Graphic Novels
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Archiv des Tags ‘Der Tagesspiegel’

Graphic Novels in der Presse – 4. November 2013

Montag, den 4. November 2013

Zur diesjährigen Frankfurter Buchmesse sind bei zahlreichen Comic- und Belletristikverlagen neue Graphic Novels erschienen, die seither einen groĂźen Widerhall in den deutschsprachigen Medien gefunden haben. Besonderer Augenmerk galt den so genannten Sachcomics, denen zum Beispiel die Wochenzeitung “Der Freitag” einen ausfĂĽhrlichen Artikel widmete. Jonas Engelmann lieferte in der Buchmesse-Ausgabe vom 10. Oktober eine fundierte EinfĂĽhrung in die didaktische Geschichte des Comicmediums und stellte zahlreiche neuere Publikationen vor: “Nicht nur fĂĽr Anfänger”. FĂĽr Deutschlandradio Kultur gab im Rahmen der Buchmesseberichterstattung Redakteurin Kim Kindermann einen Ăśberblick ĂĽber aktuelle Sachcomics: “Das Leben mit Alzheimer als Bildergeschichte”.

Der spanische ComickĂĽnstler Paco Roca stellte auf der BĂĽcherschau seine Graphic Novel “Kopf in den Wolken” (Reprodukt) vor, unter anderem am 11. Oktober fĂĽr die ZDF-Sendung “Aspekte”, die in Frankfurt Comic-Neuerscheinungen vorstellte. Ăśber “Kopf in den Wolken” berichteten auĂźerdem noch Kai Löffler fĂĽr WDR3 “Resonanzen” vom 7. Oktober (“Comic ĂĽbers Altern mit Alzheimer”), Lydia Herms fĂĽr rbb radioeins “Die Literaturagenten” am 13. Oktober (ab min 34), Christoph Huber fĂĽr die österreichische Tageszeitung “Die Presse” vom 9. November (“Der Zeichner als Schauspieler”) und fĂĽr den Jugendsender des ORF, FM4, Zita Bereuter am 20. Oktober zusammen mit “Das groĂźe Durcheinander” vom Beltz-Verlag (“Alzheimer im Comic”).

Ebenfalls auf der Buchmesse waren die brasilianischen ComickĂĽnstler und ZwillingsbrĂĽder Fabio Moon und Gabriel Bá und stellten ihre Comics “De:Tales” (Cross Cult) und “Daytripper” (Panini) vor. FĂĽr den Berliner “Tagesspiegel” besprach Lutz Göllner die zwei Neuerscheinungen: “Die Magie der Wunderzwillinge”. ”Eine wunderbare zarte grafische Ode an das Leben”, ist “Daytripper” fĂĽr JĂĽrgen Schickinger, der ĂĽber Gabriel Bá und Fabio Moon in der “Badischen Zeitung” vom 18. Oktober berichtete: “Der Wert des Augenblicks”. Lina Kokaly stellte am 9. Oktober “De:Tales” als Buchtipp im Funkhaus Europa vor. FĂĽr ntv.de sprach Markus Lippold mit Fabio Moon ĂĽber seine Arbeiten: “Wir sind glĂĽckliche Menschen”.

Eine weitere Graphic Novel, die ein breites Medienecho nach sich zog, war “Auf den Spuren Rogers” von Florent Silloray (avant-verlag). FĂĽr JĂĽrgen Greinke, der die biografische Comicerzählung ĂĽber das Schicksal französischer Kriegsgefangener im Deutschland während des Zweiten Weltkriegs fĂĽr den “Westfälischen Anzeiger” besprach, ist das Buch “ein sehr europäisches Werk im Zeichen der endgĂĽltigen Versöhnung zwischen Frankreich und Deutschland”. FĂĽr “Die Welt” sprach Thomas Hummitzsch mit dem Autor, zu dem Interview geht es hier. Und in der Berliner Wochenzeitung “Jungle World” vom 31. Oktober stellte Jonas Engelmann “Auf den Spuren Rogers” zusammen mit “Ich, RenĂ© Tardi, Kriegsgefangener im Stalag IIB” von Jacques Tardi, vor: “In deutscher Hand”. Tardi und Silloray, so Engelmann, “setzen ihrem Vater beziehungsweise GroĂźvater stellvertretend fĂĽr eine ganze Generation, die verzweifelt Widerstand gegen die Wehrmacht leistete, ein Denkmal.”

Viel Beachtung fand auch das Graphic-Novel-DebĂĽt der kanadischen Zeichnerin und Musikerin Geneviève CastrĂ©e, “Ausgeliefert” (Reprodukt). Am 26. Oktober besprach Elise Graton die autobiografische Comicerzählung in der Tageszeitung “taz” (“Zwischen Säuferin und Eierkopf”). FĂĽr Elise Graton ist Geneviève CastrĂ©es Comic “der aufrichtige und äuĂźerst anspruchsvolle Versuch, die fehlende Kindheit zu verarbeiten.” Im Interview mit dem rbb Kulturradio sprach CastrĂ©e mit Redakteurin Irène Bluche ĂĽber die Entstehung des Buchs. Der Beitrag wurde am 8. Oktober gesendet, online findet sich das Feature hier. Ein weiteres Interview gab die kanadische KĂĽnstlerin der rbb-Reporterin Lydia Herms, die “Ausgeliefert” am 31.10 als “Buch der Woche” bei rbb radioeins vorstellte. Ein Gespräch mit Geneviève CastrĂ©e wurde zudem in der Sendung “Literaturagenten” am 3.11. gesendet. Und am 4. November erschien unter dem Titel “Meister der leisen Töne” eine Besprechung von drei spanischen Graphic Novels von Ralph Trommer. Neben “Kopf in den Wolken” stellte der Autor die autobiografische Erzählung “Geschichten aus dem Viertel” von Gabi Beltrán und BartolomĂ© SeguĂ­ (avant-verlag) und “ArdalĂ©n” von Miguelanxo Prado (Egmont Graphic Novel) vor. Alle drei Graphic Novels wĂĽrden “zeitgenössische Geschichten (…) intelligent in Bilder ĂĽbertragen, auf grafisch hohen Niveau.”

