Graphic Novels
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Archiv des Tags ‘Cyril Pedrosa’

Preise fĂĽr “Portugal” und “ArdalĂ©n”

Montag, den 15. April 2013

Am vergangenen Wochenende fand mit FiComic das größte Comicfestival in Spanien statt. Ăśber 100.000 Besucherinnen und Besucher strömten durch die Hallen in Barcelona. Unter anderem wurden dort auch die vier Festivalpreise verliehen, von denen zwei an BĂĽcher gingen, die auch in Deutschland erhältlich sind, bzw. im Laufe des Jahre erscheinen. So wurde Cyril Pedrosas “Portugal” (Reprodukt) als bestes spanischer ausländischer Comic ausgezeichnet. Der im August in der Ehapa Comic Collection erscheinende Band “ArdalĂ©n” von Migeulanxo Prado, wurde als bester spanischer Comic prämiert.

Weitere Informationen finden sich auf der Website des Festivals, ĂĽber die Preisverleihungen berichtet unter Anderem El Mundo: ArdalĂ©n, de Miguelanxo Prado, mejor obra de autor español en el SalĂłn del CĂłmic de Barcelona”.

“Professor Zyklop” – Erstausgabe online

Freitag, den 1. März 2013

Mit der ersten Ausgabe von “Professor Zyklop” ist heute ein neues digitales Comicmagazin online gegangen. “Professor Zyklop” wurde erdacht und erstellt von den französischen Comicautoren und -zeichnern Gwen de Bonneval, BrĂĽno (“Atar Gull”, avant-verlag), Cyril Pedrosa (“Portugal”, Reprodukt), HervĂ© Tanquerelle (“Die falschen Gesichter” avant-verlag), Fabien Vehlmann (“Spirou und Fantasio”, Carlsen) und Tangui Jossic.

Auszüge aus der französischen Originalversion werden jeden Monat neu auf arte.tv in einer deutschsprachigen Fassung zu lesen sein. Im Auftrag von Reprodukt zeichnen Volker Zimmermann (Übersetzung), Olav Korth (Lettering) und Heike Drescher (Redaktion) für die Umsetzung verantwortlich.

In der ersten deutschsprachigen Ausgabe des “monatlichen Periodikums fĂĽr Comics und digitale Fiktionen” sind enthalten: “Die Experten (fĂĽr alles)” von Anouk Ricard, “Zappotto” von Marion Montaigne, “Gymnasiastinnen” von Stephen Vuillemin (Bild oben), “Otto der Zauberer” von Pluttark und “Die FĂĽchsin” von Chrisostome & Blandin.

Weitere Informationen gibt es auf arte unter folgenden Links: arte.tv/de | arte.tv/fr

www.professeurcyclope.fr

Professor Zyklop

Sonntag, den 17. Februar 2013

Am 1. März geht auf arte ein neues digitales Comicmagazin online: “Professor Zyklop”, erdacht und erstellt von den französischen Comicautoren und -zeichnern Gwen de Bonneval, BrĂĽno (“Atar Gull”, avant-verlag), Cyril Pedrosa (“Portugal”, Reprodukt), HervĂ© Tanquerelle (“Die falschen Gesichter” avant-verlag), Fabien Vehlmann (“Spirou und Fantasio”, Carlsen) und Tangui Jossic.

Auszüge aus der französischen Originalversion werden jeden Monat neu auf arte.tv in einer deutschsprachigen Fassung zu lesen sein. Im Auftrag von Reprodukt zeichnen Volker Zimmermann (Übersetzung), Olav Korth (Lettering) und Heike Drescher (Redaktion) für die Umsetzung verantwortlich.

In der ersten deutschsprachigen Ausgabe des “monatlichen Periodikums fĂĽr Comics und digitale Fiktionen” sind enthalten: “Die Experten (fĂĽr alles)” von Anouk Ricard, “Zappotto” von Marion Montaigne, “Gymnasiastinnen” von Stephen Vuillemin (Bild oben), “Otto der Zauberer” von Pluttark und “Die FĂĽchsin” von Chrisostome & Blandin.

Weitere Informationen gibt es auf arte unter folgenden Links: arte.tv/de | arte.tv/fr

www.professeurcyclope.fr

Comics in den Medien – 15. Oktober 2012

Montag, den 15. Oktober 2012

In den vergangenen Tagen wurden Comics wieder häufig in den Medien vorgestellt und besprochen. Ein Anlass dabei war natĂĽrlich die Frankfurter Buchmesse, die gestern zuende ging. So berichtete boersenblatt.net kurz ĂĽber die Comic-Szene im diesjährigen Gastland Neuseeland, wobei sie auf eine BroschĂĽre just zu diesem Thema verweisen, die auf der Website des Comic-Autoren Dylan Horrocks (“Hicksville”, Reprodukt) zum Download bereit steht: “Unbekannte Bekannte”.

Mit Dylan Horrocks sprach Lars von Törne fĂĽr den Tagesspiegel. Eine ausfĂĽhrliche Version des Interviews lässt sich online nachlesen. Darin erzählt Horrocks von “Hicksville”, deprimierener Arbeit an Superhelden-Comics, der neuseeländischen Comic-Szene und woran er derzeit arbeitet: “‘Der Rest der Welt ist aufgewacht’”.

