Graphic Novels
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Archiv des Tags ‘Christoph Haas’

“Auch Loser verdienen ein Happy End”

Mittwoch, den 29. August 2012

In der “SĂŒddeutschen Zeitung” vom 27. August hat sich Christoph Haas mit  “Mein Leben mit Mr. Dangerous” (Carlsen) beschĂ€ftigt, der jĂŒngsten Graphic Novel von Paul Hornschemeier, dem er aufgrund seiner vorangegangen BĂŒcher “Komm zurĂŒck, Mutter” und die “Die drei Paradoxien” (beide Carlsen) attestiert, der “vielleicht klĂŒgste, zumindest aber raffinierteste und trickreichste ErzĂ€hler” unter den nordamerikanischen Autoren der vergangenen zwanzig Jahre zu sein.

In seiner neuesten “Slacker- und Loser-Geschichte” um die 26-jĂ€hrige Amy habe Paul Hornschemeier den kĂŒnstlerischen Anspruch ein StĂŒck weit zurĂŒckgeschraubt, und sich dem “Reiz des weniger AusgetĂŒftelten” hingegeben. Was nicht immer schlecht sein muss, befindet Christoph Haas in “Auch Loser verdienen ein Happy End”.

“Klassenkampf und Kinderspiele” – Baru in der taz

Sonntag, den 22. Juli 2012

Christoph Haas hat fĂŒr die Wochenendbeilage der taz die 2012 erschienenen BĂ€nde “Schönes neues Jahr” (Edition 52) und “Die Sputnik-Jahre” (Reprodukt) des französischen ComickĂŒnstlers Baru besprochen, der “hierzulande noch als großer Stilist und FĂŒrsprecher der Marginalisierten zu entdecken” sei. Mit “Schönes neues Jahr” (drei Kurzgeschichten aus Barus FrĂŒhzeit) und den ursprĂŒnglich 2003 in vier BĂ€nden erschienenen Kindheitserinnernungen “Die Sputnik-Jahre” liegen nun zwei neue BĂ€nde von Baru auf Deutsch vor.

Besonders beeindruckt ist Haas von Barus Zeichenstil in “Die Sputnik-Jahre”: “Die sanfte Farbigkeit steht in reizvollem Kontrast zur karikaturistischen, von JosĂ© Muñoz und Jean-Marc Reiser beeinflussten Figurendarstellung, und der fließende Wechsel von konventioneller zu freier Seitenaufteilung zeugt von einem gleich großen Sinn fĂŒr Dramaturgie und den ökonomischen Einsatz spektakulĂ€rer Mittel. Als FĂŒrsprecher der Marginalisierten kann man Baru schĂ€tzen, als Stilisten muss man ihn bewundern.” “Klassenkampf und Kinderspiele.”

“Da werden Panels zu GitterstĂ€ben”

Dienstag, den 15. November 2011

AnlĂ€sslich der deutschen Neuauflage von “Stuck Rubber Baby” (Cross Cult) widmet die “SĂŒddeutsche Zeitung” Howard Cruses ursprĂŒnglich 1995 veröffentlichter Graphic Novel eine ausfĂŒhrliche Rezension, die durch ein von Daniel WĂŒllner gefĂŒhrtes Interview mit dem Autor ergĂ€nzt wird. Die Besprechung aus der Feder von Christoph Haas, der in “Stuck Rubber Baby” zeichnerischen MĂ€ngeln zum Trotz einen der “besten und bewegendsten amerikanischen Comics” der letzten zwanzig Jahre sieht, lĂ€sst sich nun auch online lesen.

Da werden Panels zu GitterstÀben

Die US-BĂŒrgerrechts- und Schwulenbewegung im Comic: „Stuck Rubber Baby“ von Howard Cruse neu aufgelegt

Die Geschichte spielt in Clayfield, einer Kleinstadt im tiefen SĂŒden der USA, Anfang der sechziger Jahre. Toland Polk ist ein junger Mann, wie es viele gibt: weiß, Mittelschicht; weder ĂŒber sich noch ĂŒber die Welt, in der er lebt, hat er bislang viele Gedanken verloren. Das Ă€ndert sich, als er auf einer Party die Studentin Ginger kennenlernt. Ginger will als SĂ€ngerin Karriere machen und ist in der BĂŒrgerrechtsbewegung aktiv.” mehr

