie “Agrippina” von Claire BretĂ©cher und “Koma” von Pierre Wazem und Frederik Peeters, bilden Graphic Novels einen Schwerpunkt der Veröffentlichungen.

“Die Sputnik-Jahre” von Baru

1957. Während die Menschheit neuerdings Nacht fĂĽr Nacht in den Himmel starrt, um die Metallkugel zu entdecken, die die Russen in den Orbit geschossen haben, gilt Igors Begeisterung wesentlich weltlicheren Dingen: FuĂźball. Indianerspielen. Den Trotteln aus der Unterstadt auf die MĂĽtze hauen. Bis das Weltraumfieber auch den 13-Jährigen und seine Kumpels erfasst: So schwer kann es doch wohl nicht sein, Professor Bienleins Rakete aus “Reiseziel Mond” nachzubauen…

Baru gelingt es mit leichter Hand, die Fünfzigerjahre in einem lothringischen Industriestädtchen aufleben zu lassen. Mitreißend erzählt und ohne jede nostalgische Verklärung.

Die Sputnik-Jahre, ISBN 978-3-941343-10-2, 208 Seiten, farbig, 25,5 x 19 cm, Klappenbroschur, 29 EUR, erscheint im Februar

“Lone Racer” von Nicolas Mahler

Schnelle Autos, schöne Frauen, Geld, Ruhm und Ehre… einst hatte der Lone Racer alles. Heute aber fährt er nur noch hinterher und fristet abseits der Rennstrecke ein monotones Dasein zwischen dem Krankenhausbett seiner Frau und dem Bartresen. Aus dieser Tristesse bleibt ihm letztlich nur ein Ausweg: das Comeback.

Lakonisch erzählt, minimalistisch gezeichnet und wie immer auf dem schmalen Grat zwischen Melancholie und absurder Komik wandelnd, ist “Lone Racer” nach einer stattlichen Reihe von Sammlungen kĂĽrzerer Episoden und Cartoons bei Reprodukt der erste Mahler in Langform.

Lone Racer, ISBN 978-3-941343-14-0, 96 Seiten, zweifarbig, 18,5 x 14,5 cm, Klappenbroschur, 14 EUR, erscheint im Februar

“Mach’s gut, Chunky Rice” von Craig Thompson

Wie unendlich schwer ein Abschied sein kann, wenn der liebste Freund abreist! Als Chunky Rice zu den Kahootney-Inseln aufbricht, bleibt Dandele untröstlich zurück. Chunky Rice ist eine Schildkröte. Er trägt nun einmal sein Haus auf dem Rücken und so hält ihn auch die tiefe Zuneigung zur Maus Dandele nicht davon ab, seinem Fernweh zu folgen. Er begibt sich auf eine abenteuerliche und gefährliche Seereise. Ob er je zurückkehren wird, ist ungewiss.

In der anrührenden Geschichte um Chunky Rice und seine Freunde lotet Craig Thompson zahlreiche Formen des Trennungsschmerzes und der Einsamkeit aus. Zugleich ist sie ein leidenschaftliches Plädoyer dafür, seinen eigenen Weg zu gehen.

Mach’s gut, Chunky Rice, ISBN 978-3-941343-07-2, 128 Seiten, schwarzweiss, 20,5 x 16,5 cm, Klappenbroschur, 16 EUR, erscheint im Februar

“Aufzeichnungen aus Jerusalem” von Guy Delisle

Bereits 2005 begleitete Guy Delisle seine Frau, die für die Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen arbeitet, nach Birma. Zwei Jahre später folgt ein einjähriger Aufenthalt der inzwischen vierköpfigen Familie in Israel. Zwischen Haushalt, Kinderpflege und dem Versuch, ein neues Projekt in Angriff zu nehmen, erkundet der Zeichner Jerusalem und kommt ganz allmählich hinter die Geheimnisse der Heiligen Stadt.

In gewohnt lakonisch-humorvoller Manier beobachtet Guy Delisle den Alltag in Jerusalem und zeichnet so ein sehr persönliches Bild eines Landes, das wie kein zweites von jahrzehntelangen blutigen Konflikten geprägt ist.

Aufzeichnungen aus Jerusalem, ISBN 978-3-941343-04-1, 336 Seiten, farbig, 24,5 x 16,5 cm, Klappenbroschur, 29 EUR, erscheint im März

“Carlos Gardel – Die Stimme Argentiniens” von JosĂ© Muñoz & Carlos Sampayo

Am 24. Juni 1935 verliert die Musik bei einem Flugzeugunglück einen ihrer ersten Weltstars: Carlos Gardel, die wichtigste Persönlichkeit des Tango, die Stimme Argentiniens, ein Mythos bereits zu Lebzeiten.

