Graphic Novels
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Archiv des Tags ‘Der Fotograf’

Emmanuel Guibert in Berlin

Donnerstag, den 5. September 2013

Emmanuel Guibert ist eine der renommiertesten Stimmen des europäischen Comics. Der Franzose besticht als Zeichner wie als Autor und erbringt in seinen Büchern regelmäßig den Beweis, dass der Comic relevante gesellschaftliche Theman differenziert und spannend in Szene setzen kann.

Bekannt wurde er im deutschsprachigen Raum mit “Der Fotograf”, einer beeindruckenden Comic-Dokumentation ĂĽber den Fotografen Didier Lefèvre und dessen Arbeit in Afghanistan. “Reisen zu den Roma” ist ein nicht minder aufrĂĽttelnder Bericht ĂĽber das Unrecht an den europäischen Roma, und in “Alans Krieg” schildert Emmanuel Guibert die Kriegserinnerungen eines amerkanischen GIs. Alle Titel sind bei der Edition Moderne erschienen.

Emmanuel Guibert begeistert als Autor aber auch junge Leser. Gemeinsam mit dem Zeichner Marc Boutavant erzählt er in “Ariol” (dt. bei Reprodukt) von “einem kleinen Esel wie du und ich”. Mit Ariols hochamĂĽsanten und aus dem Leben gegriffenen Erlebnissen können sich Schulkinder ab sechs Jahren bestens identifizieren.

Im Gespräch am Dienstag, dem 17. September um 19 Uhr will “Tagesspiegel”-Redakteur Lars von Törne herausfinden, wie Guibert sich fĂĽr ein Thema entscheidet, wie diese unterschiedlichen Themen sich vereinbaren lassen – und wie dabei Zeit bleibt fĂĽr das internationale Austauschprojekt, an dem der Autor gerade in Berlin teilnimmt.

Institut francais Berlin, Salle Boris Vian, 4. Stock, KurfĂĽrstendamm 211, D-10719 Berlin
Eintritt frei
www.institutfrancais.de/berlin

“The top five political comic books”

Montag, den 23. Mai 2011

FĂĽr den amerikanischen Nachrichtensender CNN hat der englische Comicexperte Paul Gravett eine Liste der fĂĽnf besten Comics mit politischen Inhalten zusammengestellt. Darunter finden sich auch vier hierzulande veröffentlichte Titel: “Maus” von Art Spiegelman (Fischer), “Persepolis” von Marjane Satrapi, “Palästina” von Joe Sacco sowie “Der Fotograf” von Guibert/Lefèvre/Lemercier (alle Edition Moderne).

The top five political comic books

The word “comic” typically conjures up images of muscly men in colorful tights who possess superhuman powers.

But over the last few decades a growing number of artists have used the medium of graphic novels to tackle real stories of a more serious, earthbound nature. mehr

Abbildung © CNN

“Reality Kills” – Comicprogramm am Maxim Gorki Theater Berlin

Donnerstag, den 3. Februar 2011

Das Maxim Gorki Theater Berlin hat fĂĽr den späten März die Veranstaltungsreihe “Reality Kills” angekĂĽndigt, die sich mit dem Thema “Kriegsbilder im Comic und auf der BĂĽhne” befassen wird. Geplant sind eine ganze Reihe von Theaterinszenierungen, Lesungen sowie Podiumsdiskussionen, in denen das Verhältnis von Comics und Theater zur (Kriegs-)Realität reflektiert wird.

In einer bildbeherrschten Zeit, in der Montage jeden Film und Photoshop jede Fotografie als zuverlässiges Zeugnis eines Augenblicks fragwürdig werden lässt, erfährt das gezeichnete Bild des Comics, indem es spielerisch auf seine eigene Unzulänglichkeit verweist, ebenso eine Bedeutungsveränderung in der öffentlichen Wahrnehmung wie das Theater, das als Ort unmittelbarer Gegenwärtigkeit, den Rezipienten jeden Abend aufs Neue die reale Herstellung einer Behauptung erleben lässt. Comic und Theater machen immer wieder augenscheinlich, dass was wir Geschichte oder Wirklichkeit nennen, immer ein Konstrukt ist.


AngekĂĽndigt sind unter anderem: Eine Theateradaption von Emmanuel Guiberts “Alans Krieg” (Edition Moderne) unter der Regie von Sascha Hargesheimer, ein “Minidramenmarathon” in Zusammenarbeit von The Treasure Fleet mit den Regisseuren Jorinde Dröse, Sophie Domenz und Dominic Friedel unter dem Titel “Make Love Not War” und eine Reihe als Theaterkulisse inszenierte Container, die von Comicmachen gestaltet wurden (“Exportierte Kriegsschauplätze”).

DarĂĽber hinaus wird es eine fĂĽnfteilige Reihe von Comiclesungen geben, bei denen Ulli Lust (“Heute ist der letzte Tag vom Rest deines Lebens”), Simon Schwartz (“drĂĽben!”) und Ulrich Scheel (“Die sechs SchĂĽsse von Philadelphia”, alle avant-verlag) aus ihren Werken lesen bzw. ihre Geschichten szenisch inszeniert wird.

Darüber hinaus sind Podiumsdiskussionen zum Verhältnis von Comic und Realität und zu den vielfältigen Beziehungen von Comic und Theater, eine Ausstellung mit Originalen unter anderem von Reinhard Kleist und Joe Sacco sowie ein Comicwettbewerb für Jugendliche geplant.

