Graphic Novels
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FĂĽnf Fragen: Ralf Keiser | Carlsen Comics

Samstag, den 2. Juni 2012

Vor einigen Wochen ging die Verlagsvorschau von Carlsen Comics an Buchhandlungen, Comicshops und die Presse. Auch wir berichteten ĂĽber die neuen Titel, die in den nächsten Monaten erscheinen sollen. Im Katalog wurden einige Titel explizit als besonders fĂĽr ein weibliches Lesepublikum geeignet beworben (“Graphic Novel fĂĽr Frauen sind mehr als ein Buch. Sie sind Lifestyle-Produkt!”) – zum ersten Mal richtet sich ein Verlag mit Graphic Novels ausdrĂĽcklich an Frauen. Aus diesem Grund stellten wir dem Programmleiter der Graphic Novel-Sparte des Carlsen-Verlags, Ralf Keiser, unsere FĂĽnf Fragen.

In der aktuellen Vorschau bewerben Sie Graphic Novels explizit für ein weibliches Publikum. Lange Zeit galt der typische Comic-Konsument als männlich, wollen Sie da eine Bresche schlagen oder reagieren Sie auf konkrete Marktbeobachtungen?

Wir wollen auf jeden Fall eine Bresche schlagen, oder besser: den roten Teppich ausrollen. In der Tat gibt es im Comic immer noch ĂĽberwiegend Comics von Männern fĂĽr Männer, wir haben aber das GefĂĽhl, dass es immer mehr weibliche Leser gibt, die sich fĂĽr Comics interessieren oder interessieren lassen. Ebenso kann man beobachten, wie zunehmend Zeichnerinnen und Autorinnen im Comic auftauchen, ohne dass die gleich explizit nur Comics fĂĽr Frauen machen wollen. Wir denken dabei auch an die Entwicklung des Manga in Deutschland. Bis zur groĂźen Popularität von “Sailor Moon”, eine absolute Mädchen-Serie, gab es nur eine handvoll weiblicher Leser im Comic. Praktisch ĂĽber Nacht (naja, etwas länger hat’s schon gedauert) wuchsen die Leserinnen aus dem Boden und stellen heute noch gut 50% der Mangaleser. Warum? Weil es das erste Mal die richtigen Geschichten in der richtigen Verpackung und Aufmachung gab.

Wir sind überzeugt, dass die richtigen Geschichten auch im Bereich Graphic Novel die Kraft haben, ein weibliches Publikum jenseits der ohnehin schon interessierten Leserinnen anzusprechen. Und da Frauen bekanntlich generell mehr lesen als Männer, ist das natürlich auch ein ganz neuer Markt.

Welche Titel sind es nun, die Sie besonders Frauen ans Herz legen und warum?

Wir starten mit drei Titeln in dieses Programm:
“Paris” – Eine Art “Sex in the City“ fĂĽr den Comic, aber deutlich zugespitzter und stellenweiser auch böser. Es geht um die Glamourwelt des Showbusiness und drei junge Frauen, die in Paris Teil dieser Welt werden wollen. Die Geschichte erzählt von ihren Erfolgen, ihren Enttäuschungen und ihrem Ehrgeiz. So individuell wie jede der Frauen ihren Weg sucht, ist auch der Zeichenstil dieser Graphic Novel: elegant und pointiert.

“Luft und Liebe” – Eine Geschichte ĂĽber Magersucht, gekleidet in wunderbar leichte Zeichnungen, die weit weg sind vom erwartbaren “Problemcomic“. Ein junger Mann und eine junge Frau lernen sich im Rahmen einer Therapie kennen. Beide versuchen, ihre Magersucht zu ĂĽberwinden und eine neues KörpergefĂĽhl zu entwickeln. Sie werden ein Paar und stĂĽtzen sich gegenseitig, mĂĽssen aber auch erkennen, dass der Weg sehr lang und schwierig ist.

“Ich wär so gern Ethnologin…” – Die Autorin Margaux Motin arbeitet in Frankreich als Illustratorin fĂĽr Frauenzeitschriften und hat einen eigenen Blog ĂĽber die Dinge des weiblichen Alltags. Sie handelt alles ab: von der Gurkenmaske ĂĽber ihren Schuh-Tick bis hin zu Fragen der Kindererziehung, und das ungeheuer witzig und mit dem Blick fĂĽrs Detail. In vielen kleinen Episoden beschreibt sie, was eine moderne Frau umtreibt, die Kind, Karriere und Konsum unter einen Hut bringen muss. Definitiv ein Triathlon, der es in sich hat.

Was ist mit den Männern – sind die Titel nicht männergeeignet?

Männer dĂĽrfen auch gerne zugreifen, besonders beim Titel “Luft und Liebe”, in dessen Mittelpunkt ein betroffenes Paar steht und nicht etwa eine Frau allein. “Paris” geht sicher auch, doch “Ich wär so gern Ethnologin…” ist schon seeeeehr weiblich.

Aber die viel zitierte Kernzielgruppe ist klar weiblich, und auf die konzentrieren wir uns auch in der Kommunikation. Davon soll sich aber kein Mann ausgeschlossen fĂĽhlen.

Planen Sie in der Zukunft weitere Titel in dieser Richtung?

Definitiv.

Bisher richten sich Graphic Novels an ein allgemeines Lesepublikum. Sehen Sie in anderen Marktsegmenten noch die Möglichkeit mit Graphic Novels weitere Leserinnen und Leser zu erreichen?

Hm, ich denke, dass das Publikum für Graphic Novels noch viel allgemeiner werden muss. Mit der Konzentration auf Leserinnen machen wir einen Schritt, der hoffentlich erfolgreich in diese Richtung führt. Das wäre für den gesamten Bereich ein großer Gewinn. Wenn wir diesen Schritt erfolgreich gemacht haben, werden wir sicher über weitere Segmente nachdenken, momentan aber konzentrieren wir uns darauf.

