Graphic Novels
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Archiv des Tags ‘Clément Oubrerie’

“Pablo 3 – Matisse” von Julie Birmant & Clément Oubrerie

Dienstag, den 2. Dezember 2014

9783956400124Anfang November erscheint bei Reprodukt der dritte Teil von “Pablo”, in dem die Autoren Julie Birmant und Clément Oubrerie leichthändig und kunstvoll von den jungen Jahren Pablo Picassos in Paris erzählen, von seiner Suche nach Anerkennung und von einer aufblühenden Epoche.

Von dem ersten ordentlichen Honorar, das der 25-jährige Picasso mit seinen Bildern verdient, fährt er gemeinsam mit Fernande nach Spanien. Nach einem Besuch bei Pablos Eltern in Barcelona reisen die beiden in das Pyrenäendorf Gósol, wo sie einen Sommer verbringen. Was als Auszeit vom Pariser Bohème-Leben geplant war, trägt unerwartete Früchte: Picassos Ertrag jener Wochen an Bildern, Skulpturen, Zeichnungen und Schnitzereien ist enorm. Es scheint, als hätte er in der spanischen Heimat seine Inspiration wiedergewonnen. Zurück auf dem Montmartre ist Picasso nun reif für die Begegnung mit seinem wichtigsten und lebenslangen Rivalen: Henri Matisse.

“Eine verklärte Huldigung? Keineswegs. Mit Leichtigkeit und Lakonie rückt man Picasso in verschnörkelten Comicbildern näher.” – Janina Labhardt, SRF

Pablo 3 – Matisse, ISBN 978-3-95640-012-4, 84 Seiten, farbig, 22 x 29 cm, Klappenbroschur, 20 EUR, erscheint im Dezember bei Reprodukt

Neue Comics bei Reprodukt

Donnerstag, den 27. November 2014

Mit “Ein Sommer am See” der kanadischen Autorinnen Mariko Tamaki und Jillian Tamaki erscheint im Sommer 2015 eine der mitreißendsten Coming-of-Age-Graphic Novels der vergangenen Jahre bei Reprodukt.

Paco Roca (“Kopf in den Wolken”) widmet sich in seiner neuen Graphic Novel “Die Heimatlosen” einer wenig bekannten Facette des Kampfs gegen den Faschismus im Zwanzigsten Jahrhundert und Marc-Antoine Mathieu wird mit gleich zwei Neuerscheinungen gefeiert. Elke Steiner würdigt kenntnisreich die “anderen Mendelssohns” und der britische Altmeister Raymond Briggs erzählt anhand der Biografie seiner Eltern ein halbes Jahrhundert Zeitgeschichte. Dazu neue Comics von Robert Crumb, Daniel Clowes und Frederik Peeters.

Das Reprodukt-Frühjahrsprogramm steht auch als PDF zum Download bereit: “Vorschau Frühjahr 2015″ (9,1 MB)

Außerdem ist die komplette Vorschau für das Frühjahr auch auf ISSUU verfügbar:

Das Reprodukt-Frühjahr 2015 wird ein Fest für alle Freunde der abgeschlossenen Serie. Drei Reihen werden in diesem Programm zum Ende geführt: Manu Larcenets düsteres Meisterwerk “Blast”, Charles Burns’ verstörende Trilogie “X” | “Die Kolonie” | “Zuckerschädel” sowie Julie Birmants und Clément Oubreries “Pablo”.

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“Ein Sommer am See” von Mariko Tamaki & Jillian Tamaki

Jeden Sommer verbringt Rose mit ihren Eltern die Ferien im selben Haus am See. Dort trifft sie ihre Sommerfreundin Windy. Sie ist für Rose die kleine Schwester, die sie nie hatte. Doch in diesem Sommer ist alles anders. Roses Eltern hören nicht auf, sich zu streiten, und auch zwischen Rose und Windy hat sich etwas verändert. Rose kann den kindlichen Spielen von früher nicht mehr viel abgewinnen, vielmehr beobachtet sie fasziniert und verstört zugleich die älteren Teenager, die schon erste sexuelle Erfahrungen machen.

Eine flirrend leichte Sommergeschichte über die Zeit zwischen der Kindheit und dem Erwachsenwerden – voller Geheimnisse, Sorgen und Erwartungen.

Ein Sommer am See | ISBN 978-3-95640-025-4
320 Seiten, einfarbig (Pantone), Hardcover, 15,3 x 21,4 cm, Euro (D) 29,–
Erscheint im Mai

9783956400339

“Die Heimatlosen” von Paco Roca

August 1944: Nach der Irrfahrt durch das vom Faschismus zerrüttete Europa und nordafrikanische Arbeitslager erreicht eine Gruppe spanischer Kommunisten und Anarchisten das nazibesetzte Frankreich. An der Seite der Résistance kämpfen sie bis zur Kapitulation der Deutschen. Doch ihr größter Wunsch, die eigene Heimat von der Diktatur befreit zu sehen, soll noch jahrzehntelang unerfüllt bleiben.

Anhand der Erinnerungen von Miguel Ruiz, einem spanischen Republikaner, rekonstruiert Paco Roca die bisher wenig bekannte Geschichte der spanischen Exil-Widerstandskämpfer im Zweiten Weltkrieg.

“Zweifellos die Graphic Novel des Jahres. Paco Roca belebt mit akademischer Strenge, dokumentarischer Aussagekraft und extremer Sensibilität die Geschichte der neunten Kompanie.” – Jose Maria Robles, El Mundo

Die Heimatlosen | ISBN 978-3-95640-033-9
328 Seiten, farbig, Hardcover, 17,2 x 24,6 cm, Euro (D) 39,–
Erscheint im April

9783956400216

“Richtung” von Marc-Antoine Mathieu

Ohne ein Wort erzählt Marc-Antoine Mathieu in “Richtung” die Initiationsreise eines Mannes durch eine Welt von labyrinthischer Natur… Wohin treibt es ihn? Was gibt seinem Leben Sinn? Entschlossen folgt der namenlose Wanderer Pfeilen und anderen Hinweisen durch die Leere des Seins – die Richtung ist sein einziger Antrieb.

Eine philosophische und hypnotische Bilderreise durch eine Welt ohne Grenzen, in der Marc-Antoine Mathieu einmal mehr lustvoll und voller Neugier die Grenzen der Gestaltungsmöglichkeiten des Comics auslotet.

“Marc-Antoine Mathieus Werke sind das Klügste, was der Comic hergibt.” – Andreas Platthaus, FAZ-Blog

Richtung | ISBN 978-3-95640-021-6
256 Seiten, schwarzweiß, Hardcover mit Leinenrücken, 17,3 x 23,6 cm, Euro (D) 29,–
Erscheint im März 2015

9783956400353

“Fritz the Cat” von Robert Crumb

Sieben Leben reichen für ihn nicht aus. Dafür ist sein Alltag einfach zu ausschweifend. Er verfällt Frauen, Drogen und dem Alkohol und rebelliert gegen jedwede Autorität. Fritz the Cat tigert wieder durch die Großstadt und treibt dort sein Unwesen.

Der Underground-Klassiker von Robert Crumb erfährt eine überarbeitete und erweiterte Neuauflage. Eine gnadenlose Abrechnung mit der Aufbruchshysterie der Hippie-Generation, mit Polizeiwillkür und Rassendiskriminierung. Zotig, witzig und garantiert nicht jugendfrei!

