Graphic Novels
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Archiv des Tags ‘Deutschlandradio’

Graphic Novels in den Medien – 25. Juli 2013

Donnerstag, den 25. Juli 2013

Am vergangenen Wochenende wurden wie in jedem Jahr in San Diego am Rande der Comic-Con die Eisners-Awards verliehen, die als prestigeträchtigste Comic-Auszeichnungen Nordamerikas gelten. Verliehen wurden sie an viele auch hierzulande bekannte AutorInnen und Titel, darunter den Disney-Zeichner Don Rosa und – fĂĽr seine Richard Stark–Adaption “The Score” – Darwyn Cooke. Mit gleich vier Trophäen wurde Chris Ware bedacht, dessen “Jimmy Corrigan – Der klĂĽgste Junge der Welt” bei Reprodukt vorliegt. FĂĽr den neuen Band “Building Stories” gingen die Auszeichnungen in den Kategorien “Best Writer/Artist”, “Best Graphic Album—New”, “Best Lettering” sowie “Best Publication Design” an den Chicagoer KĂĽnstler. Eine Ăśbersicht ĂĽber die Gewinner in allen Kategorien gibt es hier.

“Eine durchgestyltere, frivolere, melancholischere, ĂĽberdrehtere und ĂĽberraschendere Räuberpistole als Die groĂźe Odaliske hat man lange nicht gelesen.” Das schreibt Moritz Honert auf tagesspiegel.de in seinem Beitrag ĂĽber “Die groĂźe Odaliske” von Bastien Vivès und Ruppert & Mulot (Reprodukt): “Drei Engel fĂĽr Ingres”.

An gleicher Stelle stellt Andreas Hartung Riff Reb´s Adaption von “Der Seewolf” vor und fasst zusammen: “weniger Diskurs, aber tolle Bilder”: “Der böse Mann und das Meer”. Das Buch nach der Vorlage von Jack London erschien bei Splitter.

FĂĽr Michael Brake ist Luke Pearson (“Hilda und der Mitternachtsriese”, Reprodukt) “einer der weltweit interessantesten Comiczeichner”. Auf zeit.de portraitiert er den britischen Autoren: “Nichts vom Bullshit der Erwachsenen”. Passend dazu erschien in der tageszeitung ein Interview von Brake mit Pearson, das sich hier nachlesen lässt: “„Als Kind sah ich noch Riesen“”.

Eine “faszinierende Graphic Novel, die sich in der nahen Zukunft abspielt, aber die Gegenwart beleuchtet – unbehaglich, aber faszinierend” Das schreibt Christian Gasser in seiner Buchbesprechung von Manuele Fiors “Die Ăśbertragung” (avant-verlag) auf srf.ch, die ebenfalls im Rundfunk ausgestrahlt wurde: “Graphic Novel verknĂĽpft Alltägliches und Ausserirdisches”.

Im “Radiofeuilleton” bei Deutschlandradio Kultur stellte Frank Meyer “Auf dem Drahtseil” von James Vance und Dan E. Burr (Metrolit) vor: “Unsentimental und mit einiger Härte”.

Graphic Novels in den Medien – 15. Juli 2013

Montag, den 15. Juli 2013

Darin “trifft Action-Comic auf kĂĽnstlerische Graphic Novel”: In der 3Sat-“Kulturzeit” wurde “Die groĂźe Odaliske” von Bastien Vivès und Ruppert & Mulot (Reprodukt) vorgestellt. Zum Video geht es hier.

Einen “offenen, phasenweise unbehaglichen, immer aber faszinierenden Comicroman” erkennt Christian Gasser in Manuele Fiors “Die Ăśbertragung” (avant-verlag), wie er in der Neuen ZĂĽrcher Zeitung schreibt: “Die Liebe im Licht ausserirdischer Botschaften”.

“Pathetisches und trotzdem packend”: Der auf einer Vorlage des Rockmusikers Neil Young basierende und von Cliff Chiang illustrierte Band “Greendale” (Panini) findet auf tagesspiegel.de das Wohlwollen von Lars von Törne: “Der Kampf der grĂĽnen Sonne”.

“Neue MaĂźstäbe in Sachen autobiografische Comics” schreibt Thomas Greven an gleicher Stelle inAlltag unter Artilleriebeschuss”, seiner Besprechung von Zeina Abiracheds “Das Spiel der Schwalben” (avant-verlag).

Ebenfalls auf tagesspiegel.de zeigt sich Mario Osterland von Peer Meters und Gerda Raidts “Böse Geister” (Reprodukt) weniger angetan, Meter könne an das Niveau seiner Vorgängerbände nicht anschlieĂźen, wie er in “Die Geister von der Stange” schreibt. Wohlwollender schreibt Oliver Ristau in der Nordwest Zeitung: “Dunkle Reise in die Kindheit”.