“Haarmann” von Peer Meter & Isabel Kreitz

Dienstag, den 14. September 2010

Ende September erscheint im Hamburger Carlsen Verlag “Haarmann” von Peer Meter & Isabel Kreitz. Autor und Zeichnerin werden das Buch zunächst auf dem Comicfestival Hamburg vorstellen, kurz darauf sind beide auch am Stand des Carlsen Verlags auf der Frankfurter Buchmesse zugegen (Halle 3.0 Stand G356).

Nachdem mit “Gift” bereits zu Beginn des Jahres eine erste Graphic Novel von Peer Meter in Zusammenarbeit mit Barbara Yelin bei Reprodukt erschienen ist, hat sich der Worpsweder Sachbuchautor und Theaterschriftsteller nun mit der Hamburger Zeichnerin Isabel Kreitz zusammengetan, um in “Haarmann” erneut deutsche Kriminalgeschichte in einem Comicroman zu verarbeiten.

Fritz Haarmann, einer der brutalsten Serienmörder Europas, arbeitete als Spitzel für die hannoversche Polizei. Nacht für Nacht durchstreifte er die Wartesäle des Bahnhofs auf der Suche nach jungen, allein reisenden Männern. Mit Hilfe seines Polizeiausweises konnte er das Vertrauen seiner Opfer erlangen. Er führte sie in seine Wohnung, vergewaltigte sie und biß ihnen im Sexualrausch die Kehle durch. Obgleich es über Jahre immer wieder Anzeigen gegen Fritz Haarmann gegeben hat, konnte er ungehindert sein mörderisches Treiben fortsetzen, gedeckt von der Polizei und umkreist von skrupellosen Schmarotzern, die aus Haarmanns Treiben ihren Vorteil gezogen haben. Eine unheimliche Geschichte in düster-beklemmenden Bildern.

Peer Meter wurde 1956 in Bremen geboren und lebt heute als freier Autor in Worpswede. Nachdem er sich schon Jahre zuvor als Szenarist hervorgetan hatte, arbeitet er seit 2006 wieder verstärkt an Skripten fĂĽr Comics. Mit “Vasmers Bruder” wird derzeit eine neue Geschichte von Peer Meter von David von Bassewitz zeichnerisch umgesetzt und kapitelweise im monatlichen Comicmagazin “Comix” veröffentlicht.

Isabel Kreitz besuchte die Kunsthochschule Hamburg und die Parssons School in New York. Bereits 1996 setzte sie Uwe Timms Roman “Die Entdeckung der Currywurst” als Comic um. Neben Ihren eigenen Geschichten wie “Die Sache mit Sorge” (beide Carlsen) schuf sie zuletzt Comicdapationen der Erich-Kästner-Werke “PĂĽnktchen und Anton” und “Der 35. Mai” (beide C. Dressler Verlag), fĂĽr das Isabel Kreitz 2008 mit dem Max und Moritz-Preis ausgezeichnet wurde.

Haarmann, ISBN 978-3-551-79107-8, 192 Seiten, schwarzweiĂź, Hardcover, 19,90 EUR, erscheint im Oktober bei Carlsen

Update: “drĂĽben!” als Geschichtsabenteuer, Nominierung zum Jugendliteraturpreis

Dienstag, den 27. April 2010

Seit dem 18. April zeigt das Stadtmuseum Erlangen die Ausstellung “Sag, was war die DDR?”. Neben vielen anderen Exponaten werden auch Seiten aus Simon Schwartz’ Buch “drĂĽben!” (avant-verlag) gezeigt, in dem der Autor von der Republikflucht seiner Eltern und den daraus folgenden Konsequenzen erzählt.

Die neue interaktive Ausstellung des Kindermuseums ist eine Einladung fĂĽr kritische junge Zeitforscherinnen und Zeitforscher aus Ost und West. Sie geht einen neuen Weg bei der Aufarbeitung von DDR Geschichte. Auf der Basis von originalen TagebĂĽchern von Kindern und Jugendlichen aus der DDR wird mit interaktiven Stationen ein unmittelbarer Einblick in das Leben der Menschen in der DDR vermittelt.

Update: Zu “drĂĽben!” wird es am selben Ort eine eigene Ausstellung geben, die vom 23. Mai bis zum 11. Juli zu sehen sein wird. Eine Eröffnungsfeier wird im Rahmen es Comic-Salons Erlangen stattfinden.

Ăśber die Nominierung von “drĂĽben!” zum Deutschen Jugendliteraturpreis in der Kategorie “Sachbuch” wurde an dieser Stelle bereits berichtet. Ab sofort lässt sich auf der zur Auszeichnung gehörenden Website die BegrĂĽndung lesen. So wird herausgestellt, dass Simon Schwartz mit dem Buch “Jugendlichen ein facettenreiches Bild der DDR der 1980er Jahre aus der Sicht von ausreisewilligen DDR-BĂĽrgern eindrucksvoll nahebringt”.

Neben “drĂĽben” sind noch zwei weitere Graphic Novels nominiert, deren Qualitäten nun auch kurz umrissen werden. Jean Regnauds  und Emile Bravos “Meine Mutter ist in Amerika und hat Buffalo Bill getroffen” (Carlsen, nominiert in der Kategorie “Kinderbuch”) wird beschrieben als “eine reichhaltige Graphic Novel, die ihren Leser sicher einige Zeit begleiten wird, um ihn immer wieder etwas Neues entdecken zu lassen”. Und Nadia Buddes “Such Dir was aus, aber beeil dich” (Fischer, nominiert in der Kategorie “Jugendbuch”) “ist eine gelungene Anleitung fĂĽr Jugendliche, sich an die eigene Kindheit so zu erinnern, dass man sich liebevoll von ihr zu verabschieden und erwachsen zu werden vermag”.

