Graphic Novels
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Archiv des Tags ‘David Small’

“Der scharfe Beat der Brillenträger”

Samstag, den 27. Oktober 2012

In der “SĂĽddeutschen Zeitung” vom 25. Oktober 2012 beschäftigt sich Britta Schwem mit der im FrĂĽhjahr bei Carlsen erschienen autobiografischen Graphic Novel “Stiche”. Der insbesondere in den USA bekannte Illustrator und Kinderbuch-Autor David Small wählt die Erzählform des Comic, um sich an seine Kindheit und Jugend in den 1950er-Jahren zu erinnern, die er in Detroit verbrachte. In ihrer Rezension “Der scharfe Beat der Brillenträger” zeigt Britta Schwem sich beeindruckt. Beeindruckt von der Kälte des Elternhauses, in das der Autor hineingeboren wurde. So sei sein Buch eine “irre Tragödie von Falschverliebten, Falschgeborenen und Falschverstandenen, die im WĂĽrgegriff der gesellschaftlichen Konvention erstarrt sind”. Beeindruckt von David  Smalls Aufarbeitung der, durch den eigenen Vater verursachten, Krebserkrankung in jungen Jahren: “‘Stiche’ ist ein Blick in die Wunden, der zu Tränen rĂĽhrt. Aber man hört Small förmlich rufen: ‘Hey, I was an alien, but that’s okay. – Now.’” Und zu guter Letzt beeindruckt von der zeichnerischen Umsetzung der Geschichte: “Man meint, die Meister des Absurden, Beklemmenden und der Suspense – Buñuel, Bergman und Hitchcock – auf den Buchseiten zu spĂĽren”.

Graphic Novels in den Medien – 17. August 2012

Freitag, den 17. August 2012

“Kaum eine andere Form des Erzählens hat in den letzten Jahren so viel an Aufmerksamkeit und Ansehen gewonnen wie die Graphic Novel, der Roman in Bildern.” So eröffnet ein Ăśberblick ĂĽber aktuelle Neuerscheinungen, der gestern im “Buchjournal” auf MDR Figaro ausgestrahlt wurde. Die Texte zu den fĂĽnf Titeln können hier nachgelesen und nachgehört werden:“Romane in Bildern”. Vorgestellt wurden: “Niemandsland” von Blexbolex (Jacoby & Stuart), “Traumnovelle” von Jakob Hinrichs (nach Arthur Schnitzler, Edition BĂĽchergilde), “Tristram Shandy, Gentleman” von Martin Rowson (nach Laurence Sterne, Knesebeck), “Der Pirat und der Apotheker” von Henning Wagenbreth (nach R.L. Stevenson, Peter Hammer Verlag) und “Der Boxer” von Reinhard Kleist (Carlsen).

“Der Boxer” wurde ebenfalls in der Badischen Zeitung vorgestellt “Die Geschichte des Boxers im KZ”. JĂĽrgen Schickinger resĂĽmiert: “Ausnahmeband”. Die Sogkraft der Erzählung stellt Schickinger bei David Smalls “Stiche” (Carlsen) heraus: “Die Geschichte des Kindes in Detroit”.

Auch tagesspiegel.de stellt wieder eine Graphic Novel vor: “Don Quijote” von Flix (nach Miguel de Cervantes, Carlsen), in dem Thomas Hummitzsch einen “famosen Schelmencomic” erkennt: “WutbĂĽrger Don Quijote”.

“Auf dĂĽnnem Eis” und “Stummer Schreie, heile Wunden”

Donnerstag, den 10. Mai 2012

In der gestrigen Ausgabe der in Berlin erscheinenden “Tagesspiegels” widmete sich wieder eine Seite im Feuilleton ausschlieĂźlich Comics. Neuigkeiten wurden vorgestellt, auf das Comic-Symposium in SaarbrĂĽcken hingewiesen und auch der am Samstag bundesweit stattfindende Gratis Comic Tag erwähnt.

Lars von Törne besprach dort auch ausfĂĽhrlich “Packeis” von Simon Schwartz (avant-verlag), dem er vor Allem zugute hält, wie darin eigene Einschätzungen des Autors den historischen Stoff auch fĂĽr diejenigen LeserInnen interessant macht, denen weniger an der Geschichte liegt, auf der das Buch basiert. Der Artikel lässt sich nun auch online nachlesen: “Auf dĂĽnnem Eis”.

Bereits am Montag wurde auf tagesspiegel.de eine Besprechung von David Smalls “Stiche” (Carlsen) veröffentlicht, fĂĽr Redakteur Waldemar Kesler einer der herausragenden Comics des Jahres, wie er in “Stummer Schreie, heile Wunden” schreibt.

“Eine riesige Narbe am Hals”

Donnerstag, den 15. März 2012

Katja LĂĽthge schreibt heute im Berlin-Teil der “taz” ĂĽber “Stiche” und die Buchvorstellung von David Small am vergangenen Dienstag im Saint George’s Bookshop in Berlin-Prenzlauer Berg.

Eine riesige Narbe am Hals

Der US-amerikanische Zeichner und Autor David Small stellte “Stiche” vor, eine autobiografische Graphic Novel. Darin verhandelt er auf bewegende Weise, wie er als Kind Zuwendung nur ĂĽber medizinische Behandlung erfuhr

Wohl noch nie hatten wir nach dem Lesen eines Buchs den einen innigen Wunsch: den Autor ganz fest in die Arme zu schlieĂźen und nie wieder loszulassen. Nicht, dass die Hoffnung auf Linderung seiner erlittenen Misshandlungen bestĂĽnde, aber die autobiografische Graphic Novel “Stiche” des US-amerikanischen Illustrators und Autors David Small erzeugt eine bodenlose Traurigkeit, die nach irgendeiner Form von Trost schreit. In bisweilen skizzenhaft anmutenden schwarzgrauen Bildern erzählt Small dort von den Zumutungen seiner Kindheit und Jugend in den 50er und 60er Jahren in Detroit. mehr

“Stiche” – Buchvorstellung in Hamburg

Freitag, den 9. März 2012

Am kommenden Montag, dem 12. März 2012, stellt der Zeichner David Small seine Graphic Novel “Stiche” im Rahmen einer Lesung in den Verlagsräumen des Carlsen Verlags in Hamburg vor.

