Aus der Perspektive eines kleinen Mädchens erzählt die gebürtige Iranerin Marjane Satrapi von der islamischen Revolution von 1979 und vom Krieg mit dem Irak – und zwar in einer einfachen, aber effektiven Bildsprache.
Um dem iranisch-irakischen Krieg zu entkommen, wird sie als Jugendliche von ihren Eltern aus Teheran nach Wien geschickt. Nach vier Jahren kehrt sie trotz der Faszination der europäischen Jugendkultur wegen Heimweh nach Teheran zurück, wo sie als dekadent gilt und mit den täglichen Widerwärtigkeiten des islamischen Regimes konfrontiert wird. Von nun an ist sie nirgendwo mehr zuhause.
Persepolis – Gesamtausgabe, ISBN 978-3-03731-117-2, 356 Seiten, schwarzweiß, Klappenbroschur, EUR (D) 25,–, SFr. 35,–, erscheint im Oktober 2013
“Ein Leben in China 3: Die Zeit des Geldes” von Philippe Ôtié und Li Kunwu
Die Zeit nach 1980 bringt ungeahnte Veränderungen mit sich, China erfindet die “soziale Marktwirtschaft” und holt den Vorsprung des Westens mit Riesenschritten auf. Xiao Li, der “Kleine Li”, ist unterdessen zu Lao Li, dem «Alten Li» gereift, er hat eine gute Stelle als Illustrator bei einer großen Zeitung gefunden, eine Wohnung in Kunming bekommen und eine Familie gegründet. Einige seiner Freunde und Bekannten stürzen sich ins Abenteuer Kapitalismus, eröffnen Billardsalons, Restaurants oder sogar ein Mineralwasserunternehmen, für das Lao Li bald als Werbezeichner tätig wird.
Ein Leben in China 3: Die Zeit des Geldes, ISBN 978-3-03731-105-9, 272 Seiten, schwarzweiß, Klappenbroschur, EUR (D) 28,–, Sfr. 39,80, erscheint im Oktober 2013
“Ich, René Tardi, Kriegsgefangener im Stalag IIB” von Jacques Tardi
Am 22. Mai 1940 wurde René Tardi, der Vater von Jacques Tardi, als Panzerfahrer in Lothringen gefangengenommen und verbrachte danach fast fünf Jahre im Stalag IIB, einem Stammlager für Kriegsgefangene in Hinterpommern im heutigen Polen. Ein Stalag war kein KZ und ans Leben wollte man den Franzosen nicht. Der erlittene Hunger, die Demütigungen, die Willkür, der Schmutz waren nach dem Krieg nicht so wichtig angesichts der sonstigen Gräuel. So schwieg ein verbitterter René Tardi, bis er auf Drängen seines Sohnes in den 80er-Jahren seine Erlebnisse in drei Schulheften niederschrieb. Seine Geschichte ist die der Besiegten, der ruhmlosen Helden.
Ich, René Tardi, Kriegsgefangener im Stalag IIB, ISBN 978-3-03731-112-7, 200 Seiten, farbig, Hardcover, EUR (D) 35,–, SFr. 49,–, erscheint im September 2013
“Mit dem Elefantendoktor in Laos” von Olivier Kugler
Olivier Kugler begleitet den Tierarzt Bertrand Bouchard auf einer Reise durch die Berge und den Dschungel im Norden von Laos, wo er sich mit einer mobilen Klinik um die Gesundheit der Arbeitselefanten in den entlegenen Holzfäller-Camps kümmert. Kugler führt uns durch diese faszinierende Welt, zeichnet Natur und Leute und vor allem Elefanten, aber er zeigt auch die Einfl üsse der internationalen Wirtschaftsinteressen, die bis tief in diese abgelegenen Wälder in den Bergen von Laos reichen.
Mit dem Elefantendoktor in Laos, ISBN 978-3-03731-113-4, 48 Seiten, farbig, Hardcover, EUR (D) 19,80, SFr. 28,–, erscheint im September 2013
“Dark Country” von Tab Murphy, Thomas Jane und Thomas Ott
Eine Hochzeitsreise mit tragischem Ausgang, erzählt in gewohnter Ott-Manier.
