Graphic Novels
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Archiv des Tags ‘Deutschlandfunk’

Graphic Novels in der Presse – 3. Juli 2013

Mittwoch, den 3. Juli 2013

Wie berichtet, sorgt ein Plakat an der Universität Duisburg-Essen, auf dem Motive aus Craig Thompsons “Habibi” (Reprodukt) collagiert wurden, fĂĽr Aufruhr. Genauer gesagt geht es um die Reaktionen darauf seitens einer Gruppe, die sich aus religiösen GrĂĽnden von der Ausstellung verletzt fĂĽhlten, die Reaktion der Universitätsleitung darauf, die Berichterstattung in der Presse und die Reaktion widerum darauf. Viele Details sind noch nicht letztendlich geklärt, so ist zum Beispiel das beanstandete Plakat bisher nicht veröffentlicht worden. Inzwischen griff mit der gestrigen Ausgabe auch die Frankfurter Allgemeinen Zeitung auch die ĂĽberregionale Presse das Thema auf. So mahnt Antje Koch in “Angst vor Bildern”, dass die Schliessung der Ausstellung fĂĽr einen Ort des Wissensaustausches nicht der angemessene Schritt war. Wie Lars von Törne heute in einem mehrfach aktualisierten Artikel auf tagesspiegel.de schreibt, stellt sich die Universität vor ihre Angestellten: “Universität verteidigt SchlieĂźung der Ausstellung”. Zudem soll ĂĽberprĂĽft werden, inwiefern Kritik am Poster gerechtfertigt war. AuĂźerdem “ist nun ein öffentliches Kolloquium geplant, in dem aus Anlass des aktuellen Konflikts ĂĽber die Freiheit der Wissenschaft und Meinungsfreiheit in der Hochschule gesprochen werden soll.” Nebenbei wird angemerkt, dass das Motiv aus Craig Thompsons “Habibi” zwar beanstandet und abgenommen wurde, die Beschädigung durch eine Studentin aber ein anderes Plakat betraf. Es werde ĂĽberprĂĽft, inwieweit dieses Verhalten justiziabel sei. Auf dem Reprodukt-Verlagsblog wird derweil erläutert, dass durch die Bearbeitung von Thompsons Comic dessen Aussage in grober Weise verändert wurde und dass – wie zum Beispiel im Artikel der FAZ geschehen – die Gleichsetzung der Aussage des Plakats und der des Buches ein Fehler sei.

Vier aktuelle KĂĽnstlerbiografien in Comicform stellt Thomas von Steinaecker in der SĂĽddeutschen Zeitung vor (“Ein leben in Bildern”), wobei ihn von Steffen Kvernelands “Munch”, Lars Fiskes “Kurt Schwitters: Jetzt nenne ich mich selbst Merz. Herr Merz” (beide avant-verlag), “Pablo” von Julie Birmant und Clement Oubrerie (Reprodukt) und “Egon Schiele. Ein exzessives Leben” von Olivier Coste (Knesebeck) nur ein Band wirklich ĂĽberzegen konnte.

Dagegen zeigt sich Eva Heppner von “Egon Schiele. Ein exzessives Leben” sehr angetan. In ihrem Beitrag fĂĽr den Deutschlandfunk lobt sie das “beeindruckende Debut”: “Gelangweilt von starren Konventionen”.

“Doppelsinnig, philosophisch und ein Highlight in Carlsens Frauencomicexperiment.” So urteilt Katja Schmitz-Dräger auf tagesspiegel.de ĂĽber “Wie ein leeres Blatt” von Boulet und Penelope Bagieu.

Ein Buch zur derzeit laufenden Tour de France ist “Unmöglich ist kein französisches Wort. Die Geschichte(n) der Tour de France.” von Jan Cleijne (Covadonga). Den Band stellt Martin Krauss in der Jungle World vor. “Die Helden der StraĂźe”.

Mit “Huck Finn” von Olivia Vieweg ist bei Suhrkamp eine Adaption der Vorlage von Mark Twain erschienen, die Sebastian Hammelehle heute auf Spiegel Online vorstellt: Wie er in “Platz frei, ich bring ‘ne Lady mit!”, zeigt er sich vor allem vom unprätentiösen Stil beeindruckt.

Graphic Novels in den Medien – 14. Juni 2013

Freitag, den 14. Juni 2013

In der Magazinsendung “Theodor” im rbb wurde kĂĽrzlich “17. Juni – Die Geschichte von Armin und Eva” von Alexander Lahl, Max Mönch, Tim Köhler und Kitty Kahane vorgestellt.

In der SĂĽddeutschen Zeitung stellte Christoph Haas Zeina Abiracheds “Das Spiel der Schwalben” (avant-verlag) vor – und ist voll des Lobes: “Ein Netz namens Beirut”.

Marijpol hat sich fĂĽr das Magazin Intro mit Redaktuer Bastian KĂĽllenberg ĂĽber ihr neuens Buch “Eremit” (avant-verlag) unterhalten. Der Artikel lässt sich hier nachlesen: “Comic: Autorin und Zeichnerin Marijpol im Gespräch”.

Zwei Krimis werden in der Badischen Zeitung vorgestellt – und mit Lob bedacht: Darwyn Cookes Richard Stark-Adaption “Hunter” (Eichborn), sowie “The Homeland Directive” Robert Venditti und Mike Huddleston (Carlsen): “Finsterer Krimi” – “Furioser Thriller”.