Die israelische Comiczeichnerin Rutu Modan, deren neuer Comicroman “Das Erbe” im Spätsommer bei Carlsen erschienen ist, wurde in den vergangenen Wochen ebenfalls viel Medieninteresse zuteil. Unter anderem erschien am 11. Oktober eine Besprechung von Christian Gasser in der “Neuen ZĂĽrcher Zeitung”: “Die Präsenz des Verschatteten”.  FĂĽr Christian Gasser ist “Das Erbe” eine “vielschichtige, ĂĽberaus spannende und unterhaltsame, aber auch bewegende Erzählung.” Der “Missy Magazine”-Herausgeberin Sonja Eismann gab Rutu Modan ein lesenswertes Interview: “Sollte das nicht lustig sein?”

Viele Medien berichten aktuell auch ĂĽber die Comics zum Thema Essen und Trinken, vor allem ĂĽber die Titel “Kann denn Kochen SĂĽnde sein?” von Guillaume Long (Carlsen Verlag), “In der KĂĽche mit Alain Passard” (Reprodukt) und “Die Ignoranten” von Étienne Davodeau (Egmont Graphic Novel).

“Die Ignoranten”, eine Graphic Novel ĂĽber die Gemeinsamkeiten zwischen Weinanbau und Comickunst, war “Lesetipp der Woche” beim “Börsenblatt”. FĂĽr Autor Stefan Hauck ist es ein Buch, das “ebenso richtig im “Essen-und-Trinken”-Regal platziert ist wie im Comic-Regal”. Im Sonntag-Magazin des “Tagesspiegels” vom 3. November widmeten sich Lars von Törne und Marie Schröer den Koch-Comics “Kann denn Kochen SĂĽnde sein?” und “In der KĂĽche mit Alain Passard”: “Mit einer Prise Humor”. Und fĂĽr die Sendung “Culinaria” des Radiosenders Funkhaus Europa besprach Esther Willbrandt Christophe Blains “In der KĂĽche mit Alain Passard” und kochte eines der Rezepte nach: “Kochen nach Comics”.

Eine weitere Novität zur Frankfurter Buchmesse war “Kiesgrubennacht” (Suhrkamp), die Comic-Autobiografie von Maler und Cartoonist Volker Reiche, der mit seinem “FAZ-”Comicstrip “Strizz” Bekanntheit erlangt hat. FĂĽr die “Frankfurter Allgemeine Zeitung” hat Dietmar Dath Volker Reiches Familienchronik besprochen: “Erwachsene Kindheit, unversöhnt wahr”.

Bei “zeit.de” erschien am 22. Oktober eine Besprechung von “Der Todesstrahl” von Daniel Clowes (Reprodukt), fĂĽr den Autor ein “vielgestaltiges Retrofestival (…) irgendwo zwischen Pulp und Pop Art”: “Rächer in eigener Sache”. Ein “Meisterwerk” ist fĂĽr Markus Lippold (ntv.de) der neue Band des Italieners Manuele Fior, “Die Ăśbetragung” (avant-verlag): “Auf dem Weg in eine bessere Welt”.

FĂĽr die ARTE-Sendung “Metropolis” hat Redakteurin Cordula Echterhoff in Paris die libanesische ComickĂĽnstlerin Zeina Abirached (“Das Spiel der Schwalben”, avant-verlag) getroffen: “Eine Kindheit hinter Sandsäcken”. Der Beitrag kann hier auf Youtube angeschaut werden. Ein weiterer Fernsehbeitrag zu einer Graphic Novel wird am 5. November ausgestrahlt: WDR “Westart” hat mit dem deutschen Journalisten David Schraven gedreht, dessen Comic-Reportage ĂĽber den Afghanistan-Einsatz der Bundeswehr, “Kriegszeiten”, im Carlsen Verlag erschienen ist: “DĂĽstere Zeichnungen aus Afghanistan”.

Robert Crumb zum 70.

Freitag, den 30. August 2013

Am heutigen Freitag, dem 30. August, feiert der amerikanische Comic-Autor Robert Crumb seinen 70. Geburtstag. Aus diesem Anlass erscheinen eine Reihe von Artikeln und Beiträge in den Medien. Den Anfang machen heute die SĂĽddeutsche Zeitung, in der Christoph Haas schreibt: “Der Karikaturist seiner selbst”. Thomas Hummitzsch nennt den inzwischen in Frankreich lebenden KĂĽnstler in seinem Beitrag fĂĽr den Tagesspiegel den “Menschenleser”. “Robert Crumb hat die Comics revolutioniert” stellt Frank Schäfer in der jungen Welt fest: “Die Seele auswringen”. Christian Möller nennt ihn in seinem Beitrag fĂĽr WDR 3 den “Anti-Superhelden”. Und in der Welt gratuliert Matthias Heine dem “genialen Zeichner Robert Crumb”: “Der groĂźe Befreier”.

