Graphic Novels
News Termine Presse Erste Schritte Buchhandel / Vertrieb Bibliotheken Über uns Impressum

Archiv des Tags ‘From Hell’

Neue Rezensionen – August 2009 (2)

Dienstag, den 11. August 2009

In den vergangenen Tagen wurden wieder einige Comics und Graphic Novels in der ĂĽberregionalen Presse und in Internetfeuilletons besprochen.

fromhell_blue_judeny

Thomas Hummitzsch widmete sich bereits am 4. August der Neuauflage von Alan Moores und Eddie Campbells Jack the Ripper-Version “From Hell” (Cross Cult) und schreibt auf der Seite des Onlinefeuilletons “Berliner Literaturkritik” ĂĽber diese “Höllenfahrt in Schwarz-WeiĂź”.

FĂĽr das online erscheinende “Titel-Magazin” hat sich Alexander Frank am 6. August die beiden bei Schreiber & Leser erhältlichen Bände “blue” und “Liebe und andere Kleinigkeiten” der japanischen Autorin Kiriko Nananan angesehen und fasst sie unter der Ăśberschrift “Preziöse Krisen” zusammen.

In der gestrigen Ausgabe der Frankfurter Rundschau findet sich eine Besprechung von Ben Katchors “Der Jude von New York” (avant-verlag). Ole Frahm, Redakteur und Mitgleid der ArGL (Arbeitsstelle fĂĽr graphische Literatur) an der Universität Hamburg, sieht den “Klang der Erleichterung” ein zentrales Motiv des Bandes.

“Höllenfeuer der Moderne”

Dienstag, den 17. März 2009

From Hell CoverGeorg SeeĂźlen bespricht in der heutigen Ausgabe der “Tageszeitung” Alan Moores und Eddie Campbells “From Hell” (Cross Cult) und schreibt nebenbei noch Lesenswertes zum Thema Graphic Novel allgemein:

Höllenfeuer der Moderne

Als Jack the Ripper sein Unwesen trieb: Zur Neuausgabe der Grafic Novel “From Hell” von Alan Moore und Eddie Campbell. Ein Meisterwerk drastischer und vieldeutiger Blood Poetry.

Am Strand bei Bournemouth im Jahr 1923 unterhalten sich zwei alte Männer. Einer war Polizist, der andere ein “Hellseher”. Kennengelernt haben sie sich damals, als ein Serienmörder in Whitechappel Prostituierte tötete und offensichtlich mit ärztlichem Handwerkszeug und Geschick ausweidete. “Jack the Ripper” nannte man den Whitechappel-Mörder; so hieĂź es in Bekennerbriefen, die die Polizei narrten, die aber kaum von dem Täter selbst stammten. Jack the Ripper beflĂĽgelte die Fantasie merkwĂĽrdiger Menschen in einer merkwĂĽrdigen Zeit: die 80er-Jahre des 19. Jahrhunderts, der brutale Vormarsch des Neuen, von Industrialisierung und Wissenschaft, Klassenkampf und brutaler Zähigkeit des Alten, des Empire, des englischen Königshauses und des Aberglaubens. Eine Welt, die durch den Fortschritt noch finsterer wurde. In den Köpfen und in den StraĂźen. Das Herz der Finsternis liegt in Afrika. Oder in den Slums von London. mehr

“Tinte ist mein Blut”

Montag, den 16. Februar 2009

From Hell CoverJan Oberländer sprach fĂĽr den Berliner “Tagesspiegel” und “Die Zeit” mit Autor Alan Moore anläßlich der Neuauflage seiner “Jack The Ripper”-Interpretation “From Hell” (Cross Cult).

Tinte ist mein Blut

Jack the Ripper lebt: Alan Moore ĂĽber seine neu aufgelegte Graphic Novel „From Hell“ – und seinen Klassiker “Watchmen”, der demnächst ins Kino kommt.

Als der Königliche Leibarzt Dr. William Gull in einem düsteren, blutverschmierten Zimmer gerade die Prostituierte Marie Kelly in Stücke schneidet, macht in seinem Kopf irgendetwas klick. Plötzlich befindet er sich in einem modernen Großraumbüro. Computer, Kopierer, Handymenschen. „Wacht auf und schaut mich an!“, ruft Gull. Niemand hört ihn.

