Graphic Novels
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Archiv des Tags ‘Fabien Vehlmann’

Graphic Novels in den Medien – 30. Juli 2013

Dienstag, den 30. Juli 2013

“Im wahrsten Sinne des Wortes ein diebisches VergnĂĽgen” erkennt Fritz Göttler in der heutigen Ausgabe der SĂĽddeutschen Zeitung in “Die groĂźe Odaliske” von Bastien Vivès, Ruppert & Mulot (Reprodukt): “Schamlose Schwerelosigkeit”.

Zwei autobiografische Graphic Novels stellt Michael Brake in der tageszeitung vor: “Mein Freund Dahmer” von Derf Backderf (Metrolit) sowie “Im Himmel ist Jahrmarkt” von Birgit Weyhe (avant-verlag), wobei er sich gerade von der “grandiosen Familienbiographie” Weyhes angetan zeigt: “Die Sache mit der Salatgurke”.

“Ein vergnĂĽgliches Abenteuer mit erstaunlichem Tiefgang” ist “Die Insel der 100.000 Toten” von Fabien Vehlmann und Jason, wie Christoph Huber in der Presse aus Wien schreibt: “In der heiteren Strafkolonie”.

“17. Juni – die Geschichte von Armin und Eva” von Alexander Lahn, Tim Köhler, Max Mönch und Kitty Kahane (Metrolit) wurde kurz in der Badischen Zeitung vorgestellt: “Packende Geschichtsstunde”.

FĂĽr Hanspeter Ludwig ist “Die Amateure” von Brecht Evens (Reprodukt) “eine der Entdeckungen dieses Jahres”, wie er auf culturmag.de schreibt:  “Fesselnde Bilderrätsel und Kunstzitate”.

An gleicher Stelle stellt Brigitte Helbling Mana Neyestanis “Ein iranischer Albtraum” (Edition Moderne) vor: “Ein „Hä?“ und seine Folgen”.

“Unedingt empfehlenswert” findet Andreas Platthaus “Hieran sollst Du ihn erkennen” von Jesse Jacobs und “Heimdall” von Max Baitinger (beide Rotopolpress), wie er auf seinem FAZ-Blog schreibt: “So entsteht die Welt, so vergeht sie”.

Graphic Novels in den Medien – 13. Mai 2013

Montag, den 13. Mai 2013

Ăśber die Probleme, die der Comicautor Magdy El-Shafee (“Metro”, Edition Moderne) in Ă„gypten mit der Staatsmacht hatte und weiterhin hat, schreibt Anna Gabai in der Welt: “Er hasste Mubarak, jetzt jagen ihn Mursis Schergen”.

Ebenfalls in der Welt schreibt Waldemar Kesler ĂĽber den vom in Berlin lebenden Franzosen Wandrille Leroy betriebenen Verlag Warum und dessen Veröffentlichungen: “Bilder fĂĽr die neue Stadt”.

JĂĽrgen Schickinger schreibt in der Badischen Zeitung ĂĽber “Jimmy Corrigan – Der klĂĽgste Junge der Welt” von Chris Ware (Reprodukt), fĂĽr den Redakteur ein “Jahrhundertwerk”: “Chris Wares “Jimmy Corrigan”: Alt schon als Kind”.

Christoph Huber stellt in der Wiener Presse die “Essex County”-Trilogie von Jeff Lemire vor (Edition 52), die “groĂźe Saga eines Milieus und einer ländlichen Mentalität”: “Einsame Eigenbrötler”.

Ulli Lust ermöglicht in ihrer “Flughunde”-Adaption nach der Vorlage von Marcel Beyer (Suhrkamp) “einen beklemmenden Eindruck von der Banalität, aber auch der Lächerlichkeit des Bösen”, wie Katja LĂĽthge in der tageszeitung schreibt: “Die Fratzen der Goebbelstöchter”.

Anlässlich der Solothurner Literaturtage und der Ausstellung im Kulturhaus S11 schreibt Eva Buhrfeind in der Solothurner Zeitung: “Grafic Novels: eine Kunst zwischen Bild und Wort”.

Tabea Grzeszyk stellte im “Radiofeuilleton” des Deutschlandfunks “Das groĂźe Durcheinander – Alzheimer, meine Mutter und ich” von Sarah Leavitt (Beltz) vor und meint: “Ihre kindlich wirkenden Schwarz-WeiĂź-Zeichnungen sind erschĂĽtternd realistisch und voll emotionaler Wucht.”: “Ein Mensch zerfällt, sein Kind schaut zu”.