“GroĂźes diplomatisches Theater” erkennt Katja LĂĽthge in der tageszeitung in Christophe Blains und Abel Lanzacs “Quai D’Orsay – Hinter den Kulissen der Macht” (Reprodukt) und fragt sich, ob man “angesichts dieses wunderbaren präzis-maliziösen Blicks auf das diplomatische Theater und seiner Darsteller (…) eher Lachen oder Weinen sollte”, und konstatiert, dass der Band sich in Frankreich “zu Recht (…) als Ăśberraschungserfolg erwiesen und bisher ĂĽber 300.000-mal verkauft” hat.

“Stefan Zweig hätte diesen – jawohl Comic – gemocht: Er ist ein Kunstwerk.” wird auf ndr.de der Beitrag ĂĽber “Die letzten Tage von Stefan Zweig” (Jacoby & Stuart) von Laurent Seksik und Guillaume Sorel abgeschlossen: “Herrlich detailliert und groĂźzĂĽgig platziert flieĂźen Guillaume Sorels Tusche-Bildstrecken durch diese bedrĂĽckende Geschichte.” Zum Beitrag geht es hier.

Der Band “Vertraute Fremde” des japanischen Autors Jiro Taniguchi (Carlsen) ist nicht nur hierzulande mit Comic-Preisen bedacht worden, darĂĽber hinaus gab es vor einigen Jahren eine Spielfilm-Umsetzung, die in den deutschen Kinos lief. Nun wurde eine Hörspielfassung des Manga im ndr ausgestrahlt. HintergrĂĽnde erfährt man auf der hauseigenen Website, wo das rund 82minĂĽtige Werk auch nachgehört werden kann. DarĂĽber schrieb auch knapp Stefan Fischer in der SĂĽddeutschen Zeitung: “Zug zurĂĽck”.

“Die dichte Erzählung, die verspielten Zeichnungen und die warme Farbgebung machen “Portugal” zu einer der besten Comic-Veröffentlichungen der vergangenen Jahre” schreibt Markus Lippold auf n-tv.de ĂĽber das Buch von Cyril Pedrosa, das bei Reprodukt erschienen ist: “Geh aus, mein Herz – nach Portugal”.

Auf seinem Comic-Blog der Frankfurter Allgemeinen Zeitung stellte Andreas Platthaus in den vergangenen Tagen zwei Bände vor: Wie er in seinem Beitrag ĂĽber den jĂĽngst erschienenen Band “S.” (Reprodukt) herausstellt, sorgt dessen Autor Gipi immer wieder fĂĽr gehobenes LesevergnĂĽgen – “als schickte da jemand einen Sturmwind ins behäbige europäische Comic-Erzählen”: “Ein Vater namens S.”.“Reineke Fuchs, das Raubtierluder, aus weiblicher Sicht” steht im Mittelpunkt der neuen Ausgabe der Anthologiereihe “Spring”, worĂĽber Platthaus im zweiten neuen Beitrag schreibt. FĂĽr ihn zeigt das “vitale Bilderbuch”, dass “dieser schlaue, freche Fuchs (…) unverändert aktuell” ist.

Comics in den Medien – 21. September 2012

Freitag, den 21. September 2012

Bereits am Mittwoch vergangener Woche stellte Britta Schwem “Portugal” von Cyril Pedrosa (Reprodukt) in der SĂĽddeutschen Zeitung vor. Nun lässt sich dieser Artikel auch online nachlesen: “Einmal Heimat – Fremde und zurĂĽck”. Besonders zeigt sich Schwem hier davon beeindruckt, wie Pedrosa im Buch “um biografische Motive und gefundene EindrĂĽcke eine fast fiktionale Geschichte” konstruiert.

Auf n-tv.de bespricht heute Markus Lippold den ersten Teil von Jean-Pierre Filius und David B.s “Die besten Feinde” (avant-verlag). Lippold stellt heraus, dass in der Beschreibung, wie die USA zu einem der entscheidenden Machtfaktoren im nahen Osten werden konnten, besonders die kritischen Momente in den Mittelpunkt des Buches gestellt werden: “Ziemlich beste Feinde”.

Comics in der Presse – 5. Juli 2012

Donnerstag, den 5. Juli 2012

In der heutigen Ausgabe des “Börsenblatts des deutschen Buchhandels” werden in einem Krimi-Schwerpunkt interessante Titel und Autoren vorgestellt. Darunter befinden sich auch eine Reihe von Comic-Neuerscheinungen, die online noch ausfĂĽhrlicher besprochen werden, unter Anderem die Adaptionen  “Der Selbstmörderclub” von ClĂ©ment Baloup und Eddy Vaccaro nach Robert Louis Stevenson (Splitter) und “Scarface” von Christian De Metter, nach Armitage Trail (Schreiber & Leser), sowie “Metro” von Magdy El-Shafee (Edition Moderne): “Kriminell gute Comics”.