Alle Veranstaltungen finden in der Woche vom 20. bis zum 26. März statt. Details zu den teilnehmenden Personen, Anfangszeiten, etc. finden sich in der Programmübersicht.

Comics in den Medien – August 2010 (2)

Freitag, den 20. August 2010

Graphic Novels ['græfik 'nɔvəls] haben es in das Glossar der vom WDR betriebenen Website wissen.de geschafft. Die Kurzbeschreibung findet sich hier.

Zwei Fachzeitschriften haben sich in den vergangenen Wochen mit Graphic Novels befasst: FĂĽr “Spektrum der Wissenschaft” hat Lennart Pyritz Jens Harders “Alpha – Directions” (Carlsen) gelesen und attestiert dem Autor im Artikel “Comic-Evolution” eine “augenzwinkernde Kreativität”. Im “Deutschen Ă„rzteblatt” stellt Freddy Litten weniger erbauliche Inhalte vor: “Comics: Vergewaltigung, Krankheit und Tod”. Von den vorgestellten Comics ist einzig die Trilogie “Der Fotograf” von Didier Lefèvre, Emmanuel Guibert und Pascal Lemercier (Edition Moderne) auf Deutsch erhältlich.

In der laufenden Sommerserie des Berliner “Tagesspiegel” beantworten Comicautorinnen und -autoren einen 15 Punkte umfassenden Fragebogen. Bisher haben sich zu Wort gemeldet: Katharina Greve (“Ein Mann geht an die Decke”, die biblyothek), Barbara Yelin (“Gift”, mit Peer Meter, Reprodukt), Reinhard Kleist (“Castro”, Carlsen) und Flix (“Faust”, Carlsen).

An gleicher Stelle schreibt Christian Endres ĂĽber “Sky Hawk” (Schreiber & Leser), den neuen Band von Jiro Taniguchi. In Zwei Samurai bei den Sioux” lobt er die gelungene VerknĂĽpfung von Western und Manga. “Die Hölle Pubertät” durchschreitet Melanie Gerland in ihrem autobiografischen DebĂĽt “Offene Arme” (Balance Verlag), wie Sven Jachmann ebenfalls auf tagesspiegel.de ausfĂĽhrt.

Leichtere Kost verspricht David Prudhommes “Rembetiko” (Reprodukt), auch wenn es dort “Zwischen Knast und Kneipe” heiĂź her geht. Thomas Klingenmaier schreibt ĂĽber das Buch in seinem Blogbeitrag auf der Seite der “Stuttgarter Zeitung”.

Im “Nordwestradio” von Radio Bremen hat Karolin Korthase ein weiteres Mal Peer Meters und Barbara Yelins Buch “Gift” (Reprodukt) vorgestellt. Der Beitrag lief in der Sendung “Literaturzeit” und kann hier noch einmal in ganzer Länge nachgehört werden.

“Comicautor Ralf König ist 50″ lautet die Ăśberschrift des ausfĂĽhrlichen Porträts, das auf der Website der Deutschen Welle zu finden ist. Dort resĂĽmiert die Autorin Gisa Funck: “Von einsetzender Altersmilde aber ist beim Altmeister glĂĽcklicherweise nichts zu spĂĽren, dessen Cartoons weiterhin erfrischend respektlos die Untiefen sozialer Konventionen ausloten.”.

Der “Stern”-Blogger Gerd Blank erkennt in Benjamin Schreuders und Felix Mertikats “Jakob” (Cross Cult) eine “herzergreifende, wundervoll gestaltete” Geschichte: “Die traurige Geschichte von ‘Jakob’”. Die beiden Kreativköpfe hinter dem Buch sind Absolventen der Filmhochschule Ludwigsburg und haben “Jakob” als medienĂĽbergreifendes Projekt gestartet, das “cinearte”, das Nachrichtenmagazin fĂĽr Filmschaffende, in der aktuellen Ausgabe vorstellt. Die Zeitschrift lässt sich komplett als PDF herunterladen.

Eisner Awards fĂĽr “Der Fotograf” und Joe Sacco

Donnerstag, den 29. Juli 2010

Am vergangenen Wochenende wurde wie in jedem Jahr am Rande der Comics Convention in San Diego mit den Eisner Awards Nordamerikas wichtigste Comic-Auszeichnungen verliehen. Eine der begehrten Trophäen ging dabei an die amerikanische Ausgabe von “Der Fotograf” von Emmanuel Guibert, Pascal LĂ©mĂ©rcier und Didier Lefèvre, die in der Kategorie “Best U.S. Edition of International Material” ausgezeichnert wurde. Auf deutsch erschien der Reisebericht aus dem kriegszerrĂĽtteten Afghanistan der 1980er-Jahre in der Edition Moderne, die US-Version bei First Second.

Weitere Auszeichnungen fĂĽr “Der Fotograf” allein in den USA umfassen: ALA Notable Books – Winner • YALSA Great Graphic Novel for Teens • Barnes & Noble Best Graphic Novel • Shelf Awareness Best of the Year • Washington Post Best Books of the Year • Amazon.com Best Graphic Novel of the Year • Booklist Top Ten Graphic Novel • Library Media Connection Best of the Best • School Library Journal Best Adult Book for High School Students

In der Kategorie “Best Writer Non-Fiction” gewann Joe Sacco fĂĽr seinen journalistischen Reisebericht “Footnotes from Gaza”, das bei der Edition Moderne angekĂĽndigt ist. Von Joe Sacco ist auf deutsch “Palästina” bereits erschienen, der Folgeband “Bosnien” erscheint im September.