“Stuck Rubber Baby” war in den vergangenen Tagen darĂŒber hinaus Thema zweier RadiobeitrĂ€ge. Kai Löffler fertigte einen Beitrag fĂŒr die WDR 3-Sendung “Resonanzen” (inklusive Interview mit dem Autor), Christian Möller stellte das Buch – ebenfalls mit O-Tönen – in “Corso” auf Deutschlandfunk vor. Beides ist nun auch online zu hören: Resonanzen, Corso

“KnĂŒpfmuster der modernen Zeit”

Montag, den 11. Juli 2011

In der “SĂŒddeutschen Zeitung” vom 11. Juli widmet sich Christoph Haas der Geschichte des TeppichknĂŒpfers Mendelmann, die James Sturm in seinem Comic “Markttag” (Reprodukt) erzĂ€hlt – der Rezensent findet hier “vieles kunstvoll ineinander verwoben, wie in einem wertvollen Teppich”.

KnĂŒpfmuster der modernen Zeit

„Markttag“ von James Sturm ist eine kunstvoll gewebte Graphic Novel, die die Arbeitsbedingungen von KĂŒnstlern, auch von Comic-Zeichnern, reflektiert

Ökonomie? Im Comic? Ist meistens kein Thema, so sehr sich das Themenspektrum des Mediums mittlerweile auch geweitet haben mag. Dabei sind die Arbeit und ihre Bedingungen zwei entscheidende Determinanten unseres Alltags. Dass eine Graphic Novel auch solche GegenstĂ€nde ebenso prĂ€zise wie anschaulich darstellen kann, zeigt nun der amerikanische Comic-KĂŒnstler James Sturm. mehr

“Ganoven und Fußballstars”

Samstag, den 18. Juni 2011

Christoph Haas schreibt in der heutigen “taz” vom Samstag, dem 18. Juni, ĂŒber Barus “Hau die BĂ€sse rein, Bruno!”, erschienen in der Edition 52.

Ganoven und Fußballstars

PrĂ€chtige Unterhaltung und toll gezeichnet: Barus “Hau die BĂ€sse rein, Bruno!” erzĂ€hlt spannend von Migration und Verbrechen

Seit einem Vierteljahrhundert zĂ€hlt er zu den gern gelesenen und preisgekrönten Stars der Comic-Szene Frankreichs. In Deutschland aber ist Baru, der 1947 als HervĂ© Barulea in Lothringen geboren wurde, nie ĂŒber den Status des ewigen Geheimtipps herausgekommen. Woran das liegt? Vielleicht an seinen Sujets, die ein gewisses Interesse an der Kultur und Geschichte unseres Nachbarlandes voraussetzen? Oder daran, dass seine Werke auf Deutsch nur sporadisch und in verschiedenen Verlagen erschienen sind? Inzwischen hat sich die kleine Wuppertaler Edition 52 des Zeichners angenommen und scheint ihm auch treu zu bleiben: Nach “Wut im Bauch” (2005) und “Elende Helden” (2008) liegt jetzt “Hau die BĂ€sse rein, Bruno!” vor. Und man darf sagen: Das ist einer der Comics des Jahres! mehr

“Polizeiarbeit realitĂ€tsnah”

Samstag, den 2. April 2011

Christoph Haas in der “taz” vom heutigen Samstag, dem 2. April ĂŒber “RG – Verdeckter Einsatz 2 – Bangkok-Belleville” von Autor Pierre Dragon und Zeichner Frederik Peeters (Carlsen).

Polizeiarbeit realitÀtsnah

Pierre Dragon und Frederik Peeters – ein wirklicher Bulle und ein verdammt guter Zeichner. Zusammen haben sie “RG” entwickelt

Wem gehört der große, weiße Renault? Vor einer Viertelstunde hat er sich in die ParklĂŒcke geschoben, aber niemand steigt aus. Pierre Dragon, der in einem anderen Auto auf der Lauer sitzt, gerĂ€t ins GrĂŒbeln. Ist eine rivalisierende Bande unterwegs, die den Menschenschleppern, hinter denen die Pariser Flics her sind, den Garaus machen will?

Ein Griff zum Mobiltelefon macht klar: In dem Lieferwagen sitzen Beamte von der Sitte. Zwischen deren Chef und Dragon kommt es ein paar Tage spĂ€ter zum Krach. Zwei Ressorts, ein Fall, Kompetenzgerangel und Drohungen – aber Dragon hat die besseren Karten: Weiß er doch, dass sein dreister Kollege erpressbar ist, weil er mal etwas mit einer minderjĂ€hrigen Prostituierten laufen hatte. mehr

“Hey, Arschgesicht, ich rede mit dir!”