Fritz the Cat | ISBN 978-3-95640-035-3
128 Seiten, schwarzweiß, Hardcover mit Leinenrücken, 22 x 29 cm, Euro (D) 29,–
Erscheint im Juni 2015

9783956400360

“Mister Wonderful” von Daniel Clowes

Marshall ist geschieden, mittleren Alters, seit Neustem arbeitslos. Nicht eben das, was man einen guten Fang nennt. Sein Blind Date namens Natalie ist verspätet. Marshall wartet. Neun Minuten. Zwanzig Minuten. Vierzig Minuten. Als Natalie dann doch noch erscheint, ist Marshall hin und weg. Jetzt bloß nichts falsch machen! Gemeinsam erleben sie in der folgenden Nacht Abgründe, die zwei Menschen, die sich gerade erst kennengelernt haben, nicht durchmachen sollten. Zumindest nicht, wenn sie ein weiteres Date anstreben.

Durch die Augen des egozentrischen Marshall wirft Daniel Clowes einen mal anrührenden, mal boshaften, stets aber urkomischen Blick auf die menschliche Beziehung in einer zusehends freudlos scheinenden Welt.

Mister Wonderful | ISBN 978-3-95640-036-0
80 Seiten, farbig, Hardcover, 28 x 15 cm, Euro (D) 24,–
Erscheint im August 2015

9783956400247

“Die anderen Mendelssohns: Karl Mendelssohn Bartholdy” von Elke Renate Steiner

Karl Mendelssohn (1838-1897), der älteste Sohn von Felix Mendelssohn-Bartholdy, war Historiker und fühlte sich der bürgerlichen Revolution verpflichtet. Elke Renate Steiner lässt seinen jüngeren und scheinbar erfolgreicheren Bruder, Paul Mendelssohn, in Rückblenden von Karls bewegtem Leben erzählen.

Elke Renate Steiner befasst sich bereits seit Jahren intensiv mit der Geschichte der Familie Mendelssohn, die das Geistesleben in Deutschland seit dem Wirken des Aufklärers Moses Mendelssohn im 18. Jahrhundert entscheidend mitgeprägt hat. Sie interessiert sich dabei besonders für diejenigen Biografien, die von Brüchen und vermeintlichem Scheitern gezeichnet sind – für die “anderen Mendelssohns”.

Die anderen Mendelssohns: Karl Mendelssohn Bartholdy | ISBN 978-3-95640-024-7
132 Seiten, zweifarbig, Hardcover, 16,6 x 23 cm, Euro (D) 24,–
Erscheint im März 2015

9783956400223

“Ethel & Ernest” von Raymond Briggs

Mit “Ethel & Ernest” setzt Raymond Briggs seinen Eltern ein bewegendes Denkmal, und mit ihnen den ganz gewöhnlichen Leute in außergewöhnlichen Zeiten.

Ethel und Ernest gehörten als Mitglieder der englischen Arbeiterklasse jener Generation an, die die bewegtesten Jahre des 20. Jahrhunderts erlebte. Voller Sympathie, aber ohne Sentimentalität bringt Raymond Briggs die Ängste, die Befremdung, doch auch die Aufregung und das Amüsement seiner Eltern angesichts der gewaltigen Umwälzungen zu Papier: Von der Großen Depression über die Jahre des Zweiten Weltkriegs spiegeln sich im Leben von Ethel und Ernest das Aufkommen des Radios und des Fernsehens, die Entwicklung der Atombombe, die Mondlandung, die gesellschaftlichen Umbrüchen der 60er Jahre…

“Etliche Sozialhistoriker haben viele Worte gemacht, um wesentlich weniger zu sagen – und das bei Weitem nicht so liebevoll und warmherzig.” – Nick Hornby

Ethel & Ernest | ISBN 978-3-95640-022-3
104 Seiten, farbig, Hardcover, 15 x 22,5 cm, Euro (D) 20,–
Erscheint im März 2015

9783956400230

“Blast 4: Hoffentlich irren sich die Buddhisten” von Manu Larcenet

Die Qualen des unförmigen Riesen Polza Mancini und jene seiner Opfer werden am Ende der Reise nebeneinandergestellt: Jahre nach Mancinis Verhör lässt Manu Larcenet die beiden Polizisten einem Fernsehteam von ihren Ermittlungen berichten – und stellt damit die Eindrücke und Erwartungen des Lesers auf den Kopf. Wie ein Puzzlespiel fügen sich die einzelnen Teile der Erzählung zu einem einheitlichen Ganzen und lassen Polza Mancinis abgründige Seele erahnen.

Von der “Tagesspiegel”-Jury zum “Comic des Jahres 2012″ gewählt.

Blast 4 | ISBN 978-3-95640-023-0
200 Seiten, schwarzweiß & farbig, Hardcover, 20,5 x 27 cm, Euro (D) 29,–
Erscheint im März 2015

9783956400308

“Pablo 4: Picasso” von Julie Birmant & Clément Oubrerie

Paris im Mai 1907. Pablo Picassos vermeintlich skandalöses Gemälde „Les Demoiselles d’Avignon“ entsetzt ganz Paris. Selbst enge Freunde wenden sich von ihm ab. Doch Pablo arbeitet wie besessen und erfindet sich neu – ermutigt durch Georges Braque und den jungen Galeristen Daniel-Henry Kahnweiler. Schon bald soll Picasso im Aufkommen des Kubismus und der Kunst der Moderne ein neues Leben beginnen.

Leichthändig verknüpfen Julie Birmant und Clément Oubrerie die Geschichte des jungen Pablo Picasso mit dem Porträt einer aufblühenden Epoche samt all ihren Lichtmomenten und Schattenseiten.

Pablo 4 | ISBN 978-3-95640-030-8
84 Seiten, farbig, Klappenbroschur, 22 x 29 cm, Euro (D) 20,–
Erscheint im Juni 2015

9783956400346

“Zuckerschädel” von Charles Burns

Die Medikamente und der Alkohol helfen nicht länger. Verstörende Bilder und verdrängte Erinnerungen holen Doug immer häufiger ein. Seine Vergangenheit lässt sich nicht abschütteln und so flüchtet er sich in eine bizarre Traumwelt – bis er auch dort mit seinen düsteren, emotionalen Abgründen konfrontiert wird…

Die mysteriöse Abwärtsspirale zieht den Leser in ihren Bann. Meisterhaft führt Charles Burns in “Zuckerschädel” die Fäden seiner vielschichtigen Erzählung zum Abschluss, die in den Vorgängern “X” und “Die Kolonie” ihren Anfang nahm. Charles Burns’ in Rückblenden und Traumsequenzen erzähltes Drama um den Teenager Doug, der jeden Bezug zur Realität zu verlieren droht, verwischt auch für den Leser auf verstörende Weise die Grenzen zwischen Imagination und Wirklichkeit. William Burroughs meets Hergé.

Zuckerschädel | ISBN 978-3-95640-034-6
64 Seiten, farbig, Hardcover mit Leinenrücken, 22 x 29,5 cm, Euro (D) 20,–
Erscheint im Juli 2015

9783956400315

“Aâma 2: Die unsichtbare Menge” von Frederik Peeters

Verloc Nim ist zusammen mit seinem Bruder Conrad und seinem Leibwächter, dem mechanischen Menschenaffen Churchill, auf den Wüstenplaneten Ona(ji) gereist, um eine Substanz namens Aâma zu bergen, die hier von einer Gruppe Wissenschaftler getestet werden sollte. Auf der Suche nach dem Aâma stoßen Conrad und Verloc auf ein Paradies – das Aâma hat auf dem Planeten einen evolutionären Prozess in Zeitraffer ausgelöst, mit ebenso faszinierenden wie gefährlichen Folgen.