“Eine grandiose Erzählung, die alle Rahmen sprengt” ist Mana Neyestanis „Ein iranischer Albtraum“, das schreibt Thomas Hummitzsch auf tagesspiegel.de: “Dreistes Ungeziefer”. Selbiger Autor stellt einer frĂĽheren lobenden Besprechung von Helmut Wietz’ “Der Tod von Adorno” (metrolit) harte Kritik entgegen: “Was avantgardistisch sein will, ist am Ende nur StĂĽckwerk, das nicht zusammengeht.”: “PrĂĽgeln und vögeln”.

Ebenfalls auf tagesspiegel.de stellt Erik Wenk “Die Insel der 100.000 Toten” von Fabien Vehlmann und Jason vor, zu dem er feststellt: “Allein die grafische Eleganz der anthropomorphen Tierfiguren ist ein Genuss”.

“Professor Zyklop” – Erstausgabe online

Freitag, den 1. März 2013

Mit der ersten Ausgabe von “Professor Zyklop” ist heute ein neues digitales Comicmagazin online gegangen. “Professor Zyklop” wurde erdacht und erstellt von den französischen Comicautoren und -zeichnern Gwen de Bonneval, BrĂĽno (“Atar Gull”, avant-verlag), Cyril Pedrosa (“Portugal”, Reprodukt), HervĂ© Tanquerelle (“Die falschen Gesichter” avant-verlag), Fabien Vehlmann (“Spirou und Fantasio”, Carlsen) und Tangui Jossic.

Auszüge aus der französischen Originalversion werden jeden Monat neu auf arte.tv in einer deutschsprachigen Fassung zu lesen sein. Im Auftrag von Reprodukt zeichnen Volker Zimmermann (Übersetzung), Olav Korth (Lettering) und Heike Drescher (Redaktion) für die Umsetzung verantwortlich.

In der ersten deutschsprachigen Ausgabe des “monatlichen Periodikums fĂĽr Comics und digitale Fiktionen” sind enthalten: “Die Experten (fĂĽr alles)” von Anouk Ricard, “Zappotto” von Marion Montaigne, “Gymnasiastinnen” von Stephen Vuillemin (Bild oben), “Otto der Zauberer” von Pluttark und “Die FĂĽchsin” von Chrisostome & Blandin.

Weitere Informationen gibt es auf arte unter folgenden Links: arte.tv/de | arte.tv/fr

www.professeurcyclope.fr

Professor Zyklop

Sonntag, den 17. Februar 2013

Am 1. März geht auf arte ein neues digitales Comicmagazin online: “Professor Zyklop”, erdacht und erstellt von den französischen Comicautoren und -zeichnern Gwen de Bonneval, BrĂĽno (“Atar Gull”, avant-verlag), Cyril Pedrosa (“Portugal”, Reprodukt), HervĂ© Tanquerelle (“Die falschen Gesichter” avant-verlag), Fabien Vehlmann (“Spirou und Fantasio”, Carlsen) und Tangui Jossic.

Auszüge aus der französischen Originalversion werden jeden Monat neu auf arte.tv in einer deutschsprachigen Fassung zu lesen sein. Im Auftrag von Reprodukt zeichnen Volker Zimmermann (Übersetzung), Olav Korth (Lettering) und Heike Drescher (Redaktion) für die Umsetzung verantwortlich.

In der ersten deutschsprachigen Ausgabe des “monatlichen Periodikums fĂĽr Comics und digitale Fiktionen” sind enthalten: “Die Experten (fĂĽr alles)” von Anouk Ricard, “Zappotto” von Marion Montaigne, “Gymnasiastinnen” von Stephen Vuillemin (Bild oben), “Otto der Zauberer” von Pluttark und “Die FĂĽchsin” von Chrisostome & Blandin.

Weitere Informationen gibt es auf arte unter folgenden Links: arte.tv/de | arte.tv/fr

www.professeurcyclope.fr

Neue Graphic Novels bei Reprodukt

Mittwoch, den 12. Dezember 2012

Der Berliner Comicverlag Reprodukt hat die Titel seines FrĂĽhjahrsprogramms 2013 bekannt gegeben. Ein besonderer Schwerpunkt liegt mit Titeln von Chris Ware, Robert Crumb und Daniel Clowes dabei auf Comics aus den USA. DarĂĽber hinaus startet man mit der Veröffentlichung der Comics des “Simpsons”-Schöpfers Matt Groening. Comics aus dem französischen Sprachraum bilden den zweiten StĂĽtzpfeiler des Programms: Baru, Julie Birmant & ClĂ©ment Oubrerie, Manu Larcenet, Ruppert & Mulot und Bastien VivĂ©s sind genauso mit neuen Titeln vertreten wie der Flame Brecht Evens und der Norweger Jason.