Eine vollständige Liste der Gewinner der Eisner Awards findet sich hier.

Graphic Novels auf dem Fumetto

Freitag, den 16. April 2010

Vom 1. bis zum 9. Mai findet in Luzern das Internationale Comix-Festival Fumetto statt, das auch in diesem Jahr mit einem so umfangreichen wie stilistisch breit gefächerten Programm zu einem Besuch der Stadt am Vierwaldstätter See einlädt. Neben der Hauptausstellung, die in einer ersten umfangreichen Schau in Europa Werke des vor allem für seine Marvel-Superheldencomics bekannten amerikanischen Zeichner Jack Kirby zeigen wird, wird es mehr als ein Dutzend weiterer Ausstellungen mit nationalen und internationalen Künstlerinnen und Künstler geben.

Das Rahmenprogramm wartet wie gewohnt mit einem Filmprogramm, Diskussionsrunden, Künstlergesprächen und Signierstunden auf und über die Stadt verteilt sind auch in diesem Jahr Satellitenausstellungen weiterer Künstler zu finden, die zum Teil in Geschäftsräumen unterschiedlicher Firmen untergebracht sind.

Auch in diesem Jahr bilden Graphic-Novel-Autoren einen Schwerpunkt des Festivals. So wird in einer Ausstellung die bei der Edition Moderne verlegte Trilogie “Der Fotograf” von Didier Lefèvre und Emmanuel Guibert gezeigt. Eine weitere Schau widmet sich Nicolas Mahlers bei Carlsen erschienener Superheldenparodie “Engelmann”. Eine aufwändige Installationsausstellung wird es von Thomas Ott (“The Number 73304-23-4153-6-96-8″, Edition Moderne) zu sehen geben und in einer ersten Ausstellung ĂĽberhaupt wird der belgische KĂĽnstler Brecht Evens (“Am falschen Ort”, erscheint im Herbst bei Reprodukt) vorgestellt.

Das vollständige Festivalprogramm ist auf der Website des Fumetto einsehbar.

“Ex oriente pix”

Samstag, den 6. März 2010

Bereits im April 2009 erschien in der Zeitschrift “Literaturen” ein umfangreicher Artikel von Jens Balzer zum Thema “Dokumentarische Comics”. Erst mit einiger Verzögerung ist der Text nun in seiner ganzen AusfĂĽhrlichkeit auf www.kultiversum.de online abzurufen, wie ĂĽbrigens auch eine ganze Menge weiterer Artikel zum Thema Comics, die im Lauf der Zeit in “Literaturen” erschienen sind.

Aus diesem Anlass hier noch mal der Hinweis auf den kenntnisreich geschriebenen Aufsatz, in dem Jens Balzer sich unter anderem mit Guy Delisles “Aufzeichnungen aus Birma”, “Shenzhen” (beide Reprodukt), Joe Saccos “Safe Area Gorazde”, “Palästina” (Edition Moderne) oder Emmanuel Guiberts “Der Fotograf” (ebenfalls Edition Moderne) beschäftigt.

Ex oriente pix

Die «Aufzeichnungen aus Birma» des Kanadiers Guy Delisle sind das jüngste Produkt eines vielfältigen Genres: Westliche Doku-Comics berichten aus dem unbekannten Osten – aus Pjöngjang und Persepolis, aus Afghanistan, Palästina oder China

Eines Morgens erzittert die stille Stadt plötzlich unter gewaltigem Motorenlärm. Eine endlose Schlange aus Lastkraftwagen windet sich aus dem Regierungsviertel heraus. «Die Hauptstadt wird verlegt!», heißt es am Abend in einem Kommuniqué, und zwar ein paar hundert Kilometer weit nach Norden. Sämtliche Ministerien und Institutionen werden über Nacht dorthin umgesiedelt; sämtliche Regierungsgebäude werden dort neu aufgebaut. Eine Vorankündigung gab es nicht. Nur 24 Stunden bleiben dem Heer der Regierungsbeamten, um Abschied von den Familien zu nehmen und sich am neuen Wohnort häuslich einzurichten – einer entlegenen Wüstenei, die von giftigen Tieren nur so wimmelt. Wie die neue Hauptstadt heißen wird? Ein Staatsgeheimnis. Was die Beweggründe sind? Ein Staatsgeheimnis. mehr

Neue Rezensionen – Februar 2010 (3)

Samstag, den 27. Februar 2010

Bis auf die Titelseiten der überregionalen Presse schaffte es die Meldung, dass am vergangenen Montag das Comic-Heft mit dem ersten Auftritt Supermans für unerhörte 1.000.000 Dollar den Besitzer wechelte. Davon einmal abgesehen, dass Batman am Donnerstag mit 1.075.500 Dollar nachgelegt hat, gab es in den vergangenen Tagen viele weitere Artikel über Comics bzw. Graphic Novels.