Die mit jeweils 8.000 Euro dotierten Preise werden auf der Frankfurter Buchmesse im Oktober verliehen.

Stadtmuseum Erlangen, Martin-Luther-Platz 9, D-91054 Erlangen
Tel. (09131) 86 2300
www.erlangen.de

Graphic Novels in den Medien – April 2010 (1)

Samstag, den 3. April 2010

Der WDR Jugendsender 1Live stellt in seiner Sendung “Plan B” gleich drei mal Comic-Neuerscheinungen vor: Der Anfang wurde am Donnerstag mit Will Eisners “Ein Vertrag mit Gott” gemacht. Eine Bildergalerie kann hier angesehen werden. Am Ostermontag folgt “Engelmann” von Nicolas Mahler und am Mittwoch dann “Faust” (alle erschienen bei Carlsen) von Flix.

In der Sendung “Dschungel” auf SWR2 hat Christian Gasser “Der kleine Christian” (Reprodukt) von Blutch vorgestellt. Den Text dazu kann man hier nachlesen.

JĂĽrgen Schickinger bespricht in der “Badischen Zeitung” ausfĂĽhrlich Posy Simmonds’ “ironische und wunderbar leichte Mischung von Erzählung und Comic”, die Graphic Novel “Tamara Drewe” (Reprodukt): “Der Bauer, der Dung, die Nasenoperation”

“In Wessex geht die Post ab” schreibt Brigitte Helbling auf “titel-magazin.de” ĂĽber das gleiche Buch: “Und ĂĽber der ganzen Unterhaltung könnte man beinah ĂĽbersehen, dass Posy Simmonds hier gelingt, was kaum einer vor ihr geschafft hat, nämlich Prosa und Bilderzählung auf eine Weise zu kombinieren, die sich vollkommen eingängig liest.”

Boris Bausch schreibt an gleicher Stelle in “MĂ©lange Ă  trois” ĂĽber Nicolas de CrĂ©cys “Prosopopus” (Reprodukt): “De CrĂ©cy bekommt mit Prosopopus eine Mischung aus Wucht und Subtilität hin, die glänzend unterhält und nachhaltig beeindruckt.”

“Punk lebt” stellt Katrin Richter in ihre Besprechung fĂĽr die “JĂĽdische Allgemeine” von Gabriel S. Moses “Spunk” (Archiv der Jugendkulturen) fest. In der aktuellen Ausgabe der Popkultur-Theoriereihe “testcard 29: BlĂĽhende Nischen” (Ventil Verlag) befasst sich Jonas Engelmann mit der israelischen Comicszene. Der Artikel ist leider nicht online verfĂĽgbar.

Auf literaturkritik.de nimmt Fabian Kettner das Erscheinen von Tim Hamiltons Comicumsetzung von Ray Bradburys “Fahrenheit 451″ (Eichborn) zum Anlass, allgemeine Ăśberlegungen zum Buch anzustellen. In “Von der Kulturindustrie zur Kulturkritikindustrie” will er nicht in den Kanon derer einstimmer, die die Aussage der Buchvorlage bedenkenlos feiern.

Nicolas Sarkozy hat Barack Obamas Töchtern Sasha und Maloa bei einem Staatsbesuch “Asterix”-Comics mitgebracht. Das nimmt Kirsten Reinhardt in ihrem Kommentar “Wildschwein fĂĽr Obamas Töchter” fĂĽr die “tageszeitung” zum Anlass, geeignetere, zeitgemäßere Comics vorzuschlagen. Sie schlägt unter anderem Joann Sfars “Die Katze des Rabbiners” (avant-verlag) oder Titel von Lewis Trondheim (Reprodukt) vor.

Graphic Novels fĂĽr Deutschen Jugendliteraturpreis 2010 nominiert

Montag, den 22. März 2010

In der Nominierungsliste fĂĽr den “Deutschen Jugendliteraturpreis 2010″ finden auch in diesem Jahr Graphic Novels Beachtung. Nachdem im letzten Jahr Shaun Tan mit “Ein neues Land” (Carlsen) und 2008 Gipi mit “5 Songs” (avant-verlag) nominiert waren – und Shaun Tan 2009 mit einem anderen Titel einen der Preise gewinnen konnte – sind es in diesem Jahr Nadja Budde, Simon Schwartz, sowie Jean Regnaud und Emile Bravo, die mit insgesamt drei Graphic Novels nominiert sind.

Das von den Franzosen Jean Regnaud getextete und von Emile Bravo zeichnerisch umgesetzte “Meine Mutter ist in Amerika und hat Buffalo Bill getroffen” (Carlsen) ist in der Kategorie Kinderbuch nominiert, Simon Schwartz mit seinem Buch “drĂĽben!” (avant-verlag) in der Kategorie Sachbuch und Nadja Budde mit “Such Dir was aus, aber beeil Dich” (Fischer) bei den JugendbĂĽchern.

Die mit jeweils 8.000 Euro dotierten Preise werden auf der Frankfurter Buchmesse im Oktober verliehen.

Neue Graphic-Novel-BroschĂĽre von Carlsen Comics

Mittwoch, den 10. März 2010

Eine ĂĽberarbeitete Auflage der Graphic-Novel-BroschĂĽre mit Titeln aus dem Programm von Carlsen Comics ist ab dem kommenden Montag wieder erhältlich. Darin werden bereits erhältliche sowie angekĂĽndigte Graphic Novels präsentiert, darunter Neuerscheinungen wie der fĂĽr Juli angekĂĽndigte Band “Anne Frank – Eine grafische Biografie” von Sid Jacobson und Ernie ColĂłn (der natĂĽrlich auch an dieser Stelle noch vorgestellt werden wird), die Castro-Biografie von Reinhard Kleist sowie ein neuer Band von Jiro Taniguchi.