Mit “Aâma” bestätigt Frederik Peeters einmal mehr, dass er zu den großen Comicautoren seiner Zeit gehört. In der Tradition von Stanislaw Lem oder Isaac Asimov legt er eine brillant-wahnwitzige Weltraumoper mit einer gehörigen Portion Action und Humor vor.

Aâma 2 | ISBN 978-3-95640-031-5
88 Seiten, farbig, Klappenbroschur, 22 x 29,5 cm, Euro (D) 20,–
Erscheint im Juli 2015

“Aya – Leben in Yop City” von Marguerite Abouet & Clément Oubrerie

Dienstag, den 4. November 2014

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Ende November erscheint bei Reprodukt der zweite Teil der Kompaktausgabe von “Aya – Leben in Yop City” (Erstveröffentlichung in deutscher Sprache). Auf 376 Seiten erstreckt sich die schwungvolle Soap Opera um Aya, ihre Familie und ihre Freunde aus Yopougon, einem Stadtteil von Abidjan in der Elfenbeinküste, aufgezeichnet von Clément Oubrerie nach einem Szenario von Marguerite Abouet.

Willkommen zurück in Yop City! Aya hat es geschafft: Sie studiert Medizin. Die junge Frau hat sich gegen ihren Vater durchgesetzt, seines Zeichens eifriger Verfechter tradierter Geschlechterrollen. Aber Machos kommen nicht nur in den besten Familien vor, sie machen leider auch vor dem Hort des Geistes nicht halt. Und so muss Aya sich an der Uni der Zudringlichkeiten ihres Biologieprofessors erwehren. Als wären all das Lernen und ihre chaotischen Freundinnen Adjoua und Bintou nicht Prüfung genug.

Derweil suchen Herr und Frau Sissoko verzweifelt nach ihrem Sohn Moussa – oder doch nur nach dem Familienvermögen, das dieser hat mitgehen lassen? Und im fernen Paris muss Innocent feststellen, dass Frankreich keineswegs das gelobte Land für Homosexuelle ist… Auch im zweiten und abschließenden Band ihres preisgekrönten Comics verknüpfen Marguerite Abouet und Clément Oubrerie souverän das Ernste mit dem Komischen und erlauben einen anderen Blick auf Afrika: Auf einen Alltag abseits von Krieg, Hunger und Aids.

“Ein wunderbarer Comic über den Alltag dreier heranwachsender Mädchen im Afrika der späten Siebzigerjahre.” – Christian Gasser, WDR 3

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Marguerite Abouet, geboren 1971 in Abidjan, verbrachte ihre ersten zwölf Lebensjahre in der Elfenbeinküste, bevor sie nach Frankreich zog. Für “Aya” erhielt sie 2006 wie Clément Oubrerie den Preis für das beste Debüt beim Comicfestival im französischen Angoulême. Mit “Akissi” schreibt sie auch Comicszenarios für junge Leser.

Clément Oubrerie, geboren 1966 in Paris, hat in Frankreich mittlerweile über 40 Kinderbücher als Zeichner publiziert und ist Mitbegründer des 3D-Animationsstudios Station OMD – verantwortlich auch dafür, dass “Aya” als abendfüllender Trickfilm produziert wurde, der im Sommer 2013 in den französischen Kinos angelaufen ist.

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Aya – Leben in Yop City, ISBN 978-3-95640-009-4, 376 Seiten, farbig, 17 x 24 cm, Hardcover, 39 EUR, erscheint im November 2014 bei Reprodukt

“Aya de Yopougon” im Kino Babylon, Berlin

Montag, den 20. Oktober 2014

Aya Im Rahmen des Programms French Connection vom Institut français zeigt das Kino Babylon in Mitte am Dienstag, dem 28. Oktober um 20.30 Uhr den Animationsfilm “Aya de Yopougon” basierend auf der Graphic Novel “Aya” von Marguerite Abouet und Clément Oubrerie, die bei Reprodukt erschienen ist. Der zweite Band der Reihe, “Aya – Leben in Yop City”, wird im November dieses Jahres erscheinen.

Ende der 1970er-Jahre: In der ivorischen Metropole Abidjan leben Aya und ihre zwei Freundinnen Adjoua und Bintou. Aya ist 19 Jahre alt, das Alter, in dem alles erreichbar scheint – vielleicht sogar ein Medizinstudium gegen den Willen des Vaters, der seine Tochter lieber heute als morgen verheiratet sähe. Während Aya von einer Zukunft als Ärztin träumt, schlagen sich Adjoua und Bintou die Nächte in den örtlichen Tanzbars um die Ohren und rauben ihrer Freundin mit ihren chaotischen Liebschaften den letzten Nerv…

Ob nun die Wahlen zur “Miss Stadtteil” vor der Tür stehen oder Ayas quirlige kleine Geschwister – von deren Existenz sie bisher nicht das Geringste geahnt hatte – in Marguerite Abouets und Clément Oubreries schwungvollem “Alltags-Dramolett ist alles möglich und nichts so, wie es scheint” (Süddeutsche Zeitung). Hinreißend komisch und voller Lebensfreude zeigt “Aya” ein Afrika fernab westlicher Klischees und lässt trotz der sich überschlagenden Ereignisse auch Raum für nachdenkliche Zwischentöne.

Kino Babylon, Rosa-Luxenburg-Str. 30, D-10178 Berlin
Infos und Tickets: www.babylonberlin.de

“Aya” von Marguerite Abouet & Clément Oubrerie

Dienstag, den 4. März 2014

Mitte März und damit rechtzeitig zur Leipziger Buchmesse erscheint bei Reprodukt eine handliche Kompaktausgabe der ersten drei Teile von “Aya” (vormals bei Carlsen erschienen). Auf 360 Seiten erstreckt sich die schwungvolle Soap Opera um Aya, ihre Familie und ihre Freunde aus Yopougon, einem Stadtteil von Abidjan in der Elfenbeinküste, aufgezeichnet von Clément Oubrerie nach einem Szenario von Marguerite Abouet.

Ende der 1970er-Jahre: In der ivorischen Metropole Abidjan leben Aya und ihre zwei Freundinnen Adjoua und Bintou. Aya ist 19 Jahre alt, das Alter, in dem alles erreichbar scheint – vielleicht sogar ein Medizinstudium gegen den Willen des Vaters, der seine Tochter lieber heute als morgen verheiratet sähe. Während Aya von einer Zukunft als Ärztin träumt, schlagen sich Adjoua und Bintou die Nächte in den örtlichen Tanzbars um die Ohren und rauben ihrer Freundin mit ihren chaotischen Liebschaften den letzten Nerv…

Ob nun die Wahlen zur “Miss Stadtteil” vor der Tür stehen oder Ayas quirlige kleine Geschwister – von deren Existenz sie bisher nicht das Geringste geahnt hatte – in Marguerite Abouets und Clément Oubreries “Alltags-Dramolett ist alles möglich und nichts so, wie es scheint” (Süddeutsche Zeitung). Hinreißend komisch und voller Lebensfreude zeigt “Aya” ein Afrika fernab westlicher Klischees und lässt trotz der sich überschlagenden Ereignisse auch Raum für nachdenkliche Zwischentöne.

“Ein wunderbar bunter Comicroman, der vor afrikanischer Lebenslust nur so sprüht.” – 3sat Kulturzeit

Marguerite Abouet, geboren 1971 in Abidjan, verbrachte ihre ersten zwölf Lebensjahre in der Elfenbeinküste, bevor sie nach Frankreich zog. Für “Aya” erhielt sie 2006 wie Clément Oubrerie den Preis für das beste Debüt beim Comicfestival im französischen Angoulême. Mit “Akissi” schreibt sie auch Comicszenarios für junge Leser.

