Graphic Novels
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Archiv des Tags ‘Christos H. Papadimitriou’

Comics im Deutschlandradio und bei arte

Freitag, den 4. März 2011

Am gestrigen portraitierte Marietta Schwarz fĂĽr die Sendung „Corso“ des Deutschlandfunks die Comicautorin Ulli Lust (“Heute ist der letzte Tag vom Rest Deines Lebens”, avant-verlag). Der Beitrag kann hier nachgehört werden.

Ebenfalls im Deutschlandfunk wurde ein Beitrag von Susanne Billig und Petra Geist ausgestrahlt. In der Sendung “Forschung und Gesellschaft” befassen sie sich damit, “Wie Naturwissenschaften im Comic aussehen“ und stellen aktuelle Graphic Novels zum Thema vor: Jens Harders “Alpha – directions” (Carlsen), “Logicomix” von Apostolos Doxiadis’ und Christos H. Papadimitrious’ (Atrium), und “Die Sache mit den Genen” von Mark Schultz, Zander Cannon und Kevin Cannon (Goldmann).

Am gestrigen Donnerstag strahlte arte in der Sendung “Tracks” einen Beitrag ĂĽber den amerikanischen Zeichner Charles Burns (“Black Hole”) aus. Im Mittelpunkt steht dabei sein neues Werk “X’ed out“, das im Herbst auf Deutsch bei Reprodukt erscheinen wird (und in Frankreich unter dem Titel “Toxic” angeboten wird). Der Textbeitrag “Charles Burns – The Toxic Avenger” kann online nachgelesen werden.

“Siegeszug unter falscher Flagge”

Freitag, den 31. Dezember 2010

In der “FAZ” vom 30. Dezember 2010 macht sich Andreas Platthaus kritische Gedanken ĂĽber Graphic Novels und ihre Bedeutung fĂĽr den Buchmarkt. “Die Comicbranche wittere Morgenluft”, nimmt er an, und stellt im Folgenden drei Titel aus dem Jahr 2010 vor: “Rembetiko” von David Prudhomme (Reprodukt), “Logicomix” von Apostolos Doxiadis und Christos H. Papadimitriou, sowie “Anne Frank” von Ernie Colon und Sid Jacobson (Carlsen).

Siegeszug unter falscher Flagge

Das ist ihre Chance bei Buchhandel und Publikum: Comics heißen jetzt „Graphic Novels“ und verändern ihr Image. Der Mut bei den Verlagen wächst dementsprechend, doch von drei besonders hoch gehandelten Neuerscheinungen kann nur eine restlos überzeugen.

Wenn es nur einen einzigen neuen Comic zu benennen gälte, der die Vorzüge dessen, was man heute „Graphic Novel“ nennt, beweisen müsste, dann hieße die Wahl: „Rembetiko“. Dieser Band, den der 1969 geborene David Prudhomme im vergangenen Jahr in seiner französischen Heimat herausgebracht hat, ist jetzt sehr schnell auch ins Deutsche übersetzt worden: von Reprodukt, einem kleinen Berliner Verlag, der sich mit am kompromisslosesten dem neuen Genre der Graphic Novels verschreibt. Andere deutsche Verlage hatten „Rembetiko“, der in Frankreich gefeiert wurde, abgelehnt. Aber ist dieses Genre überhaupt neu?  mehr

Graphic Novels in den Medien – Dezember 2010 (2)

Donnerstag, den 30. Dezember 2010

Kurz vor Jahresschluss noch einmal ein Blick auf die vielfältige Berichterstattung ĂĽber Graphic Novels in den Medien. Leider kann nicht auf alles verlinkt werden, wie zum Beispiel auf Andreas Platthaus eine ganze Seite fĂĽllenden Bericht ĂĽber die Bedeutung von Graphic Novels in der heutigen Ausgabe der “Frankfurter Allgemeinen Zeitung” (update: Der Artikel “Siegeszug unter falscher Flagge” ist nun auch online abrufbar). Auf eine Reihe von Berichten und Rezensionen kann an dieser Stelle jedoch wie gewohnt verwiesen werden.

