Graphic Novels
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Archiv des Tags ‘Die großen Künstler des Comics’

Comics in den Medien – September 2010 (1)

Dienstag, den 7. September 2010

Noch bis zum 2. Oktober zeigt die Stadtbücherei Albstadt-Ebingen die Wanderausstellung “Get Your Graphic Novels”, die von der Fachstelle für das öffentliche Bibliothekswesen beim Regierungspräsidium organisiert wurde. Darüber berichtet auch die lokale Presse: Helen Weible subsummiert Graphic Novels in der “Südwest Presse” als “Comics mit viel Tiefgang” und stellt heraus, dass der “Grafische Roman weit über die Grenzen des kindlich-lustigen Comicstils” hinausgeht. Der “Schwarzwälder Bote” verhebt sich dabei in der Kurzbeschreibung und klassifiziert Graphic Novels als “Ein Zeichenstil – dem Comic nicht unähnlich”.

Auch das “Hamburger Abendblatt” charakterisiert Graphic Novels kurz in seiner Ankündigung für den “Internationalen Graphic Novel Salon”, der am 9. September in der Hansestadt beginnt als “Bildreiche Erzählungen”: “Graphic Novels verbinden Gezeichnetes und Literatur”.

Dieser Tage erschienen ist “Logicomix” von Apostolos Doxiadis und Christos H. Papadimitriou (Atrium), worüber Frank Meyer im Deutschlandradio berichtete. Er zeigt sich “beeindruckt” vom “Spannenden Zahlen-Comic auf mehreren Ebenen”. Christian Gasser besprach – gleichfalls im Deutschlandradio – “Gott höchstselbst” (Reprodukt) des französischen Autors Marc-Antoine Mathieu, den er im Interview ausführlich zu Wort kommen lässt. Der Beitrag lässt sich hier als mp3 nachhören.

Auch im Radio, auf On3, dem Jugendradio des Bayerischen Rundfunks, wurde die von Harvey Pekar und Paul Buhle herausgegebene Anthologie “The Beats” (Walde+Graf) vorgestellt. Markus Köbnik stellt heraus, wie das Buch seine Themen umsetzt: “Über Exzess, freie Liebe und das Schreiben”. Eine Bildergalerie ergänzt die Besprechung.

Weiterhin finden Comic-Umsetzungen von Literaturvorlagen ihre Beachtung: In “Etwas, das Zündstoff birgt…” bespricht Christian Neubert für titel-magazin.de Tim Hamiltons Comic-Adaption von Ray Bradburys “Fahrenheit 451″ (Eichborn). An gleicher Stelle schreibt Christopher Franz über Joann Sfars Adaption von Antoine de Saint-Exupérys “Der kleine Prinz” (Carlsen) und beantwortet seine Eingangsfrage: “Mal was Neues?” mit der Feststellung, dass es die neue Version im Verlgeich mit dem Original einfach zu schwer hat.

In der “tageszeitung” lobt Oliver Ristau “Jakob” von Felix Mertikat und Benjamin Schreuder als lesenswertes Debüt: “Allein auf dem Jakobsweg”.

Von der “Meisterschaft” seines Autors schreibt Christopher Pramstaller in seiner Vorstellung von Thomas Otts “R.I.P.” (Edition Moderne) auf satt.org: “Welcome to the Horror Show”. In “Der alte Mann und der Krieg” schreibt Pramstaller an gleicher Stelle über ein weiteres Buch, das in der Zürcher Edition Moderne erschienen ist: “Alans Krieg” von Emmanuel Guibert. Sven Jachmann hat das Buch für die aktuelle Ausgabe von “konkret” ebenfalls besprochen und die Rezension auf seiner Website veröffentlicht:

Wieder auf satt.org lobt Felix Giesa Klaus Schikowskis Einführung in die Welt der Comics,“Die großen Künstler des Comics” (edel), als “eine wahre Bildfundgrube des Comics, bereichert um eine gelungene Geschichte seiner Künstler”.

Graphic Novels in der Presse – Mai 2010 (1)

Mittwoch, den 12. Mai 2010

“Disneyland von Schmutz und Elend” überschreibt Martin Gramlich seine Vorstellung von Joe Saccos “Palästina” (Edition Moderne) auf titel-magazin.de. An gleicher Stelle porträtiert Christopher Franz den vielseitigen Nicolas Mahler, der bei den zahlreichen Veröffentlichungen des Zeichners feststellt: “Mal wieder Mahler”.

Michael Saager überschreibt auf fluter.de seinen Artikel zu Ulli Lusts “Heute ist der letzte Tag vom Rest deines Lebens” (avant-verlag) mit “Verunglückte Italienreise”, was angesichts der unter die Haut gehenden autobiografischen Erzählung eine arge Untertreibung ist.