Clément Oubrerie, geboren 1966 in Paris, hat in Frankreich mittlerweile über 40 Kinderbücher als Zeichner publiziert und ist Mitbegründer des 3D-Animationsstudios Station OMD – verantwortlich auch dafür, dass “Aya” als abendfüllender Trickfilm produziert wurde, der im Sommer 2013 in den französischen Kinos angelaufen ist.

Aya, ISBN 978-3-95640-001-8, 360 Seiten, farbig, 17 x 24 cm, Hardcover, 39 EUR, erscheint im März 2014 bei Reprodukt

“Pablo 2 – Apollinaire” von Julie Birmant & Clément Oubrerie

Dienstag, den 29. Oktober 2013

Anfang November erscheint bei Reprodukt der zweite Teil von “Pablo”, in dem die Autoren Julie Birmant und Clément Oubrerie leichthändig und kunstvoll von den jungen Jahren Pablo Picassos in Paris erzählen, von seiner Suche nach Anerkennung und von einer aufblühenden Epoche.

Der Pariser Montmartre, 1905: Der junge Katalane Pablo Picasso macht moderne Kunst, doch noch zeigt die Welt seinem Werk die kalte Schulter. Als der brotlose Künstler zu allem Überfluss von seiner Muse Fernande Olivier verlassen wird, entwerfen die Dichter Max Jacob und Guillaume Apollinaire einen aberwitzigen Plan, ihren Freund Pablo wieder aufzurichten. Und dann ist da Gertrude Stein, die nun in Pablos Leben tritt, eine schrullige Amerikanerin, die seine Kunst nicht nur erkennt, sondern auch kauft…

“Eine verklärte Huldigung? Keineswegs. Mit Leichtigkeit und Lakonie rückt man Picasso in verschnörkelten Comicbildern näher.” – Janina Labhardt, SRF

Pablo 2 – Apollinaire, ISBN 978-3-943143-73-7, 84 Seiten, farbig, 22 x 29 cm, Klappenbroschur, 20 EUR, erscheint im November bei Reprodukt

Graphic Novels in den Medien – 7. August 2013

Mittwoch, den 7. August 2013

Ein iranischer Albtraum ist ein in jedem Sinne toller Trip durch die Hölle der Haft und das Labyrinth des grotesken politischen Verfahrens.” schreibt Alexandra Kedves im Zürcher Tagesanzeiger über Mana Neyestanis Buch, das in der Edition Moderne erschienen ist: “Im Knast wegen einer dummen Kakerlake”.

Ralph Trommer zeigt sich von Manuele Fiors “Die Übertragung” (avant-verlag) sehr angetan, da Fior darin “beweist, dass Science-Fiction auch jenseits von Klischees funktionieren kann.”. Der Artikel “Science Fiction, die schwebt” erschien in der tageszeitung.

Derselbe Autor stellt auf tagesspiegel.de “Reprobus” von Markus Färber vor (Rotopolpress) und findet nur lobende Worte: “Ein unheimlicher Heiliger”.

Im Reiseteil des Tagesspiegels erschien eine Reportage Erik Wenks zu den Handlungsorten des Buches “Alois Nebel” von Jaroslav Rudis und Jaromir 99 (Voland & Quist): “Der Held sitzt immer am Tresen”.

Unter der Überschrift “Das Jahr der Comic-Kunst: Gut gemerzt!” stellte Christoph Huber in der Presse eine Reihe aktueller Titel vor, die sich von unterschiedlicher Seite dem Thema “Kunst & Comics” nähern: mehr oder weniger freie Künstlerbiografien wie Lars Fiskes “Kurt Schwitters: Jetzt nenne ich mich selbst Merz. Herr Merz!”, Steffen Kvernelands “Munch”, “Chagall in Russland” von Joann Sfar (alle avant-verlag) und “Pablo” von Julie Birmant und Clément Oubrerie, sowie Brecht Evens’ “Die Amateure” (beide Reprodukt), der die Beschäftigung mit Kunst in eine fiktionale Geschichte einbettet.

Im Standard stellte Martin Reiterer drei Bände vor, die sich mit gesellschaftlichen Problemen wie der Flüchtlingspolitik auseinandersetzen: Joe Saccos “Reportagen” (Edition Moderne), Paula Bullings “Im Land der Frühaufsteher” (avant-verlag), sowie “Kafka für Afrikaner. Sofie und der schwarze Mann” von Judith Vanistendael (Reprodukt): “Wie kann ich ein normal Mensch sein?”.

Im “Literaturforum” des Nordwest-Radios gab es ebenfalls eine themenbezogene Übersicht, hier geht es um “Graphic Novels aus der arabischen Welt und aus Israel”. Fazit hier: “Eine alternative, nicht gerade systemkonforme Form von Literatur. Höchst fantasievoll bietet sie Innenansichten aus einer fremden Welt”. Vorgestellt werden “Israel verstehen in 60 Tagen oder weniger” von Sarah Glidden (Panini), “Metro” von Magdy El-Shafee, “Die Mauer” vom Maximilien Le Roy (beide Edition Moderne), “Aufzeichnungen aus Jerusalem” von Guy Delisle (Reprodukt), “Die besten Feinde” von Jean-Pierre Filiu und David B., “Das Spiel der Schwalben” von Zeina Abirached sowie dem Sammelband “Cargo” (alle avant-verlag).

Graphic Novels in der Presse – 3. Juli 2013

Mittwoch, den 3. Juli 2013

Wie berichtet, sorgt ein Plakat an der Universität Duisburg-Essen, auf dem Motive aus Craig Thompsons “Habibi” (Reprodukt) collagiert wurden, für Aufruhr. Genauer gesagt geht es um die Reaktionen darauf seitens einer Gruppe, die sich aus religiösen Gründen von der Ausstellung verletzt fühlten, die Reaktion der Universitätsleitung darauf, die Berichterstattung in der Presse und die Reaktion widerum darauf. Viele Details sind noch nicht letztendlich geklärt, so ist zum Beispiel das beanstandete Plakat bisher nicht veröffentlicht worden. Inzwischen griff mit der gestrigen Ausgabe auch die Frankfurter Allgemeinen Zeitung auch die überregionale Presse das Thema auf. So mahnt Antje Koch in “Angst vor Bildern”, dass die Schliessung der Ausstellung für einen Ort des Wissensaustausches nicht der angemessene Schritt war. Wie Lars von Törne heute in einem mehrfach aktualisierten Artikel auf tagesspiegel.de schreibt, stellt sich die Universität vor ihre Angestellten: “Universität verteidigt Schließung der Ausstellung”. Zudem soll überprüft werden, inwiefern Kritik am Poster gerechtfertigt war. Außerdem “ist nun ein öffentliches Kolloquium geplant, in dem aus Anlass des aktuellen Konflikts über die Freiheit der Wissenschaft und Meinungsfreiheit in der Hochschule gesprochen werden soll.” Nebenbei wird angemerkt, dass das Motiv aus Craig Thompsons “Habibi” zwar beanstandet und abgenommen wurde, die Beschädigung durch eine Studentin aber ein anderes Plakat betraf. Es werde überprüft, inwieweit dieses Verhalten justiziabel sei. Auf dem Reprodukt-Verlagsblog wird derweil erläutert, dass durch die Bearbeitung von Thompsons Comic dessen Aussage in grober Weise verändert wurde und dass – wie zum Beispiel im Artikel der FAZ geschehen – die Gleichsetzung der Aussage des Plakats und der des Buches ein Fehler sei.

