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Archiv des Tags ‘Christoph Haas’
Dienstag, den 27. Juli 2010
Christoph Haas in der “Süddeutschen Zeitung” vom 28. Juli über “Der Geschmack von Chlor” von Bastien Vivès (Reprodukt) – bereits heute online zu lesen… und vor allem zu sehen!
Baden gehen
Das Chlor beißt in den Augen, das Kraulen gleicht einem mühsamen Platschen: In Bastien Vivès sensationellen Comicalbum “Der Geschmack von Chlor” erhält selbst das leicht Peinliche eine eigene Schönheit.
Schmal und verspannt liegt der junge Mann auf der Massagebank. Tief beugt der Therapeut sich über ihn. “Du musst wirklich was für deinen Rücken tun”, schimpft er. “Ich hab’s dir schon so oft gesagt: Geh schwimmen!” Kleinlaut stimmt der Patient zu. mehr
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Montag, den 19. Juli 2010
Christoph Haas am 19. Juli in der “Süddeutschen Zeitung” über die “Sandman”-Serie von Neil Gaiman und vielen verschiedenen Zeichnern, die nun bei Panini Comics erstmals komplett in deutscher Sprache vorliegt.
Mächtiger Herr der Träume
Der Sonderling unter den Superhelden: “Sandman” trägt kein Cape, sieht eher aus, wie der Sänger einer Gothic-Punk-Band. Die legendäre Comic-Serie liegt jetzt komplett auf Deutsch vor.
“Daß du nicht enden kannst, das macht dich groß” – dieser Satz aus dem “West-östlichen Divan” könnte auch das geheime Motto der großen amerikanischen Comic-Serien sein. Superman ist seit 1938 unterwegs, Batman seit 1939, und Spider-Man, das Nesthäkchen in der Trias der beliebtesten Helden, spannt immerhin schon seit 1962 seine Netze. Einen Anfang kennen sie alle – eine origin story, die erzählt, wie ein katastrophaler Zufall aus Menschen Übermenschen werden ließ. Aber zu einem Ende dürfen sie nicht kommen; ihre Abenteuer müssen immer weitergehen. mehr
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Samstag, den 26. Juni 2010
Christoph Haas in der “taz” vom 26. Juni über “Alans Krieg” von Emmanuel Guibert (Edition Moderne).
Erinnerungen eines GIs
Nach Afghanistan nun Zweiter Weltkrieg – Emmanuel Guiberts spannender autobiografischer Comic “Alans Krieg”.
Zum Kriegsfilm, zum Kriegscomic gehört das Pathos der Froschperspektive. Nicht um den distanzierten Blick der Generäle und Heeresberichte geht es, sondern um das, was die Männer im Feld erleben, hinter ein Maschinengewehr gekauert oder das Bajonett zum Stoß erhoben. Dieser Ansatz kann kritisch oder sogar subversiv sein: Durch den fehlenden Blick aufs große Ganze wird der Sinn des grausigen Geschehens angezweifelt, wenn nicht negiert. Aber das muss nicht zwangsläufig der Fall sein. mehr
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Dienstag, den 9. Juni 2009
Christoph Haas in der “taz” vom 6. Juni über “Wimbledon Green” von Seth (Edition 52):
Rätselhafter Wimbledon
GRAPHIC NOVEL Seth’ alias Gregory Gallants sensibler Comic
Seth liebt die Käuze, die Träumer und Loser. Die Bilder, in denen er ihre Schicksale schildert, sind von einer makellosen Retro-Eleganz. In “It’s A Good Life If You Don’t Weaken” versucht ein junger Mann mit manischem Eifer alles über einen US-amerikanischen Cartoonisten der Vierziger- und Fünfzigerjahre herauszukriegen. Und auch “Wimbledon Green”, die jüngste Graphic Novel des kanadischen Künstlers, führt in das Biotop des fanatischen Comicsammlers. mehr
Ein ausführliches Interview mit Seth führte zudem Tom Spurgeon für seinen Blog comicsreporter.com, das sich in englischer Sprache hier nachlesen lässt.
Tags: Christoph Haas, Edition 52, Seth, taz, Wimbledon Green Kategorie Allgemein, Presse | 0 Kommentar »
Freitag, den 6. März 2009
In der heutigen Ausgabe der “Süddeutschen Zeitung” bespricht Christoph Haas Paul Hornschemeiers “Die drei Paradoxien” (Carlsen).
Strategien der Erinnerung
“Die drei Paradoxien” des meisterhaften Comic-Zeichners Paul Hornschemeier
“Paul und der Zauberbleistift” heißt die Arbeit, die dem jungen Comic-Zeichner Mühe bereitet. Er hockt in der Küche seiner Eltern, radiert und grübelt. Dann macht er mit dem Vater einen Gang durch die leeren Straßen der Kleinstadt. Sie reden, und der Zeichner schießt ein paar Fotos. Er denkt immer noch an sein Projekt, aber auch an ein unangenehmes Erlebnis in seiner Kindheit. Zu Hause kritzelt er noch ein wenig, bevor er unzufrieden ins Bett geht. Am nächsten Morgen fährt er zurück nach Chicago, wo er den Besuch einer Frau erwartet, mit der er bislang nur in Briefkontakt stand und in die er sich vielleicht verliebt hat. mehr
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Mittwoch, den 28. Januar 2009
In der heutigen Ausgabe der “Süddeutschen Zeitung” bespricht Christoph Haas Alan Moores und Eddie Campbells “From Hell” (Cross Cult):
Tyrannei der Muttermilch
Wer war Jack the Ripper? Unglaublich lebendig und dokumentarisch genau nähern sich Alan Moore und Eddie Campbell in ihrem Comic “From Hell” einer Antwort in Bildern.
Fünf Mal schlägt er im Herbst 1888 zu. Sein Revier ist das Whitechapel-Viertel im bitterarmen Osten Londons. Stets sind seine Opfer Frauen, und stets werden sie erst erwürgt, dann auf grausamste Weise verstümmelt. Die Polizei ermittelt auf Hochtouren. Falsche Selbstbezichtigungsschreiben gehen stapelweise ein. Die Medien überschlagen sich. Gerüchte gehen um: Hohen, sogar höchsten gesellschaftlichen Kreisen soll der Täter angehören. Gefasst wird er nie. Noch heute aber kennt jeder den klangvoll-schauerlichen Namen, den man ihm damals verlieh: Jack the Ripper. mehr
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