Auf tagesspiegel.de schwärmt Thomas Hummitzsch fĂĽr das “vorläufige Opus Magnum” von Cyril Pedrosa: “Portugal” (Reprodukt), was nicht nur daran liegt, dass fĂĽr ihn der Band ein “Augenschmaus”, sondern auch “eine tiefschĂĽrfende Liebeserklärung an ein LebensgefĂĽhl, das sich nur mit Begriffen wie ‘Heimat’ oder ‘Zuhause’ verbinden lässt” ist: “Eine Reise zum Ich”.

“Portugal” von Cyril Pedrosa

Montag, den 30. April 2012

Im Mai erscheint nach “Drei Schatten” ein neuer umfangreicher Comic von Cyril Pedrosa beim Berliner Verlag Reprodukt: “Portugal” wurde auf dem Festival International de la BD d’AngoulĂŞme im Januar 2012 mit dem “Fauve d’or – Prix de la BD Fnac” ausgezeichnet. Auf dem Comic-Salon Erlangen vom 7. bis zum 10. Juni ist Cyril Pedrosa zugegen, um sein neues Werk vorzustellen.

“Ich hatte plötzlich unheimliche Lust zu rauchen. Dabei hatte ich vor zwei Jahren aufgehört. Zu allem Ăśberfluss war mir das auch noch scheiĂźegal. Ich war einfach froh, dass man mich zu diesem Festival eingeladen hatte. Ăśber zwanzig Jahre war ich nicht mehr hier. Meine ersten Schritte als Erwachsener in diesem Land. Ich war fasziniert und glĂĽcklich. Wie ein Trottel. Und ich fragte mich, woher dieser seltsame Zorn und dann diese sanfte Melancholie gekommen waren, die mich in weniger als vierundzwanzig Stunden ohne Vorwarnung ĂĽberfallen hatten.”

Simon Muchat steckt in einer Schaffenskrise. Ihm ist jede Inspiration abhandengekommen, und langsam aber sicher treibt er seine Freundin mit seiner Lethargie zur Verzweiflung – bis eines Tages eine Einladung ins Haus flattert: eine Cousine in Portugal heiratet. Die Heimat seiner Großeltern, die er seit Kindertagen nicht mehr besucht hat, rührt ihn eigentümlich an, hier entdeckt er einen Lebensstil, der ihn fasziniert, und findet die Quelle neuer Lebenslust.

Cyril Pedrosa zeichnet die Geschichte einer Selbstfindung durch die Wiederentdeckung der Kindheit.

Cyril Pedrosa, geboren 1972, hat sich bereits in frĂĽher Jugend fĂĽr “Asterix” und “Micky Maus” begeistert und entschieden Comic-Zeichner zu werden. Als Animationszeichner fĂĽr Disney hat er an “Der Glöckner von Notre Dame” und “Herkules” mitgearbeitet und in Zusammenarbeit mit dem Szenaristen David Chauvel vier Bände der Serie “Ring Circus” (Salleck Publications) gezeichnet. Desweiteren sind bei Fluide Glacial zwei Bände der Reihe “Auto-Bio” und bei Dupuis zwei Teile der Kinderserie “Brigade FantĂ´me” erschienen (ebenfalls nach einem Szenario von David Chauvel).

Weitere Informationen unter cyrilpedrosa.blogspot.com.

Portugal, ISBN 978-3-943143-05-8, 264 Seiten, farbig, 30 x 23 cm, Hardcover, erscheint im Mai 2012 bei Reprodukt

Preise auf dem Comicfestival AngoulĂŞme verliehen

Montag, den 30. Januar 2012

Am gestrigen Sonntag wurden die Gewinner der Festivalpreise des “Festival international de la Bandes dessinèe” in AngoulĂŞme bekannt gegeben und damit die prestigeträchtigsten Auszeichnungen in Europa. Neben vielen Titeln, die hierzulande weder erschienen noch angekĂĽndigt sind, wurde wieder eine Reihe von Comics mit Preisen bedacht, die auch auf dem deutschsprachigen Markt veröffentlicht werden.

Mit dem Preis für den besten Comic des Jahres (“Fauve d’Or – Prix du meilleur Album”) wurde Guy Delisles “Aufzeichnungen aus Jerusalem” ausgezeichnet. Der Band erscheint im März 2012 zur Leipziger Buchmesse bei Reprodukt.

Der “Prix regards sur le monde” ging an Yoshihiro Tatsumi fĂĽr “Gegen den Strom – Eine Autobiografie in Bildern”, die bei Carlsen fĂĽr Ende April angekĂĽndigt ist.

Den Preis der Buchhandelskette FNAC (“Prix de la BD FNAC”) gewann Cyril Pedrosa fĂĽr “Portugal”. Das Buch erscheint im April bei Reprodukt.

Mit dem groĂźen Preis (“Grand Prix de la Ville d’AngoulĂŞme”) wurde nach Art Speigelman nun wieder ein Franzose bedacht: Ausgezeichnet wurde Autor und Zeichner Jean-Claude Denis, von dem zuletzt bei Reprodukt “Beinahe reich” (Zeichnungen: Dupuy-Berbèrian) erschienen ist. (Hier geht es zum Wikipedia-Eintrag) Ihm wird im nächsten Jahr eine Retrospektive gewidmet werden und als Festivalpräsident steht es ihm frei, Ausstellungen anzuregen und zu planen.