Vier aktuelle Künstlerbiografien in Comicform stellt Thomas von Steinaecker in der Süddeutschen Zeitung vor (“Ein leben in Bildern”), wobei ihn von Steffen Kvernelands “Munch”, Lars Fiskes “Kurt Schwitters: Jetzt nenne ich mich selbst Merz. Herr Merz” (beide avant-verlag), “Pablo” von Julie Birmant und Clement Oubrerie (Reprodukt) und “Egon Schiele. Ein exzessives Leben” von Olivier Coste (Knesebeck) nur ein Band wirklich überzegen konnte.

Dagegen zeigt sich Eva Heppner von “Egon Schiele. Ein exzessives Leben” sehr angetan. In ihrem Beitrag für den Deutschlandfunk lobt sie das “beeindruckende Debut”: “Gelangweilt von starren Konventionen”.

“Doppelsinnig, philosophisch und ein Highlight in Carlsens Frauencomicexperiment.” So urteilt Katja Schmitz-Dräger auf tagesspiegel.de über “Wie ein leeres Blatt” von Boulet und Penelope Bagieu.

Ein Buch zur derzeit laufenden Tour de France ist “Unmöglich ist kein französisches Wort. Die Geschichte(n) der Tour de France.” von Jan Cleijne (Covadonga). Den Band stellt Martin Krauss in der Jungle World vor. “Die Helden der Straße”.

Mit “Huck Finn” von Olivia Vieweg ist bei Suhrkamp eine Adaption der Vorlage von Mark Twain erschienen, die Sebastian Hammelehle heute auf Spiegel Online vorstellt: Wie er in “Platz frei, ich bring ‘ne Lady mit!”, zeigt er sich vor allem vom unprätentiösen Stil beeindruckt.

“Aya de Yopougon” – Kinostart in Frankreich

Dienstag, den 2. Juli 2013

Am 17. Juli startet die Verfilmung des französischen Erfolgscomics (500.000 verkaufte Exemplare) “Aya de Yopougon” von Marguerite Abouet und Clément Oubrerie in den französischen Kinos. Drei der sechs Teile umfassenden Geschichte sind vor einigen Jahren bei Carlsen erschienen und werden 2014 bei Reprodukt in einem Band wiederveröffentlicht. Danach sollen in einem zweiten Band die restlichen Teile folgen.

Ein Termin für den Kinostart in Deutschland steht noch nicht fest. Von Clément Oubrerie erschien in deutscher Sprache zuletzt der erste Band der Picasso-Biografie “Pablo 1: Max Jacob” (Text: Julie Birmant, Reprodukt)

Graphic Novels in den Medien – 23. Mai 2013

Donnerstag, den 23. Mai 2013

Waldemar Kesler stellt in seiner Besprechung von David B.s und Herve Tanquerelles “Die falschen Gesichter” (avant-verlag) in der tageszeitung heraus, dass vor Allem die Reportage-artigen und Action-Elemente überzeugen: “Das Ende der proletarischen Guerilla”.

Durch Ulli Lusts Umsetzung als Comic sieht Philip Dulle Marcel Beyers “Flughunde” (Suhrkamp) auf eine neue Stufe gestellt, wie im Nachrichtenmagazin Profil sowie online auf profil.at nachzulesen ist: “Ulli Lusts NS-Graphic-Novel Flughunde. Im ergänzenden Interview mit Dulle geht die Autorin auf die Hintergründe der Arbeit an dem Buch ein.

“Einen auf viele Seiten hin offenen, phasenweise unbehaglichen, immer aber faszinierenden Comic-Roman” erkennt Christian Gasser in Manuele Fiors “Die Übertragung” (avant-verlag), wie er in seiner Besprechung im Deutschlandfunk zu Gehör gibt: “Berührend-spannungsgeladene Beziehung im Jahr 2048″. Direkt zum Audio-Beitrag geht es hier.

Susanne Harmsen hält es für einen richtigen Schritt, mit einem Buch wie “Die große Transformation” (Jacoby & Stuart) auf die praktischen Herausforderungen des Klimawandels hinzuweisen, wie sie auf Deutschlandradio Kultur sagte: “Eine Aufgabe für die ganze Welt”. Auch diesen Beitrag kann man nachhören, und zwar hier.

“Bücher können zum Lachen bringen und nachdenklich machen, sie können Betroffenheit erzeugen und verstören. Bücher können persönliche Schicksale aufgreifen und eine Gesellschaft sezieren. Im besten Fall machen sie all das zusammen. So wie Jimmy Corrigan.” Das schreibt Markus Lippold in seiner Buchvorstellung von Chris Wares “Jimmy Corrigan – Der klügste Junge der Welt” (Reprodukt) auf n-tv.de: “Der große Corrigan”.

Weniger eine Huldigung als eine Annäherung mit “Leichtigkeit und Lakonie” sieht Janina Labhard in Julie Birmants und Clément Oubreries “Pablo” (Reprodukt), wie sie auf srf.ch schreibt: “Pablo Picasso als Comicfigur”. Dort kommt im Audiobeitrag auch Übersetzerin Claudia Sandberg zu Wort.

Christian Endres schreibt auf tagesspiegel.de über den autobiografischen Band “Mein Freund Dahmer” von Derf Backderf (metrolit). “Der Weg zur Hölle” ist, wie Endres schreibt, eine “eindrucksvolle Bestandsaufnahme”.

An gleicher Stelle interviewt Thomas Hummitzsch den in Berlin lebenden Autoren David Zane Mairowitz, dessen in Zusammenarbeit mit Robert Crumb entstandene Biografie “Kafka” kürzlich bei Reprodukt veröffentlicht wurde: “Crumb hat dieselben Ängste wie Kafka”.

Auf Radio Bremen stellte Lina Kokaly anlässlich einer Lesung vor Ort die in Bremen spielende Graphic Novel “Böse Geister” von Peer Meter und Gerda Raidt (Reprodukt) vor. Der Beitrag kann hier noch einmal angesehen werden: “Graphic Novel über Gröpelingen”.

“Pablo – Max Jacob” von Julie Birmant & Clément Oubrerie

Freitag, den 3. Mai 2013

Zu Beginn des Monats Mai ist bei Reprodukt “Pablo – Max Jacob” von Julie Birmant und Clément Oubrerie erschienen, der erste Band einer dreiteiligen Reihe, die sich Picassos Jugend in Paris zum Thema nimmt. Julie Birmant und Clément Oubrerie widmen sich in ihrer vierbändigen Biografie der Anfangszeit des großen Künstlers, der seinen Weg gerade erst findet.

Bei seiner Ankunft in Paris im Jahr 1900 kennt man Picasso einfach nur als Pablo. Die Weltausstellung lässt die Metropole erstrahlen, doch der junge Spanier wird schnell ernüchtert. Dass er dennoch nicht schwarzsieht, sondern blau, verdankt er einem wundersamen Dichter und seiner Muse Fernande Olivier.

“Klein, schwarz, untersetzt, unruhig, mit dunklen stechenden Augen, ausladenden Gesten, kleine Füße und kleine Hände”, so beschreibt der Dichter Max Jacob seinen Freund und zeitweiligen Zimmergenossen Pablo Picasso, den er als jungen Mann in Paris kennenlernt. Noch ist der Spanier ein Unbekannter und durchlebt ein bewegtes Auf und Ab zwischen kleineren Erfolgen und großen Zweifeln. Doch auf dem Montmartre glaubt nicht nur sei heimlicher Verehrer Max Jacob an Pablos neue Kunst.