Christian Meyers Besprechung von Posy Simmonds’ “Tamara Drewe” (Reprodukt) – von Stephen Frears verfilmt und in der nächsten Woche in Cannes erstmalig zu sehen – im Comicmagazin “Strapazin” kann man nun auf seinem Blog tiefkultur.de nachlesen.

Fantasie beweist Lena Ullrich auf geolino.de bei ihrer Vorstellung von Peer Meters und Barbara Yelins auf realen Tatsachen beruhender Graphic Novel “Gift” (Reprodukt): Die unter ihrem Artikel befindliche Tag-Leiste sortiert das besprochene Buch auch unter dem Stichwort “Fantasy” ein.

Auf tagesspiegel.de befasste sich Katja Schmitz-Dräger mit Will Eisners neu aufgelegtem Klassiker “Ein Vertrag mit Gott” (Carlsen). In “Die Strasse des Lebens” stellt sie unter anderem heraus, wie wenig an Aktualität der Band verloren hat. Eben jener Buch ist auch Gegenstand eines Beitrags von Christian Gasser im Schweizer Radio DRS2. Seinen Beitrag kann man hier nachhören.

Wieder auf tagesspiegel.de berichtet Thomas Greven von einem Besuch des Comicfestivals in Bologna und seiner Bekanntschaft mit dem bisher in Deutschland nur sporadisch veröffentlichten italienischen Comiczeichner Andrea Bruno: “Samstags ruhen die Waffen.”. Ebenfalls auf tagesspiegel.de stellt Sebastian Leber die Graphic Novel “Spunk” (Archiv der Jugendkulturen) vor und erläutert, wie der israelische Autor Garbriel S. Moses Comics “Auf den Punk gebracht” hat. Klaus Schikowskis Sekundärwerk “Die großen Künstler des Comics” (edel) stellt unter dem Titel “Raus aus der Wagenburg” an gleicher Stelle Markus Dewes vor.

Anlässlich der noch immer zu sehenden – und sehr sehenswerten – Ausstellung “Helden, Freaks und Superrabbis” im Jüdischen Museum Berlin sprach “Tagesspiegel”-Redakteur Lars von Törne mit der Comiczeichnerin Miriam Katin, die zur Eröffnung nach Berlin eingeladen war und sich vor dem Hintergrund ihrer autobiografischen Graphic Novel Allein unter allen (Carlsen) fragt: “Wie konnte das gerade mir passieren?”. Die Ausstellung war überhaupt Gegenstand breiter Berichterstattung, als Beispiel sei nur ein Artikel in der “Zeit” von Christian Schröder genannt: “Schlägerei im Führerbunker”.

Leider (noch) nicht online abrufbar ist ein Artikel aus der “Süddeutschen Zeitung”, in dem herausgestellt wird, dass viele jüdische Künstler nicht zuletzt dadurch entscheidend zur Ausprägung der Graphic Novel beigetragen haben, dass sie ihren jüdischen Hintergrund thematisierten.

Fünf Fragen: Klaus Schikowski

Donnerstag, den 21. Januar 2010

schikowskiEnde vergangenen Jahres erschien “Die großen Künstler des Comics” (Edel) des in Köln lebenden Journalisten und Autoren Klaus Schikowski. Wie an dieser Stelle bereits berichtet, stehen nicht zuletzt eine ganze Reihe von Graphic-Novel-Autorinnen und -Autoren im Mittelpunkt des Bandes. Grund genug, Klaus Schikowski einige Fragen zu stellen.

Was gibt es in Ihrem Buch über Comics und ihre Künstler zu erfahren?

Das Buch gibt in sechs chronologischen Kapiteln einen Überblick über die wichtigsten Entwicklungen des Comics im 20. Jahrhundert bis in die Gegenwart. Ausgehend von der These, dass es die Künstler sind und waren, die die Kunstform maßgeblich beeinflusst haben, werden Leben und Werk verschiedener Zeichner als auch Autoren aus den großen Comic-Kulturen dargestellt. Die vorgestellten Künstler stellen daher so etwas wie einen Wegweiser durch die Comic-Historie dar.

Was zeichnet einen großen Künstler aus?

Jemand, der dem Comic eine neue Möglichkeit aufgezeigt, oder eine neue Richtung gegeben hat. Ein gutes Beispiel dafür ist Will Eisner. Er war direkt an zwei Innovationen beteiligt: Er hat einerseits bei den Anfängen des comic book mitgewirkt und Ende der 70er Jahre dann den Begriff der Graphic Novel popularisiert. Mein Problem war nun folgendes: Sollte ich ihn in dem Kapitel 1920-1945 oder doch lieber 1975-1990 bringen? Demnach habe ich mich entschieden, Eisner kurzerhand zwei Kapitel zukommen zu lassen.

schikowski_künstler_comics_9783941378131_comic_webWas unterscheidet Graphic Novels (und ihre Künstler) von anderen Arten Comics (und deren Schöpfern)?