Zuletzt erschienen von Robert Crumb zwei Bände bei Reprodukt (“Nausea” und “Mein Ă„rger mit den Frauen”, ein dritter Band ist fĂĽr den November angekĂĽndigt: “Mister Nostalgia”), sowie in einer Luxusausstattung Teile seiner “Sketchbooks” bei Taschen. Der biografische Band “Kafka”, der in Zusammenarbeit mit David Zane Mairowitz entstand, ist ebenfalls bei Reprodukt erhältlich.

Foto © Lora Fountain

Comic-Bestenlisten im “Tagesspiegel”

Mittwoch, den 12. Dezember 2012

In den vergangenen Tagen wurde auf tagesspiegel.de – und heute in Kurzform in der gedruckten Ausgabe - die Expertenmeinungen zu den besten Comics 2012 veröffentlicht. Acht Fachleute gaben ihre Top 5-Wertung ab. Bei der größten Zahl der genannten Titel handelt es sich um Graphic Novels, am häufigsten dabei auf Rang 1: “Blast 1: Masse” von Manu Larcenet (Reprodukt).

Hier eine Ăśbersicht der Wertungen mit Links zu den BegrĂĽndungen:

Anne Delseit (AnimaniA, Comix, BegrĂĽndung):

  1. “Mach’s gut, Chunky Rice” von Craig Thompson (Reprodukt)
  2. “Don Quijote” nach Miguel de Cervantes von Flix (Carlsen)
  3. “Ikigami” von Motoro Mase (Carlsen Manga)
  4. “Pretty Guardian Sailor Moon” von Naoko Takeuchi (Egmont Manga)
  5. “Young Bride’s Story” von Kaoru Mori (Tokyopop)

Lutz Göllner (zitty, Begründung):

  1. “Blast 1: Masse” von Manu Larcenet (Reprodukt)
  2. “Sweet Tooth” von Jeff Lemire (Panini)
  3. “Don Quijote” nach Miguel de Cervantes von Flix (Carlsen)
  4. “Asterios Polyp” von David Mazzuchelli (Eichborn)
  5. “Hellboy” von Mike Mignola (Cross Cult)

Volker Hamann (Reddition, BegrĂĽndung):

  1. “Quai d’Orsay” von Christophe Blain & Abel Lanzac (Reprodukt)
  2. “Johann und Pfiffikus – Gesamtausgabe Band 4″ von Peyo (Toonfish)
  3. “Blast 1: Masse” von Manu Larcenet (Reprodukt)
  4. “Theodor Pussel – Gesamtausgabe Band 1″ von Frank LeGall (Ehapa Comic Collection)
  5. “Don Quijote” nach Miguel de Cervantes von Flix (Carlsen)

Matthias Hofmann (Alfonz, BegrĂĽndung):

  1. “Blast 1: Masse” von Manu Larcenet (Reprodukt)
  2. “Packeis” von Simon Schwartz (avant-verlag)
  3. „Die Wormworld Saga, Band 1: Die Reise beginnt“ von Daniel Lieske(Tokyopop)
  4. “Gegen den Strom” von Yoshihiro Tatsumi (Carlsen)
  5. „Johann und Pfiffikus – Gesamtausgabe Bände 1-5″ von Peyo (toonfish)

Martin Jurgeit (Comixene, Comics, BegrĂĽndung):

  1. “Packeis” von Simon Schwartz (avant-verlag)
  2. “Pluto” von Naoki Urasawa (Carlsen)
  3. “Riekes Notizen” von Barbara Yelin (Frankfurter Rundschau / Reprodukt)
  4. “Alois Nebel” von Jaroslav Rudiš und JaromĂ­r 99 (Voland & Quist)
  5. “Als ich so alt war” von Katja Klengel (FAZ)

Stefan Pannor (Spiegel Online, BegrĂĽndung):

  1. “Stiche” von David Small (Carlsen)
  2. “Packeis” von Simon Schwartz (avant-verlag)
  3. “Billy Bat 1″ von Naoki Urasawa (Carlsen)
  4. “Die Kolonie” von Charles Burns (Reprodukt)
  5. “Emil und die Detektive” von Isabel Kreitz (Dressler)

Frauke Pfeiffer (Comicgate, BegrĂĽndung):

  1. “Das UPgrade 1″ von von Sascha WĂĽstefeld und Ulf S. Graupner (zitty)
  2. “American Vampire” von Scott Snyder und Rafael Albuquerque (Panini)
  3. “Blast 1: Masse” von Manu Larcenet (Reprodukt)
  4. “Portugal” von Cyril Pedrosa (Reprodukt)
  5. “Schöne Töchter” von Flix (Tagesspiegel)

Andreas Platthaus (FAZ, BegrĂĽndung):

  1. “Blast 1: Masse” von Manu Larcenet (Reprodukt)
  2. “MetaMaus” von Art Spiegelman (S. Fischer)
  3. “Quai d’Orsay” von Christophe Blain & Abel Lanzac (Reprodukt)
  4. “Packeis” von Simon Schwartz (avant-verlag)
  5. “Arzak – Der Raumvermesser” von Moebius (Ehapa Comic Collection)

Lars von Törne (Der Tagesspiegel, Begründung):

  1. “Sweet Tooth” von Jeff Lemire (Panini)
  2. “Stiche” von David Small (Carlsen)
  3. “Don Quijote” nach Miguel de Cervantes von Flix (Carlsen)
  4. “Packeis” von Simon Schwartz (avant-verlag)
  5. “Rosalie Blum” von Camille Jourdy (Reprodukt)

“DarĂĽber kann man nachdenken”

Mittwoch, den 24. Oktober 2012

In der gestrigen Ausgabe des Tagesspiegels erschien ein Interview mit Kulturstaatsminister Bernd Neumann zum Thema Comics. Neumann ist nicht entgangen, dass es in den letzten Jahren eine “qualitative Entwicklung” im Comic-Bereich gab und es eine erhöhte Akzeptanz der Gattung im Kunstbetrieb gibt, wobei er vor Allem den Beitragd er Graphic Novels herausstellt.