FĂĽr die “SĂĽdwest Presse” wirft Markus Kirzynowski anlässlich der Wiederveröffentlichung von Joe Saccos “Palästina” (Edition Moderne) einen schlaglichtartigen Blick auf verschiedene Comic-Reportagen, jene “Kriegsberichte mit Tusche und Feder”.

“Die Welt ist schlecht, ungelogen!” warnt Nils KurfĂĽrst auf titel-magazin.de in seiner Besprechung von Winshluss’ Version des “Pinocchio” (avant-verlag). Wie er ausfĂĽhrt, geht es dem Autor jedoch nicht um eine negative Utopie: “Politische, soziale und ökologische BezĂĽge machen aus Pinocchio eine sehr offenkundige Gesellschaftskritik.” Nicht nur im Inhalt sieht Alexander Frank an gleicher Stelle ein Abenteuer, vielmehr erkennt er in den drei Teilen von Guiberts, Lefèvres und Lemerciers Reportage-Trilogie “Der Fotograf” (Edition Moderne) ein “Abenteuerliches Kunstwerk”.

Wie unter anderem an dieser Stelle gezeigt, haben unterschiedliche Medien aus aktuellem Anlass Olivier Kas und Alfreds Buch “Warum ich Pater Pierre getötet habe” (Carlsen) aufgegriffen. Das autobiografische Buch, in dem Olivier Ka sexuelle Ăśbergriffe eines katholischen Geistlichen verarbeitet, stellt Christian SchlĂĽter unter der Ăśberschrift “Der Ăśbergottesmann” auch in der “Frankfurter Rundschau” vor und betont, dass Autor Olivier Ka mit UnterstĂĽtzung von Zeichner Alfred im “Comic jene Bilder-Sprache (findet), die ihn das Trauma verarbeiten” lässt.

“Ein anderer Traum von Israel” sei Ben Katchors “Der Jude von New York” (avant-verlag), so Thomas Hummitzsch auf textem.de: “Ben Katchor ist es in seinem viel gelobten Comic gelungen, die Vielfalt der jĂĽdischen Eigenart in schlichte, aber geniale Tuschezeichnungen zu ĂĽbertragen und dabei zugleich ein StĂĽck amerikanisch-jĂĽdische Geschichte zu erzählen.”

Eine ganz eigenwillig-unterhaltsame Rezension der Comic-Umsetzung von Ray Bradburys “Fahrenheit 451″ (Eichborn) schreibt Christoph Manel auf literaturmarkt.info mit “2327,78 Grad Celsius”. Obwohl er das Buch rundweg positiv bespricht, schiesst er sich mit dem ResĂĽmĂ©e selbst ins Knie: “Am Ende bleibt auf einer Art metaphysischer Ebene jedoch die Frage im Raum stehen, ob eine Comicfassung von “Fahrenheit 451″ nicht vielleicht ein erster Schritt zu der im Buch thematisierten Degeneration von Literatur sein könnte?” Oha, das liest sich wie Comic-Kritik der 1950er-Jahre.

Als Antwort darauf könnte man Moritz Honerts Beitrag fĂĽr tagesspiegel.de lesen, legt er doch dar, warum Bradburys “Flammender Appell” auch als Comic funktioniert. DafĂĽr kritisiert er in “Jahreszeiten der Gewalt” die Neuauflage von Hugo Pratts und Milo Manaras Geschichte “Ein indianischer Sommer” (Panini), deren frivolen Ton er mit dem zum Teil gewalttätigen Inhalt kollidieren sieht. Sven Jachmann erkennt an gleicher Stelle in der Neuauflage des von Neil Gaiman geschriebenen und von Dave McKean zeichnerisch umgesetzten “Black Orchid” (Panini) “Esoterisches Flaschendrehen”: Eindimensionale Mythisierung drohe in Reaktionismus umzukippen.

Ebenfalls auf tagesspiegel.de, ebenfalls eine Neuauflage, dafĂĽr wieder lobende Worte: Katja Schmitz-Dräger schaut bei Craig Thompsons “Blankets” (Carlsen) “Unter der Decke” nach, ob das Buch ĂĽber die Jahre an Reiz verloren hat, kommt aber zum SchluĂź: “Meisterwerk”.

Das gleiche Fazit formuliert Frank Schäfer, der eben jenen Titel in der “Jungen Welt” bespricht. Der umfangreiche Band hat tatsächlich mehr als “Zeichen hinterlassen”, so ergriffen sieht der Rezensent Craig Thompson neben Art Spiegelman und scheut nicht, “Blankets” mit der Bibel zu vergleichen.

FĂĽr die “Kölnische Rundschau” sprach Barbara Buchholz mit Robert Venditti, dem Autor des mit Bruce Willis in der Hauptrolle verfilmten “The Surrogates” (Cross Cult, Zeichnungen von Brett Weidele). Mittelpunkt der Geschichte ist die Idee, dass in Zukunft mit Robotern “Ein zweite Ich fĂĽr Jedermann” angeboten wird.

Zum AbschluĂź noch ein Video des britischen Verlages “Self Made Hero”, der Reinhard Kleists “Cash – I see a darkness” (Carlsen) auf Englisch veröffentlicht und den Berliner KĂĽnstler unter anderem beim Zeichnen beobachtet hat.

Reinhard Kleist – The Man in Black and White from SelfMadeHero on Vimeo.