Natürlich machen die meisten Künstler Comics aus Leidenschaft und jeder möchte mit den Mitteln des grafischen Erzählens anhand von Text und Bild etwas auszudrücken – da spielt es keine Rolle, ob das Kind nun Graphic Novel, Comic-Roman oder Autorencomic heißt. Die Graphic Novel ist ein neueres Genre, das an sich selbst den Anspruch erhebt, anspruchsvolle und ernsthafte Inhalte adäquat umzusetzen. Das war früher einmal anders, da stand die Unterhaltung im Vordergrund. Letzten Endes sind aber dennoch alles Comics.

Welche Bedeutung wird Graphic Novels im Buch zugeschrieben?

In der Gegenwart ist der Comic ohne das Phänomen Graphic Novel nicht mehr denkbar – auch wenn man dem Begriff etwas zähneknirschend begegnen kann. Zudem ist es eine globale Bewegung, die in allen Comic-Kulturen stattfindet und sich gegenseitig beeinflusst. Daher ist es nur folgerichtig, wichtige Künstler aus diesem Kontext am Ende des Buches vorzustellen. Tatsächlich hat der Comic durch die Graphic Novel neue Innovationen durchlebt und ist dadurch wieder zu einer eminent spannenden Kunstform geworden.

Welche Comics lesen Sie selbst besonders gerne?

Ich bin immer sehr neugierig der Form gegenüber. Natürlich sind mir die Comics aus dem Buch lieb und teuer, ich begeistere mich aber genauso für Jacovitti, Seth oder Naoki Urusawa. Erst kürzlich hat mich die Bildsprache von Emmanuel Guibert in “Alans Krieg” sehr angesprochen oder die Eleganz, mit der Posy Simmonds Prosa und Comic verbindet. Generell lese ich nicht gerne schlecht gemachte Comics, aber was das ist, sollte schon jeder für sich selbst herausfinden.

Die großen Künstler des Comics, ISBN 978-3-941378-13-1, 256 Seiten, farbig, 29,95 EUR, erschienen bei Edel

Klaus Schikowski: Buch erhältlich, Bericht über Comictagung

Mittwoch, den 11. November 2009

schikowski_künstler_comics_9783941378131_comic_webSeit gestern ist das Buch “Die großen Künstler des Comics” (Edel) des Kölner Comic-Journalisten Klaus Schikowski im Handel erhältlich. Wie bereits berichtet, werden darin ausgewählte nationale und internationale Comic-Künstler vorgestellt und durch die Vorstellung ihrer Werke ein Rundgang durch die Geschichte des Comics unternommen. Eine ganze Reihe von Graphic-Novel-Autoren werden als Vertreter dieser jüngsten populären Ausprägung der Kunstform porträtiert.

Die Geschichte des Comics ist insbesondere die Geschichte der Zeichner und Autoren. Sie haben Figuren erschaffen, die Ikonen geworden sind. In sechs Kapiteln stellt dieses Buch 34 Comic-Künstler vor, die Geschichte geschrieben haben – ein Buch so bunt wie die Comics selbst.

Die großen Künstler des Comics, ISBN 978-3-941378-13-1, 256 Seiten, farbig, 29,95 EUR, erschienen bei Edel

Für tagesspiegel.de berichtet Klaus Schikowski von der Tagung der Gesellschaft für Comicforschung vom letzten Wochenende. Für alle, die es nicht dorthin geschafft haben, wird der (noch ohne Datum) angekündigte Band zur Tagung im Ch. A. Bachmann-Verlag lohnenswerte Lektüre bieten.

comfor_plak_4Das Geheimnis der schwarzen Löcher

In der akademischen Auseinandersetzung mit dem Comic wachsen die Disziplinen zusammen, wenngleich es noch Defizite gibt – wie die Tagung der Gesellschaft für Comicforschung zeigte

Wenn es eines Beweises der Lebendigkeit innerhalb der deutschen Comicforschung bedurft hätte, so wurde er bei der Analyse des Werkes Didi und Stulle von Fil geliefert. Lauthals befreiendes Gelächter begleitete den Vortrag über die “Figuration des Komischen” in den Comics über die Berliner Edelproleten. Wüsste Fil, dass sein Werk in akademischen Kreisen seziert würde, er würde sich vermutlich, ähnlich dem Kölner Publikum vom vergangenen Wochenende, königlich amüsieren. mehr

