Graphic Novels
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Archiv des Tags ‘Der Tod von Adorno’

Graphic Novels in den Medien – 13. Mai 2013

Montag, den 13. Mai 2013

Ăśber die Probleme, die der Comicautor Magdy El-Shafee (“Metro”, Edition Moderne) in Ă„gypten mit der Staatsmacht hatte und weiterhin hat, schreibt Anna Gabai in der Welt: “Er hasste Mubarak, jetzt jagen ihn Mursis Schergen”.

Ebenfalls in der Welt schreibt Waldemar Kesler ĂĽber den vom in Berlin lebenden Franzosen Wandrille Leroy betriebenen Verlag Warum und dessen Veröffentlichungen: “Bilder fĂĽr die neue Stadt”.

JĂĽrgen Schickinger schreibt in der Badischen Zeitung ĂĽber “Jimmy Corrigan – Der klĂĽgste Junge der Welt” von Chris Ware (Reprodukt), fĂĽr den Redakteur ein “Jahrhundertwerk”: “Chris Wares “Jimmy Corrigan”: Alt schon als Kind”.

Christoph Huber stellt in der Wiener Presse die “Essex County”-Trilogie von Jeff Lemire vor (Edition 52), die “groĂźe Saga eines Milieus und einer ländlichen Mentalität”: “Einsame Eigenbrötler”.

Ulli Lust ermöglicht in ihrer “Flughunde”-Adaption nach der Vorlage von Marcel Beyer (Suhrkamp) “einen beklemmenden Eindruck von der Banalität, aber auch der Lächerlichkeit des Bösen”, wie Katja LĂĽthge in der tageszeitung schreibt: “Die Fratzen der Goebbelstöchter”.

Anlässlich der Solothurner Literaturtage und der Ausstellung im Kulturhaus S11 schreibt Eva Buhrfeind in der Solothurner Zeitung: “Grafic Novels: eine Kunst zwischen Bild und Wort”.

Tabea Grzeszyk stellte im “Radiofeuilleton” des Deutschlandfunks “Das groĂźe Durcheinander – Alzheimer, meine Mutter und ich” von Sarah Leavitt (Beltz) vor und meint: “Ihre kindlich wirkenden Schwarz-WeiĂź-Zeichnungen sind erschĂĽtternd realistisch und voll emotionaler Wucht.”: “Ein Mensch zerfällt, sein Kind schaut zu”.

“Eine grandiose Erzählung, die alle Rahmen sprengt” ist Mana Neyestanis „Ein iranischer Albtraum“, das schreibt Thomas Hummitzsch auf tagesspiegel.de: “Dreistes Ungeziefer”. Selbiger Autor stellt einer frĂĽheren lobenden Besprechung von Helmut Wietz’ “Der Tod von Adorno” (metrolit) harte Kritik entgegen: “Was avantgardistisch sein will, ist am Ende nur StĂĽckwerk, das nicht zusammengeht.”: “PrĂĽgeln und vögeln”.

Ebenfalls auf tagesspiegel.de stellt Erik Wenk “Die Insel der 100.000 Toten” von Fabien Vehlmann und Jason vor, zu dem er feststellt: “Allein die grafische Eleganz der anthropomorphen Tierfiguren ist ein Genuss”.

Graphic Novels in den Medien – 8. März 2013

Freitag, den 8. März 2013

Der Hamburger Lokalsender Tide TV stellte vorgestern in einem längeren Beitrag die Hamburger Comicszene vor. Zu Wort kommen Carlsen-Redakteur Ralf Keiser sowie die Comic-AutorInnen Maria Luisa Witte und Larissa Bertonasco (“Spring”) sowie Arne Bellstorf (“Baby´s in black – The Story of Astrid Kirchherr & Stuart Sutcliffe”, Reprodukt).

FĂĽr Waldemar Kesler ist Joann Sfars “Chagall in Russland” (avant-verlag) ein “herausragender Comic”, wie er in der Welt schreibt: “Plötzlich ist Jesus ein GrĂĽner”. “Das Chagall-Porträt von Joann Sfar ist ein groĂźer Wurf. Sfar betrachtet dessen Malerei durch die Brille seiner eigenen Wahrnehmung der jĂĽdischen Kultur.”