Buch- und Comichandlungen können die Broschüre in Verpackungseinheiten zu 25 Exemplaren gratis bei KNO bestellen.

Die Broschüre lässt sich hier auch online ansehen.

Carlsen Graphic-Novel-Broschüre, ISBN 978-3-551-91165-0, je 25 Ex., erscheint am 15. März bei Carlsen Comics

Carlsen auf der Leipziger Buchmesse

Dienstag, den 9. März 2010

Auch der Hamburger Carlsen Verlag wird in Leipzig auf der Buchmesse vertreten sein und neue Veröffentlichungen präsentieren. Am sehnlichsten erwartet sicherlich: “Ein Vertrag mit Gott”, die Neuauflage des Buches, fĂĽr dessen AnkĂĽndigung Will Eisner den Begriff “Graphic Novel” nutzte und nachhaltig prägen konnte. Zudem wird mit der auf Goethes Literaturklassiker basierendem “Faust – Der Tragödie erster Teil” der in der “Frankfurter Allgemeinen Zeitung” vorveröffentlichte Comic des Berliner Zeichners Flix (“Held”) in Buchform vorliegen. Mit Nicolas Mahlers “Engelmann – Der gefallene Engel” erscheint zudem eine waschechte Superheldengeschichte des umtriebigen österreichischen Autoren (“Pornografie und Selbstmord”, Reprodukt und “Flaschko – Der Mann in der Heizdecke”, Edition Moderne).

Flix wird seine “Faust”-Umsetzung gleich dreimal in einer Lesung präsentieren. Zunächst am Donnerstag, dem 18. März im Rahmen der “Leipziger Lesenacht” um 19 Uhr in der Moritzbastei, danach noch zweimal auf dem Messegelände. Am Freitag, dem 19. März findet seine Lesung zuerst um 12 Uhr auf dem “Schwarzen Sofa” statt und am gleichen Tag um 16 Uhr dann am Stand der Leipziger Gutenbergschule.

“Bis(s) zum Morgengrauen” als Comic

Montag, den 8. März 2010

In rund zwei Wochen erscheint beim amerikanischen Hachette-Sublabel Yen Press die Comic-Umsetzung von Stephenie Meyers “Twilight” bzw. “Bis(s) zum Morgengrauen”. Die grafische Umsetzung stammt von der koreanischen Zeichnerin Young Kim. Erste Einblicke liefern unter anderem Einträge bei “Entertainment Weekly” (inklusive eines Kurzinterviews mit der Autorin) und die Homepage von Carlsen Comics, wo Ende Juni die deutsche Ăśbersetzung erscheinen wird.

Twilight: Bis(s) zum Morgengrauen – Der Comic, Band 1, ISBN 978-3-551-79401-7, 224 Seiten, Hardcover, 14,90 EUR

Neue deutschsprachige Erstveröffentlichungen von Osamu Tezuka

Montag, den 1. März 2010

Nachdem sich die Verlage Schreiber & Leser und Carlsen Comics mit der Veröffentlichung verschiedener Titel des japanischen Comic-Autoren Jiro Taniguchi (“Vertraute Fremde”, “Gipfel der Götter”) um die Verbreitung anspruchsvoller Manga auf Deutsch verdient gemacht haben, fĂĽhren beide Verlage mit Veröffentlichungen des in Japan ĂĽber alles geschätzten Osamu Tezuka (“Adolf”, Carlsen) diese BemĂĽhungen fort.

Mit “Kirihito” 2 ist bei Carlsen der mittlere Teil des Medizinthrillers erschienen, “eine Geschichte ĂĽber Wahrheit und LĂĽge, ĂĽber Konventionen und die Verpflichtung, das Richtige zu tun.” (Frankfurter Rundschau). Im Zentrum steht der junge Arzt Kirihito Osanai, der mit einer mysteriösen Krankheit konfrontiert wird, deren Untersuchung ihn in eine Achterbahnfahrt der menschlichen Psyche verwickelt.


Mit dem erotisch aufgeladenen Zweiteiler “Barbara”, dessen erster Teil im April bei Schreiber & Leser erscheint, wird eine weitere Facette des kĂĽnstlerischen Oeuvres Osamu Tezukas beleuchtet.

Der gutsituierte, erfolgreiche Autor Yosuke Mikura hat alles, was sein Herz begehrt – Geld, Ruhm, Frauen. Warum muss er da im Bahnhof Shinjuku eine verdreckte Stadtstreicherin aufgabeln und bei sich einziehen lassen? Zumal, wenn diese Barbara auch noch frech wird und ständig seine Hausbar plĂĽndert? Eine stĂĽrmische Beziehung bahnt sich an…

Kirihito 2, ISBN 978-3-551-79181-8, 288 Seiten, schwarzweiĂź, Klappenbroschur, 16,90 EUR, erschienen bei Carlsen Comics

Barbara 1, ISBN 978-3-941239-28-9, 208 S., schwarzweiĂź, broschiert, 14,95 EUR, erscheint im April bei Schreiber und Leser

Neue Rezensionen – Februar 2010 (3)

Samstag, den 27. Februar 2010

Bis auf die Titelseiten der überregionalen Presse schaffte es die Meldung, dass am vergangenen Montag das Comic-Heft mit dem ersten Auftritt Supermans für unerhörte 1.000.000 Dollar den Besitzer wechelte. Davon einmal abgesehen, dass Batman am Donnerstag mit 1.075.500 Dollar nachgelegt hat, gab es in den vergangenen Tagen viele weitere Artikel über Comics bzw. Graphic Novels.