“Die großen Künstler des Comics” – neues Buch über Comics

Freitag, den 30. Oktober 2009

schikowski_künstler_comics_9783941378131_comic_webAm 9. November erscheint ein vielversprechender neuer Sekundärliteraturband über Comics. Klaus Schikowski, vor allem aus seinen Artikeln für die Comiczeitschrift “Comixene” bekannt, gibt anhand der “Großen Künstler des Comics” (Edel) einen Überblick über die Geschichte und maßgeblichen Entwicklungen der Kunstform. Dabei werden Graphic Novels, ihre Vorläufer und auch aktuelle Vertreter, eine wichtige Rolle spielen wenn sie als aktuellste nennenswerte Entwicklung anhand von Portraits von Art Spiegelman, Will Eisner, Hugo Pratt, Jacques Tardi, Ralf König, Chris Ware, Marjane Satrapi, Alan Moore, Lewis Trondheim, Joann Sfar und Jiro Taniguchi mit den abschliessenden Kapitel hervorgehoben werden.

Wussten Sie, dass Wilhelm Busch großen Einfluss auf den amerikanischen Comic-Strip hatte? Oder dass der Comic bei einem »Zeitungskrieg« entstanden ist? Dass es schon in den 20er-Jahren einen Comic über einen allein erziehenden Vater gab? Dass die Erfinder von Superman in Armut lebten, während der Verlag Millionen machte? Dass Walt Disney gar nicht der Erfinder von Entenhausen ist? Oder dass Asterix in einem Bistro entstanden ist? Dass Alan Moore die Verfilmungen seiner Comics hasst? Oder dass es für einen Comic sogar den renommierten Pulitzer-Preis gab? Die Geschichte des Comics ist eine Geschichte der Zeichner und Autoren, die ihn geprägt und Figuren erschaffen haben, die zu Ikonen geworden sind. Sie ist voller Anekdoten und Geschichten, so bunt wie die Comics selbst. In sechs Kapiteln reicht Die großen Künstler des Comics von den Anfängen bis zur Gegenwart, von Wilhelm Busch bis zu Frank Miller.

Hier ein exklusiver Blick ins Inhaltsverzeichnis:

Kapitel 1 – Frühe Meister einer neuen Form
Rudolph Dirks So etwas ähnliches wie Wilhelm Busch
Winsor McCay: Träume auf Papier
Lyonel Feininger: Ein kurzes deutsches Abenteuer
George Herriman: Bizarres Liebes-Dreieck
Frank King: Der Alltag im Comic-Strip

Kapitel 2 – Eine Form entwickelt sich Der Comic von 1925 bis 1945
Hergé: Gegen alle Umstände
Erich Ohser: “Wenn der Vater mit dem Sohne …”
Hal Foster: “Es war ein König in Thule …”
Siegel & Shuster: Die Entstehung der Superhelden
Will Eisner (1): Eine neue Grammatik

Kapitel 3 – Der Comic boomt Der Comic von 1945 bis 1960
Carl Barks: Der gute Zeichner
Osamu Tezuka: Der Gott des Mangas
Franquin, Peyo und Morris: Wer hat den Schlumpf geschlumpft?
Charles Schulz: Good ol’ Charlie Brown
Goscinny & Uderzo. Ganz Gallien?

Kapitel 4
– Neue Themen Der Comic von 1960 bis 1975
Stan Lee und Jack Kirby: Das Gesicht der Superhelden
Moebius oder Giraud: Das offene System
Hugo Pratt: Auf Reisen
Robert Crumb: Mein Ärger mit den Frauen
Keiji Nakazawa: “Ich habe es gesehen”

Kapitel 5 – Die Graphic Novel und der Comic-Roman Der Comic von 1975 bis 1990
Will Eisner (Teil 2): Die erste Graphic Novel
Jacques Tardi: Erinnerungen an die Geschichte
Art Spiegelman: Mauschwitz – Das Unmögliche zeichnen
Frank Miller: Schatten der Großstadt
Ralf König: Bewegende Comics

Kapitel 6 – Der Comic im 21. Jahrhundert Der Comic ab 1990
Alan Moore: Der Magier aus Northhampton
Lewis Trondheim/Joann Sfar: Die Erneuerer
Chris Ware: Moderne Nostalgie
Jirô Taniguchi: Der Spaziergänger zwischen den Comic-Welten
Marjane Satrapi: Persepolis von innen

Die großen Künstler des Comics, ISBN 978-3-941378-13-1, 256 Seiten, 28 x 21 cm, erscheint am 9. November bei Edel.