Donnerstag, den 3. MĂ€rz 2011

In der “taz” vom 2. MĂ€rz schreibt Christoph Haas ĂŒber “Wilson” und “David Boring”, zwei Werke des amerikansichen Zeichners Daniel Clowes, die Ende vergangenen Jahres in deutscher Sprache bei Eichborn und Reprodukt erschienen sind.

“Hey, Arschgesicht, ich rede mit dir!”

Daniel Clowes ist einer der Stars des US-amerikanischen Indie-Comics. Nun erscheinen seine Werke “David Boring” und “Wilson” auf deutsch.

David sitzt im Shuttlebus zum Flughafen, und plötzlich steigt sie ein, seine Traumfrau. Sie heißt Wanda, findet ihren Hintern etwas zu dick und Ă€hnelt der schönen Pamela, in die er als 13-JĂ€hriger unsterblich verliebt war. David ist ein Nerd, der als Hausmeister in einer Computerfirma arbeitet und vergeblich von einer Karriere als Filmregisseur trĂ€umt. mehr

“Das reine Grauen”

Donnerstag, den 13. Januar 2011

Begleitet von einer ausfĂŒhrlichen Bildstrecke schreibt Christoph Haas auf sueddeutsche.de ĂŒber “Haarmann”” von Peer Meter & Isabel Kreitz (Carlsen Verlag). Der Artikel wird voraussichtlich morgen – am Donnerstag, dem 13. Januar – in der Printausgabe der “SĂŒddeutschen Zeitung” erscheinen.

Das reine Grauen

Im Vergleich zu ihm war Jack the Ripper ein Waisenknabe, er biss MĂ€nnern die Kehle durch, zerhackte und zersĂ€gte sie: “Haarmann” ist ein Graphik Novel von handwerklicher Perfektion und höchster Biederkeit.

Jack the Ripper ist berĂŒhmter. Aber im Vergleich mit seinem ĂŒbelsten deutschen Kollegen war der fĂŒnffache englische Frauenmörder geradezu ein Waisenknabe. Fritz Haarmann, geboren 1879, tötete 1918 zum ersten Mal. Nach viereinhalbjĂ€hriger Pause geriet er dann in einen Blutrausch: Zwischen Februar 1923 und Juni 1924 fielen ihm in Hannover 23 junge MĂ€nner zum Opfer. Er biss ihnen die Kehle durch, zerhackte und zersĂ€gte sie. mehr

“Nie eingestandene Liebe”

Samstag, den 18. Dezember 2010

Christoph Haas schreibt in der “taz” vom heutigen Samstag, dem 18. Dezember, ĂŒber “Insel der MĂ€nner” von Luca de Santis & Sara Colaone (Schreiber & Leser).

Nie eingestandene Liebe

Luca de Santis und Sara Colaone erzĂ€hlen in “Insel der MĂ€nner” eine Geschichte aus der Zeit des italienischen Faschismus

Der Großmachtwahn war geringer, die Kulturpolitik weniger völkisch-nationalistisch verblendet, und eine Entsprechung zu Auschwitz gab es nicht: Mit dem deutschen Nationalsozialismus verglichen, hatte die Bösartigkeit des italienischen Faschismus ihre Grenzen. Aber auch im Reich Mussolinis wurden Lebenswege untergraben, viele Menschen ermordet, Körper und Seelen maltrĂ€tiert. Damit einem dies widerfuhr, war es nicht nötig, eine abweichende politische Meinung zu vertreten. Es reichte schon, einer sexuellen Minderheit anzugehören. “In Italien gibt es nur echte MĂ€nner”, verkĂŒndete der “Duce” apodiktisch, und das hieß: Schwule waren geĂ€chtet. mehr

“Jetzt ein falscher Strich, und alles ist ruiniert!”

Sonntag, den 26. September 2010

AnlĂ€sslich der Ausstellung zu “Spring 7 – Happy Endings” in der Berliner Galerie Neurotitan hat Christoph Haas fĂŒr die “taz” vom 23. September ein Interview mit den Zeichnerinnen Ludmilla Bartscht, claire Lenkova und Stephanie Wunderlich gefĂŒhrt.

“Jetzt ein falscher Strich, und alles ist ruiniert!”