Mit dem Comic-Autor Baru unterhielt sich Thomas Hummitzsch am Rande des Comicfestivals MĂĽnchen. Das Interview wurde auch auf tagesspiegel.de veröffentlicht:  “Meine Comics sind keine politischen Kommentare”.

In der Stuttgarter Zeitung stellt Thomas Klingenmeier den aktuellen Band “Bleierne Hitze” (Edition 52) des französischen Autoren vor und meint: “Bleierne Hitze zeigt Baru auf der Höhe seiner Kunst”: “Du musst ein Schwein sein”.

“Schlicht, aber wirkungsvoll”:  Die Zeicherin von „Wagner. Die Graphic Novel“, Flavia Scuderi, (Text: Andreas Völlinger, Knesebeck) besuchte Anna Feist in ihrem Atelier. Der Text erschien in der Berliner BZ: “Richard Wagners Leben als Comic-Strip”. Bereits im Mai strahlte der SWR-Hörfunk ein Interview dem Autor des Bandes, Andreas Völlinger, aus. Ulla Zierau stellte im “Kulturgespräch” die Fragen zur Pointierten Wagner-Welt”.

In einer anderen BZ, der Badischen Zeitung, stellt JĂĽrgen Schickinger “Blast” von Manu Larcenet vor und zeigt sich vor allem von der grafischen Wucht beeindruckt: “Streckenweise scheinen Larcenets virtuose, schwarz-graue Zeichnungen zu schreien und zu wimmern. Ihre wilde emotionale Kraft wĂĽhlt auf.”: “Der grandiose Comic “Blast”: Psychogramm eines AuĂźenseiters”.

“Dem Zeichner Moritz Stetter gelingt es, einen widersprĂĽchlichen Lebensweg nachvollziehbar in virtuosen Bildern zu erzählen und gleichzeitig zeitgeschichtliche Zusammenhänge zu verdeutlichen.” Das sagt Ute-Christine Krupp in ihrem Interview mit dem Autoren fĂĽr das Deutschlandradio ĂĽber den biografischen Band “Luther” (GĂĽtersloher Verlagshaus): “Reale Dämonen im Comic”.

Bastian KĂĽllenberg hat fĂĽr intro.de Jesse Jacobs´ “Hieran sollst Du ihn erkennen” (Rotopolpress) gelesen: “LektĂĽre, wie ein tiefer, spannender Traum, aus dem man nicht so schnell erwachen möchte.” Zum gesamten Text gelangt man hier.

Graphic Novels in den Medien – 8. Januar 2013

Dienstag, den 8. Januar 2013

Anlässlich der Veröffentlichung der letzten Bände von Joann Sfar – “Chagall in Russland” sowie “Klezmer, Band 4: TrapezschwĂĽnge” (beide avant-verlag) – widmet der freitag dem französischen Autoren ein Portrait, das vor allem seine Darstellung jĂĽdischen Lebens in den Mittelpunkt stellt: “Rettung im Comic”. Jonas Engelmann stellt dabei heraus, dass Sfar dabei einen Aspekt in den Mittelpunkt stellt: “die Errettung der vom deutschen Nationalsozialismus zerstörten europäisch-jĂĽdischen Lebenswelt durch ihre ĂśberfĂĽhrung in den Comic”.

Gleich zwei Graphic Novels wurden gestern im Deutschlandradio besprochen: In “Philosophierende Vögel” stellt Frank Meyer Anders Nilsens “GroĂźe Fragen” (Atrium) vor. Dem Rezensenten gefallen nicht nur die Zeichnungen: Dass Anders Nilsen seine meditative Fabel ĂĽber die “GroĂźen Fragen” auch mit einer Aura aus Ironie, Witz und Absurdität ausgestattet hat, das spricht zusätzlich fĂĽr dieses Buch. (Direkt zum Audiobeitrag geht es hier.) Die Buchempfehlung fĂĽr den Monat Januar ist “Quai d’Orsay” von Abel Lanzac und Christophe Blain (Reprodukt). Den Band besprach Dirk Fuhrig: “Christophe Blain zeichnet mit solcher Präzision und einem derart feinen GespĂĽr fĂĽr komische Situationen, dass ein gestochen scharfes Bild der Politikerkaste im Allgemeinen entsteht: Eitelkeiten, Etikette, Hierarchie und so manche SelbstĂĽberschätzung.”: “Pointenreiche Bilder ĂĽber die Schwächen der Politik”. (Audiobeitrag hier)

“WAMM macht die TĂĽr” ist Brigitte Helblings Beitrag auf culturmag.de betitelt, der sich ebenfalls mit “Quai d’Orsay” beschäftigt und indem die Autorin beschreibt, den Band unterschätzt zu haben: “Interessant, unterhaltsam, komisch, berĂĽhrend – man kommt mit den Adjektiven gar nicht hinterher, wenn man diesen Comic beschreiben will.”