Leichthändig verknüpfen die Autoren Pablos Geschichte mit der Biografie seiner wohl bekanntesten Muse, Fernande Olivier. “Pablo” wird so zum Porträt einer aufblühenden Epoche mit all ihren Lichtmomenten und Schattenseiten.

Die studierte Regisseurin Julie Birmant arbeitet für Funk und Fernsehen und ist zudem als Theaterdramaturgin tätig. Ein erstes Comicszenario schuf die Belgierin 2010 mit “Drôles de Femmes”, einer Porträtsammlung illustrer französischer Schauspielerinnen.

Clément Oubrerie hat in Frankreich mittlerweile über 40 Kinderbücher als Zeichner publiziert und ist Mitbegründer des 3D-Animationsstudios Station OMD. Die Serie “Aya” (Band 1 bis 3 erschienen bei Carlsen), sein erster Comic, entstand nach einem Szenario von Marguerite Abouet. Nach einem Szenario von Joann Sfar arbeitet er derzeit – parallel zu “Pablo” – an der Serie “Jeangot” (Gallimard), einer humoristischen Hommage an den Musiker Django Reinhardt.

Der zweite Band von “Pablo” mit dem Titel “Apollinaire” ist für den Herbst dieses Jahres angekündigt.

Pablo – Max Jacob, ISBN 978-3-943143-49-2, 88 Seiten, farbig, 22 x 29 cm, Klappenbroschur, 20 EUR, erschienen bei Reprodukt

Neue Graphic Novels bei Reprodukt

Mittwoch, den 12. Dezember 2012

Der Berliner Comicverlag Reprodukt hat die Titel seines Frühjahrsprogramms 2013 bekannt gegeben. Ein besonderer Schwerpunkt liegt mit Titeln von Chris Ware, Robert Crumb und Daniel Clowes dabei auf Comics aus den USA. Darüber hinaus startet man mit der Veröffentlichung der Comics des “Simpsons”-Schöpfers Matt Groening. Comics aus dem französischen Sprachraum bilden den zweiten Stützpfeiler des Programms: Baru, Julie Birmant & Clément Oubrerie, Manu Larcenet, Ruppert & Mulot und Bastien Vivés sind genauso mit neuen Titeln vertreten wie der Flame Brecht Evens und der Norweger Jason.

Mit “Böse Geister”, einem neuen Buch von Peer Meter (Szenario) und Gerda Raidt (Zeichnungen), wird auch eine Graphic Novel Deutscher Künstler vorliegn. Neben Alben und einer neuen Ausgabe der von Arne Bellstorf und Sascha Hommer herausgegebenen Anthologie “Orang” werden mit “Riekes Notizen” von Barbara Yelins vielgelobte Comics-Strips aus der “Frankfurter Rundschau” erscheinen.

Das Titelbild für die Buchhandelsvorschau Frühjahr 2013 stammt von Chris Ware (“Jimmy Corrigan”). Die Buchhandelsvorschau kann als PDF-Datei (11,4 MB) hier heruntergeladen werden: Vorschau Frühjahr 2013. Einen Überblick über sämtliche Titel gibt es auch in der online einsehbaren Vorschau.

“Jimmy Corrigan – Der klügste Junge der Welt” von Chris Ware

Als Chris Ware “Jimmy Corrigan” zur Milleniumswende veröffentlichte, löste er damit weit über die Grenzen der Comicwelt hinaus Begeisterung aus. Seitdem gilt das Buch als “Jahrhundertcomic”, der die Ausdrucksmöglichkeiten von Bild und Wort radikal ausschöpft und damit beweist: Es gibt große Literatur, die sich nur als Comic erzählen lässt.

Jimmy Corrigan ist ein linkischer und dauerkränkelnder Enddreißiger, der ein Dasein als unauffälliger Büroangestellter fristet. Sein soziales Leben beschränkt sich auf die täglichen Kontrollanrufe der Mutter – und findet ansonsten in seinen tagträumerischen Heldenfantasien statt. Ein Brief seines Vaters, der nach jahrzehntelanger Abwesenheit die Beziehung wiederbeleben möchte, reißt ihn schließlich aus seinem lethargischen Alltag heraus.

Auf nahezu 400 Seiten breitet Chris Ware die generationenübergreifende Geschichte der Familie Corrigan aus, die bis ins Chicago des ausgehenden 19. Jahrhunderts zurückreicht. Eine epische Erzählung über hundert Jahre Einsamkeit – in Bildern von berührender Tiefe.

“Chris Ware – das ist eine Ein-Mann-Revolution des Erzählens in Bildern.” – Andreas Platthaus, FAZ

Jimmy Corrigan – Der klügste Junge der Welt, ISBN 978-3-938511-12-1, 384 Seiten, farbig, 20,5 x 16,5 cm, Hardcover mit Schutzumschlag, 39 EUR, erscheint im März 2013

“Liebe ist die Hölle” von Matt Groening

Mit den Simpsons hat Matt Groening die wohl bekannteste Familie Amerikas erschaffen. Ihre Vorfahren waren drei scheue, vom Leben überforderte Hasen – Binky, Bongo und Sheba –, die ihr Dasein in der Hölle fristeten. So nämlich sah der junge Matt Groening seinen Alltag, als er Ende der Siebzigerjahre nach Los Angeles zog. Mit dem Comic-Strip “Life in Hell” wollte er dieses “Leben in der Hölle” ursprünglich nur seinen Freunden nahebringen. Am Ende begeisterte sein gezeichnetes Inferno aus Jungsein, Liebesmüh und Arbeit Zeitungsleser auf der ganzen Welt.

Der schwarze und gesellschaftskritische Humor seiner Alltagssatiren war für viele nachfolgende Künstler eine Offenbarung. Vor allem aber waren die bald wortgewaltigen, bald verspielten “Life in Hell”-Seiten stets Matt Groenings ganz persönliche Spielwiese, auf der er sich ungehindert auslebte und so einen der lustigsten und tiefsinnigsten Comics unserer Zeit schuf.

In “Liebe ist die Hölle”, dem ersten Sammelband der Serie, unternimmt Matt Groening einen Streifzug durch die Niederungen zwischenmenschlicher Verstrickungen und liefert Antworten auf alle Fragen, die das Herz bewegen. Allen voran: “Was ist Liebe und wie kommst du darauf, dass du sie verdienst?“

Liebe ist die Hölle, ISBN 978-3-943143-47-8, 48 Seiten, schwarzweiss, 22,5 x 22,5 cm, Hardcover, 12 EUR, erscheint im Mai 2013

“Mein Ärger mit den Frauen” von Robert Crumb

Nach “Nausea” legt Reprodukt nun den zweiten Band einer Buchreihe mit Geschichten der Underground-Ikone Robert Crumb vor. Die hierin gesammelten Episoden tragen noch stärkere autobiografische Züge als die Literaturadaptionen in “Nausea”, beschreibt Robert Crumbs “Mein Ärger mit den Frauen” doch sein ureigenstes Thema.

Ob es nun die ersten pubertären Annäherungsversuche unter der Schulbank sind, seine vom LSD geprägte Sicht auf die Freizügigkeiten des Summer of Love oder aber die Plagen der Midlife-Crisis: Robert Crumbs Schwäche für dralle Frauenhintern und stramme Waden bleibt seit nunmehr einem halben Jahrhundert die wichtigste Inspirationsquelle seiner polarisierenden Comics.