Weitere Tagungen zum Thema Comic

Mittwoch, den 28. Oktober 2009

Wie bereits berichtet, finden im nächsten Jahr zwei Fachtagungen statt, die sich mit dem Themenfeld Rechtsextremismus aus Comic-Perspektive beschäftigen. Schon im November finden zwei weitere Tagungen statt, die näher am Medium bleiben.

comfor_plak_4Vom 6. bis zum 8. November 2009 findet an der Universität zu Köln die 4. Wissenschaftstagung der Gesellschaft fĂĽr Comicforschung (ComFor) zum Thema “Erzählen im Comic” statt.

Die Geschichte des Comics ist auch eine vom Geschichtenerzählen. Die Form und die Art und Weise des Erzählens haben sich in der Geschichte des Comics ebenso immer wieder gewandelt wie Inhalte, Themen und Genres. Die Rolle des Erzählens im Comic und die damit einhergehenden Veränderungen sollen im Laufe der Tagung aus verschiedenen Perspektiven beleuchtet werden.

Neben dem Eröffnungsvortrag von Herrn Professor Dr. Karl Clausberg werden sich vierzehn Wissenschaftler(innen) aus dem In- und Ausland mit dem Thema beschäftigen. Sieben jüngere Kolleginnen und Kollegen präsentieren ihre Thesen auf einem Forum der Nachwuchswissenschaftler(innen). Eine Führung durch die Mittelalterabteilung des Wallraf-Richartz-Museums, die dem sequentiellen Erzählen in der Kölner mittelalterlichen Malerei gilt, macht Sie zudem mit einigen Ahnen des Comic Strips bekannt.

Neben allgemein comictheoretischen Themen wie “Comics als interdiskursive Erzählungen” werden auch Graphic Novels und ihre Autoren in Vorträgen vorgestellt und einzelne Aspekte näher erläutert. So wird es unter anderem Beiträge zum Reportagecomic “Der Fotograf”, Allgemeines ĂĽber autobiografische Comics und Spezielles zu David B.s “Die heilige Krankheit” (beide Edition Moderne) geben. Das gesamte Programm und alle weiteren Details zur Tagung finden sich auf hier. Das Postermotiv stammt ĂĽbrigens von Mawil (“Wir können ja Freunde bleiben”, Reprodukt).

genesiswelleAm 27. und 28. November lädt der Sonderforschungsbereich 826 “Ă„sthetische Erfahrung im Zeichen der Entgrenzung der KĂĽnste” der Freien Universität Berlin zur Tagung zum Thema: “Comics: Zum Stand der kulturellen Legitimität eines intermedialen Mediums”.

Ob Pop Art, Nouvelle Vague, Mangas oder Tarantino – der Comic gehört seit dem späten 20. Jahrhundert zum festen Bestandteil eines Spiels mit high and low culture. Comiczeichner haben nicht nur Plakate und Cover der Rockmusik von Jimi Hendrix bis Janis Joplin gezeichnet, die Ästhetik von bestimmten Musikrichtungen hat auch Autoren wie Robert Crumb in ihrem Zeichenstil inspiriert. In einem solchen Wechselspiel wird der Comic sowohl remedialisiert als auch selbst von intermedialen Praktiken neu definiert. Zu diesen Grenzüberschreitungen stellt sich eine neue soziale Legitimität des Comics ein. So wird Art Spiegelmans Holocaust-Comic Maus insbesondere von einer intellektuellen Leserschaft rezipiert. Mangas überschwemmen den Massenmarkt und heben aber ebenso den Anteil der weiblichen Leserschaft wie Marjane Satrapis Autorencomic Persepolis. Nicht nur die legitime Kunst benutzt damit das Spiel von high and low für ihre avantgardistischen Distinktionen gegen akademisch anerkannte Kunst, diese Strategie differenziert längst auch die Comicproduktion selbst. Die Konferenz wird der Frage nachgehen, wie diese Überschreitungen zwischen kulturellen und sozialen Grenzen im intermedialen Wechselspiel ästhetisch zu fassen sind.

Auch hier werden Graphic Novels ein zentraler Punkt der Betrachtungen sein. Vorträge befassen sich unter anderem mit Robert Crumbs “Genesis” (Carlsen) und Formen des epischen Erzählens und der Comic-Umsetzung von Morton Rhues “Die Welle” von Stefanie Kampmann (Ravensburger). Den genauen Veranstaltungsplan fĂĽr die öffentlichen Vortragsreihe samt Adressen- und Raumangaben kann man sich hier ansehen.

Emmanuel Guibert in ZĂĽrich

Mittwoch, den 21. Oktober 2009

fotograf_podiumAn diesem Wochenende findet in ZĂĽrich, Winterthur und Umgebung bereits zum fĂĽnften Mal die Lange Nacht der kurzen Geschichten statt. Thema der diesjährigen Veranstaltungsreihe sind “Lebensgeschichten”. Die Edition Moderne veranstaltet dazu am Samstag eine Podiumsdiskussion zur Comic-Trilogie “Der Fotograf” von Emmanuel Guibert, Pacal LĂ©mĂ©rcier und Didier Lefèvre, bei der unter anderem der Zeichner Emmanuel Guibert zu Gast sein wird