Mit “Zombiellenium” von Arthur De Pins wurde zudem  ein Album in der Jugendsparte (“Prix jeunesse”) ausgezeichnet, das im Herbst bei Ehapa erscheinen wird. Der Manga “Young Bride´s Story” von Kaoru Mori (dt. bei Tokyopop) wurde mit dem “Prix Intergenerations” bedacht.

Eine Liste aller Preise findet sich hier.

Neue Graphic Novels bei Reprodukt

Mittwoch, den 4. Januar 2012

Der Berliner Verlag Reprodukt hat sein FrĂĽhjahrsprogramm veröffentlicht. Neben Albenreihen, die fortgefĂĽhrt werden, wie “Agrippina” von Claire BretĂ©cher und “Koma” von Pierre Wazem und Frederik Peeters, bilden Graphic Novels einen Schwerpunkt der Veröffentlichungen.

“Die Sputnik-Jahre” von Baru

1957. Während die Menschheit neuerdings Nacht fĂĽr Nacht in den Himmel starrt, um die Metallkugel zu entdecken, die die Russen in den Orbit geschossen haben, gilt Igors Begeisterung wesentlich weltlicheren Dingen: FuĂźball. Indianerspielen. Den Trotteln aus der Unterstadt auf die MĂĽtze hauen. Bis das Weltraumfieber auch den 13-Jährigen und seine Kumpels erfasst: So schwer kann es doch wohl nicht sein, Professor Bienleins Rakete aus “Reiseziel Mond” nachzubauen…

Baru gelingt es mit leichter Hand, die Fünfzigerjahre in einem lothringischen Industriestädtchen aufleben zu lassen. Mitreißend erzählt und ohne jede nostalgische Verklärung.

Die Sputnik-Jahre, ISBN 978-3-941343-10-2, 208 Seiten, farbig, 25,5 x 19 cm, Klappenbroschur, 29 EUR, erscheint im Februar

“Lone Racer” von Nicolas Mahler

Schnelle Autos, schöne Frauen, Geld, Ruhm und Ehre… einst hatte der Lone Racer alles. Heute aber fährt er nur noch hinterher und fristet abseits der Rennstrecke ein monotones Dasein zwischen dem Krankenhausbett seiner Frau und dem Bartresen. Aus dieser Tristesse bleibt ihm letztlich nur ein Ausweg: das Comeback.

Lakonisch erzählt, minimalistisch gezeichnet und wie immer auf dem schmalen Grat zwischen Melancholie und absurder Komik wandelnd, ist “Lone Racer” nach einer stattlichen Reihe von Sammlungen kĂĽrzerer Episoden und Cartoons bei Reprodukt der erste Mahler in Langform.

Lone Racer, ISBN 978-3-941343-14-0, 96 Seiten, zweifarbig, 18,5 x 14,5 cm, Klappenbroschur, 14 EUR, erscheint im Februar

“Mach’s gut, Chunky Rice” von Craig Thompson

Wie unendlich schwer ein Abschied sein kann, wenn der liebste Freund abreist! Als Chunky Rice zu den Kahootney-Inseln aufbricht, bleibt Dandele untröstlich zurück. Chunky Rice ist eine Schildkröte. Er trägt nun einmal sein Haus auf dem Rücken und so hält ihn auch die tiefe Zuneigung zur Maus Dandele nicht davon ab, seinem Fernweh zu folgen. Er begibt sich auf eine abenteuerliche und gefährliche Seereise. Ob er je zurückkehren wird, ist ungewiss.

In der anrührenden Geschichte um Chunky Rice und seine Freunde lotet Craig Thompson zahlreiche Formen des Trennungsschmerzes und der Einsamkeit aus. Zugleich ist sie ein leidenschaftliches Plädoyer dafür, seinen eigenen Weg zu gehen.

Mach’s gut, Chunky Rice, ISBN 978-3-941343-07-2, 128 Seiten, schwarzweiss, 20,5 x 16,5 cm, Klappenbroschur, 16 EUR, erscheint im Februar

“Aufzeichnungen aus Jerusalem” von Guy Delisle

Bereits 2005 begleitete Guy Delisle seine Frau, die für die Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen arbeitet, nach Birma. Zwei Jahre später folgt ein einjähriger Aufenthalt der inzwischen vierköpfigen Familie in Israel. Zwischen Haushalt, Kinderpflege und dem Versuch, ein neues Projekt in Angriff zu nehmen, erkundet der Zeichner Jerusalem und kommt ganz allmählich hinter die Geheimnisse der Heiligen Stadt.

In gewohnt lakonisch-humorvoller Manier beobachtet Guy Delisle den Alltag in Jerusalem und zeichnet so ein sehr persönliches Bild eines Landes, das wie kein zweites von jahrzehntelangen blutigen Konflikten geprägt ist.

Aufzeichnungen aus Jerusalem, ISBN 978-3-941343-04-1, 336 Seiten, farbig, 24,5 x 16,5 cm, Klappenbroschur, 29 EUR, erscheint im März

“Carlos Gardel – Die Stimme Argentiniens” von JosĂ© Muñoz & Carlos Sampayo

Am 24. Juni 1935 verliert die Musik bei einem Flugzeugunglück einen ihrer ersten Weltstars: Carlos Gardel, die wichtigste Persönlichkeit des Tango, die Stimme Argentiniens, ein Mythos bereits zu Lebzeiten.