Das frisch verheiratete Paar fährt nachts über die Landstraße, als plötzlich ein Schatten vor dem Wagen auftaucht. Ein dumpfer Schlag, der Fahrer hält das Auto an. Ein Mann liegt auf der Strasse. Sie nehmen den Schwerverletzten auf und setzen ihn auf den Hintersitz.
Doch als der vermeintlich Bewusstlose plötzlich den Bräutigam am Steuer erwürgen will, wird diese Hochzeitsreise endgültig zum Albtraum!
Dark Country, ISBN 978-3-03731-114-1, 56 Seiten, schwarzweiß, Hardcover, EUR (D) 19,80, SFr. 28,–, erscheint im Oktober 2013
Mit “Ein Leben in China – Die Zeit der Partei” liegt nun der zweite Teil der historisch-biografischen Graphic Novel-Trilogie von P. Ôtié und Li Kunwu in der Edition Moderne vor.
Kaum ist Mao 1976 gestorben, beginnt der Kampf um die Macht innerhalb der politischen Elite Chinas, den Deng Xiaoping für sich entscheidet. Ein neues China entsteht, das seiner Bevölkerung große Flexibilität abverlangt: Was während der Kulturrevolution verpönt war wie westliche Vergnügungen, Grundbesitz oder Luxus, wird zum neuen Lebensstil in einem Land, das gerade die «sozialistische Marktwirtschaft» entdeckt Xiao Li, der «Kleine Li», durchlebt diese Zeit erst als Soldat und Kuhhirte, dann als Propagandazeichner in der Armee. Schließlich schafft er es nach mehreren Anläufen, in die Kommunistische Partei Chinas aufgenommen zu werden.
P. Ôtié ist das Pseudonym von Philippe Autier, der 1964 in Frankreich geboren wurde und seither vor allem in Südamerika und Asien lebte. Seit 2008 arbeitet er im chinesischen Wuhan als Direktor der Exportförderungsorganisation Ubifrance; in seiner Freizeit betätigt er sich als Comic-Autor.
Li Kunwu wurde 955 in der Provinz Yunan geboren und hat im Verlauf seiner Karriere schon über 30 Comic-Alben publiziert. Lange Zeit zeichnete er vor allem propagandistische Comics für die Kommunistische Partei Chinas. Heute widmet er sich ethnographischen Studien über die vielen kulturellen Minoritäten in Yunan.
Ein Leben in China – Die Zeit der Partei, ISBN 978-3-03731-104-2, 200 Seiten, schwarzweiss, Klappenbroschur, EUR (D) 24, SFr. 29,80
Anfang der Woche fand in Berlin die Veranstaltung “Books at Berlinale” statt, bei der zehn ausgewählte Bücher mit Verfilmungspotenzial Produzenten und Finanziers vorgestellt wurden. Katja Lüthge stellt in der Frankfurter Rundschau heraus, dass in diesem Jahr mit “Roxanne & George” von Carolin Walch (Reprodukt) “Jetzt auch Graphic Novels” vertreten waren.
Bereits am 6. Februar stellte Christian Schlüter in “Die große Ansteckung” ebenfalls in der Frankfurter Rundschau drei aktuelle politische Comics vor, deren Fähigkeit, das “totalitären Erbe des 20. Jahrhunderts” in Bilder zu fassen, er hervorhebt: “Ein Leben in China – Die Zeit meines Vaters“ von Li Kunwu und Philippe Otié (Edition Moderne), “Die Kunst zu fliegen” von Antonio Altarriba und Kim (avant-verlag) sowie “Berichten aus Russland” von Igort (Reprodukt).
In der heutigen Ausgabe der tageszeitung stellt Amadeus Ulrich “Vakuum” von Lukas Jüliger vor: “Ockerfarbene Jugend”. Er resümiert: “Lukas Jüliger ist mit Vakuum ein grandios düsterer Comicroman über das Erwachsenwerden gelungen.” Ähnlich fällt das Urteil zum Buch in der heute erschienenen Ausgabe des Stern aus, wo das Buch für “in seiner erzählerischen Wucht so gekonnt wie überraschend” befunden wird.