FEMINISMUS UND COMIC Die Zeichnerinnen Ludmilla Bartscht, claire Lenkova und Stephanie Wunderlich ĂŒber ihre Anthologie “Spring”

taz: Comic-Anthologien beginnen oft vielversprechend, verschwinden aber auch wieder schnell von der BildflĂ€che. “Spring” gibt es jetzt schon seit sechs Jahren, und die BĂ€nde werden immer dicker, immer besser. Woran liegt das?

claire Lenkova: Die erste Ausgabe war sehr viel Arbeit, und weil das so war, haben wir einfach weitergemacht. Wir sind stur, und wir sind Gewohnheitstiere, wie alle anderen Menschen auch.

Wie ist Ihr Zusammenschluss von Zeichnerinnen zu “Spring” ĂŒberhaupt entstanden?

Lenkova: Ich war damals im ersten Studienabschnitt an der Hochschule fĂŒr Angewandte Wissenschaften in Hamburg und bastelte kleine Heftchen, die ich verkaufte. Claudia Ahlering, die ebenfalls Comics zeichnete, und ich waren aus der Anthologie “Orang” – die es immer noch gibt – herausgeflogen. Also wollten wir selbst etwas aufziehen. Von der Kulturförderung haben wir einen Druckkostenzuschuss bekommen, wir haben Mitarbeiterinnen zusammengetrommelt, ĂŒber einen Namen diskutiert – und mit dem Zeichnen angefangen. mehr

neurotitan shop & gallery, Haus Schwarzenberg, Rosenthalerstraße 39, D-10178 Berlin
Tel. (030) 308 725 76, Fax (030) 282 90 33
email: shop@neurotitan.de, www.neurotitan.de

“Baden gehen”

Dienstag, den 27. Juli 2010

Christoph Haas in der “SĂŒddeutschen Zeitung” vom 28. Juli ĂŒber “Der Geschmack von Chlor” von Bastien VivĂšs (Reprodukt) – bereits heute online zu lesen… und vor allem zu sehen!

Baden gehen

Das Chlor beißt in den Augen, das Kraulen gleicht einem mĂŒhsamen Platschen: In Bastien VivĂšs sensationellen Comicalbum “Der Geschmack von Chlor” erhĂ€lt selbst das leicht Peinliche eine eigene Schönheit.

Schmal und verspannt liegt der junge Mann auf der Massagebank. Tief beugt der Therapeut sich ĂŒber ihn. “Du musst wirklich was fĂŒr deinen RĂŒcken tun”, schimpft er. “Ich hab’s dir schon so oft gesagt: Geh schwimmen!” Kleinlaut stimmt der Patient zu. mehr

“MĂ€chtiger Herr der TrĂ€ume”

Montag, den 19. Juli 2010

Christoph Haas am 19. Juli in der “SĂŒddeutschen Zeitung” ĂŒber die “Sandman”-Serie von Neil Gaiman und vielen verschiedenen Zeichnern, die nun bei Panini Comics erstmals komplett in deutscher Sprache vorliegt.

MÀchtiger Herr der TrÀume

Der Sonderling unter den Superhelden: “Sandman” trĂ€gt kein Cape, sieht eher aus, wie der SĂ€nger einer Gothic-Punk-Band. Die legendĂ€re Comic-Serie liegt jetzt komplett auf Deutsch vor.

“Daß du nicht enden kannst, das macht dich groß” – dieser Satz aus dem “West-östlichen Divan” könnte auch das geheime Motto der großen amerikanischen Comic-Serien sein. Superman ist seit 1938 unterwegs, Batman seit 1939, und Spider-Man, das NesthĂ€kchen in der Trias der beliebtesten Helden, spannt immerhin schon seit 1962 seine Netze. Einen Anfang kennen sie alle – eine origin story, die erzĂ€hlt, wie ein katastrophaler Zufall aus Menschen Übermenschen werden ließ. Aber zu einem Ende dĂŒrfen sie nicht kommen; ihre Abenteuer mĂŒssen immer weitergehen. mehr

“Erinnerungen eines GIs”

Samstag, den 26. Juni 2010

Christoph Haas in der “taz” vom 26. Juni ĂŒber “Alans Krieg” von Emmanuel Guibert (Edition Moderne).

Erinnerungen eines GIs

Nach Afghanistan nun Zweiter Weltkrieg – Emmanuel Guiberts spannender autobiografischer Comic “Alans Krieg”.