Die Veröffentlichung von “Tunnel 57″ von Susanne Buddenberg und Thomas Henseler (Ch. Links) und die Veranstaltung in der Gedenkstätte Berliner Mauer war Thema in der Berliner Presse. So berichtet Roxane Meger fĂĽr die Berliner Morgenpost: “Berliner KĂĽnstler erzählen Flucht aus der DDR in einem Comic” und Moritz Honert fĂĽr den Tagesspiegel: “Berliner Fluchthelfer kommt ins Comic”.

Auf tagesspiegel.de schreibt Nadine Lange ĂĽber den “Mann, der John Lennon Wände anstreichen lieĂź”, bzw. das Buch “Liverfool” von Damien Vanders und Gihef ĂĽber den Clubbesitzer Allan Williams.

“Die Superhelden haben mich nicht befriedigt” sagt Comic-Autor David Boller der schweizer Zeitung Blick. Anlass ist die Veröffentlichung seines autobiografischen Bandes “Ewiger Himmel” (Zampano).

In der Sendung “NDR Kultur” zeigte der Comic-Autor Max (“Bardin, der Superrealist”, Reprodukt) “Wie eine Graphic Novel entsteht …”. Ergänt wird der online nachlesbare Bericht von Claudio Campagna um eine Bildergalerie, in der die verschiedenen Stadien der Entstehung eines Comics gezeigt werden.

Ăśber das Symposium zum Thema “Autorencomics zwischen Bildgedicht und Graphic Novel” an der HBK Saar berichtet Tobias Kessler fĂĽr die SaarbrĂĽcker Zeitung: “International besetztes Comic-Symposium und Ausstellung an der HBK”.

Eine ganze Reihe von Beiträgen ĂĽber Comics wurden zuletzt im Deutschlandfunk ausgestrahlt: So stellte Tabea Soergel die “Graphic Novel ĂĽber einen Serienmörder”“Mein Freund Dahmer” von Derf Backderf (Metrolit) vor. Jens Balzer befasste sich mit Ulli Lusts Adaption von Marcel Beyers “Flughunde” (Suhrkamp): “Krach des Krieges in Bildern”. Unter anderem die Comiczeichner Isabel Kreitz und Luke Pearson kommen im Beitrag von Dirk Schneider ĂĽber die Graphic Novel Tage in Hamburg  zu Wort: “Comics zum Nachdenken”. Mit den norwegischen Autoren Steffen Kverneland und Lars Fiske unterhielt sich Kai Löffler ĂĽber deren KĂĽnstlerbiografien “Munch” und “Kurt Schwitters: Jetzt nenne ich mich selbst Merz. Herr Merz” (beide avant-verlag).

Graphic Novels in den Medien – 23. Mai 2013

Donnerstag, den 23. Mai 2013

Waldemar Kesler stellt in seiner Besprechung von David B.s und Herve Tanquerelles “Die falschen Gesichter” (avant-verlag) in der tageszeitung heraus, dass vor Allem die Reportage-artigen und Action-Elemente ĂĽberzeugen: “Das Ende der proletarischen Guerilla”.

Durch Ulli Lusts Umsetzung als Comic sieht Philip Dulle Marcel Beyers “Flughunde” (Suhrkamp) auf eine neue Stufe gestellt, wie im Nachrichtenmagazin Profil sowie online auf profil.at nachzulesen ist: “Ulli Lusts NS-Graphic-Novel Flughunde. Im ergänzenden Interview mit Dulle geht die Autorin auf die HintergrĂĽnde der Arbeit an dem Buch ein.

“Einen auf viele Seiten hin offenen, phasenweise unbehaglichen, immer aber faszinierenden Comic-Roman” erkennt Christian Gasser in Manuele Fiors “Die Ăśbertragung” (avant-verlag), wie er in seiner Besprechung im Deutschlandfunk zu Gehör gibt: “BerĂĽhrend-spannungsgeladene Beziehung im Jahr 2048″. Direkt zum Audio-Beitrag geht es hier.

Susanne Harmsen hält es fĂĽr einen richtigen Schritt, mit einem Buch wie “Die groĂźe Transformation” (Jacoby & Stuart) auf die praktischen Herausforderungen des Klimawandels hinzuweisen, wie sie auf Deutschlandradio Kultur sagte: “Eine Aufgabe fĂĽr die ganze Welt”. Auch diesen Beitrag kann man nachhören, und zwar hier.

“BĂĽcher können zum Lachen bringen und nachdenklich machen, sie können Betroffenheit erzeugen und verstören. BĂĽcher können persönliche Schicksale aufgreifen und eine Gesellschaft sezieren. Im besten Fall machen sie all das zusammen. So wie Jimmy Corrigan.” Das schreibt Markus Lippold in seiner Buchvorstellung von Chris Wares “Jimmy Corrigan – Der klĂĽgste Junge der Welt” (Reprodukt) auf n-tv.de: “Der groĂźe Corrigan”.

Weniger eine Huldigung als eine Annäherung mit “Leichtigkeit und Lakonie” sieht Janina Labhard in Julie Birmants und ClĂ©ment Oubreries “Pablo” (Reprodukt), wie sie auf srf.ch schreibt: “Pablo Picasso als Comicfigur”. Dort kommt im Audiobeitrag auch Ăśbersetzerin Claudia Sandberg zu Wort.

Christian Endres schreibt auf tagesspiegel.de ĂĽber den autobiografischen Band “Mein Freund Dahmer” von Derf Backderf (metrolit). “Der Weg zur Hölle” ist, wie Endres schreibt, eine “eindrucksvolle Bestandsaufnahme”.

