Graphic Novels
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Archiv des Tags ‘Carlsen Verlag’

Scott McCloud im Literaturhaus Wien

Montag, den 28. Oktober 2013

Am Samstag, dem 9. November ist der amerikanische Comiczeichner Scott McCloud zu Gast im Literaturhaus Wien. Scott McCloud hat mit “Comics richtig Lesen” und den Folgeb√§nden “Comics neu erfinden” und “Comics machen” (alle Carlsen Verlag) den Grundstein f√ľr das nach wie vor noch sehr junge Feld der Comictheorie gelegt. Seine Karriere begann in den 80er Jahren als Zeichner der Superheldenfigur ZOT. In den 90er Jahren spezialisierte er sich auf das Zeichnen von Sachcomics.

Der Comictheoretiker kommt nun erstmals nach √Ėstereich, und zwar im Rahmen der Erich Fried Tage 2013, die im Wiener Literaturhaus stattfinden. Am Samstag, dem 9. November um 19 Uhr h√§lt Scott McCloud eine aus mehreren Hundert Dias bestehende “visual lecture”.

Erich Fried Tage 2013 im Literaturhaus Wien, Seidengasse 13, A-1070 Wien
www.literaturhaus.at, www.erichfriedtage.com

In der Kantine mit Guillaume Long

Montag, den 21. Oktober 2013

Am Donnerstag, dem 7. November feiern in der Kantine von ExRotaprint in Berlin-Wedding zwei leckere Koch-Comics Premiere. Es gibt Kostproben aus “Kann denn Kochen S√ľnde sein?” von Guillaume Long (Carlsen Verlag), der als Gast aus der Schweiz begr√ľ√üt wird, und “In der K√ľche mit Alain Passard” von Christophe Blain (Reprodukt).

Guillaume Long kocht nach Rezepten aus beiden Comics und beantwortet Fragen zu seinen besten K√ľchentricks. Moderiert wird das kulinarisch-literarische Highlight von Thomas Hummitzsch. Ein Abend und zwei Comics f√ľr Genie√üer.

ExRotaprint Kantine, Gottschedstraße 4, Aufgang 1, D-13357 Berlin
Eintritt 8 EUR, ermäßigt 5 EUR, inklusive ein Getränk und Speisen | Einlass: 20 Uhr
Nur mit Anmeldung unter kochen@reprodukt.com | Achtung: Begrenzte Platzanzahl!

“Der scharfe Beat der Brillentr√§ger”

Samstag, den 27. Oktober 2012

In der “S√ľddeutschen Zeitung” vom 25. Oktober 2012 besch√§ftigt sich Britta Schwem mit der im Fr√ľhjahr bei Carlsen erschienen autobiografischen Graphic Novel “Stiche”. Der insbesondere in den USA bekannte Illustrator und Kinderbuch-Autor David Small w√§hlt die Erz√§hlform des Comic, um sich an seine Kindheit und Jugend in den 1950er-Jahren zu erinnern, die er in Detroit verbrachte. In ihrer Rezension “Der scharfe Beat der Brillentr√§ger” zeigt Britta Schwem sich beeindruckt. Beeindruckt von der K√§lte des Elternhauses, in das der Autor hineingeboren wurde. So sei sein Buch eine “irre Trag√∂die von Falschverliebten, Falschgeborenen und Falschverstandenen, die im W√ľrgegriff der gesellschaftlichen Konvention erstarrt sind”. Beeindruckt von David ¬†Smalls Aufarbeitung der, durch den eigenen Vater verursachten, Krebserkrankung in jungen Jahren: “‘Stiche’ ist ein Blick in die Wunden, der zu Tr√§nen r√ľhrt. Aber man h√∂rt Small f√∂rmlich rufen: ‘Hey, I was an alien, but that‚Äôs okay. ‚Äď Now.’” Und zu guter Letzt beeindruckt von der zeichnerischen Umsetzung der Geschichte: “Man meint,¬†die Meister des Absurden, Beklemmenden und der Suspense ‚Äď Bu√Īuel, Bergman und Hitchcock ‚Äď auf den Buchseiten zu sp√ľren”.

“Feuchte Kulleraugen der Erleuchtung”

Sonntag, den 7. Oktober 2012

“Es hat noch keinen westlichen Zeichner gegeben, der ann√§hernd so virtuos so viele Stilmittel zu so einer einzigartigen Bildsprache komponieren konnte”, so Waldemar Keslers Fazit nach der Lekt√ľre von Osamu Tezukas Epos “Buddha” (Carlsen), das 30 Jahre nach Fertigstellung nun auch den Weg nach Deutschland gefunden hat. In seinem Text¬†“Feuchte Kulleraugen der Erleuchtung” f√ľr “ZEIT online” zeigt sich der Autor insbesondere fasziniert von Osamu Tezukas¬†m√ľheloser Mischung aus¬†”Jugendabenteuerroman und messianische Legende”.¬†Nicht nur mit “Buddha”, sondern mit seinem gewaltigen Lebenswerk habe der “Gott der Manga” die Alltagskultur Japans gepr√§gt.