Mein Ärger mit den Frauen, ISBN 978-3-943143-40-9, 96 Seiten, schwarzweiss, 22 x 29 cm, Hardcover, 29 EUR, erscheint im Juni 2013

“Kafka für Anfänger” von David Zane Mairowitz & Robert Crumb

In ihrem Sachcomic “Kafka für Anfänger” haben David Zane Mairowitz und Robert Crumb höchst anschaulich all das zusammengetragen, was Sie über Franz Kafka wissen sollten: von seiner Kindheit bis zum posthumen Kafka-Kult; über die Konflikte, die der Schriftsteller mit sich selbst und anderen, allen voran mit seinem Vater auszutragen hatte. Immer wieder geht es um Kafkas Zerrissenheit vor dem Hintergrund seiner deutsch-tschechischen Nationalität und der jüdischen Kultur. Die Stationen von Kafkas Leben werden ergänzt durch Briefe und Auszüge aus seinen Romanen und Kurzgeschichten.

Die Biografie von David Zane Mairowitz mit den Zeichnungen von Robert Crumb ist mittlerweile selbst ein Klassiker. Lange vergriffen, legt Reprodukt das Buch nun neu überarbeitet vor.

“Kafkas Themen wie der Selbsthass, seine Beziehung zu Frauen, die Schuldfrage sind auch meine. Er ist mein Bruder im Geiste.” – Robert Crumb

Kafka für Anfänger, ISBN 978-3-943143-54-6, 176 Seiten, schwarzweiss, 14 x 21 cm, Klappenbroschur, 17 EUR, erscheint im Mai 2013

“Die Amateure” von Brecht Evens

Der Künstler Pieterjan ist zu einer Biennale auf dem Land eingeladen. Als er sich dort inmitten einer Gruppe illustrer Hobbykünstler wiederfindet beschließt er, das Kommando zu übernehmen. Denn Pieterjan hat eine Vision: Zur medienwirksamen Eröffnungsfeier soll ein riesiger Gartenzwerg – als Symbol flämischer Identität – errichtet werden. Das Projekt nimmt schließlich babylonische Ausmaße an, und auch die unterschiedlichen Ambitionen und Bedürfnisse der Künstler prallen aufeinander.

In malerisch-bunten, expressionistisch ausufernden Szenerien fängt Brecht Evens die Gefühle und Verhaltensweisen seiner Künstlercharaktere ein: Geltungsdrang und Individualismus, Ängste und Zweifel. “Die Amateure” ist ein feinsinniges Kaleidoskop moderner Befindlichkeiten, und dabei selbst ein kleines Kunstwerk.

Die Amateure, ISBN 978-3-943143-46-1, 224 Seiten, farbig, 21 x 26 cm, Flexcover, 34 EUR, erscheint im Mai 2013

“Pablo 1 – Max Jacob” von Julie Birmant & Clément Oubrerie

Im Jahr 1900, bei seiner Ankunft in Paris, kennt man Picasso einfach nur als Pablo. Die vierbändige Biografie von Julie Birmant und Clément Oubrerie erzählt von dieser Anfangszeit, als der junge Katalane seinen Weg gerade erst findet.

In “Max Jacob”, dem ersten Band, durchlebt der Künstler ein bewegtes Auf und Ab zwischen kleineren Erfolgen und großen Zweifeln. Doch der Dichter Max Jacob, sein heimlicher Verehrer, glaubt an Pablos neue Kunst…
Leichthändig verknüpfen die Autoren Pablos Geschichte mit der Biografie der wohl bekanntesten Muse des Malers, Fernande Olivier. “Pablo” wird so zum Porträt einer aufblühenden Epoche mit all ihren Lichtmomenten und Schattenseiten.

Pablo 1 – Max Jacob, ISBN 978-3-943143-49-2, 88 Seiten, farbig, Klappenbroschur, 22 x 29 cm, 20 EUR, erscheint im März 2013

“Der Todesstrahl” von Daniel Clowes

Der schmächtige Außenseiter Andy muss im Alter von 17 Jahren feststellen, dass ihm seine erste Zigarette übermenschliche Kräfte verleiht. Von dieser nikotingegebenen Macht bereits überfordert, fällt ihm wenig später ein Erbe seines Vaters in die Hände: ein Todesstrahler wie aus einem Ed-Wood-Film. Nur allzu bald lernt er, dessen zerstörerische Kraft für seine egoistischen und gänzlich banalen Zwecke einzusetzen.

Was als Coming-of-Age-Erzählung beginnt, wandelt sich rasant zur abgründigen Satire. Indem Daniel Clowes einen orientierungslosen Teenager über Gut und Böse entscheiden lässt, entlarvt er die moralische Zwiespältigkeit jeder einfachen Heldengerechtigkeit.

“Clowes zertrümmert die Welt auf höchstem ästhetischen Niveau.” – Alexander Braun, Die Woche

Der Todesstrahl, ISBN 978-3-943143-52-2, 48 Seiten, farbig, 23 x 30,5 cm, Hardcover, 20 EUR, erscheint im April 2013

“Böse Geister” von Peer Meter & Gerda Raidt

Als der sechzigjährige Harry Wallmann erfährt, dass das Stadtviertel seiner Jugend vor dem Abriss steht, macht er sich auf den Weg zu seinem Elternhaus. Doch was als Abschiednehmen geplant ist, gerät zur Reise in eine dunkle Vergangenheit: Je stärker er sich einlässt auf jene Zeit, umso erschreckender treten tief in ihm verschüttete Erlebnisse zutage. Ganz unmerklich wird er eingesponnen von den bösen Geistern seiner Kindheit.

In atmosphärischen Zeichnungen gelingt es Gerda Raidt, Peer Meters spannend verschachteltes Drama um Schuld, Verlust und den “Gespenster-Harry” eindringlich zu inszenieren, ohne dabei den für ihr illustratives Schaffen so charakteristischen Charme einzubüßen.

Böse Geister, ISBN 978-3-943143-42-3, 104 Seiten, zweifarbig, 19 x 23 cm, Klappenbroschur, 20 EUR, erscheint im März 2013

“Die große Odaliske” von Bastien Vivès | Ruppert & Mulot

Die Beutezüge der Einbrecherinnen Alex und Carole könnten spektakulärer kaum sein – haben die beiden es doch nur auf die besten Museen und die hier ausgestellten Meisterwerke der Kunstgeschichte abgesehen. Wobei das clevere Duo selbst vor dem Louvre nicht haltmacht. Doch um Ingres’ “Die Große Odaliske” am Sicherheitssystem vorbeizuschleusen, brauchen sie Verstärkung. Dass die Motorrad-Akrobatin Sam das Team komplettiert, verspricht einen kühnen Plan…

Für “Die Große Odaliske” haben sich Ruppert & Mulot, die Meister des subversiven Independentcomics, mit Bastien Vivès zusammengetan. Das Resultat überzeugt mit zeichnerischer Eleganz und erzählerischer Finesse.

“Ruppert und Mulot geben dem Comicgenre eine lange nicht mehr so deutlich gespürte subversive Kraft zurück.” – Elise Graton, Zeit Online

Die Große Odaliske, ISBN 978-3-943143-43-0, 128 Seiten, farbig, 19 x 25,5 cm, Klappenbroschur, 18 EUR, erscheint im Mai 2013

“Blast 2 – Die Apokalypse des Heiligen Jacky” von Manu Larcenet

Polza Mancini steht unter Mordverdacht. Die Ermittler ekeln sich vor diesem unförmigen und heruntergekommenen Riesen, den sie schlicht für einen Psychopathen halten. Und doch sind sie gezwungen, sich seine Erzählung anzuhören. Es ist die Geschichte einer Verwahrlosung, die Mancini im Verhör bis ins abgründigste Detail offenlegt: Auf der Suche nach dem “Blast”, einem Moment höchster Erleuchtung, hat er sein bürgerliches Leben über Bord geworfen und sich in die Wildnis zurückgezogen.