Die am heutigen Donnerstag in den Kinos startende Verfilmung von Posy Simmonds “Tamara Drewe” (Reprodukt) unter dem Titel “Immer Drama um Tamara” findet natĂĽrlich breite Beachtung in den Feuilletons, wobei die Vorlage zumindest hingewiesen wird. Auf “tagesspiegel.de” stellt Sven Jachmann das Buch noch einmal ausfĂĽhrlich vor und legt: “Die Begierden der Intellektuellen” dar.

Ralf Königs “Antityp” (Rowohlt) ist die Buchempfehlung im Dezember des “Radiofeuilletons” im “Deutschlandradio”. Knut Cordsen legt das Buch in “Fundgrube fĂĽr Kokolores” “jedem Frömmler ans Herz”. Christian Möller stellt im “Deutschlandradio Wissen” Peer Meters und Isabel Kreitz´ “Haarmann” (Carlsen) vor: “Serienmörder als Comic”. Derselbe Band wird von Thomas Hummitzsch auf “BerlinerLiteraturkritik.de” besprochen: “Der Tatort unter den Comics”. Und auf “satt.org” schreibt Andre Kagelmann ĂĽber eben jenen Band unter der Ăśberschrift “Ratten im Hirn …”.

Weitere biografische Comics fanden in den Medien Beachtung: Auf fm4.orf.at stellt Zita Bereuter “Logicomix” von Apostolos Doxiadis und Christos H. Papadimitriou (Atrium) vor: “Russell, Wittgenstein und Gödel als Superhelden”. “Ginsberg, Kerouac und Co. waren homophob, antisemitisch. Und prägten die Popkultur” schreibt Brigitte Preissler in “Dichter sind gefährlich” fĂĽr “Die Welt” ĂĽber die von Harvey Pekar und Paul Buhle herausgegebene Portraitsammlung “The Beats” (Weidle+Graf). Vor allem die “gewohnt exzellenten” Zeichnungen von Autor Reinard Kleist in seinem Buch “Castro” (Carlsen) haben es Markus Lippold angetan, wie er in seiner Besprechung auf n-tv.de schreibt: “Vaterland oder Tod – oder Diktatur”. Der Band ist Buchtipp auf “blickpunkt-lateinamerika.de”, wo Thomas Völkner “Fidel Castros Leben als Comic” vorstellt.

Auf “Aviva-Berlin.de”, dem “Online-Magazin fĂĽr Frauen” stellt Claire Horst den dritten Band von Joann Sfars “Klezmer” vor: “gewohnt farbenfroh und traumartig versponnen”. Gerade die “brillante Inszenierung” hat es Benjamin Vogt bei der LektĂĽre von Bastien Vivès´ “In meinen Augen” angetan, wie er auf “comicgate.de” schreibt.

Gleich zwei Bände von Bastien Vivès finden sich in den lesenswerten Jahres-Top 10 der besten Comic auf “titel-magazin.de”. Dort wurden vor Weihnachten noch eine Reihe weiterer Graphic Novels vorgestellt: Marc-Antoine Mathieus “Gott höchstselbst” (Reprodukt) findet nur bedingt das Wohlwollen des Rezensenten Falk Straub, der in “Der Schöpfer im Zeitalter seiner technischen Reproduzierbarkeit” jedoch relativierend feststellt: “Manch anderer Autor und Zeichner wĂĽrde sich wĂĽnschen, einen Ausrutscher auf solch hohem Niveau ĂĽberhaupt einmal zustande zu bringen.” Gleich zwei neue Bände von David B. stellt Alexander Frank in “Ornamentale Menschenknäuel und kopflose Piraten” vor: “Auf dunklen Wegen” und “Kapitän Scharlach” (letzterer zusammen mit Emmanuel Guibert, beide avant-verlag).

Weiterhin auf “titel-magazin.de” erkennt wieder Falk Straub eine “herausragende Meditation ĂĽber Lust und Gewalt” in der Piraten-Trilogie “Jeronimus” von Christophe Dabitch und Jean-Denis Pendanx (Schreiber & Leser): “Homo homini lupus”. Christian Neubert kann dagegen der Manga-Trilogie “Furious Love” von Kazuo Kamimura (Carlsen) nicht besonders viel abgewinnen: “Weiter wie gehabt…”.