An gleicher Stelle interviewt Thomas Hummitzsch den in Berlin lebenden Autoren David Zane Mairowitz, dessen in Zusammenarbeit mit Robert Crumb entstandene Biografie “Kafka” kĂĽrzlich bei Reprodukt veröffentlicht wurde: “Crumb hat dieselben Ă„ngste wie Kafka”.

Auf Radio Bremen stellte Lina Kokaly anlässlich einer Lesung vor Ort die in Bremen spielende Graphic Novel “Böse Geister” von Peer Meter und Gerda Raidt (Reprodukt) vor. Der Beitrag kann hier noch einmal angesehen werden: “Graphic Novel ĂĽber Gröpelingen”.

Graphic Novels in den Medien – 13. Mai 2013

Montag, den 13. Mai 2013

Ăśber die Probleme, die der Comicautor Magdy El-Shafee (“Metro”, Edition Moderne) in Ă„gypten mit der Staatsmacht hatte und weiterhin hat, schreibt Anna Gabai in der Welt: “Er hasste Mubarak, jetzt jagen ihn Mursis Schergen”.

Ebenfalls in der Welt schreibt Waldemar Kesler ĂĽber den vom in Berlin lebenden Franzosen Wandrille Leroy betriebenen Verlag Warum und dessen Veröffentlichungen: “Bilder fĂĽr die neue Stadt”.

JĂĽrgen Schickinger schreibt in der Badischen Zeitung ĂĽber “Jimmy Corrigan – Der klĂĽgste Junge der Welt” von Chris Ware (Reprodukt), fĂĽr den Redakteur ein “Jahrhundertwerk”: “Chris Wares “Jimmy Corrigan”: Alt schon als Kind”.

Christoph Huber stellt in der Wiener Presse die “Essex County”-Trilogie von Jeff Lemire vor (Edition 52), die “groĂźe Saga eines Milieus und einer ländlichen Mentalität”: “Einsame Eigenbrötler”.

Ulli Lust ermöglicht in ihrer “Flughunde”-Adaption nach der Vorlage von Marcel Beyer (Suhrkamp) “einen beklemmenden Eindruck von der Banalität, aber auch der Lächerlichkeit des Bösen”, wie Katja LĂĽthge in der tageszeitung schreibt: “Die Fratzen der Goebbelstöchter”.

Anlässlich der Solothurner Literaturtage und der Ausstellung im Kulturhaus S11 schreibt Eva Buhrfeind in der Solothurner Zeitung: “Grafic Novels: eine Kunst zwischen Bild und Wort”.

Tabea Grzeszyk stellte im “Radiofeuilleton” des Deutschlandfunks “Das groĂźe Durcheinander – Alzheimer, meine Mutter und ich” von Sarah Leavitt (Beltz) vor und meint: “Ihre kindlich wirkenden Schwarz-WeiĂź-Zeichnungen sind erschĂĽtternd realistisch und voll emotionaler Wucht.”: “Ein Mensch zerfällt, sein Kind schaut zu”.

“Eine grandiose Erzählung, die alle Rahmen sprengt” ist Mana Neyestanis „Ein iranischer Albtraum“, das schreibt Thomas Hummitzsch auf tagesspiegel.de: “Dreistes Ungeziefer”. Selbiger Autor stellt einer frĂĽheren lobenden Besprechung von Helmut Wietz’ “Der Tod von Adorno” (metrolit) harte Kritik entgegen: “Was avantgardistisch sein will, ist am Ende nur StĂĽckwerk, das nicht zusammengeht.”: “PrĂĽgeln und vögeln”.

Ebenfalls auf tagesspiegel.de stellt Erik Wenk “Die Insel der 100.000 Toten” von Fabien Vehlmann und Jason vor, zu dem er feststellt: “Allein die grafische Eleganz der anthropomorphen Tierfiguren ist ein Genuss”.

“Jenseits des Mainstreams”

Donnerstag, den 10. Januar 2013

Zwei Mal religiöser Bezug, einmal Provinz: Drei fĂĽr den Rezensenten erfreuliche Comics stellte Christian Gasser heute in der Sendung “Corso” im Deutschlandradio vor: “Goliath” von Tom Gauld (Reprodukt), “Buddha” von Osamu Tezuka (Carlsen) sowie “Die Essex-County-Trilogie” von Jeff Lemire (Edition 52). Mit Spannung erwartet er die Veröffentlichung von “Jimmy Corrigan – Der klĂĽgste Junge der Welt” von Chris Ware (Reprodukt), dem seiner Meinung nach “besten Comic der letzten 20 Jahre”. Direkt zum Audiobeitrag gelangt man hier: “Jenseits des Mainstreams”.

Graphic Novels in der Presse – 12. November 2012

Montag, den 12. November 2012

Am vergangenen Samstag stellte Christoph Haas in der tageszeitung unter der Ăśberschrift “Hochzeit des Franquismus” zwei Graphic Novels aus Spanien stammender Autoren vor: “Der Winter des Zeichners” von Paco Roca (Reprodukt) sowie “Die Kunst zu fliegen” von Antonio Altarriba und Kim (avant-verlag). Beide Bände hält Christoph Haas fĂĽr “ästhetisch wie zeitgeschichtlich relevante Graphic Novels”, wobei ersterer nicht nur fĂĽr diejenigen Interessant sei, die sich fĂĽr Comicgeschichte interessieren, da der Band die erstickende Atmosphäre der Franko-Diktatur gut schildere und letzterer als ebenso “bedrĂĽckend wie kĂĽnstlerisch ĂĽberzeugend” bezeichnet wird.