Die Geschichte “Der Fotograf” erzählt von einem Einsatz der MĂ©decins Sans Frontières/Ă„rzte ohne Grenzen (MSF) 1986 in Afghanistan, der vom jungen Fotograf Didier Lefèvre begleitet wurde. Aus dessen Fotos und Tagebuchnotizen schuf Guibert gemeinsam mit Lefèvre Jahre später die fesselnde Geschichte einer humanitären Aktion im Kriegsgebiet.

fotograf2_bspGesprächspartner Emmanuel Guibert werden sein: Prof. Dr. Albert A. Stahel, Titularprofessor an der Universität ZĂĽrich und GeschäftsfĂĽhrer und Vizepräsident des Forums “Humanitäre Schweiz”; Juliette Fournot, die 1986 die in der Trilogie beschriebenen MSF-Mission in Afghanistan leitete und der Politikwissenschaftler Emmanuel Tronc, der in der jĂĽngeren Vergangenheit immer wieder in fĂĽr MSF in Afghanistan arbeitete.

Cabaret Voltaire, Spiegelgasse 1, CH-8001 ZĂĽrich
Veranstaltungsbeginn: 19 Uhr

Neues aus der Schweiz

Dienstag, den 1. September 2009

fotograf_coverWie die Edition Moderne heute bekanntgab, mussten aufgrund des anhaltenden Erfolges inzwischen sämtliche Bände der “Der Fotograf”-Trilogie nachgedruckt werden.

“Der Fotograf” in der zweiten Auflage

Bereits über 7.000 Exemplare wurde von den drei Bänden für den stolzen Preis von je 24, bzw 28 Euro bis heute verkauft (Ein Euro pro Buch geht an Ärzte ohne Grenzen). Die Dokumentation einer der ersten Missionen von Aerzte ohne Grenzen in Afghanistan durch den Fotografen Lemercier, ergänzt durch Zeichnungen von Guibert, hat offensichtlich nichts an Aktualität verloren.

9783941099012Guy Delisle bei “Kulturplatz”, SF1

Am morgigen Dienstag, den 2. September, strahlt das Schweizer Fernsehen im Rahmen der Sendung “Kulturplatz” (SF1, 22.50 Uhr) einen Beitrag ĂĽber Guy Delisles Reisebericht “Aufzeichnungen aus Birma” (Reprodukt) aus. Die Sendung wird noch an weiteren Terminen zu sehen sein, unter anderem am 5. September um 9.05 Uhr auf 3sat.

Während seine Frau in Burma für «Médecins sans frontières» arbeitete, hielt Guy Delisle seinen Alltag als Hausmann, Vater eines Kleinkindes und Beobachter des Lebens in Burma als Comic fest. Der Frankokanadier, der als Pionier des Reportage-Comics gilt, legt mit seinen «Aufzeichnungen aus Birma» ein gezeichnetes Tagebuch in konsequenten Schwarz-Weiss-Schattierungen vor. Es zeigt auf ernüchternde, aber auch humorvolle Weise, wie die burmesische Militärjunta ihr Land systematisch zerstört.

“Kriege, Kulturen, Katharsis”

Donnerstag, den 25. Juni 2009

FĂĽr das Online-Magazin “The Title” bespricht Hans Keller gleich drei Graphic Novels: “Der Fotograf” von Didier Lefèvre, Emmanuel Guibert und FrĂ©dĂ©ric Lemercier, “Affentheater” von Florent Ruppert und JĂ©rĂ´me Mulot (beide Edition Moderne) und Ben Katchors “Der Jude von New York” (avant-verlag).

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Kriege, Kulturen, Katharsis

Kriegsschauplätze im gebirgigen Afghanistan der 1980er-Jahre, verrückte Genre-Bilder aus dem jüdischen New York um 1830 und ebenso verrückt-exzessive, von unserer Gegenwart angeregte Phantasien: drei Neuerscheinungen demonstrieren die gekonnte Bild/Text-Umsetzung von Kriegsthematik und Gesellschaftlichem durch versierte Comicschöpfer. mehr

“Von Krisen gezeichnet”

Donnerstag, den 18. Juni 2009

Der Fotograf 39783941099012

Markus Köbnik befasst sich im “ZĂĽndfunk” des Bayerischen Rundfunks mit den autobiografischen Comicbänden von Didier LefĂ©vre, Emmanuel Guibert und FrĂ©dĂ©ric Lemercier (“Der Fotograf”, Edition Moderne) und Guy Delisle (“Aufzeichnungen aus Birma”, Reprodukt).

Von Krisen gezeichnet

Wenn heute in den Nachrichten über die Lage in Krisenregionen berichtet wird, dann prägen sich beim Zuschauer schnell eindimensionale Vorstellungen zu den jeweiligen Ländern ein. Neue Reportagecomics versuchen den starren Blick aufzubrechen.