Seine Landsleute Carlos Sampayo und JosĂ© Muñoz (“Alack Sinner”) haben dem groĂźen Tangosänger und –komponisten nun einen Comic von unvergleichlicher Eleganz gewidmet, der die steifen Pfade der biografischen Comics weit hinter sich lässt. Atmosphärisch dicht, sinnlich, voller Leben und Musik, so zeigen sie den Aufstieg des geheimnisumwitterten Carlos Gardel in Buenos Aires und liefern darĂĽber hinaus ein eindrucksvolles Sittengemälde Argentiniens im frĂĽhen 20. Jahrhundert.

Carlos Gardel – Die Stimme Argentiniens, ISBN 978-3-941343-08-9, 124 Seiten, schwarzweiss, 29,5 x 22 cm, Klappenbroschur, 20 EUR, erscheint im März

“Paradies” von Ville Ranta

Es ist schwer, dem Herrn alles recht zu machen. Kaum haben Adam und Eva ihr Schicksal als göttlichen Plan akzeptiert, empört dieser sich über ihr Verhalten. Dabei hatten sie sich, umgeben von Engelstrompeten und Cherubim, doch nur dem Reiz der körperlichen Liebe hingegeben. Kurzerhand zerstört Gott den Garten Eden und jagt die vermeintlich missratenen Geschöpfe zum Teufel.

Wieso hat der liebe Gott uns mit Neugier geschlagen, wenn er nicht will, dass wir vom Baum der Erkenntnis essen? Auf diese grundsätzliche Frage weiĂź auch Ville Ranta keine Antwort – aber sein “Paradies” ist dennoch tröstlich in seiner Heiterkeit und Farbenpracht.

Paradies, ISBN 978-3-941343-16-4, 72 Seiten, farbig, 24 x 17 cm, Klappenbroschur, 16 EUR, erscheint im März

“Portugal” von Cyril Pedrosa

Der Comiczeichner Simon Muchat steckt in einer Schaffenskrise. Ihm ist jede Inspiration abhanden gekommen, und langsam aber sicher treibt er seine Freundin Claire mit seiner Lethargie zur Verzweiflung – bis eines Tages eine Einladung ins Haus flattert: eine Cousine in Portugal heiratet. Das Land seiner Vorfahren, das er seit Kindertagen nicht mehr besucht hat, rührt ihn eigentümlich an, hier entdeckt er einen Lebensstil, der ihn fasziniert, und findet die Quelle neuer Lebenslust.

In warmen Aquarellfarben und mit impulsivem Strich zeichnet Cyril Pedrosa (“Drei Schatten”) die Geschichte einer Selbstfindung durch die Wiederentdeckung der Kindheit.

Portugal, ISBN 978-3-941343-05-8, 264 Seiten, farbig, 30 x 23 cm, Hardcover mit Schutzumschlag, 39 EUR, erscheint im April

“S.” von Gipi

Mit Gipi begrüßt Reprodukt einen der spannendsten Erzähler des modernen italienischen Comics im Programm, dessen psychologisch dichte Bücher auch im deutschen Sprachraum für Furore gesorgt haben.

Gleichwohl Gipis Geschichten stets eng mit eigenen Lebenserfahrungen verknĂĽpft sind, stellt S seine bis dato wohl persönlichste Arbeit dar. In flĂĽchtigen, flirrenden Bildern erzählt Gipi hier von seinem Vater; von dessen Jugend im Zweiten Weltkrieg, den einschneidenden Momenten in ihrer Beziehung, seinem Tod. “S.” ist fragile Liebeserklärung und fesselnde Studie zugleich: Wie rĂĽckt die Erinnerung unsere Vergangenheit von Mensch zu Mensch in ein anderes Licht? Und wo liegt die Wahrheit?

S., ISBN 978-3-941343-11-9, 112 Seiten, farbig, 17 x 24 cm, Klappenbroschur, 18 EUR, erscheint im April

“3 Sekunden” von Marc-Antoine Mathieu

Ein Mann, der eine SMS erhält, ein weiterer, der die Waffe auf ihn richtet, und eine Frau, die erschrocken ihre Puderdose zu Boden fallen lässt: Immer wieder kehrt die Geschichte zu dieser wie eingefrorenen Szene zurück. Dahinter jedoch verbirgt sich ein Drama viel größeren Ausmaßes, das diese Wohnung weit hinter sich lässt…

Marc-Antoine Mathieu verblĂĽfft einmal mehr: Er erzählt seinen Thriller in einem einzigen langen Zoom, wobei Reflexionen auf Spiegeln, Fenstern oder Metall den Blick des Betrachters in immer neue Richtungen und auf immer neue Details lenken und so in der Echtzeit von “Drei Sekunden” die entscheidenden Indizien eines Komplotts enthĂĽllen. Es ist am Leser, dieses schwindelerregende Puzzle zusammenzusetzen.