 

“Die mitrei√üende Geschichte des Auschwitz-Boxers”

Freitag, den 5. Oktober 2012

F√ľr die Deutschlandradio-Sendung “Lesart” vom 03. Oktober ¬†hat Matthias K√ľntzel eine Rezension von Reinhard Kleists j√ľngster Graphic Novel “Der Boxer ‚Äď Die wahre Geschichte des Hertzko Haft” (Carlsen) verfasst. In seinem nun auch online nachzuh√∂renden Beitrag “Die mitrei√üende Geschichte des Auschwitz-Boxers” bescheinigt der Kritiker Reinhard Kleist, “ein¬†packendes, ja mitrei√üendes Buch √ľber den Holocaust” geschrieben zu haben, das “weder besch√∂nigt, noch trivialisiert.”¬†Es sei aber auch ein “Buch f√ľr Jugendliche, das in einer Zeit, in der sich die Reihen der Zeitzeugen des Holocaust lichten, eine immer sp√ľrbarer werdende L√ľcke” f√ľlle. Daher schlie√üt Matthias K√ľntzel mit dem Pl√§doyer: “Der Bundeszentrale f√ľr Politische Bildung sei hiermit nahegelegt, f√ľr die Herausgabe einer erm√§√üigten Sonderausgabe dieser Graphic Novel zu sorgen.”

Reinhard Kleist im Literaturhaus Oberpfalz

Freitag, den 21. September 2012

Am heutigen Freitagabend wird Reinhard Kleist seine j√ľngste Graphic Novel “Der Boxer ‚Äď Die wahre Geschichte des Hertzko Haft” (Carlsen) im Literaturhaus Oberpfalz in Sulzbach-Rosenberg vorstellen. Die Veranstaltung beginnt um 20:00 Uhr mit einer Lesung des Autors aus seinem Buch. Im Anschluss unterh√§lt sich Reinhard Kleist mit J√∂rg Skiebeleit, dem Leiter der KZ-Gedenkst√§tte Flossenb√ľrg. Das Konzentrationslager Flossenb√ľrg war eine der Stationen des Leidenswegs, den der polnische Jude Hertzko Haft in den Jahren des Nationalsozialismus hat beschreiten m√ľssen.

Literaturarchiv Sulzbach-Rosenberg / Literaturhaus Oberpfalz, Rosenberger Straße 9, 92237 Sulzbach-Rosenberg
Telefon: 09661 – 815 959-0, http://www.literaturarchiv.de

“Reinhard Kleist erz√§hlt das unglaubliche, aber wahre Leben des j√ľdischen Boxers Hertzko Haft, der im Konzentrationslager von seinen Bewachern zum Faustkampf gezwungen wurde und daraus seine √úberlebensstrategie machte. Hertzko Haft hat die Konzentrationslager Auschwitz und Gro√ü-Rosen √ľberlebt.” mehr

Reinhard Kleist bei “B√ľcher und Moor”

Freitag, den 14. September 2012

Am gestrigen Donnerstag zeigte der RBB erstmals seine neue Literatursendung “B√ľcher und Moor”, in der Moderator Dieter Moor und die “RBB-Literaturagentin” Christine Thalmann drei Neuerscheinungen der vergangenen Monate vorstellen. Unter den pr√§sentierten Titel findet sich auch Reinhard Kleists Graphic Novel “Der Boxer ‚Äď Die wahre Geschichte des Hertzko Haft” (Carlsen). In einer ausf√ľhrlichen Interviewpassage gibt Reinhard Kleist u.a. im Boxring und in seinem Atelier Auskunft zu seinem aktuellen Buch und seiner Entstehung. Dieter Moors Gast der Auftaktsendung, der Regisseur Dani Levy (“Alles auf Zucker”), zeigte sich im Gespr√§ch beeindruckt von “Der Boxer” und den erz√§hlerischen M√∂glichkeiten des Comics allgemein. Die Sendung findet sich mittlerweile auch online in der Mediathek des RBB.

Heute Abend liest Reinhard Kleist in Hamburg aus “Der Boxer”. Die Veranstaltung im Rahmen des Comicfestivals Hamburg beginnt um 19:30 Uhr in der Buchhandlung Strips & Stories, Seilerstra√üe 40, 20359 Hamburg. Der Eintritt ist frei.

“Wie zeichnet man die H√∂lle?”

Sonntag, den 2. September 2012

F√ľr die “Berliner Morgenpost” hat Anne Klesse den Autor und Zeichner Reinhard Kleist in seinem Berliner Atelier besucht, um sich mit ihm √ľber seine aktuelle Graphic Novel “Der Boxer ‚Äď Die wahre Geschichte des Hertzko Haft” (Carlsen) zu unterhalten. Reinhard Kleist berichtet im Gespr√§ch √ľber seine Ann√§herung an den Menschen Hertzko Haft, seinen Umgang mit den schrecklichen Erlebnissen des Holocaust-√úberlebenden, ¬†seine Zusammenarbeit mit dessen Sohn Alan Scott Haft, dessen Aufzeichnungen die Grundlage f√ľr “Der Boxer” waren. Thematisiert wird aber auch Reinhard Kleists Arbeit an der Ausgabe des “S√ľddeutsche Magazins” zum Thema “V√∂lkermord” ‚Äď folgerichtig titelt Anne Klesse “Wie zeichnet man die H√∂lle?”.

“Auch Loser verdienen ein Happy End”

Mittwoch, den 29. August 2012

In der “S√ľddeutschen Zeitung” vom 27. August hat sich Christoph Haas mit ¬†“Mein Leben mit Mr. Dangerous” (Carlsen) besch√§ftigt, der j√ľngsten Graphic Novel von¬†Paul Hornschemeier,¬†dem er aufgrund seiner vorangegangen B√ľcher “Komm zur√ľck, Mutter” und die “Die drei Paradoxien” (beide Carlsen) attestiert, der “vielleicht kl√ľgste, zumindest aber raffinierteste und trickreichste Erz√§hler” unter den nordamerikanischen Autoren der vergangenen zwanzig Jahre zu sein.