“Ein Leben in China – Die Zeit der Partei” – von P. Ôtié und Li Kunwu
Kaum ist Mao 1976 gestorben, beginnt der Kampf um die Macht innerhalb der politischen Elite Chinas, den Deng Xiaoping für sich entscheidet. Ein neues China entsteht, das seiner Bevölkerung große Flexibilität abverlangt: Was während der Kulturrevolution verpönt war wie westliche Vergnügungen, Grundbesitz oder Luxus, wird zum neuen Lebensstil in einem Land, das gerade die «sozialistische Marktwirtschaft» entdeckt Xiao Li, der «Kleine Li», durchlebt diese Zeit erst als Soldat und Kuhhirte, dann als Propagandazeichner in der Armee. Schließlich schafft er es nach mehreren Anläufen, in die Kommunistische Partei Chinas aufgenommen zu werden.
Ein Leben in China – Die Zeit der Partei, ISBN 978-3-03731-104-2, 200 Seiten, schwarzweiss, Klappenbroschur, EUR (D) 24,–, SFr. 29,80, erscheint im März 2013
“Ein iranischer Albtraum” von Maya Neyestani
Dass die harmlose Zeichnung einer Kakerlake für Aufruhr und Tote sorgt, hätte sich der iranische Cartoonist Mana Neyestani nicht träumen lassen. Er legt der Kakerlake ein Wort in den Mund, das in der Sprache der aserbaidschanischen Minderheit im Iran gelesen werden kann. Als die Aseri sich empören, weil sie sich mit Kakerlaken verglichen wähnen, kommt Neyestani ins berüchtigte Evin-Gefängnis. Er benutzt einen Hafturlaub um über Dubai und Malaysia Asyl im Westen zu erlangen – ein zweiter Albtraum beginnt … Neben dem menschenverachtenden Regime im Iran kritisiert Neyestani mit seiner Graphic Novel auch das internationale Asylwesen.
Ein iranischer Albtraum, ISBN 978-3-03731-106-6, 200 Seiten, schwarzweiss, Klappenbroschur, EUR (D) 24,–, SFr. 29,80, erscheint im März 2013
“Reportagen” von Joe Sacco
Joe Saccos gezeichnete Reportagen aus dem Irak, Inguschetien, Indien und Palästina in einem Band!
Die Vorteile des Comics als grundsätzlich interpretierendes Mediums besteht darin, dass er erlaubt, die Grenzen des traditionellen Journalismus zu sprengen. Ob es um Schmugglertunnel in Gaza, Unberührbare in Indien oder Bootsflüchtlinge im Mittelmeer handelt – Joe Sacco zeigt sich in diesem Buch wiederum als Meister der gezeichneten Reportagen.
Dieses Buch enthält Comic-Reportagen, die für verschiedene Zeitungen und Magazine wie TIME, THE GUARDIAN und BOSTON GLOBE entstanden sind.
Reportagen, ISBN 978-3-03731-107-3, 192 Seiten, schwarzweiss, 17 x 24 cm, Klappenbroschur, EUR (D) 24,–, SFr. 29,80, erscheint im April 2013
“Der Maler der Ewigen Portraitgalerie” von Matthias Gnehm
Guido Meyer gerät durch die Entdeckung der eternalportraitgallery.com in eine Affäre mit einer Kunsthändlerin und lüftet das Geheimnis seiner wahren Herkunft.
Der erfolglose Kunstmaler Guido Meyer entdeckt zwischen den alten Fotos seiner schon lange verstorbenen Großmutter ein gemaltes, kleinformatiges Porträt von ihr. Später stößt er auf die Internetplattform www.eternalportraitgallery.com, dessen Betreiber nicht nur der Maler von unzähligen Porträts, sondern auch sein leiblicher Großvater ist. Dieser hatte Guidos schwangere Großmutter 1943 sitzen lassen. Der Liebesdeserteur malt seither in einem Kellerloch jeden Tag ein weiteres Porträt für die ewige Portraitgalerie. Guido Meyer schafft es, seinen inzwischen greisen Großvater zur Versöhnung mit dessen Sohn, Guidos Vater, zu überreden: Er bietet ihm dazu an, die Ewige Portraitgalerie weiterzuführen.