“Roca erzählt atmosphärisch dicht von dieser Suche nach Freiheit in der Diktatur” resĂĽmiert die SaarbrĂĽcker Zeitung die Kurzbesprechung von “Der Winter des Zeichners”. In “Gezeichnet vom Leben” wird ebenfalls “Antonio Ligabue. Von der Qual eines KĂĽnstlerlebens” von Giuseppe Zironi und Hannes Binder (Jacoby & Stuart). Gerade die “immer wieder höchst beeindruckenden” Schabkarton-Bilder von Hannes Binder werden goutiert.

Mit dem “Poeten der deutschen Comic-Szene” unterhielt sich Christian Möller fĂĽr den Deutschlandfunk. Gemeint ist Ulf K., von dem zuletzt mit “Die Dolomiti-Jahre” ein Sammelband autobiografischer Kurzgeschichten erschienen ist. Der Beitrag kann auch alsp MP3-Datei direkt hier nachgehört werden. Derzeit wird Ulf K. mit einer Ausstellung in Oberhausen bedacht. Zum dazugehörigen Katalog, erschienen bei der Edition 52, gibt es nun auch eine PDF-Leseprobe.

Politik-Redakteur Michael Schmidt schreibt auf tagesspiegel.de ĂĽber “Kriegszeiten” von David Schraven und Vincent Burmester (Carlsen). Er kommt in “Zeigen, wie es wirklich ist” zu dem Schluss: “Etwas weniger Prätenziösität wäre besser gewesen.”

Comics in den Medien – 18. Oktober 2012

Donnerstag, den 18. Oktober 2012

Abel Lanzacs und Christophe Blains “Quai d’Orsay – Hinter den Kulissen der Macht” findet weiterhin Zuspruch in der Presse. So schreibt Christian SchlĂĽter in der Frankfurter Rundschau sowie der Berliner Zeitung unter der Ăśberschrift “Französischer Comic verulkt Weltpolitiker”: “Selten so gelacht: Der Polit-Comic „Quai d’Orsay“ von Christophe Blain ist ein meisterhafter Blick hinter die Kulissen der Macht. Eine krachend komische, dann aber auch wieder bitter-ernste Geschichte.”

“Ăśberspitzt, aber trotzdem glaubhaft” bezeichnet Kai Löffler Blains und Lanzacs Portrait des Politikbetriebs in seinem Beitrag fĂĽr den Deutschlandfunk: “Blick hinter die Kulissen der Diplomatie”. Hier kommt nicht nur Christophe Blain selbst zu Wort, Passagen aus dem Buch werden auch von Sprechern gespielt. Der Beitrag kann hier auch als MP3-Datei angehört werden.

“Einen interessanten Einblick in Thoreaus Denk- und Lebenswelt” gibt die Comic-Biografie “Henry David Thoreau – Das reine Leben” (Knesebeck) von A. Dan und Maximilen LeRoy, wie Lukas Meyer-Marsilius in der Basler Zeitung schreibt: “Die Pflicht zum Ungehorsam”.

Bereits Anfang des Monats schrieb Waldemar Kesler in der tageszeitung ĂĽber “Chronik einer verschwundenen Stadt” von Dibou und Golo (avant-verlag), wobei Kesler gerade die vielschichtige Art der Dokumentation hervorhebt: “Eine Totenstadt in Ă„gypten”.

Arne Bellstorf, Autor von “Baby´s in Black – The Story of Astrid Kirchherr & Stuart Sutcliffe” (Reprodukt), war im Mai auf Einladung des örtlichen Goethe-Instituts in Toronto zu Gast, wo er am Randes des Toronto Comic Arts Festivals sein auch in Nordamerika erschienenes Buch vorstellte und einen Einblick in die Entstehung des Bandes gab. Das rund einstündige Video ist hier zu sehen.

Auf der Frankfurter Buchmesse wurden eine Reihe von Redakteuren und Verlagsmitarbeitern unter dem Motto “Herz oder Hirn?” dazu befragt, was auch unter BerĂĽcksichtigung der Gestaltung, ein gutes Buch ausmacht. Christian Maiwald von Reprodukt stellt dort ab der sechsten Minute “Rosalie Blum” von Camille Jourdy vor.

Graphic Novels in den Medien – 13. August 2012

Montag, den 13. August 2012

In der heutigen Ausgabe der SĂĽddeutschen Zeitung stellt Christoph Haas “Mach´s gut, Chunky Rice” von Craig Thompson (Reprodukt) vor. Gerade die Umsetzung der Geschichte in Zeichnungen hat es dem Rezensenten angetan, sie sind fĂĽr ihn “ein reines VergnĂĽgen”: “Schildkröterich tut, was er tun muss”.

Ebenfalls heute schreibt Waldemar Kesler in der Welt ĂĽber “Die besten Feinde” von Jean-Pierre Filiu und David B. (avant-verlag). Wie Kesler darlegt, lag es fĂĽr David B. nah, sich diesem Thema zu widmen, da Krieg und Zerstörung bereits wichtige Motive seiner Comics sind: “Heilige Krankheit, Heiliger Krieg”.

Wie bereits berichtet, präsentieren heute Susanne Buddenberg und Thomas Henseler ihr Buch “Berlin – Geteilte Stadt” (avant-verlag) in der Berliner Buchhandlung ocelot. Weiterhin sorgt das Buch fĂĽr umfangreiches Presseecho. So schreibt Markus Lippold fĂĽr n-tv.de: “Als die Mauer den Schulweg versperrte”. Dort präsentiert er das Buch anhand einiger Biografien, die darin aufgegriffen werden und kommt zum Schluss, “Berlin – Geteilte Stadt” liefere “Interessante Details und neue Perspektiven”. “Ein Comic-Strip ĂĽber die Berliner Mauer” betitelt Christoph Richter seinen Beitrag auf der Website der Deutschen Welle dw.de, in dem er das Buch darĂĽber hinaus als Lehrmaterial und ReisefĂĽhrer empfiehlt. Auch das “BĂĽchermagazin” auf radio eins stellte das Buch vor. Der Beitrag kann hier als MP3-Datei nachgehört werden.

