Graphic Novels
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Archiv des Tags ‘Goliath’

“Goliath als Underdog”

Freitag, den 11. Januar 2013

In der heutigen Ausgabe der in Wien erscheinenden Tageszeitung Die Presse wird “Goliath” von Tom Gauld (Reprodukt) besprochen. Christoph Huber gefallen die “pointierten” Dialoge in Gaulds “reduzierter, aber hintersinniger Umdeutung des biblischen Mythos”.

Besonders hebt Huber auch die Ăśbersetzung hervor, die vom Wiener Comic-Autoren Nicolas Mahler (“Pornografie und Selbstmord”, Reprodukt; “Alte Meister”, nach Thomas Bernhard, Suhrkamp) stammt: Denn dieser sei “ebenfalls ein existenzialistischer Experte fĂĽr die Verschränkung von weltschmerzendem Witz, minimalen Mitteln und maximaler Melancholie”.

Zum Artikel geht es hier: “Goliath als Underdog”.

“Jenseits des Mainstreams”

Donnerstag, den 10. Januar 2013

Zwei Mal religiöser Bezug, einmal Provinz: Drei fĂĽr den Rezensenten erfreuliche Comics stellte Christian Gasser heute in der Sendung “Corso” im Deutschlandradio vor: “Goliath” von Tom Gauld (Reprodukt), “Buddha” von Osamu Tezuka (Carlsen) sowie “Die Essex-County-Trilogie” von Jeff Lemire (Edition 52). Mit Spannung erwartet er die Veröffentlichung von “Jimmy Corrigan – Der klĂĽgste Junge der Welt” von Chris Ware (Reprodukt), dem seiner Meinung nach “besten Comic der letzten 20 Jahre”. Direkt zum Audiobeitrag gelangt man hier: “Jenseits des Mainstreams”.

Graphic Novels in den Medien – 23. November 2012

Freitag, den 23. November 2012

Dirk Schneider stellte auf NDR info “Graphic Novels ĂĽber deutsche Befindlichkeiten” vor: “Im Land der FrĂĽhaufsteher” von Paula Bulling, “HĂĽhner, Porno, Schlägerei” von Sophia Martinek (beide avant-verlag) sowie das noch nicht erschienene “Vakuum” von Lukas JĂĽliger (Reprodukt). Allen BĂĽchern gemein ist die Beschäftigung mit der deutschen Provinz und wie die Autorinnen hier spannende Geschichten finden.

Ăśber die Ausstellung zum schweizer-deutschen Comicmagazin “Strapazin” im Cartoonmuseum Basel schreibt Martin Halter in der Badischen Zeitung: In “Aspirin und Strapaze” wird “Strapazin-Herausgeber David Basler mit den kĂĽhnen Worten zitiert “Wir kĂĽmmern uns nicht um unsere Leser.”

Thomas Kögel resĂĽmiert seine Besprechung von Bryan Talbots “Grandville” (Schreiber & Leser) mit dem Wunsch, mehr von “diesem interessanten Weltenentwurf lesen zu dĂĽrfen”. Das Review findet sich auf comicgate.de.

“Tatsächlich verfĂĽgt der Comic aber ĂĽber weitaus mehr Symbolkraft, als man auf den ersten Blick erkennt, und hat fĂĽr den aufmerksamen Leser immer wieder Momente bereit, in denen man staunend innehalten kann”, schreibt Boris Kunz auf titel-magazin.de ĂĽber “Goliath” von Tom Gauld (Reprodukt): “Kleines Buch mit groĂźem Namen”.

Weiterhin schicken Leserinnen und Leser dem Berliner Tagesspiegel kurze Texte zu den “Besten Comics des Jahres”, die im Artikel laufend aktualisiert werden und inzwischen auf sechs Seiten zu lesen sind.

Graphic Novels in den Medien – 20. November 2012

Dienstag, den 20. November 2012

Bereits am Freitag vergangener Woche stellte Christian Gasser in der Neuen ZĂĽrcher Zeitung “Hicksville” von Dylan Horrocks (Reprodukt) vor. In “Die Grösse, Magie und Erbärmlichkeit der Comics” resĂĽmiert er: “In einer Zeit, in der sich der Comic unter dem neudeutschen Gattungsbegriff «Graphic Novel» auch hierzulande eine neue Respektabilität und eine breite erwachsene Leserschaft erschliesst, bietet «Hicksville» den deutschsprachigen Leserinnen und Lesern einen anregenden Streifzug durch den vielfältigen und widersprĂĽchlichen Kosmos der gezeichneten Geschichten.”

In der gestrigen Ausgabe druckte die tageszeitung ein ausfĂĽhrliches Interview von Michael Brake mit dem aus Schottland stammenden Comic-Autoren und Cartoonisten Tom Gauld ĂĽber sein Buch “Goliath” (Reprodukt) ab. Neben den BeweggrĂĽnden, sich auf humorvolle Art mit einer biblischen Vorlage zu befassen, verrät Gauld hier auch, wohin er mit einer Zeitmaschine reisen wĂĽrde: “„Die Bibel ist so einseitig“”.

Als “einen der herausragenden Comicromane des Jahres” bezeichnet Lars von Törne auf tagesspiegel.de “Rosalie Blum” von Camille Jourdy (Reprodukt). Er zeigt sich vor Allem von Jourdys so differenziert wie mit viel Humor und Wärme dargestellten Charakteren angetan, wie er “Die Leidenschaft des Friseurs” in schreibt.