“Eine zutiefst melancholische und gleichzeitig an Zynismus kaum zu ĂĽberbietende Geschichte” erkennt Felix Giesa auf “satt.org” in “Sun Village” von Inio Asano (Schreiber & Leser): “Leben und Tod sind bloĂź ein Geschäft”. Und an gleicher Stelle stellt Giesa drei aktuelle Abenteurcomics vor: “Der letzte Mohikaner” von Cromwell (nach James Fennimore Cooper, Splitter), “An Bord der Morgenstern” von Riff Reb´s (Carlsen) und “Mouse Guard – Winter 1152″ von David Petersson (Cross Cult).

Comics in den Medien – Dezember 2010 (1)

Mittwoch, den 1. Dezember 2010

Wie bereits berichtet, wurde Jeff Lemires “Essex County”, das auf Deutsch bei der Edition 52 erscheint, in die Shortlist des Buchwettbewerbs “Canada Reads” des kanadischen öffentlich-rechtlichen Fernsehsenders CBC aufgenommen. Und auch auf der auf fĂĽnf Titel gekĂĽrzten Liste wird die Graphic Novel noch gefĂĽhrt und ist im Rennen um die Auszeichnung zu Kanadas bestem Roman der letzten zehn Jahre. Die Daumen sind gedrĂĽckt!

Auf NDR.de erkennt Korinna Hennig den Trend, in Comicform Wissen zu vermitteln und stellt Jens Harders “Alpha – directions” (Carlsen) und Apostolos Doxiadis’ und Christos H. Papadimitrious’ “Logicomix” (Atrium) vor. So schreibt sie in “Wissenschaftscomics”: “Wissen ist Abenteuer und Drama – und eine Graphic Novel wie diese ist die perfekte Vermittlungsform.”

Daniel WĂĽllner argumentiert auf titel-magazin.de, dass Jens Harders Band kein Comic sei – aber doch zu Recht auf dem Comic-Salon in Erlangen ausgezeichnet wurde: “Ceci n’est pas une bande dessinĂ©e”. Auf satt.org schreibt Felix Giesa zum selben Titel, dass es dem Autor gelingt, “die ganze Welt als Comic zu beschreiben.”: “Die Welt, ein Comic”. An gleicher Stelle attestiert Giesa Manuele Fiors Schnitzler-Adaption “Fräulein Else” (avant-verlag), dass das Buch ein toll zu lesender Comic sei, aber hinter den Möglichkeiten der Literaturadaption zurĂĽckbleibe: “Spiegelung des Innern”. Lobend weist Giesa auch auf “Aua! Aua! Heiss! Heiss!” hin, eine von Ludmilla Bartscht und Simon Schwartz (“drĂĽben!”, avant-verlag) herausgegebene Anthologie mit dem Schwerpunkt auf humoristischen Comics.

Dieser Tage erscheint “Oh, diese Mädchen!” von Emmanuel Lepage und Sophie Michel (Splitter). Susann S. Reck hat den Band vorab gelesen und empfiehlt ihn in ihrer Besprechung auf aviva-berlin.de trotz leichter Schwächen. Ăśber den mit dem Jugendliteraturpreis ausgezeichneten Titel “Such Dir was aus, aber beeil Dich!” von Nadia Budde (Fischer) schreibt Lena Ullrich auf geolino.de: “Kindheit im Plattenbau”.

Auf tagesspiegel.de stellt Reinhard Kleist (“Castro”, Carlsen) den Band “Punkrock Heartland” (Männerschwarm) von Andi Lirium vor. In “Verliebte Jungs” fĂĽhrt er aus, was ihm besonders daran gefällt: “Dieser Mann hat einfach was zu erzählen, und das tut er ohne Wenn und Aber.” An gleicher Stelle attestiert Daniel WĂĽllner am Beispiel von Hanns Zischlers und Friederike Groß´ “Aus der Nachwelt”(Alpheus Verlag), dass der Deutsche Comic “langsam zur internationalen Konkurrenz aufschliesst”: “Die Magie der Möbiusschleife”. Das “zynische Dreieck von Lebenshunger, Kompromissbereitschaft und Heldentum” in “Unter dem Hakenkreuz” von Philippe Richelle und Jean-Michel Beuriot (Schreiber & Leser) beschreibt Waldemar Kesler in “Das Schweigen der Helden”.

