Graphic Novels
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Archiv des Tags ‘Guillaume Sorel’

Comics in den Medien – 15. Oktober 2012

Montag, den 15. Oktober 2012

In den vergangenen Tagen wurden Comics wieder häufig in den Medien vorgestellt und besprochen. Ein Anlass dabei war natĂĽrlich die Frankfurter Buchmesse, die gestern zuende ging. So berichtete boersenblatt.net kurz ĂĽber die Comic-Szene im diesjährigen Gastland Neuseeland, wobei sie auf eine BroschĂĽre just zu diesem Thema verweisen, die auf der Website des Comic-Autoren Dylan Horrocks (“Hicksville”, Reprodukt) zum Download bereit steht: “Unbekannte Bekannte”.

Mit Dylan Horrocks sprach Lars von Törne fĂĽr den Tagesspiegel. Eine ausfĂĽhrliche Version des Interviews lässt sich online nachlesen. Darin erzählt Horrocks von “Hicksville”, deprimierener Arbeit an Superhelden-Comics, der neuseeländischen Comic-Szene und woran er derzeit arbeitet: “‘Der Rest der Welt ist aufgewacht’”.

“GroĂźes diplomatisches Theater” erkennt Katja LĂĽthge in der tageszeitung in Christophe Blains und Abel Lanzacs “Quai D’Orsay – Hinter den Kulissen der Macht” (Reprodukt) und fragt sich, ob man “angesichts dieses wunderbaren präzis-maliziösen Blicks auf das diplomatische Theater und seiner Darsteller (…) eher Lachen oder Weinen sollte”, und konstatiert, dass der Band sich in Frankreich “zu Recht (…) als Ăśberraschungserfolg erwiesen und bisher ĂĽber 300.000-mal verkauft” hat.

“Stefan Zweig hätte diesen – jawohl Comic – gemocht: Er ist ein Kunstwerk.” wird auf ndr.de der Beitrag ĂĽber “Die letzten Tage von Stefan Zweig” (Jacoby & Stuart) von Laurent Seksik und Guillaume Sorel abgeschlossen: “Herrlich detailliert und groĂźzĂĽgig platziert flieĂźen Guillaume Sorels Tusche-Bildstrecken durch diese bedrĂĽckende Geschichte.” Zum Beitrag geht es hier.

Der Band “Vertraute Fremde” des japanischen Autors Jiro Taniguchi (Carlsen) ist nicht nur hierzulande mit Comic-Preisen bedacht worden, darĂĽber hinaus gab es vor einigen Jahren eine Spielfilm-Umsetzung, die in den deutschen Kinos lief. Nun wurde eine Hörspielfassung des Manga im ndr ausgestrahlt. HintergrĂĽnde erfährt man auf der hauseigenen Website, wo das rund 82minĂĽtige Werk auch nachgehört werden kann. DarĂĽber schrieb auch knapp Stefan Fischer in der SĂĽddeutschen Zeitung: “Zug zurĂĽck”.

“Die dichte Erzählung, die verspielten Zeichnungen und die warme Farbgebung machen “Portugal” zu einer der besten Comic-Veröffentlichungen der vergangenen Jahre” schreibt Markus Lippold auf n-tv.de ĂĽber das Buch von Cyril Pedrosa, das bei Reprodukt erschienen ist: “Geh aus, mein Herz – nach Portugal”.

Auf seinem Comic-Blog der Frankfurter Allgemeinen Zeitung stellte Andreas Platthaus in den vergangenen Tagen zwei Bände vor: Wie er in seinem Beitrag ĂĽber den jĂĽngst erschienenen Band “S.” (Reprodukt) herausstellt, sorgt dessen Autor Gipi immer wieder fĂĽr gehobenes LesevergnĂĽgen – “als schickte da jemand einen Sturmwind ins behäbige europäische Comic-Erzählen”: “Ein Vater namens S.”.“Reineke Fuchs, das Raubtierluder, aus weiblicher Sicht” steht im Mittelpunkt der neuen Ausgabe der Anthologiereihe “Spring”, worĂĽber Platthaus im zweiten neuen Beitrag schreibt. FĂĽr ihn zeigt das “vitale Bilderbuch”, dass “dieser schlaue, freche Fuchs (…) unverändert aktuell” ist.

Neue Graphic Novel bei Jacoby & Stuart

Dienstag, den 25. September 2012

Ab sofort erhältlich ist “Die letzten Tage von Stefan Zweig” (Jacoby & Stuart) von Laurent Seksik und Guillaume Sorel. Vor zwei Jahren hatte Sensik in “VorgefĂĽhl der nahen Nacht” (Blessing) das Lebensende des schweizer Schriftstellers festgehalten. FĂĽr die Comic-Umsetzung hat er das Buch komplett ĂĽberarbeitet.

Am 22. Februar 1942 nahm sich der österreichische Schriftsteller Stefan Zweig, einer der berühmtesten Autoren seiner Zeit, gemeinsam mit seiner Ehefrau Lotte im brasilianischen Exil das Leben. Es war die Verzweiflungstat eines Flüchtlings, der aus Europa hatte fliehen müssen, aber ohne die Kultur Europas nicht leben konnte. Er selbst war einer der Repräsentanten dieser Kultur, die nun von der Barbarei der Nazis vernichtet wurde, die seine Werke verbrannten, nur weil er jüdischer Herkunft war, die seine Freunde verfolgten und vertrieben, die keinen Platz auf der Welt ließen für einen überzeugten Pazifisten und Humanisten wie ihn. Es war aber auch die Verzweiflungstat einer Frau, die es nicht vermocht hatte, ihrem Mann ein Leben in der Fremde möglich zu machen und die ohne ihren Mann nicht leben wollte. Eine beklemmende Graphic Novel über die Tragödie eines Mannes, eines Paares und eines ganzen Jahrhunderts.

Die letzten Tage von Stefan Zweig, ISBN 978-3-941787-78-0, 88 Seiten, farbig, Hardcover, 24 EUR (D)