“Aufrichtig und ganz und gar groĂźartig” findet Mario Osterland “Die Kunst zu fliegen von Antonio Altarriba und Kim (avant-verlag), wie er auf tagesspiegel.de schreibt: “Ein BlutsbĂĽndnis”. Dementsprechend wĂĽnscht er dem Band eine möglichst groĂźe Leserschaft ĂĽber die iberische Halbinsel hinaus.

Politische Comics bei Deutschlandradio

Mittwoch, den 26. Dezember 2012

Am 25.12.2012 ging es in der Sendung Lesart bei Deutschlandradio Kultur um Graphic Novels, die sich politischen Themen widmen. Moderiert von Maike Albath sprachen Bodo Birk, Leiter des Internationalen Comic-Salon Erlangen, und Zeichner Thomas Henseler vor allem ĂĽber “Aufzeichnungen aus Jerusalem“, “Grenzfall” und “Quai d’Orsay“.

Nachlesen kann man das Gespräch hier: Lesart vom 25.12.2012

In der vollständigen Audioversion werden noch weitere Titel vorgestellt, sehr schön anzuhören sind besonders die Leseproben, umgesetzt als kurze Hörspiele. Es handelt sich um die Titel: “Die Mauer” vom Maximilien Le Roy (Edition Moderne) , “Metro – Kairo Underground” von Magdy El-Shafee (Edition Moderne), “Kriegszeiten” von David Schraven und Vincent Burmeister (Carlsen), “Alois Nebel” von Jaroslav Rudiš und JaromĂ­r 99 (Voland & Quist), “Packeis” von Simon Schwarz (avant-verlag), “Henry David Thoreau” von Maximilien Le Roy und A. Dan (Knesebeck).

Nachzuhören hier:“Der Vorteil von Comics ist, dass sie sehr konkret sind.”

Graphic Novels in den Medien – 13. Dezember 2012

Donnerstag, den 13. Dezember 2012

Die Langfassung des kürzlich auf arte ausgestrahlten Portraits des französischen Comic-Autoren Jacques Tardi (“120, Rue de la gare”, nach Léo Malet, Edition Moderne) kann hier angesehen werden. Zum dazugehörigen Artikel auf der Website von arte gelangt man hier.

Im Bericht des MDR-Magazins “hier ab vier” ĂĽber Paula Bulling und ihr Buch “Im Land der FrĂĽhaufsteher” (avant-verlag) wird die Autorin bei einem Besuch beim ehemaligen Asylsuchenden Noel KarborĂ© begleitet.

Ebenfalls ĂĽber Paula Bulling und “Im Land der FrĂĽhaufsteher” berichtet die Sendung “Reflexe” auf DRS2. Zum Audio-Beitrag gelangt man hier: “Asylsuchende als Comicroman”.

“Quai d’Orsay – Hinter den Kulissen der Macht” von Abel Lanzac und Christophe Blain stellte Dirk Fuhrig im “Radiofeuilleton” des Deutschlandradios Kultur vor: “Pointenreiche Bilder ĂĽber die Schwächen der Politik”. Er resĂĽmiert: “Dieser Comic ist weit mehr als eine Polit-Satire: eine wunderbar pointenreiche Studie ĂĽber menschliche Stärken und Schwächen im Reich der hohen Politik.”

Ulli Lust (“Heute ist der letzte Tag vom Rest Deines Lebens”, avant-verlag) präsentierte in der Sendung “Corso” im Deutschlandfunk in der Rubrik “Mein Klassiker” “From Hell” von Alan Moore und Eddie Campbell (Cross Cult). Besonders beeindruckt zeigt sie sich davon, wie darin das “Leben der Frauen zur viktorianischen Zeit” geschildert wird.

Vielen Dank fĂĽr die Videos an den Mediacontainer.

Graphic Novels in der Presse – 18. Juli 2012

Mittwoch, den 18. Juli 2012

Die derzeit gefĂĽhrte Debatte um die Rechtmäßigkeit der Beschneidung nimmt Rupert Koppold zum Anlass, um in der “Stuttgarter Zeitung” “Meine Beschneidung” von Riad Sattouf (Reprodukt) vorzustellen. Damit richtet er den Blick mehr auf die bislang wenig beachtete Opferperspektive: “Das sieht ja aus wie ein RĂĽssel!”