Zum Kriegsfilm, zum Kriegscomic gehört das Pathos der Froschperspektive. Nicht um den distanzierten Blick der GenerĂ€le und Heeresberichte geht es, sondern um das, was die MĂ€nner im Feld erleben, hinter ein Maschinengewehr gekauert oder das Bajonett zum Stoß erhoben. Dieser Ansatz kann kritisch oder sogar subversiv sein: Durch den fehlenden Blick aufs große Ganze wird der Sinn des grausigen Geschehens angezweifelt, wenn nicht negiert. Aber das muss nicht zwangslĂ€ufig der Fall sein. mehr

“RĂ€tselhafter Wimbledon”

Dienstag, den 9. Juni 2009

wim3.jpgChristoph Haas in der “taz” vom 6. Juni ĂŒber “Wimbledon Green” von Seth (Edition 52):

RĂ€tselhafter Wimbledon

GRAPHIC NOVEL Seth’ alias Gregory Gallants sensibler Comic

Seth liebt die KĂ€uze, die TrĂ€umer und Loser. Die Bilder, in denen er ihre Schicksale schildert, sind von einer makellosen Retro-Eleganz. In “It’s A Good Life If You Don’t Weaken” versucht ein junger Mann mit manischem Eifer alles ĂŒber einen US-amerikanischen Cartoonisten der Vierziger- und FĂŒnfzigerjahre herauszukriegen. Und auch “Wimbledon Green”, die jĂŒngste Graphic Novel des kanadischen KĂŒnstlers, fĂŒhrt in das Biotop des fanatischen Comicsammlers. mehr

Ein ausfĂŒhrliches Interview mit Seth fĂŒhrte zudem Tom Spurgeon fĂŒr seinen Blog comicsreporter.com, das sich in englischer Sprache hier nachlesen lĂ€sst.

“Strategien der Erinnerung”

Freitag, den 6. MĂ€rz 2009

Die drei ParadoxienIn der heutigen Ausgabe der “SĂŒddeutschen Zeitung” bespricht Christoph Haas Paul Hornschemeiers “Die drei Paradoxien” (Carlsen).

Strategien der Erinnerung

“Die drei Paradoxien” des meisterhaften Comic-Zeichners Paul Hornschemeier

“Paul und der Zauberbleistift” heißt die Arbeit, die dem jungen Comic-Zeichner MĂŒhe bereitet. Er hockt in der KĂŒche seiner Eltern, radiert und grĂŒbelt. Dann macht er mit dem Vater einen Gang durch die leeren Straßen der Kleinstadt. Sie reden, und der Zeichner schießt ein paar Fotos. Er denkt immer noch an sein Projekt, aber auch an ein unangenehmes Erlebnis in seiner Kindheit. Zu Hause kritzelt er noch ein wenig, bevor er unzufrieden ins Bett geht. Am nĂ€chsten Morgen fĂ€hrt er zurĂŒck nach Chicago, wo er den Besuch einer Frau erwartet, mit der er bislang nur in Briefkontakt stand und in die er sich vielleicht verliebt hat. mehr

“Tyrannei der Muttermilch”

Mittwoch, den 28. Januar 2009

From Hell CoverIn der heutigen Ausgabe der “SĂŒddeutschen Zeitung” bespricht Christoph Haas Alan Moores und Eddie Campbells “From Hell” (Cross Cult):

Tyrannei der Muttermilch

Wer war Jack the Ripper? Unglaublich lebendig und dokumentarisch genau nĂ€hern sich Alan Moore und Eddie Campbell in ihrem Comic “From Hell” einer Antwort in Bildern.

FĂŒnf Mal schlĂ€gt er im Herbst 1888 zu. Sein Revier ist das Whitechapel-Viertel im bitterarmen Osten Londons. Stets sind seine Opfer Frauen, und stets werden sie erst erwĂŒrgt, dann auf grausamste Weise verstĂŒmmelt. Die Polizei ermittelt auf Hochtouren. Falsche Selbstbezichtigungsschreiben gehen stapelweise ein. Die Medien ĂŒberschlagen sich. GerĂŒchte gehen um: Hohen, sogar höchsten gesellschaftlichen Kreisen soll der TĂ€ter angehören. Gefasst wird er nie. Noch heute aber kennt jeder den klangvoll-schauerlichen Namen, den man ihm damals verlieh: Jack the Ripper. mehr