In seiner neuesten “Slacker- und Loser-Geschichte” um die 26-j√§hrige Amy habe Paul Hornschemeier den k√ľnstlerischen Anspruch ein St√ľck weit zur√ľckgeschraubt, und sich dem “Reiz des weniger Ausget√ľftelten” hingegeben. Was nicht immer schlecht sein muss, befindet Christoph Haas in¬†“Auch Loser verdienen ein Happy End”.

“Auschwitz √ľberleben”

Mittwoch, den 18. Juli 2012

F√ľr die H√∂rfunk-Kultursendung “Mosaik” auf WDR 3 hat Kai L√∂ffler am 17.07. einen Beitrag √ľber Reinhard Kleists j√ľngste Graphic Novel “Der Boxer ‚Äď Die wahre Geschichte des Hertzko Haft” (Carlsen) erstellt. In der abwechslungsreich gestalteten Buchbesprechung “Auschwitz √ľberleben”, die mittlerweile online zu h√∂ren ist, kommt auch der Autor selbst zu Wort und erl√§utert seinen Umgang mit den Erinnerungen des Holocaust-√úberlebenden Hertzko Haft, die Faszination, die dieser auf ihn aus√ľbt und m√∂gliche Wege, das Grauen in Bildern darzustellen.

In diesem Zusammenhang sei zudem auf zwei etwas √§ltere Interviews mit Reinhard Kleist zu “Der Boxer” hingewiesen, die nicht weniger lesenswert sind: F√ľr “n-tv.de” unterhielt sich Markus Lippold mit ihm √ľber “Boxen in Auschwitz ‚Äď auf Leben und Tod” und f√ľr das “Titel Kulturmagazin” befragte Franziska Bechtold den Berliner Autor und Zeichner √ľber “Die Faszination des Realen”.

“Buddha, aber blutig”

Montag, den 25. Juni 2012

Auf “Spiegel Online” freut sich Stefan Pannor √ľber den ersten von zehn B√§nden der deutschen Ausgabe von Osamu Tezukas Biografie “Buddha” (Carlsen).¬†Die volumin√∂se¬†Lebensgeschichte von Siddharta Gautama, dem Begr√ľnder des Buddhismus, gilt gemeinhin als das ehrgeizigste Projekt des 1989 verstorbenen¬†Osamu Tezuka, des einflussreichsten und produktivsten japanischen Comiczeichners. Stefan Pannor zeigt sich in seiner Besprechung “Buddha, aber blutig” beeindruckt von dem komplexen “Wahnsinnsunterfangen”, dessen drastische Bilder gerade vor dem Hintergrund Respekt einfl√∂√üten, dass “Buddha” urspr√ľnglich in einem Magazin erschienen sei, das sich an √§ltere Sch√ľler wendet. Der Autor bezweifelt, dass Osamu Tezuka durch die Herausgabe seines “Meisterwerks” endlich auch hierzulande den Respekt erfahre, der ihm geb√ľhre ‚Äď doch es sei “gut, dass es versucht wird”.

Reinhard Kleist in Erlangen, Berlin und Hagen

Freitag, den 1. Juni 2012

Anl√§sslich des Erscheinens seiner Graphic Novel “Der Boxer ‚Äď Die wahre Geschichte des Hertzko Haft” (Carlsen) wird Reinhard Kleist im Juni auf mehreren Veranstaltungen in Erlangen, Berlin und Hagen anzutreffen sein.

Hertzko Haft war keine 16 Jahre alt als der Leidensweg durch die Arbeits- und Vernichtungslager der Nationalsozialisten seinen Anfang nahm. Zur Belustigung von¬†SS-Offizieren musste der polnische Jude im KZ Auschwitz gegen Mith√§ftlinge boxen und gewinnen, um zu √ľberleben. Von den traumatisierenden KZ-Erlebnissen √ľber seine dramatische Flucht und die Wirren der Nachkriegszeit bis hin zum Neuanfang in den USA als Profiboxer hat Reinhard Kleist mit “Der Boxer” die verst√∂renden Lebenserinnerungen von Hertzko Haft in einer packenden und vielschichtigen Graphic Novel zu Papier gebracht.

Den Auftakt der Veranstaltungen rund um Reinhard Kleists neue Graphic Novel macht eine Pr√§sentation des Buchs im Rahmen des diesj√§hrigen¬†Internationalen Comic-Salons Erlangen. Am¬†Samstag, den 9. Juni, spricht der Autor in der¬†Stadtbibliothek Erlangen mit¬†J√∂rg Skriebeleit, dem Leiter der KZ-Gedenkst√§tte Flossenb√ľrg, √ľber seine Arbeit zu Hafts Lebensweg, der den j√ľdischen Boxer auch nach Flossenb√ľrg f√ľhrte. Anl√§sslich der Buchpr√§sentation wird es auch ausgew√§hlte Originalseiten zu sehen geben. Weitere Informationen auf der¬†Homepage des Comic-Salons.

Stadtbibliothek Erlangen, B√ľrgersaal,¬†Marktplatz 1, D-91054 Erlangen
Beginn: 18 Uhr, Eintritt frei

Am Donnerstag, den 14. Juni 2012, l√§dt die Buchbox! am Helmholtzplatz zur ersten von insgesamt drei Veranstaltungen in Berlin ein. Im “bebilderten Gespr√§ch” mit dem Journalisten Lars von T√∂rne gibt Reinhard Kleist Einblick in “Der Boxer” und erl√§utert historische Hintergr√ľnde und Arbeitsprozesse. Nach dem Gespr√§ch signiert der K√ľnstler seine Werke. Weitere Informationen finden sich auf der Homepage des Veranstalters.