“Klug arrangiert” und in eine “einfache, leicht nostalgische Bildersprache” ĂĽbersetzt findet Frank Meyer die Geschichte des ersten Manns am Nordpol, die Simon Schwartz in “Packeis” (avant-verlag) erzählt, wie er in seinem Beitrag fĂĽr das Deutschlandradio darlegt: “Der wahre Entdecker des Nordpols”. Direkt zum Audiobeitrag geht es hier.

Im Online-Feuilleton satt.org stellt Felix Giesa “Roxanne & George” von Carolin Walch (Reprodukt) vor: “Ihr Leben in Bildern, sie leben durch Bilder”. Darin legt er unter anderem dar, wie nah in dem Buch Coolness und Parodie liegen.

Auf titel-magazin.de befasst sich Christian Neubert mit Olivier Schrauwens “Der Mann, der seinen Bart wachsen lieĂź” (Reprodukt) und findet es schwer, sich aus den sieben Geschichten des Bandes einen Favoriten auszusuchen: “Grobe Stoffe”.

“Comic vom Krieg”

Dienstag, den 10. April 2012

In der heutigen Ausgabe des Kulturmagazins “Corso” des Deutschlandfunks wurde unter anderem auf die am heutigen Dienstag startenden Graphic Novel-Tage hingewiesen. Im Corsogespräch unterhielt sich Dirk Schneider mit dem amerikanischen Comic-Journalisten Joe Sacco (“Gaza”, Edition Moderne).

Im Gespräch berichtet Sacco ĂĽber seine Arbeit, legt sein Unbehagen mit dem Begriff “Graphic Novel” dar und erzählt von seinem neuesten Projekt, an dem er gerade arbeitet und die ihn ausnahmsweise nicht ins Ausland fĂĽhrt.

Das Gespräch kann hier nachgelesen und hier als MP3-Datei nachgehört werden.

“Skizziertes Leben in Jerusalem”

Montag, den 26. März 2012

In einer weiteren Besprechung zeigt sich das Deutschlandradio offen für Comics: Frank Meyer stellte im Radiofeuilleton “Aufzeichnungen aus Jerusalem” von Guy Delisle (Reprodukt) vor.

Skizziertes Leben in Jerusalem

Guy Delisle hat schon frĂĽher mit seinen Comics aus China, Nordkorea und Birma ĂĽberzeugt. Jetzt hat er seine Erfahrungen in Israel zu Papier gebracht und zeigt wertfrei und ohne Pathos skurrile Einzelheiten aus dem Alltagsleben zwischen Jerusalem und dem Westjordanland.+

Guy Delisle ist der Comicreporter, so nimmt man ihn in Deutschland wahr. Seine BĂĽcher “Shenzhen” (2005), “Pjöngjang” (2007) und “Aufzeichnungen aus Birma” (2009) haben ihm diesen Ruf eingebracht, herausragende Reportagen, in denen Guy Delisle von seinen Aufenthalten in China, Nordkorea und Birma erzählt. mehr

“EindrĂĽcke von Untergang und Apokalypse”

Montag, den 26. März 2012

Neben der Graphic Novel “Alois Nebel” (Zeichnungen: Jaromir 99, Voland & Quist) erschien zur Buchmesse in Leipzig mit “Die Stille in Prag” (Luchterhand) auch ein klassischer Roman des tschechischen Autors Jaroslav Rudiš. Das nimmt Olga Hochweis zum Anlass fĂĽr eine Doppelbesprechung im “Radiofeuilleton” des Deutschlandradios.

EindrĂĽcke von Untergang und Apokalypse

Jaroslav Rudis hat ein Faible für skurrile Protagonisten, die in seinen beiden neuen Büchern wieder etwas von der Originalität eines Schwejk haben.

Im Roman “Die Stille in Prag” ist es ein frĂĽhpensionierter Musiker, Vladimir, der nach dem Tod seiner Frau die fixe Idee hat, er mĂĽsse die Stadt vom Lärm befreien. Zu diesem Zweck fährt er ziellos durch die Stadt und manipuliert Stromleitungen oder zerschneidet in der StraĂźenbahn heimlich die Kopfhörer musikberieselter Fahrgäste. Prag ist in Vladimirs Augen (und Ohren) im Lärm und Konsum erstickt – eine oberflächliche laute Party-Stadt, in der immer weniger Menschen die Stille ertragen können. mehr

“Bernhards Komik im Comic herausgearbeitet”

Mittwoch, den 7. März 2012

In der gestrigen Ausgabe der Sendung “BĂĽchermarkt” im Deutschlandradio stellte Michael Köhler die Comic-Umsetzung von Thomas Bernhards “Alte Meister” von Nicolas Mahler (Suhrkamp) vor. Zu Wort kommt in de Beitrag auch Andreas Platthaus, der Herausgeber des Bandes.