Selbst habe er “Persepolis” von Marjane Satrapi (Edition Moderne) gelesen und sich bereits “Berlin – Geteilte Stadt” von Susanne Buddenberg und Thomas Henseler (avant-verlag) vorgemerkt. Auf die Frage, ob Comic- und Graphic Novel-Schöpfer nicht mehr als bisher durch Förderprogramme unterstĂĽtzt werden könnten, entgegnet Neumann, dass man darĂĽber nachdenken könne.

Das von Redakteur Lars von Törne gefĂĽhrte Interview kann nun auch hier nachgelesen werden: “DarĂĽber kann man nachdenken”.

Foto © Bundesregierung / Kugler

Comics in den Medien – 15. Oktober 2012

Montag, den 15. Oktober 2012

In den vergangenen Tagen wurden Comics wieder häufig in den Medien vorgestellt und besprochen. Ein Anlass dabei war natĂĽrlich die Frankfurter Buchmesse, die gestern zuende ging. So berichtete boersenblatt.net kurz ĂĽber die Comic-Szene im diesjährigen Gastland Neuseeland, wobei sie auf eine BroschĂĽre just zu diesem Thema verweisen, die auf der Website des Comic-Autoren Dylan Horrocks (“Hicksville”, Reprodukt) zum Download bereit steht: “Unbekannte Bekannte”.

Mit Dylan Horrocks sprach Lars von Törne fĂĽr den Tagesspiegel. Eine ausfĂĽhrliche Version des Interviews lässt sich online nachlesen. Darin erzählt Horrocks von “Hicksville”, deprimierener Arbeit an Superhelden-Comics, der neuseeländischen Comic-Szene und woran er derzeit arbeitet: “‘Der Rest der Welt ist aufgewacht’”.

“GroĂźes diplomatisches Theater” erkennt Katja LĂĽthge in der tageszeitung in Christophe Blains und Abel Lanzacs “Quai D’Orsay – Hinter den Kulissen der Macht” (Reprodukt) und fragt sich, ob man “angesichts dieses wunderbaren präzis-maliziösen Blicks auf das diplomatische Theater und seiner Darsteller (…) eher Lachen oder Weinen sollte”, und konstatiert, dass der Band sich in Frankreich “zu Recht (…) als Ăśberraschungserfolg erwiesen und bisher ĂĽber 300.000-mal verkauft” hat.

“Stefan Zweig hätte diesen – jawohl Comic – gemocht: Er ist ein Kunstwerk.” wird auf ndr.de der Beitrag ĂĽber “Die letzten Tage von Stefan Zweig” (Jacoby & Stuart) von Laurent Seksik und Guillaume Sorel abgeschlossen: “Herrlich detailliert und groĂźzĂĽgig platziert flieĂźen Guillaume Sorels Tusche-Bildstrecken durch diese bedrĂĽckende Geschichte.” Zum Beitrag geht es hier.

Der Band “Vertraute Fremde” des japanischen Autors Jiro Taniguchi (Carlsen) ist nicht nur hierzulande mit Comic-Preisen bedacht worden, darĂĽber hinaus gab es vor einigen Jahren eine Spielfilm-Umsetzung, die in den deutschen Kinos lief. Nun wurde eine Hörspielfassung des Manga im ndr ausgestrahlt. HintergrĂĽnde erfährt man auf der hauseigenen Website, wo das rund 82minĂĽtige Werk auch nachgehört werden kann. DarĂĽber schrieb auch knapp Stefan Fischer in der SĂĽddeutschen Zeitung: “Zug zurĂĽck”.

“Die dichte Erzählung, die verspielten Zeichnungen und die warme Farbgebung machen “Portugal” zu einer der besten Comic-Veröffentlichungen der vergangenen Jahre” schreibt Markus Lippold auf n-tv.de ĂĽber das Buch von Cyril Pedrosa, das bei Reprodukt erschienen ist: “Geh aus, mein Herz – nach Portugal”.

Auf seinem Comic-Blog der Frankfurter Allgemeinen Zeitung stellte Andreas Platthaus in den vergangenen Tagen zwei Bände vor: Wie er in seinem Beitrag ĂĽber den jĂĽngst erschienenen Band “S.” (Reprodukt) herausstellt, sorgt dessen Autor Gipi immer wieder fĂĽr gehobenes LesevergnĂĽgen – “als schickte da jemand einen Sturmwind ins behäbige europäische Comic-Erzählen”: “Ein Vater namens S.”.“Reineke Fuchs, das Raubtierluder, aus weiblicher Sicht” steht im Mittelpunkt der neuen Ausgabe der Anthologiereihe “Spring”, worĂĽber Platthaus im zweiten neuen Beitrag schreibt. FĂĽr ihn zeigt das “vitale Bilderbuch”, dass “dieser schlaue, freche Fuchs (…) unverändert aktuell” ist.