3 Sekunden, ISBN 978-3-941343-06-5, 80 Seiten, schwarzweiss, 24 x 24 cm, Klappenbroschur, 18 EUR, erscheint im April

“Blast” 1 von Manu Larcenet

Ein Mann steht unter Mordverdacht: Unförmig und abgerissen ist er, dieser Polza Manzini, der im Polizeiverhör freimĂĽtig seine Geschichte erzählt. Eine Geschichte der Verwahrlosung. Jahrelang ist er ĂĽber Land gezogen, nachdem er sein bĂĽrgerliches Leben ĂĽber Bord geworfen hatte, um das zu suchen, was er den “Blast” nennt – einen Moment der Erleuchtung, der ihn in Grenzregionen des Verstandes fĂĽhrt. Die Sehnsucht nach dem nächsten “Blast” scheint Polza zu allem zu befähigen… Auch dazu, einen Menschen zu töten?

“Blast” ist eine EtĂĽde in Grau, von Manu Larcenet meisterhaft in Tusche ausgefĂĽhrt und voller Allegorien, die in die AbgrĂĽnde seiner Figuren fĂĽhren.

Blast 1, ISBN 978-3-941343-12-6, 208 Seiten, Hardcover, schwarzweiss & farbig, 27 x 20,5 cm, 29 EUR, erscheint im Mai 2012

“Brigitte und der Perlenhort” von Aisha Franz

Brigitte ist Geheimagentin… aber auch ein Hund. Auf der Jagd nach der “Margarita”, der jungfräulichen Auster, der die Fähigkeit der endlosen Perlenproduktion innewohnt, begibt sie sich in manch brenzlige Situation. Als abgebrĂĽhter Profi kann sie sich dabei stets auf ihren weiblichen Charme verlassen – doch auch vor körperlicher Gewalt schreckt sie nicht zurĂĽck. Ihr stiller Kummer angesichts eines unerfĂĽllten Kinderwunschs lässt sich allerdings von beidem wenig beeindrucken…

Aisha Franz, die mit “Alien” eines der meistbeachteten deutschen Comic-DebĂĽts der vergangenen Jahre vorgelegt hat, erweist sich auch im Spiel mit Genre-Klischees als aufregende Erzählerin.

Brigitte und der Perlenhort, ISBN 978-3-941343-13-3, 192 Seiten, Klappenbroschur, schwarzweiss, 16 x 21 cm, 16 EUR, erscheint im Mai

“Die Kolonie” von Charles Burns

Doug gerät immer tiefer in den Sog seiner bizarren Albträume. Oder ist die Kolonie der Echsenwesen mit ihren Bruthöhlen womöglich doch ein realer Ort? Keine der Welten, in denen er sich nun bewegt, bietet ihm auch nur die geringste Sicherheit. Und als sei das nicht verstörend genug, plagen Doug die Erinnerungen an seinen Vater. Keine schönen Erinnerungen…

Wie schon im Vorgänger “X” lässt Charles Burns’ zeichnerische Präzision seine halluzinatorische Visionen ungeheuer real erscheinen. Mit dem Protagonisten finden wir uns dem schnellen Wechsel der Parallelwelten ausgesetzt, deren Faszination man sich gar nicht entziehen möchte.

Die Kolonie, ISBN 978-3-941343-18-8, 56 Seiten, Hardcover, farbig, 29,5 x 18 cm, 18 EUR, erscheint im Juni

“Rosalie Blum” von Camille Jourdy

Wer ist nur diese Rosalie Blum? Diese Frage treibt Vincent, den schüchternen Friseur und Modellbauer, seit Tagen um. So beginnt er, der geheimnisvollen Unbekannten unbemerkt auf ihren Wegen durch die Stadt und sogar bis zu ihrem Haus zu folgen. Währenddessen bemerkt er jedoch nicht, dass er selbst unter ständiger Beobachtung steht.

Die junge französische Autorin Camille Jourdy überzeugt in ihrem charmanten und clever konstruierten Buch vor allem durch ihre schrulligen Figuren, deren Leben durch die von Vincent in Gang gesetzten Ereignisse gehörig aus den Fugen gerät. Ihre stimmigen Aquarellbilder verleihen dem Ganzen eine beschwingte Leichtigkeit.

Rosalie Blum, ISBN 978-3-941343-09-6, 364 Seiten, Klappenbroschur, farbig, 23,5 x 16,5 cm, 29 EUR, erscheint im Juni