Bernhards Komik im Comic herausgearbeitet

Der Suhrkamp Verlag bringt erstmals Comics heraus. Der erste Band widmet sich der Kunstkomödie “Alte Meister” von Thomas Bernhard von 1985. Die hohe Musikalität und Verachtung des ĂśbertreibungskĂĽnstlers Bernhard wird vom Wiener Zeichner Nicolas Mahler auf eigene Weise ins Bild gesetzt und kommentiert. mehr

“Rausch aus Ornamenten und Mustern”

Mittwoch, den 26. Oktober 2011

Nachdem Autor Craig Thompson bereits in der Sendung “Corso” selbst zu Wort kam, folgt nun im “Radiofeuilleton” des Deutschlandradios die Besprechung seines Bandes “Habibi” (Reprodukt). Frank Meyer stellt den Band ausfĂĽhrlich vor.

Rausch aus Ornamenten und Mustern

Craig Thompson gehört zu den renommiertesten Comic-Autoren weltweit. Den Durchbruch hat der US-Zeichner 2003 mit “Blankets” geschafft, das in der US-Provinz spielte. Acht Jahre später legt er ein Werk vor, das den Leser auf seinen 700 Seiten in ein fiktives arabisches Land entfĂĽhrt.

Craig Thompson ist mit einem Donnerschlag auf die BĂĽhne getreten. Schon sein zweites Buch, “Blankets”, hat ihn 2003 an die Spitze der internationalen Comicautoren gesetzt. FĂĽr dieses expressive und zutiefst berĂĽhrende Epos vom Aufwachsen in der amerikanischen Provinz hat Thompson mit 28 Jahren den Eisner-Award fĂĽr das “beste Album” und als “bester KĂĽnstler” bekommen, das ist der definitive Ritterschlag in der Comicszene. Acht Jahre später legt Craig Thompson nun sein nächstes groĂźes Buch vor: “Habibi”. mehr

“Souverän gestaltete Graphic Novel”

Montag, den 22. August 2011

Gemischte GefĂĽhle hinterlässt “Asterios Polyp” von David Mazzuchelli (Eichborn) bei Frank Meyer, der das Buch fĂĽr das Radiofeuilleton im Deutschlandradio besprochen hat.

Souverän gestaltete Graphic Novel

Mit “Asterios Polyp” legt David Mazzucchelli seine erste eigene Graphic Novel vor. US-Kritiker feierten das Buch als “ultimatives Comic-Statement”. Die visuelle Gestaltung des Buches ist souverän – einzig die Geschichte vermag nicht zu ĂĽberzeugen.

David Mazzucchelli hätte ein Schwergewicht des amerikanischen Mainstream-Comics werden können, wenn er denn Lust dazu gehabt hätte. Schon als Student hat er Hefte fĂĽr die Serie “Daredevil” gezeichnet, in den 80er-Jahren war er einer der Erneuerer des Superhelden-Comics, vor allem durch das Album “Batman. Year One”, das er zusammen mit Frank Miller herausgebracht hat. mehr

Zum Audiobeitrag als MP3-Datei gelangt man hier.

“Laikas bittere Geschichte”

Montag, den 7. März 2011

Am heutigen Montag berichtete das “Radiofeuilleton” des Deutschlandradio Kultur ĂĽber „Laika“ von Nick Abadzis (Atrium). Redakteur Frank Meyer lobt, dass mit dem Buch “eine eindrucksvolle Geschichte vom Preis des menschlichen ‘Fortschritts’” geschaffen wurde.

Laikas bittere Geschichte

Dieser Comic erzählt vom ersten irdischen Lebewesen im Weltall. Nick Abadzis gibt der Hündin Laika eine Biografie, folgt ihr durch Moskauer Vorortviertel zum Hundefänger, ins Institut für Raumfahrtmedizin und ins All.

Die ersten Bilder dieser Graphic Novel schälen sich aus einer blanken weißen Fläche heraus. Eine Schneelandschaft taucht auf, Wachtürme, ein Mann. Sein Name ist Sergej Koroljow, gerade hat er ein sibirisches Arbeitslager verlassen. 18 Jahre später steht dieser Ex-Häftling für einen der größten sozialistischen Erfolge im Kalten Krieg: Als Chefkonstrukteur des sowjetischen Raketenprogramms bringt Koroljow den Sputnik ins All. mehr

Direkt zum Audio-Beitrag gelangt man hier.