Art Spiegelman – Weitere Berichte

Dienstag, den 25. September 2012

Am vergangenen Freitag wurde die Eröffnung der Ausstellung “CO-MIX: Art Spiegelman. Eine Retrospektive von Comics, Zeichnungen und übrigem Gekritzel” im Kölner Museum Ludwig auch in der Tagesschau um 20 Uhr erwähnt. Der Beitrag ist oben zu sehen.

Heute schreibt Klaus Schikowski im Berliner “Tagesspiegel” ĂĽber Spiegelman, die Ausstellung, die Verleihung des Siegfried-Unseld-Preises und die Veröfentlichung von “MetaMaus” (Fischer). In “Der Bilderdenker” stellt erheraus, dass Spiegelman nicht nur Comics als quasi literarische Erzählform einer breiten Leserschaft zugänglich gemacht hat, sondern dass er auch als formaler Innovator bahnbrechendes geleistet hat, was auch in der Ausstellung – mit einigen kleinen Mängeln – deutlich wird.

“Auf dĂĽnnem Eis” und “Stummer Schreie, heile Wunden”

Donnerstag, den 10. Mai 2012

In der gestrigen Ausgabe der in Berlin erscheinenden “Tagesspiegels” widmete sich wieder eine Seite im Feuilleton ausschlieĂźlich Comics. Neuigkeiten wurden vorgestellt, auf das Comic-Symposium in SaarbrĂĽcken hingewiesen und auch der am Samstag bundesweit stattfindende Gratis Comic Tag erwähnt.

Lars von Törne besprach dort auch ausfĂĽhrlich “Packeis” von Simon Schwartz (avant-verlag), dem er vor Allem zugute hält, wie darin eigene Einschätzungen des Autors den historischen Stoff auch fĂĽr diejenigen LeserInnen interessant macht, denen weniger an der Geschichte liegt, auf der das Buch basiert. Der Artikel lässt sich nun auch online nachlesen: “Auf dĂĽnnem Eis”.

Bereits am Montag wurde auf tagesspiegel.de eine Besprechung von David Smalls “Stiche” (Carlsen) veröffentlicht, fĂĽr Redakteur Waldemar Kesler einer der herausragenden Comics des Jahres, wie er in “Stummer Schreie, heile Wunden” schreibt.

“Ich bezahle fĂĽr Sex” in der Presse

Donnerstag, den 5. April 2012

Durchaus kritisch befasst sich die Presse mit Chester Browns autobiografischem Band “Ich bezahle fĂĽr Sex – Aufzeichnungen eines Freiers” (Walde+Graf). Unter dem Titel “Auf FreiersfĂĽĂźen” betrachten Lutz Göllner und Katja Schmitz-Dräger das Buch aus Pro- und Contra-Sicht, wobei die Pro-Seite sich mit ausdrĂĽcklichem Lob zurĂĽckhält. Der Beitrag erschien zunächst auf der Comicseite im “Tagesspiegel” und lässt sich nun auf tagesspiegel.de sowie der Website der “Potsdamer Neueste Nachrichten” nachlesen.

Zita Bereuter kann dem Band nur wenig abgewinnen, wie sie in ihrem “What the Fuck” betitelten Beitrag fĂĽr FM4.at schreibt.

“Subversive Familienfreuden”

Mittwoch, den 22. Februar 2012

“Virtuos inszeniert” findet Klaus Schikowski “Patchwork” von Katharina Greve (GĂĽtersloher Verlagshaus), wie er in der heutigen Ausgabe des “Tagesspiegels” schreibt.

Subversive Familienfreuden

„Patchwork“ von Katharina Greve ist eine erfrischend originelle und bemerkenswert komische Graphic Novel über die Kunst des Zusammenfügens.

Das maßlose Überzeichnen von Figuren war früher einmal eine Domäne des Comics. In der Tradition der beißenden Parodien der Zeitschrift „MAD“ und bei den satirischen und subversiven Kurzgeschichten amerikanischer und französischer Undergroundzeichner wurde Gesellschaftskritik überspitzt dargestellt. mehr

Das Comicfestival AngoulĂŞme in der Presse

Dienstag, den 31. Januar 2012

In erfreulicher Breite berichten deutschsprachige ĂĽber das am Sonntag beendete Comicfestival in AngoulĂŞme. Neben Beiträgen in der “SĂĽddeutschen Zeitung” und der “Berliner Zeitung”, die noch nicht online zu finden sind, berichtete unter Anderem Christian Gasser in der “Neuen ZĂĽrcher Zeitung”:

Die Krise und die Lust

Über 5300 Comic-Neuheiten, 310 Verlage, aber stagnierende Umsätze. Trotzdem feierten über 200 000 Besucherund Fachleute und zahlreiche prominente Politiker am 39. Internationalen Comic-Festival Angoulême die Bande dessinée und ihre Autoren.

Die Stadtverwaltung von Angoulême zog die Konsequenzen aus den Engpässen der letzten Jahre: Sie sperrte den Stadtkern der malerischen Kleinstadt kurzerhand für den Autoverkehr, um den über 200 000 Besucherinnen und Besuchern des Comic-Festivals ungehinderten Zugang zu den Ausstellungen, Verlagszelten, Podiumsgesprächen und Begegnungen zu ermöglichen. mehr

Auch die Berliner “Tageszeitung” hatte eine eigene Journalistin vor Ort. Stephanie Lob siedelt die Besucherzahlen etwas weiter unten an:

Gegen den Strich zeichnen

Bastien Vivès und Art Spiegelman sind Gegenpole des Comicfestival in AngoulĂŞme – einerseits die “neunte Kunst”, auf der anderen Seite die Relevanz ĂĽber Ă„sthetik.