“Morgen hab ich wieder Fleisch” – die gruselige Bedeutung dieser Aussage in Peer Meters und Isabel Kreitz’ “Haarmann” (Carlsen) legt Waldemar Kesler ebenfalls auf tagesspiegel.de dar. Katja Schmitz-Dräger fĂĽhlt sich an gleicher Stelle von Brecht Evens’ “Am falschen Ort” (Reprodukt) “merkwĂĽrdig berĂĽhrt”, wie sie in “Die Kunst des Fremdschämens” schreibt. Die Erzählung “Insel der Männer” von Sara Colaone & Luca de Santis (Schreiber & Leser) befasst sich mit “Verdrängter Erinnerung” – nämlich dem Umgang Italiens mit Homosexuellen in den 1930ern und 40ern – wie Oliver Ristau in seiner Besprechung darlegt.

Christian Möllers Bericht, der in der Sendung “Corso” im Deutschlandfunk lief, ist leider nicht im Textarchiv erhalten, dafĂĽr aber immer noch als mp3-Datei abzurufen. Der Autor stellt Arne Bellstorfs neues Buch “Baby’s in Black – The Story of Astrid Kirchherr & Stuart Sutcliffe” (Reprodukt) vor. Gleich vier Comics werden von der mdr-Kindersendung “Figarino” empfohlen: claire Lenkovas “Grenzgebiete” (Gerstenberg), Jean Regnauds und Émile Bravos “Meine Mutter ist in Amerika” (Carlsen), Felix Mertikats und Benjamin Schreuders “Jakob” (Cross Cult), sowie “Anne Frank – Eine grafische Biografie” von Ernie Colon & Sid Jacobsson (Carlsen).

Comics in den Medien – Oktober 2010

Mittwoch, den 27. Oktober 2010

Neben zahlreichen Meldungen in der deutschsprachigen Presse, in Funk und Fernsehen, gab es in den vergangenen Wochen auch einige Erwähnungen deutscher Comics und ihrer Macherinnen und Macher in internationalen Medien. Zum Beispiel interviewte Tomasz PstrÄ…gowski am Rande des Comicfestivals in Lodz den Berliner Zeichner Mawil (“Wir können ja Freunde bleiben”, Reprodukt) fĂĽr das polnische Online-Comicmagazin komiksomania.pl: “Nie jestem bohaterem”.

Mit “Wanderlust” widmet Matthias Wivel auf dem amerikanischen “The Comics Journal”-Blog Ulli Lusts “Heute ist der letzte Tag vom Rest deines Lebens” (avant-verlag) eine ausfĂĽhrliche Besprechung. Darin wird Ulli Lusts autobiografischer Reisebericht eingeordnet zwischen Goethes “Italienische Reise” und Christiane F.s “Wir Kinder vom Bahnhof Zoo”: “a fascinating study of human behavior under duress”. Erfreulich zu sehen, dass deutsche Comics auch im Ausland immer breiter wahrgenommen werden.

“Schlicht grossartig” findet Bert Dahlmann Pierre Pelots und Barus “Elende Helden” (Edition 52) in seiner kurzen Vorstellung auf westzeit.de. Das gegenwärtige Schaffen Barus, der im nächsten Jahr Präsident des Comicfestivals in AngoulĂŞme sein wird, stellt Andreas Platthaus auf seinem “FAZ”-Blog vor und spart in Bezug auf “Elende Helden” nicht mit lobenden Worten, wenn er in “Arme Typen, aber was fĂĽr ein Reichtum an Geschichten!” unter anderem ausfĂĽhrt, warum Baru “auch im Alter von ĂĽber sechzig immer noch einer der frischesten Comiczeichner der Welt ist”.

Ein weiterer Titel der Edition 52 wurde zuletzt ebenfalls besprochen: Die Veröffentlichung des ersten Teils von Jeff Lemires “Essex County”-Trilogie, “Geschichten vom Land”, nimmt Lars von Törne auf tagesspiegel.de zum Anlass, den Autor und sein Werk vorzustellen: “Nur wenige Autoren verbinden Elemente des Mainstream und der Comic-Avantgarde so gekonnt wie Jeff Lemire.” schreibt er in “Schöner Schmerz”. Auf comicgate.de vergleicht Benjamin Vogt in seiner Besprechung Jeff Lemires Stil lobend mit dem von Reinhard Kleist (“Castro”, Carlsen). Derselbe Rezensent bespricht auch Jiro Taniguchis Western-Manga “Sky Hawk” (Schreiber & Leser) und weist bei allem Lob auf einige Schwächem im Genre-Mix hin. In den ungefähr zur Zeit der groĂźen Depression angesiedelten Geschichten in Will Eisners “Ein Vertrag mit Gott und andere Geschichten” (Carlsen) erkennt Andreas Fisch – ebenfalls auf comicgate.de – eine Reihe von Parallelen zur heutigen Zeit. Die “Ur-Graphic Novel” nennt Fabian Kettner den Band in seiner ausfĂĽhrlichen Vorstellung auf literaturkritik.de.