“Die Frau im Eis” & “Baby’s in Black”

Dienstag, den 22. Februar 2011

Zwei Beiträge im Radio, beziehungsweise Fernsehen, stellen aktuelle Grpahic Novels vor.

Frank Meyer zeigt sich von der Bildsprache in Blutchs “Peplum” (avant-verlag) beeindruckt, wie er in seinem Beitrag fĂĽr das “Radiofeuilleton” im Deutschlandradio Kultur ausfĂĽhrt.

Die Frau im Eis

Mit harten, drängenden, surrealen Bildern stürmt der Comic-Autor Blutch hinein in diese Geschichte. Sie spielt an der äußersten Grenze des römischen Imperiums, im Jahr der Ermordung Julius Cäsars.

Dick vermummte Männer, kurz davor, einander an die Gurgel zu gehen, kämpfen sich durch einen Sturm, bis sie eine Höhle erreichen. Dort herrscht Stille, und vor allem wartet SIE dort: eine fantastisch schöne Frau, vielleicht eine Göttin, eingeschlossen in einen anscheinend unzerstörbaren Eisblock. mehr

Hier geht es zur Audio-Version des Beitrags.

In der Sendung “LeseZeichen” des Bayerischen Rundfunks wurde am gestrigen Montag Arne Bellstorfs biografische Graphic Novel “Baby’s in Black – The Story of Astrid Kirchherr & Stuart Suttcliffe“ (Reprodukt) vorgestellt.

Arne Bellstorf – Baby’s in Black

Eigentlich hört Astrid nur Jazz. Aber an diesem Abend, Oktober 1960, geht sie auf die GroĂźe Freiheit. Und sie hört eine neue Band aus Liverpool … Und da passiert es. Da sieht sie ihn: Den Mann, den sie nie mehr vergessen wird. Ein Comic erzählt jetzt die Liebesgeschichte von Astrid Kirchherr und Stuart Sutcliffe, dem ersten Bassisten der Beatles.

“Seine Coolness”, sagt Astrid Kirchherr, “später dann, als ich ihn kennenlernte, seine Intelligenz, sein kĂĽnstlerisches Sein und einfach die Liebe zwischen uns. Das hat mich fasziniert. Dieses Einmalige. Und dieses nie wieder Gefundene.” mehr

Der Beitrag wird heute um 23 Uhr und am kommenden Samstag um 22 Uhr auf BR-alpha wiederholt.

Reinhard Kleist im Deutschlandfunk, Isabel Kreitz bei Deutschlandradio

Sonntag, den 26. Dezember 2010

Anfang Dezember war Reinhard Kleist zu Gast in der Sendung “Corso” des Deutschlandfunks. Im Interview berichtet Reinhard Kleist ĂĽber seine Motivation, dem kubanischen RevolutionsfĂĽhrer Fidel Castro mit “Castro” (Carlsen) eine Biografie zu widmen, ĂĽber seine erzählerischen Ansätze und ĂĽber seine Einstellung zum Begriff “Graphic Novel”. Das Gespräch lässt sich hier online nachhören.

Bereits Ende November widmete Christian Möller Peer Meters und Isabel Kreitz’ Graphic Novel “Haarmann” (Carlsen) ein umfangreiches Radio-Feature, das nicht zuletzt die Zeichnerin selbst zu Wort kommen lässt. Auch der ursprĂĽnglich bei “DRadio Wissen” ausgestrahlte Beitrag lässt sich im Internet hören.

Warte, warte noch ein Weilchen, dann kommt Haarmann auch zu dir…

“Ich will geköppt werden. Köppen – und damit fertig.” Diesen Wunsch äuĂźerte ein Mann, der als der brutalster Seriennmörder Europas galt: Fritz Haarmann, der in Hannover 1924 zum Tode verurteilt wurde. In den Jahren davor hatte er mindestens 24 jungen Männern auf bestialische Weise das Leben genommen.

Mit dem kleinen Hackebeilchen macht er Schabefleisch aus dir

Ăśber den psychisch gestörten Massenmörder, der seine Opfer nach der Tat mit einem Beil säuberlich zerlegte – und das Fleisch wahrscheinlich verkaufte – ist nun im Carlsen Verlag ein auĂźergewöhnlicher Comic erschienen. DĂĽster sind die Bleistiftzeichnungen von Isabel Kreitz, dĂĽster die Texte von Peer Meter. mehr

“Gainsbourg – Der Mann, der die Frauen liebte” in den Medien

Montag, den 18. Oktober 2010

Die am vergangenen Donnerstag gestartete Filmbiografie “Gainsbourg – Der Mann, der die Frauen liebte”, bei der Comicautor Joann Sfar (“Klezmer”, “Die Katze des Rabbiners”, avant-verlag; “Der kleine Prinz”, nach Antoine de Saint-ExupĂ©ry, Carlsen) Regie fĂĽhrte, wird in den Medien sehr positiv aufgenommen. Nach Besprechungen in vielen Tageszeitungen folgen nun Berichte in Funk und Fernsehen.