FĂĽr die “SĂĽdwest Presse” wirft Markus Kirzynowski anlässlich der Wiederveröffentlichung von Joe Saccos “Palästina” (Edition Moderne) einen schlaglichtartigen Blick auf verschiedene Comic-Reportagen, jene “Kriegsberichte mit Tusche und Feder”.

“Die Welt ist schlecht, ungelogen!” warnt Nils KurfĂĽrst auf titel-magazin.de in seiner Besprechung von Winshluss’ Version des “Pinocchio” (avant-verlag). Wie er ausfĂĽhrt, geht es dem Autor jedoch nicht um eine negative Utopie: “Politische, soziale und ökologische BezĂĽge machen aus Pinocchio eine sehr offenkundige Gesellschaftskritik.” Nicht nur im Inhalt sieht Alexander Frank an gleicher Stelle ein Abenteuer, vielmehr erkennt er in den drei Teilen von Guiberts, Lefèvres und Lemerciers Reportage-Trilogie “Der Fotograf” (Edition Moderne) ein “Abenteuerliches Kunstwerk”.

Wie unter anderem an dieser Stelle gezeigt, haben unterschiedliche Medien aus aktuellem Anlass Olivier Kas und Alfreds Buch “Warum ich Pater Pierre getötet habe” (Carlsen) aufgegriffen. Das autobiografische Buch, in dem Olivier Ka sexuelle Ăśbergriffe eines katholischen Geistlichen verarbeitet, stellt Christian SchlĂĽter unter der Ăśberschrift “Der Ăśbergottesmann” auch in der “Frankfurter Rundschau” vor und betont, dass Autor Olivier Ka mit UnterstĂĽtzung von Zeichner Alfred im “Comic jene Bilder-Sprache (findet), die ihn das Trauma verarbeiten” lässt.

“Ein anderer Traum von Israel” sei Ben Katchors “Der Jude von New York” (avant-verlag), so Thomas Hummitzsch auf textem.de: “Ben Katchor ist es in seinem viel gelobten Comic gelungen, die Vielfalt der jĂĽdischen Eigenart in schlichte, aber geniale Tuschezeichnungen zu ĂĽbertragen und dabei zugleich ein StĂĽck amerikanisch-jĂĽdische Geschichte zu erzählen.”

Eine ganz eigenwillig-unterhaltsame Rezension der Comic-Umsetzung von Ray Bradburys “Fahrenheit 451″ (Eichborn) schreibt Christoph Manel auf literaturmarkt.info mit “2327,78 Grad Celsius”. Obwohl er das Buch rundweg positiv bespricht, schiesst er sich mit dem ResĂĽmĂ©e selbst ins Knie: “Am Ende bleibt auf einer Art metaphysischer Ebene jedoch die Frage im Raum stehen, ob eine Comicfassung von “Fahrenheit 451″ nicht vielleicht ein erster Schritt zu der im Buch thematisierten Degeneration von Literatur sein könnte?” Oha, das liest sich wie Comic-Kritik der 1950er-Jahre.

Als Antwort darauf könnte man Moritz Honerts Beitrag fĂĽr tagesspiegel.de lesen, legt er doch dar, warum Bradburys “Flammender Appell” auch als Comic funktioniert. DafĂĽr kritisiert er in “Jahreszeiten der Gewalt” die Neuauflage von Hugo Pratts und Milo Manaras Geschichte “Ein indianischer Sommer” (Panini), deren frivolen Ton er mit dem zum Teil gewalttätigen Inhalt kollidieren sieht. Sven Jachmann erkennt an gleicher Stelle in der Neuauflage des von Neil Gaiman geschriebenen und von Dave McKean zeichnerisch umgesetzten “Black Orchid” (Panini) “Esoterisches Flaschendrehen”: Eindimensionale Mythisierung drohe in Reaktionismus umzukippen.

Ebenfalls auf tagesspiegel.de, ebenfalls eine Neuauflage, dafĂĽr wieder lobende Worte: Katja Schmitz-Dräger schaut bei Craig Thompsons “Blankets” (Carlsen) “Unter der Decke” nach, ob das Buch ĂĽber die Jahre an Reiz verloren hat, kommt aber zum SchluĂź: “Meisterwerk”.

Das gleiche Fazit formuliert Frank Schäfer, der eben jenen Titel in der “Jungen Welt” bespricht. Der umfangreiche Band hat tatsächlich mehr als “Zeichen hinterlassen”, so ergriffen sieht der Rezensent Craig Thompson neben Art Spiegelman und scheut nicht, “Blankets” mit der Bibel zu vergleichen.

FĂĽr die “Kölnische Rundschau” sprach Barbara Buchholz mit Robert Venditti, dem Autor des mit Bruce Willis in der Hauptrolle verfilmten “The Surrogates” (Cross Cult, Zeichnungen von Brett Weidele). Mittelpunkt der Geschichte ist die Idee, dass in Zukunft mit Robotern “Ein zweite Ich fĂĽr Jedermann” angeboten wird.

Zum AbschluĂź noch ein Video des britischen Verlages “Self Made Hero”, der Reinhard Kleists “Cash – I see a darkness” (Carlsen) auf Englisch veröffentlicht und den Berliner KĂĽnstler unter anderem beim Zeichnen beobachtet hat.

Reinhard Kleist – The Man in Black and White from SelfMadeHero on Vimeo.

“Die Bibel ist bizarr”

Montag, den 26. Oktober 2009

Cover_GenesisFĂĽr die “SĂĽddeutsche Zeitung” fĂĽhrte Titus Arnu ein Interview mit dem medienscheuen Robert Crumb anlässlich der Veröffentlich seiner Bibel-Adaptation “Genesis” (Carlsen). Das Interview erschien im Feuilleton in der heutigen Printausgabe und ist auf der Website der “SZ” im “jetzt”-Jugendbereich versteckt.