Buchbox!, Lette Straße 5, D-10437 Berlin
Beginn: 20 Uhr, Eintritt frei

Am¬†Samstag, den 16. Juni 2012, gibt Reinhard Kleist ein Gastspiel in Hagen. Im dortigen¬†Comic Centrum liest er Passagen aus der Buchvorlage zu seiner Graphic Novel: “Eines Tages werde ich alles erz√§hlen. Die √úberlebensgeschichte des j√ľdischen Boxers Hertzko Haft” (Verlag Die Werkstatt) von Alan Scott Haft. Dazu werden die Vorgeschichte, historische Grundlagen und die Entstehung des Comics anhand von Skizzen, Fotos und Dokumentationsmaterial erl√§utert.¬†Weitere Informationen unter¬†www.comic-centrum.de

Comic Centrum, Spinnstraße 5, D-58095 Hagen
Beginn: 17 Uhr

Der Berliner Comicladen Modern Graphics pr√§sentiert am Freitag, den 29. Juni 2012, Reinhard Kleist mit einer Mischung aus illustrierter Lesung und K√ľnstlergespr√§ch. In der Gastst√§tte Max und Moritz liest Reinhard Kleist aus der Buchvorlage “Eines Tages werde ich alles erz√§hlen. Die √úberlebensgeschichte des j√ľdischen Boxers Hertzko Haft” von Alan Scott Haft, und zeigt dazu Bilder aus seine Graphic Novel. Die Moderation f√ľhrt die Journalistin und Kuratorin Katja L√ľthge.¬†Weitere Informationen unter¬†www.modern-graphics.de

Max und Moritz, Oranienstraße 162, 10969 Berlin. Beginn: 20 Uhr, Eintritt: 5 EUR, ermäßigt 3 EUR. Vorverkauf bei Modern Graphics, Oranienstraße 22, 10999 Berlin. Reservierungen unter kontakt@modern-graphics.de

Am Samstag, den 30. Juni 2012 , ist Reinhard Kleist schlie√ülich f√ľr eine Signierstunde zu Gast beim Berliner Comicladen Grober Unfug. Signiert wird ab 14 Uhr.¬†Weitere Informationen unter¬†www.groberunfug.de

Grober Unfug, Torstraße 75, D-10119 Berlin
www.groberunfug.de

“Ohne Liebe l√§sst sich kein Kampf gewinnen”

Freitag, den 18. Mai 2012

F√ľr das Internet-Feuilleton CULTurMAG hat sich Brigitte Helbling mit dem Berliner Comiczeichner Flix unterhalten. Den gr√∂√üten Raum des unterhaltsamen Interviews nimmt¬†dessen neueste Graphic Novel ein, eine freie Adaption des Klassikers “Don Quijote” von Miguel de Cervantes. Flix’¬†“Don Quijote” wurde bis vor Kurzem in der “Frankfurter Allgemeinen Zeitung” vorver√∂ffentlicht, die Buchausgabe erscheint p√ľnktlich zum Erlanger Comicsalon bei Carlsen.

Flix erl√§utert unter anderem seine Motivation, die Handlung von¬†‚ÄěDon Quijote‚Äú in unsere heutige Zeit zu √ľbertragen: “Cervantes schreibt auf Seite eins seines Romans, dass Alonso Quijano auf einmal verr√ľckt wurde. (…) Mein Gedanke war folgender: Cervantes beschreibt Alonso Quijano als einen Mann von 50 Jahren. ¬†(…) Wenn mein ‚ÄěDon Quijote‚Äú in der Jetztzeit spielt, dann m√ľsste Alonso Quijano nicht 50 Jahre alt sein, sondern eher 80. Und unter 80-J√§hrigen ist Demenz ein Thema. Zumal Demenz (…) zu Wahrnehmungsverschiebungen und Pers√∂nlichkeitsver√§nderungen f√ľhren kann. Beides Dinge, die sich in Cervantes‚Äô Roman wieder finden lassen.”

Doch auch √ľber¬†”Don Quijote” hinaus offenbart die Lekt√ľre von “Ohne Liebe l√§sst sich kein Kampf gewinnen” allerlei Anekdotisches und Wissenswertes von und √ľber Flix.

Neue Graphic Novels bei Carlsen

Dienstag, den 1. Mai 2012

Der Carlsen Verlag hat sein Novit√§ten-Programm f√ľr den Herbst/Winter 2012/2013 bis einschlie√ülich M√§rz bekanntgegeben. Unter den angek√ľndigten Neuheiten findet sich auch eine ganze Reihe von Graphic Novels. Neben neuen B√ľchern des bew√§hrten japanischen Zeichnertrios Osamu Tezuka/Yoshihiro Tatsumi/Jiro Taniguchi, einem weiteren deutschen Comic √ľber die Situation in Afghanistan und einem dritten Serienm√∂rderdrama des Autors Peer Meter setzen die Hamburger auf Graphic Novels f√ľr Leserinnen: Die “For Ladies Edition” bei Carlsen startet im November mit drei Titeln.