Mit “Böse Geister”, einem neuen Buch von Peer Meter (Szenario) und Gerda Raidt (Zeichnungen), wird auch eine Graphic Novel Deutscher KĂĽnstler vorliegn. Neben Alben und einer neuen Ausgabe der von Arne Bellstorf und Sascha Hommer herausgegebenen Anthologie “Orang” werden mit “Riekes Notizen” von Barbara Yelins vielgelobte Comics-Strips aus der “Frankfurter Rundschau” erscheinen.

Das Titelbild fĂĽr die Buchhandelsvorschau FrĂĽhjahr 2013 stammt von Chris Ware (“Jimmy Corrigan”). Die Buchhandelsvorschau kann als PDF-Datei (11,4 MB) hier heruntergeladen werden: Vorschau FrĂĽhjahr 2013. Einen Ăśberblick ĂĽber sämtliche Titel gibt es auch in der online einsehbaren Vorschau.

“Jimmy Corrigan – Der klĂĽgste Junge der Welt” von Chris Ware

Als Chris Ware “Jimmy Corrigan” zur Milleniumswende veröffentlichte, löste er damit weit ĂĽber die Grenzen der Comicwelt hinaus Begeisterung aus. Seitdem gilt das Buch als “Jahrhundertcomic”, der die Ausdrucksmöglichkeiten von Bild und Wort radikal ausschöpft und damit beweist: Es gibt groĂźe Literatur, die sich nur als Comic erzählen lässt.

Jimmy Corrigan ist ein linkischer und dauerkränkelnder Enddreißiger, der ein Dasein als unauffälliger Büroangestellter fristet. Sein soziales Leben beschränkt sich auf die täglichen Kontrollanrufe der Mutter – und findet ansonsten in seinen tagträumerischen Heldenfantasien statt. Ein Brief seines Vaters, der nach jahrzehntelanger Abwesenheit die Beziehung wiederbeleben möchte, reißt ihn schließlich aus seinem lethargischen Alltag heraus.

Auf nahezu 400 Seiten breitet Chris Ware die generationenübergreifende Geschichte der Familie Corrigan aus, die bis ins Chicago des ausgehenden 19. Jahrhunderts zurückreicht. Eine epische Erzählung über hundert Jahre Einsamkeit – in Bildern von berührender Tiefe.

“Chris Ware – das ist eine Ein-Mann-Revolution des Erzählens in Bildern.” – Andreas Platthaus, FAZ

Jimmy Corrigan – Der klügste Junge der Welt, ISBN 978-3-938511-12-1, 384 Seiten, farbig, 20,5 x 16,5 cm, Hardcover mit Schutzumschlag, 39 EUR, erscheint im März 2013

“Liebe ist die Hölle” von Matt Groening

Mit den Simpsons hat Matt Groening die wohl bekannteste Familie Amerikas erschaffen. Ihre Vorfahren waren drei scheue, vom Leben ĂĽberforderte Hasen – Binky, Bongo und Sheba –, die ihr Dasein in der Hölle fristeten. So nämlich sah der junge Matt Groening seinen Alltag, als er Ende der Siebzigerjahre nach Los Angeles zog. Mit dem Comic-Strip “Life in Hell” wollte er dieses “Leben in der Hölle” ursprĂĽnglich nur seinen Freunden nahebringen. Am Ende begeisterte sein gezeichnetes Inferno aus Jungsein, LiebesmĂĽh und Arbeit Zeitungsleser auf der ganzen Welt.

Der schwarze und gesellschaftskritische Humor seiner Alltagssatiren war fĂĽr viele nachfolgende KĂĽnstler eine Offenbarung. Vor allem aber waren die bald wortgewaltigen, bald verspielten “Life in Hell”-Seiten stets Matt Groenings ganz persönliche Spielwiese, auf der er sich ungehindert auslebte und so einen der lustigsten und tiefsinnigsten Comics unserer Zeit schuf.

In “Liebe ist die Hölle”, dem ersten Sammelband der Serie, unternimmt Matt Groening einen Streifzug durch die Niederungen zwischenmenschlicher Verstrickungen und liefert Antworten auf alle Fragen, die das Herz bewegen. Allen voran: “Was ist Liebe und wie kommst du darauf, dass du sie verdienst?“

Liebe ist die Hölle, ISBN 978-3-943143-47-8, 48 Seiten, schwarzweiss, 22,5 x 22,5 cm, Hardcover, 12 EUR, erscheint im Mai 2013

“Mein Ă„rger mit den Frauen” von Robert Crumb

Nach “Nausea” legt Reprodukt nun den zweiten Band einer Buchreihe mit Geschichten der Underground-Ikone Robert Crumb vor. Die hierin gesammelten Episoden tragen noch stärkere autobiografische ZĂĽge als die Literaturadaptionen in “Nausea”, beschreibt Robert Crumbs “Mein Ă„rger mit den Frauen” doch sein ureigenstes Thema.