Die Bibel ist bizarr

Underground-Zeichner Robert Crumb ĂĽber seinen Genesis-Comic, Gott und die Welt

Robert Crumb war nie etwas heilig. Seine Comicfiguren “Fritz the Cat” und “Mr. Natural” setzen sich ĂĽber alle Konventionen hinweg, der Stil seiner Zeichnungen wirkt, vorsichtig ausgedrĂĽckt, recht drastisch. Nun hat er sich an der Bibel versucht: “Robert Crumbs Genesis” (Carlsen, 228 Seiten, 29,90 Euro) erzählt das erste Buch des Alten Testaments nach. Aus der Sicht seiner Fans sind Crumb-Comics meisterhaft gezeichnete, subversive Satire. Manche Kritiker halten seine Werke dagegen fĂĽr pornographischen, frauenfeindlichen Schrott. Vor allem ist Crumb ein ausgezeichneter Handwerker: In den sechziger Jahren zeichnete er zunächst GlĂĽckwunschkarten und psychedelische Poster, später illustrierte er Plattencover von Rockstars wie Janis Joplin. Einen Auftrag der Rolling Stones lehnte er ab, weil er deren Musik nicht mochte. Heute lebt der 66-Jährige zurĂĽckgezogen in einem Dorf in Frankreich. Er ist ziemlich medienscheu und gibt so gut wie nie Interviews. FĂĽr die SZ machte er eine Ausnahme. mehr

Comic-Ausstellung in der BorgarbĂłkasafn ReykjavĂ­kur, Island

Donnerstag, den 22. Oktober 2009

Hugleikur und Line

In Zusammenarbeit mit dem Goethe-Institut zeigte die BorgarbĂłkasafn ReykjavĂ­kur (Reykjaviks Stadtbibliothek) in der vergangenen Woche eine Ausstellung mit Werken deutscher Comiczeichnerinnen und -zeichner. Eingeladen war Line Hoven (“Liebe schaut weg”, Reprodukt), die oben im Bild mit Hugleikur Dagsson (“Finden Sie DAS etwa komisch?”, Rowohlt) im Gespräch ist. Line Hoven gab im Zusammenhang mit der Ausstellung vor Ort auch zwei Schabkarton-Workshops.

Ausstellung Gesamt 2Gezeigt wurden unter anderem Comicseiten von Isabel Kreitz (“Die Sache mit Sorge”, Carlsen), Anke Feuchtenberger (“Die Hure H wirft den Handschuh”), Mawil (“Action Sorgenkind”, beide Reprodukt), Ulrich Scheel (“Die sechs SchĂĽsse von Philadelphia”, avant-verlag) und Nicolas Mahler (“Flaschko”, Edition Moderne). Das isländische Publikum war sehr interessiert und mehrere weitere Bibliotheken wollen die Ausstellung in ihren Räumen zeigen.

Ausstellung Gesamt 1Die gezeigten Fotos schickte freundlicherweise Beate Detlefs vom Goethe-Institut Dänemark. Weitere Fotos finden sich auf Line Hovens Flickr-Seite.

Neue Rezensionen – Oktober 2009 (2)

Mittwoch, den 21. Oktober 2009

Auch in den letzten zwei Wochen gab es wieder eine Reihe von Rezensionen und weiteren Artikeln zu Graphic Novels und ihren Autorinnen und Autoren. DarĂĽber hinaus äuĂźern sich Zeichnerinnen und Zeichner zum neuen “Asterix”, Margaret Atwood wird als Comiczeichnerin vorgestellt und Shaun Tan wird mit dem Deutschen Jugendliteraturpreis gewĂĽrdigt.

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Das Online-Feuilleton satt.org stellte in den vergangenen Tagen gleich zwei Graphic Novels vor. Sven Jachmann befasst sich mit der Rolle Guy Delisles als Beobachter in “Aufzeichnungen aus Birma” (Reprodukt) und attestiert ihm: “Aus Kolpor- wird Reportage”. In Jean Regnauds und Émile Bravos “Meine Mutter” (Carlsen) erkennen Franziska Hermann und Simon Lange ein Buch fĂĽr jedes Alter und empfehlen das “Portrait des Jean als junger Tor”.

Shaun Tan war sowohl fĂĽr seine Graphic Novel “Ein neues Land” als auch fĂĽr die illustrierten Erzählungen in “Geschichten aus der Vorstadt des Universums” (beide Carlsen Verlag) fĂĽr den Deutschen Jugendliteraturpreis nominiert. “Geschichten aus der Vorstadt des Universums” wurde nun in der vergangenen Woche auf der Frankfurter Buchmesse mit dem Deutschen Jugendliteraturpreis in der Kategorie Bilderbuch ausgezeichnet. Ăśber die beiden aktuellen BĂĽcher und die Arbeit am Zeichenbrett sprachen Sarah Wildeisen und Tara Christopeit mit Shaun Tan fĂĽr die “tageszeitung”. Ihnen verrät er “Ich denke nicht an meine Leser”.

Die Bestsellerautorin Margaret Atwood schreibt nicht nur Prosatexte, sondern hält immer wieder auch Szenen aus ihrem Leben in Kurzcomics fest. Einige davon stellt Lars von Törne auf tagesspiegel.de unter der Ăśberschrift “Vorsicht bissig” im Rahmen eines Interviews mit der Autorin vor. An gleicher Stelle lässt Lars von Törne deutsche Comicautoren anlässlich des am Donnerstag erscheinenden neuen “Asterix”-Bandes zu Wort kommen. Den mehrheitlichen Tenor unter anderem von Mawil (“Wir können ja Freunde bleiben”, Reprodukt), Ulli Lust (“Heute ist der letzte Tag vom Rest Deines Lebens”, avant-verlag), Ralf König (“Prototyp”, Rowohlt) und Sascha Hommer (“Vier Augen”, Reprodukt) fasst er mit “Stoppt Asterix” zusammen.