AngoulĂŞme ist ein kleines gallisches Dorf, und einmal im Jahr fällt den Bewohnern der Himmel auf den Kopf. So auch bis zum Sonntag: Vier Tage lang ĂĽberschwemmten mehr als 100.000 Besucher die Kleinstadt nördlich von Bordeaux, um die “bande dessinĂ©e” zu feiern, kurz “BD”. mehr

Der Berliner Tagesspiegel” ergänzt seinen Festivalbericht um einen Artikel zu den Trägern der Festivalpreise, allen voran Guy Delisle und seine “Aufzeichnungen aus Jerusalem” (erscheinen im März bei Reprodukt). Lars von Törne schreibt:

Comics ohne Grenzen

Der Autor Guy Delisle wurde in Angoulême mit Europas wichtigstem Comicpreis geehrt. Im März erscheint sein neues Buch auch auf Deutsch, im Tagesspiegel gibt es eine Veranstaltung mit ihm.

Die Orte, an die es Guy Delisle in den vergangenen Jahren aus beruflichen oder familiären Gründen verschlagen hat, kennen die meisten Menschen nur aus den Nachrichten: Birma, Pjöngjang, Shenzhen. mehr

Berichterstattung ĂĽber Comicfestival in AngoulĂŞme

Montag, den 30. Januar 2012

Am gestrigen Sonntag ging das Comicfestival im französischen AngoulĂŞme zu Ende. Ăśber das Festival, zu dem wieder ĂĽber 200.000 Besucher erwartet wurden, berichteten im Vorfeld und im Laufe der letzten Tage einige Medien in erfreulicher Breite. Andreas Platthaus wies in der “Frankfurter Allgemeinen Zeitung” unter anderem darauf hin, dass die dem diesjährigen Präsidenten Art Spiegelman gewidmete Retrospektive nicht nur auf dem Festival zu sehen sein wĂĽrde:

Art Spiegelman im Spiegel seiner selbst

Niemand hat so viel für den Comic geleistet wie er: Retrospektiven in Paris und Köln warten auf den Zeichner Art Spiegelman. 2012 soll endlich sein Befreiungsjahr werden. mehr

FĂĽr den Berliner “Tagesspiegel” war Redakteur Lars von Törne während des gesamten Festivals vor Ort. In einem ersten Bericht gibt er einen Ăśberblick ĂĽber die Stadt, das Festival allgemeine und die disjährige Ausgabe im Besonderen.

AngoulĂŞme: Stadt der Sprechblasen

Das französische Angoulême hat sich dem Comic verschrieben. Davon profitieren auch Berliner Künstler. mehr

Der deutsch-französische Kulturkanal arte berichtete in den vergangenen Tagen mehrmals und ausfĂĽhrlich ĂĽber verschiedene Aspekte des Festivals. Erste Beiträge fasst der YouTube-Kanal Mediacontainer in einem Video zusammen, darunter zusätzlich ein Bericht ĂĽber das Comicfestival, der Ende der 1980er Jahre fĂĽr das schweizer Fernsehen entstand. In einem weiteren Beitrag kommen Zeichner wie Blutch (“Der kleine Christian”, Reprodukt; “Peplum”, avant-verlag) und Winshluss (“Pinocchio”, avant-verlag)  zu Wort. Das Video ist ganz oben zu sehen.

In der Sendung “28 Minuten” diskutierten Experten ĂĽber das Thema “Können Comics die Wirklichkeit besser vermitteln?”. Zu Gast: Guy Delisle, dessen “Aufzeichnungen aus Jerusalem” (erscheint im März bei Reprodukt) auf dem Festival mit dem Preis fĂĽr das beste Buch ausgezeichnet wurde. Weitere Berichte können online angesehen und nachgelesen werden. DafĂĽr richtete der Sender eigens das Special “arte wirft Blasen” ein.

Ein Bericht über die weiteren Preisträger des diesjährigen Festivals folgt in Kürze.

“Tanz ĂĽbers Papier”

Montag, den 12. Dezember 2011

FĂĽr den “Tagesspiegel” vom Sonntag, dem 11. Dezember, hat Lars von Törne ein Gespräch mit Polina Semionova gefĂĽhrt, Primaballerina am Berliner Staatsballet und Inspiration fĂĽr Bastien Vivès’ Graphic Novel “Polina” (Reprodukt).

Tanz ĂĽbers Papier

Die Berliner Primaballerina Polina Semionova ist ein internationaler Star. Jetzt hat ein französischer Künstler sich von ihr inspirieren lassen – zu einem Comic. Die Tänzerin war anfangs davon nicht begeistert.

Ihr Mann hat sie sofort erkannt, als er das Buch zum ersten Mal sah: „Die sieht ja aus wie du!“ Eine Reaktion, die Polina Semionova anfangs nicht begeisterte. „Ich hoffe, dass jetzt nicht alle Welt denkt, dies sei meine Geschichte, nur weil mein Name auf dem Titel steht“, sagt die junge Frau mit ernster Stimme. Kerzengerade sitzt sie auf ihrem Stuhl im Pausenraum der Deutschen Oper in der Bismarckstraße. mehr

“Da prallen Welten aufeinander”

Montag, den 5. Dezember 2011

FĂĽr tagesspiegel.de hat Redakteur Lars von Törne mit dem Berliner Zeichner Arne Jysch, Autor des noch unveröffentlichten Bandes “Wave and Smile”, ein Interview gefĂĽhrt. Der Comic, in dem der Einsatz deutscher Bundeswehrsoldaten in Afghanistan zum Thema wird, erscheint im FrĂĽhjahr bei Carlsen Comics.