David Small beschwört die Welt der FĂĽnfzigerjahre, als man noch glaubte, die Wissenschaft könne alle Probleme lösen. Als man ĂĽber vieles nicht sprach, schon gar nicht mit Kindern. Vor der kafkaesken Familiensituation flieht der kleine David in seine Zeichnungen. Mit 14 Jahren verliert er bei einer Operation seine Stimme. Dass er Kehlkopfkrebs hatte und man damit rechnete, dass er sterben wĂĽrde, findet er ebenso selbst heraus wie die Ursache dafĂĽr: Sein Vater, ein angesehener Radiologe, hatte ihn in seiner Kindheit regelmässig mit Röntgenstrahlen “behandelt”.

Die Veranstaltung beginnt um 19 Uhr, der Eintritt ist frei. Um Anmeldung unter presse@carlsen.de. wird gebeten.

Carlsen Verlag, Völckersstraße 14-20, D-22765 Hamburg
email: presse@carlsen.de, www.carlsen.de

Neue Graphic Novels bei Carlsen

Samstag, den 30. April 2011

Auf seiner Homepage hat der Hamburger Carlsen Verlag nun seine Neuheiten für Herbst und Winter 2011/2012 bekannt gegeben. Darunter findet sich wie gewohnt auch wieder eine Auswahl an Graphic Novels. Folgende Titel sind bis März 2012 angekündigt:

“Kiki vom Montparnasse” von JosĂ©-Louis Bocquet & Catel Muller

In ihrer preisgekrönten Graphic Novel widmen sich der Autor José-Louis Bocquet und die Zeichnerin Catel Muller dem Leben der charismatischen Alice Prin, die in den Zwischenkriegsjahren am Pariser Montparnasse an der Seite des Fotografen Man Ray zur Muse der Avantgarde und der Bohème und zu einer der ersten emanzipierten Frauen des 20. Jahrhunderts wurde.

Kiki vom Montparnasse, ISBN 978-3-551-79109-2, Hardcover, s/w, 416 Seiten, 36 EUR, erscheint im Oktober 2011

“Ein neues Land – Erweiterte Ausgabe mit Skizzenbuch im Schuber” von Shaun Tan

Was bringt eine Menschen dazu alles zurĂĽckzulassen, um eine Reise in ein unbekanntes, fernes Land anzutreten, hin zu einem Ort ohne Familie und Freunde, wo alles namenlos und die Zukunft unbekannt ist? Diese stumme Graphic Novel ist die Geschichte eines jeden Migranten, eines jeden FlĂĽchtlings, eines jeden heimatlosen Menschen und eine Hommage an alle, die eben diese Reise angetreten haben.

Neuausgabe der wortlosen Graphic Novel des preisgekrönten australischen Autors, Illustrators und Filmemachers Shaun Tan.

Ein neues Land – Erweiterte Ausgabe, ISBN 978-3-551-73439-6, Hardcover, s/w, 128 + 48 Seiten, 49,90 EUR, erscheint im November 2011

“Stiche” von David Small

Als David Small aus der Narkose einer vermeintlich harmlosen Operation erwacht, verschlägt es ihm in wahrsten Sinne des Wortes die Sprache: Ihm war ein Stimmband entfernt worden, sein Hals wurde der Länge nach aufgeschlitzt und wieder zusammengenäht wie ein blutiger Stiefel. Was man dem 14-Jährigen verschwiegen hatte, war, dass er an Krebs erkrankt war, und dass die Ă„rzte ihn eigentlich schon aufgegeben hatten… In seiner autobiografischen Graphic Novel reflektiert der renommierte Kinderbuchillustrator David Small nicht allein seine Kindheit und Jugend in einem verstörenden Elternhaus, sondern auch die grotesk fortschrittsgläubigen 1950er-Jahre in den USA.

Stiche, ISBN 978-3-551-78695-1, Hardcover, s/w, 328 Seiten, 29,90 EUR, erscheint im März 2012

“Gegen den Strom – Eine Autobiografie in Bildern” von Yoshihiro Tatsumi

Bereits in den 1950er-Jahren entwickelt Yoshihiro Tatsumi eine bis dato nicht gekannte realistische Erzählweise, zusammen mit anderen Zeichnern gilt er als GrĂĽnder der Gekiga, der realistischen Manga. In erster Linie bekannt fĂĽr seine lebensnahen Kurzgeschichten, ist “Gegen den Strom” Yoshihiro Tatsumis monumentale RĂĽckschau auf die Jahre seiner Kindheit und Jugend. Beginnend im Osaka der unmittelbaren Nachkriegszeit verfolgt er sein Alter Ego Hiroshi durch familiäre Dramen und die harte soziale Wirklichkeit – das groĂźe Ziel stets im Blick: Eines Tages in die FuĂźstapfen seines Idols zu treten, des groĂźen Mangaka Osamu Tezuka.

Gegen den Strom – Eine Autobiografie in Bildern, ISBN 978-3-551-73104-3, Hardcover, s/w, 850 Seiten, 44 EUR, erscheint im März 2012