Der Maler der Ewigen Portraitgalerie, ISBN 978-3-03731-108-0, 300 Seiten, schwarzweiss, Klappenbroschur, EUR (D) 28,–, SFr. 36,–, erscheint im Mai 2013
“Trabanten” von Frank Schmolke
Der junge Franz Huber kommt aus dem Knast und will fortan alles richtig machen. Doch schon bald steckt er wieder mitten in den größten Schwierigkeiten.Als Franz das Wiedersehen mit seinen Freunden Paul und Robert feiert, kommt es zu einem tödlichen Unfall. Und jetzt sind Franz und Paul auf der Flucht vor Roberts psychopathischem und gewalttätigem Bruder. Franz‘ Panik vor dem erneuten Verlust seiner Freiheit wird immer heftiger. Dabei hatte die Entdeckung der Liebe und des Künstlers Jackson Pollock dieser Freiheit gerade einen Sinn verliehen!
Frank Schmolke erzählt stimmungsvoll und authentisch vom verzweifelten Kampf eines jungen Mannes um sein Leben und seine Identität im München der frühen 1980er-Jahre.
Trabanten, ISBN 978-3-03731-110-3, 200 Seiten, s/w, Klappenbroschur, EUR (D) 24,–, SFr. 29,80, erscheint im Mai 2013
In der nächsten Woche erscheint das in Zusammenarbeit des chinesichschen Comiczeichners Li Kunwu und dem französischen Comicautor P. Ôtie entstandene “Ein Leben in China – Die Zeit meines Vaters” in der Edition Modern. In der auf drei Bände angelegten Geschichte wird nicht nur die Geschichte des Chinesen Xiao Li erzählt, sondern zugleich auch der Aufstieg Chinas zur heutigen Weltmacht.
Es ist eine turbulente Welt, in der Xiao Li aufwächst. Rasend schnell zerfällt anfang der Fünfzigerjahre das alte China, während die Kommunistische Partei Chinas unter Mao Tse Tung den Aufbau eines grundlegend neuen Staates vorantreibt.
Li erlebt während der Kampagne des „Großen Sprungs nach vorn“ die verzweifelten Versuche, mit unzureichenden Mitteln die Stahlproduktion zu vervielfachen; er kämpft während der Kulturrevolution an der Seite seiner Mitschüler gegen angeblich konterrevolutionäre Frisöre und Bademeister, denunziert seine Lehrer und wird wiederum von seinen Freunden denunziert. Er beginnt eine Ausbildung zum Zeichner, malt eifrig Tausende Mao-Plakate und erlebt schließlich als Soldat den schicksalhaften Tag, an dem Maos Tod verkündet wird.
Der Zeichner Li Kunwu bleibt dabei sehr nahe an seiner eigenen Biografie und beschreibt anschaulich und leidenschaftlich die Auswirkungen staatlicher Kampagnen wie “Großer Sprung nach vorn” und “Kulturrevolution” auf den Alltag einer normalen chinesischen Familie. “Ein Leben in China” ist eine auf drei Bände konzipierte Geschichte Chinas, von der Machtergreifung Maos bis zur Gegenwart, erzählt aus der Sicht des einfachen Menschen. Der zweite Band “Die Zeit der Partei 1976 – 1982″ wird im Frühjahr 2013 folgen, im Herbst 2013 wird dann “Die Zeit des Geldes 1982 – 2009″ die Trilogie abschliessen.
Li Kunwu, 1955 in der Provinz Yunan geboren, hat im Verlauf seiner Karriere schon über 30 Comic-Alben publiziert. Lange Zeit zeichnete er vor allem propagandistische Comics für die Kommunistische Partei Chinas. Heute widmet er sich ethnographischen Studien über die vielen kulturellen Minoritäten in Yunan.
P. Ôtié ist das Pseudonym von Philippe Autier, der 1964 in Frankreich geboren wurde und seither vor allem in Südamerika und Asien lebte. Seit 2008 arbeitet er im chinesischen Wuhan als Direktor der Exportförderungsorganisation Ubifrance; daneben betätigt er sich als Comic-Autor.
Eingeleitet wird der Band von einem Vorwort von Pierre Haski, ehemaliger China-Korrespondent der in Paris erscheinenden Libération.