“Da prallen Welten aufeinander”

Der Bundeswehr-Einsatz in Afghanistan wird erstmals zum Thema einer Graphic Novel. Im Interview stellt der Berliner Autor und Zeichner Arne Jysch das Projekt jetzt öffentlich vor.

Zehn Jahre nach Beginn des Afghanistan-Krieges nimmt sich jetzt ein deutscher Comicautor des Themas an. Der studierte Kommunikations- und Animationsdesigner Arne Jysch arbeitet derzeit an den Reinzeichnungen seiner Graphic Novel „Wave and Smile“, die den zunehmend umstrittenen Einsatz der Bundeswehr zum Thema hat. Im kommenden Sommer soll sie bei Carlsen erscheinen. mehr

“Im Schatten keiner TĂĽrme” in der Presse

Montag, den 12. September 2011

Am Wochenende wurde in den Medien ausfĂĽhrlich ĂĽber die Anschläge von New York, Washington und Pennsylvania vor zehn Jahren und ihre Konsequenzen berichtet. Immer wieder aufgegriffen wurde dabei das nun endlich in deutscher Sprache erhältliche “Im Schatten keiner TĂĽrme” von Art Spiegelman (Atrium). Die Sammlung der Comicseiten, ursprĂĽnglich in der Wochenzeitung “Die Zeit” vorveröffentlicht, wurde fĂĽr das Buch um einen Anhang erweitert, in dem klasssiche farbige Sonntagsseiten aus den Zwanzigerjahren gezeigt werden (unter anderem Seiten aus “Kin-der-Kids” von Lyonel Feininger oder “Little Nemo” von Winsor McCay).

Oben zu sehen ist ein Bericht des ZDF-Kulturmagazins “aspekte”. DarĂĽber hinaus gab es eine Reihe von Artikeln in den Print- und Onlinemedien. Hier eine Auswahl:

Der deutsch-französische Kultursender arte zeigte in der vergangenen Nacht die Dokumentation “Art Spiegelman – Comiczeichner” aus dem Jahr 2009, das den in New York lebenden Autoren ausfĂĽhrlich portraitiert.

Die Dokumentation lässt sich noch eine Woche in der Mediathek arte+7 ansehen.

“Im Bann des Missionars”

Montag, den 15. August 2011

In seiner Besprechung auf tagesspiegel.de beschreibt Thomas Hummitzsch das neue “kongeniale” Buch “Die Bekehrung” von Matthias Gnehm (Edition Moderne) mit einigen Superlativen.

Im Bann des Missionars

Perfekte Symbiose aus Text und Bild: In Matthias Gnehms grandioser Erzählung „Die Bekehrung“ wird ein Journalist mit einem düsteren Kapitel seiner Vergangenheit konfrontiert.

Kindheitserinnerungen sind etwas Schönes. Meistens zumindest. Einmal ausgelöst, ist der biografische Quell aus dem Unterbewusstsein oft nicht mehr zu stoppen. Ein Impuls reicht, und die Erinnerungen an längst vergangene Zeiten drängen unvermittelt ans Tageslicht. Dem Erzähler in Matthias Gnehms Comicroman „Die Bekehrung“, Kurt Koller, widerfährt genau das. mehr

“Unbehagen am Berg”

Mittwoch, den 11. Mai 2011

In der morgigen Ausgabe des “Tagesspiegels” widmet sich wieder eine komplette Seite den Comics. In einem Artikel bespricht Jan Oberländer zwei Comics, die auf Kurzgeschichten von Brigitte Kronauer basieren: “Im Gebirg” von Gosia Machon (“Die Tollen Hefte” in der Edition BĂĽchergilde) und “Dri Chinisin” von Sascha Hommer Reprodukt).

Unbehagen am Berg

Literatur als Comic: zwei Mal Brigitte Kronauer

Hornochse! Das böse, sehr böse Wort.“ Mit diesen Worten beginnt Brigitte Kronauers Erzählung „Im Gebirg“. Die 1979 geborene Zeichnerin Gosia Machon hat ihrer Adaption dieses dichten, beklemmenden Psychogramms eines Bergwanderers ein Poster mit diesen Worten beigelegt. Massive Buchstaben, der dräuende Gebirgskörper im Hintergrund. mehr

Comics in Russland

Dienstag, den 3. Mai 2011

Ein dpa-Artikel von Wolfgang Jung, der von verschiedenen Zeitungen wie dem Trierer “Volksfreund” und die “SaarbrĂĽcker Zeitung” aufgegriffen wird, bietet einen Einblick in die russische Comicszene. Eine vom Goethe-Institut und dem Comic-Salon Erlangen mitgetragene Ausstellung zeigt in Moskau das vielfältige Schaffen der dortigen Autoren. Auch der Berliner “Tagesspiegel” greift den Artikel auf:

Zwischen Major Pronin und Puschkin

Micky Maus und Spider-Man sind längst auch in Russland populär. Dagegen werden Comicstrips russischer Zeichner von einheimischen Verlagen meist ignoriert. Eine Ausstellung in Moskau soll das ändern.