In der Frankfurter Rundschau befasste sich Christian SchlĂĽter ausfĂĽhrlich mit Helmut Wietz’ “Der Tod von Adorno” (metrolit): “Der Libido-Kick von ’68″. Sein Urteil ist eindeutig, der Band sei “in seiner eigenwilligen und, gemessen an dem zur Zeit vorherrschenden Graphic-Novel-Ernst, grotesk-komischen, bisweilen dilettantischen und durchweg eklektischen Machart schlichtweg groĂźartig.”

“Krach! Bumm! Alltag! Deutschsprachige Comics und die Kunst der Reportage”. Das auf Deutschlandradio Kultur ausgestrahlte Radiofeature , das sich mit aktuellen Trends im Bereich der Graphic Novel auseinandersetzt, lässt sich leider nicht nachhören – dafĂĽr liegt das Manuskript in zwei Dateiformaten zum Nachlesen vor. Zu Wort kommen darin die AutorInnen Ulli Lust (“Heute ist der letzte Tag vom Rest Deines Lebens”), Paula Bulling (“Im Land der FrĂĽhaufsteher”), Verleger Johann Ulrich (alle avant-verlag), David Schraven (“Kriegszeiten”) und der Ladeninhaber Torsten Alisch vom Groben Unfug in Berlin. Redakteurin des Beitrags war Anette Selg.

Update: Das Feature kann nun hier nachgehört werden.

Selg stellte im Radiofeuilleton des Deutschlandfunks auch “Das Spiel der Schwalben” von Zeina Abirached vor: “Illustrierte Vergangenheitsbewältigung”. Die Autorin kommt ausfĂĽhrlich zu Wort.

Auf tagesspiegel.de stellt Marc Röhling zwei Veröffentlichungen des amerikanischen Comic-Journalisten Joe Sacco vor, von der eine (“Reportagen”, Edition Moderne) in KĂĽrze auf deutsch erscheinen wird: “Sacco und wie er die Welt sieht”.

FĂĽr den in den vergangenen Tagen verstorbenen Comic-Autoren Didier Comès schreibt Ralph Trommler auf tagesspiegel.de einen Nachruf: “Ein Pionier der Graphic Novel”.

Graphic Novels in der Presse – 19. Februar 2013

Dienstag, den 19. Februar 2013

In seinem Artikel fĂĽr die Wiener Zeitung schlägt Martin Reiterer den Bogen von Joe Saccos und Marjane Satrapis BĂĽchern, die politisches Geschehen im Nahen Osten reflektieren, hin zu aktuellen Veröffentlichungen, die ebenfalls und zum Teil sehr aktuelle das Geschehen aufgreifen: “Metro” von Magdy El-Shafee (Edition Moderne), “Zahra´s Paradise” von Amir und Khalil (Knesebeck) sowie “Die besten Feinde” von Jean-Pierre Filiu und David B. (avant-verlag): “Subversive Bildwelten”.

“Graphic Novels aus Nahost” stehen auch im Radiobeitrag von Elise Landscheck fĂĽr NDR Info. Sie sprach mit Zeina Abirached, deren “Das Spiel der Schwalben” im März im avant-verlag erscheint, Magdy El-Shafee ĂĽber “Metro” und Maximilien LeRoy ĂĽber “Die Mauer” (beide Edition Moderne).

“JĂĽliger ist ein Buch gelungen, das alles andere als ein luftleerer Raum, ein Vakuum, ist. Es entwickelt trotz der schreienden Einsamkeit seiner Hauptfiguren, viel Kraft. Ein Buch, das man verschlingt und sicher nicht so schnell vergessen wird.” Das schreibt Matthias Heller in seinem Beitrag fĂĽr NDR Kultur. Er hat sich die Ausstellung zu Lukas JĂĽligers “Vakuum” (Reprodukt) am vergangenen Wochenende in Hamburg angesehen: “200 Bleistifte fĂĽr ein Vakuum”.