“Kriegszeiten” von David Schraven & Vincent Burmeister

Der Journalist David Schraven hat hunderte von Dokumenten analysiert und Dutzende Interviews mit aktiven und ehemaligen Soldaten gef√ľhrt, um ein Bild dessen zu bekommen, was wirklich in Afghanistan vor sich geht und welche Rolle die Bundeswehr dabei spielt. Vincent Burmeister hat diese Recherchen in Bilder umgesetzt, die dem Leser n√§herbringen, wovon keine Fotos existieren. Ein explosiver Doku-Comic √ľber eines der wichtigsten Themen der Gegenwart.

Kriegszeiten, ISBN 978-3-551-78698-2, Hardcover, farbig, 128 Seiten, 16,90 EUR, erscheint im Oktober 2012

“Der geheime Garten von Nakano Broadway” von Masayuki Kusumi & Jiro Taniguchi

“Spontan eine Runde drehen” und seine Stadt neu kennenlernen – das will der Protagonist des neuen Buches von Jiro Taniguchi, entstanden nach Texten von Masayuki Kusumi. Die acht Episoden spielen jeweils in einem anderen Viertel von Tokyo und drehen sich um die kleinen Geheimnisse des allt√§glichen Lebens. Die m√§nnliche Hauptfigur erkundet dabei unter anderem Buchhandlungen, Althippie-Treffen im Stadtpark oder den geheimen Garten des Nakano Broadway, und f√ľhlt sich dabei nicht selten an seine eigene Jugend erinnert…

Der geheime Garten von Nakano Broadway, ISBN 978-3-551-72324-6, Klappenbroschur, schwarzweiß, 128 Seiten, 12,00 EUR, erscheint im Oktober 2012

“Ich w√§r’ so gerne Ethnologin…” von Margaux Motin

Margaux Motin ist eine ganz normale Mittdrei√üigerin, selbst√§ndig,¬†mit einem Sonderling verheiratet, Mutter einer kleinen¬†Klette und¬†bekennende Schuhfetischistin.¬†Daraus sch√∂pft¬†sie die komischsten Frauengeschichten seit Claire Bret√©cher. Ungeniert macht sie sich √ľber ihre Alltagsdramen lustig und kreiert damit¬†eine Komplizenschaft zwischen den Leserinnen und sich selbst wie unter ausgelassen l√§sternden Freundinnen.¬†Zeichnerisch¬†spannt sie locker den Bogen von Modeillustration¬†√ľber Karikatur zum Comic.

Ich w√§r’ so gerne Ethnologin,¬†ISBN 978-3-551-72507-3,¬†Hardcover mit Gummiband, farbig,¬†176 Seiten, 17,90 EUR, erscheint im November 2012

“Luft und Liebe” von Hubert & Marie Caillou

Der Autor Hubert und die Zeichnerin Marie Caillou wollen die Krankheit Magersucht nicht beschreiben, sondern sie lassen sie uns durch die Augen der Protagonisten sehen. Marie Caillou hat die Figuren in einer distanzierten, androgynen Schönheit gezeichnet, die uns in deren entkörperlichte Welt hineinzieht. Der junge Mann und das Mädchen leiden beide an Magersucht und lernen sich in der Therapie kennen. Schließlich ziehen sie zusammen und leben buchstäblich von Luft und Liebe. Ersteres wird bald lebensbedrohlich und das zweite eine Chance, sich mit dem eigenen Körper zu identifizieren.

Luft und Liebe, ISBN 978-3-551-72896-8, Hardcover mit Gummiband, farbig, 80 Seiten, 15,90 EUR, erscheint im November 2012

“Paris” von Maarten Vance Wiele, Erika Raven, Peter Moerenhout

Drei Freundinnen suchen ihr Gl√ľck in Paris: eine als Modell, eine als S√§ngerin und die dritte schl√§ft sich einfach nach oben. Ehrgeizig und naiv zugleich stolpern sie in alle Fallen, die ihnen das Showgesch√§ft bietet. “Paris” ist eine Hommage an Mode und Glamour: Die Heldinnen stecken von Kopf bis Fu√ü in Mode von Top-Designern und deren Namen sind in Fu√ünoten erw√§hnt. Aber es ist auch eine rabenschwarze Kom√∂die √ľber eine Gesellschaft, die von Sch√∂nheit, Geld und Macht besessen ist.

Paris, ISBN 978-3-551-72895-1, Hardcover mit Gummiband, farbig, 216 Seiten, 19,90 EUR, erscheint im November 2012

“Buddha” 3 und 4 von Osamu Tezuka

In “Buddha” widmet sich Osamu Tezuka voller Fabulierlust dem Leben und Wirken des Begr√ľnders des Buddhismus und entf√ľhrt den Leser in das historische Indien. Ebenso humorvoll wie auch sozialkritisch erz√§hlt der Gro√ümeister des Manga die abenteuerliche Geschichte des F√ľrstensohns Siddharta Gautama, der vor ca. 2500 Jahren aus seiner Tradition ausbrach und zum Erleuchteten wurde ‚ąí f√§hig seinen Weg aus dem leidvollen Leben zu finden und diesen auch anderen zu weisen.

Buddha 3, ISBN 978-3-551-76633-5, Hardcover, schwarzweiß, 300 Seiten, 22,90 EUR, erscheint im November 2012

Buddha 4, ISBN 978-3-551-76634-2, Hardcover, schwarzweiß, 304 Seiten, 22,90 EUR, erscheint im Februar 2013

“The Homeland Directive” von Robert Vendetti & Mike Huddleston

Ein t√∂dliches Virus verbreitet sich rasend schnell √ľber die Vereinigten Staaten. Die schiere Gr√∂√üe und Professionalit√§t dieser Aktion l√§sst auf eine kaltbl√ľtige und bestens organisierte Terroristengruppe schlie√üen, die die USA ins Visier nimmt. Oder etwa nicht? Sitzt der Feind wom√∂glich im Inneren? Sind hier noch weit m√§chtigere Interessen im Spiel als es den Anschein hat? Mit dieser Geschichte legen Robert Venditti und Mike Huddleston einen Thriller der Extraklasse vor, der nicht nur grafisch besticht, sondern auch ein echter Pageturner ist. Ganz nebenbei stellt dieser Comic die Frage nach dem Preis der Freiheit, wenn Sicherheit zur Religion wird.