FĂĽr das Kulturmagazin “Corso” des Deutschlandfunks unterhielt sich Yvonne Weidel mit dem in Berlin lebenden Zeichner Blexbolex. Unter anderem kommt das Gespräch auch auf “Niemandsland”, dem zuletzt bei Jacoby & Stuart erschienenen Buch: “Ironie erlaubt mir eine gesunde Distanz zu meinen Geschichten”

“Comics blicken auf die Literaturklassiker”

Montag, den 30. Juli 2012

Am vergangenen Samstag strahlte der Deutschlandfunk ein halbstĂĽndiges Feature ĂĽber Literaturadaptionen im Comic aus. Redakteurin Angela Gutzeit lässt dabei Experten wie den Comic-Journalisten Klaus Schikowski, AutorInnen wie Flix, Birgit Weyhe und Nicolas Mahler sowie Verlagsmitarbeiterin  Jutta Harms von Reprodukt zu Wort kommen und stellt darĂĽber hinaus aktuelle Veröffentlichungen vor, darunter “Reigen” von Birgit Weyhe (nach Arthur Schnitzler, avant-verlag), “Auf der Suche nach der verlorenen Zeit” von Stephane Heuet (nach Marcel Proust, Knesebeck), “Alte Meister” von Nicolas Mahler (nach Thomas Bernhard, Suhrkamp) und “Don Quijote” von Flix (nach Miguel de Cervantes, Carlsen).

Der Beitrag “Comics blicken auf Literaturklassiker” kann hier nachgelesen werden. Der Beitrag befindet sich auch in der dradio-Mediathek und kann hier als MP3-Datei nachgehört werden.

“Berlin – Geteilte Stadt” – GroĂźes Presse-Echo

Mittwoch, den 25. Juli 2012

Das Presseecho auf den kĂĽrzlich in Berlin vorgestellten Band “Berlin – Geteilte Stadt” von Susannen Buddenberg und Thomas Henseler ist umfangreich. Hier ein Ăśberblick ĂĽber die Erwähnungen in Funk, Print und Netz.

“Kann ein Comic das Leid der Mauer darstellen?” fragt die B.Z. in einem Artikel, in dem neben den Buddenberg und Henseler auch Hubertus Knabe, Leiter der Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen, zu Wort kommt.

Die Bild Zeitung machte eine der im Buch vorgestellten Personen ausfindig: “Ich bin das Mädchen aus dem Mauer-Comic” schreibt Solveig Rathenow.

Auch auf tagesspiegel.de werden Buddenberg und Henseler gemeinsam mit einem der im Buch Portraitierten vorgestellt: “Der Comic-Held aus dem Stasi-Knast” ist der Artikel von Bettina Malter ĂĽberschrieben.

AusfĂĽhrlich schreibt auch die Berliner Morgenpost: “Mauerflucht als Comic-Strip”. Auch Carline Mohr sprach mit den Autoren.

Gerade die Detailtreue des Bandes findet Jan Sternberg in der Märkischen Allgemeinen “bewundernswert”: “Die Potsdamer Filmhochschul-Absolventen Susanne Buddenberg und Thomas Henseler haben einen Comic-Band zur Berliner Mauer verfasst”.

Durchaus kritisch sieht das Buch Sebastian Triesch in “Der Freitag”: “Erinnern mit dem Hammer”.

“Comic ĂĽber Mauergeschichte veröffentlicht” titelt Dirk Westphal in der Welt kompakt.

Der Artikel “Gezeichnete Geschichte” der Nachrichtenagentur dapd wurde unter Anderem von der Freien Presse und dem Portal berlinonline.de aufgegriffen.

Auch im Radio wurde “Berlin – Geteilte Stadt” vorgestellt: “DDR-Geschichte als Comic” heisst der Beitrag in der Kultursendung Corso des Deutschlandfunks, in dem sich Peter Claus auch mit Buddenberg und Henseler unterhielt. Der Beitrag kann hier als MP3 nachgehört werden.

Nur mit Thomas Henseler fĂĽhrte Sonja Striegl ein Gespräch, das auf swr2 ausgestrahlt wurde: “Geschichte in Bildern”. Auch dieser Beitrag kann als MP3-Datei heruntergeladen und angehört werden.

Graphic Novels in den Medien – 24. Juli 2012

Dienstag, den 24. Juli 2012

Der in Wien erscheinende Kurier unterhielt sich mit Arne Jysch, dem Autor und Zeichner von “Wave and Smile” (Carlsen). Unter anderem erzählt Jysch in “Der Afghanisten-Krieg als Comic” von der Zusammenarbeit mit der Journalistin Julia Weigelt, die als “embedded journalist” vor Ort gearbeitet hatte.

Auf seinem FAZ-Blog freut sich Redakteur Andreas Platthaus ĂĽber die Sammelausgabe autobiografischer Kurzgeschichten von Ulf K. – “Dolomiti-Jahre” (Edition 52): In “Eine Jugendzeit, in der alles Eis und einfach war” macht Platthaus aus seiner Bewunderung fĂĽr den Wuppertaler Zeichner keinen Hehl.

