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Archiv des Tags ‘David B.’
Dienstag, den 3. August 2010

Am 6. August 1945 wurde über dem Zentrum des japanischen Hiroshima die Atombombe gezündet. Den 65sten Jahrestag nahm Melanie Longerich im Deutschlandfunk zum Anlass, um in der Sendung “Andruck” den autobiografischen Manga von Keiji Nakazawa “Barfuß durch Hiroshima” (Carlsen) vorzustellen, in dem sich der Autor an seine Erlebnisse rund um den Abwurf und dessen verheerende Auswirkungen erinnert: “Atomkrieg als Manga”. Jens Harders “Alpha – Directions” (Carlsen) wurde bereits im Deutschlandradio Kultur vorgestellt, der Beitrag “Urknall im Comic” wird am heutigen Dienstag um 16:33h noch einmal im Deutschlandfunk im “Radiofeuilleton” wiederholt. Zudem findet sich der Titel auf der August-Empfehlungsliste der Literaturredaktion: “Charles Darwin hätte sein Freude gehabt”.
Christian Möller hat Marc-Antoine Mathieus “Gott höchstselbst” (Reprodukt) auf WDR 5 in der Sendung “Scala” vorgestellt und als “klug hintersinnig und höchstunterhaltsam” beschrieben. Zu einem etwas anderen Urteil über den Band gelangt Waldemar Kesler auf “tagesspiegel.de”: “Göttliche Zumutung”. Weitere Kritik wird an gleicher Stelle gegenüber Matthias Schultheiss’ “Die Reise mit Bill” (Splitter) geäußert: “Aus der Zeit gefallen” urteilt dort Klaus Schikowski, der sich in einem weiteren Artikel (“Der Zahn der Zeit”) mit Vampircomics beschäftigt. Unmittelbarer Anlaß ist die Veröffentlichung der Manga-Umsetzung des ersten Bandes der “Twilight”-Reihe von Stephenie Meyer: “Twilight: Biss zum Morgengrauen: Der Comic, Band 1″ (Carlsen). Mit “Sun Village” von Inio Asano widmet sich Lars von Törne einem weiteren Manga: In dieser “Jagd nach dem Glück” zeige sich ein Manga-Star in “Bestform”. Von Törne spach auch mit David Prudhomme, dem Autor und Zeichner von “Rembetiko” (Reprodukt) über eben jenes Buch: “Ich habe im Atelier getanzt”.
Für den österreichischen Kultur-Blog wienerpost.at sprach Harald Havas mit Ulli Lust über ihren Band “Heute ist der letzte Tag vom Rest deines Lebens” (avant-verlag): “460 Comic-Seiten Leben”. Auf titel-magazin.de fragt Lida Bach “Wer hat Angst vorm schwarzen Mann?” und lobt die Neuausgabe von Jon J. Muths “M – Eine Stadt sucht einen Mörder” (Cross Cult).
“Mit „Gift“ ist der Comic nun endgültig in der Belletristik angekommen.” resümiert Felix Giesa auf satt.org in seiner Besprechung von Peer Meters und Barbara Yelins “Gift” (Reprodukt): “Die Verführung der Ahnungslosen”. Lobendes hat er an gleichem Ort in “Todessehnsucht” auch über Benjamin Schreuders und Felix Mertikats “Jakob” (Cross Cult) zu sagen.
Daniel Benedict schreibt in der “Neuen Osnabrücker Zeitung” über Will Eisners “Ein Vertrag mit Gott” (Carlsen): “Autobiografisches und Geschichtsschreibung fallen hier zusammen – ein Muster, das Schule macht.”: “Gotteskritik in der Sprechblase”. Auf cult:online, der Online-Ausgabe der Kulturzeitung der Bayerischen Theaterakademie stellt Cornelia Fiedler Uli Oesterles “Hector Umbra” (Carlsen) sowie die Luxusausgabe des Bandes (Edition 52) vor: “Hinterm Hofbräuhaus das Jenseits”.
Aus dem Nähkästchen plaudert Andreas Platthaus in zwei Beiträgen auf seinem Blog für die “Frankfurter Allgemeinen Zeitung”: Zum einen schreibt er dort über ein in Frankreich erschienenes Reisetagebuch von David B. (“Auf dunklen Wegen”, avant-verlag”) und über die Beteiligung von Art Spiegelman (“Die vollständige Maus”, S. Fischer) an einem Tanztheater vor projizierten Animationszeichnungen.