Seine Landsleute Carlos Sampayo und JosĂ© Muñoz (“Alack Sinner”) haben dem groĂźen Tangosänger und –komponisten nun einen Comic von unvergleichlicher Eleganz gewidmet, der die steifen Pfade der biografischen Comics weit hinter sich lässt. Atmosphärisch dicht, sinnlich, voller Leben und Musik, so zeigen sie den Aufstieg des geheimnisumwitterten Carlos Gardel in Buenos Aires und liefern darĂĽber hinaus ein eindrucksvolles Sittengemälde Argentiniens im frĂĽhen 20. Jahrhundert.

Carlos Gardel – Die Stimme Argentiniens, ISBN 978-3-941343-08-9, 124 Seiten, schwarzweiss, 29,5 x 22 cm, Klappenbroschur, 20 EUR, erscheint im März

“Paradies” von Ville Ranta

Es ist schwer, dem Herrn alles recht zu machen. Kaum haben Adam und Eva ihr Schicksal als göttlichen Plan akzeptiert, empört dieser sich über ihr Verhalten. Dabei hatten sie sich, umgeben von Engelstrompeten und Cherubim, doch nur dem Reiz der körperlichen Liebe hingegeben. Kurzerhand zerstört Gott den Garten Eden und jagt die vermeintlich missratenen Geschöpfe zum Teufel.

Wieso hat der liebe Gott uns mit Neugier geschlagen, wenn er nicht will, dass wir vom Baum der Erkenntnis essen? Auf diese grundsätzliche Frage weiĂź auch Ville Ranta keine Antwort – aber sein “Paradies” ist dennoch tröstlich in seiner Heiterkeit und Farbenpracht.

Paradies, ISBN 978-3-941343-16-4, 72 Seiten, farbig, 24 x 17 cm, Klappenbroschur, 16 EUR, erscheint im März

“Portugal” von Cyril Pedrosa

Der Comiczeichner Simon Muchat steckt in einer Schaffenskrise. Ihm ist jede Inspiration abhanden gekommen, und langsam aber sicher treibt er seine Freundin Claire mit seiner Lethargie zur Verzweiflung – bis eines Tages eine Einladung ins Haus flattert: eine Cousine in Portugal heiratet. Das Land seiner Vorfahren, das er seit Kindertagen nicht mehr besucht hat, rührt ihn eigentümlich an, hier entdeckt er einen Lebensstil, der ihn fasziniert, und findet die Quelle neuer Lebenslust.

In warmen Aquarellfarben und mit impulsivem Strich zeichnet Cyril Pedrosa (“Drei Schatten”) die Geschichte einer Selbstfindung durch die Wiederentdeckung der Kindheit.

Portugal, ISBN 978-3-941343-05-8, 264 Seiten, farbig, 30 x 23 cm, Hardcover mit Schutzumschlag, 39 EUR, erscheint im April

“S.” von Gipi

Mit Gipi begrüßt Reprodukt einen der spannendsten Erzähler des modernen italienischen Comics im Programm, dessen psychologisch dichte Bücher auch im deutschen Sprachraum für Furore gesorgt haben.

Gleichwohl Gipis Geschichten stets eng mit eigenen Lebenserfahrungen verknĂĽpft sind, stellt S seine bis dato wohl persönlichste Arbeit dar. In flĂĽchtigen, flirrenden Bildern erzählt Gipi hier von seinem Vater; von dessen Jugend im Zweiten Weltkrieg, den einschneidenden Momenten in ihrer Beziehung, seinem Tod. “S.” ist fragile Liebeserklärung und fesselnde Studie zugleich: Wie rĂĽckt die Erinnerung unsere Vergangenheit von Mensch zu Mensch in ein anderes Licht? Und wo liegt die Wahrheit?

S., ISBN 978-3-941343-11-9, 112 Seiten, farbig, 17 x 24 cm, Klappenbroschur, 18 EUR, erscheint im April

“3 Sekunden” von Marc-Antoine Mathieu

Ein Mann, der eine SMS erhält, ein weiterer, der die Waffe auf ihn richtet, und eine Frau, die erschrocken ihre Puderdose zu Boden fallen lässt: Immer wieder kehrt die Geschichte zu dieser wie eingefrorenen Szene zurück. Dahinter jedoch verbirgt sich ein Drama viel größeren Ausmaßes, das diese Wohnung weit hinter sich lässt…

Marc-Antoine Mathieu verblĂĽfft einmal mehr: Er erzählt seinen Thriller in einem einzigen langen Zoom, wobei Reflexionen auf Spiegeln, Fenstern oder Metall den Blick des Betrachters in immer neue Richtungen und auf immer neue Details lenken und so in der Echtzeit von “Drei Sekunden” die entscheidenden Indizien eines Komplotts enthĂĽllen. Es ist am Leser, dieses schwindelerregende Puzzle zusammenzusetzen.