“Auch Erwachsene, die mit dieser Gattung bisher nicht warm werden konnten, werden nachhaltig beeindruckt sein” heisst es im Deutschlandfunk ĂĽber die Graphic Novel “Rosa Winkel” von Michel Dufranne, Milorad Vicanovic und Christian Lerolle (Jacoby & Stuart). Sylvia Schwabs Beitrag “Schwul unterm Hakenkreuz” kann hier nachgelesen und hier direkt als MP3-Datei nachgehört werden.

Paula Bullings “Im Land der FrĂĽhaufsteher” (avant-verlag) wird weiterhin vielerorts vorgestellt: “Rassismus ist ständiger Begleiter” betitelt Isabelle Daniel ihren Beitrag fĂĽr n-tv.de, in dem sie besonders auf den Fall von Azad Hadji eingeht. NĂĽchterner ist der Beitrag auf radioeins: “Graphic Novel zum Leben von Asylbewerbern” heisst der Beitrag, der hier auch nachgehört werden kann.

“Comics mit historischen Themen”

Dienstag, den 20. März 2012

In der Sendung “Corso” im Deutschlandfunk stellte Christian Möller den Berliner Autor Simon Schwartz vor, dessen neues Buch “Packeis” (avant-verlag) soeben erschienen ist.

Comics mit historischen Themen

Comics wagen sich inzwischen an anspruchsvolle Themen. Der junge deutsche Zeichner Simon Schwartz befasst sich mit historischen Stoffen. Seine jĂĽngst veröffentlichte Graphic Novel “Packeis” ĂĽber die Entdeckung des Nordpols basiert auf wahren Tatsachen.

“Ich trag eigentlich immer Anzug und oft noch Krawatte und Hut dazu. Das hat keine tiefere Bedeutung. Das ist vermutlich nur ein Spleen. Da fĂĽhl ich mich wohl drin.”
Erklärt Simon Schwartz. Den Hut hat er zwar bei unserem Treffen durch eine Schiebermütze ersetzt. Aber das Bild, das er in seinem Hamburger Atelier abgibt, ist auch so ungewöhnlich genug: Ein junger Mann Anfang 30, im klassischen Dreiteiler, der sich über einen viel zu niedrigen Holztisch beugt. mehr

Direkt zum Beitrag als MP3-Datei gelangt man hier.

“Die Atmosphäre war stets angespannt”

Dienstag, den 13. März 2012

Christian Gasser sprach mit Guy Delisle ĂĽber sein Buch “Aufzeichnungen aus Jerusalem” (Reprodukt). Das Gespräch wurde heute in der Sendung “Corso” im Deutschlandfunk ausgestrahlt.

“Die Atmosphäre war stets angespannt”

Der Comic-Autor Guy Delisle ĂĽber sein Leben in Jerusalem und die Kraft der Bilder

Mit Graphic Novels wie “Pyöngjang” und “Shenzhen” hat der frankokanadische Comic-Autor Guy Delisle ein neues Genre geprägt: Eine Mischung aus Tagebuch und Reportage aus Ländern in schwierigen politischen Situationen. Im Interview spricht er ĂĽber sein neuestes Werk “Aufzeichnungen aus Jerusalem”. mehr

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“Vorreiter der politischen Zeichner”

Mittwoch, den 1. Februar 2012

Ăśber den ägyptischen Comicautor Magdy al Shafee und dessen Graphic Novel “Metro”, die bisher noch nicht auf Deutsch angekĂĽndigt wurde, berichtet Anette Selg im Deutschlandradio Kultur.

Vorreiter der politischen Zeichner

Magdy El Shafee ist ein Pionier der ägyptischen Comic-Szene. Auch politisch engagiert er sich seit langem. El Shafee war im letzten Jahr bei den Demonstrationen dem Tahrir-Platz dabei, aber die Revolution ist für ihn noch lange nicht vorbei.

“Comic ist Pop Art, und dazu musst du die Wörter von der StraĂźe verwenden. Egal, ob sie hässlich oder schön sind, sie haben ihren eigenen Geschmack, ihre eigene Berechtigung. Ich liebe Kino, ich liebe Comics. Aber dann sind mir Comics doch noch lieber, sie sind weniger flĂĽchtig. Und, ich weiĂź nicht, sie entsprechen mir einfach mehr.” mehr

Direkt zum Audio-Beitrag als mp3 gelangt man hier.

“FĂĽr jedes Thema den richtigen Strich”

Montag, den 23. Januar 2012

Am vergangenen Freitag stellte Christian Gasser in der Radiosendung “Corso” des Deutschlandfunks “Polina”, das neue Buch des Franzosen Bastien Vivès (Reprodukt), vor und lässt dabei den Autor ausfĂĽhrlich zu Wort kommen.

FĂĽr jedes Thema den richtigen Strich

Bastien Vivès ist der Star einer neuen Comic-Generation in Frankreich

Innerhalb von wenigen Jahren hat der 27-jährige Bastien Vivès mit einer Handvoll viel beachteter BĂĽcher wie “Der Geschmack von Chlor” und “In meinen Augen” fĂĽr Aufsehen gesorgt. In “Polina” beschreibt er den Werdegang einer Tänzerin – und reflektiert sein eigenes Schaffen.

In “Polina”, sagt Bastien Vivès, habe er ĂĽber die Kunst nachdenken wollen, ĂĽber die Beziehung zwischen Lehrer und SchĂĽler, ĂĽber die Vermittlung von Wissen und Erfahrung, und ĂĽber den kreativen Prozess. mehr

Direkt zum Audio-Beitrag als MP3-Datei gelangt man hier.