Tags: Alpha, Art Spiegelman, avant-verlag, Barfuß durch Hiroshima, Benjamin Schreuder, Carlsen, Cross Cult, cult:online, David B., David Prudhomme, Deutschlandfunk, Die Reise mit Bill, Edition 52, EinVertrag mit Gott, Felix Mertikat, Gott höchstselbst, Hector Umbra, Heute ist der letzte Tag vom Rest deines Lebens, Inio Asano, Jakob, Jens Harder, Keiji Nakazawa, M, Marc-Antoine Mathieu, Matthias Schultheiss, Neue Osnabrücker Zeitung, Rembetiko, Reprodukt, Schreiber & Leser, Splitter, Sun Village, tagesspiegel.de, titel-magazin.de, Uli Oesterle, Ulli Lust, WDR 5, wienerpost.at, Will Eisner Kategorie Allgemein, News, Presse | 0 Kommentar »
Freitag, den 2. Juli 2010
Nachdem auf die Leseprobe von David B.’s “Auf dunklen Wegen” (avant-verlag) bereits hingewiesen wurde, folgt nun die nächste: “Kapitän Scharlach” lässt die Köpfe fliegen!
Von David B. (“Die heilige Krankeit”, Edition Moderne) in Szene gesetzt und von Emmanuel Guibert (“Alans Krieg”, Edition Moderne) gezeichnet, wird der 1905 mit 38 Jahren verstorbene Schriftsteller Marcel Schwob zur Hauptfigur dieses Albums. Mit zahlreichen mysteriösen Morden konfrontiert, scheint es als wäre eine seiner Romanfiguren zum Leben erweckt worden. Und tatsächlich: Die Piraten sind in Paris eingefallen! Ein Dreimaster gleitet zwischen den Fassaden des Faubourg Saint-Germain. An Bord entfesselt Kapitän Scharlach Blitze und Kanonenschüsse.
Die PDF-Leseprobe zu “Kapitän Scharlach” umfasst 15 Seiten und kann hier heruntergeladen werden (2,7 MB). Die vierzehnseitige Leseprobe zu “Auf dunklen Wegen” ist hier zu finden (2,8 MB).

Tags: avant-verlag, David B., Emmanuel Guibert, Kapitän Scharlach Kategorie Allgemein, News | 0 Kommentar »
Mittwoch, den 30. Juni 2010
Gleich zwei Neuerscheinungen von David B. gab es zuletzt beim Berliner avant-verlag: Bei “Kapitän Scharlach” verfasste er das Skript, das Emmanuel Guibert (“Alans Krieg”, Edition Moderne) in Bilder umsetzte, “Auf dunklen Wegen” stammt von David B. allein. Zu letzterem Band schreibt Daniel Wüllner auf tagesspiegel.de eine erste Besprechung, passend dazu lässt sich nun eine PDF-Leseprobe online ansehen.
Grabenkriege und Revolutionsphantasien
Die Verdichtung der Welt: Die dalmatinische Hafenstadt Fiume wurde nach dem Ersten Weltkrieg von einer vom Dichter Gabriele D’Annunzio geführten Truppe erobert. Der Comic-Erneuerer David B. macht das zum Ausgangspunkt seines neuen Buches und zeigt, dass das Potenzial des Mediums noch lange nicht ausgereizt ist.
Comic-Künstler sind noch weit davon entfernt, das erzählerische Potenzial ihres Mediums voll ausgenutzt zu haben – eine Tatsache, auf die Comic-Guru Scott McCloud immer wieder gerne aufmerksam macht. Obwohl er diese bevorstehende Revolution mit den Möglichkeiten digitaler Medien verknüpft, ist auch das erzählerische Potenzial der gedruckten Comics noch lange nicht ausgereizt. Immer mehr Autoren und Zeichner entdecken neue Wege, mit Konventionen zu brechen und ihre Erzählungen über Genregrenzen hinweg zu entfalten. Bestes Beispiel dafür ist der neue Comic von David B., „Auf dunklen Wegen“, der gerade im Avant-Verlag auf Deutsch erschienen ist. Im Comic vermengt der französische Künstler europäische Geschichte mit dem unstillbaren Drang des Geschichtenerzählens selbst. mehr

Die PDF-Leseprobe umfasst 14 Seiten und kann hier heruntergeladen werden (2,8 MB).