Ob es nun die ersten pubertären Annäherungsversuche unter der Schulbank sind, seine vom LSD geprägte Sicht auf die Freizügigkeiten des Summer of Love oder aber die Plagen der Midlife-Crisis: Robert Crumbs Schwäche für dralle Frauenhintern und stramme Waden bleibt seit nunmehr einem halben Jahrhundert die wichtigste Inspirationsquelle seiner polarisierenden Comics.

Mein Ă„rger mit den Frauen, ISBN 978-3-943143-40-9, 96 Seiten, schwarzweiss, 22 x 29 cm, Hardcover, 29 EUR, erscheint im Juni 2013

“Kafka fĂĽr Anfänger” von David Zane Mairowitz & Robert Crumb

In ihrem Sachcomic “Kafka fĂĽr Anfänger” haben David Zane Mairowitz und Robert Crumb höchst anschaulich all das zusammengetragen, was Sie ĂĽber Franz Kafka wissen sollten: von seiner Kindheit bis zum posthumen Kafka-Kult; ĂĽber die Konflikte, die der Schriftsteller mit sich selbst und anderen, allen voran mit seinem Vater auszutragen hatte. Immer wieder geht es um Kafkas Zerrissenheit vor dem Hintergrund seiner deutsch-tschechischen Nationalität und der jĂĽdischen Kultur. Die Stationen von Kafkas Leben werden ergänzt durch Briefe und AuszĂĽge aus seinen Romanen und Kurzgeschichten.

Die Biografie von David Zane Mairowitz mit den Zeichnungen von Robert Crumb ist mittlerweile selbst ein Klassiker. Lange vergriffen, legt Reprodukt das Buch nun neu ĂĽberarbeitet vor.

“Kafkas Themen wie der Selbsthass, seine Beziehung zu Frauen, die Schuldfrage sind auch meine. Er ist mein Bruder im Geiste.” – Robert Crumb

Kafka für Anfänger, ISBN 978-3-943143-54-6, 176 Seiten, schwarzweiss, 14 x 21 cm, Klappenbroschur, 17 EUR, erscheint im Mai 2013

“Die Amateure” von Brecht Evens

Der Künstler Pieterjan ist zu einer Biennale auf dem Land eingeladen. Als er sich dort inmitten einer Gruppe illustrer Hobbykünstler wiederfindet beschließt er, das Kommando zu übernehmen. Denn Pieterjan hat eine Vision: Zur medienwirksamen Eröffnungsfeier soll ein riesiger Gartenzwerg – als Symbol flämischer Identität – errichtet werden. Das Projekt nimmt schließlich babylonische Ausmaße an, und auch die unterschiedlichen Ambitionen und Bedürfnisse der Künstler prallen aufeinander.

In malerisch-bunten, expressionistisch ausufernden Szenerien fängt Brecht Evens die GefĂĽhle und Verhaltensweisen seiner KĂĽnstlercharaktere ein: Geltungsdrang und Individualismus, Ă„ngste und Zweifel. “Die Amateure” ist ein feinsinniges Kaleidoskop moderner Befindlichkeiten, und dabei selbst ein kleines Kunstwerk.

Die Amateure, ISBN 978-3-943143-46-1, 224 Seiten, farbig, 21 x 26 cm, Flexcover, 34 EUR, erscheint im Mai 2013

“Pablo 1 – Max Jacob” von Julie Birmant & ClĂ©ment Oubrerie

Im Jahr 1900, bei seiner Ankunft in Paris, kennt man Picasso einfach nur als Pablo. Die vierbändige Biografie von Julie Birmant und Clément Oubrerie erzählt von dieser Anfangszeit, als der junge Katalane seinen Weg gerade erst findet.

In “Max Jacob”, dem ersten Band, durchlebt der KĂĽnstler ein bewegtes Auf und Ab zwischen kleineren Erfolgen und groĂźen Zweifeln. Doch der Dichter Max Jacob, sein heimlicher Verehrer, glaubt an Pablos neue Kunst…
Leichthändig verknĂĽpfen die Autoren Pablos Geschichte mit der Biografie der wohl bekanntesten Muse des Malers, Fernande Olivier. “Pablo” wird so zum Porträt einer aufblĂĽhenden Epoche mit all ihren Lichtmomenten und Schattenseiten.