Der auf dem gleichnamigen Buch basierende Actionfilm “The Surrogates” (Buchvorlage von Robert Venditti und Brett Weldele, erschienen bei Cross Cult), kommt im Februar auch in unsere Kinos. Nicole Rodriguez liess fĂĽr den Hessischen Rundfunk beide Autoren, die anlässlich der Buchveröffentlichung zur Frankfurter Buchmesse gekommen waren, die Geschichte “Mit einer Graphic Novel nach Hollywood” nacherzählen.

Neue Rezensionen – Oktober 2009 (1)

Freitag, den 9. Oktober 2009

Im Vorfeld der Frankfurter Buchmesse, die mit vielen Neuveröffentlichungen aufwartet, gab es in den letzten Tagen noch einige Besprechungen von Graphic Novels, die in den vergangenen Monaten erschienen waren.

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Sascha Dreiers Fussballer-Biografie “Der Papierne” (Ueberreuter), in der der Weg “Vom StraĂźenfussballer zum Massenidol” nachgezeichnet wird, wird von Lars von Törne auf itagesspiegel.de vorgestellt, inklusive einer mehrseitigen Leseprobe. An gleicher Stelle stellt Micha WieĂźler vom Berliner Comicladen Modern Graphics unter dem Titel “Ein Reaktionär aus dem Bilderbuch” die fiktive Biografie des französischen Zeichners “Blotch – Der König von Paris” (avant-verlag) aus der Feder des französischen Zeichners Blutch vor.

Sven Jachmann beschreibt die gleiche Figur im Online-Feuilleton satt.org als “Reaktionär am Zeichentisch”. Ebenfalls auf satt.org befasst sich Anja Johanning im “Zonenkinder” ĂĽberschriebenen Artikel mit Nadja Buddes “Such Dir was aus, aber beeil Dich!” (Fischer).

Dörte Staudt hat fĂĽr anlässlich der Ausstellung mit Werken Shaun Tans in Troisdorf die “Kölnische Rundschau” mit dem KĂĽnstler gesprochen. Sie stellt sein Schaffen in einem Bericht mit dem Titel “Ein neues Land in Bilderwelten” vor.

Shaun Tan auf Deutschlandreise

Dienstag, den 6. Oktober 2009

shaun_tan_fotoAnlässlich der Veröffentlichung seines neuen Kinderbuches “Die Fundsache” (Carlsen) wird der australische Autor und Zeichner Shaun Tan vom 10. bis zum 17. Oktober mehrere Städte in Deutschland besuchen. Bekannt ist Shaun Tan vor allem fĂĽr sein bei Carlsen erschienenes Buch “Ein neues Land”, eine Graphic Novel, die gänzlich ohne Worte auskommt.

“Ein neues Land” ist ebenso wie “Geschichten aus der Vorstadt des Universums” (Carlsen), ein Band, der illustrierte Erzählungen von Shaun Tan versammelt, fĂĽr den Deutschen Jugendbuchpreis 2009 nominiert, der auf der Frankfurter Buchmesse von Ursula von der Leyen ĂĽberreicht wird.

Der erste Auftritt von Shaun Tan in Deutschland findet am Samstag, dem 10. Oktober in Troisdorf statt, wo er im Bilderbuchmuseum Burg Wissem von 11 bis 17 Uhr einen Workshop zum Thema seines gleichnamigen Buches “Geschichten aus der Vorstadt des Universums” geben wird. Tags darauf wird im Bilderbuchmuseum die Ausstellung “Ein neues Land – Der BilderbuchkĂĽnstler Shaun Tan” in Anwesenheit des KĂĽnstlers eröffnet, in der ein repräsentativer Querschnitt seines Werks gezeigt wird. Die Ausstellung wird anschlieĂźend bis zum 22. November zu sehen sein.

shaun_tan_deutschlandreisenbeispielbild

Am Montag, dem 12. Oktober um 20 Uhr empfängt “FAZ”-Redakteur Andreas Platthaus Shaun Tan zu einem Podiumsgespräch zum Thema “Von Stockgestalten, Einwanderern und Fundsachen” im Berliner Radialsystem V. Das Gespräch findet im Rahmen des Hybrid Arts Fest statt, das in diesem Jahr mit einem Australien-Schwerpunkt aufwartet. Vom 14. bis zum 17. Oktober ist Shaun Tan dann zu Gast auf der Frankfurter Buchmesse, wo er sich am Samstag, dem 17. Oktober um 20 Uhr, noch einmal mit Andreas Platthaus vor Publikum unterhalten wird (Halle 3, Comiczentrum). DarĂĽber hinaus wird es eine Reihe von Signierterminen geben.

Die genauen Daten, Termine und Kontaktdetails finden sich auf der Website von Carlsen Comics.

Foto © Allen and Unwin / Carlsen

“Die Genesis in Comic-Bildern”

Dienstag, den 29. September 2009

Cover_GenesisRobert Crumbs Comicumsetzung des Bibelkapitels “Genesis” (Carlsen) erscheint in der Woche nach der Buchmesse am 19. Oktober. Anläßlich der einzigen Pressekonferenz in Europa, die vor einigen Tagen in Paris statfand (der gebĂĽrtige Amerikaner lebt seit einigen Jahren in Frankreich auf dem Land), ist nun eine dpa-Meldung erschienen, die vielerorts aufgegriffen werden wird. So schreibt der “Kölner Stadt-Anzeiger”:

Die Genesis in Comic-Bildern

Robert Crumb ist für seine deftigen Sexfantasien bekannt. Doch jetzt hat der bekannte Comic-Autor ein neues Thema entdeckt. Der 66-jährige Amerikaner hat das erste Buch der Bibel, die Genesis, illustriert.