Tags: Auf dunklen Wegen, avant-verlag, David B., tagesspiegel.de Kategorie Allgemein, News, Presse | 0 Kommentar »
Mittwoch, den 24. März 2010
Im April erscheint beim Berliner avant-verlag mit “Kapitän Scharlach” ein neuer Band von David B. (“Babel”, avant-verlag) und Emmanuel Guibert (“Alans Krieg”, Edition Moderne).
Emmanuel Guibert und David B. lieben Wörter und Bilder. Ganz besonders die von Marcel Schwob, der 1905 mit 38 Jahren starb. Schwob war einer der großen Gelehrten seiner Zeit. Er wird in Chaville bei Paris in eine großbürgerliche Familie von Rabbinern und Ärzten geboren. Sein Onkel bekleidete das Amt des Leitenden Bibliothekars der Bibliothèque Mazarine; er selbst wird sämtliche Bücher verschlingen.
Schwob liebt die Sprache; den mittelalterlichen Argot des Dichters und Räubers François Villon, dem er geistreiche Studien widmet; die Sprache François Rabelais’, über den er ebenfalls schreibt. Schwob liebt alle Sprachen und alle Geschichten: das Altgriechische der klassischen Philosophen, die Märchen und Legenden des buddhistischen Fernen Ostens, die höfischen Romane um die Tafelrunde. Aus diesen Gedankenwelten nährt Schwob seine Phantasie, aus ihnen schöpft er die Ideen, verwebt die Kulissen, entlehnt seine Worte für Das gespaltene Herz, Der verschleierte Mann, Der König mit der goldenen Maske, Das blaue Land, Novellen, so fein gearbeitet wie kostbare Juwelen.

Aber nun wird dieser Marcel Schwob zur Hauptfigur dieses Albums von David B. und Emmanuel Guibert: Marcel Schwob wird mit zahlreichen mysteriösen Morden konfrontiert. Es scheint als wäre eine seiner Romanfiguren zum Leben erweckt worden. Und tatsächlich: Die Piraten sind in Pairs eingefallen! Ein Dreimaster gleitet zwischen den Fassaden des Faubourg Saint-Germain. An Bord entfesselt Kapitän Scharlach Blitze und Kanonenschüsse.
Nehmen Sie sich in Acht vor der stürmischen Phantasie des David B. und den getuschten Windstößen des Emmanuel Guibert. Sie lassen die Köpfe fliegen.
Kapitän Scharlach, ISBN 978-3-939080-42-8, Softcover, 64 Seiten, vierfarbig, 19,95 EUR, erscheint im April bei avant-verlag
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Mittwoch, den 3. Februar 2010
Mit dem ersten Band von “Auf dunklen Wegen” erscheint in Kürze im Berliner avant-verlag ein neues Buch des französischen Comicautors David B.. Der vor allem für “Die heilige Krankheit” (Edition Moderne), seine bewegende Autobiografie im Schatten der Epilepsieerkrankung seines Bruders bekannte, vielfach ausgezeichnete Autor, widmet sich in seiner neuesten Reihe der bewegten Epoche zwischen den beiden Weltkriegen. Die in Frankreich in zwei Bänden veröffentlichte erste Geschichte erscheint als inhaltlich abgeschlossene Gesamtausgabe im April 2010 im avant-verlag.
Am 19. September 1919 “annektierte” Gabriele D’Annunzio mit ca. 2500 desertierten Soldaten die dalmatinische Hafenstadt Fiume (kroatisch: Rijeka). Auf dramatische Weise griff “Der Dichter” damit in die Friedensverhandlungen in Paris ein, wo die Vertreter Italiens sich vergeblich bemühten, die Einhaltung der vor dem Krieg geschlossenen Geheimverträge zu erreichen, die Italien vor allem in Dalmatien territoriale Zugewinne zugesichert hatten. In Fiume aber begann ein schier endloses Fest. Ein Ausnahmezustand herrscht, der alles ergreift: den Krieg, die Politik, das Recht, die Herzen und die Sinne.

David B., der eigentlich David Beauchard heißt, wurde 1959 im französischen Nimes geboren. 1990 war er einer der Mitgründer der einflussreichen französischen Künstlervereinigung L’Association. Ab 1996 schuf er eines der Meisterwerke in der jüngeren Comicgeschichte mit “Die heilige Krankheit“. David B. zählt wegen seiner symbolischen Bildfindungen zu einem der spannendsten Künstler, die das Medium derzeit vorzuweisen hat. Mit “Auf dunklen Wegen“ startet seine neue Reihe im avant-verlag. Weitere Bände dieser neuen historischen Reihe sind bereits in Arbeit und werden den Leser an andere brisante Schauplätze (Irland, Baltikum, Deutschland) führen.