3 Sekunden, ISBN 978-3-941343-06-5, 80 Seiten, schwarzweiss, 24 x 24 cm, Klappenbroschur, 18 EUR, erscheint im April

“Blast” 1 von Manu Larcenet

Ein Mann steht unter Mordverdacht: Unförmig und abgerissen ist er, dieser Polza Manzini, der im Polizeiverhör freimĂĽtig seine Geschichte erzählt. Eine Geschichte der Verwahrlosung. Jahrelang ist er ĂĽber Land gezogen, nachdem er sein bĂĽrgerliches Leben ĂĽber Bord geworfen hatte, um das zu suchen, was er den “Blast” nennt – einen Moment der Erleuchtung, der ihn in Grenzregionen des Verstandes fĂĽhrt. Die Sehnsucht nach dem nächsten “Blast” scheint Polza zu allem zu befähigen… Auch dazu, einen Menschen zu töten?

“Blast” ist eine EtĂĽde in Grau, von Manu Larcenet meisterhaft in Tusche ausgefĂĽhrt und voller Allegorien, die in die AbgrĂĽnde seiner Figuren fĂĽhren.

Blast 1, ISBN 978-3-941343-12-6, 208 Seiten, Hardcover, schwarzweiss & farbig, 27 x 20,5 cm, 29 EUR, erscheint im Mai 2012

“Brigitte und der Perlenhort” von Aisha Franz

Brigitte ist Geheimagentin… aber auch ein Hund. Auf der Jagd nach der “Margarita”, der jungfräulichen Auster, der die Fähigkeit der endlosen Perlenproduktion innewohnt, begibt sie sich in manch brenzlige Situation. Als abgebrĂĽhter Profi kann sie sich dabei stets auf ihren weiblichen Charme verlassen – doch auch vor körperlicher Gewalt schreckt sie nicht zurĂĽck. Ihr stiller Kummer angesichts eines unerfĂĽllten Kinderwunschs lässt sich allerdings von beidem wenig beeindrucken…

Aisha Franz, die mit “Alien” eines der meistbeachteten deutschen Comic-DebĂĽts der vergangenen Jahre vorgelegt hat, erweist sich auch im Spiel mit Genre-Klischees als aufregende Erzählerin.

Brigitte und der Perlenhort, ISBN 978-3-941343-13-3, 192 Seiten, Klappenbroschur, schwarzweiss, 16 x 21 cm, 16 EUR, erscheint im Mai

“Die Kolonie” von Charles Burns

Doug gerät immer tiefer in den Sog seiner bizarren Albträume. Oder ist die Kolonie der Echsenwesen mit ihren Bruthöhlen womöglich doch ein realer Ort? Keine der Welten, in denen er sich nun bewegt, bietet ihm auch nur die geringste Sicherheit. Und als sei das nicht verstörend genug, plagen Doug die Erinnerungen an seinen Vater. Keine schönen Erinnerungen…

Wie schon im Vorgänger “X” lässt Charles Burns’ zeichnerische Präzision seine halluzinatorische Visionen ungeheuer real erscheinen. Mit dem Protagonisten finden wir uns dem schnellen Wechsel der Parallelwelten ausgesetzt, deren Faszination man sich gar nicht entziehen möchte.

Die Kolonie, ISBN 978-3-941343-18-8, 56 Seiten, Hardcover, farbig, 29,5 x 18 cm, 18 EUR, erscheint im Juni

“Rosalie Blum” von Camille Jourdy

Wer ist nur diese Rosalie Blum? Diese Frage treibt Vincent, den schüchternen Friseur und Modellbauer, seit Tagen um. So beginnt er, der geheimnisvollen Unbekannten unbemerkt auf ihren Wegen durch die Stadt und sogar bis zu ihrem Haus zu folgen. Währenddessen bemerkt er jedoch nicht, dass er selbst unter ständiger Beobachtung steht.

Die junge französische Autorin Camille Jourdy überzeugt in ihrem charmanten und clever konstruierten Buch vor allem durch ihre schrulligen Figuren, deren Leben durch die von Vincent in Gang gesetzten Ereignisse gehörig aus den Fugen gerät. Ihre stimmigen Aquarellbilder verleihen dem Ganzen eine beschwingte Leichtigkeit.

Rosalie Blum, ISBN 978-3-941343-09-6, 364 Seiten, Klappenbroschur, farbig, 23,5 x 16,5 cm, 29 EUR, erscheint im Juni

“Die Damen auf dem HĂĽgel”

Dienstag, den 5. August 2008

Drei SchattenIn der heutigen Ausgabe der “SĂĽddeutschen Zeitung” bespricht Thomas von Steinaecker Cyril Pedrosas Graphic Novel “Drei Schatten”:

Die Damen auf dem HĂĽgel

Der Animationsfilm ist der große, zurückgebliebene Bruder des Comics. Beide erzählen mit gezeichneten Bildern, beide entstanden am Ende des 19. Jahrhunderts als Teil der Unterhaltungsindustrie. Doch während der Comic nach und nach erwachsen wurde und sich ernsteren Themen zuwandte, blieb der Zeichentrickfilm in erster Linie der Welt des Fantastischen verhaftet und richtet sich seitdem vor allem an Kinder, woran sein wichtigster Pionier wohl nicht ganz unschuldig ist: In der familientauglichen Umsetzung von Märchen fand Walt Disney eine magische Formel, die selbst in Zeiten von Pixar letztlich nicht grundlegend in Frage gestellt wird.