Jonathan Schreiner geht im Deutschlandradio ausfĂĽhrlich auf das Comic-Schaffen Joann Sfars ein: “Vom Comic zum Film” (direkt zum Radiobeitrag geht es hier). Anke Sterneborg attestiert Sfar im kulturradio des rbb, eine gelungene Verfilmung geschaffen zu haben. In der Kultursendung “west.art” im WDR wird der Film im Video vorgestellt, das man hier ansehen kann. Gleiches im ZDF: hier war “Gainsbourg” Filmtipp der Sendung “aspekte”. Gleich doppelt, bzw. dreifach berichtet der Bayerische Rundfunk: Im Radio B3 erkennt Julia Binder in Gainsbourg einen groĂźen VerfĂĽhrer, Margret Köhler sieht in dem Film in “kinokino” im BR Fernsehen eine “märchenhafte Musikerbiografie”. Ergänzt wird der Beitrag des BR um ein Interview mit dem Regisseur, das Margret Köhler im Vorfeld gefĂĽhrt hat.

Bereits im Januar, als der Film in Frankreich in den Kinos anlief, strahlte der Kultursender arte einen Beitrag aus, in dem der Filn vorgestellt wird und Joann Sfar selbst zu Wort kommt: “Gainsbourg, seine Geschichte zwischen Comic und Kino”.

“Comic-Reportagen aus dem Alltag”

Donnerstag, den 6. Mai 2010

Das Radio-Feuilleton des Deutschlandradios stellte in der Reihe “Profil” in der gestrigen Sendung die in Berlin lebende Comicautorin Ulli Lust vor. Mit der Zeichnerin sprach Anette Selg ĂĽber die autobiografische Geschichte “Heute ist der letzte Tag vom Rest deines Lebens” (avant-verlag).

Comic-Reportagen aus dem Alltag

Mit “Heute ist der letzte Tag vom Rest deines Lebens” schoĂź Ulli Lust ĂĽber Nacht an den Sternenhimmel erfolgreicher Comic-Zeichnerinnen: “Dieser Comic ist eine Sensation”, lobte die “FAZ”. So viel Lorbeeren machen neugierig auf diese Ă–sterreicherin, die in Berlin zuhause ist.

Ulli Lust: “Ich hab mein Leben lang immer als Kind auch schon immer geschrieben und gezeichnet, aber ich denke, dass die Kombination aus beidem mein bestes Talent ist.”

Die Verbindung aus Schreiben und Zeichnen ist tatsächlich ihr Ding: Ulli Lusts Comic “Heute ist der letzte Tag vom Rest deines Lebens” ist einzigartig. Der schwarz-weiĂź gezeichnete Band, der grĂĽn nachkoloriert wurde, erzählt mitreiĂźend die Geschichte zweier Punkmädels, die sich im Spätsommer 1984 von Wien nach Italien aufmachen. Ulli und Edi wollen Meer und SpaĂź, erleben aber Schreckliches. Ulli wird vergewaltigt. mehr

Der Beitrag steht im Audioarchiv des Deutschlandradios zum Nachhören zur Verfügung, im MP3-Format kann man ihn hier direkt nachhören.

Neue Rezensionen – Februar 2010 (2)

Donnerstag, den 11. Februar 2010

FĂĽr die in Bern erscheinende Tageszeitung “Der Bund” berichtet Christian Gasser in “Tiefdruckgebiet ĂĽber AngoulĂŞme” ĂĽber das Comicfestival in der westfranzösischen Stadt und stellt dabei besonders den wirtschaftlichen Aspekt heraus: Mehr und mehr Titel bei sinkenden Durchschnittsauflagen machen dabei vor allem den Kleinverlagen das Ăśberleben schwer. Ebenfalls in “Der Bund” stellt Gasser seinen “Comic des Jahres 2008″ vor: Den inzwischen auch auf Deutsch im avant-verlag erschinenen “Pinocchio” des französischen Autoren Winshluss: “Die Nase als Flammenwerfer und im Kopf eine Kakerlake”.