The Homeland Directive, ISBN 978-3-551-72968-2, Hardcover, farbig, 160 Seiten, 16,90 EUR, erscheint im Januar 2013

“Geliebter Affe und andere Offenbarungen” von Yoshihiro Tatsumi

Mit Yoshihiro Tatsumi ver√∂ffentlicht Carlsen einen weiteren Meister japanischer Comicliteratur. Bereits in den 1950er-Jahren entwickelt er eine bis dato nicht gekannte realistische Erz√§hlweise, zusammen mit anderen Zeichnern gilt er als Gr√ľnder der Gekiga, der realistischen Manga. Seine Charaktere f√ľhren ein Leben, das gepr√§gt ist von Frustrationen und existentiellen √Ąngsten. Ohne jemals in Sentimentalit√§ten zu verfallen, zeigt Tatsumi tiefes Einf√ľhlungsverm√∂gen f√ľr die Verirrten und Verlierer, die die Gesellschaft in ihrem Kielwasser aufgegeben hat.

Geliebter Affe, ISBN 978-3-551-72326-0, Klappenbroschur, farbig, 160 Seiten, 16,90 EUR, erscheint im März 2013

“Vasmers Bruder” von Peer Meter & David von Bassewitz

Der Fall des Serienm√∂rders Karl Denke ist bis heute r√§tselhaft. Zwischen 1903 und 1924 hat er im schlesischen St√§dtchen M√ľnsterberg (heute Ziebice) rund 30 Menschen get√∂tet und zum Teil verspeist, und nur durch Zufall wurde er verhaftet. Bevor er jedoch verh√∂rt werden konnte, erh√§ngte er sich in seiner Zelle. Seine Motive blieben im Dunkeln. Peer Meter hat sich zusammen mit dem Zeichner David von Bassewitz, daran gemacht, auf Grundlage dieser Begebenheiten die Geschichte eines Mannes zu erz√§hlen, der √ľber Denke forscht, sich aber w√§hrend dieser Arbeit selbst verliert. Eine ebenso spannende wie d√ľstere Geschichte, die erschreckt und fasziniert.

Vasmers Bruder, ISBN 978-3-551-72969-9, Hardcover, schwarzweiß, 192 Seiten, 17,90 EUR, erscheint im März 2013

ATAK in der Galerie Ida Illuster, Berlin

Mittwoch, den 25. April 2012

Vom 27. April bis 16. Juni 2012 ist in der Berliner Galerie Ida Illuster die Ausstellung “Neo-Fabulist” des Illustrators, Malers und Comiczeichners ATAK zu sehen.¬†Gezeigt werden freie Malerei sowie gemalte Illustrationen zu den B√ľchern¬†“Der unheimliche Fremde” von Mark Twain (Carlsen Verlag, Ende 2012),¬†“Comment la mort est revenue √† la vie” von Muriel Bloch (Editions Thierry Magnier, 2007) und¬†“Verr√ľckte Welt” (Jacoby & Stuart, 2009).

ATAK, der sich selbst als Neo-Fabulist bezeichnet, ist einer Tradition des Erz√§hlerischen verpflichtet, die sich mit zeitgen√∂ssischen Themen aller Couleur und den Provokationen des Alltags auseinandersetzt. Der K√ľnstler hat bilderz√§hlerische Welten revolutioniert, indem er grenz√ľberschreitend mit Comic, Illustration und Malerei arbeitet, Versatzst√ľcke aus High- und Low Art mit Leichtigkeit jongliert und dem erz√§hlenden Bild mit verspielter Frechheit eine neue Pers√∂nlichkeit verleiht.

ATAK, geb. 1967 als Georg Barber in Frankfurt/Oder, absolvierte eine Ausbildung zum Schrift- und Grafikmaler, um sodann Visuelle Kommunikation an der Hochschule der K√ľnste Berlin zu studieren. Zahlreiche Preise und Dozenturen im In- und Ausland festigten seinen Rang als stilbildenden K√ľnstler. Derzeit unterrichtet er als Professor f√ľr Illustration an der Burg Giebichenstein in Halle. ATAK lebt und arbeitet in Berlin.

Zur Er√∂ffnung am 26. April 2012 ab 19 Uhr spricht Dr. Michail Lailach, wissenschaftlicher Mitarbeiter, Staatliche Museen zu Berlin – Kunstbibliothek. Der K√ľnstler ist anwesend.

Am Dienstag, dem 22. Mai 2012 findet um 19 Uhr ein Gespr√§ch zwischen ATAK und Prof. Dr. Winfried Fluck vom John-F.-Kennedy-Institut f√ľr Nordamerikastudien, Berlin statt.