In der Zeit ganz weit zurĂĽck geht Jens Harder in seiner Graphic Novel “Alpha – directions” (Carlsen), der Thomas Hummitzsch auf textem.de attestiert, “spektakuläre Evolutionsbilder” zu finden. Marco Behringer stellt an gleicher Stelle “die Geschichte der Beat-Literatur als Graphic Novel” vor, namentlich “The Beats” (Walde+Graf) von den Herausgebern Harvey Pekar und Paul Buhle. Wer hätte gedacht, dass einmal “Bertrand Russel als Comicheld” erscheinen wĂĽrde, fĂĽhrt ebenfalls Marco Behringer in seiner Besprechung von Apostolos Doxiadis’ und Christos H. Papadimitrious’ “Logicomix” (Atrium) auf textem.de aus. Wolfgang Popp stellt “Logicomix” auf Ă–1 vom ORF vor. Der dazugehörige Text lässt sich hier nachlesen und hier nachhören.

Christian Möller sprach anlässlich der Veröffentlichung einiger Comics, die sich mit religiösen Themen auseinandersetzen, mit dem Kölner Autor Ralf König (“Antityp”, Rowohlt) ĂĽber den “Boom des Göttlichen”. Der Beitrag lief im Deutschlandfunk. In einer kurzweiligen Bilderstrecke stellt WDR1 Live Arne Bellstorfs “Baby’s in Black – The Story of Astrid Kirchherr & Stuart Sutcliffe” (Reprodukt) vor.

In der “Welt” wurde Eric Corbeyrans Adaption von Franz Kafkas “Die Verwandlung” (Knesebeck) als gelungene Umsetzung kurz vorgestellt. FĂĽr die Vogtländer “Freie Presse” legt Oliver Seifert in “PĂĽnktchen, PĂĽnktchen, Komma Strich” dar, wie es StĂ©phane Heuet gelingt, aus Marcel Prousts Vorlage in “Auf der Suche nach der verlorenen Zeit – Combray” (Knesebeck) einen gelungenen Comic zu machen. Eher eine “LektĂĽrehilfe” erkennt darin jedoch Daniel WĂĽllner in seinem Artikel fĂĽr tagesspiegel.de: “Bis an die Grenzen der Zeit”. An gleicher Stelle stellt Waldemar Kesler die gelungene Zusammenarbeit zwischen David Prudhomme und Pascal RabatĂ© in “Die Plastikmadonna” (Carlsen) heraus: “Das Szenario und die Zeichnungen gehen bei der liebevollen Milieustudie so innig Hand in Hand, dass wir nur auf eine weitere Zusammenarbeit der beiden hoffen dĂĽrfen.”: “Die rote Maria”.

Ebenfalls auf tagesspiegel.de empfiehlt Comic-Autorin Elke R. Steiner (“Risiken und Nebenwirkungen”, GĂĽtersloher Verlagshaus) “Das Zeichen des Widders”, die Zusammenarbeit von Fred Vargas und Edmond Baudoin (Aufbau Verlag) als “MitreiĂźend, berĂĽhrend und voller ungewöhnlicher Charaktere”: “Kleiner Raub mit groĂźen Folgen”.

Thomas Otts “R.I.P. – Best of 1985 -2004″ (Edition Moderne) stellt Christian Neubert auf titel-magazin.de vor. In diesen “Schattenseiten” erkennt der Autor “groĂźe Kunst”. Christian Neubert sprach am Rande der Frankfurter Buchmesse auch mit den frisch gekĂĽrten Sondermann-Preisträgern Felix Mertikat und Benjamin Schreuder ĂĽber die Auszeichnung und natĂĽrlich ĂĽber ihr gemeinsames DebĂĽt “Jakob” (Cross Cult): “Ein Konglomerat genialer Ideen”.