Bereits vor dem tatsächlichen Erscheinen sendete das “Deutschlandradio” einen Beitrag zu Posy Simmonds “Tamara Drewe” (Reprodukt). Der Beitrag lässt sich noch hier als MP3-Datei nachhören bzw. herunterladen. Gleiches gilt fĂĽr Ralf Königs (“Hempels Sofa”, Rowohlt) Laudatio auf Stanley Kubricks Film “2001 – Odyssee im Weltraum”, die hier noch zu hören ist (ebenfalls als MP3-Datei).

“Die einen trauen sich, die anderen nicht”, so fasst Brigitte Helbling auf den Seiten des Online-Feuilletons “titel-magazin.de” Pascal RabatĂ©s “Bäche und FlĂĽsse” (Reprodukt) zusammen und stellt fest: “Bäche und FlĂĽsse ist About Schmidt ohne die zermĂĽrbende Melancholie”.

Auf “satt.org” stellt Felix Giesa mit “Orang 8″ die aktuelle Ausgabe der Anthologienreihe vor, in der sich Graphic Novel-Autorinnen und Autoren wie Line Hoven (“Liebe schaut weg”) und Herausgeber Sascha Hommer (“Vier Augen”, alle erschienen bei Reprodukt) und einige in Deutschland noch unbekannte Autoren mit neuen Kurzgeschichten präsentieren. Laut Giese offerieren alle Beiträge “eine augenöffnende Schau (…), was Comic alles noch sein kann”.

Zur Verfilmung von Jacques Tardis (“120, Rue de la gare”) Mystery-Serie “Adeles ungewöhnliche Abenteuer” (alle erschienen bei Edition Moderne) durch Luc Besson ist ein Trailer erschienen, der sich unter anderem hier ansehen lassen kann. Die Website zum Film ist bisher in französischer und englischer Sprache anwählbar, bis der Film im September in Deutschland startet wird das sicher behoben sein.

“Die Leiden des kleinen Jean”

Dienstag, den 30. Juni 2009

cover_meine_mutterBereits am vergangenen Samstag stellte Siggi SeuĂź im Deutschlandradio in der Sendung “BĂĽchermarkt: BĂĽcher fĂĽr junge Leser” Jean Regnauds und Émile Bravos “Meine Mutter ist in Amerika und hat Buffalo Bill getroffen” (Carlsen) vor. Auf der Seite von Deutschlandradio findet man sowohl ein Transkript wie auch einen Link zum Radiobeitrag, den man online hören kann.

Die Leiden des kleinen Jean

Das Leben eines Jungen, dem niemand die Wahrheit ĂĽber seine verschwundene Mutter sagt, ist Thema der poetischen Comicerzählung “Meine Mutter ist in Amerika und hat Buffalo Bill getroffen!”, die der französische Comiczeichner Émile Bravo zusammen mit dem Autor Jean Regnaud veröffentlicht hat.

Was fĂĽr ein seltsam vertrautes Milieu! Wir fĂĽhlen uns – als Erwachsene – zurĂĽckversetzt in die Tage der ersten Schulzeit. Und gleichzeitig ist der kleine Held, dem wir dort – im September des Jahres 1970 – begegnen auch ein Kind, das heute leben könnte und von Kindern heute verstanden wird. Mit seinen Nöten, mit seiner Einsamkeit und Angst und mit seiner Fantasie, die den manchmal ganz schön tristen Alltag bunter macht. mehr

Comics als ebooks

Freitag, den 12. Dezember 2008

Der Deutschlandfunk berichtet heute über ebooks und erwähnt dabei die Bedeutung, die digitale Vertriebswege für den Comicmarkt haben können. Auch wenn Comicverlage derzeit noch nicht im gleichen Maße von dem Thema berührt werden wie Literaturverlage, wird es auf lange Sicht wichtig werden.

Nicht nur Bücher mit normaler Druckschrift werden inzwischen als E-Book angeboten, sondern auch Comics. Jörg Reuter, der künstlerische Leiter des auf Comics spezialisierten Mosaik-Verlages:

Im Moment ist es ein unheimlicher Hype. Es macht allen irgendwie Spaß, es ist natürlich auch ein bisschen Rumgespiele, aber der Mensch ist schon jemand, der gerne spielt. Deswegen denke ich, die Zukunft ist da schon irgendwo bei. Ich hoffe natürlich, dass das Printmedium an sich nicht völlig ausstirbt, aber es ist eine Möglichkeit, die Sache irgendwo in anderen Medien weiterzubringen.
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Abbildung aus “Die RĂĽckkehr aufs Land 1″ von Jean-Yves Ferri & Manu Larcenet (Reprodukt)