Ein Leben in China – Die Zeit meines Vaters, ISBN 978-3-03731-102-8, 256 Seiten, schwarzweiss, 17 x 24 cm, Klappenbroschur, 24 EUR (D), 24,70 EUR (A), sFr. 29,80
Auch der Zürcher Verlag Edition Moderne kündigt in seiner neuen Verlagsvorschau eine Reihe neuer Graphic Novels an. Mit “Metro” des Ägypters Magdy El-Shafee und “Ein Leben in China – Die Zeit meines Vaters” von Philippe Ôtié und Li Kunwu sind zwei Titel darunter, die Politik und Zeitgeschichte aufnehmen. Mit einem neuen Buch von Jacques Tardi, basierend auf einer Vorlage von Jean-Patrick Manchette, ist wieder ein düsterer Krimi dabei. Ein neues Buch gibt es vom Schweizer Daniel Bosshart und mit Matthias Gnehms “Tod eines Bankiers” wird wieder ein Titel der Backlist zu einem besonderen Preis angeboten.
“Metro – Kairo Underground” von Magdy El-Shafee
Schihab, ein junger Software-Ingenieur aus Kairo, gerät in die Fänge von korrupten Geschäftemachern. Nachdem er den Mord an einem Geschäftsmann, der ihn unterstützen wollte, beobachten musste, beschliesst er eine Bank zu überfallen, um seine Schulden begleichen zu können. Nun sind ihm nicht nur seine Gläubiger, sondern auch die Polizei auf den Fersen. Es beginnt eine abenteuerliche Flucht durch die pulsierende Metropole Kairo. Korruption, Willkür, sexuelle Frustration, Jugend ohne Zukunft: Kurz vor dem Arabischen Frühling hat Magdy El-Shafee die Ursachen thematisiert, die zu diesen Ereignissen führten.
Magdy El-Shafee, geboren 1961 in Lybien, hat Pharmazeutik studiert und arbeitet tagüber in einem chemischen Betrieb in Kairo. Nachts zeichnet er seine Comics. Anfang 2008 erschien “Metro”, seine erste Graphic Novel, die zwei Wochen danach von der ägyptischen Zensurbehörde beschlagnahmt wurde.
Metro –Kairo Underground, ISBN 978-3-03731-099-1, 104 Seiten, s/w, 17 x 24 cm, Klappenbroschur, EUR 18 (D) ,EUR 18,50 (A), sFr. 22,.80, erscheint im Juni
“Metamorphosis” von Daniel Bosshart
Ein Mann will immer mehr haben: Autos, Frauen, Uhren, Kaviar, Champagner. Aber kaum verlässt er seine Freundin, hat er einen schweren Unfall. Im Krankenhaus macht er eine Nahtoderfahrung und gleitet zurück bis zu seiner Geburt. Als neuer Mensch erwacht er wieder. Gleichnishaft zeigt Daniel Bosshart eine schmerzhafte Metamorphose: Aus einer Raupe wird ein Schmetterling! Konsequent zeichnet Daniel Bosshart seine stillen, intimen, detailreich inszenierten Geschichten, die über die Comicszene hinaus auch international Aufmerksamkeit finden.
Daniel Bosshart, geboren 1971 in Zürich, lebt und arbeitet in Winterthur als Comic-Zeichner und Architekt. Teilnahmen an internationalen Festivals und Ausstellungen: International Salon of Caricature Zemun 2006 (Serbien), Les Rendez-vous de la BD de Gatineau 2008 (Kanada), FIBDA Festival International de la BD Alger 2011 (Algerien), Abu Dhabi International Bookfair (2012).
Metamorphosis, ISBN 978-3-03731-098-4, 80 Seiten, farbig, 23 x 30 cm, Hardcover, EUR 24,80 (D), EUR 25,50, sFr. 29.80, erscheint im Juni
“Tod eines Bankiers – komplett in zwei Bänden” von Matthias Gnehm
Der kranke und todgeweihte Bankier Charles Gubler will auch noch aus der Inszenierung seines Todes Kapital schlagen. Seine Jungpartner, gleichsam seine Ziehsöhne, sollen sich etwas Passendes dazu einfallen lassen. Schnell erweist sich jedoch wieder einmal, dass der Mensch nicht gerne teilt, vor allem dann, wenn es um ein gewaltiges Erbe geht. Dieses opulent-malerische Drama spielt in einem futuristischen Zürich und thematisiert auch moderne Stadtplanung und Architektur.