Pablo 1 – Max Jacob, ISBN 978-3-943143-49-2, 88 Seiten, farbig, Klappenbroschur, 22 x 29 cm, 20 EUR, erscheint im März 2013

“Der Todesstrahl” von Daniel Clowes

Der schmächtige Außenseiter Andy muss im Alter von 17 Jahren feststellen, dass ihm seine erste Zigarette übermenschliche Kräfte verleiht. Von dieser nikotingegebenen Macht bereits überfordert, fällt ihm wenig später ein Erbe seines Vaters in die Hände: ein Todesstrahler wie aus einem Ed-Wood-Film. Nur allzu bald lernt er, dessen zerstörerische Kraft für seine egoistischen und gänzlich banalen Zwecke einzusetzen.

Was als Coming-of-Age-Erzählung beginnt, wandelt sich rasant zur abgründigen Satire. Indem Daniel Clowes einen orientierungslosen Teenager über Gut und Böse entscheiden lässt, entlarvt er die moralische Zwiespältigkeit jeder einfachen Heldengerechtigkeit.

“Clowes zertrĂĽmmert die Welt auf höchstem ästhetischen Niveau.” – Alexander Braun, Die Woche

Der Todesstrahl, ISBN 978-3-943143-52-2, 48 Seiten, farbig, 23 x 30,5 cm, Hardcover, 20 EUR, erscheint im April 2013

“Böse Geister” von Peer Meter & Gerda Raidt

Als der sechzigjährige Harry Wallmann erfährt, dass das Stadtviertel seiner Jugend vor dem Abriss steht, macht er sich auf den Weg zu seinem Elternhaus. Doch was als Abschiednehmen geplant ist, gerät zur Reise in eine dunkle Vergangenheit: Je stärker er sich einlässt auf jene Zeit, umso erschreckender treten tief in ihm verschüttete Erlebnisse zutage. Ganz unmerklich wird er eingesponnen von den bösen Geistern seiner Kindheit.

In atmosphärischen Zeichnungen gelingt es Gerda Raidt, Peer Meters spannend verschachteltes Drama um Schuld, Verlust und den “Gespenster-Harry” eindringlich zu inszenieren, ohne dabei den fĂĽr ihr illustratives Schaffen so charakteristischen Charme einzubĂĽĂźen.

Böse Geister, ISBN 978-3-943143-42-3, 104 Seiten, zweifarbig, 19 x 23 cm, Klappenbroschur, 20 EUR, erscheint im März 2013

“Die groĂźe Odaliske” von Bastien Vivès | Ruppert & Mulot

Die BeutezĂĽge der Einbrecherinnen Alex und Carole könnten spektakulärer kaum sein – haben die beiden es doch nur auf die besten Museen und die hier ausgestellten Meisterwerke der Kunstgeschichte abgesehen. Wobei das clevere Duo selbst vor dem Louvre nicht haltmacht. Doch um Ingres’ “Die GroĂźe Odaliske” am Sicherheitssystem vorbeizuschleusen, brauchen sie Verstärkung. Dass die Motorrad-Akrobatin Sam das Team komplettiert, verspricht einen kĂĽhnen Plan…

FĂĽr “Die GroĂźe Odaliske” haben sich Ruppert & Mulot, die Meister des subversiven Independentcomics, mit Bastien Vivès zusammengetan. Das Resultat ĂĽberzeugt mit zeichnerischer Eleganz und erzählerischer Finesse.

“Ruppert und Mulot geben dem Comicgenre eine lange nicht mehr so deutlich gespĂĽrte subversive Kraft zurĂĽck.” – Elise Graton, Zeit Online

Die GroĂźe Odaliske, ISBN 978-3-943143-43-0, 128 Seiten, farbig, 19 x 25,5 cm, Klappenbroschur, 18 EUR, erscheint im Mai 2013

“Blast 2 – Die Apokalypse des Heiligen Jacky” von Manu Larcenet

Polza Mancini steht unter Mordverdacht. Die Ermittler ekeln sich vor diesem unförmigen und heruntergekommenen Riesen, den sie schlicht fĂĽr einen Psychopathen halten. Und doch sind sie gezwungen, sich seine Erzählung anzuhören. Es ist die Geschichte einer Verwahrlosung, die Mancini im Verhör bis ins abgrĂĽndigste Detail offenlegt: Auf der Suche nach dem “Blast”, einem Moment höchster Erleuchtung, hat er sein bĂĽrgerliches Leben ĂĽber Bord geworfen und sich in die Wildnis zurĂĽckgezogen.