Galerie Ida Illuster, Sophienstraße 32, D-10178 Berlin
Tel. (030) 27 59 21 66
www.idailluster.net
√Ėffnungszeiten: Mi+Sa 11-18 Uhr, Do+Fr 12-20 Uhr sowie nach Vereinbarung

Sonderöffnungszeiten Gallery Weekend:
Fr, 27. April 2012, 12-21 Uhr, Sa, 28. April 2012, 11-19 Uhr, So, 29. April 2012, 11-19 Uhr

“Eine riesige Narbe am Hals”

Donnerstag, den 15. März 2012

Katja L√ľthge schreibt heute im Berlin-Teil der “taz” √ľber “Stiche” und die Buchvorstellung von David Small am vergangenen Dienstag im Saint George’s Bookshop in Berlin-Prenzlauer Berg.

Eine riesige Narbe am Hals

Der US-amerikanische Zeichner und Autor David Small stellte “Stiche” vor, eine autobiografische Graphic Novel. Darin verhandelt er auf bewegende Weise, wie er als Kind Zuwendung nur √ľber medizinische Behandlung erfuhr

Wohl noch nie hatten wir nach dem Lesen eines Buchs den einen innigen Wunsch: den Autor ganz fest in die Arme zu schlie√üen und nie wieder loszulassen. Nicht, dass die Hoffnung auf Linderung seiner erlittenen Misshandlungen best√ľnde, aber die autobiografische Graphic Novel “Stiche” des US-amerikanischen Illustrators und Autors David Small erzeugt eine bodenlose Traurigkeit, die nach irgendeiner Form von Trost schreit. In bisweilen skizzenhaft anmutenden schwarzgrauen Bildern erz√§hlt Small dort von den Zumutungen seiner Kindheit und Jugend in den 50er und 60er Jahren in Detroit. mehr

“Don Quijote” von Flix

Donnerstag, den 6. Oktober 2011

In der “Frankfurter Allgemeinen Zeitung” ist gestern der Vorabdruck des j√ľngsten Comicprojekts des Berliner Zeichners Flix gestartet (jede Woche von Dienstag bis Freitag). √Ąhnlich seinem ersten in der FAZ ver√∂ffentlichten Comic, der Goethe-Adaption “Faust” (als Buch bei Carlsen), widmet sich Flix auch in seinem neuen, auf √ľber 100 Episoden angelegten Strip einem Klassiker der Weltliteratur:¬†“Don Quijote” von Miguel de Cervantes. In einem f√ľr ihn ungewohnten, lebendigen Bleistiftstrich, verlegt Flix die Geschichte des Ritters von der traurigen Gestalt in den heutigen Osten Deutschlands, ins St√§dtchen Tobosow im Landkreis M√ľritz, wo Alonso Quijano gegen einen Windpark zu Felde zieht.

Seit heute lassen sich die Episoden auf faz.net oder auf der Website des Autors auch online verfolgen. FAZ-Redakteur Andreas Platthaus, der f√ľr die Comics im Feuilleton des traditionsreichen Frankfurter Blatts verantwortlich zeichnet, spendiert “Don Quijote” zum Auftakt einige einf√ľhrende Worte.

“Von der lustigen Gestalt”

Flix zeichnet die Abenteuer des Alonso Quijano.

Wenn Sie diesen Artikel angeklickt haben, werden Sie dort zun√§chst keinen Comic, sondern einen Leserbrief finden. Allerdings einen, der bereits zu unserem neuen Comic geh√∂rt: zu ‚ÄěDon Quijote‚Äú von Flix. Und wer nun meint, ‚ÄěDon Quijote‚Äú sei doch von Cervantes, der hat nat√ľrlich recht, aber in diesem speziellen Fall darf der Berliner Comiczeichner Flix mit Fug seinen Urhebervermerk dazusetzen. Denn er erz√§hlt ‚ÄěDon Quijote‚Äú v√∂llig neu. mehr

Peer Meter in der “Gespr√§chszeit”

Donnerstag, den 30. Juni 2011


Anl√§sslich der auf dem M√ľnchner Comicfestival erfolgten¬†Pr√§mierung seiner mit Isabel Kreitz entstandenen Graphic Novel “Haarmann” (Carlsen) war der Autor Peer Meter am 29. Juni zu Gast in der “Gespr√§chszeit” des “Nordwestradios” von Radio Bremen und dem NDR. In dem ausf√ľhrlichen Gespr√§ch mit Elke Schlinsog ging es nicht nur um den¬†“Peng”-Preis f√ľr “Haarmann” als “Bester deutscher Comic”, sondern auch um die¬†B√ľcher “Gift” (mit Barbara Yelin, Reprodukt),¬†“Vasmers Bruder” (mit David von Bassewitz) und um die Graphic Novel im Allgemeinen. Dar√ľber hinaus gew√§hrt Peer Meter Einblick in seine Arbeitsweise. Nachh√∂ren l√§sst sich die Sendung nun auch im Internet (hier bis ans Seitenende scrollen).

Peer Meter

M√ľnchner Comic-Preistr√§ger 2011

Von wegen, der Comic sei keine Kunst! Wer immer noch dem alten Klischee verhaftet ist, dieses Genre sei nichts als platte Unterhaltung, der kennt offenbar das Werk des Worpsweder Comic-Schreibers Peer Meter noch nicht. “Gift”, der erste Band seiner Graphic-Novel-Trilogie um historische deutsche Serienm√∂rder, wurde f√ľr den Max-und-Moritz-Preis f√ľr den besten deutschen Comic nominiert, der vom Internationalen Comic-Salon in Erlangen verliehen wird, und ist Teil der Bibliothek Graphic Novels der S√ľddeutschen Zeitung.