“Da werden Panels zu Gitterstäben”

Dienstag, den 15. November 2011

Anlässlich der deutschen Neuauflage von “Stuck Rubber Baby” (Cross Cult) widmet die “SĂĽddeutsche Zeitung” Howard Cruses ursprĂĽnglich 1995 veröffentlichter Graphic Novel eine ausfĂĽhrliche Rezension, die durch ein von Daniel WĂĽllner gefĂĽhrtes Interview mit dem Autor ergänzt wird. Die Besprechung aus der Feder von Christoph Haas, der in “Stuck Rubber Baby” zeichnerischen Mängeln zum Trotz einen der “besten und bewegendsten amerikanischen Comics” der letzten zwanzig Jahre sieht, lässt sich nun auch online lesen.

Da werden Panels zu Gitterstäben

Die US-Bürgerrechts- und Schwulenbewegung im Comic: „Stuck Rubber Baby“ von Howard Cruse neu aufgelegt

Die Geschichte spielt in Clayfield, einer Kleinstadt im tiefen SĂĽden der USA, Anfang der sechziger Jahre. Toland Polk ist ein junger Mann, wie es viele gibt: weiĂź, Mittelschicht; weder ĂĽber sich noch ĂĽber die Welt, in der er lebt, hat er bislang viele Gedanken verloren. Das ändert sich, als er auf einer Party die Studentin Ginger kennenlernt. Ginger will als Sängerin Karriere machen und ist in der BĂĽrgerrechtsbewegung aktiv.” mehr

“Stuck Rubber Baby” war in den vergangenen Tagen darĂĽber hinaus Thema zweier Radiobeiträge. Kai Löffler fertigte einen Beitrag fĂĽr die WDR 3-Sendung “Resonanzen” (inklusive Interview mit dem Autor), Christian Möller stellte das Buch – ebenfalls mit O-Tönen – in “Corso” auf Deutschlandfunk vor. Beides ist nun auch online zu hören: Resonanzen, Corso

“Grenzfall” im Deutschlandfunk

Dienstag, den 9. August 2011

In der Sendung “Andruck” vom 8. August hat Matthias Bertsch die Graphic Novel “Grenzfall” von Thomas Henseler und Susanne Buddenberg (avant-verlag) vorgestellt:

Auf den Spuren einer Diktatur

Die Graphic Novel “Grenzfall” versucht jĂĽngeren Lesern die DDR-Geschichte der 80er-Jahre näherzubringen. Der Comic nimmt dabei vor allem die kirchliche Opposition in der DDR, die mithalf, die Mauer zu Fall zu bringen, in den Blickpunkt.

“Ost Berlin 1982: Ein SchĂĽler rebelliert gegen die herrschende Politik.” So heiĂźt es auf dem Cover von “Grenzfall”. mehr

Comics im Deutschlandradio und bei arte

Freitag, den 4. März 2011

Am gestrigen portraitierte Marietta Schwarz fĂĽr die Sendung „Corso“ des Deutschlandfunks die Comicautorin Ulli Lust (“Heute ist der letzte Tag vom Rest Deines Lebens”, avant-verlag). Der Beitrag kann hier nachgehört werden.

Ebenfalls im Deutschlandfunk wurde ein Beitrag von Susanne Billig und Petra Geist ausgestrahlt. In der Sendung “Forschung und Gesellschaft” befassen sie sich damit, “Wie Naturwissenschaften im Comic aussehen“ und stellen aktuelle Graphic Novels zum Thema vor: Jens Harders “Alpha – directions” (Carlsen), “Logicomix” von Apostolos Doxiadis’ und Christos H. Papadimitrious’ (Atrium), und “Die Sache mit den Genen” von Mark Schultz, Zander Cannon und Kevin Cannon (Goldmann).

Am gestrigen Donnerstag strahlte arte in der Sendung “Tracks” einen Beitrag ĂĽber den amerikanischen Zeichner Charles Burns (“Black Hole”) aus. Im Mittelpunkt steht dabei sein neues Werk “X’ed out“, das im Herbst auf Deutsch bei Reprodukt erscheinen wird (und in Frankreich unter dem Titel “Toxic” angeboten wird). Der Textbeitrag “Charles Burns – The Toxic Avenger” kann online nachgelesen werden.

Comics in den Medien – August 2010 (1)

Dienstag, den 3. August 2010

Am 6. August 1945 wurde ĂĽber dem Zentrum des japanischen Hiroshima die Atombombe gezĂĽndet. Den 65sten Jahrestag nahm Melanie Longerich im Deutschlandfunk zum Anlass, um in der Sendung “Andruck” den autobiografischen Manga von Keiji Nakazawa “BarfuĂź durch Hiroshima” (Carlsen) vorzustellen, in dem sich der Autor an seine Erlebnisse rund um den Abwurf und dessen verheerende Auswirkungen erinnert: “Atomkrieg als Manga”. Jens Harders “Alpha – Directions” (Carlsen) wurde bereits im Deutschlandradio Kultur vorgestellt, der Beitrag “Urknall im Comic” wird am heutigen Dienstag um 16:33h noch einmal im Deutschlandfunk im “Radiofeuilleton” wiederholt.  Zudem findet sich der Titel auf der August-Empfehlungsliste der Literaturredaktion: “Charles Darwin hätte sein Freude gehabt”.