“Blast” ist eine EtĂĽde in Grau, von Manu Larcenet meisterhaft in Tusche ausgefĂĽhrt und voller Allegorien, die in die AbgrĂĽnde seiner Figuren fĂĽhren.

Blast 2 – Die Apokalypse des Heiligen Jacky, ISBN 978-3-943143-41-6, 208 Seiten, teilweise farbig, 20,5 x 27 cm, Hardcover, 29 EUR, erscheint im April 2013

“ZurĂĽck auf der StraĂźe” von Baru

Edith ist nach zwanzig Jahren Beziehung verschwunden. Auf der Suche nach einem Gefühl von Freiheit hat sie sich wieder auf den Weg gemacht. Und ihr Freund André folgt ihr dorthin – auf die Straße. Die vermeintliche Flucht entwickelt sich zu einem Roadtrip durch Raststätten, triste Hotelzimmer und Bars, tief hinein in das Frankreich der einfachen Arbeiter, Prostituierten und Kleinkriminellen.

Was Jack Kerouac mit “On the Road” noch als VerheiĂźung fĂĽr eine ganze Generation niederschrieb, lässt Baru zwei Erben dieser Zeit aufs Neue durchleben. Seine ungeschönte Sozialstudien, gewĂĽrzt mit Spannung und Komik, sind beste Unterhaltung.

“Wer also Frankreich besser verstehen will, der lese Baru. Einen der besten Comicerzähler und -zeichner lernt man dabei auch kennen – wenn man ihn nicht längst schon liebt.” – Andreas Platthaus, FAZ

ZurĂĽck auf der StraĂźe, ISBN 978-3-943143-53-9, 104 Seiten, farbig, 19 x 25,5 cm, Klappenbroschur, 20 EUR, erscheint im Juni 2013

“Die Insel der 100.000 Toten” von Fabien Vehlmann & Jason

Gweny ist dazu verdammt, allein mit ihrer verrückten und lieblosen Mutter zu leben. Ihr Vater hat die Familie vor vielen Jahren verlassen – angeblich um einen versteckten Schatz auf der Insel der 100.000 Toten zu suchen. Als Gweny eines Tages eine Karte jener besagten Insel in die Hand fällt, bringt sie eine geldgierige Piratenbande dazu, sie zu ihrem Ziel zu führen. Hier gelingt es Gweny, nicht nur das Geheimnis ihres Vaters zu lüften, sondern auch das des sagenumwobenen Eilands.

Unkonventionell konterkarieren Jason und Fabien Vehlmann in “Die Insel der 100.000 Toten” das klassische Genreformat der Piratengeschichte mit ihrem trockenen Humor sowie äuĂźerst reduzierten Zeichnungen.

Die Insel der 100.000 Toten, ISBN 978-3-943143-44-7, 56 Seiten, farbig, 19 x 25,5 cm, Klappenbroschur, 15 EUR, erscheint im März 2013

“Orang 10 – Heavy Metal” von Sascha Hommer und Arne Bellstorf [Hrsg.]

Die subversive, gewalttätige Ästhetik des Heavy Metal hat sich nicht nur im gleichnamigen Musikstil, sondern ebenso in Filmen, Romanen und Comics als künstlerische Ausdrucksform der 70er- und 80er-Jahre etabliert.
Die zehnte und letzte Ausgabe des Comicmagazins “Orang” eignet sich Motive des Heavy Metal an, um zu ganz eigenen Narrationen zu gelangen.

In “Orang” 10 zeigen Zeichnerinnen und Zeichner aus Berlin, Hamburg, Leipzig, Helsinki und Beijing Szenen des Schreckens, die sich in Proberäumen und Supermärkten abspielen, in Polizeistaaten, in der ostdeutschen Provinz – und an sonstigen Orten des Grauens.

Mit Comics von Anke Feuchtenberger, Aisha Franz, Anna Haifisch, Sascha Hommer, Marijpol, Till Thomas, Amanda Vähämäki und vielen anderen.