“Blast” ist eine Etüde in Grau, von Manu Larcenet meisterhaft in Tusche ausgeführt und voller Allegorien, die in die Abgründe seiner Figuren führen.

Blast 2 – Die Apokalypse des Heiligen Jacky, ISBN 978-3-943143-41-6, 208 Seiten, teilweise farbig, 20,5 x 27 cm, Hardcover, 29 EUR, erscheint im April 2013

“Zurück auf der Straße” von Baru

Edith ist nach zwanzig Jahren Beziehung verschwunden. Auf der Suche nach einem Gefühl von Freiheit hat sie sich wieder auf den Weg gemacht. Und ihr Freund André folgt ihr dorthin – auf die Straße. Die vermeintliche Flucht entwickelt sich zu einem Roadtrip durch Raststätten, triste Hotelzimmer und Bars, tief hinein in das Frankreich der einfachen Arbeiter, Prostituierten und Kleinkriminellen.

Was Jack Kerouac mit “On the Road” noch als Verheißung für eine ganze Generation niederschrieb, lässt Baru zwei Erben dieser Zeit aufs Neue durchleben. Seine ungeschönte Sozialstudien, gewürzt mit Spannung und Komik, sind beste Unterhaltung.

“Wer also Frankreich besser verstehen will, der lese Baru. Einen der besten Comicerzähler und -zeichner lernt man dabei auch kennen – wenn man ihn nicht längst schon liebt.” – Andreas Platthaus, FAZ

Zurück auf der Straße, ISBN 978-3-943143-53-9, 104 Seiten, farbig, 19 x 25,5 cm, Klappenbroschur, 20 EUR, erscheint im Juni 2013

“Die Insel der 100.000 Toten” von Fabien Vehlmann & Jason

Gweny ist dazu verdammt, allein mit ihrer verrückten und lieblosen Mutter zu leben. Ihr Vater hat die Familie vor vielen Jahren verlassen – angeblich um einen versteckten Schatz auf der Insel der 100.000 Toten zu suchen. Als Gweny eines Tages eine Karte jener besagten Insel in die Hand fällt, bringt sie eine geldgierige Piratenbande dazu, sie zu ihrem Ziel zu führen. Hier gelingt es Gweny, nicht nur das Geheimnis ihres Vaters zu lüften, sondern auch das des sagenumwobenen Eilands.

Unkonventionell konterkarieren Jason und Fabien Vehlmann in “Die Insel der 100.000 Toten” das klassische Genreformat der Piratengeschichte mit ihrem trockenen Humor sowie äußerst reduzierten Zeichnungen.

Die Insel der 100.000 Toten, ISBN 978-3-943143-44-7, 56 Seiten, farbig, 19 x 25,5 cm, Klappenbroschur, 15 EUR, erscheint im März 2013

“Orang 10 – Heavy Metal” von Sascha Hommer und Arne Bellstorf [Hrsg.]

Die subversive, gewalttätige Ästhetik des Heavy Metal hat sich nicht nur im gleichnamigen Musikstil, sondern ebenso in Filmen, Romanen und Comics als künstlerische Ausdrucksform der 70er- und 80er-Jahre etabliert.
Die zehnte und letzte Ausgabe des Comicmagazins “Orang” eignet sich Motive des Heavy Metal an, um zu ganz eigenen Narrationen zu gelangen.

In “Orang” 10 zeigen Zeichnerinnen und Zeichner aus Berlin, Hamburg, Leipzig, Helsinki und Beijing Szenen des Schreckens, die sich in Proberäumen und Supermärkten abspielen, in Polizeistaaten, in der ostdeutschen Provinz – und an sonstigen Orten des Grauens.

Mit Comics von Anke Feuchtenberger, Aisha Franz, Anna Haifisch, Sascha Hommer, Marijpol, Till Thomas, Amanda Vähämäki und vielen anderen.

Orang 10, ISBN 978-3-943143-48-5, 144 Seiten, farbig & schwarzweiss, 21 x 24 cm, Softcover, 18 EUR, erscheint im Januar 2013

Comicverfilmungen – als Zeichentrick

Mittwoch, den 28. April 2010

Der umtriebige Franzose Joann Sfar hat nach seinem Film “Gainsbourg” über den französischen Chansonnier, Filmschauspieler und Komponisten Serge Gainsbourg schon den nächsten Film abgedreht: Im Juni kommt in Frankreich und in der französischsprachigen Schweiz die Filmversion von “Die Katze des Rabbiners” (avant-verlag) in die Kinos.

Die auf der erfolgreichen, ebenfalls von Joann Sfar stammenden Comicreihe basierende Umsetzung hat noch keinen Starttermin in Deutschland. In der Schweiz wird der Pathé!-Filmverleih den Vertrieb übernehmen. Zumindest für die deutschsprachige Schweiz ist daher der Start noch in diesem Jahr angekündigt.

Im Gegensatz zu den meisten Comicverfilmungen der letzten Zeit – angefangen bei den zahlreichen Superheldenverfilmungen bis zu “Tamara Drewe” von Stephen Frears (nach der Vorlage von Posy Simmonds, erschienen bei Reprodukt), die im Mai in Cannes Weltpremiere feiern wird – entstand “Die Katze des Rabbiners” als Zeichentrickfilm.

Für die zeichnerische Umsetzung ist das von Joann Sfar mitbegründete Studio Autochenille Productions verantwortlich. Einen Einblick in die Produktion bietet die Website des französischen Filmverleihs UGC.

Autochenille Productions hat auf der Firmenwebsite noch drei weitere Comicverfilmungen angekündigt: Neben “Sardine”, einer auf Deutsch bisher unveröffentlichten Kindercomicreihe von Joann Sfar und Emmanuel Guibert (“Alans Krieg”, Edition Moderne) handelt es sich mit “Aya” (nach der Vorlage von Marguerite Abouet und Clemet Oubrerie, auf Deutsch erschienen bei Carlsen) und mit “Isaak der Pirat” (nach der Vorlage von Christophe Blain, erschienen bei Reprodukt) um zwei Produktionen, die auf auch hierzulande erhältlichen Comicserien basieren.

Zu den Verfilmungen von “Die Katze des Rabbiners”, “Aya” und “Isaak der Pirat” sind Informationen in Form von PDF-Dokmuenten auf der Website der Produktionsfirma einsehbar. Von “Die Katze des Rabbiners” abgesehen sind noch keine Veröffentlichungstermine bekannt.

“Ein Comicroman mit Vitalität und Realität”

Samstag, den 9. Mai 2009

cover_aya3_9783551737137Für das Portal afrikanet.info befasst sich Lisa Ndokwu mit dem dritten Teil des an der Elfenbeinküste der 70er-Jahre spielenden “Aya” von Marguerite Abouet und Clément Oubrerie (Carlsen, bislang drei Bände erschienen).

Ein Comicroman mit Vitalität und Realität

Mit dem dritten Band der erfolgreichen Graphic Novel „Aya“ entführt uns die Autorin Marguerite Abouet noch einmal in den Stadtteil Yopougon in Abidjan, der ehemaligen Hauptstadt von Côte D´Ivoire.

Dieses Mal wird um das besondere Ereignis der Wahl einer Miss Yopougon der Alltag im Abidjan der 1980iger Jahre beschrieben. Die Zeichnungen von Clément Oubrerie sind wie schon in den Bänden davor von Vitalität und Realität geprägt. Wie filmische Sequenzen werden sie montiert und Lesende fühlen sich vor eine Kinoleinwand versetzt. mehr