Die Vision geht schnell vorĂĽber, aber die Verbindung zur Gegenwart ist hergestellt. In seinem faktengesättigten, aber ausdrĂĽcklich fiktiven Comic-Epos „From Hell“ porträtiert der englische Autor Alan Moore den Mann, der 1888 im Londoner Stadtteil Whitechapel fĂĽnf Frauen bestialisch ermordete, als „Hebamme des 20. Jahrhunderts“. mehr in “Der Tagesspiegel” und in “Die Zeit”.

“Tyrannei der Muttermilch”

Mittwoch, den 28. Januar 2009

From Hell CoverIn der heutigen Ausgabe der “SĂĽddeutschen Zeitung” bespricht Christoph Haas Alan Moores und Eddie Campbells “From Hell” (Cross Cult):

Tyrannei der Muttermilch

Wer war Jack the Ripper? Unglaublich lebendig und dokumentarisch genau nähern sich Alan Moore und Eddie Campbell in ihrem Comic “From Hell” einer Antwort in Bildern.

Fünf Mal schlägt er im Herbst 1888 zu. Sein Revier ist das Whitechapel-Viertel im bitterarmen Osten Londons. Stets sind seine Opfer Frauen, und stets werden sie erst erwürgt, dann auf grausamste Weise verstümmelt. Die Polizei ermittelt auf Hochtouren. Falsche Selbstbezichtigungsschreiben gehen stapelweise ein. Die Medien überschlagen sich. Gerüchte gehen um: Hohen, sogar höchsten gesellschaftlichen Kreisen soll der Täter angehören. Gefasst wird er nie. Noch heute aber kennt jeder den klangvoll-schauerlichen Namen, den man ihm damals verlieh: Jack the Ripper. mehr

“From Hell” in der Presse

Samstag, den 24. Januar 2009

From Hell CoverDie von Alan Moore geschriebene und von Eddie Campbell gezeichnete Interpretation der Legende um Serienmörder Jack the Ripper, “From Hell” (Cross Cult), wurde seit Erscheinen im Dezember mehrfach besprochen, zuletzt samt Interview mit dem Autor im ZĂĽndfunk des Bayerischen Rundfunks. Anlass fĂĽr eine kleine Presseschau:

Christian Meyer schreibt auf intro.de:

Zwischen 1989 und 1997 ist dieses Monstrum einer Graphic Novel entstanden, Cross Cult bringt die deutsche Übersetzung nun in einer überarbeiteten Neuauflage heraus. Der Inhalt ist monströs, schließlich erzählt Autor Alan Moore die Geschichte Jack the Rippers. 1888 wurden innerhalb weniger Monate fünf Prostituierte in London ermordet und verstümmelt. mehr

Jens Pacholsky im “Goon-Magazin”:

Groschenhefte und Grabsteine

Das Kriminalmeisterwerk »From Hell« von Alan Moore und Eddie Campbell ist eine teuflische Autopsie unserer selbst

Es gibt im europäischen Raum der Moderne wenige Grausamkeiten, die wie die Geschichte von Jack The Ripper noch immer für unzählige Spekulationen, Verschwörungstheorien und Erstaunen sorgen. Eigentlich gibt es zu den Mordfällen, die im Jahre 1888 fünf Prostituierten im Londonder Stadtteil Whitechapel das Leben kosteten, nur die Gewissheit der Morde. mehr

Markus Köbnik im BR-Zündfunk:

Der Comic-Epos von Alan Moore ist wieder da

In Alan Moores “From Hell” geht es auf 600 Seiten in dĂĽsteren Schwarz-WeiĂź-Zeichnungen um den vielleicht schlimmsten Serienmörder der Geschichte: Jack The Ripper. Moore hat zehn Jahre an diesem Buch gearbeitet. Jetzt ist es in einer neuen Gesamtausgabe wieder bei uns erhältlich.