Russlands bunte Comic-Szene hofft 20 Jahre nach dem Ende der Sowjetunion auf den Durchbruch zum etablierten Literaturbetrieb – auch mit Hilfe aus Deutschland. Das Goethe-Institut und der Comic-Salon Erlangen beteiligen sich in diesen Tagen an einer groĂźen Ausstellung in Moskau, die eindrucksvoll die Vielfalt russischer Bildgeschichten dokumentiert. mehr

Dass es auch Interesse an den Comics ausländischer Autoren gibt, zeigt zum Beispiel die Veröffentlichung einer Reihe internationaler Comics beim Sankt Petersburger Verlag Boom Comics. Hier erschienen zuletzt die russischsprachigen Ausgaben von Mawils “Wir können ja Freunde bleiben” (Reprodukt), sowie “Die heilige Krankheit” von David B. (in deutscher Sprache erschienen bei Edition Moderne).

Krimi-Comics im Blickpunkt

Samstag, den 26. März 2011

Gleich zwei Artikel widmete tagesspiegel.de in der vergangenen Woche aktuellen Krimiveröffentlichungen. Passend dazu erscheint unter dem Label s&l noir des Münchner Comicverlags Schreiber & Leser dieser Tage ein weiterer neuer Krimi in gezeichneten Bildfolgen.

Während Christian Endres in “Die Kälte, die mich liebte” ĂĽber einen bisher nur in den USA erhältlichen Band aus der Feder des Romanautors Jason Starr schreibt, bietet Klaus Schikowski in seinem Artikel einen Ăśberblick ĂĽber aktuelle Krimi-Comics verschiedener deutschsprachiger Verlage, von Fred Vargas’ Zusammenarbeit mit Edmond Baudoin – “Das Zeichen des Widders” (Aufbau) – ĂĽber einige Titel der s&l noir-Reihe bis hin zu Barus “Elende Helden” (Edition 52).

Im Angesicht des Verbrechens

Comic-Krimis erweitern die Möglichkeiten des traditionsreichen Genres – und verschaffen auch kleinen Verlagen neue Aufmerksamkeit.

Im Fernsehen und in der Literatur haben Kriminalgeschichten Konjunktur. Zur Beliebtheit trägt sicherlich bei, dass das Genre neben der Unterhaltung heutzutage auch dazu fungiert, moralische Fragen zu diskutieren. Wie lassen sich Gut und Böse noch trennen und was sind die wahren Mechanismen von gesellschaftlicher Macht? mehr

Mit “Swinging London” von Christian De Metter und Thomas BĂ©net ist in der Reihe s&l noir nun ein weiterer, zunächst in Frankreich veröffentlichter Krimi erschienen.

August 1967. In seinem Schloss in Schottland verbrennt der umjubelte Rockstar Jasper Brown. Ungewöhnlich schnell erkennt Scotland Yard auf Selbstmord. Aber Jaspers Freund, der Guru Indranath Ray, und die jamaikanische Fotoreporterin Cassandra Jones fragen nach. Sie stoßen in ein Wespennest aus Korruption, Sexorgien und Satanismus.

Swinging London, ISBN 978-3-941239-62-3, 96 Seiten, farbig, Hardcover, 9,90 EUR, erschienen bei Schreiber & Leser

“Unter Schatzsuchern”

Donnerstag, den 17. Februar 2011

Nach seinem allgemeinen Festivalbericht vom Comicfestival AngoulĂŞme ist nun auch Klaus Schikowskis daran anschlieĂźender Artikel auf tagesspiegel.de online gestellt worden. Hier berichtet er ĂĽber die erfreulich hohe Aufmerksamkeit, die deutschen Comicautorinnen und -autoren international zuteil wird: Eine bemerkenswerte Entwicklung!

Unter Schatzsuchern

Sie wollen nur erzählen: Deutsche Comic-Künstler finden im Ausland mehr und mehr Resonanz. Auf dem Comicfestival in Angoulême wurden sie so interessiert wie lange nicht mehr wahrgenommen.

Wenn die Comic-Zeichnerin Ulli Lust lacht, dann scheint ihr ganzes Gesicht zu strahlen. Und diese Fröhlichkeit ist ansteckend. Spricht sie allerdings über ihre Projekte, etwa über ihr fulminantes Buch „Heute ist der letzte Tag vom Rest deines Lebens“ oder die Online Comic-Plattform www.electrocomics.de, dann lacht sie zwar auch, aber sie wird ernsthafter und dringlicher und man merkt, dass ihr das Thema auf der Seele brennt. mehr

Kunstdrucke im Tagesspiegel.de-Shop

Mittwoch, den 9. Februar 2011

FĂĽr die letzte Comicbörse im Berliner Ellington Hotel hat der “Tagesspiegel”, ebenfalls in Berlin beheimatet, eine Reihe von Kunstdrucken aufgelegt. Die vier Motive stammten von den Zeichnern der regelmäßig im “Tagesspiegel am Sonntag” erscheinenden Comics: Mawil (“Wir können ja Freunde bleiben”), Arne Bellstorf (“Baby’s in Black – The Story of Astrid Kirchherr & Stuart Sutcliffe”, beide Reprodukt), Flix (“Faust”, Carlsen) und Tim Dinter (“Cargo”, avant-verlag).

Letzte Exemplare der auf A3-Papier gedruckten und von den KĂĽnstlern signierten Comics sind ab sofort im Online-Shop des “Tagesspiegels” erhältlich.