Drei Schatten Beispiel
Diese mediale Verwandtschaft zum Film ist in dem grafischen Roman „Drei Schatten” des jungen Franzosen Cyril Pedrosa überall zu spüren. Schon auf den ersten Blick fällt die Ähnlichkeit der ausdrucksstarken Schwarzweißzeichnungen mit Disney-Produktionen auf: Die Konturen sind gerundet, die Physiognomie der Figuren spiegelt karikaturhaft übersteigert deren Charakter wider. Wiederholt werden cineastische Techniken wie Zoom oder Abblende eingesetzt, so dass stellenweise der Eindruck eines Storyboards entsteht. Das kommt nicht von ungefähr; hat doch Pedrosa für die Studios in Burbank als Zeichner an „Hercules” sowie an „Der Glöckner von Notre-Dame” mitgearbeitet. mehr

Auf den Artikel verweist auch der “Buchreport”.

“Wer reitet so spät…”

Samstag, den 26. Juli 2008

Drei SchattenSven Jachmann hat fĂĽr die “Junge Welt” vom 23. Juli eine Rezension von Cyril Pedrosas “Drei Schatten” geschrieben:

Wer reitet so spät…

Gibt’s auf dem Styx eine Handelsschiffahrt? Cyril Pedrosas tieftrauriger Comic »Drei Schatten«

Es ist dem neuen Comic von Cyril Pedrosa durchaus anzumerken, daß er sich eine Zeit lang als Animationszeichner bei Disney verdingt hat. Zum einen erinnert die Stilisierung der Figuren, wenn auch entfernt, an Disney-Massenware. Zum anderen spart Pedrosa an entscheidenden Stellen nicht gerade am Pathos. Allerdings ist er keineswegs darauf aus, mit gedehnten Momenten großer Gefühle von läppischen Plotkonstruktionen abzulenken.

»Drei Schatten« hat den Tod eines Kindes zum Thema. Es geht um jene Momente der Trauer, die aus der Hoffnungslosigkeit kommen. Sie ist es, die die Flucht vor den titelgebenden Schatten durchweg begleitet.Unvermittelt tauchen die Schatten am Anfang als Boten des Todes vor dem beschaulich im Wald gelegenen Häuschen des kleinen Joachim und seiner Eltern auf. Um das Schicksal seines Sohnes noch abzuwenden, tritt der Vater auf einem Handelsschiff eine aussichtslose Odyssee an.Pedrosas Finesse erweist sich nicht nur am prägnanten, expressiv-ausfransenden Pinselstrich. Gelegentlich sind die Bilder mit Kreide angereichert, was dem Setting eine regelrecht ornamentale Bedrohung verleiht. Dies allein ist eine pure Augenweide. Meisterhaft werden zudem verschiedene Gattungen verwoben. Märchen-, Fantasy- und Abenteuerbausteine vermitteln immer wieder Ahnungen eines vorhersehbaren Handlungsverlaufs. mehr

“Drei Schatten” von Cyril Pedrosa

Mittwoch, den 28. Mai 2008

Drei Schatten, Seite 7Joachim und seine Eltern leben glücklich und zurückgezogen inmitten von Hügeln und Wäldern. Als die Schatten auftauchen, ist nichts mehr wie zuvor. Sie wirken bedrohlich, doch sich ihnen zu nähern, ist unmöglich. Joachims Eltern stehen vor der schwersten Entscheidung ihres Lebens: Sollen sie versuchen zu fliehen oder sich dem Schicksal ergeben?

Drei SchattenCyril Pedrosa, geboren 1972, hat sich bereits in frĂĽher Jugend fĂĽr “Asterix” und “Micky Maus” begeistert und mit sechs Jahren entschieden, Comic-Zeichner zu werden. Als Animationszeichner fĂĽr Disney hat er an “Der Glöckner von Notre Dame” und “Herkules” mitgearbeitet und in Zusammenarbeit mit dem Szenaristen David Chauvel mehrere Bände der Serie “Ring Circus” (Salleck Publications) gezeichnet. “Drei Schatten” ist die bislang dichteste und gleichermaĂźen persönlichste Arbeit von Cyril Pedrosa. Zu Recht wurde dieser Comic auf dem Comicfestival AngoulĂŞme 2008 als “Bestes Album” ausgezeichnet.

“Drei Schatten” wurde erstmalig auf dem 13. Internationalen Comic-Salon in Erlangen vorgestellt. Mit “Mein Junge” von Olivier Schrauwen, “Die RĂĽckkehr aufs Land” 1 von Jean-Yves Ferri und Manu Larcenet, “Kub” von ATAK und “Donjon 2 – Der König der Krieger” von Joann Sfar und Lewis Trondheim sind im Mai 2008 insgesamt fĂĽnf neue Titel von Reprodukt im Handel erhältlich.

“So etwas wie eine Graphic Novel gibt es nicht.”