Die d√ľstere Geschichte des Hannoveraner Serient√§ters Haarmann wurde j√ľngst mit dem M√ľnchner Comicpreis 2011 ausgezeichnet. mehr

“Ohne Worte”

Dienstag, den 28. Juni 2011

In der “Frankfurter Rundschau” vom 28. Juni lenkt Christian Schl√ľter den Blick auf die “Grenz√ľberschreiter” moki (“Wandering Ghost”, Reprodukt) und Shaun Tan (“Der Vogelk√∂nig”, Carlsen), deren gezeichnete Geschichten sich einer eindeutigen Kategorisierung verweigern.

Ohne Worte

Ist das noch Comic oder Bilderbuch oder graphische Literatur? Shaun Tans Figurenkosmos bewegt sich im √úbergang zwischen Mensch und Maschine. Mokis Geschichten f√ľhren ins Irgendwo. Bezaubernd sind beide Bilderwelten.

Moki¬†macht nicht viele Worte. Auch nicht √ľber ihre Person. Sie h√§lt sich im Hintergrund und meidet den √∂ffentlichen Auftritt. Nicht mal ihren eigentlichen Namen will sie bekanntgeben. Wir wissen nicht viel mehr √ľber sie, als dass sie 1982 im sauerl√§ndischen Brilon geboren wurde und seit geraumer Zeit in Hamburg lebt. In der Freien und Hansestadt studierte sie an der Hochschule f√ľr Bildende K√ľnste, einem Zentrum auch f√ľr zeitgen√∂ssische Comic-Kunst. mehr

Neue Graphic Novels bei Carlsen

Samstag, den 30. April 2011

Auf seiner Homepage hat der Hamburger Carlsen Verlag nun seine Neuheiten f√ľr Herbst und Winter 2011/2012 bekannt gegeben. Darunter findet sich wie gewohnt auch wieder eine Auswahl an Graphic Novels. Folgende Titel sind bis M√§rz 2012 angek√ľndigt:

“Kiki vom Montparnasse” von Jos√©-Louis Bocquet & Catel Muller

In ihrer preisgekrönten Graphic Novel widmen sich der Autor José-Louis Bocquet und die Zeichnerin Catel Muller dem Leben der charismatischen Alice Prin, die in den Zwischenkriegsjahren am Pariser Montparnasse an der Seite des Fotografen Man Ray zur Muse der Avantgarde und der Bohème und zu einer der ersten emanzipierten Frauen des 20. Jahrhunderts wurde.

Kiki vom Montparnasse, ISBN 978-3-551-79109-2, Hardcover, s/w, 416 Seiten, 36 EUR, erscheint im Oktober 2011

“Ein neues Land – Erweiterte Ausgabe mit Skizzenbuch im Schuber” von Shaun Tan

Was bringt eine Menschen dazu alles zur√ľckzulassen, um eine Reise in ein unbekanntes, fernes Land anzutreten, hin zu einem Ort ohne Familie und Freunde, wo alles namenlos und die Zukunft unbekannt ist? Diese stumme Graphic Novel ist die Geschichte eines jeden Migranten, eines jeden Fl√ľchtlings, eines jeden heimatlosen Menschen und eine Hommage an alle, die eben diese Reise angetreten haben.

Neuausgabe der wortlosen Graphic Novel des preisgekrönten australischen Autors, Illustrators und Filmemachers Shaun Tan.

Ein neues Land РErweiterte Ausgabe, ISBN 978-3-551-73439-6, Hardcover, s/w, 128 + 48 Seiten, 49,90 EUR, erscheint im November 2011

“Stiche” von David Small

Als David Small aus der Narkose einer vermeintlich harmlosen Operation erwacht, verschl√§gt es ihm in wahrsten Sinne des Wortes die Sprache: Ihm war ein Stimmband entfernt worden, sein Hals wurde der L√§nge nach aufgeschlitzt und wieder zusammengen√§ht wie ein blutiger Stiefel. Was man dem 14-J√§hrigen verschwiegen hatte, war, dass er an Krebs erkrankt war, und dass die √Ąrzte ihn eigentlich schon aufgegeben hatten… In seiner autobiografischen Graphic Novel reflektiert der renommierte Kinderbuchillustrator David Small nicht allein seine Kindheit und Jugend in einem verst√∂renden Elternhaus, sondern auch die grotesk fortschrittsgl√§ubigen 1950er-Jahre in den USA.

Stiche, ISBN 978-3-551-78695-1, Hardcover, s/w, 328 Seiten, 29,90 EUR, erscheint im März 2012

“Gegen den Strom – Eine Autobiografie in Bildern” von Yoshihiro Tatsumi

Bereits in den 1950er-Jahren entwickelt Yoshihiro Tatsumi eine bis dato nicht gekannte realistische Erz√§hlweise, zusammen mit anderen Zeichnern gilt er als Gr√ľnder der Gekiga, der realistischen Manga. In erster Linie bekannt f√ľr seine lebensnahen Kurzgeschichten, ist “Gegen den Strom” Yoshihiro Tatsumis monumentale R√ľckschau auf die Jahre seiner Kindheit und Jugend. Beginnend im Osaka der unmittelbaren Nachkriegszeit verfolgt er sein Alter Ego Hiroshi durch famili√§re Dramen und die harte soziale Wirklichkeit – das gro√üe Ziel stets im Blick: Eines Tages in die Fu√üstapfen seines Idols zu treten, des gro√üen Mangaka Osamu Tezuka.

Gegen den Strom РEine Autobiografie in Bildern, ISBN 978-3-551-73104-3, Hardcover, s/w, 850 Seiten, 44 EUR, erscheint im März 2012