Orang 10, ISBN 978-3-943143-48-5, 144 Seiten, farbig & schwarzweiss, 21 x 24 cm, Softcover, 18 EUR, erscheint im Januar 2013

“Kinderland ist abgebrannt”

Donnerstag, den 14. Januar 2010

9783941099302Christian SchlĂĽter, Kulturredakteur der “Frankfurter Rundschau”, in der morgigen Ausgabe der Tageszeitung ĂĽber “Jenseits” von KerascoĂ«t und Fabien Vehlmann (Reprodukt):

Kinderland ist abgebrannt

Alles fängt so lieblich an. Geradezu harmlos. Unschuldig. Ein Mädchen in hellem Sommerkleid erwartet bei sich zu Haus einen Verehrer. Sie ist ganz aufgeregt und fragt ihre kleine Schwester, ob sie denn auch hübsch genug sei Und da ist er auch schon, Hektor, sehr höflich, beinahe übertrieben formvollendet stellt er sich mit einer Verbeugung vor. Die junge Frau ist entzückt, man nimmt auf einem rosa Sofa Platz. Dem Gast wird sogleich ein Stück Kuchen angeboten, doch zu ihrem Entsetzen muss die Gastgeberin bemerken, dass sie völlig vergessen hat, die heiße Schokolade zuzubereiten. Welch ein Fauxpas! Zum Glück hat die kleine Schwester an alles gedacht und serviert dem Gast sein Pläsier. mehr

“Dort drauĂźen lauern Gefahren”

Sonntag, den 10. Januar 2010

9783941099302Gleich noch einmal Sven Jachmann in der “taz” vom 9. Januar ĂĽber “Jenseits” von KerascoĂ«t und Fabien Vehlmann (Reprodukt).

Dort drauĂźen lauern Gefahren

KINDHEIT Was geschieht, wenn Märchenfiguren das ausleben, wofĂĽr sie geschaffen wurden? Der Comic “Jenseits” fängt harmlos an. Aber dann!

Märchen sind das Grauen. Nicht nur, weil sie mittels unsittlicher Methoden, der Bestrafung, zum sittsamen Verhalten erziehen wollen, sondern auch, weil sie durch die Kraft der Fantasie ein erstes Gespür dafür bereiten, dass die Welt dort draußen mit so mancher Gefahr aufwarten kann. Deswegen besteht das Figurenarsenal des Märchens aus Archetypen, deren Eigenschaften zugleich von konservativen Geistern zu zivilisatorischen Standards erhoben werden, im Guten wie im Schlechten: die bösartige Prinzessin als Zeichen ungehemmter Machtlust, die tugendhafte Magd als Zeichen moralischer Integrität, das rastlose Kind als Zeichen ungebremster Entdeckerfreude, dem indes noch die Genügsamkeit der Erwachsenen gelehrt werden muss. mehr

Neue Rezensionen – Dezember 2009 (1)

Donnerstag, den 10. Dezember 2009

Vor allem auf den Seiten von Online-Feuilletons und auf Blogs wurden in den vergangenen Wochen Graphic Novels vorgestellt und besprochen. Eine Auswahl findet sich hier.

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FĂĽr das Autorennetzwerk suite101.de wirft Marco Behringer einen Blick in Joe Saccos “Palästina” (Edition Moderne) und ordnet die “journalistische Graphic Novel ĂĽber den Alltag der Palästinenser” in das Graphic Novel-Subgenre der Comicreportage ein.

Das Interesse fĂĽr Simon Schwartz’ DebĂĽt “drĂĽben!” blieb auch in den vergangenen Wochen beständig hoch und weitere Medien berichteten ĂĽber die Ost-West-Familiengeschichte des Berliners. FĂĽr einheits-brei.de, ein Onlineprojekt des 6. Jahrgangs der electronic media school (ems) in Potsdam, wurde der Autor interviewt, der Text findet sich hier: “Endlich drĂĽben – eine Ausreisegeschichte als Comic”. Ein weiteres Interview fĂĽhrte Simon Schwartz mit einem Vertreter von visuellepolitik.at, das Ergebnis ist hier zu lesen: “Die DDR im Kopf”. Auch in Dänemark fand “drĂĽben!” Beachtung: Autor und Buch wurden von Benjamin Krasnik im “Kristeligt Dagsblad” unter dem Titel “Muren er vigtig for mig og landets historie” vorgestellt.

Kriminalcomics stehen im Mittelpunkt des Artikels “Crime and Punishment”, den Benjamin Vogt fĂĽr das österreichische Kulturportal “The Outfit” verfasst hat. Vorgestellt werden unter anderem “RG – Riad an der Seine” (Carlsen) von Pierre Dragon & Frederik Peeters sowie “M – Eine Stadt sucht einen Mörder” (Cross Cult) von Jon J. Muth.