“Wir haben uns alle Burkas gekauft, diese langen afghanischen Frauengewänder, die Kopf und Körper vollständig verhĂĽllen. Sie werden uns helfen die Grenze zu erreichen, ohne Aufsehen zu erregen. Juliette und die Krankenschwestern posieren fĂĽr mich in der Burka”

Didier Lefèvre macht noch schnell ein paar SchnappschĂĽsse, bevor er mit seinem Team die Grenze zwischen Pakistan und Afghanistan ĂĽberquert. Lefèvre ist Fotoreporter und begleitet 1986 eine Gruppe der Hilfsorganisation “Ă„rzte ohne Grenzen” bei einer Mission. Ein langer FuĂźmarsch durch die afghanischen Berge bringt sie zu Kriegsopfern mit zerfetztem Unterkiefer oder zu einem kleinen Mädchen, das wegen eines winzigen Munitionssplitter gelähmt bleibt. mehr

“Guibert Revisits War in The Photographer

Mittwoch, den 29. April 2009

Der Fotograf 1FĂĽr das US-Branchenblatt “Publisher´s Weekly” berichtet Kate Culkin ĂĽber die Veröffentlichung der englischsprachigen Version der auf Deutsch bei der Edition Moderne erschienenen Trilogie “Der Fotograf” von Emmanuel Guibert, Didier LefĂ©vre und Pascal LĂ©mĂ©rcier. Auch wenn es weniger um ein inhaltliche Auseinandersetzung mit dem Werk geht, gibt es Interessantes zu erfahren, wie zum Beispiel die Tatsache, dass in Frankreich von der Originalausgabe 260.000 Exemplare verkauft werden konnten.

Guibert Revisits War in The Photographer

Following the publication last year of the WWII memoir Alan’s War, First Second Books and artist Emmanuel Guibert have again teamed up to bring to the U.S. graphic novel market another tale a life shaped by war. The Photographer: Into War-Torn Afghanistan with Doctors Without Borders will go on sale May 12 with an initial print run of 20,000. The book tells the story of the late French photo-journalist Didier Lefèvre and his experience traveling with Doctors Without Borders in Afghanistan in 1986. First published in France in three volumes, which sold over 260,000 copies, it has been translated into eleven languages. The Photographer is a haunting and at times harrowing tale that highlights the cost of war on the people of Afghanistan while illuminating the humanitarian mission of the volunteers that work with Doctors Without Borders. mehr

“Afghanische Odyssee”

Samstag, den 4. April 2009

Der Fotograf 3Christine-Felice Röhrs schreibt am 31. März 2009 auf www.tagesspiegel.de ĂĽber “Der Fotograf” von Didier LefĂ©vre, Emmanuel Guibert und FrĂ©dĂ©ric Lemercier (Edition Moderne).

Afghanische Odyssee

Das dreibändige Epos „Der Fotograf“ zeigt das vom Krieg zerrissene Land auf einzigartige Weise. Jetzt liegt es komplett auf Deutsch vor

Es ist Juli 1986. Ein junger Mann, noch keine 30, mittelgroß, mager, ein dunkler Bartschatten, verlässt Paris. Er hat hunderte von Ilford-Fotofilmen in der Tasche, schwarz-weiß, und ein Paar feste Wanderschuhe im Gepäck. Der junge Mann heißt Didier Lefèvre. Er ist Fotograf und hat gerade seinen ersten großen Auftrag an Land gezogen. Ein paar Monate lang soll er eine Gruppe der Organisation Ärzte ohne Grenzen begleiten, auf einem heimlichen Trip ins kriegszerrissene Afghanistan. mehr

Neuerscheinung in der Edition Moderne: “Der Fotograf 3 – Allein nach Pakistan”

Mittwoch, den 18. März 2009

guibert3_ug.jpgAb sofort lieferbar ist der abschliessende Band der Trilogie “Der Fotograf” von Didier LefĂ©vre, Emmanuel Guibert und FrĂ©dĂ©ric Lemercier.

Im finalen Band entscheidet sich Didier Lefèvre nach drei beschwerlichen Monaten mit der Equipe von “Ă„rzte ohne Grenzen” im Herzen Afghanistans, alleine nach Pakistan zurĂĽckzukehren, entgegen dem Rat der Expeditionsleiterin Juliette Fournot. Die RĂĽckreise, froh und beschwingt in den ersten Tagen, mutiert nach und nach zu einem veritablen Leidensweg. Dass Didier Lefèvre unversehrt Peshawar erreicht, verdankt er nur einigen glĂĽcklichen Begegnungen und seiner Beharrlichkeit.  Wie schon die beiden vorherigen Bände verblĂĽfft “Der Fotograf – Allein nach Pakistan” durch seine stimmige Verbindung von fotografisch dokumentierten und gezeichneten Bildsequenzen.

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Einige Seiten kann man sich hier als PDF-Leseprobe herunterladen (1,2MB).

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FĂĽr jedes verkaufte Buch geht 1 Euro bzw. sFr. 2.- an Ă„rzte ohne Grenzen!

Der Fotograf 3  – Allein nach Pakistan, ISBN 978-3-03731-034-2, 104 Seiten, farbig, Hardcover 23 x 30 cm,  28 EUR / sFr. 45.-, erschienen in der Edition Moderne

Neue Graphic Novels in der Edition Moderne

Donnerstag, den 11. Dezember 2008

FĂĽr das FrĂĽhjahrsprogramm 2009 hat die ZĂĽrcher Edition Moderne zwei neue Graphic Novels angekĂĽndigt. Zunächst erscheint im März der dritte Teil des Reportagecomics “Der Fotograf”. Im Mai folgt dann mit “Affentheater” eine deutschsprachige Erstveröffentlichung des französischen Autorenduos Florent Ruppert und JĂ©rĂ´me Mulot.

guibert3_ug.jpg Im abschliessenden dritten Band von “Der Fotograf” entscheidet sich Fotoreporter Didier Lefèvre nach drei beschwerlichen Monaten mit der Equipe von Ă„rzte ohne Grenzen im Herzen Afghanistans alleine nach Pakistan zurĂĽckzukehren, entgegen dem Rat der Expeditionsleiterin Juliette Fournot.