Bereits jetzt lässt sich eine 18-seitige Leseprobe hier als PDF herunterladen (4,5 MB).
Auf dunklen Wegen, ISBN 978-3-939080-41-4, 124 Seiten, SC, vierfarbig, 24,95 EUR, erscheint im April im avant-verlag
Tags: Auf dunklen Wegen, avant-verlag, David B. Kategorie Allgemein, Neuerscheinungen, News | 0 Kommentar »
Mittwoch, den 28. Oktober 2009
Wie bereits berichtet, finden im nächsten Jahr zwei Fachtagungen statt, die sich mit dem Themenfeld Rechtsextremismus aus Comic-Perspektive beschäftigen. Schon im November finden zwei weitere Tagungen statt, die näher am Medium bleiben.
Vom 6. bis zum 8. November 2009 findet an der Universität zu Köln die 4. Wissenschaftstagung der Gesellschaft für Comicforschung (ComFor) zum Thema “Erzählen im Comic” statt.
Die Geschichte des Comics ist auch eine vom Geschichtenerzählen. Die Form und die Art und Weise des Erzählens haben sich in der Geschichte des Comics ebenso immer wieder gewandelt wie Inhalte, Themen und Genres. Die Rolle des Erzählens im Comic und die damit einhergehenden Veränderungen sollen im Laufe der Tagung aus verschiedenen Perspektiven beleuchtet werden.
Neben dem Eröffnungsvortrag von Herrn Professor Dr. Karl Clausberg werden sich vierzehn Wissenschaftler(innen) aus dem In- und Ausland mit dem Thema beschäftigen. Sieben jüngere Kolleginnen und Kollegen präsentieren ihre Thesen auf einem Forum der Nachwuchswissenschaftler(innen). Eine Führung durch die Mittelalterabteilung des Wallraf-Richartz-Museums, die dem sequentiellen Erzählen in der Kölner mittelalterlichen Malerei gilt, macht Sie zudem mit einigen Ahnen des Comic Strips bekannt.
Neben allgemein comictheoretischen Themen wie “Comics als interdiskursive Erzählungen” werden auch Graphic Novels und ihre Autoren in Vorträgen vorgestellt und einzelne Aspekte näher erläutert. So wird es unter anderem Beiträge zum Reportagecomic “Der Fotograf”, Allgemeines über autobiografische Comics und Spezielles zu David B.s “Die heilige Krankheit” (beide Edition Moderne) geben. Das gesamte Programm und alle weiteren Details zur Tagung finden sich auf hier. Das Postermotiv stammt übrigens von Mawil (“Wir können ja Freunde bleiben”, Reprodukt).
Am 27. und 28. November lädt der Sonderforschungsbereich 826 “Ästhetische Erfahrung im Zeichen der Entgrenzung der Künste” der Freien Universität Berlin zur Tagung zum Thema: “Comics: Zum Stand der kulturellen Legitimität eines intermedialen Mediums”.
Ob Pop Art, Nouvelle Vague, Mangas oder Tarantino – der Comic gehört seit dem späten 20. Jahrhundert zum festen Bestandteil eines Spiels mit high and low culture. Comiczeichner haben nicht nur Plakate und Cover der Rockmusik von Jimi Hendrix bis Janis Joplin gezeichnet, die Ästhetik von bestimmten Musikrichtungen hat auch Autoren wie Robert Crumb in ihrem Zeichenstil inspiriert. In einem solchen Wechselspiel wird der Comic sowohl remedialisiert als auch selbst von intermedialen Praktiken neu definiert. Zu diesen Grenzüberschreitungen stellt sich eine neue soziale Legitimität des Comics ein. So wird Art Spiegelmans Holocaust-Comic Maus insbesondere von einer intellektuellen Leserschaft rezipiert. Mangas überschwemmen den Massenmarkt und heben aber ebenso den Anteil der weiblichen Leserschaft wie Marjane Satrapis Autorencomic Persepolis. Nicht nur die legitime Kunst benutzt damit das Spiel von high and low für ihre avantgardistischen Distinktionen gegen akademisch anerkannte Kunst, diese Strategie differenziert längst auch die Comicproduktion selbst. Die Konferenz wird der Frage nachgehen, wie diese Überschreitungen zwischen kulturellen und sozialen Grenzen im intermedialen Wechselspiel ästhetisch zu fassen sind.