Dienstag, den 15. April 2008

Drei SchattenDass der Begriff “Graphic Novel” nicht unumstritten ist, soll auch an dieser Stelle nicht verheimlicht werden. Ob sie eine mehr oder weniger genaue definierte Art von Comics sind oder ob es sich dabei nur um einen Begriff aus den Marketingetagen handelt – zwischen diesen beiden Polen wird grob gesagt die Diskussion gefĂĽhrt. Unsere Position dazu findet sich hier, aber gerade einige ComickĂĽnstler wehren sich gegen diese Bezeichnung – darunter auch Cyril Pedrosa, dessen “Drei Schatten” im Mai bei Reprodukt erscheint. Auf dem Blog seines amerikanischen Verlags First Second Books sinniert er ĂĽber seine Tätigkeit als Comiczeichner und den Begriff der Graphic Novel.

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There’s No Such Thing as a Graphic Novel

[From the drawing board of Cyril Pedrosa]

That was probably a bad way to start my blog entry. I already regret it bitterly. I would’ve been better off talking about the arrival of spring or rambling about French trains. Telling you that I’m uncomfortably seated on seat 27, aisle side, heading towards a small town on the Atlantic coast of France where, with the pretext of signing some copies of Three Shadows at the local bookstore, I’m mainly hoping to stretch out as much as I can the pleasure of having lunch at a restaurant facing the port, praying that they’ll still have some room for smokers on the terrace…

But what can I say, I got myself stuck in this argument about graphic novels being non-existent. mehr

Abbildung: © Cyril Pedrosa / First Second Books

Reprodukt-Vorschau FrĂĽhjahr 2008

Dienstag, den 22. Januar 2008

Reprodukt-Vorschau FrĂĽhjahr 2008Die aktuelle Vorschau fĂĽr das Programm von Reprodukt im FrĂĽhjahr 2008 ist im Druck und wird Anfang Februar ausgeliefert. Neben der hier bereits vorgestellten Graphic Novel “Drei Schatten” von Cyril Pedrosa erscheint mit “Das Getriebe” ein neues Album von Christophe Blain (“Isaak der Pirat”).

Fortsetzungen von “Donjon” und “Monsieur Jean” runden das neue Programm ab und werden ergänzt durch neue Titel von Manu Larcenet und Nicolas Mahler. Mit “Fuck” macht Reprodukt eine lange vergriffene Graphic Novel des Kanadiers Chester Brown wieder erhältlich und mit “Mein Junge” von Olivier Schrauwen wird ein international vielbeachtetes Album eines jungen belgischen Zeichners endlich in deutscher Sprache vorgelegt.

Die Vorschau kann als PDF-Datei (2,8 MB) heruntergeladen werden: Vorschau FrĂĽhjahr 2008

“Drei Schatten” – Neue Graphic Novel von Cyril Pedrosa im Mai bei Reprodukt

Montag, den 14. Januar 2008

Drei SchattenLise und Louis fĂĽhren mit ihrem Sohn Joachim ein einfaches aber glĂĽckliches Leben an einem abgeschiedenen Ort inmitten von HĂĽgeln und Wäldern. Als Joachim eines Abends nicht einschlafen kann, entdeckt er in der Ferne drei Schatten, die das Haus beobachten. Diese Schatten entpuppen sich als drei geheimnisvolle Reiter, die dem Haus schon bald bedrohlich nahe kommen. Louis versucht die mysteriösen Schatten zu vertreiben, doch sie scheinen sich in Luft aufzulösen, sobald er sich ihnen nähert. Allmählich wird den Eltern klar, dass die Reiter gekommen sind, um ihren Sohn zu holen. Schweren Herzens fällt der Vater den Entschluss, sich mit ihm auf die Flucht zu begeben – aber kann man seinem Schicksal entfliehen?

Sowohl “Trois Ombres” von Cyril Pedrosa als auch “Chroniques Birmanes” von Guy Delisle (erscheint im Herbst 2008 bei Reprodukt) wurden in Frankreich fĂĽr den “Prix des Libraires de Bande DessinĂ©e” nominiert. Der Preis wird im Mai 2008 verliehen – auf der Website von Canal BD sind alle nominierten Kandidaten aufgelistet.

Trois_Ombres_Seite_5Cyril Pedrosa, geboren 1972, hat sich bereits in frĂĽher Jugend fĂĽr “Asterix” und “Micky Maus” begeistert und entschieden Comiczeichner zu werden. Als Animationszeichner fĂĽr Disney hat er an “Der Glöckner von Notre Dame” und “Herkules” mitgearbeitet und in Zusammenarbeit mit dem Szenaristen David Chauvel mehrere Bände der Abenteuerserie “Ring Circus” (Salleck Publications) gezeichnet. “Drei Schatten” ist die bislang dichteste und gleichermaĂźen persönlichste Arbeit von Cyril Pedrosa. Zurecht ist dieser Comic auf dem Comicfestival AngoulĂŞme 2008 fĂĽr die Auszeichnung als “Bestes Album” nominiert.

Drei Schatten, ISBN 978-3-938511-95-4, 272 Seiten, schwarzweiĂź, 23 x 16,5 cm, Klappenbroschur, 20 EUR, erscheint im Juni 2008 bei Reprodukt