Sein jĂĽngstes Werk erinnert an Erbauungsliteratur christlicher Fundamentalisten in Comic-Form: Der fĂĽr seine wilden Sexfantasien bekannte Comic-Autor Robert Crumb hat das erste Buch der Bibel, die Genesis, illustriert. “Der Text ist so bizarr und schräg und gleichzeitig so verwurzelt in unserer Kultur”, sagte Crumb bei der Vorstellung des Bandes am Montag in Paris. “FĂĽr mich ist es kein heiliger Text, sondern ein Mythos voller kraftvoller Geschichten und Bilder”, erklärte der 66-Jährige US-Amerikaner, der seit fast zwei Jahrzehnten in SĂĽdfrankreich lebt und als Altmeister der alternativen Comic-Szene gilt. mehr

“La Habana” – Ausstellung in der Galerie Knoth und KrĂĽger, Berlin

Samstag, den 5. September 2009

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Vom 19. September bis zum 14. Oktober 2009 präsentiert die Kreuzberger Galerie Knoth & KrĂĽger Arbeiten der Berliner KĂĽnstler Reinhard Kleist und Ute Langkafel. Gezeigt werden Impressionen aus Havanna; mit Fotografien von Ute Langkafel sowie mit Skizzen, Illustrationen und Comicseiten aus Reinhard Kleists gezeichnetem Reisetagebuch “Havanna – Eine kubanische Reise”.

Die Vernissage findet am Freitag, dem 18. September 2009 um 20 Uhr statt. Die beiden Künstler sind zur Eröffnung anwesend.

Galerie Knoth und KrĂĽger, Oranienstrasse 188, D-10961 Berlin-Kreuzberg
www.reinhard-kleist.de, www.maifoto.de

1: Neue Rezensionen im Netz

Dienstag, den 7. Juli 2009

Hier eine kurze Zusammenstellung von aktuellen Besprechungen auf diversen Weblogs:

Auf www.comicgate.de stellt Benjamin Vogt “Affentheater” von Florence Ruppert und Jerome Mulot (Edition Moderne), “Der kleine Christian” von Blutch (Reprodukt) sowie “Paradise” von Benoit Sokal und Brice Bingono (Splitter) vor.

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Dave Schläpfer schreibt auf www.comic-check.ch ebenfalls ĂĽber “Affentheater” und in aller KĂĽrze ĂĽber “Aufzeichnungen aus Birma” von Guy Delisle (Reprodukt).

“Wimbledon Green” von Seth (Edition 52) ist Thema eines Artikels von Christopher Franz auf www.titel-magazin.de. Christian Neubert schreibt ĂĽber “Shninaogawa” von Hideo Okazaki und Kazuo Kamimura (Carlsen Verlag), Alexander Frank ĂĽber “Drei Paradoxien” von Paul Hornschemeier (ebenfalls Carlsen Verlag) und Thomas Wörtche ĂĽber Ari Folmans und David Polonskys Comicadaption des gezeichneten Dokumentarfilms “Waltz with Bashir” (Atrium Verlag).

Auf www.textem.de findet sich ein längerer Artikel von Britta Madeleine Woitschig ĂĽber “Thomas der Trommler” von Peter Wiechmann, Josep Gual und Juan Sarompas (Cross Cult).

Und schlieĂźlich noch ein neuer Text auf www.tagesspiegel.de: Lars von Törne ĂĽber “Da war mal was” von Flix (Carlsen Verlag, erscheint Anfang August).

“Hector Umbra”-Sonderausgabe

Mittwoch, den 24. Juni 2009

Bereits zuvor wurde an dieser Stelle auf die limitierte Sonderausgabe von Uli Oesterles “Hector Umbra” hingewiesen, die im Dezember in der Wuppertaler Edition 52 veröffentlicht wird. Inzwischen ist auch das Motiv des signierten und nummerierten Drucks bekannt worden, das an dieser Stelle nicht verheimlicht werden soll.

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Reinhard Kleist – Neues Buch und Auszeichnung in Frankreich

Mittwoch, den 20. Mai 2009

cover_castro_vorlReinhard Kleist, bekannt vor allem fĂĽr seine erfolgreiche Comic-Biographie des Countrysängers Johnny Cash (“Cash – I see a darkness”, Carlsen), hat nun auch offiziell ein neues Buch angekĂĽndigt, das sich abermals mit einer berĂĽhmten Persönlichkeit der Zeitgeschichte auseinandersetzen wird. Wie es die in seinem Tagebuch “Havanna” (ebenfalls Carlsen) geschilderte Recherchereise nach Kuba bereits andeutete, wird er sich im neuen Band Fidel Castro widmen:

In seinem neuen Buch beschäftigt sich Kleist mit Kuba, einem der letzten AuĂźenposten des real existierenden Sozialismus. Genauer gesagt mit dem “Maximo Lider” der Revolution: Fidel Castro. Gewohnt kunstvoll erzählt und mit kraftvollem, vitalem Strich nähert sich Reinhard Kleist in seiner Biografie “Castro” dem umstrittenen Revolutionär und Politiker und hält dessen bewegtes Leben und seine politischen Ideen und Ideale ebenso facettenreich fest wie deren Folgen fĂĽr die kubanische Gesellschaft.

“Castro”, ISBN 978-3-551-78965-5, 216 Seiten, 17,5 x 24,6 cm, Hardcover, 16,90 Euro, erscheint im März 2010 bei Carlsen Comics

Derweil ist die französischsprachige Ausgabe seines “Cash”-Buches auf dem Comicfestival in Deauville mit dem Preis der Leserjury, dem “Prix des ados”, ausgezeichnet worden – Reinhard Kleists erste Auszeichnung im Ausland.

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