Christian Möller hat Marc-Antoine Mathieus “Gott höchstselbst” (Reprodukt) auf WDR 5 in der Sendung “Scala” vorgestellt und als “klug hintersinnig und höchstunterhaltsam” beschrieben. Zu einem etwas anderen Urteil ĂĽber den Band gelangt Waldemar Kesler auf “tagesspiegel.de”: “Göttliche Zumutung”. Weitere Kritik wird an gleicher Stelle gegenĂĽber Matthias Schultheiss’ “Die Reise mit Bill” (Splitter) geäuĂźert: “Aus der Zeit gefallen” urteilt dort Klaus Schikowski, der sich in einem weiteren Artikel (“Der Zahn der Zeit”) mit Vampircomics beschäftigt. Unmittelbarer AnlaĂź ist die Veröffentlichung der Manga-Umsetzung des ersten Bandes der “Twilight”-Reihe von Stephenie Meyer: “Twilight: Biss zum Morgengrauen: Der Comic, Band 1″ (Carlsen). Mit “Sun Village” von Inio Asano widmet sich Lars von Törne einem weiteren Manga: In dieser “Jagd nach dem GlĂĽck” zeige sich ein Manga-Star in “Bestform”. Von Törne spach auch mit David Prudhomme, dem Autor und Zeichner von “Rembetiko” (Reprodukt) ĂĽber eben jenes Buch: “Ich habe im Atelier getanzt”.

FĂĽr den österreichischen Kultur-Blog wienerpost.at sprach Harald Havas mit Ulli Lust ĂĽber ihren Band “Heute ist der letzte Tag vom Rest deines Lebens” (avant-verlag): “460 Comic-Seiten Leben”. Auf titel-magazin.de fragt Lida Bach “Wer hat Angst vorm schwarzen Mann?” und lobt die Neuausgabe von Jon J. Muths “M – Eine Stadt sucht einen Mörder” (Cross Cult).

“Mit „Gift“ ist der Comic nun endgĂĽltig in der Belletristik angekommen.” resĂĽmiert Felix Giesa auf satt.org in seiner Besprechung von Peer Meters und Barbara Yelins “Gift” (Reprodukt): “Die VerfĂĽhrung der Ahnungslosen”. Lobendes hat er an gleichem Ort in “Todessehnsucht” auch ĂĽber Benjamin Schreuders und Felix Mertikats “Jakob” (Cross Cult) zu sagen.

Daniel Benedict schreibt in der “Neuen OsnabrĂĽcker Zeitung” ĂĽber Will Eisners “Ein Vertrag mit Gott” (Carlsen): “Autobiografisches und Geschichtsschreibung fallen hier zusammen – ein Muster, das Schule macht.”: “Gotteskritik in der Sprechblase”. Auf cult:online, der Online-Ausgabe der Kulturzeitung der Bayerischen Theaterakademie stellt Cornelia Fiedler Uli Oesterles “Hector Umbra” (Carlsen) sowie die Luxusausgabe des Bandes (Edition 52) vor: “Hinterm Hofbräuhaus das Jenseits”.

Aus dem Nähkästchen plaudert Andreas Platthaus in zwei Beiträgen auf seinem Blog fĂĽr die “Frankfurter Allgemeinen Zeitung”: Zum einen schreibt er dort ĂĽber ein in Frankreich erschienenes Reisetagebuch von David B. (“Auf dunklen Wegen”, avant-verlag”) und ĂĽber die Beteiligung von Art Spiegelman (“Die vollständige Maus”, S. Fischer) an einem Tanztheater vor projizierten Animationszeichnungen.

Comics im deutschen Kulturradio

Donnerstag, den 15. Juli 2010

Gleich mehrfach waren Comics und Graphic Novels in den vergangenen Tagen Thema in Sendungen von Deutschlandfunk und Deutschlandradio Kultur.

In der Sendung BĂĽchermarkt vom 13. Juli unterhielt sich der Literaturkritiker Denis Scheck im Deutschlandfunk mit der Lyrikerin und Verlegerin des KOOKbooks Verlags, Daniela Seele, sowie dem langjährigen Carlsen-Cheflektor und Comic-Experten Andreas C. Knigge ĂĽber Jens Harders Evolutionscomic “Alpha …directions” (Carlsen) und Ulli Lusts autobiografische Graphic Novel “Heute ist der letzte Tag vom Rest deines Lebens” (avant-verlag). Das Gespräch ĂĽber diese “herausragenden deutschsprachigen Comic-KĂĽnstler” lässt sich online hier anhören.

FĂĽr das “Radiofeuilleton” auf Deutschlandradio Kultur besuchte Anke Schaefer Jens Harder in seinem Berliner Atelier. Ihr Beitrag vom 12. Juli ist unter dem Titel “Den Urknall auf den Punkt gebracht” auf der Homepage des Deutschlandradios zu hören und auch nachzulesen:

Am Anfang war nicht das Wort, sondern der Punkt. Der Punkt als Urknall. So die Vorstellung des Berliner Zeichners Jens Harder, dessen Werk “Alpha: Directions” beim Comic-Salon in Erlangen als bester deutschsprachiger Comic ausgezeichnet wurde. Doch wie entsteht so ein Comic? mehr

Zu guter Letzt hat Denis Scheck “Alpha …directions” im “Radiofeuilleton” vom 14. Juli auch noch einmal selbst besprochen:

Ein Buch, an dem Charles Darwin seine Freude gehabt hätte: ein Fundbuch, ein Weltbuch, ein Schatzhaus des Wissens – ein wunderbares Antidot gegen den Irrsinn der Kreationisten und ein Schlag ins Gesicht des wiedererstarkten Fundamentalismus in Ost und West. zu hören hier.