Ein Opfer, dem alle Organe entfernt wurden: So einen Tatort haben Inspektor Abberline und sein Kollege noch nie gesehen. Von der ermordeten Prostituierten ist nicht mehr viel ĂĽbrig. Genau wie bei den vier Opfern vor ihr. Und obwohl die Londoner Polizei immer noch im Dunklen tappt, wer hinter den Morden steckt, kennt die Presse bereits seinen Namen: Jack the Ripper. mehr

 

“Aus der Hölle auf den Gabentisch”

Montag, den 15. Dezember 2008

From Hell CoverJörg Böckem schreibt auf “Spiegel Online” ĂĽber die Neuauflage des Jack-the-Ripper-Comics “From Hell” von Alan Moore (Szenario) und Eddie Campbell (Zeichnungen), der bei Cross Cult dieser Tage erschienen ist:

Aus der Hölle auf den Gabentisch

Wer sich Weihnachten so richtig vermiesen will, sollte zu Alan Moores Meisterwerk “From Hell” greifen. Der Comic ist eine mitreiĂźende Meditation ĂĽber Jack The Ripper – und erscheint jetzt in einer aufwendigen Gesamtausgabe. Ein echter Killer!

All jenen, denen die Tage und Nächte im Dezember noch nicht dunkel genug sind, kann geholfen werden: PĂĽnktlich zum Weihnachtsfest bringt der Verlag Cross Cult eine ĂĽppige und todschöne Neuauflage des Klassikers “From Hell” heraus. Alan Moores Comic-GroĂźwerk ist das perfekte Heilmittel gegen Tannenbaumlichterkettenkitsch und Feiertagsseligkeit – auf 604 Seiten erzählt der britische Autor, unterstĂĽtzt von Zeichner Eddie Campbell, seine Version des Jack-The-Ripper-Mythos in unerreichter Tiefe und Detailreichtum. mehr

Neue Graphic Novels bei Cross Cult

Freitag, den 7. November 2008

From Hell cover rgbIm Asperger Verlag Cross Cult erscheinen in den nächsten Monaten eine Reihe interessanter Graphic Novels. Der vor allem fĂĽr die Comics um den inzwischen zweimalig verfilmten “Hellboy” und die “Sin City”-Serie bekannte Verlag hat sein Programm im Laufe der Zeit stetig erweitert und neben Fantasy- und Superhelden-Comics nun auch einige Krimi- und Horrortitel im Programm. Nachdem dort schon Alan Moores und Melinda Gebbies “Lost Girls” erschienen ist – das inzwischen in der zweiten Auflage vorliegt – wird im Dezember ein weiteres wichtiges Werk von Alan Moore folgen, das in diesem Fall von Eddie Campbell umgesetzt wurde. “From Hell” erzählt eine grĂĽndlich recherchierte “Jack the Ripper”-Version, deren Verfilmung mit Johnny Depp bereits vor einigen Jahren erfolgreich im Kino lief. Der zunächst bei Speed Comics erschienene Band war lange Zeit vergriffen und wird in einer ĂĽberarbeiteten Neuauflage vorgelegt.

1888 bringt ein bis heute anonymer Mörder vier Prostituierte im Londoner Stadtteil Whitechapel um. Morde von ausgesprochener Brutalität: vier Frauen werden die Kehlen aufgeschlitzt, ihre Unterleiber verstümmelt. Der Täter und seine Motive liegen bis heute im Dunkeln.

1988 begann Alan Moore die Arbeit an “From Hell”. Zehn Jahre sollte er fĂĽr dieses monumentale Werk benötigen, das mehr ist als nur eine minutiöse Aufarbeitung und Interpretation der Ereignisse in Whitechapel jener Tage. Auf sechshundert Seiten schildert dieser berĂĽhmte grafische Roman, wie sich reale Ereignisse und irrationale Ă„ngste im London Ende des 19. Jahrhunderts zu einer Massenparanoia ungekannten AusmaĂźes ausufern …

fromhell_leseprobe.jpg

“Die schonungslos präzise, Blut triefende Autopsie eines kriminalistischen und kriminellen Ereignisses, das bis in die heutige Zeit nachhallt. Das Skalpel gehört einem Mörder, doch Moores Hand ist es, die es fĂĽhrt.” – Die Welt

Im kommenden Jahr folgt mit John J. Muths “M”, einer Comicversion von Fritz Langs Filmklassiker, eine weitere Graphic Novel. Diese zuerst auf drei Teile angelegte Serie war in Deutschland bisher nur unvollständig erschienen und wird bei Cross Cult komplett als Einzelband vorgelegt.

From Hell, ISBN 978-3-936480-53-5 , Hardcover, schwarzweiĂź, 604 Seiten, 49,50 Euro, erscheint bei Cross Cult