Ein Bankenkrimi, angesiedelt im Herzen des Finanzplatzes Zürich, in dem es um das grösste Bankgeheimnis seit der Erfindung der Schweizer Banken geht: Wie lässt sich auch noch mit dem Tod Geschäfte machen? Ein ebenso makabrer als auch opulenter Krimi in einem futuristischen Zürich.
Matthias Gnehm, geboren 1970 in Zürich, lebt und arbeitet in Zürich als Autor von Graphic Novels und Architekt. Früher arbeitete Matthias Gnehm mit dem Szenaristen Francis Rivolta zusammen, unter anderem für den Bundeshaus-Comic “Rätsel in Weiss”. Für Die “Bekehrung” hat er 2008 das Werkjahr der Stadt Zürich erhalten.
Tod eine Bankiers – komplett in zwei Bänden, ISBN 978-3-03731-100-4, 96 Seiten, farbig, 22 x 30 cm, Hardcover, EUR 19,80 (D), EUR 20,40 (A), sFr 24.80, erscheint im August
“Ein Leben in China – Die Zeit meines Vaters” von Philippe Ôtié und Li Kunwu
“Ein Leben in China – Die Zeit meines Vaters” schildert das Leben des jungen Xiao Li von seiner Kindheit in den Fünfzigerjahren bis zum Tod Maos am 9. September 1976.
Der Zeichner Li Kunwu bleibt dabei sehr nahe an seiner eigenen Biografie und beschreibt anschaulich und leidenschaftlich die Auswirkungen staatlicher Kampagnen wie “Großer Sprung nach vorn” und “Kulturrevolution” auf den Alltag einer normalen chinesischen Familie. “Ein Leben in China” ist eine auf drei Bände konzipierte Geschichte Chinas, von der Machtergreifung Maos bis zur Gegenwart, erzählt aus der Sicht des einfachen Menschen.
Philippe Ôtié ist das Pseudonym von Philippe Autier, der 1964 in Frankreich geboren wurde und seither vor allem in Südamerika und Asien lebte. Seit 2008 arbeitet er im chinesischen Wuhan als Direktor der Exportförderungsorganisation Ubifrance; in seiner Freizeit betätigt er sich als Comic-Autor.
Li Kunwu, geboren 1955 in der Provinz Yunan, hat im Verlauf seiner Karriere schon über 30 Comic-Alben publiziert. Lange Zeit zeichnete er vor allem propagandistische Comics für die Kommunistische Partei Chinas. Heute widmet er sich ethnographischen Studien über die vielen kulturellen Minoritäten in Yunan.
Ein Leben in China – Die Zeit meines Vaters, ISBN 978-3-03731-102-8, 256 Seiten, schwarzweiss, 17 x 24 cm, Klappenbroschur, 24 EUR (D), 24,70 EUR (A), sFr. 29,80, erscheint im Oktober
“Zum Abschuss freigegeben” von Tardi & Manchette
Thompson, der Killer leidet. Soeben hat er einen Auftrag erledigt, aber sein Magengeschwür treibt ihn zum Wahnsinn. Und schon wartet der nächste Auftrag: Der kleine Neffe eines millionenschweren Architekten soll aus dem Weg geräumt und der Mord dem Kindermädchen, der jungen, angeblich nicht zurechnungsfähigen Julie, angehängt werden. Doch alles läuft schief. Der Junge und Julie können dem Killer vorerst entkommen. Wird Thompson sie erwischen, bevor sein Magen ihn endgültig umbringt?
Jacques Tardi, geboren 1946 in Valence, lebt in Paris. Er gilt als einer der bedeutendsten Comic-Autoren Frankreichs.
Jean-Patrick Manchette, 1942 – 1995, war einer der bekanntesten Autoren des Roman Noir. “Zum Abschuss freigegeben” wurde unter dem Titel “Zum Freiwild erklärt” 1975 von Yves Boisset verfilmt.
Zum Abschuss freigegeben, ISBN 978-3-03731-097-7, 96 Seiten, s/w, 22 x 30 cm, Hardcover, 24 EUR (D), 24,70 EUR (A), sFr. 29,80, erscheint im Oktober