Auch hier werden Graphic Novels ein zentraler Punkt der Betrachtungen sein. Vorträge befassen sich unter anderem mit Robert Crumbs “Genesis” (Carlsen) und Formen des epischen Erzählens und der Comic-Umsetzung von Morton Rhues “Die Welle” von Stefanie Kampmann (Ravensburger). Den genauen Veranstaltungsplan für die öffentlichen Vortragsreihe samt Adressen- und Raumangaben kann man sich hier ansehen.
Tags: Carlsen Verlag, David B., Der Fotograf, Edition Moderne, Genesis, Robert Crumb, Tagung Kategorie Allgemein, News, Termine | 0 Kommentar »
Montag, den 17. November 2008
Bereits zum fünften Mal findet in diesem Jahr die Veranstaltungsreihe “New Literature from Europe” in New York statt. Verschiedene Kulturinstitutionen schliessen sich dabei zusammen und präsentieren ab dem 17. November einen europäischen Querschnitt durch ein literarisches Themengebiet. In diesem Jahr steht die Reihe ganz im Zeichen der Graphic Novels, und es werden sechs europäische Comic-AutorInnen eingeladen, deren Werke zum Teil auch umfassend ausgestellt werden.
Das Goethe-Institut New York lädt als deutschsprachige Repräsentantin Isabel Kreitz (“Die Sache mit Sorge”, Carlsen) ein, die am 19. November an einer Diskussionsrunde zum Thema Graphic Novels und am folgenden 20. November im Museum of Comic and Cartoon Art (MoCCA) an einem Buchpräsentation mit anschließender Signierstunde teilnehmen wird. Neben Isabel Kreitz sind zu beiden Veranstaltungen David B. (“Die heilige Krankheit”, Edition Moderne), Nicolas de Crécy (“Prosopopus”, Reprodukt), Max (“BardÃn der Superrealist”, Reprodukt), JaromÃr 99 und Jaroslav RudiÅ¡ eingeladen.

Bereits am 17. November eröffnet das Instituto Italiano di Cultura eine Ausstellung mit Werken Igorts (“5 ist die perfekte Zahl”, avant-verlag). Tags darauf wird in der Kulturabteilung der Französischen Botschaft eine Ausstellung aller beteiligter KünstlerInnen eröffnet. Am 19. November sind diese dann an der School of Visual Arts zur besagten Diskussionsrunde unter der Leitung David Mazzucchellis (“Paul Austers Stadt aus Glas”, Reprodukt) zu Gast. Am folgenden 20. November findet die Buchpräsentation im MoCCA statt, bevor die Reihe am 21. November im Maison Francaise an der NYU mit einer Diskussion mit Nicolas de Crécy ihren Abschluss findet.

Genaue Informationen, Termine und Adressen finden sich auf der Seite des New Yorker Goethe-Instituts.
Tags: Carlsen Comics, David B., Edition Moderne, Isabel Kreitz, JaromÃr 99, Jaroslav RudiÅ¡, Max, Nicolas de Crécy, Reprodukt Kategorie Allgemein, News, Termine | 0 Kommentar »
Donnerstag, den 2. Oktober 2008
Am 19. September berichtete das “Wall Street Journal” über die europäische Graphic-Novel-Szene und stellte Autoren aus verschiedenen Ländern vor. Brigit Grauman portraitiert unter anderem Reinhard Kleist (“Cash – I See A Darkness”, Carlsen Comics), Gipi (“5 Songs”, avant-verlag) und David B. (“Die heilige Krankheit”, Edition Moderne).
Neben dem lesenswerten Bericht werden noch wichtige europäische Comicfestivals vom Fumetto in Luzern über das Festival International de la Bande Desinée Angoulême bis hin zum Comic-Salon Erlangen vorgestellt.
Cartoonist as Auteur: Europe’s Visionary Graphic Novelists
The graphic novel explosion under way in the U.S. — where overall sales were up 10% last year — has had a longer gestation in Europe, where sophisticated comics meant for adults have been popular since the 1960s.
The current crop of European writers and artists marry word and image to express their personal vision of the world. “These are rich and challenging times for the graphic novel,” says Paul Gravett, the founder of the annual Comica festival in London. “For a long time, comic strips were dismissed as sub-literature. Now there’s a great appetite for this sort of book.”