“Ăśppig grĂĽnes Grauen” liest Brigitte Helbling in Fabien Vehlmanns und KerascoĂ«ts modern-morbiden Märchen “Jenseits” (Reprodukt) und schreibt darĂĽber auf der Website von titel-magazin.de. Ăśber den gleichen Titel schreibt auch Markus Dewes auf tagesspiegel.de und fasst dort zusammen: “Märchenfiguren im Blutrausch”.

Ebenfalls auf tagesspiegel.de stellt der Politikwissenschaftler Thomas Greven in seiner Kolumne einen politischen Comic vor; den hierzulande noch unveröffentlichten “A.D. – New Orleans after the Deluge” (Pantheon Books) von Josh Neufeld, der sich mit der “Amerikanischen Sintflut” in New Orleans befasst. Ressortchef Lars von Törne schreibt an gleicher Stelle ĂĽber “Miller und Pynchon” (Luftschacht): “Männer weinen heimlich”.

Auf echo-online.de stellt Heide Germann fest, dass “Der Krieg der Knöpfe” (Kinderbuchverlag Wolff) von Mathieu Gabella & ValĂ©rie Vernay nach Louis Pergaud nicht nur fĂĽr Comicleser interessant ist.

Warum der Aufschrei angesichts der Bibel-Umsetzung “Genesis” (Carlsen) von Robert Crumb ausblieb, ist dem Schweizer Rundfunk DRS2 klar. Online kann nachgehört werden, warum: “Crumbs ‘Genesis’ schockiert kaum”.

fm4.at, die Website des Jugendsenders des ORF, präsentiert ein Interview mit dem Autor und Zeichner der Fussballer-Biografie “Der Papierene, Band 1″ von Sascha Dreier (Ueberreuter), das Christian Achatzi und Reinhard Krennhuber fĂĽr das Fussballmagazin “Der Ballesterer” fĂĽhrten. “Die sitzen alle auf meinem Tisch”, wird der Autor zitiert.

Guy Delisles Reisebericht “Aufzeichnungen aus Birma” (Reprodukt) bespricht FrĂ©dĂ©ric Villan fĂĽr spreeblick.de und kommt zu dem Schluss, dass es sich um “ein groĂźartiges, ein ausgezeichnetes Buch” handelt.

“Jenseits” – Leseprobe online

Freitag, den 28. August 2009

cover_jenseitsAuch zu einem weiteren, im September bei Reprodukt erscheinenden Titel, gibt nun eine Leseprobe: “Jenseits” von KerascoĂ«t und Fabien Vehlmann ist eine Geschichte, die sich wie ein modernes Märchen liest.

Es beginnt mit einem heiteren Kaffeetrinken, zu der die junge Dame ihren Schwarm eingeladen hat. Kuchen und heiße Schokolade werden gereicht, und es verspricht ein vergnügliches Rendezvous zu werden. Doch die Idylle schlägt in blankes Entsetzen um, als dicke violette Tropfen von der Decke fallen und alles zusammenzubrechen droht. In letzter Sekunde entkommen die beiden ans Tageslicht, um zu erkennen, dass es nicht ein Haus oder eine Höhle war, aus der sie geflohen sind – hinter ihnen liegt, um ein Vielfaches größer als sie selbst, ein Mädchen leblos im Gras. Eine Reihe weiterer kleiner Geschöpfe entsteigen dem toten Körper, und sie alle müssen sich nun gemeinsam in einer bedrohlichen Natur zurechtfinden.

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Um den unvermittelten Umschwung zwischen Freude, MitgefĂĽhl und Grausamkeit kreist “Jenseits” von KerascoĂ«t und Fabien Vehlmann. Die Erfahrungs- und GefĂĽhlswelt eines Kindes wird in eine Figurenkonstellation projiziert, die dem Reich der Märchen entsprungen scheint.

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Die Idee zu “Jenseits” stammt von Marie Pommepuy, die mit SĂ©bastien Cosset das Zeichnerduo KerascoĂ«t bildet. Gemeinsam haben sie bereits mehrere Alben fĂĽr die Serien “Miss Pas Touche” und “Donjon – Abenddämmerung” gezeichnet. Zusammen mit Szenarist Fabien Vehlmann (“Der Marquis von Anaon”, Salleck Publications) hat KerascoĂ«t hier eine verstörende Geschichte geschaffen, ein modernes Märchen, das in seiner einzigartigen Mischung aus Niedlichkeit und Grauen den Leser gefangen nimmt.

Die achtseitige Leseprobe lässt sich hier als PDF herunterladen (4,3 MB).

Jenseits, ISBN 978-3-941099-20-3, 96 Seiten, farbig, 25,5 x 19 cm, Klappenbroschur, 18 EUR, erscheint im September bei Reprodukt