In seinem FAZ-Blog stellt Andreas Platthaus den Abenteuercomics “Atar Gull” von Fabien Nury und BrĂĽno (avant-verlag) vor, der es ihm sichtlich angetan hat. FĂĽr ihn ist die Adaption des gleichnamigen Romans aus dem frĂĽhen 19. Jahrhundert ein einziges “LesevergnĂĽgen”: “Die Rache eines Sklaven”.

Graphic Novels in den Medien – 16. November 2012

Freitag, den 16. November 2012

Auf zeit.de stellt Michael Brake den englischen Comicautoren Tom Gauld vor: “Hier kommt der fĂĽnftschlechteste Schwertkämpfer”. Neben seiner ersten längeren Erzählung “Goliath” (Reprodukt) geht es auch um Gaulds Arbeiten als Illustrator und Cartoonist fĂĽr den britischen Guardian, fĂĽr den er sich humorvoll mit Themen der Literatur auseinandersetzt. FĂĽr Brake zählt Gauld “zu den interessantesten Comiczeichnern seiner Generation”.

“Zum Abschuss friegegeben”, die neue Krimi-Adaption von Jacques Tardi, nach einer Vorlage von Jean-Patrick Manchette (Edition Moderne), kann Moritz Honert nicht recht ĂĽberzeugen, wie er auf tagesspiegel.de schreibt: “Blutiges Fiasko”. Er hätte sich eine Aktualisierung der Vorlage gewĂĽnscht. Derweil wurde bekannt, dass an einer Hollywood-Verfilmung des Bandes “Im Visier” gearbeitet wird, das Tardi ebenfalls als Comic nach einer Vorlage von Manchett anfertigte (und ebenfalls in der Editon Moderne erschien). Die Hauptrolle soll Sean Penn ĂĽbernehmen.

Als “Favorit Buch” stellte Lydia Herms am gestrigen Donnerstag auf radio eins “Stiche” von David Small (Carlsen) vor. Der Beitrag kann hier gelesen und hier direkt angehört werden.

Mit allen drei Titeln der Graphic Novels “For Ladies”-Reihe aus dem Hause Carlsen befasst sich die Redaktion des Online-Frauenmagazins Aviva: “Graphic Novel fĂĽr Frauen.” Diese “bieten freche und intelligente Unterhaltung”, wie dort resĂĽmiert wird und auch die grafische Umsetzung der drei Bände “Paris”, “Ich wär so gern Ethnologin” und “Luft und Liebe” wird lobend hervorgehoben.

“Wer ist eigentlich Goliath?”

Freitag, den 9. November 2012

“Wer ist eigentlich Goliath?” fragt das christliche “Mediemagazin pro” in der Vorstellung von Tom Gaulds “Goliath” (Reprodukt).

Denn mit der weit verbreiteten Vorstellung, Goliath sei ein einschüchternder Hühne gewesen, räumt Gauld in dem Buch gründlich auf: Er stellt den späteren Widersacher Davids als handzahmen und zuvorkommenden Menschen dar, der sich mehr für administrative Aufgaben interessiert als fürs Kämpfen. Den Rezensenten des Medienmagazins fordert das jedoch nicht zur Kritik heraus.

Vielmehr wird diese Variation als Erweiterung der eigentlichen Geschichte goutiert, die aus ihr eine “Anti-Kriegs-Parabel” macht, die auch fĂĽr Gläubige interessant ist. “Christen muss die neue Version von David und Goliath nicht stören, denn die Bibel wird hier keinesfalls verfälscht. Lediglich der Blickwinkel ändert sich.”

“Goliath” von Tom Gauld

Dienstag, den 28. August 2012

Ab sofort erhältlich ist das Debut des Briten Tom Gauld, “Goliath” (Reprodukt). Seit einigen Jahren veröffentlicht Gauld in seiner Heimat und in Nordamerika Hefte, Anthologie-Beiträge sowie Kurzcomics und Cartoons, letztere unter Anderem wöchentlich in “The Guardian”. Ein lakonischer, zurĂĽckgenommener Humor zeichnet seine Geschichten aus, bestens unterstĂĽtzt von seinem reduzierten Strich.

Ăśbersetzt wurde “Goliath” von Nicolas Mahler (“Alte Meister”, nach Thomas Bernhard, Suhrkamp). Das Handlettering stammt von Sascha Hommer (“Vier Augen”, Reprodukt).

Tom Gauld wird auf dem Comicfestival Hamburg Ende September erwartet, wo seine Bilder ausgestellt werden und er selbst “Goliath” vorstellen und natĂĽrlich signieren wird.

Im trostlosen Niemandsland zwischen dem Heerlager der Philister und der Israeliten hockt der ratlose Riese Goliath und weiß nicht wie ihm geschieht. Die ihm befohlenen täglichen Drohgebärden gegen die feindliche Armee überfordern den schlichten und sanftmütigen Mann.

Indem er die Geschichte von David und Goliath aus der Perspektive des Riesen erzählt, gibt Tom Gauld diesem nicht nur seine Menschlichkeit zurück, sondern stellt zugleich unsere Weltsicht auf den Kopf. Lakonisch in Wort, Bild und Witz zeigt der britische Autor den biblischen Hünen als Sinnbild für die Absurdität des Krieges.

Tom Gauld, geboren 1976 in Schottland, lebt und arbeitet als Autor, Illustrator und Humorist in London. Goliath ist seine erste Graphic Novel. Zusätzlich zu zahlreichen Veröffentlichungen in Anthologien und Ausstellungen in Galerien, zeichnet er einen wöchentlichen Cartoon fĂĽr die britische Tageszeitung “The Guardian”.

Goliath, ISBN 978-3-943143-26-3, 96 Seiten, zweifarbig, 15,5 x 21 cm, Klappenbroschur, 15 EUR, erschienen bei Reprodukt