Whether called “comic books” or “graphic novels” — some consider the terms interchangeable, others see differences in form and scope — these works emphasize powerful storytelling, on subjects as broad as those found in any other published works, from autobiography to fantasy to war reportage to humor. Text and art are equal tools to this end. mehr
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Dienstag, den 11. März 2008
Die “Amerikawoche” veröffentlicht den Beitrag der dpa-Kulturkorrespondentin Elke Vogel, die ebenfalls die Entwicklung eines neuen Segments auf dem Comic-Markt und im Buchhandel beobachtet:
Graphic Novels als Comic-Trend
Der Comic wird erwachsen: Jenseits von Superhelden und fiktiven Abenteurern etablieren sich nun auch auf dem deutschen Buchmarkt ernstere und inhaltsschwerere Titel. Bildergeschichten für Erwachsene haben in Ländern wie Frankreich oder den USA längst Tradition. Mit sogenannten Graphic Novels – gezeichneten Romanen – werden jetzt auch in Deutschland anspruchsvollere Leser angesprochen. Autoren wie Line Hoven, Reinhard Kleist, Marjane Satrapi, David B., Jason Lutes, Arne Bellstorf und Isabel Kreitz verbinden in ihren Werken biografische Geschichten mit künstlerisch ambitionierter Grafik.
Die Leipziger Buchmesse (13. bis 16. März) setzt seit Jahren auf Comics als Einstieg in die Literatur und Anziehungspunkt für jüngere Leser. Aus dem Buchhandel seien Comics nicht mehr wegzudenken, ihr Marktanteil wachse kontinuierlich, meldet das “Börsenblatt” des deutschen Buchhandels. mehr
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Montag, den 3. März 2008
Thomas Hummitzsch schreibt in “Glanz@Elend” über “Die heilige Krankheit” von David B.
Dämonendämmerung
Der französische Comiczeichner David B. zeichnet die Geschichte seiner Familie aus der Perspektive eines Heranwachsenden, dessen Leben von der Epilepsie seines älteren Bruders überschattet wird.
Im Rahmen meines Zivildienstes war ich das erste Mal Zeuge des sich unter einer wahnsinnigen Kräfteexplosion vollziehenden Abgleitens in eine andere Welt, das allgemein unter dem Namen Epilepsie bekannt ist. Und schon damals erfasste mich die Frage, was bei einem solchen Anfall genau geschieht und vor allem, was mit demjenigen, der diesen Anfall erleidet, geschieht. Verhält es sich, wie der antiquiert anmutende Name Fallsucht vermuten lässt, tatsächlich so, dass sich ein Epileptiker während einer Attacke in einem Fall befindet, in einem Schwebezustand zwischen verschiedenen Bewusstseinsdimensionen? Oder ergreift hier einfach eine unheimliche Macht gnadenlos Besitz von einem Menschen? mehr
Tags: David B., Die heilige Krankheit, Edition Moderne Kategorie Allgemein, Presse | 0 Kommentar »
Dienstag, den 29. Januar 2008
Am 24. Januar ist in der Süddeutschen Zeitung eine äußerst lesenswerte Rezension von Christoph Haas über “Die heilige Krankheit” von David B. erschienen:
Das Ungeheuer in der Familie
Was ist Epilepsie? Immer noch besitzt diese Krankheit etwas Rätselhaftes, Verstörendes. Dass sie mit Wahnsinn nichts zu tun hat, wissen inzwischen auch die meisten Laien. Ihre genauen neurologischen Ursachen aber hat die Medizin noch nicht ergründen können. Höher als man gemeinhin denkt, ist auf jeden Fall die Zahl der Betroffenen: Allein in Deutschland dürften es, wie man im Nachwort dieses Albums erfährt, rund 500 000 sein. mehr
Tags: David B., Edition Moderne Kategorie Allgemein, Presse | 0 Kommentar »
Dienstag, den 22. Januar 2008
Unter dieser Überschrift veröffentlichte die “NZZ am Sonntag” am 19. Januar einen größeren Bericht über Graphic Novels. Regula Freuler stellt im Besonderen Alison Bechdels “Fun Home” und Olivier Kas “Warum ich Pater Pierre getötet habe” als Beispiele für die Vielzahl aktueller autobiografischer Comicveröffentlichungen vor.

Tags: Alison Bechdel, Art Spiegelman, David B., Dirk Schwieger, Edition Moderne, Joe Matt, Justin Green, Line Hoven, Marjane Satrapi, Miriam Katin, NZZ, NZZ am Sonntag, Olivier Ka, Reprodukt, Robert Crumb Kategorie Allgemein, Presse | 0 Kommentar »
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