Comics in den Medien – September 2010 (1)

Dienstag, den 7. September 2010

Noch bis zum 2. Oktober zeigt die StadtbĂĽcherei Albstadt-Ebingen die Wanderausstellung “Get Your Graphic Novels”, die von der Fachstelle fĂĽr das öffentliche Bibliothekswesen beim Regierungspräsidium organisiert wurde. DarĂĽber berichtet auch die lokale Presse: Helen Weible subsummiert Graphic Novels in der “SĂĽdwest Presse” als “Comics mit viel Tiefgang” und stellt heraus, dass der “Grafische Roman weit ĂĽber die Grenzen des kindlich-lustigen Comicstils” hinausgeht. Der “Schwarzwälder Bote” verhebt sich dabei in der Kurzbeschreibung und klassifiziert Graphic Novels als “Ein Zeichenstil – dem Comic nicht unähnlich”.

Auch das “Hamburger Abendblatt” charakterisiert Graphic Novels kurz in seiner AnkĂĽndigung fĂĽr den “Internationalen Graphic Novel Salon”, der am 9. September in der Hansestadt beginnt als “Bildreiche Erzählungen”: “Graphic Novels verbinden Gezeichnetes und Literatur”.

Dieser Tage erschienen ist “Logicomix” von Apostolos Doxiadis und Christos H. Papadimitriou (Atrium), worĂĽber Frank Meyer im Deutschlandradio berichtete. Er zeigt sich “beeindruckt” vom “Spannenden Zahlen-Comic auf mehreren Ebenen”. Christian Gasser besprach – gleichfalls im Deutschlandradio – “Gott höchstselbst” (Reprodukt) des französischen Autors Marc-Antoine Mathieu, den er im Interview ausfĂĽhrlich zu Wort kommen lässt. Der Beitrag lässt sich hier als mp3 nachhören.

Auch im Radio, auf On3, dem Jugendradio des Bayerischen Rundfunks, wurde die von Harvey Pekar und Paul Buhle herausgegebene Anthologie “The Beats” (Walde+Graf) vorgestellt. Markus Köbnik stellt heraus, wie das Buch seine Themen umsetzt: “Ăśber Exzess, freie Liebe und das Schreiben”. Eine Bildergalerie ergänzt die Besprechung.

Weiterhin finden Comic-Umsetzungen von Literaturvorlagen ihre Beachtung: In “Etwas, das ZĂĽndstoff birgt…” bespricht Christian Neubert fĂĽr titel-magazin.de Tim Hamiltons Comic-Adaption von Ray Bradburys “Fahrenheit 451″ (Eichborn). An gleicher Stelle schreibt Christopher Franz ĂĽber Joann Sfars Adaption von Antoine de Saint-ExupĂ©rys “Der kleine Prinz” (Carlsen) und beantwortet seine Eingangsfrage: “Mal was Neues?” mit der Feststellung, dass es die neue Version im Verlgeich mit dem Original einfach zu schwer hat.

In der “tageszeitung” lobt Oliver Ristau “Jakob” von Felix Mertikat und Benjamin Schreuder als lesenswertes DebĂĽt: “Allein auf dem Jakobsweg”.

Von der “Meisterschaft” seines Autors schreibt Christopher Pramstaller in seiner Vorstellung von Thomas Otts “R.I.P.” (Edition Moderne) auf satt.org: “Welcome to the Horror Show”. In “Der alte Mann und der Krieg” schreibt Pramstaller an gleicher Stelle ĂĽber ein weiteres Buch, das in der ZĂĽrcher Edition Moderne erschienen ist: “Alans Krieg” von Emmanuel Guibert. Sven Jachmann hat das Buch fĂĽr die aktuelle Ausgabe von “konkret” ebenfalls besprochen und die Rezension auf seiner Website veröffentlicht:

Wieder auf satt.org lobt Felix Giesa Klaus Schikowskis EinfĂĽhrung in die Welt der Comics,“Die groĂźen KĂĽnstler des Comics” (edel), als “eine wahre Bildfundgrube des Comics, bereichert um eine gelungene Geschichte seiner KĂĽnstler”.