Auf tagesspiegel.de betont Thomas Greven, dass “Die Frau ist frei geboren – Olympe de Gouges” von Catel Muller und Autor JosĂ©-Louis Bocquet (Splitter) ihre Spannung vor Allem aus der erzählten Handlung bezieht.

“Das Reizvolle an einem Comic ist, dass man völlig frei ist.” sagt der Filmemacher und Comicautor Helmut Wietz im Interview mit Paul-Philipp Hanske an gleicher Stelle: “Sex, Revolution und die Dialektik der Aufklärung”. Wietz´ vor rund vierzig Jahren begonnener Comic “Der Tod von Adorno” erscheint dieser Tage bei metrolit.

Dass bei Reprodukt demnächst Kindercomics erscheinen – zur Buchmesse in Leipzig werden sechs Titel präsentiert – meldet heute Börsenblatt.net: “Kindercomics bei Reprodukt”.

Neue Graphic Novels bei metrolit

Sonntag, den 6. Januar 2013

Wie im vergangenen Mai angekĂĽndigt, geht der in Berlin ansässige Verlag metrolit in diesem FrĂĽhjahr mit einem ersten Programm an den Markt. Unter “Walde+Graf bei metrolit” werden hier in Zukunft auch Graphic Novels veröffentlicht, im FrĂĽhjahr werden das drei Titel sein.

“Mein Freund Dahmer” von Derf Backderf

Eine kraftvolle und psychologisch glaubwürdig erzählte Graphic Novel über die Jugendjahre eines der schrecklichsten Serienmörder der US-Geschichte.

Jeffrey Dahmer, (The Milwaukee Monster), war ein US-amerikanischer Serienmörder, der zwischen 1978 und 1991 siebzehn Männer tötete. Erzählt wird seine Geschichte bis zum ersten Mord aus Sicht von Derf Backderf, der mit Dahmer zur Highschool ging.

“Mein Freund Dahmer” ist die Nummer 4 auf der Liste der besten non-fiction BĂĽcher des Jahres 2012 des TIME MAGAZINE

Mein Freund Dahmer, ISBN 978-3-8493-0048-7, 224 S., schwarzweiĂź, Hardcover, EUR (D) 22,99, erscheint im April

“We Are Gypsies Now: Der Weg ins Ungewisse” von Danielle de Picciotto

Wie ist das, wenn man seine Wohnung auflöst, auf unbestimmte Zeit auf Reisen geht, und dabei den großen Sinnfragen des Lebens nicht aus dem Weg geht? Picciotto hat es mit weiblich verträumten Blick und einer großen Portion Lebensklugheit aufgezeichnet.

Eine wundervoll illustrierte Graphic Diary ĂĽber den Sinn des Lebens und die Verwirklichung eines Lebenstraums

Danielle de Picciotto ist eine in Berlin lebende Musikerin, Autorin und KĂĽnstlerin. Sie war MitbegrĂĽnderin der Loveparade in Berlin. 2006 heiratete sie Alexander Hacke (EinstĂĽrzende Neubauten), mit dem sie seit drei Jahren um die Welt reist und Musik macht.

We Are Gypsies Now: Der Weg ins Ungewisse, ISBN 978-3-8493-0047-0, 240 S., schwarzweiß, Hardcover,  EUR (D) 22,99, erscheint im März

“Der Tod von Adorno” von Helmut Wietz

Die im Stil der Pop-Art gezeichnete Graphic Novel wurde 1968 begonnen und erst jetzt wiederentdeckt und fertig gestellt. Erzählt wir von der 68er-Revolte, der Sexuellen Befreiung und einer Nazi-Parallelgesellschaft, die die Berliner Unterwelt beherrscht.

Helmut Wietz wurde 1945 in Hamburg-Altona geboren. Er studierte in den 1970er Jahren an der Deutschen Film- und Fernsehakademie Berlin, und arbeitet seitdem als freischaffender Filmemacher und Producer.

Der Tod von Adorno, ISBN 978-3-8493-0049-4, 72 S., farbig, Hardcover, EUR (D) 19,99, erscheint im Februar