Die Rückreise, froh und beschwingt in den ersten Tagen, mutiert nach und nach zu einem wahrhaftigen Leidensweg. Dass Didier Lefèvre unversehrt Peshawar erreicht, verdankt er nur ein paar glücklichen Begegnungen zum rechten Zeitpunkt – und seiner Beharrlichkeit.

Wie schon die beiden vorherigen Bände verblĂĽfft “Der Fotograf – Allein nach Pakistan” durch seine stimmige Verbindung von fotografisch dokumentierten und gezeichneten Bildsequenzen.

“Der Fotograf 3 – Allein nach Pakistan”, ISBN 978-3-03731-034-2, 104 Seiten, farbig, Hardcover, 23 x 30 cm, 28 Euro / 45 sFr, erscheint im März 2009

affentheater coverIn “Affentheater” erfĂĽllen zwei Porträt-Fotografen, die dem Autorengespann Ruppert und Mulot verdächtig ähnlich sehen, bizarre Aufträge fĂĽr seltsame Kunden. Mit ihrem verschrobenen Humor und ihrer Unverfrorenheit verblĂĽffen die Autoren auf jeder Seite und lassen den Leser keinesfalls unbeteiligt.

Florent Ruppert und JĂ©rĂ´me Mulot, geboren 1979 bzw. 1981, lernten sich während des Studiums in Dijon kennen. Sie gelten in Frankreich als Senkrechtstarter und wurden 2007 beim Comic-Festival in AngoulĂŞme mit dem Newcomer-Preis ausgezeichnet. Die Originalausgabe ist unter dem Titel “Pannier de singe” bei L´Association erschienen.

“Affentheater”, ISBN 978-3-03731-043-4, 112 Seiten, s/w, Klappenbroschur, 19 x 26 cm, 14.80 EUR / 24.80 sFr., erscheint im Mai 2009

Hier zwei Beispielseiten aus den angekündigten Bänden:

Der Fotograf 3 Inhaltruppertmulot_inhalt.gif

Kriegstagebuch

Freitag, den 24. Oktober 2008

Der Fotograf 1Martin Gerner rezensiert fĂĽr “Das Parlament”, das Onlinemagazin auf der Homepage des Bundestages, den dokumentarischen Comic “Der Fotograf”, von dem bisher zwei Bände bei der Edition Moderne erschienen sind:

Ein Foto-Comic erzählt über die Arbeit von »Ärzte ohne Grenzen« während der sowjetischen Besatzung

Karikaturisten aus dem Westen sind zögerlich geworden, wenn es um islamische Länder geht. TV-Kabarettisten ĂĽben gar eine Art Selbstzensur in Sachen Humor, ĂĽberall lauern Fettnäpfe. Und jetzt soll ausgerechnet ein Comic den Lesern Afghanistan näherbringen? “Der Fotograf” enthält allerdings keinerlei provokative Zeichenstriche, sondern ist um NĂĽchternheit und Erinnerung bemĂĽht. mehr

“Comiczeichner auf journalistischen Pfaden”

Dienstag, den 19. August 2008

FĂĽr die Rostocker Stadtzeitung “0381-Kulturmagazin” hat Ronald Zeug einen längeren Artikel zum Thema “Comiczeichner auf journalistischen Pfaden” geschrieben. Besprochen werden darin “Pjöngjang” von Guy Delisle sowie “Moresukine” von Dirk Schwieger und “Der Fotograf” von Didier LefĂ©vre, Emmanuel Guibert und FrĂ©dĂ©ric Lemercier. Leider liegt der Artikel online (noch) nicht vor.

Comiczeichner

“Der Fotograf 2 – Ă„rzte ohne Grenzen”: Leseprobe online

Mittwoch, den 6. August 2008

Der Fotograf 2 Ă„rzte ohne Grenzen BeispielSeit rund einer Woche ist der zweite Band der Trilogie “Der Fotograf” (Edition Moderne) im Handel. Mit einer mehrseitigen Leseprobe kann man sich nun einen besseren Eindruck verschaffen. Die PDF-Datei (ca. 3 MB) lässt sich hier herunterladen.

Sommer 1986, Afghanistan ist von der Sowjetunion besetzt. Nachdem der Fotograf eine Equipe der Organisation Ärzte ohne Grenzen von Pakistan bis ins Innere Afghanistans begleitet hat, schildert er im vorliegenden Album den Alltag der Mediziner, die Bedingungen, unter denen sie ihre Arbeit verrichten, den Umgang mit der lokalen Bevölkerung, die dramatischen und die anrührend menschlichen Erfahrungen, aber auch die Feindschaft, die ihnen manchmal entgegen schlägt.

Vom Bucherlös gehen 1 Euro bzw. 2 SFr. für jedes verkaufte Buch an die Organisation Ärzte ohne Grenzen!

Der Fotograf 2 – Ärzte ohne Grenzen, ISBN 978-3-03731-033-5, 80 Seiten, farbig, Hardcover, 23 x 30 cm, 24 EUR